Das Wichtigste in Kürze
- Air Serbia ist die Nationalairline Serbiens mit Drehkreuz am Flughafen Belgrad Nikola Tesla.
- Codes: IATA JU, ICAO ASL, Rufzeichen „AIR SERBIA“.
- Lange Linie: Air Serbia führt die Tradition von Aeroput (1927), JAT und Jat Airways fort; der heutige Name gilt seit Oktober 2013.
- Etihad war zehn Jahre an Bord: 2013 übernahm Etihad 49 Prozent, seit November 2023 gehört die Airline wieder vollständig dem serbischen Staat.
- Gemischte Flotte: Airbus A319, A320 und A330-200, dazu ATR 72-600 und Embraer 195 – die A319 werden schrittweise ersetzt.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | JU |
|---|---|
| ICAO-Code | ASL |
| Rufzeichen | AIR SERBIA |
| Drehkreuze | BEG |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Belgrad, Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Sitz | Belgrad, Serbien |
| Wurzeln | Aeroput (gegründet 1927), danach JAT und Jat Airways; seit Oktober 2013 Air Serbia |
| Eigentümer | Republik Serbien (seit November 2023 vollständig, zuvor Beteiligung von Etihad) |
| Drehkreuz | Flughafen Belgrad Nikola Tesla (BEG) |
| Weitere Abflugorte | Niš (INI) und Morava-Flughafen bei Kraljevo (KVO) |
| Allianz | keine, dafür zahlreiche Codeshare-Partner |
| Flotte (Stand 2025/2026) | rund 30 Flugzeuge: Airbus A319, A320 und A330-200, ATR 72-600, Embraer 195 |
| Kennzeichen | YU- (Serbien) |
| Markenzeichen | Stilisierter Doppeladler in Rot, Blau und Weiß am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Serbia?
- Leitwerk mit stilisiertem Doppeladler in den serbischen Landesfarben Rot, Blau und Weiß
- Weißer Rumpf mit Schriftzug „Air Serbia“ und Ornamenten, die an mittelalterliche serbische Kunst angelehnt sind
- Kennzeichen mit YU- am Heck – ein Erbe aus jugoslawischer Zeit
- Gemischte Flotte: A319/A320, ATR 72-600, Embraer 195 und auf der Langstrecke A330-200
- Flugnummer beginnt mit JU, auf dem Tracker steht ASL
- Einige Maschinen tragen Namen bekannter Serbinnen und Serben, etwa „Nikola Tesla“ auf einem A330
Wer in Frankfurt, München oder Wien einen weißen Airbus mit rot-blauem Doppeladler am Leitwerk sieht, hat Air Serbia vor der Linse. Die Airline aus Belgrad ist eine der spannendsten kleineren Netzwerk-Airlines Europas: Sie führt eine fast hundertjährige Tradition fort, wechselt gerade ihre Kurzstreckenflotte durch und mischt Airbus, ATR und Embraer in einem Netz. Hier erfährst du, wie du Air Serbia zuordnest, welche Typen du erwarten kannst und was hinter dem YU-Kennzeichen steckt.
Jede YU-Registrierung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst, welche Air-Serbia-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Serbia im Überblick
Air Serbia ist die Nationalairline Serbiens mit Sitz in Belgrad. Ihr einziges echtes Drehkreuz ist der Flughafen Belgrad Nikola Tesla, von dem aus sie Ziele in ganz Europa, im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und in Nordamerika bedient. Kleinere Programme starten außerdem in Niš im Süden des Landes und am Morava-Flughafen bei Kraljevo.
Das Geschäftsmodell ist das einer klassischen Netzwerk-Airline: Passagiere aus dem Westbalkan steigen in Belgrad um, Reisende aus Westeuropa nutzen Belgrad als Tor nach Südosteuropa. Dazu kommen Direktverbindungen in die Diaspora – in Deutschland, Österreich und der Schweiz leben viele Menschen mit Wurzeln in Serbien, was die Strecken in den deutschsprachigen Raum wichtig macht.
Einer Allianz gehört Air Serbia nicht an. Statt auf Star Alliance, oneworld oder SkyTeam setzt die Airline auf einzelne Codeshare-Abkommen, unter anderem mit Turkish Airlines, Qatar Airways, Etihad, Aegean, Finnair, ITA Airways, TAROM und airBaltic.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code JU: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket. Den Code hat Air Serbia von JAT übernommen – ein Detail, das die Kontinuität zur alten Staatsairline zeigt.
- ICAO-Code ASL: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern auf.
- Rufzeichen AIR SERBIA: so meldet sich die Crew im Funk.
Bei Air Serbia lohnt sich der Blick auf den ICAO-Code besonders im Sommer. Die Airline hat in den vergangenen Jahren immer wieder Flugzeuge samt Crew von anderen Gesellschaften angemietet (Wet Lease), um Spitzen abzufangen – für 2025 wurde etwa die Anmietung von vier Airbus-Jets gemeldet. Steht ein JU-Flug im Plan, auf dem Tracker aber ein fremder ICAO-Code, fliegt sehr wahrscheinlich ein solcher Mietflieger.
Tracker richtig lesen
Die Flugnummer zeigt, wer den Flug verkauft – der ICAO-Code und das Kennzeichen zeigen, wer ihn tatsächlich fliegt. Wie du ADS-B-Daten sauber auswertest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Von Aeroput über JAT zu Air Serbia
Die Geschichte von Air Serbia beginnt lange vor dem heutigen Namen. 1927 wurde in Belgrad Aeroput gegründet, die erste Fluggesellschaft des damaligen Königreichs und später dessen Flag Carrier. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand daraus die jugoslawische Staatsairline JAT – Jugoslovenski Aerotransport, über die du auf der Seite zu JAT Yugoslav Airlines mehr erfährst.
JAT wuchs in den folgenden Jahrzehnten zu einer der bekannteren Airlines Südosteuropas heran, zunächst mit Propellerflugzeugen, ab den 1960er- und 1970er-Jahren mit Jets. In den besten Jahren beförderte JAT mehr als fünf Millionen Fluggäste jährlich. Die 1990er-Jahre brachten den tiefen Einschnitt: Mit dem Zerfall Jugoslawiens und den Sanktionen der Vereinten Nationen wurde der internationale Verkehr eingestellt beziehungsweise stark eingeschränkt. Erst 1994 und dann wieder ab 2000 kam der Auslandsverkehr zurück.
Aus JAT wurde Jat Airways, und nach der Unabhängigkeit Montenegros 2006 war die Airline der Flag Carrier Serbiens. Montenegro hatte mit Montenegro Airlines längst eine eigene Gesellschaft, die inzwischen ebenfalls Geschichte ist.
Der Neustart mit Etihad
2013 kam der große Umbruch. Im August vereinbarten die serbische Regierung und Etihad Airways eine strategische Partnerschaft: Etihad übernahm 49 Prozent und für fünf Jahre die Managementrechte, der Staat behielt 51 Prozent. Im Oktober 2013 wurde aus Jat Airways Air Serbia, am 26. Oktober 2013 nahm die Airline unter neuem Namen den Betrieb auf – mit neuer Lackierung, neuem Produkt und Etihad-Vielfliegerprogramm. Air Serbia war Teil der Beteiligungsstrategie von Etihad, zu der damals auch Air Berlin und Darwin Airline / Etihad Regional gehörten. Mehr zum Hintergrund liest du im Artikel über das Geschäftsmodell der Golf-Airlines.
Anders als bei Air Berlin überlebte die Beteiligung bei Air Serbia. Ab 2020 kaufte der serbische Staat die Anteile aber schrittweise zurück: Im Dezember 2020 stieg er auf 82 Prozent, 2022 auf knapp 84 Prozent, und seit November 2023 gehört Air Serbia wieder vollständig der Republik Serbien.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1927 | Gründung von Aeroput in Belgrad |
| nach 1945 | Umwandlung zur jugoslawischen Staatsairline JAT |
| 1990er | Sanktionen, internationaler Verkehr zeitweise eingestellt |
| 2006 | Nach Montenegros Unabhängigkeit Flag Carrier Serbiens (Jat Airways) |
| 2013 | Etihad steigt mit 49 Prozent ein, Umbenennung in Air Serbia |
| 2016 | Erster Nonstop-Flug Belgrad–New York mit A330-200 |
| 2023 | Chicago kommt dazu; Staat übernimmt alle Anteile |
Die Flotte: Airbus, ATR und Embraer
Air Serbia betreibt keine Einheitsflotte, sondern einen Mix für sehr unterschiedliche Strecken. Insgesamt sind es rund 30 Flugzeuge (Stand 2025/2026), die Zahlen schwanken durch Neuzugänge, Ausmusterungen und Mietflugzeuge. Die Übersicht zeigt die Typen und ihre Rolle:
| Typ | Rolle | Sitze (ca.) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | Europa-Strecken | 144 | Ältester Teil der Kurzstreckenflotte, wird schrittweise ausgemustert |
| Airbus A320-200 | Europa- und Ferienstrecken | 180 | Bestand wächst, teils mit Sharklets |
| Airbus A330-200 | Langstrecke Nordamerika | rund 260 | Kleine Flotte von vier Exemplaren, z. B. YU-ARD und YU-ARE |
| ATR 72-600 | Kurzstrecke, Westbalkan | 70–72 | Größter Teilbestand der Flotte |
| Embraer 195 | Europa-Strecken, Ersatz für A319 | 118 | Neuester Typ in der Flotte, Bestand wächst |
Der Airbus A319 war lange das Rückgrat auf Europa-Strecken. Air Serbia ersetzt ihn nach und nach durch zusätzliche Embraer 195 und Airbus A320. Der E195-Bestand wächst seit 2025; Ende 2025 und Anfang 2026 kamen weitere Exemplare dazu. Für Spotter heißt das: Der A319 in Air-Serbia-Farben wird seltener, die E195 häufiger. Hersteller der Jets sind Airbus und Embraer.
Die ATR 72-600 fliegt vor allem kurze Strecken in die Nachbarländer und innerhalb der Region. Bis nach Mitteleuropa kommt sie seltener – wenn du sie in Deutschland siehst, ist das eher die Ausnahme. Mehr zum Hersteller findest du bei ATR.
Auf der Langstrecke setzt Air Serbia den Airbus A330-200 ein. Den ersten Nonstop-Flug nach New York flog 2016 ein von Jet Airways geleaster A330. Heute umfasst die Langstreckenflotte vier A330-200, von denen zwei auf die Namen „Nikola Tesla“ und „Mihajlo Pupin“ getauft sind. Wie du den A330 von seinem vierstrahligen Verwandten trennst, zeigt der Guide A330 oder A340?.
Fehlt dir noch die E195?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine Air-Serbia-Maschine in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A319, A320 oder E195? So unterscheidest du sie
An deutschen Flughäfen landet bei Air Serbia meist einer von drei Typen. Weil alle in derselben Bemalung unterwegs sind, hilft dir nur der Blick auf die Details.
Airbus A319 oder A320
- Tief hängende Triebwerke unter dem Flügel, Bugfahrwerk mit zwei Rädern
- A319: kurzer Rumpf, über dem Flügel nur ein Notausgang je Seite
- A320: längerer Rumpf, zwei Notausgänge über dem Flügel je Seite
- Auf Trackern als A319 bzw. A320 geführt
Embraer 195
- Schlanker, langer Rumpf mit vergleichsweise hohem Fahrwerk
- Vier Sitze pro Reihe statt sechs, dadurch schmalerer Rumpf
- Spitz zulaufende Nase und großes, steil stehendes Leitwerk
- Auf Trackern als E195 geführt
Die Notausgänge über dem Flügel sind das schnellste Merkmal zwischen A319 und A320. Wie du die ganze Familie auseinanderhältst, zeigt der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Für die Embraer-Familie gibt es einen eigenen Überblick zu den E-Jets, und wenn dir doch eine ATR vor die Linse kommt, hilft der Artikel zu Turboprops.
Woran du Air Serbia erkennst
Seit dem Neustart 2013 trägt die Flotte eine Bemalung, die die Designerin Tamara Maksimović entworfen hat. Sie nutzt die serbischen Landesfarben Rot, Blau und Weiß und greift Motive aus der mittelalterlichen serbischen Kunst auf. Am Leitwerk sitzt ein stilisierter Doppeladler, abgeleitet vom serbischen Staatswappen. Der Rumpf ist weiß, darauf steht in großen Buchstaben „Air Serbia“.
Ein schönes Detail für Sammler: Einige Flugzeuge tragen Namen bekannter Persönlichkeiten aus Serbien. Unter dem Motto „Living Legends“ wurden Maschinen etwa nach dem Tennisspieler Novak Đoković oder dem Basketballer Vlade Divac benannt, bei den A330 heißen YU-ARB „Nikola Tesla“ – passend zum Namensgeber des Belgrader Flughafens – und YU-ARC „Mihajlo Pupin“. Dazu kommen Sonderbemalungen: Seit 2024 tragen A330 eine Lackierung für die Weltausstellung EXPO 2027 in Belgrad.
Wie solche Bemalungen aufgebaut sind und warum Leitwerk und Schriftzug so viel Wiedererkennung bringen, erklärt der Artikel zum Livery-Design.
Achtung Verwechslung
In der Region sind mehrere Airlines mit Rot-Weiß-Blau unterwegs. Croatia Airlines etwa nutzt ein rot-weißes Schachbrett am Leitwerk. Das Kennzeichen schafft Klarheit: Air Serbia fliegt mit YU-, Croatia Airlines mit 9A-.
Das YU-Kennzeichen
Das Länderpräfix YU stammt aus der Zeit Jugoslawiens. Serbien hat es übernommen, deshalb tragen Air-Serbia-Flugzeuge heute Kennzeichen wie YU-ARD. Für Spotter ist das ein schönes Stück lebendige Geschichte: Die Kennung erinnert an JAT, obwohl das Land, für das sie einst stand, längst nicht mehr existiert. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, liest du im Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Air Serbia in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten
Der deutschsprachige Raum gehört zu den wichtigsten Märkten der Airline. Air Serbia verbindet Belgrad unter anderem mit Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin, dazu kommen Wien und Zürich. Einzelne Strecken laufen nur saisonal, und Frequenzen ändern sich mit dem Flugplan.
Im Alltag ist Air Serbia an diesen Flughäfen kein Massenphänomen – meist sind es ein bis wenige Umläufe am Tag. Genau das macht die Sichtung reizvoll: Wer gezielt auf die Ankunft wartet, bekommt mit etwas Glück eine E195 oder eine Maschine mit Namen. Für die Planung helfen die Spotter-Guides zu Frankfurt, München, Düsseldorf, Wien und Zürich.
Flugplan prüfen
Such im Ankunftsplan deines Flughafens nach JU-Flugnummern und notier dir die Zeiten.
Typ checken
Auf dem Tracker siehst du kurz vorher, ob ein A319, A320, E195 oder ein Mietflieger kommt.
Betriebsrichtung lesen
Wind und aktive Piste entscheiden, an welchem Spot du stehen musst.
Kennzeichen festhalten
Fotografiere so, dass das YU-Kennzeichen lesbar ist – dann bleibt die Sichtung eindeutig.
Gute Chancen auf Air Serbia, wenn …
- dein Flughafen eine tägliche Belgrad-Verbindung hat
- Ferienzeit ist und die Nachfrage in die Region steigt
- du Ankunft und Abflug desselben Umlaufs einplanst
Prüf es vorher, wenn …
- du auf einen bestimmten Typ wie die A319 hoffst – die wird seltener
- im Sommer Wet-Lease-Flugzeuge eingesetzt werden
Eher kein Air-Serbia-Tag, wenn …
- du auf einen A330 hoffst – der fliegt auf der Langstrecke und kommt nur ausnahmsweise nach Mitteleuropa
Wer die Airline in ihrer Heimat erleben will, fährt nach Belgrad. Dort siehst du die ganze Flotte inklusive ATR und A330 – und dazu Gäste aus der Region wie Wizz Air oder Croatia Airlines. Mehr zum Platz findest du auf der Seite zum Flughafen Belgrad.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an Absperrungen. Im Ausland können für das Fotografieren an Flughäfen andere Regeln gelten als in Deutschland – informier dich vor der Reise und respektiere Hinweise von Polizei und Sicherheitspersonal. Was hierzulande gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- JU für eine neue Kennung halten – der IATA-Code stammt von JAT und wurde übernommen.
- Air Serbia für ein Star-Alliance-Mitglied halten – die Airline gehört keiner Allianz an und arbeitet nur mit Codeshare-Partnern.
- A319 und A320 verwechseln – zähl die Notausgänge über dem Flügel: einer beim A319, zwei beim A320.
- E195 für einen Airbus halten – vier Sitze pro Reihe, höheres Fahrwerk und spitze Nase verraten den Embraer.
- JU-Flugnummer mit durchführender Airline gleichsetzen – im Sommer fliegen teils Mietflieger mit fremdem ICAO-Code.
- YU- für Jugoslawien halten – das Präfix ist heute das serbische Länderkennzeichen.
Air Serbia im Blick behalten
Beobachte einzelne YU-Kennzeichen, Typen wie die E195 oder Special Liveries und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Serbia ist mehr als eine kleine Balkan-Airline: Sie trägt die Geschichte von Aeroput und JAT weiter, hat ein Jahrzehnt Etihad-Partnerschaft hinter sich und baut ihre Flotte gerade um. Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie eine lohnende Sichtung, weil sie nicht ständig kommt und weil hinter jedem Flug ein anderer Typ stecken kann. Wer Kennzeichen und Typ sauber notiert, dokumentiert nebenbei den Abschied der A319 und den Aufstieg der E195.
Kurzfazit
Air Serbia (IATA JU, ICAO ASL) ist die serbische Nationalairline mit Drehkreuz Belgrad. Der rot-blau-weiße Doppeladler zeigt die Airline, das YU-Kennzeichen und der Blick auf Notausgänge und Rumpf verraten, welcher Typ gerade vor dir steht.
Zusammenfassung
- Air Serbia erkennst du am rot-blau-weißen Doppeladler am Leitwerk und am YU-Kennzeichen.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz siehst du meist A319, A320 oder Embraer 195 – die A330 sind für die Langstrecke reserviert.
- Spannend für Spotter: die laufende Flottenerneuerung, wechselnde Wet-Lease-Flugzeuge im Sommer und Sonderlackierungen.
- Wer sich für Luftfahrtgeschichte interessiert, findet in Air Serbia die direkte Nachfolgerin der jugoslawischen JAT.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Serbia?
Der IATA-Code von Air Serbia ist JU, der ICAO-Code ASL. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „AIR SERBIA“. Den Code JU kennen ältere Spotter noch von JAT – die Kennung wurde übernommen.
Gehört Air Serbia zu einer Allianz?
Nein. Air Serbia ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Codeshare-Partnern zusammen, darunter laut Übersichten Turkish Airlines, Qatar Airways, Etihad, Aegean, Finnair, ITA Airways, TAROM und airBaltic.
Welche Flugzeuge fliegt Air Serbia?
Die Flotte umfasst rund 30 Flugzeuge (Stand 2025/2026): Airbus A319 und A320 für Europa, ATR 72-600 für kurze Strecken, Embraer 195 als neuerer Regionaljet und Airbus A330-200 für die Langstrecke. Die A319 werden nach und nach durch weitere E195 und A320 ersetzt. Die genauen Zahlen ändern sich laufend, prüf deshalb im Zweifel aktuelle Flottenlisten.
Ist Air Serbia dasselbe wie JAT?
Air Serbia ist die direkte Nachfolgerin. Aus Aeroput wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die jugoslawische Staatsairline JAT, später Jat Airways. Im Oktober 2013 bekam die Airline im Zuge der Partnerschaft mit Etihad den Namen Air Serbia und ein komplett neues Erscheinungsbild.
Wohin fliegt Air Serbia auf der Langstrecke?
Mit dem A330-200 fliegt Air Serbia seit 2016 nonstop von Belgrad nach New York-JFK, seit 2023 kam Chicago dazu. Das Langstreckennetz ist klein und kann sich ändern – schau für aktuelle Ziele in den Flugplan der Airline.
Wo kann ich Air Serbia in Deutschland spotten?
Air Serbia verbindet Belgrad unter anderem mit Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin; dazu kommen Wien und Zürich. Meist kommt ein A319, A320 oder Embraer 195. Wie oft und mit welchem Typ, hängt von Saison und Flugplan ab – prüf vor der Tour den aktuellen Plan deines Flughafens.
Warum haben serbische Flugzeuge ein YU-Kennzeichen?
Das Präfix YU stammt aus der Zeit Jugoslawiens und wurde von Serbien weitergeführt. Deshalb tragen auch die Air-Serbia-Maschinen heute YU- am Heck, zum Beispiel die A330 YU-ARD und YU-ARE.
Air Serbia im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
Weitere Airlines
JAT Yugoslav Airlines
Historische Nationalairline Jugoslawiens aus Belgrad: 1947 gestartet, mit Caravelle, DC-9, Boeing 727, DC-10 und als erste europäische Airline mit der 737-300 groß geworden, durch Sanktionen in den 1990er-Jahren fast stillgelegt, ab 2003 Jat Airways und seit Oktober 2013 Air Serbia.
NetzwerkCroatia Airlines
Kroatiens nationale Airline aus Zagreb: Star-Alliance-Mitglied seit 2004, Partner von Lufthansa – und mitten im Umbau von A319 und Dash 8 auf eine Flotte aus Airbus A220.
NetzwerkMontenegro Airlines
Historische Nationalairline Montenegros aus Podgorica: 1994 gegründet, ab 1997 im Linienflug mit Fokker F28, später mit Fokker 100 und Embraer 195 unterwegs – bis die Regierung den Betrieb im Dezember 2020 einstellen ließ.
NetzwerkAegean Airlines
Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.
NetzwerkEtihad Airways
Die Airline aus Abu Dhabi: Etihad fliegt mit 787, A350-1000 und einer kleinen A380-Flotte über das Drehkreuz Zayed International und ist in Frankfurt, München und Düsseldorf regelmäßig zu sehen.
Low-CostWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Belgrad Nikola Tesla
Serbiens Tor zur Welt bei Surčin: Drehkreuz von Air Serbia mit A330, ATR und Embraer, Basis von Wizz Air, mit frisch sanierter Hauptbahn – und direkt am Gelände steht das Luftfahrtmuseum Belgrad mit über 200 Flugzeugen.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
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