Air Serbia

Serbiens Nationalairline aus Belgrad: Nachfolgerin von Aeroput und JAT, gemischte Flotte aus Airbus, ATR und Embraer, A330 auf der Langstrecke nach Nordamerika und ein Doppeladler am Leitwerk.

Auch bekannt als: Er Srbija · Jat Airways · JAT Jugoslovenski Aerotransport · Aeroput · JU

SerbienSerbienNetzwerk-AirlinesIATA: JUICAO: ASL11 Min. Lesezeit

JU

IATA-Code

ASL

ICAO-Code

1927

Gründung des Vorgängers Aeroput

YU-

Kennzeichen-Präfix

Das Wichtigste in Kürze

  • Air Serbia ist die Nationalairline Serbiens mit Drehkreuz am Flughafen Belgrad Nikola Tesla.
  • Codes: IATA JU, ICAO ASL, Rufzeichen „AIR SERBIA“.
  • Lange Linie: Air Serbia führt die Tradition von Aeroput (1927), JAT und Jat Airways fort; der heutige Name gilt seit Oktober 2013.
  • Etihad war zehn Jahre an Bord: 2013 übernahm Etihad 49 Prozent, seit November 2023 gehört die Airline wieder vollständig dem serbischen Staat.
  • Gemischte Flotte: Airbus A319, A320 und A330-200, dazu ATR 72-600 und Embraer 195 – die A319 werden schrittweise ersetzt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Air Serbia im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Von Aeroput über JAT zu Air Serbia
  4. 4.Die Flotte: Airbus, ATR und Embraer
  5. 5.A319, A320 oder E195? So unterscheidest du sie
  6. 6.Woran du Air Serbia erkennst
  7. 7.Air Serbia in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten
  8. 8.Häufige Verwechslungen
  9. 9.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeJU
ICAO-CodeASL
RufzeichenAIR SERBIA
DrehkreuzeBEG
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Drehkreuz Belgrad, Kurz-, Mittel- und Langstrecke
SitzBelgrad, Serbien
WurzelnAeroput (gegründet 1927), danach JAT und Jat Airways; seit Oktober 2013 Air Serbia
EigentümerRepublik Serbien (seit November 2023 vollständig, zuvor Beteiligung von Etihad)
DrehkreuzFlughafen Belgrad Nikola Tesla (BEG)
Weitere AbflugorteNiš (INI) und Morava-Flughafen bei Kraljevo (KVO)
Allianzkeine, dafür zahlreiche Codeshare-Partner
Flotte (Stand 2025/2026)rund 30 Flugzeuge: Airbus A319, A320 und A330-200, ATR 72-600, Embraer 195
KennzeichenYU- (Serbien)
MarkenzeichenStilisierter Doppeladler in Rot, Blau und Weiß am Leitwerk

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Air Serbia?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Leitwerk mit stilisiertem Doppeladler in den serbischen Landesfarben Rot, Blau und Weiß
  • Weißer Rumpf mit Schriftzug „Air Serbia“ und Ornamenten, die an mittelalterliche serbische Kunst angelehnt sind
  • Kennzeichen mit YU- am Heck – ein Erbe aus jugoslawischer Zeit
  • Gemischte Flotte: A319/A320, ATR 72-600, Embraer 195 und auf der Langstrecke A330-200
  • Flugnummer beginnt mit JU, auf dem Tracker steht ASL
  • Einige Maschinen tragen Namen bekannter Serbinnen und Serben, etwa „Nikola Tesla“ auf einem A330

Wer in Frankfurt, München oder Wien einen weißen Airbus mit rot-blauem Doppeladler am Leitwerk sieht, hat Air Serbia vor der Linse. Die Airline aus Belgrad ist eine der spannendsten kleineren Netzwerk-Airlines Europas: Sie führt eine fast hundertjährige Tradition fort, wechselt gerade ihre Kurzstreckenflotte durch und mischt Airbus, ATR und Embraer in einem Netz. Hier erfährst du, wie du Air Serbia zuordnest, welche Typen du erwarten kannst und was hinter dem YU-Kennzeichen steckt.

Jede YU-Registrierung im Hangar

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Air Serbia im Überblick

Air Serbia ist die Nationalairline Serbiens mit Sitz in Belgrad. Ihr einziges echtes Drehkreuz ist der Flughafen Belgrad Nikola Tesla, von dem aus sie Ziele in ganz Europa, im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und in Nordamerika bedient. Kleinere Programme starten außerdem in Niš im Süden des Landes und am Morava-Flughafen bei Kraljevo.

Das Geschäftsmodell ist das einer klassischen Netzwerk-Airline: Passagiere aus dem Westbalkan steigen in Belgrad um, Reisende aus Westeuropa nutzen Belgrad als Tor nach Südosteuropa. Dazu kommen Direktverbindungen in die Diaspora – in Deutschland, Österreich und der Schweiz leben viele Menschen mit Wurzeln in Serbien, was die Strecken in den deutschsprachigen Raum wichtig macht.

Einer Allianz gehört Air Serbia nicht an. Statt auf Star Alliance, oneworld oder SkyTeam setzt die Airline auf einzelne Codeshare-Abkommen, unter anderem mit Turkish Airlines, Qatar Airways, Etihad, Aegean, Finnair, ITA Airways, TAROM und airBaltic.

JUIATA-Code in der Flugnummer
ASLICAO-Code auf dem Tracker
YU-Kennzeichen-Präfix am Heck

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code JU: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket. Den Code hat Air Serbia von JAT übernommen – ein Detail, das die Kontinuität zur alten Staatsairline zeigt.
  • ICAO-Code ASL: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern auf.
  • Rufzeichen AIR SERBIA: so meldet sich die Crew im Funk.

Bei Air Serbia lohnt sich der Blick auf den ICAO-Code besonders im Sommer. Die Airline hat in den vergangenen Jahren immer wieder Flugzeuge samt Crew von anderen Gesellschaften angemietet (Wet Lease), um Spitzen abzufangen – für 2025 wurde etwa die Anmietung von vier Airbus-Jets gemeldet. Steht ein JU-Flug im Plan, auf dem Tracker aber ein fremder ICAO-Code, fliegt sehr wahrscheinlich ein solcher Mietflieger.

Tracker richtig lesen

Die Flugnummer zeigt, wer den Flug verkauft – der ICAO-Code und das Kennzeichen zeigen, wer ihn tatsächlich fliegt. Wie du ADS-B-Daten sauber auswertest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Von Aeroput über JAT zu Air Serbia

Die Geschichte von Air Serbia beginnt lange vor dem heutigen Namen. 1927 wurde in Belgrad Aeroput gegründet, die erste Fluggesellschaft des damaligen Königreichs und später dessen Flag Carrier. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand daraus die jugoslawische Staatsairline JAT – Jugoslovenski Aerotransport, über die du auf der Seite zu JAT Yugoslav Airlines mehr erfährst.

JAT wuchs in den folgenden Jahrzehnten zu einer der bekannteren Airlines Südosteuropas heran, zunächst mit Propellerflugzeugen, ab den 1960er- und 1970er-Jahren mit Jets. In den besten Jahren beförderte JAT mehr als fünf Millionen Fluggäste jährlich. Die 1990er-Jahre brachten den tiefen Einschnitt: Mit dem Zerfall Jugoslawiens und den Sanktionen der Vereinten Nationen wurde der internationale Verkehr eingestellt beziehungsweise stark eingeschränkt. Erst 1994 und dann wieder ab 2000 kam der Auslandsverkehr zurück.

Aus JAT wurde Jat Airways, und nach der Unabhängigkeit Montenegros 2006 war die Airline der Flag Carrier Serbiens. Montenegro hatte mit Montenegro Airlines längst eine eigene Gesellschaft, die inzwischen ebenfalls Geschichte ist.

Der Neustart mit Etihad

2013 kam der große Umbruch. Im August vereinbarten die serbische Regierung und Etihad Airways eine strategische Partnerschaft: Etihad übernahm 49 Prozent und für fünf Jahre die Managementrechte, der Staat behielt 51 Prozent. Im Oktober 2013 wurde aus Jat Airways Air Serbia, am 26. Oktober 2013 nahm die Airline unter neuem Namen den Betrieb auf – mit neuer Lackierung, neuem Produkt und Etihad-Vielfliegerprogramm. Air Serbia war Teil der Beteiligungsstrategie von Etihad, zu der damals auch Air Berlin und Darwin Airline / Etihad Regional gehörten. Mehr zum Hintergrund liest du im Artikel über das Geschäftsmodell der Golf-Airlines.

Anders als bei Air Berlin überlebte die Beteiligung bei Air Serbia. Ab 2020 kaufte der serbische Staat die Anteile aber schrittweise zurück: Im Dezember 2020 stieg er auf 82 Prozent, 2022 auf knapp 84 Prozent, und seit November 2023 gehört Air Serbia wieder vollständig der Republik Serbien.

Jahr Ereignis
1927 Gründung von Aeroput in Belgrad
nach 1945 Umwandlung zur jugoslawischen Staatsairline JAT
1990er Sanktionen, internationaler Verkehr zeitweise eingestellt
2006 Nach Montenegros Unabhängigkeit Flag Carrier Serbiens (Jat Airways)
2013 Etihad steigt mit 49 Prozent ein, Umbenennung in Air Serbia
2016 Erster Nonstop-Flug Belgrad–New York mit A330-200
2023 Chicago kommt dazu; Staat übernimmt alle Anteile

Die Flotte: Airbus, ATR und Embraer

Air Serbia betreibt keine Einheitsflotte, sondern einen Mix für sehr unterschiedliche Strecken. Insgesamt sind es rund 30 Flugzeuge (Stand 2025/2026), die Zahlen schwanken durch Neuzugänge, Ausmusterungen und Mietflugzeuge. Die Übersicht zeigt die Typen und ihre Rolle:

Typ Rolle Sitze (ca.) Spotter-Hinweis
Airbus A319-100 Europa-Strecken 144 Ältester Teil der Kurzstreckenflotte, wird schrittweise ausgemustert
Airbus A320-200 Europa- und Ferienstrecken 180 Bestand wächst, teils mit Sharklets
Airbus A330-200 Langstrecke Nordamerika rund 260 Kleine Flotte von vier Exemplaren, z. B. YU-ARD und YU-ARE
ATR 72-600 Kurzstrecke, Westbalkan 70–72 Größter Teilbestand der Flotte
Embraer 195 Europa-Strecken, Ersatz für A319 118 Neuester Typ in der Flotte, Bestand wächst

Der Airbus A319 war lange das Rückgrat auf Europa-Strecken. Air Serbia ersetzt ihn nach und nach durch zusätzliche Embraer 195 und Airbus A320. Der E195-Bestand wächst seit 2025; Ende 2025 und Anfang 2026 kamen weitere Exemplare dazu. Für Spotter heißt das: Der A319 in Air-Serbia-Farben wird seltener, die E195 häufiger. Hersteller der Jets sind Airbus und Embraer.

Die ATR 72-600 fliegt vor allem kurze Strecken in die Nachbarländer und innerhalb der Region. Bis nach Mitteleuropa kommt sie seltener – wenn du sie in Deutschland siehst, ist das eher die Ausnahme. Mehr zum Hersteller findest du bei ATR.

Auf der Langstrecke setzt Air Serbia den Airbus A330-200 ein. Den ersten Nonstop-Flug nach New York flog 2016 ein von Jet Airways geleaster A330. Heute umfasst die Langstreckenflotte vier A330-200, von denen zwei auf die Namen „Nikola Tesla“ und „Mihajlo Pupin“ getauft sind. Wie du den A330 von seinem vierstrahligen Verwandten trennst, zeigt der Guide A330 oder A340?.

Fehlt dir noch die E195?

Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine Air-Serbia-Maschine in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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A319, A320 oder E195? So unterscheidest du sie

An deutschen Flughäfen landet bei Air Serbia meist einer von drei Typen. Weil alle in derselben Bemalung unterwegs sind, hilft dir nur der Blick auf die Details.

Airbus A319 oder A320

  • Tief hängende Triebwerke unter dem Flügel, Bugfahrwerk mit zwei Rädern
  • A319: kurzer Rumpf, über dem Flügel nur ein Notausgang je Seite
  • A320: längerer Rumpf, zwei Notausgänge über dem Flügel je Seite
  • Auf Trackern als A319 bzw. A320 geführt

Embraer 195

  • Schlanker, langer Rumpf mit vergleichsweise hohem Fahrwerk
  • Vier Sitze pro Reihe statt sechs, dadurch schmalerer Rumpf
  • Spitz zulaufende Nase und großes, steil stehendes Leitwerk
  • Auf Trackern als E195 geführt

Die Notausgänge über dem Flügel sind das schnellste Merkmal zwischen A319 und A320. Wie du die ganze Familie auseinanderhältst, zeigt der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Für die Embraer-Familie gibt es einen eigenen Überblick zu den E-Jets, und wenn dir doch eine ATR vor die Linse kommt, hilft der Artikel zu Turboprops.

Woran du Air Serbia erkennst

Seit dem Neustart 2013 trägt die Flotte eine Bemalung, die die Designerin Tamara Maksimović entworfen hat. Sie nutzt die serbischen Landesfarben Rot, Blau und Weiß und greift Motive aus der mittelalterlichen serbischen Kunst auf. Am Leitwerk sitzt ein stilisierter Doppeladler, abgeleitet vom serbischen Staatswappen. Der Rumpf ist weiß, darauf steht in großen Buchstaben „Air Serbia“.

Ein schönes Detail für Sammler: Einige Flugzeuge tragen Namen bekannter Persönlichkeiten aus Serbien. Unter dem Motto „Living Legends“ wurden Maschinen etwa nach dem Tennisspieler Novak Đoković oder dem Basketballer Vlade Divac benannt, bei den A330 heißen YU-ARB „Nikola Tesla“ – passend zum Namensgeber des Belgrader Flughafens – und YU-ARC „Mihajlo Pupin“. Dazu kommen Sonderbemalungen: Seit 2024 tragen A330 eine Lackierung für die Weltausstellung EXPO 2027 in Belgrad.

Wie solche Bemalungen aufgebaut sind und warum Leitwerk und Schriftzug so viel Wiedererkennung bringen, erklärt der Artikel zum Livery-Design.

Achtung Verwechslung

In der Region sind mehrere Airlines mit Rot-Weiß-Blau unterwegs. Croatia Airlines etwa nutzt ein rot-weißes Schachbrett am Leitwerk. Das Kennzeichen schafft Klarheit: Air Serbia fliegt mit YU-, Croatia Airlines mit 9A-.

Das YU-Kennzeichen

Das Länderpräfix YU stammt aus der Zeit Jugoslawiens. Serbien hat es übernommen, deshalb tragen Air-Serbia-Flugzeuge heute Kennzeichen wie YU-ARD. Für Spotter ist das ein schönes Stück lebendige Geschichte: Die Kennung erinnert an JAT, obwohl das Land, für das sie einst stand, längst nicht mehr existiert. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, liest du im Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.

Air Serbia in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten

Der deutschsprachige Raum gehört zu den wichtigsten Märkten der Airline. Air Serbia verbindet Belgrad unter anderem mit Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin, dazu kommen Wien und Zürich. Einzelne Strecken laufen nur saisonal, und Frequenzen ändern sich mit dem Flugplan.

Im Alltag ist Air Serbia an diesen Flughäfen kein Massenphänomen – meist sind es ein bis wenige Umläufe am Tag. Genau das macht die Sichtung reizvoll: Wer gezielt auf die Ankunft wartet, bekommt mit etwas Glück eine E195 oder eine Maschine mit Namen. Für die Planung helfen die Spotter-Guides zu Frankfurt, München, Düsseldorf, Wien und Zürich.

Flugplan prüfen

Such im Ankunftsplan deines Flughafens nach JU-Flugnummern und notier dir die Zeiten.

Typ checken

Auf dem Tracker siehst du kurz vorher, ob ein A319, A320, E195 oder ein Mietflieger kommt.

Betriebsrichtung lesen

Wind und aktive Piste entscheiden, an welchem Spot du stehen musst.

Kennzeichen festhalten

Fotografiere so, dass das YU-Kennzeichen lesbar ist – dann bleibt die Sichtung eindeutig.

Gute Chancen auf Air Serbia, wenn …

  • dein Flughafen eine tägliche Belgrad-Verbindung hat
  • Ferienzeit ist und die Nachfrage in die Region steigt
  • du Ankunft und Abflug desselben Umlaufs einplanst

Prüf es vorher, wenn …

  • du auf einen bestimmten Typ wie die A319 hoffst – die wird seltener
  • im Sommer Wet-Lease-Flugzeuge eingesetzt werden

Eher kein Air-Serbia-Tag, wenn …

  • du auf einen A330 hoffst – der fliegt auf der Langstrecke und kommt nur ausnahmsweise nach Mitteleuropa

Wer die Airline in ihrer Heimat erleben will, fährt nach Belgrad. Dort siehst du die ganze Flotte inklusive ATR und A330 – und dazu Gäste aus der Region wie Wizz Air oder Croatia Airlines. Mehr zum Platz findest du auf der Seite zum Flughafen Belgrad.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an Absperrungen. Im Ausland können für das Fotografieren an Flughäfen andere Regeln gelten als in Deutschland – informier dich vor der Reise und respektiere Hinweise von Polizei und Sicherheitspersonal. Was hierzulande gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • JU für eine neue Kennung halten – der IATA-Code stammt von JAT und wurde übernommen.
  • Air Serbia für ein Star-Alliance-Mitglied halten – die Airline gehört keiner Allianz an und arbeitet nur mit Codeshare-Partnern.
  • A319 und A320 verwechseln – zähl die Notausgänge über dem Flügel: einer beim A319, zwei beim A320.
  • E195 für einen Airbus halten – vier Sitze pro Reihe, höheres Fahrwerk und spitze Nase verraten den Embraer.
  • JU-Flugnummer mit durchführender Airline gleichsetzen – im Sommer fliegen teils Mietflieger mit fremdem ICAO-Code.
  • YU- für Jugoslawien halten – das Präfix ist heute das serbische Länderkennzeichen.

Air Serbia im Blick behalten

Beobachte einzelne YU-Kennzeichen, Typen wie die E195 oder Special Liveries und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Air Serbia ist mehr als eine kleine Balkan-Airline: Sie trägt die Geschichte von Aeroput und JAT weiter, hat ein Jahrzehnt Etihad-Partnerschaft hinter sich und baut ihre Flotte gerade um. Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie eine lohnende Sichtung, weil sie nicht ständig kommt und weil hinter jedem Flug ein anderer Typ stecken kann. Wer Kennzeichen und Typ sauber notiert, dokumentiert nebenbei den Abschied der A319 und den Aufstieg der E195.

Kurzfazit

Air Serbia (IATA JU, ICAO ASL) ist die serbische Nationalairline mit Drehkreuz Belgrad. Der rot-blau-weiße Doppeladler zeigt die Airline, das YU-Kennzeichen und der Blick auf Notausgänge und Rumpf verraten, welcher Typ gerade vor dir steht.

Zusammenfassung

  • Air Serbia erkennst du am rot-blau-weißen Doppeladler am Leitwerk und am YU-Kennzeichen.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz siehst du meist A319, A320 oder Embraer 195 – die A330 sind für die Langstrecke reserviert.
  • Spannend für Spotter: die laufende Flottenerneuerung, wechselnde Wet-Lease-Flugzeuge im Sommer und Sonderlackierungen.
  • Wer sich für Luftfahrtgeschichte interessiert, findet in Air Serbia die direkte Nachfolgerin der jugoslawischen JAT.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Serbia?

Der IATA-Code von Air Serbia ist JU, der ICAO-Code ASL. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „AIR SERBIA“. Den Code JU kennen ältere Spotter noch von JAT – die Kennung wurde übernommen.

Gehört Air Serbia zu einer Allianz?

Nein. Air Serbia ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Codeshare-Partnern zusammen, darunter laut Übersichten Turkish Airlines, Qatar Airways, Etihad, Aegean, Finnair, ITA Airways, TAROM und airBaltic.

Welche Flugzeuge fliegt Air Serbia?

Die Flotte umfasst rund 30 Flugzeuge (Stand 2025/2026): Airbus A319 und A320 für Europa, ATR 72-600 für kurze Strecken, Embraer 195 als neuerer Regionaljet und Airbus A330-200 für die Langstrecke. Die A319 werden nach und nach durch weitere E195 und A320 ersetzt. Die genauen Zahlen ändern sich laufend, prüf deshalb im Zweifel aktuelle Flottenlisten.

Ist Air Serbia dasselbe wie JAT?

Air Serbia ist die direkte Nachfolgerin. Aus Aeroput wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die jugoslawische Staatsairline JAT, später Jat Airways. Im Oktober 2013 bekam die Airline im Zuge der Partnerschaft mit Etihad den Namen Air Serbia und ein komplett neues Erscheinungsbild.

Wohin fliegt Air Serbia auf der Langstrecke?

Mit dem A330-200 fliegt Air Serbia seit 2016 nonstop von Belgrad nach New York-JFK, seit 2023 kam Chicago dazu. Das Langstreckennetz ist klein und kann sich ändern – schau für aktuelle Ziele in den Flugplan der Airline.

Wo kann ich Air Serbia in Deutschland spotten?

Air Serbia verbindet Belgrad unter anderem mit Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin; dazu kommen Wien und Zürich. Meist kommt ein A319, A320 oder Embraer 195. Wie oft und mit welchem Typ, hängt von Saison und Flugplan ab – prüf vor der Tour den aktuellen Plan deines Flughafens.

Warum haben serbische Flugzeuge ein YU-Kennzeichen?

Das Präfix YU stammt aus der Zeit Jugoslawiens und wurde von Serbien weitergeführt. Deshalb tragen auch die Air-Serbia-Maschinen heute YU- am Heck, zum Beispiel die A330 YU-ARD und YU-ARE.

Air Serbia im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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