Das Wichtigste in Kürze
- Der Wind entscheidet: Im langjährigen Mittel fliegt Frankfurt rund drei Viertel der Zeit in Richtung Westen (25). Plane deinen Spot nach der Windprognose, nicht nach Gewohnheit.
- Drei offizielle Aussichtspunkte: Fraport nennt die Plattformen an der Startbahn West, an der Landebahn Nordwest und am Luftbrückendenkmal bei Zeppelinheim.
- Keine Terrasse mehr: Terminal 2 ist seit Juni 2026 geschlossen, damit fällt auch die frühere Besucherterrasse auf absehbare Zeit weg.
- Jede Bahn hat ihre Rolle: Südbahn vor allem Landungen, Centerbahn vor allem Starts, Nordwestbahn nur Landungen, Startbahn 18 West nur Starts nach Süden.
- Große Jets landen nicht auf der Nordwestbahn: A380 und Boeing 747 kommen auf der Süd- oder Centerbahn herein – wichtig, wenn du gezielt Heavys fotografieren willst.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Frankfurt in Kürze: Was du wissen musst
- 2.Die vier Bahnen und ihre Rollen
- 3.Betriebsrichtung: West ist der Normalfall
- 4.Die offiziellen Aussichtspunkte
- 5.Weitere Spots rund um den Zaun
- 6.Licht: Welcher Spot wann funktioniert
- 7.Was du in Frankfurt zu sehen bekommst
- 8.Nachtruhe und Tagesplanung
- 9.Anreise im Überblick
- 10.Regeln und Rücksicht
- 11.Frankfurt im Vergleich
- 12.Fazit
Stand: Oktober 2026 – Kein deutscher Flughafen bietet so viel Abwechslung wie Frankfurt: Lufthansa-Langstrecke, Gäste aus allen Kontinenten, Ferienflieger und einer der dichtesten Frachtverkehre Europas. Gleichzeitig ist kaum ein Flughafen so komplex für Spotter. Vier Bahnen mit festen Rollen, zwei Betriebsrichtungen und seit 2026 keine Besucherterrasse mehr – wer ohne Plan anreist, steht schnell am falschen Ende. Dieser Guide zeigt dir, welcher Spot bei welchem Wind funktioniert, wann das Licht passt und was du am größten deutschen Drehkreuz zu sehen bekommst.
Frankfurt planen, bevor du losfährst
Planetrack zeigt dir die Frankfurter Spots auf der Karte, dazu Wind, Wetter und aktive Pisten am Flughafen – und deine Sichtungen postest du direkt mit Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Frankfurt in Kürze: Was du wissen musst
Der Flughafen Frankfurt (IATA FRA, ICAO EDDF) ist das Heimatdrehkreuz der Lufthansa und einer der wichtigsten Knoten der Star Alliance. 2025 zählte er rund 460.000 Flugbewegungen und schlug gut zwei Millionen Tonnen Fracht um – ein Spitzenwert unter den europäischen Flughäfen. Für dich heißt das: Fast zu jeder Tageszeit zwischen frühem Morgen und spätem Abend ist etwas los.
Zwei Veränderungen aus diesem Jahr prägen das Spotten in Frankfurt: Im April 2026 hat Fraport den ersten Flugsteig des neuen Terminal 3 im Süden des Geländes in Betrieb genommen. Dorthin sind vor allem die Airlines gezogen, die bisher in Terminal 2 abgefertigt wurden und weder zur Lufthansa Group noch zur Star Alliance gehören. Im Juni 2026 wurde Terminal 2 geschlossen – nach Angaben des Betreibers voraussichtlich bis Mitte der 2030er-Jahre. Mit dem Terminal ist auch die frühere Besucherterrasse weggefallen. Spotten in Frankfurt heißt damit derzeit vor allem: draußen am Zaun.
Die vier Bahnen und ihre Rollen
Wer Frankfurt verstehen will, muss die Bahnen kennen. Drei laufen parallel in West-Ost-Richtung, eine quer dazu nach Süden. Jede hat im Regelbetrieb eine feste Aufgabe:
| Bahn | Name | Länge | Rolle im Regelbetrieb | Für Spotter |
|---|---|---|---|---|
| 07L/25R | Landebahn Nordwest | 2.800 m | nur Landungen, seit Oktober 2011 | keine Landungen von A380 und Boeing 747 |
| 07C/25C | Centerbahn | 4.000 m | überwiegend Starts | Langstrecken-Starts nach Westen oder Osten |
| 07R/25L | Südbahn | 4.000 m | überwiegend Landungen | Hauptbahn für Landungen bei Westwind in Zeppelinheim |
| 18 | Startbahn West | 4.000 m | nur Starts Richtung Süden, seit 1984 | bei starkem Nordwind nicht für Starts genutzt |
Die Startbahn 18 West ist eine Frankfurter Besonderheit: Sie wird unabhängig von der Betriebsrichtung auf den Parallelbahnen genutzt, und ein großer Teil aller Abflüge startet hier nach Süden. Für dich bedeutet das: An der Startbahn West gibt es fast immer Starts zu sehen – egal ob gerade West- oder Ostbetrieb herrscht.
Betriebsrichtung: West ist der Normalfall
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Bei Westwind wird in Richtung 25 geflogen, die Landungen kommen also von Osten über die A5 und den Frankfurter Stadtwald herein. Bei Ostwind dreht sich alles um, und die Anflüge kommen von Westen über Rüsselsheim und Raunheim. Im langjährigen Mittel liegt das Verhältnis bei etwa drei zu eins zugunsten des Westbetriebs. Bei stabilen Hochdrucklagen mit östlicher Strömung kann Ostbetrieb aber auch tagelang anhalten.
Die Grundlagen dazu erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Wie du den Wind schon am Vorabend abschätzt, zeigt Windy und andere Wetterkarten für Spotter.
| Lage | Landungen | Starts | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Westbetrieb (25) | 25L und 25R, von Osten | 25C nach Westen, 18 nach Süden | Zeppelinheim für Landungen, Startbahn West für Starts |
| Ostbetrieb (07) | 07L und 07R, von Westen | 07C nach Osten, 18 nach Süden | Plattform Nordwest für Landungen, Startbahn West für Anflüge und Starts |
| Starker Nordwind | je nach Richtung | keine Starts von der 18 | Startbahn West meiden |
| 23 bis 5 Uhr | keine planmäßigen Flüge | keine planmäßigen Flüge | Ausschlafen |
Faustregel für den Vorabend
Westwind? Dann Zeppelinheim für Landungen. Ostwind? Dann die Plattform an der Landebahn Nordwest. Starts siehst du in beiden Fällen an der Startbahn West. Bei schwachem, drehendem Wind entscheidet die Flugsicherung – schau kurz vor der Abfahrt auf die Live-Lage.
Die offiziellen Aussichtspunkte
Fraport selbst nennt drei Aussichtspunkte außerhalb des Sicherheitszauns. Sie sind kostenlos, ohne Kontrolle zugänglich und decken zusammen praktisch jede Betriebslage ab.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Luftbrückendenkmal
Der bekannteste Spot in Frankfurt liegt am Ostende des Geländes an der Fußgängerbrücke über die A5. Bei Westbetrieb schweben hier im Minutentakt Maschinen auf die Südbahn 25L ein, gelegentlich auch auf 25C. Du stehst südlich der Anflugachse und bekommst die Flugzeuge im Profil oder leicht von vorn. Mit der S7 bis Zeppelinheim und rund zehn Minuten Fußweg ist der Spot auch ohne Auto gut erreichbar. Gleich nebenan stehen am Luftbrückendenkmal eine Douglas C-47 und eine C-54 als Erinnerung an die Versorgung Berlins 1948/49.
Alle Details zu Standpunkten, Anreise und Brennweiten findest du im Spot-Guide Aussichtsplattform Zeppelinheim.
Plattform an der Landebahn Nordwest
Hier siehst du Flugzeuge aus kurzer Distanz auf der Bahn 07L/25R – nach Angaben von Fraport unabhängig von der Landerichtung. Bei Ostbetrieb ist das der Spot für Landungen aus nächster Nähe. Fraport hebt außerdem die guten Lichtverhältnisse hervor. Ein Parkplatz liegt rund 100 Meter entfernt. Denk daran: Auf dieser Bahn landen keine A380 und keine Boeing 747. Den Großteil des Europaverkehrs und viele Langstreckenjets bekommst du trotzdem vor die Linse.
Plattform an der Startbahn West
Von der Plattform an der 18 West siehst du Starts nach Süden und hast laut Fraport zusätzlich einen Überblick über die südliche Landebahn – bei Ostbetrieb also auch über die Anflüge auf 07R und 07C. Geparkt wird rund 100 Meter entfernt am Airportring beziehungsweise an der Okrifteler Straße. Bei starkem Nordwind wird die 18 nicht für Starts genutzt, dann lohnt der Weg kaum.
Spotterberichten zufolge liegt die Startbahn 18 am Vormittag im Gegenlicht. Für Starts von der 18 ist der Nachmittag daher meist die bessere Wahl; für Anflüge auf 07 funktioniert die Plattform über weite Teile des Tages.
Zeppelinheim, wenn …
- Westwind herrscht und auf 25L gelandet wird
- du ohne Auto mit der S-Bahn anreist
- du Landungen im Profil suchst
Landebahn Nordwest, wenn …
- Ostwind herrscht und auf 07L gelandet wird
- du Flugzeuge aus kurzer Distanz willst
- Europaverkehr und Kennzeichensammeln im Vordergrund stehen
Startbahn West, wenn …
- du gezielt Starts fotografieren willst
- kein starker Nordwind weht
- du am Nachmittag mit besserem Licht rechnen kannst
Weitere Spots rund um den Zaun
Neben den offiziellen Plattformen nutzen Spotter eine Reihe weiterer Punkte entlang öffentlicher Wege – an Waldwegen südlich der Bahnen, am Airportring und im Bereich Kelsterbach nördlich der Landebahn Nordwest.
Ein paar Punkte gelten für alle inoffiziellen Spots:
- Nur öffentliche Wege. Große Teile des Waldes rund um den Flughafen stehen unter Schutz. Bleib auf ausgewiesenen Wegen und fahr nicht in gesperrte Zufahrten.
- Hohe Zäune. An vielen Stellen schneidet der Zaun ins Bild. Manche Spotter arbeiten deshalb mit kleinen Tritten – was dabei gilt, steht im Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.
- Lange Wege. Viele Punkte erreichst du nur zu Fuß oder mit dem Rad. Wasser und Verpflegung gehören in den Rucksack.
- Baustellen und Zäune ändern sich. Durch den Ausbau rund um Terminal 3 und neue Sicherungsanlagen sind einzelne frühere Blickachsen verschwunden. Prüf aktuelle Spotterberichte, bevor du einen weiten Fußweg einplanst.
Für schlechtes Wetter: Besucherzentrum und Rundfahrten
Im Besucherzentrum in Terminal 1 blickst du durch ein großes Panoramafenster auf die Abfertigung an den Gates B und C, Monitore zeigen Echtzeitdaten zu den Flügen. Zum Fotografieren von Starts und Landungen taugt es kaum, für Kinder, Regentage und einen Blick auf das Vorfeld ist es aber ein guter Einstieg. Fraport bietet außerdem Vorfeld-Rundfahrten in mehreren Varianten an. Tickets für beides solltest du vorab online buchen; aktuelle Zeiten und Preise findest du auf der Website des Flughafens.
Wunschflieger im Anflug?
Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery von deiner Wunschliste Frankfurt ansteuert. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Licht: Welcher Spot wann funktioniert
Die drei Parallelbahnen liegen auf einer Ost-West-Achse, die Startbahn West zeigt nach Süden. Daraus ergeben sich zwei sehr verschiedene Lichtsituationen an einem Flughafen. Die Grundregel aus dem Guide Sonnenstand am Fotospot planen gilt auch hier: An einer Ost-West-Achse hast du auf der Südseite die Sonne tagsüber im Rücken.
| Spot | Typische Motive | Gutes Licht | Schwierig |
|---|---|---|---|
| Zeppelinheim | Landungen 25L | um die Tagesmitte, im Winter fast ganztags | im Sommer früh und spät Gegenlicht, mittags Hitzeflimmern |
| Plattform Nordwest | Landungen 07L/25R | laut Fraport gute Lichtverhältnisse, im Winter weite Teile des Tages | Sommer-Randzeiten |
| Startbahn West | Starts 18, Anflüge 07C/07R | 18 eher nachmittags, Anflüge auf 07 weite Teile des Tages | 18 am Vormittag im Gegenlicht |
Zwei Frankfurter Besonderheiten solltest du kennen. Erstens: Hitzeflimmern. Über den langen Asphaltflächen flimmert die Luft an warmen Tagen stark, besonders bei Aufnahmen über die Bahn hinweg. Morgens ist die Luft meist ruhiger – mehr dazu im Beitrag Hitzeflimmern vermeiden. Zweitens: Der Winter ist dein Freund. Mit tief stehender Sonne funktionieren viele Frankfurter Spots dann fast den ganzen Tag, und die klare, kalte Luft liefert schärfere Bilder auf Distanz.
Bei der Brennweite reichen für die nahen Landungen in Zeppelinheim und an der Nordwestbahn meist 200 bis 300 mm an Kleinbild. Für die weiter entfernte Centerbahn, Rollwege und Starts aus größerer Entfernung hilft mehr. Eine Übersicht liefert der Beitrag Welches Objektiv fürs Planespotting.
Was du in Frankfurt zu sehen bekommst
Frankfurt ist ein Umsteigedrehkreuz, und das merkst du am Zaun: Ankünfte und Abflüge kommen in Wellen, dazwischen gibt es ruhigere Phasen. Wie diese Wellen entstehen und wie du sie nutzt, erklärt der Beitrag Hub-Wellen an Drehkreuzen.
- Lufthansa: Kurz- und Mittelstrecke mit der A320-Familie, dazu die Langstreckenflotte am Heimatdrehkreuz – darunter die Boeing 747-8, die Frankfurt nur mit Sondergenehmigung anfliegen darf, weil sie zur größten Flugzeugkategorie gehört.
- Star-Alliance-Partner und Konzernschwestern: Swiss, Austrian Airlines und viele weitere Partner aus der Lufthansa Group und der Allianz.
- Internationale Langstrecke: Großraumjets aus Asien, Nahost und Amerika. Emirates setzt auf der Strecke nach Dubai je nach Flugplanperiode den Airbus A380 ein – prüf das vor deinem Besuch.
- Ferienflieger: Condor hat in Frankfurt ihr Hauptdrehkreuz, dazu Discover Airlines aus dem Lufthansa-Konzern.
- Fracht: Lufthansa Cargo hat ihren Sitz in der Cargo City Nord, dazu kommen Frachtairlines aus aller Welt. Viele Frachter siehst du auch tagsüber.
Wenn du A380 oder 747 im Visier hast, denk an die Bahnregel: Auf der Nordwestbahn landen diese Typen nicht. Bei Westbetrieb stehst du für Heavys also in Zeppelinheim besser als an der Nordwestbahn. Hilfe beim Unterscheiden der beiden Riesen bietet der Beitrag A380 und Boeing 747 unterscheiden.
Nicht mit Hahn verwechseln
Der Flughafen Frankfurt-Hahn liegt im Hunsrück, mehr als 100 Kilometer von Frankfurt entfernt, und ist ein eigener Flughafen mit ganz anderem Verkehr. Wenn du dorthin willst, hilft dir der Spotter-Guide für Hahn.
Nachtruhe und Tagesplanung
Zwischen 23 und 5 Uhr sind in Frankfurt keine planmäßigen Flüge zugelassen. Die Regelung ist an die Genehmigung der Landebahn Nordwest geknüpft; die Hintergründe fasst der Beitrag Nachtflugverbote an deutschen Flughäfen zusammen. Für dich heißt das: Die ersten Ankünfte am frühen Morgen kommen gebündelt nach 5 Uhr herein – in der dunklen Jahreszeit allerdings noch ohne Tageslicht.
1. Am Vorabend Wind prüfen
West oder Ost? Davon hängt ab, ob du nach Zeppelinheim oder an die Nordwestbahn fährst.
2. Lichtfenster festlegen
Pistenachse, deine Seite und Jahreszeit ergeben das Zeitfenster. Im Sommer Randzeiten meiden, im Winter großzügiger planen.
3. Highlights checken
Welche Großraumjets, Sonderlackierungen oder Frachter stehen im Flugplan? Plane deine Zeit am Zaun um sie herum.
4. Ausweichspot einplanen
Dreht der Wind, wechselst du die Plattform. Mit Auto oder Rad geht das schneller als zu Fuß.
5. Sichtungen sofort notieren
Typ, Airline und Kennzeichen direkt festhalten, solange du noch weißt, was wann kam.
Anreise im Überblick
- Zeppelinheim: S7 ab Frankfurt Hauptbahnhof bis Zeppelinheim, dann rund zehn Minuten zu Fuß. Mit dem Auto über die A5, Ausfahrt Zeppelinheim/Cargo City Süd.
- Startbahn West und Landebahn Nordwest: Beide Plattformen haben Parkplätze in rund 100 Metern Entfernung. Ohne Auto musst du mit längeren Wegen rechnen – ein Fahrrad ist hier ein echter Vorteil.
- Besucherzentrum: Terminal 1, gut erreichbar mit S-Bahn und Regional- oder Fernverkehr zum Flughafen.
Mit dem Rad lassen sich alle drei Plattformen an einem Tag kombinieren. Das ist besonders praktisch, wenn der Wind im Laufe des Tages dreht.
Regeln und Rücksicht
Fotografieren von öffentlichen Flächen ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt – Details dazu stehen im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. In Frankfurt kommen ein paar praktische Punkte dazu: Nichts durch den Zaun stecken, keine Drohnen in der Kontrollzone, Radwege am Zaun freihalten und an vollen Tagen Platz für andere lassen. Wenn Sicherheitspersonal oder Polizei dich ansprechen, bleib freundlich und erklär, was du machst – Spotter sind in Frankfurt ein vertrauter Anblick.
Bist du bereit für Frankfurt?
- Windprognose geprüft und Betriebsrichtung eingeschätzt
- Passende Plattform für West- oder Ostbetrieb gewählt
- Lichtfenster für Spot und Jahreszeit bestimmt
- Highlights im Flugplan nachgesehen
- Telezoom mit 200 bis 300 mm oder mehr eingepackt
- Anreise und Rückfahrt geplant
- Ausweichspot im Kopf, falls der Wind dreht
Frankfurt im Vergleich
Verglichen mit anderen deutschen Flughäfen fehlt Frankfurt derzeit die bequeme Terrasse, wie sie etwa die Besucherterrasse in Düsseldorf oder die Besucherterrasse in Hamburg bieten. Dafür ist die Typenvielfalt am Zaun kaum zu schlagen, und die drei offiziellen Plattformen sind kostenlos und unabhängig von Terminals nutzbar. Eine Übersicht über weitere Ziele liefert der Beitrag Die besten Spotting-Spots in Deutschland.
Deine Frankfurt-Sichtungen im Hangar
Halte jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest, sammle sie in deinem Hangar und teile die besten Bilder mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Frankfurt belohnt Spotter, die mit Plan anreisen. Der Wind bestimmt, ob du in Zeppelinheim oder an der Nordwestbahn stehst, die Startbahn West liefert fast immer Starts, und das Licht hängt stark von Spot und Jahreszeit ab. Seit Terminal 2 geschlossen ist, findet das Spotten draußen statt – mit drei offiziellen Plattformen, die zusammen jede Betriebslage abdecken, und einem Verkehrsmix, den in Deutschland kein anderer Flughafen bietet.
Kurzfazit
Westwind: Zeppelinheim für Landungen auf 25L. Ostwind: Plattform Nordwest für Landungen auf 07L. Starts: Startbahn West, am besten nachmittags. Für A380 und 747 nicht an die Nordwestbahn, im Winter großzügig planen, im Sommer die Randzeiten meiden.
Zusammenfassung
- Frankfurt ist Deutschlands verkehrsreichster Flughafen, Heimatdrehkreuz der Lufthansa und einer der größten Frachtflughäfen Europas – entsprechend breit ist der Verkehrsmix am Zaun.
- Bei Westbetrieb ist die Plattform bei Zeppelinheim für Landungen auf 25L erste Wahl, bei Ostbetrieb die Plattform an der Landebahn Nordwest; Starts nach Süden siehst du an der Startbahn West.
- Das Licht hängt stark von Spot, Tageszeit und Jahreszeit ab. Im Sommer sind Randzeiten an mehreren Spots Gegenlicht, im Winter funktionieren viele Standorte fast den ganzen Tag.
- Zwischen 23 und 5 Uhr gibt es keine planmäßigen Flüge, dafür kommen Ankünfte und Abflüge tagsüber in dichten Wellen.
Häufige Fragen
Wo kann man am Flughafen Frankfurt Flugzeuge beobachten?
Fraport nennt drei offizielle Aussichtspunkte außerhalb des Zauns: die Plattform an der Startbahn West, die Plattform an der Landebahn Nordwest und den Aussichtspunkt am Luftbrückendenkmal bei Zeppelinheim. Dazu kommt das Besucherzentrum in Terminal 1 mit Panoramafenster und die Vorfeld-Rundfahrten. Rund um das Gelände nutzen Spotter außerdem weitere öffentliche Wege am Zaun.
Gibt es in Frankfurt noch eine Besucherterrasse?
Die frühere Terrasse gehörte zu Terminal 2. Fraport hat das Terminal im Juni 2026 geschlossen; es bleibt nach Angaben des Betreibers voraussichtlich bis Mitte der 2030er-Jahre außer Betrieb und wird grundlegend saniert. Eine öffentliche Terrasse steht damit derzeit nicht zur Verfügung.
Welche Betriebsrichtung ist in Frankfurt häufiger?
Im langjährigen Mittel herrscht rund 75 Prozent der Zeit Westbetrieb (Richtung 25) und rund 25 Prozent Ostbetrieb (Richtung 07). Die Startbahn 18 West wird unabhängig davon genutzt und nur für Starts nach Süden – bei starkem Nordwind allerdings nicht.
Welcher Spot ist bei Westwind am besten?
Für Landungen ist es die Plattform bei Zeppelinheim am Ostende des Flughafens. Dort schweben die Maschinen über die A5 auf die Südbahn 25L ein. Wer Starts sehen will, geht bei Westwind eher zur Startbahn West.
Und bei Ostwind?
Dann landen die Flugzeuge von Westen kommend. Die Plattform an der Landebahn Nordwest liefert Landungen auf 07L aus kurzer Distanz, und von der Plattform an der Startbahn West siehst du Anflüge auf 07C und 07R sowie die Starts von der 18.
Wo sehe ich A380 und Boeing 747 in Frankfurt?
Nicht auf der Nordwestbahn, denn dort dürfen diese Typen nicht landen. Großraumjets der Größenklasse A380 und 747 kommen auf der Süd- oder Centerbahn herein und starten von der Centerbahn oder der Startbahn West. Ob ein bestimmter A380-Umlauf stattfindet, hängt vom aktuellen Flugplan der jeweiligen Airline ab.
Wann ist nachts Ruhe am Flughafen Frankfurt?
Zwischen 23 und 5 Uhr sind in Frankfurt keine planmäßigen Flüge zugelassen. Die letzten Abflüge vor 23 Uhr und die ersten Ankünfte nach 5 Uhr fallen dafür oft besonders dicht aus.
Brauche ich in Frankfurt eine Leiter?
An den offiziellen Plattformen in der Regel nicht. An einigen Zaunspots ist der Zaun hoch, dort arbeiten Spotter mit kleinen Tritten. Was dabei erlaubt ist und wo die Grenzen liegen, erklärt der Beitrag zu Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.
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Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
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Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
Passende Spotting-Spots
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