Das Wichtigste in Kürze
- Etihad Airways ist eine der beiden nationalen Airlines der Vereinigten Arabischen Emirate und hat ihren Sitz in Abu Dhabi; Drehkreuz ist Zayed International (AUH).
- Codes: IATA EY, ICAO ETD, Rufzeichen „ETIHAD“. Auf der Anzeigetafel steht EY, auf dem Tracker ETD.
- Die Flotte ist jung und stark auf Boeing 787 und Airbus A350-1000 ausgerichtet; dazu kommen Boeing 777-300ER, eine kleine A380-Flotte und Jets der A320-Familie für kürzere Strecken.
- Der A380 fliegt wieder: Nach der Stilllegung 2020 kehrte ein Teil der Doppeldecker ab 2023 in den Liniendienst zurück.
- In Deutschland fliegt Etihad Frankfurt, München und Düsseldorf an, in der Nachbarschaft Wien, Zürich und Genf.
- Keine Allianz: Etihad setzt auf Einzelpartnerschaften, darunter ein Codeshare mit Lufthansa, das Ende 2016 vereinbart wurde.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | EY |
|---|---|
| ICAO-Code | ETD |
| Rufzeichen | ETIHAD |
| Drehkreuze | AUH |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Umsteigeverkehr über ein Drehkreuz, Schwerpunkt Langstrecke |
| Heimatland | Vereinigte Arabische Emirate, Emirat Abu Dhabi |
| Drehkreuz | Zayed International Airport (AUH), Abu Dhabi – seit November 2023 im Terminal A |
| Eigentümer | Etihad Aviation Group, seit Oktober 2022 unter dem Dach des Abu-Dhabi-Staatsfonds ADQ |
| Gegründet | Juli 2003 per Dekret; erster Linienflug im November 2003 nach Beirut |
| Allianz | keine – Etihad gehört weder Star Alliance noch oneworld oder SkyTeam an |
| Flottentypen | Boeing 787-9 und 787-10, Airbus A350-1000, Airbus A380-800, Boeing 777-300ER, Airbus A320-Familie; Frachter Boeing 777F (Etihad Cargo) |
| Nationalitätskennzeichen | A6- (Vereinigte Arabische Emirate) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Etihad Airways?
- Lackierung „Facets of Abu Dhabi“: Rumpf in hellen Sand- und Beigetönen mit goldenen und silbernen Dreiecksmustern am Heck
- Goldener Etihad-Schriftzug in lateinischer und arabischer Schrift auf dem Rumpf
- Fast nur Großraumjets auf Europa-Strecken: 787 mit gezackten Triebwerkshinterkanten, A350-1000 mit „Waschbärmaske“ am Cockpit, gelegentlich der doppelstöckige A380
- Kennzeichen mit A6- – dasselbe Präfix wie bei Emirates oder flydubai, also immer zusammen mit der Lackierung prüfen
- Flugnummer mit EY, auf Trackern und im Funk dagegen ETD bzw. „ETIHAD“
- Einzelne Sonderlackierungen, etwa die 787-9 A6-BND im Manchester-City-Design
Stand: Oktober 2026 – Zwischen den vielen weißen Rümpfen an deutschen Flughäfen fällt Etihad Airways sofort auf: sandfarben, mit goldenem Schriftzug und einem Heck voller geometrischer Muster. Die Airline aus Abu Dhabi ist jünger als die meisten ihrer Konkurrenten, fliegt eine moderne Großraumflotte und hat eine bewegte Geschichte – auch mit Bezug zu Deutschland. Hier erfährst du, welche Codes Etihad nutzt, welche Typen du erwarten kannst und wie du die Airline in Frankfurt, München und Düsseldorf am besten erwischst.
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Etihad Airways im Überblick
Etihad Airways ist eine der beiden nationalen Fluggesellschaften der Vereinigten Arabischen Emirate und hat ihren Sitz in Abu Dhabi. Gegründet wurde sie im Juli 2003 per Dekret des damaligen Herrschers von Abu Dhabi. Nach einem symbolischen Erstflug nach Al Ain startete im November 2003 der Linienbetrieb – der erste reguläre Flug ging nach Beirut. Damit ist Etihad deutlich jünger als Emirates aus dem Nachbaremirat Dubai.
Heute gehört die Airline zur Etihad Aviation Group, die seit Oktober 2022 unter dem Dach des Abu-Dhabi-Staatsfonds ADQ steht. Das Geschäftsmodell ist klassisch für die Golf-Airlines: Fast alles läuft über ein Drehkreuz, den Zayed International Airport (AUH). Passagiere aus Europa steigen dort um und fliegen weiter nach Asien, Australien, Afrika oder auf die Arabische Halbinsel. Ein Etihad-Flug in Frankfurt kommt also so gut wie immer aus Abu Dhabi und fliegt dorthin zurück.
Etihad gehört keiner der drei großen Allianzen an. Statt Mitgliedschaft in Star Alliance, oneworld oder SkyTeam setzt die Airline auf einzelne Partnerschaften. Zu den Codeshare-Partnern zählt unter anderem Lufthansa, mit der Etihad Ende 2016 ein Abkommen geschlossen hat. Wie die Allianzen funktionieren, erklärt der Ratgeber Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
Das Drehkreuz: Zayed International
Der Heimatflughafen hieß lange Abu Dhabi International und wurde im Februar 2024 in Zayed International Airport umbenannt. Der IATA-Code AUH blieb gleich. Ende Oktober 2023 öffnete dort das neue Terminal A; Etihad zog schrittweise um und hatte den Wechsel Mitte November 2023 abgeschlossen. Der Flughafen hat zwei parallele Bahnen von jeweils gut 4,2 Kilometern Länge – genug Platz für jeden Typ in der Etihad-Flotte.
Codes und Rufzeichen
Wie bei allen Golf-Airlines lohnt der Blick auf die verschiedenen Kennungen:
- IATA-Code EY: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in den meisten Flugplan-Apps.
- ICAO-Code ETD: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf ADS-B-Trackern auf.
- Rufzeichen ETIHAD: so meldet sich die Besatzung im Funk, gefolgt von der Flugnummer.
Wenn du einen Flug live verfolgen willst, suchst du also nach „ETD“ plus Nummer. Woher die Codes kommen und warum IATA und ICAO unterschiedliche Kürzel vergeben, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes. Tipps zum Umgang mit Trackern findest du im Ratgeber Flugverfolgung mit ADS-B.
A6- allein reicht nicht
Das Präfix A6- tragen alle Flugzeuge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten – also auch Emirates und flydubai. Erst Lackierung und vollständiges Kennzeichen zusammen ordnen eine Maschine sicher Etihad zu. Mehr zu den Präfixen steht im Ratgeber zu Länderkennungen.
Die Flotte: jung und großraumlastig
Etihad betreibt eine vergleichsweise junge Flotte, in der die Langstrecke klar dominiert. Die Zahl der Flugzeuge ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, und verschiedene Quellen nennen je nach Stichtag unterschiedliche Werte. Deshalb verzichten wir hier auf exakte Stückzahlen und beschreiben, welche Typen du erwarten kannst.
| Typ | Rolle bei Etihad | Woran du ihn erkennst |
|---|---|---|
| Boeing 787-9 | Rückgrat der Langstrecke, auch in Europa häufig | gezackte Triebwerkshinterkanten, stark nach oben gebogene Flügel im Flug |
| Boeing 787-10 | gestreckte Version für mehr Sitze | deutlich längerer Rumpf als die -9, ansonsten sehr ähnlich |
| Airbus A350-1000 | große Langstrecke | dunkle Cockpitfenster-Umrandung, sechsrädriges Hauptfahrwerk |
| Airbus A380-800 | Flaggschiff auf ausgewählten Strecken | zwei durchgehende Fensterreihen, vier Triebwerke |
| Boeing 777-300ER | ältere Großraum-Langstrecke; bei Etihad Cargo zusätzlich als 777F | zwei sehr große Triebwerke, sechsrädrige Hauptfahrwerke |
| A320 / A321 | kürzere Strecken in die Region | Schmalrumpf, zwei Triebwerke unter den Flügeln |
Die 787: das Arbeitspferd
Die Boeing 787 prägt das Bild von Etihad in Europa. Etihad setzt sowohl die 787-9 als auch die längere 787-10 ein. Auf Einzelfotos ist der Unterschied nicht immer leicht zu sehen; am ehesten hilft das Verhältnis von Rumpflänge zu Spannweite oder ein Abgleich des Kennzeichens. Eine der bekanntesten Etihad-787-9 ist die A6-BND in Manchester-City-Sonderlackierung. Wenn du generell unsicher bist, welcher Hersteller vor dir steht, hilft der Ratgeber Airbus oder Boeing unterscheiden.
Der A350-1000: groß und modern
Der A350-1000 ist der größte zweistrahlige Airbus und bei Etihad auf nachfragestarken Langstrecken unterwegs. Erkennbar ist er an der typischen „Waschbärmaske“ um die Cockpitfenster und am sechsrädrigen Hauptfahrwerk, das ihn vom kleineren A350-900 unterscheidet. Spannend: 2019 hatte Etihad zunächst große A350-Bestellungen storniert – heute gehört der Typ fest zur Flotte.
Der A380: das Comeback
Etihad übernahm insgesamt zehn A380. Mit dem ersten Exemplar stellte die Airline im September 2014 auch die aktuelle Lackierung vor, im Dezember 2014 folgte die Suite „The Residence“ mit drei Räumen auf dem Oberdeck. In der Pandemie legte Etihad 2020 alle A380 still und plante zunächst keine Rückkehr. Ab 2023 kam ein Teil der Doppeldecker doch zurück, zuerst auf der Strecke nach London-Heathrow; 2024 folgten New York-JFK und Paris-Charles de Gaulle. Weil Airbus den A380 nicht mehr baut, bleibt die Flotte klein – ein Etihad-A380 vor der Linse ist deshalb eine echte Trophäe.
Etihad Cargo
Die Frachtsparte Etihad Cargo befördert Fracht im Unterdeck der Passagierjets und betreibt zusätzlich eigene Frachter vom Typ Boeing 777F. Frankfurt gehört zu den europäischen Zielen, an denen Etihad-Fracht regelmäßig umgeschlagen wird. Wie du Frachter allgemein auseinanderhältst, zeigt der Ratgeber Frachtflugzeuge erkennen.
787, A350 und A380 im eigenen Hangar
Halte in deinem Planetrack-Hangar fest, welche Etihad-Kennzeichen du schon hast, und setz die fehlenden auf die Wunschliste. Planetrack ist bald verfügbar – sichere dir jetzt einen Platz auf der Warteliste.
Lackierung: „Facets of Abu Dhabi“
In den ersten Jahren trug Etihad am Leitwerk die Landesflagge und ein Falken-Emblem, dazu Streifen in Rot und Gold am Rumpf. Im September 2014 stellte die Airline mit dem ersten A380 die Lackierung „Facets of Abu Dhabi“ vor. Sie arbeitet mit warmen Sand- und Beigetönen, goldenen und silbernen Dreiecksmustern am Heck und einem goldenen Etihad-Logo. Die Muster greifen Motive aus Architektur und Landschaft des Emirats auf. Die Umlackierung der Flotte zog sich über mehrere Jahre; heute prägt das Design die Flotte, nur wenige ältere Maschinen trugen zuletzt noch die alten Farben.
Für Fotografen hat die Lackierung einen Vorteil: Sie überstrahlt im Sonnenlicht weniger schnell als ein rein weißer Rumpf. Gleichzeitig wirken die feinen Muster am Heck bei flachem Licht deutlich plastischer – ein guter Grund, den Sonnenstand vorab zu planen.
Dazu kommen Sonderlackierungen, etwa für Sportpartnerschaften wie Manchester City oder früher für den Formel-1-Grand-Prix in Abu Dhabi. Welche Maschinen gerade bunt unterwegs sind, wechselt regelmäßig. Wie du solche Flieger gezielt findest, verrät der Ratgeber Special Liveries finden.
Leicht zu erkennen
- Sandfarbener Rumpf hebt sich von weißen Flotten deutlich ab
- Goldene Dreiecksmuster am Heck auch von weitem sichtbar
- Fast nur Großraumjets auf Europa-Strecken
Schwer zu unterscheiden
- 787-9 und 787-10 auf Einzelbildern
- A6-Kennzeichen teilt Etihad mit anderen VAE-Airlines
- Feine Hecksmuster bei Gegenlicht kaum lesbar
Etihad und Deutschland
Etihad hat in Deutschland eine besondere Geschichte. Ende 2011 stieg die Airline mit knapp 30 Prozent bei Air Berlin ein und baute in den Folgejahren ein ganzes Netz an Beteiligungen auf, unter anderem an Alitalia, Air Serbia und Jet Airways. Später trat dieses Netz unter dem Namen „Etihad Airways Partners“ auf. Die Strategie ging nicht auf: 2017 beendete Etihad die finanzielle Unterstützung für Air Berlin, die daraufhin Insolvenz anmeldete. Seitdem konzentriert sich Etihad stärker auf das eigene Netz und klassische Partnerschaften wie das Codeshare mit Lufthansa.
Wo du Etihad heute siehst
Stand Oktober 2026 fliegt Etihad in Deutschland Frankfurt, München und Düsseldorf an. Welcher Typ an welchem Tag kommt, legt die Airline je Flugplanperiode fest und passt ihn bei Bedarf an. In aller Regel siehst du an deutschen Flughäfen Großraumjets – ein Blick auf den Tracker am Spotting-Tag zeigt dir, was wirklich unterwegs ist.
- Frankfurt: Am Flughafen Frankfurt ist Etihad im Passagier- und Frachtverkehr vertreten. Bei passender Betriebsrichtung bekommst du die Anflüge von der Aussichtsplattform Zeppelinheim gut vor die Linse.
- München: Am Flughafen München landet Etihad regelmäßig. Der Besucherhügel bietet einen guten Überblick über Vorfeld und Bahnen.
- Düsseldorf: Am Flughafen Düsseldorf bist du von der Besucherterrasse oft nah am Geschehen – besonders reizvoll, wenn die sandfarbene Etihad neben Ferienfliegern wie Condor steht.
Auch in Österreich und der Schweiz ist Etihad präsent: am Flughafen Wien, am Flughafen Zürich und am Flughafen Genf. In Zürich bietet sich die Zuschauerterrasse B an, in Wien der Spotterhügel. Ob Etihad dort gut im Bild ist, hängt von Betriebsrichtung und Tageszeit ab. Mit etwas Glück erwischst du die Jets neben Swiss oder Austrian Airlines – ideal für Vergleichsfotos.
Die Golf-Konkurrenz im Vergleich
Etihad, Emirates und Qatar Airways verfolgen ein ähnliches Modell mit einem großen Drehkreuz am Golf. Für Spotter unterscheiden sie sich vor allem optisch: Etihad in Sand und Gold, Emirates in Weiß mit roter Kalligrafie, Qatar mit dem dunkelroten Oryx am Heck. Auch Turkish Airlines konkurriert über Istanbul um dieselben Umsteigepassagiere.
Spotting-Tipps
Etihad ist ein dankbares Motiv: große Flugzeuge, eine auffällige Lackierung und regelmäßige Verbindungen. Mit etwas Vorbereitung wird aus dem Belegfoto ein richtig gutes Bild.
Flug und Typ prüfen
Schau am Spotting-Tag nach, welcher Typ angesetzt ist. Auf Trackern suchst du nach ETD plus Flugnummer.
Betriebsrichtung beachten
Der Wind entscheidet, aus welcher Richtung die Maschine kommt. Wie du das vorab einschätzt, steht im Ratgeber zur Betriebsrichtung.
Licht nutzen
Mit der Sonne im Rücken leuchten die goldenen Akzente am Heck. Bei Gegenlicht verschwinden die Muster schnell.
Kennzeichen festhalten
Fotografiere so, dass das A6-Kennzeichen lesbar ist. Nur damit ordnest du die Sichtung später eindeutig zu.
Die Ankunftszeiten der Golf-Airlines richten sich nach den Umsteigewellen am Drehkreuz und verschieben sich mit Sommer- und Winterflugplan. Prüf deshalb die aktuelle Flugplanperiode und gleiche die Landezeit mit dem Sonnenstand an deinem Spot ab. Wenn du ganz neu dabei bist, findest du die Grundlagen im Leitfaden Planespotting für Einsteiger, und welche Brennweite für Großraumjets passt, steht im Ratgeber zum Objektiv beim Planespotting.
Bist du bereit für deine Etihad-Session?
- Ich habe geprüft, welcher Typ heute angesetzt ist.
- Ich kenne die aktuelle Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wann die Sonne günstig steht.
- Mein Spot ist öffentlich zugänglich.
- Ich habe genug Brennweitenspielraum für einen Großraumjet.
- Ich achte darauf, dass das Kennzeichen lesbar ist.
Häufige Verwechslungen
- Etihad und Emirates: Beide kommen aus den Emiraten, beide tragen A6-. Die Farben trennen sie zuverlässig: Sand und Gold bei Etihad, Weiß und Rot bei Emirates.
- ETD und EY: Kein Widerspruch – ETD ist der ICAO-Code für Tracker und Flugsicherung, EY der IATA-Code für Tafel und Ticket.
- 787-9 und 787-10: Die längere 787-10 fällt vor allem im direkten Vergleich auf. Auf Einzelbildern hilft das Kennzeichen.
- A350-1000 und A350-900: Etihad setzt die größere -1000 ein. Das sechsrädrige Hauptfahrwerk ist das sicherste Merkmal.
- Flugnummer als Typgarantie: Dieselbe EY-Nummer kann je nach Saison mit unterschiedlichen Typen fliegen.
Deine Etihad-Sichtungen an einem Ort
Poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot und teile sie mit der Planetrack-Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Fazit
Etihad Airways ist die farbigste der großen Golf-Airlines und an drei deutschen Flughäfen regelmäßig zu sehen. Wer EY und ETD auseinanderhält, das A6-Kennzeichen notiert und vor dem Losfahren den angesetzten Typ prüft, baut sich schnell eine Etihad-Sammlung auf – von der 787 über die A350-1000 bis zu Raritäten wie dem A380 oder einer Sonderlackierung.
Kurzfazit
EY auf der Tafel, ETD auf dem Tracker, A6- am Rumpf und Sand mit Gold am Heck: Mit diesen vier Merkmalen erkennst du Etihad sicher. Welcher Typ kommt, verrät dir erst der aktuelle Flugplan.
Zusammenfassung
- Etihad erkennst du an der sandfarbenen „Facets of Abu Dhabi“-Lackierung mit goldenen Mustern am Heck und am goldenen Schriftzug – ganz anders als das Weiß-Rot der Nachbarn von Emirates.
- Auf dem Tracker suchst du nach ETD plus Flugnummer; EY steht auf der Anzeigetafel. Beide meinen dieselbe Airline.
- An deutschen Flughäfen kommen überwiegend Großraumjets. Welcher Typ genau kommt, legt Etihad je Flugplanperiode fest – prüf das vor dem Losfahren.
- Sammler-Highlights sind der A380 mit der „Residence“, die A350-1000 und die wechselnden Sonderlackierungen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Etihad Airways?
Der IATA-Code ist EY, der ICAO-Code ETD. Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „ETIHAD“. Auf Anzeigetafeln und Tickets steht EY, auf ADS-B-Trackern meist ETD plus Flugnummer.
Wo liegt das Drehkreuz von Etihad?
Etihad bündelt ihren Verkehr am Zayed International Airport (AUH) in Abu Dhabi. Der Flughafen hieß bis Februar 2024 Abu Dhabi International. Seit November 2023 nutzt Etihad dort das neue Terminal A.
Gehört Etihad zu einer Allianz?
Nein. Etihad ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Partnern zusammen, zum Beispiel mit Lufthansa über ein Ende 2016 vereinbartes Codeshare-Abkommen.
Welche deutschen Flughäfen fliegt Etihad an?
Stand Oktober 2026 fliegt Etihad nach Frankfurt, München und Düsseldorf. In Österreich und der Schweiz stehen Wien, Zürich und Genf im Netz. Flugpläne ändern sich, deshalb lohnt vor einem Spotting-Tag der Blick in den aktuellen Plan.
Hat Etihad noch den Airbus A380?
Ja. Etihad hatte zehn A380 übernommen und 2020 alle stillgelegt. Ab 2023 kehrte ein Teil zurück, zunächst auf der Strecke nach London-Heathrow, 2024 kamen New York-JFK und Paris-Charles de Gaulle hinzu. Ein Etihad-A380 in Deutschland ist deshalb eher die Ausnahme.
Was ist „The Residence“?
Das ist eine Suite mit drei Räumen auf dem Oberdeck des Etihad-A380. Sie wurde im Dezember 2014 vorgestellt und war damals die einzige Drei-Zimmer-Kabine an Bord eines Linienflugzeugs. Von außen siehst du davon nichts – für viele Spotter macht sie den A380 von Etihad aber besonders.
Was hatte Etihad mit Air Berlin zu tun?
Etihad übernahm Ende 2011 knapp 30 Prozent an Air Berlin und baute danach ein Netz von Beteiligungen auf, unter anderem an Alitalia. 2017 zog sich Etihad aus der Finanzierung von Air Berlin zurück, die deutsche Airline meldete daraufhin Insolvenz an.
Woran unterscheide ich Etihad von Emirates?
Am schnellsten an der Farbe: Etihad fliegt in Sand- und Goldtönen mit Dreiecksmustern am Heck, Emirates in Weiß mit roter Kalligrafie und der Landesflagge am Leitwerk. Beide nutzen das Präfix A6-, das Kennzeichen allein reicht also nicht. Auf dem Tracker steht ETD für Etihad und UAE für Emirates.
Etihad Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
FlugzeugtypAirbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypAirbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
Emirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
Low-Costflydubai
Die zweite Airline aus Dubai: flydubai fliegt ausschließlich Boeing 737, verbindet Dubai mit über 125 Zielen und taucht im deutschsprachigen Raum vor allem in Salzburg und Basel auf – ein Fall für gezielte Spotting-Ausflüge.
NetzwerkQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Düsseldorf
Größter Flughafen Nordrhein-Westfalens und Heimat der Eurowings: zwei dicht nebeneinander liegende Bahnen im Norden der Stadt, drei Terminals unter einem Dach, strenge Kapazitätsregeln – und für Spotter eine Lage, die sich seit der Pandemie spürbar verändert hat.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
Wo du Etihad Airways vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
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