Das Wichtigste in Kürze
- IATA DUS, ICAO EDDL: größter Flughafen Nordrhein-Westfalens, 2025 mit rund 21 Millionen Passagieren.
- Zwei Bahnen, aber kein unabhängiger Parallelbetrieb: 05R/23L und 05L/23R liegen nur rund 500 Meter auseinander und werden nicht gleichzeitig unabhängig genutzt.
- Heimat der Eurowings – dazu viele Ferienflieger und Europaverbindungen, als Langstrecken-Highlight der A380 von Emirates.
- Der Angerlandvergleich setzt Grenzen: Kapazität, Nutzung der zweiten Bahn und Nachtbetrieb sind seit Jahrzehnten geregelt.
- Spotten heißt hier: draußen planen. Die frühere Terrasse ist geschlossen, öffentliche Wege und die Flughafen-Webcams bleiben.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Fast hundert Jahre Luftfahrt in Lohausen
- 8.Zwei Bahnen, eng beieinander
- 9.Der Angerlandvergleich: Warum DUS gedeckelt ist
- 10.Betriebsrichtung: 23 oder 05?
- 11.Eurowings und der Ferienmix
- 12.Langstrecke: wenig, aber mit Highlight
- 13.Drei Terminals unter einem Dach
- 14.Spotten in Düsseldorf: der ehrliche Stand
- 15.Anreise ohne Auto
- 16.Nachtruhe und Tagesrhythmus
- 17.Düsseldorf im Vergleich
- 18.Fazit
- 19.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | DUS |
|---|---|
| ICAO-Code | EDDL |
| Betreiber | Flughafen Düsseldorf GmbH – je zur Hälfte im Besitz der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Airport Partners GmbH (AviAlliance und Aer Rianta International) |
| Lage | Im Stadtteil Lohausen, gut 7 km nördlich der Düsseldorfer Innenstadt, südwestlich der Nachbarstadt Ratingen |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Bahnen in Nordost-Südwest-Richtung: Hauptbahn 05R/23L (rund 3.000 m) und Parallelbahn 05L/23R (rund 2.700 m), nur etwa 500 m auseinander |
| Passagierterminals | Terminal A, B und C, verbunden durch ein gemeinsames Zentralgebäude |
| Wichtigster Nutzer | Eurowings – Düsseldorf ist ihre wichtigste Basis, dazu Ferienflieger wie Condor, SunExpress und TUIfly |
| Verkehr 2025 | Rund 21,0 Mio. Passagiere, knapp 160.000 Starts und Landungen, gut 37.000 t Luftfracht |
| Nachtflug | Keine planmäßigen Starts zwischen 22 und 6 Uhr, planmäßige Landungen nur bis 23 Uhr und in begrenzter Zahl |
| Eröffnung | 19. April 1927 – Linienflüge gab es schon ab 1925 auf der Golzheimer Heide |
| Anbindung | S-Bahn-Halt unter dem Terminal, Fernbahnhof mit ICE- und Regionalverkehr, verbunden über die Hängebahn SkyTrain |
| Für Spotter relevant | Die frühere Besucherterrasse ist nach Spotterberichten seit der Pandemie geschlossen – Webcams des Flughafens und öffentliche Wege rund um das Gelände bleiben |
| Offizielle Website | www.dus.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Düsseldorf aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Düsseldorf
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – bei Westwind laufen Starts und Landungen Richtung 23, bei Ostwind Richtung 05
- Einen Emirates-A380 auf dem Weg nach Dubai erwischt
- Eurowings-Maschinen der A320-Familie mit unterschiedlichen Kennzeichen auseinandergehalten
- Einen Ferienflieger in Sonderbemalung fotografiert – im Sommerflugplan ist die Auswahl am größten
- Den SkyTrain zwischen Fernbahnhof und Terminal mit einem startenden Flugzeug im Hintergrund festgehalten
- Einen Lufthansa-Zubringer nach Frankfurt oder München notiert
- Eine Landung auf der Parallelbahn 05L/23R gesehen – sie wird deutlich seltener genutzt als die Hauptbahn
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Sehr gute Bahnanbindung mit S-Bahn, Regional- und Fernverkehr
- Großer Ferien- und Europaverkehr mit vielen verschiedenen Airlines
- Emirates-A380 als regelmäßiges Langstrecken-Highlight
- Kompaktes Gelände – Wege rund um den Zaun sind kurz
- Webcams des Flughafens für die Planung von zu Hause
Wo es hakt
- Die frühere Besucherterrasse ist nach Spotterberichten seit Jahren geschlossen
- Wenig Langstrecke im Vergleich zu Frankfurt oder München
- Strenge Kapazitätsregeln: Die Parallelbahn läuft nur zeitweise
- Viele Außenstandorte nur mit Leiter oder mit Lücken in Bewuchs und Zaun
- Nach 22 Uhr keine planmäßigen Starts mehr
Düsseldorf ist kein Drehkreuz wie Frankfurt oder München – und gerade das macht den Flughafen für viele Spotter interessant. Statt Langstrecken-Wellen einer einzigen Airline siehst du hier einen bunten Mix: Eurowings in großer Zahl, Ferienflieger aus halb Europa, Zubringer der großen Netzwerk-Airlines und als Höhepunkt den Airbus A380 von Emirates. Die Herausforderung liegt woanders: Einen offiziellen Besucherbereich mit Blick aufs Vorfeld gibt es derzeit nicht. Wer in Lohausen erfolgreich spotten will, muss Bahnen, Wind und legale Standorte kennen.
Dein DUS-Logbuch beginnt hier
Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fast hundert Jahre Luftfahrt in Lohausen
Düsseldorf war früh dabei. Schon 1909 baute die Stadt ihre erste Luftschiffhalle, ab 1925 starteten Linienflugzeuge von der Golzheimer Heide. Am 19. April 1927 wurde der Flughafen offiziell eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte 1948 der zivile Verkehr zurück, 1955 nahm die Lufthansa Verbindungen nach Frankfurt und München auf.
Prägend für die Nachkriegsjahrzehnte war der Ferienverkehr. 1961 verlegte die LTU ihre Heimatbasis nach Düsseldorf, und lange Zeit war der Flughafen vor allem als Startpunkt für Urlaubsreisen bekannt. Später nutzte Air Berlin Düsseldorf als eines ihrer Drehkreuze – bis die Airline 2017 nach ihrer Insolvenz den eigenen Flugbetrieb einstellte.
Ein tiefer Einschnitt war der 11. April 1996: Bei einem Brand im Terminal A starben 17 Menschen, 88 wurden verletzt. In den Jahren danach wurde der Flughafen mit dem Programm „Airport 2000 plus“ weitgehend neu gestaltet. Dazu gehörten der Wiederaufbau der Terminals, der Fernbahnhof und die Hängebahn SkyTrain. Ein Gedenkraum im Terminal erinnert heute an die Opfer.
Zwei Bahnen, eng beieinander
Auf der Karte sieht Düsseldorf aus wie ein Flughafen mit klassischem Parallelbahnsystem. In der Praxis ist es anders: Die Hauptbahn 05R/23L und die Parallelbahn 05L/23R liegen nur rund 500 Meter auseinander. Das reicht nicht, um beide unabhängig voneinander zu betreiben – anders als in München, wo die Bahnen gut zwei Kilometer trennen. Die Hauptbahn ist rund 3.000 Meter lang und trägt den Großteil des Verkehrs, die nördliche Parallelbahn misst rund 2.700 Meter und kommt vor allem in Spitzenzeiten oder bei Arbeiten an der Hauptbahn zum Einsatz.
Eine dritte, kürzere Querwindbahn gab es früher auch. Sie ist stillgelegt und wird heute als Rollweg und Abstellfläche genutzt. Die Terminals liegen südlich der Bahnen, der Fernbahnhof östlich davon an der Strecke zwischen Düsseldorf und Duisburg.
| Bahn | Bezeichnung | Länge (rund) | Was du dort typischerweise siehst |
|---|---|---|---|
| Hauptbahn | 05R/23L | 3.000 m | Der Großteil aller Starts und Landungen |
| Parallelbahn | 05L/23R | 2.700 m | Zusätzliche Bewegungen zu Spitzenzeiten oder bei Sperrungen der Hauptbahn |
| Frühere Querwindbahn | – | – | Heute Rollweg und Abstellfläche |
| Vorfeld | – | – | Abgestellte Maschinen an den Terminals A, B und C |
Welche Bahn gerade läuft, siehst du am schnellsten live in einer Flugverfolgung. Wie du ADS-B-Daten dafür liest, steht im Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B. Die Bedeutung der Bahnbezeichnungen erklärt der Artikel Pistenbezeichnungen am Flughafen.
Der Angerlandvergleich: Warum DUS gedeckelt ist
Kaum ein deutscher Flughafen ist so eng an eine alte Vereinbarung gebunden wie Düsseldorf. Im Angerlandvergleich von 1965 einigten sich Flughafen und Nachbargemeinden auf Grenzen für die Kapazität und den Nachtbetrieb. Diese Regeln wurden später gerichtlich bestätigt und gelten bis heute. Vereinfacht gesagt: Der Flughafen darf nicht beliebig viele Starts und Landungen pro Stunde abwickeln, und die zweite Bahn steht nicht uneingeschränkt zur Verfügung.
2015 beantragte der Flughafen, diese Grenzen zu lockern und beide Bahnen in Spitzenzeiten stärker nutzen zu dürfen. Das Vorhaben ist in der Region umstritten; den aktuellen Stand des Verfahrens veröffentlicht der Flughafen selbst. Für dich als Spotter bedeutet die Regelung vor allem eins: Der Verkehr verteilt sich über den Tag, und meist hast du eine Bahn im Blick, auf der fast alles passiert.
Eine Bahn, ein Plan
Weil meist nur die Hauptbahn aktiv ist, reicht es oft, die Betriebsrichtung zu kennen, um den richtigen Standort zu wählen. Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen zeigt dir Planetrack direkt in der App – so weißt du vor der Abfahrt, auf welcher Seite die Landungen kommen.
Betriebsrichtung: 23 oder 05?
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Weht er aus Westen oder Südwesten, laufen Starts und Landungen in Richtung 23 – die Maschinen kommen also aus Nordosten, über Ratingen, und starten Richtung Rhein. Bei Ostwind dreht sich das Bild, dann gilt Betriebsrichtung 05 mit Anflügen über die Rheinseite. Da in Mitteleuropa Westwinde vorherrschen, ist die 23 die häufigere Richtung, eine feste Regel ist das aber nicht.
Für die Standortwahl ist das entscheidend: Anflugfotos klappen nur an dem Bahnende, auf das die Flugzeuge gerade zufliegen. Wer bei Ostwind auf der Ratinger Seite steht, sieht vor allem startende Maschinen von hinten. Die Grundlagen, wie du Wind und Betriebsrichtung vorher einschätzt, findest du im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen; wie du dafür METAR und TAF liest, erklärt METAR und TAF lesen.
Beim Licht hilft die Lage der Bahnen: Sie verlaufen von Nordost nach Südwest, die Sonne steht mittags im Süden. Von Standorten südlich der Bahnen hast du die Sonne tagsüber eher im Rücken, nördlich davon fotografierst du um die Mittagszeit gegen das Licht – im Winter, wenn die Sonne tief steht, besonders deutlich. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das genauer.
Eurowings und der Ferienmix
Das Gesicht des Flughafens ist die Eurowings. Die Low-Cost-Tochter der Lufthansa Group hat in Düsseldorf ihre wichtigste Basis und stellt laut Wikipedia den größten Anteil der Passagiere. Auf dem Vorfeld dominieren deshalb Jets der A320-Familie, vom A320 über den A320neo bis zu längeren Varianten wie dem A321neo. Weil viele Maschinen gleich aussehen, ist das Kennzeichen hier besonders wichtig – mehr dazu im Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.
Daneben lebt Düsseldorf vom Ferienverkehr. Condor, SunExpress und TUIfly gehören zu den bekannten Namen; im Sommerflugplan kommen zahlreiche weitere Charter- und Urlaubsairlines dazu. Hier tauchen neben Airbus-Jets auch Muster wie die Boeing 737-800 und die 737 MAX 8 auf. Die Lufthansa selbst verbindet Düsseldorf vor allem mit ihren Drehkreuzen Frankfurt und München.
Laut Wikipedia fliegen 2026 rund 67 Airlines ab Düsseldorf zu etwa 165 Zielen, die meisten davon in Europa, dazu Verbindungen nach Nordafrika und in den Nahen Osten. Zahlen wie diese ändern sich mit jedem Flugplan – betrachte sie als Größenordnung, nicht als feste Liste.
Den A380 nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Typen, Airlines und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, sobald sie im Anflug sind. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Langstrecke: wenig, aber mit Highlight
Mit dem Langstreckenverkehr von Frankfurt oder München kann Düsseldorf nicht mithalten. Lufthansa hat ihre Langstreckenbasis in Düsseldorf 2015 geschlossen, und auch andere Interkontinentalverbindungen kamen und gingen. Umso auffälliger ist das, was bleibt: Seit Juli 2015 setzt Emirates auf einer ihrer Dubai-Verbindungen den Airbus A380 ein. Der Flughafen hat dafür am Terminal C eine Abstellposition mit drei Fluggastbrücken gebaut – die einzige dieser Art in Düsseldorf.
Der erste A380 überhaupt landete übrigens schon am 12. November 2006 in Düsseldorf. Heute ist der Emirates-Superjumbo das zuverlässigste Großraum-Motiv am Platz. Daneben bedienen weitere Golf- und Türkei-Verbindungen den Flughafen, darunter Etihad Airways und Turkish Airlines. Welche Muster sie gerade einsetzen, prüfst du am besten kurz vorher.
Drei Terminals unter einem Dach
Die drei Terminals A, B und C hängen an einem gemeinsamen Zentralgebäude mit den Airport-Arkaden. Die Aufteilung folgt grob den Allianzen und der Frage, ob ein Flug innerhalb oder außerhalb des Schengen-Raums geht.
| Terminal | Hauptnutzer | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal A | Lufthansa, Eurowings, weitere Star-Alliance-Partner | A320-Familie, Regionaljets der Partner |
| Terminal B | Airlines aus Oneworld und SkyTeam, Ferienflieger | Schmalrumpfjets von Airbus und Boeing |
| Terminal C | Vor allem Flüge außerhalb des Schengen-Raums, etwa Emirates | Großraumflugzeuge inklusive A380 |
Zuordnungen können sich ändern. Für dich als Spotter spielt das Terminal aber ohnehin eine kleinere Rolle als an anderen Flughäfen, weil es derzeit keinen öffentlichen Aussichtspunkt im Gebäude gibt.
Spotten in Düsseldorf: der ehrliche Stand
Viele ältere Guides empfehlen die Aussichtsterrasse am Terminal B. Nach übereinstimmenden Angaben von Spotterportalen ist sie jedoch seit der Corona-Pandemie geschlossen, und auf der Website des Flughafens taucht sie aktuell nicht als Besucherangebot auf. Prüf deshalb vor jedem Besuch auf dus.com, ob sich daran etwas geändert hat. Was über den Standort bekannt ist, sammelt die Seite zur Besucherterrasse Düsseldorf.
Das heißt nicht, dass du in Düsseldorf nicht spotten kannst. Rund um das Flughafengelände gibt es öffentliche Wege, Feldränder und Brücken, von denen aus du je nach Betriebsrichtung Anflüge oder Starts siehst. Bei Betriebsrichtung 23 liegen die Anflüge über der Ratinger Seite, bei 05 auf der Seite Richtung Rhein und Lohausen. Viele dieser Stellen bieten nur kurze Sichtfenster durch Bäume oder über den Zaun, und manche Spotter arbeiten deshalb mit einer kleinen Leiter – mit Abstand zum Zaun.
Webcams checken
Der Flughafen bietet auf seiner Website Live-Webcams vom Gelände. Damit siehst du vorab Wetter, Sicht und Betrieb.
Betriebsrichtung bestimmen
Westwind heißt meist Richtung 23, Ostwind Richtung 05. Daraus ergibt sich, auf welcher Seite die Landungen kommen.
Öffentlichen Standort wählen
Bleib auf öffentlichen Wegen. Parkhäuser und Firmengelände sind Privatgrund – dort entscheidet allein der Betreiber, ob du bleiben darfst.
Highlights heraussuchen
Den Emirates-A380 und besondere Ferienflieger findest du in der Ankunftstafel oder in einer Flugverfolgung. Das spart dir lange Wartezeiten.
Mit der Bahn anreisen
S-Bahn bis zum Terminal oder Fernzug bis zum Bahnhof Düsseldorf Flughafen, dann weiter mit dem SkyTrain.
Zaun bleibt Zaun
Rund um Düsseldorf liegen Spotterstandorte sehr nah am Sicherheitsbereich. Absperrungen, Sensoren am Zaun und Hinweise der Polizei gelten ausnahmslos – auch für Leitern, lange Stative und erst recht für Drohnen. Was erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?, die Drohnenregeln in Drohnen am Flughafen.
Standorte ändern sich in Düsseldorf häufiger als anderswo: Wege werden umgebaut, Bewuchs wächst zu, Absperrungen kommen hinzu. Genau dafür sind Community-Infos wertvoll. In der Spot-Karte von Planetrack findest du Spots mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und siehst, was andere Spotter zuletzt gepostet haben.
Anreise ohne Auto
Bei der Anbindung spielt Düsseldorf in der ersten Liga. Unter dem Terminal hält die S-Bahn, die den Flughafen mit dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und Richtung Köln verbindet. Etwas abseits liegt der Fernbahnhof Düsseldorf Flughafen, der seit 2000 von ICE-, IC- und Regionalzügen angefahren wird. Zwischen Fernbahnhof und Terminals pendelt der SkyTrain, eine Hängebahn, die selbst ein beliebtes Fotomotiv ist.
Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die A 44 mit eigener Anschlussstelle. Für Außenstandorte am Zaun ist das Auto oft bequemer, weil manche Stellen abseits der Bahnhöfe liegen. Parke dann nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist – Feldwege und Zufahrten von Landwirten sind tabu.
Nachtruhe und Tagesrhythmus
Auch beim Nachtbetrieb setzt der Angerlandvergleich den Rahmen. Planmäßige Starts sind zwischen 22 und 6 Uhr nicht zulässig. Planmäßige Landungen sind bis 23 Uhr in begrenzter Zahl erlaubt, danach nur noch in Ausnahmefällen. Tagsüber regeln Slots, wie viele Bewegungen pro Stunde möglich sind.
Für deine Planung heißt das: Morgens startet der Betrieb mit einer Welle von Abflügen der stationierten Maschinen, abends kehren viele davon zurück. Im Sommer bringt der Ferienverkehr zusätzliche Spitzen, besonders an Wochenenden und zum Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen. Wer abends Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung plant, hat bis etwa 23 Uhr noch Landungen – Tipps dazu stehen im Beitrag Flugzeuge nachts fotografieren.
Düsseldorf passt zu dir, wenn …
- du viele verschiedene Ferien- und Europa-Airlines sehen willst
- du mit der Bahn anreist und flexibel draußen spottest
- du den Emirates-A380 abhaken möchtest
Bedingt geeignet, wenn …
- du einen festen, überdachten Aussichtspunkt brauchst
- du nur im Winter Zeit hast und Gegenlicht auf der Nordseite meiden willst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Langstrecke und Großraumflugzeuge suchst
- du mit Kindern einen bequemen Besucherbereich mit Infrastruktur willst
Düsseldorf im Vergleich
In Nordrhein-Westfalen ist Düsseldorf die Nummer eins, der Flughafen Köln/Bonn liegt nur eine Stunde entfernt und ergänzt das Bild mit starkem Frachtverkehr – dort gibt es außerdem eine Besucherterrasse. Wer Langstrecke in großer Dichte sucht, fährt zum Flughafen Frankfurt oder nach München. Und der Flughafen Amsterdam-Schiphol ist von Düsseldorf aus gut erreichbar und bietet mit seinen Spotterplätzen ein ganz anderes Erlebnis.
Einen Überblick über weitere Plätze gibt der Beitrag Die besten Spotting-Spots in Deutschland. Für die erste Tour helfen dir außerdem Planespotting für Einsteiger und die Ausrüstungs-Checkliste.
Jeder Spottertag in Lohausen zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald – die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Düsseldorf ist ein Flughafen der Vielfalt, nicht der Größe: Eurowings in Masse, Ferienflieger aus ganz Europa, Zubringer der großen Drehkreuze und mit dem Emirates-A380 ein verlässliches Highlight. Zwei eng liegende Bahnen und die Regeln des Angerlandvergleichs sorgen dafür, dass sich der Verkehr meist auf eine Bahn konzentriert – gut für die Planung.
Was fehlt, ist ein offizieller Aussichtspunkt. Wer das akzeptiert, Betriebsrichtung und Licht im Blick hat und sich an Zäune und Privatgelände hält, findet rund um Lohausen trotzdem genug Motive für einen vollen Spottertag.
Kurzfazit
DUS ist der größte Flughafen in NRW und die Heimat der Eurowings. Ohne geöffnete Terrasse heißt Spotten hier draußen und legal planen – mit Blick auf Betriebsrichtung 23 oder 05 und den Emirates-A380 als Höhepunkt.
Zusammenfassung
- Düsseldorf ist der größte Flughafen an Rhein und Ruhr – kein globales Drehkreuz, aber ein dichter Mix aus Eurowings, Ferienfliegern und europäischen Netzwerk-Airlines.
- Die beiden Bahnen liegen so dicht beieinander, dass meist nur eine aktiv ist. Das macht die Planung einfacher, wenn du die Betriebsrichtung kennst.
- Ein offizieller Besucherbereich mit Blick aufs Vorfeld fehlt derzeit. Wer spotten will, plant Standorte außerhalb des Zauns und hält sich an Absperrungen und Privatgelände.
- Mit Fernbahnhof, S-Bahn und SkyTrain ist Düsseldorf einer der am besten angebundenen Flughäfen Deutschlands – ideal für einen Spottertag ohne Auto.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Düsseldorf?
Der IATA-Code ist DUS, der ICAO-Code EDDL. DUS findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, EDDL in Flugsicherungsdaten, METAR-Wetterberichten und vielen Flugverfolgungsdiensten. Den Unterschied erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Düsseldorf?
Zwei parallele Bahnen: die Hauptbahn 05R/23L mit rund 3.000 Metern und die Parallelbahn 05L/23R mit rund 2.700 Metern. Weil sie nur etwa 500 Meter auseinanderliegen, können sie nicht unabhängig voneinander betrieben werden. Eine frühere Querwindbahn ist stillgelegt und dient heute als Rollweg und Abstellfläche.
Gibt es am Flughafen Düsseldorf eine Besucherterrasse?
Früher gab es eine Aussichtsterrasse am Terminal B. Nach Angaben von Spotterportalen ist sie seit der Corona-Pandemie geschlossen, und auf der Website des Flughafens wird sie derzeit nicht als Angebot geführt. Prüf vor dem Besuch auf dus.com, ob sich daran etwas geändert hat. Mehr zum Standort steht auf der Seite zur Besucherterrasse Düsseldorf.
Wo kann ich in Düsseldorf legal Flugzeuge beobachten?
Rund um den Flughafen gibt es öffentliche Wege, Felder und Brücken, von denen aus du Anflüge und Starts siehst – je nach Betriebsrichtung auf der Ratinger oder auf der Rheinseite. Wichtig: Zäune, Absperrungen und Privatgelände wie Parkhausdecks sind tabu, wenn der Eigentümer es nicht ausdrücklich erlaubt. Die Regeln fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Wer betreibt den Flughafen Düsseldorf?
Die Flughafen Düsseldorf GmbH. Je 50 Prozent halten die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Airport Partners GmbH, hinter der AviAlliance und Aer Rianta International stehen.
Fliegt der Airbus A380 nach Düsseldorf?
Ja, Emirates setzt seit Juli 2015 den A380 auf einer ihrer Dubai-Verbindungen ein. Der Flughafen hat dafür am Terminal C eine Position mit drei Fluggastbrücken. Welches Muster an einem bestimmten Tag kommt, kann sich ändern – prüf es kurz vorher in einer Flugverfolgung.
Wann ist in Düsseldorf Nachtruhe?
Planmäßige Starts sind zwischen 22 und 6 Uhr nicht erlaubt. Planmäßige Landungen sind bis 23 Uhr in begrenzter Zahl möglich, danach bis 6 Uhr nur noch in Ausnahmefällen. Für Spotter heißt das: Der Abend bringt noch einige Landungen, ab 23 Uhr wird es ruhig. Einen Überblick über andere Flughäfen bietet der Beitrag zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Welche Airlines nutzen welches Terminal?
Terminal A ist die Heimat von Lufthansa, Eurowings und weiteren Star-Alliance-Partnern. Terminal B nutzen Airlines aus Oneworld und SkyTeam für Inlands- und Europaflüge sowie Ferienflieger. Terminal C dient vor allem Flügen außerhalb des Schengen-Raums, etwa von Emirates. Zuordnungen können sich mit jedem Flugplan ändern.
Sichtungen rund um Flughafen Düsseldorf sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Eurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
LH / DLHLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
X3 / TUITUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
XQ / SXSSunExpress
Der türkische Ferienflieger aus Antalya gehört je zur Hälfte Lufthansa und Turkish Airlines, fliegt ausschließlich Boeing 737 und verbindet Deutschland so dicht mit der Türkei wie kaum eine andere Airline.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
EY / ETDEtihad Airways
Die Airline aus Abu Dhabi: Etihad fliegt mit 787, A350-1000 und einer kleinen A380-Flotte über das Drehkreuz Zayed International und ist in Frankfurt, München und Düsseldorf regelmäßig zu sehen.
TK / THYTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
Typische Flugzeuge
Airbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
Spotting-Spots rund um Flughafen Düsseldorf
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn
Die Dachterrasse auf Terminal 1 ist der bequemste legale Standpunkt am Flughafen Köln/Bonn: kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle, mit dem Zug direkt erreichbar – und mit Blick auf Vorfeld, Hauptpiste und den militärischen Teil des Platzes.
Weitere Einträge
Flughafen Köln/Bonn
Tagsüber Eurowings und Ferienflieger, abends die Frachter von UPS und FedEx, im Westen die Regierungsjets der Flugbereitschaft: Köln/Bonn ist kein Drehkreuz für Passagiere, aber einer der abwechslungsreichsten Flughäfen Deutschlands – mit Bahnhof unter den Terminals und kostenloser Dachterrasse.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
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