Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Bahnen, zwei Welten: Die Nordbahn 08L/26R und die Südbahn 08R/26L liegen rund 2,3 Kilometer auseinander. Für Fotos am Zaun entscheidest du dich vorab für eine von beiden.
- Der Besucherhügel ist der Einstieg: 28 Meter hoch, im Besucherpark zwischen den Bahnen, rund um die Uhr geöffnet und mit eigener S-Bahn-Station Besucherpark.
- Licht folgt der Zaunseite: Südlich einer Bahn blickst du nach Norden und hast tagsüber die Sonne im Rücken. Nördlich davon funktioniert es vor allem an Sommermorgen und -abenden.
- Die Betriebsrichtung bestimmt das Pistenende: Bei Westwind läuft der Betrieb auf 26, bei Ostwind auf 08. Anflugbilder bekommst du nur an dem Ende, auf das die Maschinen zufliegen.
- Für die Zaun-Spots brauchst du meist ein Auto: Viele Standorte rund um die Bahnenden sind mit Bus und S-Bahn nur über längere Fußwege erreichbar.
Inhaltsverzeichnis
München ist für viele Spotter der angenehmste große Flughafen Deutschlands: zwei aufgeräumte Parallelbahnen, ein Besucherhügel mitten auf dem Gelände und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Airbus A380. Weitläufig ist das Erdinger Moos trotzdem. Wer ohne Plan anreist, steht schnell am falschen Bahnende oder im Gegenlicht. Dieser Guide zeigt dir, wie die beiden Pisten funktionieren, welche Spot-Zonen es rund um den Flughafen gibt, wann wo das Licht passt und welcher Verkehr dich erwartet.
Deine MUC-Spots auf einer Karte
Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos für jeden Standort. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Planespotting in München: die kurze Antwort
Für deinen ersten Besuch ist der Besucherhügel im Besucherpark die richtige Wahl. Er liegt zwischen den beiden Bahnen, ist mit der S-Bahn erreichbar und bietet einen erhöhten Blick über Rollwege, Vorfeld und Pisten. Willst du Starts und Landungen formatfüllend und auf Augenhöhe, gehst du an die Zäune der Nordbahn 08L/26R oder der Südbahn 08R/26L. Welche Seite und welches Ende, entscheiden zwei Dinge: der Wind, also die Betriebsrichtung, und die Sonne. Südlich einer Bahn hast du tagsüber Licht im Rücken, nördlich davon vor allem in den Randstunden des Sommers.
So ist der Flughafen aufgebaut
Der Flughafen München liegt im Erdinger Moos zwischen Freising und Erding, gut 28 Kilometer nordöstlich der Innenstadt. Das Layout ist für Spotter dankbar, weil es so einfach ist: Zwei gleich lange Bahnen laufen parallel von West nach Ost, dazwischen liegen Terminal 1 im Westen, Terminal 2 mit dem Satelliten im Osten, dazu Vorfelder, Frachtbereich und im Westteil der Besucherpark.
| Bereich | Lage | Was du von dort siehst |
|---|---|---|
| Nordbahn 08L/26R | nördlicher Rand des Geländes | Starts und Landungen, Rollverkehr auf den nördlichen Taxiways |
| Südbahn 08R/26L | südlicher Rand des Geländes | Starts und Landungen, Rollverkehr auf den südlichen Taxiways |
| Besucherpark mit Hügel | Westteil, zwischen den Bahnen | Vorfeld West, Rollverkehr, Pistenbewegungen mit Teleobjektiv |
| Terminal 2 und Satellit | Ostteil, zwischen den Bahnen | Lufthansa- und Star-Alliance-Verkehr an den Positionen |
Der große Abstand zwischen den Bahnen hat eine Folge, die du kennen musst: Von keinem Zaun-Spot aus fotografierst du beide Bahnen gut. Wer an der Nordbahn steht, sieht die Südbahn höchstens als fernen Streifen. Du entscheidest dich also vor der Anreise für eine Seite. Nur der Besucherhügel und die Terrasse am Terminal 2 liegen in der Mitte, dafür sind die Distanzen zu den Bahnen dort größer.
Welche Bahn wofür?
Beide Bahnen werden für Starts und Landungen in beiden Richtungen genutzt. Wie der Verkehr verteilt wird, legt die Flugsicherung je nach Verkehrslage fest, und das kann sich im Tagesverlauf ändern. Spotter berichten, dass Abflüge tendenziell nach Zielrichtung verteilt werden: Verkehr Richtung Norden und über den Atlantik eher über die Nordbahn, Verkehr Richtung Süden und Osten sowie Fracht eher über die Südbahn. Verlass dich darauf aber nicht blind. Ein Blick in eine Live-Flugverfolgung zeigt dir in Sekunden, wo gerade gestartet und wo gelandet wird.
Betriebsrichtung: 26 oder 08?
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Bei Westwind läuft in München alles in Richtung 26: Die Maschinen kommen von Osten herein und starten nach Westen. Bei Ostwind gilt Richtung 08, dann landen sie von Westen kommend und starten nach Osten. Weil Westwetterlagen in Bayern überwiegen, ist 26 meist die häufigere Richtung. Ostwindlagen gibt es aber regelmäßig, besonders bei stabilem Hochdruckwetter.
Für deine Spotwahl heißt das:
- Anflugbilder bekommst du nur an dem Bahnende, auf das die Flugzeuge zufliegen. Bei 26 ist das die Ostseite des Flughafens, bei 08 die Westseite.
- Startbilder mit abhebender Nase bekommst du am anderen Ende bzw. in der Bahnmitte, wo schwere Maschinen rotieren.
- Der Besucherhügel liegt im Westteil zwischen den Bahnen. Dort bist du bei 08 näher an den Landungen, bei 26 näher an den abhebenden Maschinen.
Die Grundlagen zu Wind und Betriebsrichtung erklärt der Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Wie du mit Wetterkarten schon am Vorabend abschätzt, welche Richtung kommt, zeigt der Beitrag zu Windy und anderen Wetterkarten.
Wind und Licht zusammen prüfen
Die beste Kombination in München ist ein Spot auf der Südseite einer Bahn bei passender Betriebsrichtung. Passt eins von beiden nicht, ist der Besucherhügel die sichere Rückfallebene: Von dort siehst du in beiden Richtungen Verkehr.
Die Spots im Überblick
Rund um den Flughafen gibt es viele Standorte, die Spotter seit Jahren nutzen. Die Bedingungen ändern sich aber immer wieder: Mal werden Parkbuchten abgesperrt, mal Feldwege gesperrt, mal Zäune neu gesetzt. Wir beschreiben deshalb Zonen statt jede einzelne Parkbucht. Bleib grundsätzlich auf öffentlichen Wegen, halte Abstand zum Zaun und folge Hinweisen von Flughafensicherheit und Polizei.
Besucherhügel im Besucherpark
Der Klassiker und für die meisten der erste Halt. Der Besucherhügel ist laut Flughafen 28 Meter hoch, ganzjährig rund um die Uhr geöffnet und kostet einen kleinen Eintritt von 1 Euro in bar. Der Besucherpark selbst ist frei zugänglich, mit Spielplatz, Gastronomie und einer kostenlosen Ausstellung, die täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist. Die historischen Flugzeuge im Park sind nach Angaben des Flughafens derzeit wegen Renovierung gesperrt.
Von der Kuppe blickst du nach Norden zur Nordbahn und zum westlichen Vorfeld, nach Süden zur Südbahn. Für Pistenbilder brauchst du ein langes Tele; die Höhe hilft dir, über Zäune und Rollverkehr hinweg zu fotografieren. Im Sommer ist Hitzeflimmern über den weiten Asphaltflächen das größte Problem, gegen Abend wird es besser. Was du dagegen tun kannst, steht im Beitrag Hitzeflimmern vermeiden.
Aussichtsterrasse im Terminal 2
Die Aussichtsterrasse liegt im Terminal 2 an den Gates G und H auf Ebene 07, vor der Sicherheitskontrolle. Der Flughafen nennt tägliche Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr, freien Eintritt, einen Aufzug und eine Fläche von über 900 Quadratmetern. Du stehst rund 23 Meter über dem Ostvorfeld und blickst auf den Satelliten von Terminal 2, auf die Lufthansa-Langstrecke an den Positionen und in der Ferne auf die Bahnen. Für Pistenbilder ist die Terrasse weniger geeignet, für Vorfeld-Szenen mit A380 und A350 dagegen ein guter Ort, gerade an Schlechtwettertagen mit kurzem Weg ins Trockene.
Nordseite der Nordbahn (08L/26R)
Entlang des nördlichen Zauns und an den beiden Bahnenden gibt es mehrere Standorte, an denen du nah am Geschehen bist. Hier entstehen die klassischen Seitenansichten von startenden und landenden Maschinen auf der Nordbahn. Der Haken ist das Licht: Du blickst nach Süden, also mittags direkt in die Sonne. Brauchbar sind diese Spots vor allem an frühen Sommermorgen und späten Sommerabenden, im Winter kaum. Bei bedecktem Himmel spielen sie ihre Nähe zur Bahn dagegen voll aus.
Südseite der Südbahn (08R/26L)
Die Spots südlich der Südbahn, zwischen Flughafenzaun und den Ortschaften im Süden wie Hallbergmoos, sind die lichtfreundlichste Zone in München. Du blickst nach Norden und hast die Sonne tagsüber im Rücken, im Winter fast den ganzen Tag. Hier gibt es Standorte an beiden Bahnenden und entlang der Bahn, teils mit Erdhügeln, von denen du über den Zaun fotografieren kannst. An den Bahnenden brauchst du für Line-up- und Aufsetzbilder meist eine kleine Leiter; was dabei erlaubt ist, erklärt der Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.
Rund um die Bahnenden im Osten und Westen
Für Anflugbilder mit ausgefahrenem Fahrwerk stellst du dich in die Verlängerung der Bahnen. Bei Betriebsrichtung 26 ist das das Gebiet östlich des Flughafens, bei 08 das Gebiet westlich. Viele dieser Standorte liegen an Landstraßen und Feldwegen. Park nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist, fahr nicht auf landwirtschaftliche Wege und blockier keine Feuerwehrzufahrten. Spotter berichten von Bußgeldern und neuen Absperrungen an einigen Stellen.
Besucherhügel und Terrasse
- mit S-Bahn bzw. am Terminal erreichbar
- Toiletten und Gastronomie in der Nähe
- Verkehr in beiden Betriebsrichtungen sichtbar
- familienfreundlich und offiziell ausgewiesen
Zaun-Spots an den Bahnen
- meist nur mit Auto oder langem Fußweg erreichbar
- abhängig von Betriebsrichtung und Lichtseite
- oft Leiter nötig, kaum Infrastruktur
- Park- und Zugangsregeln ändern sich
Licht: Welche Seite wann funktioniert
Beide Bahnen liegen in Ost-West-Richtung. Damit gilt in München fast lehrbuchhaft die Grundregel aus dem Guide Sonnenstand planen: Südseite schlägt Nordseite.
| Standort-Zone | Blickrichtung | Gutes Licht | Schwierig |
|---|---|---|---|
| Südseite der Südbahn | Norden | tagsüber, im Winter fast ganztägig | an Sommerabenden kurz Gegenlicht von Nordwesten möglich |
| Nordseite der Nordbahn | Süden | Sommer: früher Morgen und später Abend | Mittag immer, Winter fast ganztägig |
| Besucherhügel, Blick nach Norden | Norden | ganztägig | Hitzeflimmern im Sommer |
| Besucherhügel, Blick nach Süden | Süden | früher Morgen und Abend | Mittag Gegenlicht |
| Terrasse Terminal 2 | Vorfeld, überwiegend Richtung Osten/Süden | nachmittags und bei Bewölkung | je nach Position Gegenlicht am Vormittag |
Die Angaben sind Tendenzen. Wie weit sich die Fenster mit der Jahreszeit verschieben, hängt vom Sonnenaufgangspunkt ab: Im Sommer geht die Sonne im Nordosten auf und im Nordwesten unter, im Winter im Südosten und Südwesten. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du für jeden Spot und jedes Datum, wann die Sonne in deinem Rücken steht. Wenn du lieber mehrere Werkzeuge vergleichst, hilft dir die Übersicht zu Sonnenstand-Apps für Fotografen.
Nebel im Erdinger Moos
Das Moos ist flach und feucht. Im Herbst und Winter hält sich Nebel oder Hochnebel dort oft stundenlang, während es in der Stadt schon aufklart. Schau vor der Abfahrt auf eine Webcam oder aktuelle Wettermeldungen des Flughafens, sonst stehst du vor einer grauen Wand.
Was du in München siehst
München ist das zweite Drehkreuz der Lufthansa und Heimatbasis ihrer verbliebenen Airbus A380. Dazu kommt der Airbus A350-900 auf der Langstrecke. Den Großteil der Bewegungen machen aber Kurz- und Mittelstrecke aus: die A320-Familie, Regionaljets der Lufthansa Group, Partner wie Air Dolomiti, Swiss und Austrian Airlines. Wenn du bei den Regionaljets unsicher bist, hilft dir der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Terminal 2 ist der Lufthansa-Gruppe und ihren Partnern aus der Star Alliance vorbehalten. Im Terminal 1 fertigen alle anderen ab, darunter Condor und Eurowings, Langstreckenpartner anderer Allianzen und Ferienflieger. Im Sommer prägen zusätzlich Urlaubsflüge das Bild. Fracht und Business Jets runden das Spektrum ab.
Wellen statt Dauerbetrieb
Als Umsteigedrehkreuz arbeitet München in Wellen: Viele Langstreckenflüge landen in einem Block, kurz danach starten die Anschlussflüge nach Europa, dann wird es ruhiger. Wer die Wellen kennt, plant Pausen und Spotwechsel in die Lücken. Wie du sie aus Abflug- und Ankunftstafeln herausliest, erklärt der Beitrag Hub-Wellen an Drehkreuzen verstehen.
Beachte die Nachtflugregeln (mehr dazu im Überblick zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen): Zwischen 22 und 6 Uhr ist der Betrieb stark eingeschränkt, von 0 bis 5 Uhr finden nur Flüge im öffentlichen Interesse statt. Der Spotting-Tag in München beginnt also am frühen Morgen mit den ersten Langstreckenankünften und endet am späten Abend.
Kein A380 verpassen
Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Flugzeugtyp oder eine Special Livery Kurs auf München nimmt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Anreise und Ausrüstung
Der Besucherpark hat eine eigene S-Bahn-Station: Mit der S1 oder S8 fährst du bis Besucherpark, eine Station vor dem Terminal. Zur Terrasse im Terminal 2 fährst du bis zur Endstation am Flughafen. Wer mit dem Auto kommt, findet am Besucherpark Parkhäuser des Flughafens; Gebühren und aktuelle Bedingungen stehen auf der Website des Flughafens.
Für die Zaun-Spots rund um die Bahnenden ist ein Auto oder ein Fahrrad praktisch Pflicht. Busse fahren zwar in die umliegenden Orte, doch von den Haltestellen sind es oft lange Wege über offenes Gelände. Tipps zur Wahl des Verkehrsmittels sammelt der Beitrag Anreise zum Spot mit ÖPNV oder Auto.
1. Wind am Vorabend prüfen
Westwind heißt Betriebsrichtung 26, Ostwind heißt 08. Damit weißt du, an welchem Ende die Landungen hereinkommen.
2. Seite nach Licht wählen
Sonnig und tagsüber unterwegs: Südseite der Südbahn oder Blick nach Norden vom Hügel. Bewölkt oder Sommermorgen: Die Nordseite der Nordbahn wird interessant.
3. Wellen und Highlights checken
Prüf in den Ankunftstafeln, wann die Langstrecke kommt, und setz dir Alarme für die Typen oder Kennzeichen, die du suchst.
4. Ausrüstung passend packen
Langes Tele für Hügel und Pistenmitte, kürzere Brennweite für Bahnenden, kleine Leiter für Zaun-Spots, Wasser und Verpflegung für Standorte ohne Infrastruktur.
5. Ausweichspot im Kopf haben
Dreht der Wind oder zieht Nebel auf, ist der Besucherhügel mit S-Bahn-Anschluss die sichere Alternative.
Zur Brennweite: Am Besucherhügel und an der Terrasse reichen 400 Millimeter oft gerade so, an den Bahnenden kommst du mit deutlich weniger aus. Die Faustregeln dazu stehen im Guide zur Objektivwahl und Brennweite. Und falls du am Zaun angesprochen wirst, weil das Teleobjektiv auffällt: Ruhig bleiben und erklären, was du machst. Wie solche Situationen in der Regel ablaufen, beschreibt der Beitrag Großes Teleobjektiv, großer Verdacht.
Regeln vor Ort
- Öffentliche Wege nutzen. Betritt keine Felder, Betriebswege oder abgesperrten Flächen, auch wenn dort andere stehen.
- Abstand zum Zaun halten. An mehreren Stellen bittet die Flughafensicherheit um Abstand. Leitern stellst du so auf, dass sie nicht am Zaun lehnen.
- Nichts am Zaun verändern. Löcher schneiden, Zaun beschädigen oder Gegenstände durchreichen ist tabu.
- Richtig parken. Feuerwehrzufahrten, Feldwege und Einfahrten bleiben frei.
- Drohne zu Hause lassen. Der Flughafen liegt in einer Kontrollzone, rund um das Gelände gelten Geozonen. Mehr dazu im Beitrag Geozonen und die dipul-Karte.
Die rechtlichen Grundlagen fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen. Ein Sonderfall ist die jährliche Münchner Sicherheitskonferenz: Spotter berichten in dieser Zeit von zusätzlichem Staats- und Regierungsverkehr, aber auch von verschärften Kontrollen rund um den Flughafen.
Mehr Luftfahrt rund um München
Wenn das Wetter nicht mitspielt, lohnt sich ein Abstecher ins Museum. Die Flugwerft Schleißheim liegt nördlich der Stadt auf einem historischen Flugplatz, das Deutsche Museum in der Innenstadt hat eine große Luftfahrtabteilung. Und wenn du Bayern weiter erkunden willst: Der Guide zum Planespotting in Nürnberg und die Übersicht der besten Spotting-Spots in Deutschland liefern die nächsten Ziele.
Bist du bereit für MUC?
- Ich kenne die Windvorhersage und damit die Betriebsrichtung.
- Ich weiß, ob ich an die Nord- oder an die Südbahn will.
- Ich habe geprüft, wann an meinem Spot die Sonne im Rücken steht.
- Ich habe Nebel und Sicht für den Morgen gecheckt.
- Ich weiß, wann die Langstreckenwellen ankommen.
- Ich habe einen Ausweichspot, meist den Besucherhügel.
- Ich weiß, wo ich legal parke oder wie ich mit S-Bahn und Bus hinkomme.
Sichtungen aus München festhalten
Poste deine MUC-Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot und sammle sie in deinem Hangar – mit Wunschliste für die Flieger, die dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
München belohnt Planung. Die beiden Parallelbahnen liegen so weit auseinander, dass du dich für eine Seite entscheiden musst, und die Ost-West-Ausrichtung macht die Lichtfrage berechenbar: südlich der Bahnen tagsüber, nördlich in den Randstunden des Sommers. Der Besucherhügel ist der bequeme, verlässliche Einstieg mit S-Bahn-Anschluss, die Zaun-Spots liefern die näheren Bilder, verlangen aber Auto, Leiter und Rücksicht.
Kurzfazit
Starte am Besucherhügel, lerne Bahnen und Wellen kennen und wechsle dann gezielt an die Südseite der Südbahn oder bei Sommerlicht an die Nordbahn. Wind entscheidet das Bahnende, die Sonne die Zaunseite – wer beides vorab prüft, holt aus einem Tag in München sehr viel heraus.
Zusammenfassung
- München hat zwei weit getrennte Parallelbahnen in Ost-West-Richtung. Der Besucherhügel liegt dazwischen, die meisten anderen Spots verteilen sich entlang der Außenzäune und an den vier Bahnenden.
- Die Südseite der Bahnen liefert tagsüber Frontlicht, die Nordseite vor allem in den Randstunden im Sommerhalbjahr. Im Winter steht die Sonne so tief, dass die Nordseite fast den ganzen Tag im Gegenlicht liegt.
- Lufthansa prägt den Verkehr mit A380, A350 und viel Regional- und Europaverkehr. Dazu kommen Star-Alliance-Partner, Ferienflieger, Fracht und Business Jets.
- Nebel im Erdinger Moos, Hitzeflimmern im Sommer, Nachtflugbeschränkungen und wechselnde Park- und Zugangsregeln an einzelnen Zaun-Spots gehören zur Planung dazu.
Häufige Fragen
Wo ist der beste Spot zum Planespotting in München?
Für den Einstieg ist es der Besucherhügel im Besucherpark. Du stehst erhöht zwischen den beiden Bahnen, siehst Rollverkehr, Vorfeld und Pistenbewegungen und kommst mit der S-Bahn hin. Für formatfüllende Start- und Landebilder wechseln erfahrene Spotter an die Zäune der Nord- oder Südbahn, je nach Betriebsrichtung und Licht.
Was kostet der Besucherhügel am Flughafen München?
Der Besucherpark ist frei zugänglich. Für den Besucherhügel nennt der Flughafen auf seiner Website einen Eintritt von 1 Euro pro Person, nur in bar. Mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist der Hügel nicht zugänglich. Preise können sich ändern, prüf sie deshalb vor dem Besuch.
Gibt es am Flughafen München eine Besucherterrasse?
Ja. Die Aussichtsterrasse liegt im Terminal 2 auf Ebene 07, vor der Sicherheitskontrolle. Laut Flughafen ist sie täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet und kostenlos. Du blickst rund 23 Meter hoch über das Ostvorfeld auf den Satelliten und die Bahnen. Öffnungszeiten können sich etwa wetterbedingt ändern.
Welche Seite der Piste hat in München das bessere Licht?
Weil beide Bahnen in Ost-West-Richtung liegen, hast du auf der Südseite einer Bahn mit Blick nach Norden tagsüber die Sonne im Rücken. Auf der Nordseite blickst du nach Süden und fotografierst um die Mittagszeit ins Gegenlicht. Dort lohnen sich im Sommer der frühe Morgen und der späte Abend.
Welche Betriebsrichtung ist in München häufiger?
Bei Westwind wird Richtung 26 gestartet und gelandet, bei Ostwind Richtung 08. Westwetterlagen überwiegen, deshalb ist 26 meist häufiger. Für die Planung zählt aber die Windvorhersage für deinen Tag, nicht die Statistik.
Kann ich die Spots in München mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
Den Besucherpark erreichst du bequem mit der S1 oder S8 bis zur Station Besucherpark, die Aussichtsterrasse über die Terminal-Station. Viele Zaun-Spots an den Bahnenden liegen dagegen abseits; dorthin kommst du nur mit Bus und längerem Fußweg oder mit dem Rad. Ein Auto macht dich deutlich flexibler.
Wann ist in München Flugbetrieb?
Zwischen 22 und 6 Uhr ist der Betrieb stark eingeschränkt, in der Kernzeit von 0 bis 5 Uhr finden nur Flüge im öffentlichen Interesse statt. Für Spotter heißt das: Der Tag beginnt früh am Morgen und wird ab 22 Uhr schnell ruhig.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
MuseumFlugwerft Schleißheim
Die Flugwerft Schleißheim ist die Luftfahrt-Außenstelle des Deutschen Museums im Norden von München. Auf einem der ältesten Flugplätze Deutschlands stehen rund 70 Fluggeräte – vom Lilienthal-Gleiter über Senkrechtstarter bis zum ersten Eurofighter-Prototyp –, verteilt auf historische Bauten von 1912 bis 1918 und eine moderne Ausstellungshalle.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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