Planespotting in Düsseldorf: alle Spots und Tipps je Betriebsrichtung

Keine geöffnete Terrasse, zwei eng liegende Bahnen und ein Wind, der fast alles entscheidet: Welche Spotterpunkte rund um den Flughafen Düsseldorf bei 23 und bei 05 funktionieren, wann das Licht passt und was du mitnehmen solltest.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Südbahn trägt fast alles: 05R/23L ist die Hauptbahn. Die nördliche 05L/23R liegt nur rund 500 Meter daneben, ist eine Ausweichbahn und wird nur zeitweise genutzt.
  • 23 ist der Normalfall: Bei den vorherrschenden Westwinden kommen die Landungen aus Nordosten über Ratingen herein. Bei Ostwind (05) wechselst du auf die Rheinseite im Südwesten.
  • Südseite morgens, Nordseite abends: Spots südlich der Bahnen haben vormittags die Sonne im Rücken und ab dem Nachmittag Gegenlicht. Die Nordseite funktioniert vor allem an Sommernachmittagen und -abenden.
  • Ohne Terrasse heißt: draußen planen. Die frühere Besucherterrasse ist nach Spotterberichten seit Jahren zu. Fast alle Spots liegen an Feldwegen, Brücken und am Zaun – oft mit kurzen Sichtfenstern.
  • Eine kleine Leiter hilft oft: Bewuchs, Stacheldraht und nach Spotterberichten auch Solarmodule am Zaun verstellen an mehreren Stellen den Blick. Leiter immer auf den Weg, nie an den Zaun.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Düsseldorf in Kürze
  2. 2.Die Bahnen: eine trägt fast alles
  3. 3.Betriebsrichtung: 23 ist der Normalfall
  4. 4.Spots bei Betriebsrichtung 23
  5. 5.Spots bei Betriebsrichtung 05
  6. 6.Die Nordseite: Spots für Sommerabende
  7. 7.Licht: Welche Seite wann funktioniert
  8. 8.Was du in Düsseldorf zu sehen bekommst
  9. 9.Die Besucherterrasse: der ehrliche Stand
  10. 10.Tagesrhythmus und Nachtruhe
  11. 11.Anreise
  12. 12.Regeln und Rücksicht
  13. 13.Düsseldorf im Vergleich
  14. 14.Fazit

Stand: Oktober 2026 – Düsseldorf ist ein Flughafen, an dem du viel siehst, wenn du weißt, wo du stehen musst – und wenig, wenn nicht. Eine geöffnete Terrasse gibt es nach aktuellem Stand nicht, die beiden Bahnen liegen dicht nebeneinander, und je nach Wind kommen die Landungen von Ratingen oder vom Rhein. Dieser Guide sortiert die Spotterpunkte rund um DUS nach Betriebsrichtung, erklärt, auf welcher Seite du zu welcher Tageszeit Licht hast, und zeigt, worauf du an den oft engen Zaunspots achten solltest.

Düsseldorf planen, bevor du losfährst

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Düsseldorf in Kürze

Der Flughafen Düsseldorf (IATA DUS, ICAO EDDL) liegt im Stadtteil Lohausen, gut sieben Kilometer nördlich der Innenstadt und wenige Kilometer südwestlich von Ratingen. Mit rund 21 Millionen Passagieren im Jahr 2025 ist er der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens und die Nummer vier in Deutschland. Prägend ist die Eurowings, die hier ihre wichtigste Basis hat. Dazu kommen Ferienflieger, Zubringer der großen Drehkreuze und einige Langstrecken.

2parallele Bahnen, nur rund 500 m auseinander
05 / 23die beiden Betriebsrichtungen
22–6 Uhrkeine planmäßigen Starts

Für Spotter ist Düsseldorf ein Flughafen der Vielfalt, nicht der Masse an Großraumjets. Wer die A320-Familie in allen Varianten, Ferien-Airlines aus halb Europa und gelegentlich einen Superjumbo sehen will, ist hier richtig. Wer feste Infrastruktur mit Café und Dach erwartet, wird enttäuscht – Düsseldorf ist ein Draußen-Flughafen.

Die Bahnen: eine trägt fast alles

Auf der Karte sieht DUS nach klassischem Parallelbahnsystem aus. In der Praxis läuft fast der gesamte Verkehr über die südliche Hauptbahn 05R/23L mit knapp 3.000 Metern Länge. Die nördliche Bahn 05L/23R misst rund 2.700 Meter und liegt nur etwa 500 Meter daneben. Dieser Abstand reicht nicht für einen gleichzeitigen, unabhängigen Betrieb beider Bahnen. Dazu kommen die Regeln des Angerlandvergleichs von 1965, die Kapazität und Nachtbetrieb begrenzen. Die Nordbahn ist deshalb eine Ausweichbahn und nur zeitweise in Betrieb. Nach Spotterberichten war sie nach der Pandemie über längere Zeit geschlossen.

Eine frühere Querwindbahn ist stillgelegt und dient heute als Rollweg und Abstellfläche. Die Terminals liegen südlich der Bahnen, der Fernbahnhof am nordöstlichen Rand des Geländes. Warum Pisten so heißen, wie sie heißen, erklärt der Artikel zu den Pistenbezeichnungen am Flughafen.

Bahn Länge (rund) Lage Was das für dich heißt
05R/23L 3.000 m Süd Hauptbahn – fast alle Starts und Landungen, Standardziel deiner Planung
05L/23R 2.700 m Nord Nur zeitweise aktiv, Bonus für Nordspots
Frühere Querwindbahn – Mitte Heute Rollweg und Abstellfläche
Vorfeld A/B/C – Süd Abfertigung am Terminal, von außen nur ausschnittweise sichtbar

Ob die Nordbahn an deinem Tag offen ist, siehst du am schnellsten live in einer Flugverfolgung. Wie du ADS-B-Daten dafür liest, beschreibt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.

Betriebsrichtung: 23 ist der Normalfall

Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Weht er aus Westen oder Südwesten – in Mitteleuropa der häufigste Fall –, gilt Betriebsrichtung 23: Die Landungen kommen aus Nordosten über Ratingen und das Angerland herein, die Starts gehen Richtung Südwesten zum Rhein. Bei Ostwind dreht sich alles: Betriebsrichtung 05 bringt die Anflüge aus Südwesten über die Rheinseite, gestartet wird Richtung Nordosten.

Für die Spotwahl folgt daraus eine einfache Regel: Anflüge fotografierst du an dem Bahnende, auf das die Flugzeuge zufliegen. Wer bei Ostwind im Nordosten steht, sieht vor allem startende Maschinen von hinten. Die Grundlagen zu Wind, Querwind und Wechseln der Betriebsrichtung stehen im Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen; wie du die Windprognose aus Wettermeldungen liest, zeigt METAR und TAF lesen.

Kurz vor der Abfahrt prüfen

Ein Wechsel der Betriebsrichtung kann mitten am Tag passieren, besonders bei schwachem oder drehendem Wind. Ein Blick auf Windvorhersage und Live-Karte eine Stunde vor der Abfahrt spart dir den Weg auf die falsche Seite.

Spots bei Betriebsrichtung 23

Bei 23 spielt sich das Spotting im Osten und Nordosten des Geländes ab. Die folgenden Zonen sind seit Jahren bei Spottern bekannt. Es handelt sich um inoffizielle Standorte an öffentlichen Wegen – Zugänge, Bewuchs und Absperrungen ändern sich, prüf deshalb vor Ort, was erlaubt ist.

Anflugschneise im Nordosten (Angerbach und Autobahnbrücke)

Nahe Ratingen und der A 52 kreuzen die Anflüge auf 23L Felder und den Angerbach. Von Feldwegen in diesem Bereich hast du die Maschinen im kurzen Endanflug über dir oder schräg vor dir. Das ist der Klassiker für Landungen bei Westwind. Das Licht passt hier vom Morgen bis in den frühen Nachmittag, danach kommt die Sonne zunehmend von vorn. An warmen Tagen flimmert die Luft über Feldern und Fahrbahn – mehr dazu im Beitrag Hitzeflimmern vermeiden.

Am Zaun im Bereich Tiefenbroich und Lichtenbroich

Entlang des Tiefenbroicher Wegs am Zaun siehst du die Landungen auf 23L kurz vor dem Aufsetzen. Die Sichtfenster zwischen den Bäumen sind teils sehr kurz – oft bleiben nur ein, zwei Sekunden für den Auslöser. Eine kleine Trittleiter hilft – stell sie auf den Weg, nicht an den Zaun. Weiter am Zaun entlang liegen Stellen, die eher an Sommernachmittagen Licht haben.

Rund um Frachtstraße und SkyTrain

Südlich der Bahnen, im Bereich der Frachtstraße nahe dem SkyTrain, siehst du Rollverkehr zur 23L, Starts und Landungen auf der 23L und bei 05 Maschinen, die spät von der 05R abrollen. Die Treppen der Bahnanlage sind kein offizieller Aussichtspunkt; nach Spotterberichten hat Sicherheitspersonal dort schon auf Notausgänge hingewiesen. Bleib auf frei zugänglichen Wegen und nutze keine Fluchttüren oder gesperrten Bereiche. Das Licht ist vormittags am besten, im Winter oft den ganzen Tag brauchbar.

Parkhausdeck am Terminal

Ein oberes Parkdeck in Terminalnähe bietet Blick auf die Hauptbahn und Rollwege. Das klingt ideal, ist aber privat betriebenes Gelände und kostet Parkgebühr. Ob du dort fotografieren darfst, entscheidet allein der Betreiber – akzeptiere eine Ansage des Personals ohne Diskussion. Morgens hast du hier gutes Licht, nachmittags Gegenlicht und im Sommer starkes Flimmern über dem Beton.

Den Emirates-A380 nicht verpassen

Setz Kennzeichen, Typen, Airlines oder Special Liveries auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn sie im Anflug auf DUS sind. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Spots bei Betriebsrichtung 05

Bei Ostwind verlagert sich alles in den Südwesten, in den Bereich zwischen Flughafen, Lohausen, Stockum und dem Rhein. Die Anflüge auf 05R und – wenn sie offen ist – 05L kommen über das Rheinufer herein.

Anflugzone an der Niederrheinstraße

Entlang der Niederrheinstraße und in Seitenstraßen wie der Ikarusstraße und am Spielberger Weg findest du mehrere Stellen, an denen die Maschinen im kurzen Endanflug auf die 05er-Bahnen vorbeiziehen. Einige liegen eher unter dem Anflug auf die Nordbahn, andere näher an der Hauptbahn – prüf also live, welche Bahn gerade genutzt wird. Ein Teil der Parkplätze in diesem Gewerbegebiet gehört Firmen; parke dort nur, wo es ausdrücklich erlaubt ist.

Brücke über Bahn und Autobahn

Eine Brücke im Südwesten über Bahnstrecke und Autobahn gilt als einer der vielseitigsten Punkte bei 05: Von dort siehst du die Anflüge auf beide 05er-Bahnen und bei 23 auch die Starts von der 23L. Eine Leiter brauchst du hier nicht. Das Licht passt vom Morgen bis zum frühen Nachmittag. In der Nähe liegt der Bereich der Allgemeinen Luftfahrt, wo du mit etwas Glück Business Jets und Privatflugzeuge durch den Zaun erwischst.

Damm am Westende

Am westlichen Ende der Bahnen nutzen Spotter einen kleinen Damm am Zaun für Aufnahmen von Line-ups und Landungen auf der 05R sowie für frontale Bilder bei Landungen auf 23R. Zugang und Sicht können sich durch Bauarbeiten und Bewuchs ändern – plane hier mit Unsicherheit. Licht gibt es vor allem am Nachmittag und Abend, im Winter schon ab Mittag.

Die Nordseite: Spots für Sommerabende

Nördlich der Bahnen, in Richtung Kalkum und Kaiserswerth, liegen mehrere Standorte an Feldwegen und am Zaun, unter anderem im Umfeld der Wetterstation und einer Kläranlage. Von dort siehst du vor allem den Verkehr auf der Nordbahn 05L/23R aus der Nähe und mit längerer Brennweite auch die Hauptbahn. Weil du nach Südosten blickst, funktioniert das Licht hier fast nur an Sommernachmittagen und -abenden, wenn die Sonne im Westen und Nordwesten steht.

Die Nordseite hat zwei Haken. Erstens ist sie am wertvollsten, wenn die Nordbahn tatsächlich läuft – und das ist nur zeitweise der Fall. Zweitens ist der Blick an vielen Stellen schwierig: Stacheldraht, Bewuchs und nach Spotterberichten inzwischen auch Solarmodule entlang des Zauns zwingen dich dort oft auf eine höhere Leiter. Was dabei erlaubt ist, steht im Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Zone Beste Betriebsrichtung Licht Leiter Eignung
Anflug Nordost (Angerbach) 23 Morgen bis früher Nachmittag meist nein Landungen 23L
Zaun Tiefenbroich/Lichtenbroich 23 Morgen bis früher Nachmittag kleine Leiter hilfreich Landungen 23L, kurze Fenster
Frachtstraße/SkyTrain 23 und 05 vormittags, im Winter länger teils Rollverkehr, Starts und Landungen 23L
Niederrheinstraße/Ikarusstraße 05 je nach Standort vormittags oder an Sommerabenden nein Landungen 05R/05L
Brücke Südwest 05 (und Starts bei 23) Morgen bis früher Nachmittag nein Vielseitig
Nordseite (Kalkum) beide, mit Nordbahn Sommer, Nachmittag bis Abend oft ja Nordbahn aus der Nähe

Licht: Welche Seite wann funktioniert

Die Bahnen verlaufen von Nordost nach Südwest. Daraus ergibt sich eine klare Grundregel, die der Guide Sonnenstand planen ausführlich herleitet:

  • Südlich der Bahnen blickst du nach Nordwesten. Vom Sonnenaufgang bis in den frühen Nachmittag steht die Sonne hinter dir oder seitlich, danach wandert sie nach Westen und kommt zunehmend von vorn.
  • Nördlich der Bahnen blickst du nach Südosten. Dort fotografierst du um die Mittagszeit gegen das Licht. Brauchbar wird es am späten Nachmittag und Abend – und das vor allem im Sommerhalbjahr, wenn die Sonne weit im Nordwesten untergeht.
  • Im Winter steht die Sonne den ganzen Tag tief im Süden. Die Südspots funktionieren dann oft vom Vormittag bis zum Nachmittag, die Nordseite praktisch gar nicht.

Morgens Süd, abends Nord

Für einen langen Sommertag in Düsseldorf hat sich eine einfache Aufteilung bewährt: Vormittags auf der Südseite die Landungen und Rollbewegungen mitnehmen, am späten Nachmittag auf die Nordseite wechseln. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du, ab wann an deinem Spot die Sonne im Rücken steht.

Was du in Düsseldorf zu sehen bekommst

Das Bild am Zaun prägt die Eurowings mit Maschinen der A320-Familie, vom A320 über den A320neo bis zum A321neo. Weil viele Jets gleich aussehen, lohnt sich ein Blick aufs Kennzeichen – Grundlagen dazu im Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen, Unterscheidungshilfen im Artikel A320neo oder ceo?.

Der zweite große Block ist der Ferienverkehr. Condor, TUIfly, SunExpress und Corendon gehören zu den bekannten Namen, im Sommerflugplan kommen viele weitere Urlaubsairlines dazu. Hier tauchen auch die Boeing 737-800 und die 737 MAX 8 häufig auf. Die Lufthansa verbindet Düsseldorf vor allem mit ihren Drehkreuzen.

Bei der Langstrecke ist das Angebot überschaubar, hat aber ein festes Highlight: Emirates setzt seit 2015 auf einer ihrer Dubai-Verbindungen den Airbus A380 ein. Dazu kommen Verbindungen von Etihad Airways, Qatar Airways und Turkish Airlines. Welches Muster an einem bestimmten Tag kommt, kann sich ändern – prüf es kurz vorher in der Ankunftsübersicht oder einer Flugverfolgung.

Die Besucherterrasse: der ehrliche Stand

Viele ältere Guides schicken dich auf die Aussichtsterrasse am Terminal. Nach übereinstimmenden Berichten aus der Spotter-Community ist sie jedoch seit Jahren geschlossen, und der Flughafen führt sie auf seiner Website derzeit nicht als Besucherangebot. Was über den Standort bekannt ist, sammelt die Seite zur Besucherterrasse Düsseldorf. Prüf vor jedem Besuch auf dus.com, ob sich die Lage geändert hat. Was der Flughafen dort weiterhin anbietet, sind Webcams vom Gelände – praktisch, um Sicht und Betrieb von zu Hause einzuschätzen.

Tagesrhythmus und Nachtruhe

Der Angerlandvergleich prägt auch den Tagesablauf. Zwischen 22 und 6 Uhr sind keine planmäßigen Starts erlaubt, planmäßige Landungen gibt es bis 23 Uhr in begrenzter Zahl. Morgens startet der Betrieb mit einer Welle von Abflügen der stationierten Eurowings- und Ferienflieger, am Abend kehren viele davon zurück. Im Sommer, an Wochenenden und zum Ferienbeginn in NRW wird es besonders voll. Für Nachtaufnahmen bleibt das Zeitfenster bis etwa 23 Uhr – Technik und Einstellungen dazu im Beitrag Flugzeuge nachts fotografieren, die Regeln anderer Flughäfen im Überblick zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.

1. Wind prüfen

Westwind heißt meist 23 mit Landungen aus Nordosten, Ostwind heißt 05 mit Anflügen über den Rhein.

2. Seite nach Uhrzeit wählen

Vormittags auf die Südseite der Bahnen, an Sommerabenden auf die Nordseite.

3. Bahn live checken

Läuft nur die Hauptbahn oder auch die Nordbahn? Eine Flugverfolgung zeigt es dir in wenigen Sekunden.

4. Highlights heraussuchen

A380, seltene Gäste und Sonderbemalungen in der Ankunftsübersicht markieren, damit du rechtzeitig am richtigen Punkt stehst.

5. Ausrüstung anpassen

Für Zaunspots mit kurzen Sichtfenstern Leiter und Teleobjektiv einpacken, für Anflugzonen reicht oft ein mittleres Tele.

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Düsseldorf hervorragend angebunden. Die S-Bahn hält direkt unter dem Terminal, der Fernbahnhof Düsseldorf Flughafen am Nordostrand des Geländes wird von Fern- und Regionalzügen angefahren und ist über den SkyTrain mit den Terminals verbunden. Für die Spots im Nordosten und Südwesten bist du von dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, die Wege sind teilweise ein paar Kilometer lang.

Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die A 44, die Anflugzone im Nordosten liegt nahe der A 52. Parke nur auf öffentlichen Flächen, nicht auf Feldwegen, Zufahrten oder Firmenparkplätzen. Gerade an den Anflugspots im Gewerbegebiet und an Feldwegen sind Anwohner und Landwirte schnell genervt, wenn Zufahrten zugestellt werden.

Regeln und Rücksicht

Zaun bleibt Zaun

Viele Düsseldorfer Spots liegen direkt am Sicherheitszaun. Nicht anlehnen, nichts durchstecken, nichts darüber halten, und Leitern mit Abstand auf den Weg stellen. Drohnen sind in der Umgebung tabu. Was grundsätzlich erlaubt ist, fasst Ist Planespotting erlaubt? zusammen, die Drohnenregeln stehen in Drohnen am Flughafen.

  • Kontrollen sind normal. Polizei und Sicherheitsdienst sprechen Spotter am Zaun gelegentlich an. Bleib freundlich, zeig auf Nachfrage deinen Ausweis und folge Anweisungen.
  • Privatgelände respektieren. Parkhäuser, Firmengelände und Feldzufahrten gehören nicht zum öffentlichen Raum.
  • Spots ändern sich. Bauarbeiten, neue Anlagen am Zaun und Bewuchs verschieben Sichtfenster von Saison zu Saison. Eine Information von vor zwei Jahren kann heute falsch sein.
  • Nichts zurücklassen. Wer Müll und Leitern liegen lässt, sorgt dafür, dass Spots verschwinden.

Bist du bereit für DUS?

Hak ab, was du vor dem Losfahren geklärt hast.

  • Ich kenne die Betriebsrichtung für mein Zeitfenster.
  • Ich weiß, ob die Nordbahn heute genutzt wird.
  • Ich habe die Seite der Bahnen passend zur Tageszeit gewählt.
  • Ich habe eine kleine Leiter für Zaunspots dabei – oder wähle Spots ohne.
  • Ich weiß, wo ich legal parken oder wie ich mit der Bahn anreise.
  • Ich habe die Highlights des Tages in der Ankunftsübersicht markiert.

Düsseldorf im Vergleich

In Nordrhein-Westfalen ergänzen sich die Flughäfen gut. Der Flughafen Köln/Bonn liegt rund eine Stunde entfernt, hat starken Frachtverkehr und eine eigene Besucherterrasse – Details im Spotting-Guide Köln/Bonn. Kleinere Alternativen in der Region beschreibt der Guide zu Dortmund. Wer viel Langstrecke sucht, fährt nach Frankfurt oder über die Grenze nach Amsterdam-Schiphol. Einen Gesamtüberblick bieten die besten Spotting-Spots in Deutschland.

Jeder Spottertag in Lohausen zählt

Poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot, sammle sie im Hangar und tausch dich in der Community mit anderen Düsseldorfer Spottern aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Düsseldorf belohnt Planung. Eine Bahn trägt fast den ganzen Verkehr, der Wind bestimmt, ob die Landungen über Ratingen oder über den Rhein kommen, und die Lage der Bahnen legt fest, wann welche Seite Licht hat. Wer das zusammenbringt, steht morgens bei 23 im Nordosten mit der Sonne im Rücken und wechselt an Sommerabenden auf die Nordseite. Eine geöffnete Terrasse fehlt, dafür bietet das Umland viele Standorte – mit kurzen Sichtfenstern, gelegentlich einer Leiter und dem Respekt vor Zaun und Privatgrund.

Kurzfazit

In Düsseldorf entscheidet der Wind die Seite: bei 23 der Nordosten, bei 05 der Südwesten. Plane vormittags südlich der Bahnen, an Sommerabenden nördlich davon, prüf live, ob die Nordbahn läuft, und bleib an den engen Zaunspots auf öffentlichen Wegen.

Zusammenfassung

  • Der Flughafen Düsseldorf ist der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens und die wichtigste Basis der Eurowings. Spotter erwartet ein dichter Mix aus A320-Familie, Ferienfliegern und einzelnen Langstrecken mit dem Emirates-A380 als Highlight.
  • Die Betriebsrichtung entscheidet über die Seite: Bei 23 sind die Spots im Nordosten zwischen Ratingen, Tiefenbroich und Angermund gefragt, bei 05 die Anflugzone im Südwesten Richtung Rhein.
  • Die Lichtregel folgt aus der Nordost-Südwest-Achse: Südlich der Bahnen ist es vormittags am besten, nördlich davon im Sommer am späten Nachmittag. Im Winter sind die Nordspots weitgehend Gegenlicht.
  • Viele Standorte sind inoffizielle Spotterpunkte an öffentlichen Wegen. Sie ändern sich durch Bauarbeiten, Bewuchs und neue Anlagen am Zaun – aktuelle Community-Infos sind hier besonders wertvoll.

Häufige Fragen

Wo kann man in Düsseldorf Flugzeuge beobachten?

Einen offiziellen, geöffneten Aussichtspunkt gibt es nach aktuellem Stand nicht. Spotter nutzen öffentliche Wege, Feldränder und Brücken rund um das Gelände: bei Betriebsrichtung 23 vor allem im Nordosten Richtung Ratingen und Angermund, bei Betriebsrichtung 05 im Südwesten zwischen Flughafen und Rhein. Dazu kommen Standorte nördlich der Bahnen, die vor allem an Sommerabenden gutes Licht haben.

Ist die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf geöffnet?

Nach übereinstimmenden Berichten aus der Spotter-Community ist die frühere Terrasse am Terminal B seit Jahren geschlossen, und der Flughafen führt sie auf seiner Website derzeit nicht als Angebot. Prüf vor dem Besuch auf dus.com, ob sich das geändert hat. Die Webcams des Flughafens sind dort weiterhin abrufbar.

Welche Betriebsrichtung ist in Düsseldorf häufiger?

Meist Betriebsrichtung 23. Flugzeuge starten und landen gegen den Wind, und in Mitteleuropa überwiegen Westwinde. Dann kommen die Landungen aus Nordosten über Ratingen. Bei Ostwind gilt 05, die Anflüge kommen dann aus Südwesten über die Rheinseite. Für einen bestimmten Tag hilft nur die Windvorhersage.

Welche Bahn wird in Düsseldorf genutzt?

Ganz überwiegend die südliche Hauptbahn 05R/23L mit knapp 3.000 Metern Länge. Die nördliche 05L/23R ist rund 2.700 Meter lang und liegt nur etwa 500 Meter entfernt, deshalb können beide nicht gleichzeitig unabhängig betrieben werden. Die Nordbahn dient als Ausweichbahn und ist nur zeitweise in Betrieb.

Brauche ich in Düsseldorf eine Leiter?

An einigen Standorten ja. Vor allem auf der Nordseite verdecken Stacheldraht, Bewuchs und nach Spotterberichten zuletzt auch Solarmodule am Zaun den Blick. Eine kleine Trittleiter reicht oft. Stell sie auf den Weg und nicht an den Zaun und räum sie weg, wenn Sicherheitspersonal oder Polizei dich darum bittet.

Wann ist das Licht in Düsseldorf am besten?

Das hängt von der Seite ab. Südlich der Bahnen hast du vom Sonnenaufgang bis in den frühen Nachmittag die Sonne im Rücken, danach wird es Gegenlicht. Nördlich der Bahnen ist es umgekehrt: Dort lohnen sich vor allem Sommernachmittage und -abende. Im Winter steht die Sonne so tief im Süden, dass die Nordspots den ganzen Tag gegen das Licht zeigen.

Wann ist nachts Ruhe in Düsseldorf?

Planmäßige Starts sind zwischen 22 und 6 Uhr nicht erlaubt. Zwischen 22 und 23 Uhr ist eine begrenzte Zahl planmäßiger Landungen zugelassen, danach gibt es keine planmäßigen Landungen mehr. Wer Nachtaufnahmen plant, hat also bis etwa 23 Uhr noch landende Maschinen.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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