Das Wichtigste in Kürze
- Martinair ist die Frachtairline von Air France-KLM mit Sitz in Schiphol-Oost und Heimatbasis Amsterdam-Schiphol.
- Codes: IATA MP, ICAO MPH, Rufzeichen „MARTINAIR“.
- Die Flotte ist winzig und alt: vier Boeing 747-400-Frachter, davon nur einer in echten Martinair-Farben.
- Die Nachfolge ist bestellt: Airbus A350F lösen die Jumbos nach heutigem Stand ab.
- Bis 2011 flog Martinair auch Urlauber – mit DC-10, MD-11, 747 und 767; die letzte MD-11 verabschiedete sich im Juli 2016.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | MP |
|---|---|
| ICAO-Code | MPH |
| Rufzeichen | MARTINAIR |
| Drehkreuze | AMS |
| Geschäftsmodell | Reine Frachtairline mit Nurfrachtern, Linien- und Charterfracht unter der Marke Martinair Cargo |
| Sitz | Schiphol-Oost (Gemeinde Haarlemmermeer), Basis am Flughafen Amsterdam-Schiphol |
| Konzern | 100-prozentige Tochter der KLM, Teil der Gruppe Air France-KLM |
| Gründung | 24. Mai 1958 als Martin's Air Charter durch Martin Schröder; seit 1966 Martinair Holland |
| Übernahme durch KLM | Ende 2008 nach Freigabe durch die EU-Kommission alleinige Eigentümerin |
| Passagierverkehr | Bis Oktober 2011, seitdem ausschließlich Fracht |
| Flotte (Stand 2025/2026) | Vier Boeing 747-400-Frachter: eine 747-400BCF in Martinair-Farben, drei 747-400ERF in KLM-Cargo-Bemalung |
| Bestellung | Airbus A350F als Nachfolger der 747-400 (Stückzahl in Quellen mit drei bis vier angegeben) |
| Kennzeichen | Niederländische Registrierung PH-…, etwa PH-MPS und PH-CK… |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Martinair?
- Boeing 747-400 ohne Passagierfenster auf dem Hauptdeck, mit Winglets an den Flügelspitzen
- Nur eine Maschine im vollen Martinair-Design: die 747-400BCF PH-MPS
- Die 747-400ERF tragen KLM-Cargo-Farben mit dem kleinen Zusatz „Operated by Martinair“
- Werks-Frachter (ERF) mit kurzem Oberdeck und Bugtor, umgebaute BCF mit dem langen Oberdeck der Passagierversion
- Niederländisches Kennzeichen PH-… am Heck und unter dem Flügel
- Auf dem Tracker als MPH geführt, im Funk „MARTINAIR“
Martinair ist eine der Airlines, bei denen du zweimal hinsehen musst: Die meisten ihrer Jumbos tragen auf den ersten Blick KLM-Farben, und nur ein einziges Flugzeug fliegt noch im eigenen Design. Dahinter steckt eine Geschichte, die 1958 mit einem kleinen Charterbetrieb begann, über DC-10 und MD-11 führte und heute in einer kleinen, aber charakterstarken Flotte von Boeing-747-Frachtern endet. Hier erfährst du, wie du Martinair sicher erkennst, was es mit „Operated by Martinair“ auf sich hat und warum sich die Jumbos gerade jetzt lohnen.
Vier Jumbos – wie viele hast du schon?
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest und siehst in deinem Hangar, welche Martinair-747 dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Martinair im Überblick
Martinair ist die Frachtairline der Gruppe Air France-KLM und gehört vollständig zu KLM. Firmensitz ist Schiphol-Oost in der Gemeinde Haarlemmermeer, Heimatbasis der Flughafen Amsterdam-Schiphol. Die Frachtsparte tritt unter dem Namen Martinair Cargo auf.
Seit dem Ende des Passagierverkehrs im Oktober 2011 fliegt Martinair ausschließlich Fracht. Die Flüge führen vor allem nach Afrika und Amerika, ergänzt um Charteraufträge. Im Konzern arbeitet Martinair eng mit KLM Cargo zusammen – so eng, dass du die meisten Martinair-Flugzeuge auf den ersten Blick für KLM-Maschinen hältst.
Zur Martinair-Geschichte gehört außerdem eine eigene Flugschule, die Martinair Flight Academy, die eng mit der Pilotenausbildung von KLM verbunden ist – auf dem Vorfeld in Schiphol begegnet sie dir aber nicht.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code MP: Er steht in der Flugnummer, etwa auf Frachtpapieren und in Flugplänen.
- ICAO-Code MPH: Der eindeutige Betreibercode für Flugsicherung und Flugtracker. Wenn du Martinair suchst, filterst du nach MPH.
- Rufzeichen MARTINAIR: So meldet sich die Besatzung im Funk.
Spannend ist das Zusammenspiel mit KLM Cargo: Die Maschine trägt KLM-Farben, fliegt aber mit Martinair-Crew und in der Regel unter dem Martinair-Rufzeichen. Der Tracker zeigt dir deshalb oft schneller als die Lackierung, wer tatsächlich fliegt. Wie IATA- und ICAO-Codes zusammenhängen, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Warum Flugnummer und Rufzeichen zwei verschiedene Dinge sind, liest du in Callsign und Flugnummer: der Unterschied.
Tracker-Trick
Such auf deinem Flugtracker nach MPH statt nach KLM. So siehst du sofort, welche der vier Martinair-747 gerade in der Luft ist und wann sie zurück nach Schiphol kommt. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter und im Flugradar-Apps-Vergleich.
Die Flotte: vier Jumbo-Frachter
Martinair betreibt eine sehr kleine und ausgesprochen klassische Frachterflotte. Stand 2025/2026 sieht das Bild so aus:
| Typ | Anzahl | Bemalung | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 747-400BCF | 1 | Martinair | PH-MPS, umgebautes Passagierflugzeug, Baujahr 1990 |
| Boeing 747-400ERF | 3 | KLM Cargo mit „Operated by Martinair“ | Kennzeichen PH-CK…, ab Werk als Frachter gebaut |
| Airbus A350F | bestellt | – | Nachfolger der 747-400, Stückzahl in Quellen mit drei bis vier angegeben |
Die Boeing 747-400 prägt das Bild von Martinair seit vielen Jahren. 2006 kaufte die Airline vier 747-400 von Singapore Airlines, um ältere 747-200-Frachter zu ersetzen. Heute ist davon nur noch PH-MPS in der Flotte, ein zum Frachter umgebauter Ex-Passagierjet. Die drei 747-400ERF stammen aus dem Bestand von KLM und fliegen unter Martinair-Regie. Hersteller ist Boeing.
Weil die vier Maschinen im Schnitt rund ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel haben, ist die Ablösung längst eingeleitet: Air France-KLM hat für Martinair den Airbus A350F bestellt. Der neue Frachter basiert auf der Airbus A350-1000 und kommt mit zwei statt vier Triebwerken aus. Zum genauen Auslieferungstermin und zur Stückzahl machen die Quellen unterschiedliche Angaben; neue Flugzeugtypen kommen erfahrungsgemäß oft später als ursprünglich angekündigt. Für dich heißt das: Solange die 747 noch fliegt, lohnt sich jede Tour nach Schiphol. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Airbus.
PH-MPS nicht verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für das Kennzeichen PH-MPS oder die Airline Martinair ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn der Jumbo bei deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ein Blick zurück: von der Dove zur MD-11
Martinair begann klein: Am 24. Mai 1958 gründete der frühere Militärpilot Martin Schröder zusammen mit einem Partner Martin’s Air Charter – mit einer einzigen de Havilland Dove und einer Handvoll Mitarbeitenden. 1966 folgte die Umbenennung in Martinair Holland, Ende der 1960er-Jahre kamen die ersten Jets.
Ab 1973 setzte Martinair die McDonnell Douglas DC-10 ein, darunter Convertible-Versionen, die sich zwischen Passagier- und Frachtkonfiguration umbauen ließen. Dieses Doppelprinzip aus Passagieren und Fracht zog sich durch die Firmengeschichte. Über die Jahre flogen unter anderem DC-8, Airbus A310, Boeing 757, Boeing 767-300ER und verschiedene 747-Versionen für die Airline.
Prägend für Spotter war die McDonnell Douglas MD-11. Die erste kam im Dezember 1994, und Martinair war Erstkunde der Convertible-Version. 2015 kündigte Air France-KLM an, das Frachtgeschäft zu verkleinern und die MD-11 ohne direkten Ersatz auszumustern. Am 8. Juli 2016 verabschiedete sich die letzte Maschine, PH-MCP, mit einem Überflug über Schiphol-Oost und flog anschließend in die USA zur Verschrottung.
Zur Geschichte gehören auch zwei schwere Unfälle: 1974 verunglückte eine DC-8 im Anflug auf Colombo, 1992 eine DC-10 bei der Landung in Faro. Beide prägten die Airline nachhaltig.
1958
Martin Schröder gründet Martin's Air Charter mit einer de Havilland Dove.
1966–1973
Umbenennung in Martinair Holland, erste Jets, ab 1973 DC-10 in Convertible-Ausführung.
2008
KLM wird nach Freigabe durch die EU-Kommission alleinige Eigentümerin.
2011
Letzter Passagierflug am 31. Oktober – seitdem reine Frachtairline.
2016
Abschied von der letzten MD-11, PH-MCP.
Der Abschied vom Passagierverkehr
Im September 2010 kündigte Martinair an, sich ganz auf Fracht zu konzentrieren. Einen Teil der Ferienstrecken übernahm KLM. Der letzte Passagierflug am 31. Oktober 2011 war ein Rundflug über die Niederlande mit einer Boeing 767-300ER, die zum Abschied „Bedankt!“ und „Thank You!“ auf dem Rumpf trug. Danach schieden die 767 aus der Flotte aus.
Schon 2008, zum 50. Firmenjubiläum, hatte die 767 PH-MCL eine Retro-Bemalung bekommen. Fotos solcher Sonderlackierungen sind heute gesuchte Archivbilder. Wie du aktuelle Sondermotive aufspürst, liest du in Special Liveries finden.
Woran du Martinair erkennst
Das wichtigste Merkmal ist der Typ: Wenn du bei Martinair etwas siehst, ist es eine Boeing 747-400 ohne Passagierfenster auf dem Hauptdeck, mit den typischen Winglets an den Flügelspitzen. Wie du Frachter generell sicher erkennst, erklärt der Artikel Frachtflugzeuge erkennen.
Danach entscheidet die Bemalung:
- PH-MPS ist das einzige Flugzeug im vollen Martinair-Design. Wenn du diese Maschine erwischst, hast du die eigentliche Martinair im Kasten.
- Die 747-400ERF tragen die Farben von KLM Cargo. Achte auf den kleinen Schriftzug „Operated by Martinair“ – er ist die einzige optische Verbindung zur eigentlichen Betreiberin.
Ein drittes Merkmal trennt die beiden Versionen auch dann, wenn du die Schrift nicht lesen kannst: das Oberdeck. Die ab Werk gebaute 747-400ERF hat das kurze Oberdeck der klassischen Frachter und eine hochklappbare Bugnase zum Beladen. Die umgebaute 747-400BCF behält dagegen das lange Oberdeck der Passagierversion, Fracht kommt nur über das große Seitentor hinten links an Bord. Viele Details zur Jumbo-Familie liefert die Geschichte der Boeing 747.
Achtung Verwechslung
KLM Cargo, Martinair und Air France Cargo gehören zur selben Gruppe. Eine 747-Frachter in KLM-Farben in Schiphol kann also ein Martinair-Flug sein. Das Kennzeichen PH-… allein reicht nicht – erst der Schriftzug „Operated by Martinair“ oder der ICAO-Code MPH auf dem Tracker klären die Sache.
Wie niederländische Kennzeichen aufgebaut sind und warum sie mit PH beginnen, erfährst du in Länderkennungen von Flugzeugen und Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Martinair im Vergleich
Im europäischen Frachtmarkt ist Martinair ein kleiner Spieler. Cargolux aus Luxemburg setzt ebenfalls auf Jumbos, allerdings mit einer deutlich größeren Flotte und vielen modernen Boeing 747-8-Frachtern. Lufthansa Cargo setzt bei den Langstreckenfrachtern inzwischen auf die zweistrahlige 777F. Und Atlas Air betreibt große 747-Flotten im Auftrag anderer Gesellschaften.
Gerade dieser Vergleich macht Martinair spannend: Hier fliegt die 747-400 noch als Rückgrat einer Airline, nicht als Ergänzung. Mit dem Umstieg auf den A350F folgt Martinair dem Trend zu sparsameren Zweistrahlern – und Schiphol verliert eine weitere Jumbo-Konstante.
Innerhalb des Konzerns lohnt auch ein Blick auf die Schwestern: KLM Cityhopper fliegt im Regionalverkehr, Transavia im Ferien- und Low-Cost-Segment. Zusammen mit Martinair deckst du in Schiphol so das komplette niederländische Portfolio von Air France-KLM ab.
Martinair spotten
Amsterdam-Schiphol ist der Ort, an dem du Martinair am sichersten siehst. Die Frachter starten und landen über die Woche verteilt. Weil die Flotte nur vier Maschinen umfasst und die Umläufe lang sind, ist ein Blick auf den Tracker vor der Tour Pflicht.
Ein beliebter Standort für Jumbo-Starts und -Landungen ist der Spotterplatz an der Polderbaan. Welche Bahn gerade genutzt wird, hängt in Schiphol stark vom Wind ab – lies vorher die Betriebsrichtung, wie im Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen beschrieben. Für das beste Licht hilft dir der Artikel Sonnenstand planen.
Außerhalb von Schiphol ist Martinair deutlich schwerer zu bekommen. Die Strecken führen überwiegend nach Afrika und Amerika, Charterflüge können aber an ganz unterschiedlichen Flughäfen auftauchen. Wenn du einen solchen Zufallstreffer suchst, setz Martinair auf deine Beobachtungsliste und lass dich überraschen.
Gute Chancen auf Martinair, wenn …
- du in Schiphol spottest und vorher nach MPH-Flügen gefiltert hast
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
- du mehrere Stunden einplanst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt PH-MPS im Martinair-Design suchst
- du auf einen Charterflug an einem anderen Flughafen hoffst
Eher kein Martinair-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Frachtcharter auf die Jumbos wartest
Sicherheit und Regeln
Frachtbereiche sind Sicherheitszonen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Jede KLM-Cargo-747 als KLM notieren – viele davon fliegen mit Martinair-Crew und tragen „Operated by Martinair“.
- Nach KLM statt MPH suchen – auf dem Tracker läuft Martinair unter ihrem eigenen ICAO-Code.
- BCF und ERF verwechseln – das lange Oberdeck verrät den umgebauten Ex-Passagierjet.
- Cargolux-747 mit Martinair verwechseln – andere Bemalung, anderes Kennzeichen (LX-… statt PH-…).
- Alte MD-11-Fotos als aktuelle Flotte führen – die MD-11 ist seit Juli 2016 nicht mehr bei Martinair im Einsatz.
- Martinair als Ferienflieger einordnen – Passagiere fliegen seit Oktober 2011 nicht mehr mit.
Jumbo-Sichtungen teilen
Poste deine Martinair-Sichtung mit Foto, Kennzeichen und Spot, plan mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht an der Polderbaan und tausch dich mit anderen Frachtfans in der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Martinair ist klein, aber für Jumbo-Fans eine Pflichtadresse: vier Boeing 747-400-Frachter, eine Heimatbasis in Schiphol und eine Geschichte, die vom Charterflieger über DC-10 und MD-11 bis zum reinen Frachtbetrieb reicht. Wer auf den ICAO-Code MPH, den Schriftzug „Operated by Martinair“ und die Form des Oberdecks achtet, ordnet jede Sichtung sicher zu. Und weil der A350F als Nachfolger bereits bestellt ist, gilt: Sichere dir die Martinair-Jumbos, solange sie noch fliegen.
Kurzfazit
Martinair (IATA MP, ICAO MPH) ist die Frachtairline von Air France-KLM mit Basis Amsterdam-Schiphol. Die Flotte besteht aus vier Boeing 747-400-Frachtern, nur PH-MPS trägt noch das eigene Design; als Nachfolger ist der Airbus A350F bestellt.
Zusammenfassung
- Eine 747 mit „Operated by Martinair“ ist eine KLM-Cargo-Maschine mit Martinair-Crew – auf dem Tracker hilft der ICAO-Code MPH.
- PH-MPS ist das letzte Flugzeug im Martinair-Design und damit die begehrteste Sichtung der Airline.
- Schiphol ist der Ort, an dem du Martinair sicher siehst; Frachtflüge führen vor allem nach Afrika und Amerika.
- Die 747-400-Frachter sind Auslaufmodelle – wer sie noch im Logbuch haben will, wartet besser nicht zu lange.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Martinair?
Martinair nutzt den IATA-Code MP und den ICAO-Code MPH. Das Rufzeichen im Funk lautet „MARTINAIR“.
Fliegt Martinair noch Passagiere?
Nein. Martinair hat den Passagierverkehr 2011 eingestellt. Der letzte Passagierflug war am 31. Oktober 2011 ein Rundflug über die Niederlande mit einer Boeing 767-300ER. Einen Teil der Strecken übernahm KLM, Martinair konzentriert sich seitdem ganz auf Fracht.
Welche Flugzeuge fliegt Martinair?
Stand 2025/2026 besteht die Flotte aus vier Boeing 747-400-Frachtern: einer umgebauten 747-400BCF (PH-MPS) und drei werksneu gebauten 747-400ERF. Als Nachfolger hat Air France-KLM Airbus A350F bestellt.
Warum sehen manche Martinair-Jumbos aus wie KLM?
Die drei 747-400ERF tragen die Bemalung von KLM Cargo, werden aber von Martinair-Crews geflogen. Ein kleiner Schriftzug „Operated by Martinair“ verrät das. Nur die 747-400BCF PH-MPS fliegt im eigenen Martinair-Design.
Gehört Martinair zu KLM?
Ja. KLM ist seit Ende 2008 alleinige Eigentümerin, nachdem die EU-Kommission die vollständige Übernahme freigegeben hatte. Damit gehört Martinair zur Gruppe Air France-KLM.
Wann hat Martinair die MD-11 ausgemustert?
Die letzte MD-11 von Martinair, PH-MCP, wurde am 8. Juli 2016 mit einem Überflug über Schiphol-Oost verabschiedet und anschließend in die USA überführt. Martinair war übrigens Erstkunde der Convertible-Version der MD-11.
Wo kann ich Martinair spotten?
Am sichersten am Flughafen Amsterdam-Schiphol, der Heimatbasis. Weil die Flotte nur vier Maschinen umfasst, lohnt ein Blick auf den Flugtracker: Such nach MPH, um zu sehen, welcher Frachter gerade unterwegs ist.
Wofür steht BCF und ERF bei der 747?
BCF steht für Boeing Converted Freighter, also ein umgebautes Passagierflugzeug. ERF bedeutet Extended Range Freighter, ein ab Werk gebauter Frachter mit höherem Abfluggewicht. Äußerlich unterscheidest du sie am Oberdeck: Der Umbau behält das lange Oberdeck der Passagierversion.
Martinair im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-11
Drei Triebwerke, Winglets und ein Triebwerk mitten im Seitenleitwerk: Die MD-11 war der letzte große Trijet und fliegt heute fast nur noch als Frachter. So erkennst du sie, so grenzt du sie von der DC-10 ab und so stehen deine Chancen nach dem Grounding 2025.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas DC-10
Zwei Triebwerke unter den Flügeln, das dritte mitten im Seitenleitwerk: Die DC-10 war einer der ersten Großraumjets und flog auch für Lufthansa und Condor. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst du sie.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypBoeing 747-8
Der letzte Jumbo: Die 747-8 ist die längste und modernste Version der Boeing 747. So erkennst du Passagierversion und Frachter und grenzt sie von der 747-400 ab.
Weitere Airlines
KLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
RegionalKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
Low-CostTransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
FrachtCargolux
Europas große Nurfracht-Airline aus Luxemburg: eine reine Flotte aus Boeing 747-400F und 747-8F, Erstkunde der 747-8F, Basis am Flughafen Luxemburg und eine Tochter in Mailand.
FrachtLufthansa Cargo
Die Frachttochter der Lufthansa Group: Boeing-777F-Flotte mit Basis Frankfurt, ICAO-Code GEC aus German-Cargo-Zeiten, dazu Beiladefracht in den Passagierjets des Konzerns und die Beteiligung an AeroLogic.
CharterAtlas Air
Die US-Frachtairline, die für andere fliegt: Atlas Air betreibt die größte Flotte von Boeing-747-Frachtern, fliegt im Auftrag von Kunden wie DHL und Amazon, steuert Boeings Dreamlifter und hat die letzte jemals gebaute 747 übernommen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
Wo du Martinair vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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