Das Wichtigste in Kürze
- Die 737-700 ist die kompakte 737 Next Generation: 33,6 m lang, typisch 126 Sitze in zwei Klassen, maximal 149.
- Schnellster Erkennungsweg: Zähl die Notausstiege über dem Flügel. Einer pro Seite spricht für die -700, zwei meist für die -800 – dichter bestuhlte -700 können allerdings ebenfalls zwei haben.
- Erstkunde war Southwest Airlines, die das Programm 1993 anstieß und bis heute der mit Abstand größte Betreiber ist.
- Auf ihrem Rumpf basieren Sonderversionen wie der Business-Jet BBJ, der Marinetransporter C-40 und das Frühwarnflugzeug E-7 Wedgetail.
- Im Flugplan und in Tracking-Apps erscheint der Typ als B737 – nicht verwechseln mit B738 für die -800.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 737-700?
- 2.Geschichte: von Southwest in die Welt
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.737-700, 737-800 oder 737 MAX?
- 5.737-700 oder Airbus A319?
- 6.Wo du die 737-700 antriffst
- 7.Spotting-Tipps: wo die 737-700 vor die Linse kommt
- 8.Fototipps speziell für die 737-700
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 737 Next Generation (737-600, -700, -800, -900) |
| ICAO-Typcode | B737 |
| Erstflug | 9. Februar 1997 |
| Erstauslieferung | Dezember 1997 an Southwest Airlines |
| Triebwerke | 2 × CFM International CFM56-7B |
| Länge | 33,6 m |
| Spannweite | 34,3 m, mit Winglets rund 35,8 m |
| Höhe | rund 12,5 m |
| Sitzplätze | typisch 126 in zwei Klassen, maximal 149 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | rund 5.570 km mit 126 Passagieren |
| Max. Startgewicht | 70,1 t |
| Abgeleitete Versionen | 737-700C, 737-700ER, BBJ, C-40 Clipper, E-7 Wedgetail |
| Nachfolger | Boeing 737 MAX 7 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Typische 737-Nase, spitzer als bei Airbus, mit der bekannten Anordnung der Cockpitfenster
- Sichtbar kurzer, gedrungener Rumpf – rund sechs Meter kürzer als die 737-800
- Meist nur ein Notausstieg pro Seite über dem Flügel; die 737-800 hat zwei
- Triebwerksgondeln vom Typ CFM56-7B mit unten abgeflachtem Einlauf, glatte Hinterkante ohne Zacken
- Rückenflosse (Dorsal Fin) vor dem Seitenleitwerk und tiefe Position über dem Boden
- Hauptfahrwerk ohne äußere Klappen – im Überflug siehst du die Räder im Rumpf
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine 737 rollt zur Piste, die spitze Nase und die abgeflachten Triebwerke kennst du von Ryanair, aber irgendetwas wirkt kürzer und gedrungener: Gut möglich, dass du gerade eine Boeing 737-700 vor dir hast. Lange war sie an europäischen Flughäfen Alltag, inzwischen ist sie hier eine Rarität geworden. Auf dieser Seite erfährst du, wie du sie sicher von 737-800, 737 MAX und Airbus A319 unterscheidest, welche Sonderversionen auf ihr basieren und wo du sie im deutschsprachigen Raum und in der Nachbarschaft noch vor die Linse bekommst.
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Was ist die Boeing 737-700?
Die 737-700 ist das Basismodell der dritten 737-Generation, der sogenannten Next Generation (NG). Zur Familie gehören außerdem die kleinere 737-600 sowie die gestreckten Versionen 737-800 und 737-900ER. Die -700 löste in den Flotten vieler Airlines die 737-300 ab und tritt in derselben Größenklasse an wie die Airbus A319.
Mit 33,6 Metern Länge ist sie ein kompakter Schmalrumpfjet. In einer typischen Zwei-Klassen-Bestuhlung finden 126 Fluggäste Platz, in reiner Economy-Auslegung bis zu 149. Laut Herstellerdaten kommt die Standardversion rund 5.570 Kilometer weit mit voller Zwei-Klassen-Kabine – das reicht für Strecken quer durch Europa oder vom Nordwesten der USA bis an die Ostküste.
Gegenüber den älteren 737-Classic-Modellen hat Boeing bei der NG vor allem den Flügel neu konstruiert: Er ist rund ein Viertel größer, die Spannweite wuchs um knapp fünf Meter, und die Tanks fassen deutlich mehr Treibstoff. Dazu kamen ein überarbeitetes Leitwerk, ein Glascockpit und die neue Triebwerksgeneration CFM56-7B. Andere Triebwerke gibt es für die -700 nicht. Viele Maschinen haben später Winglets erhalten, mit denen die Spannweite auf rund 35,8 Meter wächst. Mehr zum Hersteller liest du im Porträt von Boeing.
Geschichte: von Southwest in die Welt
Der Startschuss für die Next Generation fiel im November 1993, als Southwest Airlines 63 Maschinen der 737-700 bestellte. Die Billigairline aus Texas flog damals ausschließlich 737 und wollte mit der neuen Generation sparsamer und weiter fliegen, ohne ihr Ein-Typ-Prinzip aufzugeben.
Am 8. Dezember 1996 rollte die erste 737-700 in Renton aus der Halle, am 9. Februar 1997 folgte der Erstflug. Im Dezember 1997 übernahm Southwest die erste Serienmaschine. Damit war die -700 das erste NG-Mitglied im Liniendienst; die 737-800 kam wenige Monate später dazu.
In Europa fand die -700 vor allem bei Ferien- und Billigfliegern Abnehmer. In Deutschland flogen unter anderem Air Berlin, Germania und Hamburg International den Typ, alle drei gibt es heute nicht mehr. TUIfly betrieb ebenfalls über Jahre 737-700, setzt aber inzwischen nur noch größere 737 ein. Nach dem Ende der Produktion standen für die -700 gut 1.100 ausgelieferte Verkehrsflugzeuge in den Büchern, dazu kommen die Sonderversionen.
Die Sonderversionen auf Basis der -700
Kaum eine Variante der 737 hat so viele Ableger hervorgebracht wie die -700:
- BBJ (Boeing Business Jet): Die Geschäftsreise- und Regierungsversion verbindet den -700-Rumpf mit Flügeln und Fahrwerk der -800 und hat Zusatztanks. Die erste BBJ wurde im August 1998 vorgestellt. Ein bekanntes Beispiel in Europa ist die niederländische Regierungsmaschine PH-GOV, eine 737-700 BBJ.
- 737-700C und C-40 Clipper: Eine Kombiversion mit großem Frachttor auf der linken Seite, in der sich Sitze gegen Fracht tauschen lassen. Erstkunde war die US Navy, die sie als C-40A Clipper nutzt.
- 737-700ER: Eine Langstreckenversion mit Zusatztanks, gestartet 2006 mit All Nippon Airways als Erstkunde.
- E-7 Wedgetail (737-700W): Ein Frühwarn- und Leitflugzeug mit großem Radarbalken auf dem Rumpfrücken, unter anderem in Australien, Südkorea und der Türkei im Einsatz.
Gerade die BBJ und die Militärversionen sind für Spotter interessant, weil sie fernab vom Linienverkehr auftauchen. Wie du solche Maschinen planst, erklären die Beiträge Businessjets spotten und Regierungsflugzeuge spotten.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Alle 737 der Next Generation sehen von vorn nahezu gleich aus. Den Unterschied machen Länge, Ausstiege und Triebwerke.
Proportionen ansehen
Die -700 wirkt kurz und stämmig, der Flügel sitzt optisch fast in der Rumpfmitte. Bei der -800 und erst recht bei der -900ER ragt der Rumpf weit vor und hinter den Flügel.
Notausstiege zählen
Über dem Flügel hat die 737-700 in der Regel nur eine Notausstiegstür pro Seite, die -800 zwei. Einzelne dicht bestuhlte -700 haben ebenfalls zwei – dann hilft der Blick auf die Länge. Am Rumpf erkennst du sie als kleine, rechteckige Umrisse zwischen den Fenstern.
Triebwerke prüfen
Glatte Gondelhinterkanten und ein vergleichsweise kleiner Durchmesser zeigen dir die CFM56-7B der Next Generation. Gezackte Hinterkanten und dicke Gondeln gehören zur 737 MAX.
Diese Kombination grenzt in den allermeisten Fällen sicher ein. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ – damit schlägst du die Maschine in jeder Datenbank nach. Wie du Kennzeichen liest und was die Länderpräfixe bedeuten, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp: B737 ist nicht „irgendeine 737“
In Tracking-Apps steht B737 ausschließlich für die -700. Die -800 läuft als B738, die MAX 8 als B38M. Wer nach B737 filtert, findet also genau die Variante, die du suchst. Mehr zu den Kürzeln liest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
737-700, 737-800 oder 737 MAX?
Innerhalb der 737-Familie lauern die meisten Verwechslungen. Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
| Merkmal | 737-700 | 737-800 | 737 MAX 8 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B737 | B738 | B38M |
| Länge | 33,6 m | 39,5 m | 39,5 m |
| Notausstiege über dem Flügel (pro Seite) | meist 1 | 2 | 2 |
| Triebwerk | CFM56-7B | CFM56-7B | CFM LEAP-1B |
| Gondelhinterkante | glatt | glatt | gezackt |
| Flügelspitze | ohne, Blended oder Split Scimitar Winglet | ohne, Blended oder Split Scimitar Winglet | gegabelte AT-Winglets |
Die Tabelle zeigt: Gegen die 737-800 entscheiden Länge und Ausstiege, gegen die 737 MAX 8 die Triebwerke und Flügelspitzen. Die direkte Nachfolgerin der -700 ist die 737 MAX 7, deren Zulassung sich über Jahre hingezogen hat. Sie ist etwas länger als die -700 und trägt ebenfalls die großen LEAP-1B-Triebwerke – wenn du also eine kurze 737 mit dicken, gezackten Gondeln siehst, ist es keine -700.
Seltener begegnet dir die 737-600, das kleinste NG-Mitglied. Sie wurde nur in kleiner Stückzahl gebaut und ist sichtbar noch kürzer. Und dann gibt es noch die alte 737-300 aus der Classic-Generation, die fast genauso lang ist wie die -700. Sie hat aber deutlich kürzere Flügel und ältere CFM56-3-Triebwerke; in Europa ist sie im Passagierverkehr kaum noch anzutreffen.
737-700 oder Airbus A319?
Die A319 ist die direkte Konkurrentin – fast gleich lang, ebenfalls mit einem Notausstieg pro Seite. Hier hilft die Herstellerfrage weiter, nicht die Länge.
Schnellbestimmung: kurzer Schmalrumpfjet
Boeing 737-700
Spitze Nase, abgeflachte Einläufe, Rückenflosse und ein kurzer Rumpf sind das typische -700-Bild. Zähl zur Sicherheit die Notausstiege: einer pro Seite bestätigt den Verdacht.
Airbus A319
Rundere Nase, runde Triebwerke und ein Rumpf, der höher über dem Boden steht, deuten auf die kleine Airbus-Schwester. Die Details findest du auf der Seite zur A319.
Boeing 737 MAX
Große Triebwerke mit gezackter Hinterkante gehören zur MAX-Generation. Bei kurzem Rumpf kommt die MAX 7 infrage, sonst MAX 8 oder MAX 9.
Boeing 737-800
Ein langer Rumpf mit zwei Notausstiegen pro Seite spricht für die -800, die häufigste 737 an europäischen Flughäfen.
Die Grundregeln zur Unterscheidung beider Hersteller findest du im Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden. Wer gerade erst anfängt, bekommt mit Flugzeugtypen erkennen für Anfänger einen guten Überblick.
Wo du die 737-700 antriffst
Weltweit ist die 737-700 vor allem mit Southwest Airlines verbunden. Die Airline betreibt bis heute die größte Flotte, baut sie aber ab: Laut ihrem Geschäftsbericht für 2025 hat sie in jenem Jahr 48 ihrer ältesten -700 ausgemustert und ersetzt den Typ nach und nach durch die 737 MAX. In Nordamerika hatten außerdem WestJet und United Airlines zuletzt noch -700 in der Flotte – wie lange noch, hängt auch davon ab, wann die MAX 7 ausgeliefert wird.
In Europa ist die Lage deutlich dünner. Transavia hat ihre letzte 737-700 im Dezember 2024 ausgeflottet, TUI fly Belgium folgte im Dezember 2025 mit OO-JAR, der letzten -700 im TUI-Konzern. Die bekannteste europäische Betreiberin ist damit KLM: Sie hatte zuletzt nur noch eine kleine Zahl von 737-700 für den Europaverkehr ab Amsterdam in der Flotte und stellt ihre Kurzstreckenflotte Schritt für Schritt auf die A320neo-Familie um. Ob einzelne Maschinen noch fliegen, prüfst du am besten aktuell. KLM gehört zur Gruppe Air France-KLM und zur Allianz SkyTeam.
Dazu kommen die Business- und Regierungsjets. BBJs auf -700-Basis landen regelmäßig an Flughäfen mit viel Geschäftsreise- und Diplomatenverkehr. Sie tragen oft schlichte Lackierungen und sind für Sammler besonders reizvoll.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Amsterdam Schiphol | mittel | Heimatbasis der verbliebenen KLM-737-700 |
| Deutsche Flughäfen mit KLM-Verbindungen | niedrig bis mittel | Einzelne KLM-Umläufe, aktuellen Einsatz prüfen |
| Genf, Zürich | niedrig, aber lohnend | BBJ und Regierungsflüge bei Konferenzen und Gipfeln |
| Ferienflughäfen | niedrig | Europäische Charterflotten haben die -700 weitgehend ersetzt |
Die -700 verschwindet aus Europa
Stand Oktober 2026 schrumpfen die europäischen 737-700-Flotten weiter. Welche Strecken der Typ noch fliegt, verschiebt sich mit jedem Flugplanwechsel. Prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode B737.
Wie du solche Flüge live verfolgst und was ADS-B-Daten dir verraten, zeigt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Warum Raritäten wie diese den Reiz des Hobbys ausmachen, liest du in Seltene Flugzeuge spotten.
Letzte 737-700 nicht verpassen
Setz die 737-700 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps: wo die 737-700 vor die Linse kommt
Wer die -700 mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen will, fährt nach Amsterdam. Die Spotterplaats an der Polderbaan am Flughafen Schiphol ist einer der bekanntesten Spots Europas. Ob dort gerade gelandet oder gestartet wird, hängt von der Betriebsrichtung ab – Schiphol wechselt seine Pisten je nach Wind häufig.
In Deutschland bleibt es eher Glückssache. Am Flughafen Hamburg bietet der Affenfelsen gute Sicht auf Landungen, in Düsseldorf die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf. Beide Flughäfen sind mit Amsterdam verbunden; welcher Flugzeugtyp den jeweiligen Umlauf fliegt, entscheidet sich aber oft kurzfristig.
Für BBJs sind die Schweizer Flughäfen eine gute Adresse. Die Aussichtsterrasse in Genf und die Zuschauerterrasse B in Zürich liegen nah am Geschehen, und bei internationalen Konferenzen tauchen dort regelmäßig Regierungs- und Geschäftsreisejets auf.
Für jeden Standort gilt: Die Betriebsrichtung entscheidet, ob du Landungen oder Starts vor dir hast. Wie du sie vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Standpunkt erlaubt ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für deine 737-700-Session?
- Ich habe einen Flug mit dem Typcode B737 im Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Wunschzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich weiß, worauf ich achte: Länge, Notausstiege, Triebwerke.
Fototipps speziell für die 737-700
Die 737-700 ist ein Typ, den du jetzt bewusst sammeln kannst, bevor er aus Europa verschwindet. Ein paar Punkte helfen dir dabei.
Seitenprofil zeigen
Die Länge ist das wichtigste Merkmal. Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen oder kurz vor dem Aufsetzen macht die kompakten Proportionen und den einzelnen Notausstieg sichtbar.
Brennweite anpassen
Mit 33,6 Metern ist die -700 kleiner als die gewohnte -800. Am Zaun oder auf der Terrasse brauchst du deshalb etwas mehr Brennweite für ein formatfüllendes Bild.
Flügelspitzen festhalten
Ohne Winglets, mit Blended Winglets oder mit Split Scimitar? Das Detail macht deine Sammlung aussagekräftiger und hilft später beim Bestimmen.
Unterseite im Überflug
Wer unter der Anfluglinie steht, sieht die offenen Radschächte des Hauptfahrwerks – ein typisches 737-Detail, das auf Airbus-Bildern fehlt.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Objektive sinnvoll sind, steht in Objektiv und Brennweite fürs Planespotting, welche Kamera-Einstellungen sich bewähren, in Kamera-Einstellungen fürs Planespotting.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 737-700, wenn …
- der Rumpf kurz und kompakt wirkt
- du bei kurzem Rumpf nur einen Notausstieg pro Seite über dem Flügel siehst
- die Triebwerke unten abgeflacht sind und eine glatte Hinterkante haben
- im Tracking-Dienst B737 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine eine schlichte, fast weiße Lackierung trägt – dann kann es eine BBJ sein
- du ein großes Frachttor vorn links siehst – dann ist es eine 737-700C oder C-40
- du sie nur frontal im Anflug siehst und die Länge schwer einschätzen kannst
Es ist keine 737-700, wenn …
- du zwei Notausstiege pro Seite zählst und der Rumpf lang ist – dann ist es meist eine 737-800
- die Triebwerke groß sind und gezackte Hinterkanten haben – dann ist es eine 737 MAX
- die Nase rundlich ist und die Triebwerke kreisrund – dann bist du bei der A319
- ein großer Radarbalken auf dem Rücken sitzt – dann hast du eine E-7 Wedgetail erwischt
Neben der 737-Familie und der A319 wird die -700 gelegentlich mit größeren Regionaljets wie der Embraer E195 oder der Airbus A220-300 verwechselt. Beide haben aber eine ganz andere Nase, und die A220 trägt im Verhältnis zum Rumpf auffällig große Triebwerke.
Fazit
Die 737-700 ist die kompakte Schwester der allgegenwärtigen -800 und lange ein vertrauter Anblick gewesen. Wer einmal auf Länge und Notausstiege achtet, erkennt sie schnell. Spannend ist sie heute, weil sie in Europa zur Rarität wird: Transavia und TUI fly Belgium haben sie bereits ausgeflottet, KLM stellt um. Dazu kommen BBJs, C-40 und Wedgetails, die den Typ auch abseits des Linienverkehrs interessant machen.
Kurzfazit
Kurzer Rumpf, ein Notausstieg pro Seite und glatte CFM56-Triebwerke: Das ist die 737-700. Such sie gezielt über den Typcode B737, vor allem rund um Amsterdam und bei Business-Jets in Genf und Zürich – solange die letzten Maschinen noch in Europa fliegen.
Zusammenfassung
- Die 737-700 flog erstmals im Februar 1997 und ging im Dezember 1997 an den Erstkunden Southwest Airlines.
- In Europa ist sie selten geworden: Transavia und TUI fly Belgium haben ihre letzten -700 ausgeflottet, bei KLM sind zuletzt nur noch wenige Exemplare verblieben.
- Kurzer Rumpf, ein Notausstieg pro Seite und glatte CFM56-Triebwerke trennen sie von 737-800, 737 MAX und A319.
- Wer sie gezielt sucht, filtert nach dem Code B737 und hält auch nach Business-Jets und Regierungsmaschinen Ausschau.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 737-700?
Die 737-700 läuft unter B737. Die größere -800 hat B738, die -900 B739. Achtung: B737 bezeichnet nicht die ganze 737-Familie, sondern genau diese Variante. In Tracking-Diensten filterst du damit gezielt nach -700-Flügen.
Wie unterscheide ich die 737-700 von der 737-800?
Am einfachsten über Länge und Notausstiege: Die -700 hat in der Regel einen Notausstieg pro Seite über dem Flügel, die -800 zwei. Einige -700 mit sehr dichter Bestuhlung haben allerdings ebenfalls zwei, deshalb zählt die Länge mit. Dazu ist die -800 mit 39,5 m rund sechs Meter länger. Die -700 wirkt dadurch kurz und kompakt, der Flügel sitzt optisch fast in der Rumpfmitte.
Wie unterscheide ich die 737-700 von der Airbus A319?
Beide sind fast gleich lang und haben meist einen Notausstieg pro Seite über dem Flügel. Den Unterschied machen Nase, Triebwerke und Heck: Die 737 hat eine spitzere Nase, unten abgeflachte Triebwerkseinläufe und eine Rückenflosse vor dem Leitwerk. Außerdem steht sie tiefer über dem Boden, und im Überflug siehst du die offenen Radschächte.
Was ist der Nachfolger der 737-700?
Die 737 MAX 7. Ihre Zulassung hat sich über Jahre hingezogen. Du erkennst die MAX an den größeren LEAP-1B-Triebwerken mit gezackten Gondelhinterkanten und den gegabelten Flügelspitzen.
Was ist eine BBJ?
Die Boeing Business Jet, kurz BBJ (später auch BBJ1), ist die Geschäftsreise- und Regierungsversion auf Basis der 737-700. Sie kombiniert den kurzen Rumpf mit verstärkten Flügeln und Fahrwerk der -800 und hat Zusatztanks für mehr Reichweite. Die erste BBJ wurde im August 1998 vorgestellt.
Wo sehe ich in Deutschland noch eine 737-700?
Am ehesten bei KLM-Flügen aus Amsterdam, solange die Airline ihre letzten -700 noch einsetzt, sowie bei Business-Jets in BBJ-Ausführung. Deutsche Airlines betreiben den Typ nicht mehr im Linienverkehr. Welche Maschine gerade wohin fliegt, prüfst du am besten aktuell im Flugplan oder per Tracking-App.
Welche Triebwerke hat die 737-700?
Ausschließlich das CFM International CFM56-7B, je nach Version mit rund 89 bis 116 kN Schub. Eine Alternative von einem anderen Hersteller gab es für die 737 Next Generation nicht.
Boeing 737-700 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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AllianzSkyTeam
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FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Wo du die Boeing 737-700 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
SpotterhügelAffenfelsen am Flughafen Hamburg
Der bekannteste Spotterpunkt am Hamburger Flughafen: Vom Affenfelsen an der Holtkoppel schaust du ohne Leiter über den Zaun auf die Piste 15/33 – mit Kiosk-Café direkt nebenan und der Sonne am Vormittag im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseAussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
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