Das Wichtigste in Kürze
- Virgin Atlantic ist eine britische Langstrecken-Airline mit Sitz in Crawley und Drehkreuz London-Heathrow.
- Codes: IATA VS, ICAO VIR, Rufzeichen „VIRGIN“.
- Seit März 2023 ist Virgin Atlantic Mitglied von SkyTeam; Delta Air Lines hält 49 Prozent, die Virgin Group 51 Prozent.
- Die Flotte besteht nur aus Großraumjets: A330-900, A350-1000 und 787-9, die älteren A330-300 werden bis 2028 ersetzt.
- Erkennungszeichen: rotes Leitwerk, violetter Schriftzug und eine Figur mit Union Flag am Bug.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Virgin Atlantic im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: nur Großraumjets
- 4.Abschied von den Vierstrahlern
- 5.A330-900, A350-1000 oder 787-9? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Virgin Atlantic erkennst
- 7.Virgin Atlantic in SkyTeam und im Joint Venture
- 8.Wo du Virgin Atlantic spotten kannst
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | VS |
|---|---|
| ICAO-Code | VIR |
| Rufzeichen | VIRGIN |
| Drehkreuze | LHR, MAN |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit reinem Langstreckenverkehr, vor allem über den Atlantik |
| Sitz | Crawley, West Sussex, England |
| Gegründet | 1984; erster Flug am 22. Juni 1984 von London-Gatwick nach Newark |
| Drehkreuze | London-Heathrow (LHR), dazu Manchester (MAN) als zweite Basis |
| Eigentümer | Virgin Group (51 %) und Delta Air Lines (49 %) |
| Allianz | SkyTeam, Mitglied seit 2. März 2023 |
| Flotte (Stand 2026) | Rund 43 Großraumflugzeuge: Airbus A330-900, Airbus A350-1000, Boeing 787-9 und auslaufende A330-300 |
| Flottenziel 2028 | 45 Flugzeuge: 19 A330-900, 12 A350-1000 und 14 787-9 (laut Virgin Atlantic) |
| Kennzeichen | Britische Registrierung mit G-, meist in der Form G-V… |
| Markenzeichen | Rotes Leitwerk, violetter „virgin atlantic“-Schriftzug und Figur am Bug |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Virgin Atlantic?
- Weißer Rumpf mit rotem Leitwerk und roten Triebwerksverkleidungen
- Großer Schriftzug „virgin atlantic“ in Violett und Rot am vorderen Rumpf
- Figur am Bug: die Flying Lady mit Union Flag, auf der A350-1000 stattdessen eine der „Flying Icons“
- Fast jedes Flugzeug trägt einen Eigennamen, oft weiblich und mit Wortspiel
- Britisches Kennzeichen, meist mit G-V am Anfang, zum Beispiel G-VEII
- Nur Großraumflugzeuge: Eine Virgin-Atlantic-Maschine ist immer zweistrahlig und zweigängig
Rotes Leitwerk, violetter Schriftzug, eine Figur mit Union Flag am Bug: Virgin Atlantic gehört zu den Airlines, die du schon aus großer Entfernung erkennst. Gleichzeitig ist sie für Spotter aus dem deutschsprachigen Raum eine Rarität, denn im regulären Flugplan nach Deutschland taucht sie nicht auf. Wer sie im Logbuch haben will, muss meist nach London oder Manchester. Diese Seite zeigt dir, was hinter der Marke steckt, wie die Flotte aussieht und wie du die Maschinen sauber zuordnest.
Jede Lady einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Virgin-Atlantic-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Virgin Atlantic im Überblick
Virgin Atlantic ist eine britische Netzwerk-Airline, die sich ganz auf die Langstrecke konzentriert. Der Sitz liegt in Crawley südlich von London, das wichtigste Drehkreuz ist London-Heathrow. Manchester dient als zweite Basis, vor allem für Flüge in die USA und in die Karibik.
Die Geschichte beginnt 1984. Das Projekt startete als British Atlantic Airways, bevor die Virgin Group von Richard Branson einstieg und die Airline unter dem Namen Virgin bekannt wurde. Am 22. Juni 1984 hob der erste Flug von London-Gatwick nach Newark ab – mit einer geleasten Boeing 747 mit dem Kennzeichen G-VIRG und dem Namen „Maiden Voyager“. Schon dieses erste Flugzeug zeigt zwei Traditionen, die bis heute gelten: das G-V am Anfang des Kennzeichens und einen weiblichen Eigennamen.
Heute gehört Virgin Atlantic zu 51 Prozent der Virgin Group und zu 49 Prozent Delta Air Lines. Delta hat seinen Anteil 2013 von Singapore Airlines übernommen. Am 2. März 2023 trat Virgin Atlantic der Allianz SkyTeam bei.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code VS: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und im Flugplan der Airline.
- ICAO-Code VIR: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen VIRGIN: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Als SkyTeam-Mitglied und Partner im Nordatlantik-Joint-Venture mit Delta, Air France und KLM taucht der Code VS auch auf Flügen dieser Airlines auf. Auf dem Tracker gilt deshalb dasselbe wie bei jeder Airline: Der ICAO-Code verrät, wer wirklich fliegt. Steht dort VIR, sitzt eine Virgin-Crew im Cockpit. Den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer, die Systematik der Codes findest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Kennzeichen als Wortspiel
Virgin Atlantic wählt Kennzeichen gern so, dass die letzten Buchstaben ein Wort oder eine Anspielung ergeben. G-VIRG beim ersten Flug ist das bekannteste Beispiel, G-VEII für eine A330-900 ein jüngeres. Wie britische Kennzeichen aufgebaut sind, liest du unter Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die Flotte: nur Großraumjets
Virgin Atlantic betreibt keine Kurzstreckenflugzeuge. Jede Maschine ist ein zweistrahliger Großraumjet mit zwei Gängen in der Kabine. Laut einer Flottenübersicht vom Februar 2026 umfasste die Flotte 43 Flugzeuge; die Zahlen pro Typ ändern sich durch laufende Auslieferungen und Ausmusterungen aber fast monatlich.
| Typ | Anfang 2026 | Ziel 2028 | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A330-900 | 8 | 19 | wachsender Kern der Flotte | Erste Maschine im Oktober 2022 übernommen, weitere bestellt |
| Airbus A350-1000 | 12 | 12 | Flaggschiff auf großen Strecken | Seit August 2019, Bug mit „Flying Icons“ |
| Boeing 787-9 | 17 | 14 | Langstrecke ab London und Manchester | Seit Oktober 2014; zwei gehen 2027 an LOT |
| Airbus A330-300 | 6 | 0 | wird schrittweise ausgemustert | Seit 2011 im Einsatz, Ausmusterung läuft seit 2024 |
Die Airbus A330-900 ist der Typ, der in den nächsten Jahren am stärksten wächst. Im Juli 2024 bestellte Virgin Atlantic sieben weitere Exemplare direkt bei Airbus, die ab 2027 kommen. Laut Airline ist die neo rund 13 Prozent sparsamer als die A330-300, die sie ersetzt.
Die A350-1000 ist der größte Typ der Flotte und kam ab 2019 hinzu. Bei der Boeing 787-9 – gebaut von Boeing – setzt Virgin Atlantic auf eine leicht kleinere Flotte: Bis 2028 sinkt die Zahl der 787-9 von 17 auf 14; zwei Maschinen gehen laut Branchenberichten 2027 an LOT Polish Airlines. Spannend für Spotter: Alle drei modernen Typen fliegen mit Triebwerken von Rolls-Royce.
Die letzte A330-300 erwischen
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Abschied von den Vierstrahlern
Wer länger spottet, verbindet Virgin Atlantic mit der Boeing 747-400 und den langen Airbus A340-600. Beide Typen sind Geschichte: Die letzte A340 verließ die Flotte im März 2020, die Ausmusterung der 747 wurde in der Corona-Krise vorgezogen. Seitdem fliegt Virgin Atlantic ausschließlich zweistrahlig. Fotos aus der Vierstrahler-Zeit sind heute begehrte Archivbilder – mehr zur Geschichte des Jumbos findest du im Artikel zur Boeing 747.
A330-900, A350-1000 oder 787-9? So unterscheidest du sie
Weil alle Virgin-Atlantic-Flugzeuge dieselbe Bemalung tragen, hilft dir die Lackierung beim Typ nicht weiter. Achte auf diese Details:
Cockpitfenster ansehen
Dunkel umrandete Fenster wie eine „Maske“? Dann ist es fast sicher die A350-1000.
Flügelspitzen prüfen
Lang ausgezogene, nach hinten gebogene Spitzen ohne Winglet sprechen für die 787-9. Nach oben stehende Sharklets gehören zur A330-900, stark gekrümmte Spitzen zur A350.
Triebwerke vergleichen
Gezackte Hinterkanten an den Verkleidungen hat die 787. Bei der A330 verrät die Triebwerksgröße, ob es die neue -900 oder die ältere -300 ist.
Mit dem Tracker abgleichen
A339, A35K und B789 sind die ICAO-Typcodes, die du auf dem Tracker für die drei Typen siehst.
Das spricht für die A330-900
- Sharklets, die deutlich nach oben ragen
- Große, runde Triebwerke ohne gezackte Hinterkante
- Klassisches Airbus-Cockpit mit hellen Fensterrahmen
Das spricht für die A330-300
- Kleinere, schmalere Winglets
- Sichtbar kleinere Triebwerke
- Auf dem Tracker als A333 geführt
Der Vergleich zwischen den Herstellern lohnt sich auch allgemein: Der Guide Airbus und Boeing unterscheiden erklärt die typischen Merkmale an Cockpit, Heck und Fahrwerk.
Woran du Virgin Atlantic erkennst
Die aktuelle Grundbemalung stammt aus dem Jahr 2010: weißer Rumpf, rotes Leitwerk, rote Triebwerke, dazu der große Schriftzug „virgin atlantic“ in Violett und Rot. Auch die Spitzen der Winglets sind rot. Damit ist Virgin Atlantic auf jedem Vorfeld schnell zu finden – und sticht gerade in Heathrow neben dem Blau von British Airways besonders heraus.
Das zweite Erkennungszeichen sitzt am Bug. Seit den 1990er-Jahren trägt Virgin Atlantic dort die Flying Lady, eine Pin-up-Figur im Retro-Stil, die eine Union Flag schwenkt. Mit der A350-1000 führte die Airline 2019 eine Neuerung ein: Statt der Lady fliegen dort mehrere „Flying Icons“ – unterschiedliche Figuren, die für das heutige Großbritannien stehen.
Dazu kommen die Eigennamen. Fast jedes Flugzeug hat einen, meist weiblich und oft mit einem Augenzwinkern. Die A330-900 G-VEII trägt zum Beispiel den Namen „Queen of the Skies“, den schon eine frühere Maschine der Airline hatte. Für Spotter macht das jede Sichtung ein bisschen persönlicher: Du notierst nicht nur ein Kennzeichen, sondern eine Maschine mit Geschichte.
Achtung Verwechslung
Bei Sonderbemalungen kann das gewohnte Rot fehlen oder anders gesetzt sein. Virgin Atlantic hat in der Vergangenheit mehrfach Flugzeuge mit Sonderlackierungen versehen, etwa als Dank an die Belegschaft. Wie du solche Motive findest, zeigt der Artikel Special Liveries finden.
Virgin Atlantic in SkyTeam und im Joint Venture
Lange war Virgin Atlantic ein Einzelgänger ohne Allianz. Das änderte sich mit der engen Bindung an Delta: Auf dem Nordatlantik arbeitet Virgin Atlantic mit Delta, Air France und KLM in einem gemeinsamen Joint Venture, und seit März 2023 ist die Airline Vollmitglied von SkyTeam. Für Spotter hat das einen praktischen Effekt: In Heathrow siehst du Virgin Atlantic oft neben Delta-Maschinen, und Verbindungen von Deutschland aus laufen über Partner-Drehkreuze wie Amsterdam-Schiphol oder Paris-Charles de Gaulle. Wie die drei großen Allianzen sich unterscheiden, liest du unter Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
Der Gegenpol in London ist British Airways aus der oneworld-Allianz und der International Airlines Group. Viele Strecken über den Atlantik bedienen beide Airlines parallel – ein guter Grund, in Heathrow beide Farbwelten im Sucher zu haben.
Wo du Virgin Atlantic spotten kannst
Da Virgin Atlantic im regulären Flugplan keine deutschen Ziele bedient, lohnt sich eine Spottingreise. Die beiden Basen bieten dir dafür gute Möglichkeiten.
Gute Chancen auf Virgin Atlantic, wenn …
- du in London-Heathrow spottest, etwa an der Myrtle Avenue im Anflug von Osten
- du in Manchester am Runway Visitor Park stehst und der USA- oder Karibikverkehr läuft
- du die Ankunftswelle am Morgen nutzt, wenn viele Nachtflüge aus Nordamerika landen
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt eine A330-300 suchst – der Typ verschwindet bis 2028
- du auf eine Ausnahme wie eine Umleitung oder einen Sonderflug in Deutschland hoffst
Eher kein Virgin-Tag, wenn …
- du an einem deutschen, österreichischen oder Schweizer Flughafen auf Linienverkehr wartest
In Heathrow hängt viel von der Betriebsrichtung ab, weil die Pisten im Wechsel für Landungen und Starts genutzt werden. Bevor du losziehst, lohnt ein Blick in den Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Für das richtige Licht hilft dir der Artikel zum Sonnenstand am Fotospot. Und wenn du eine größere Tour planst, findest du weitere Ziele unter die besten Spotting-Spots Europas.
Sicherheit und Regeln
Auch in Großbritannien gilt: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, respektiere Zäune und Absperrungen und lass Drohnen in Flughafennähe zu Hause. Allgemeine Hinweise findest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Virgin Atlantic mit anderen Virgin-Airlines gleichsetzen – der Markenname wird auch anderswo genutzt; Virgin Atlantic erkennst du sicher am Code VS bzw. VIR.
- Jede A330 für eine A330-900 halten – die ältere A330-300 fliegt noch, erkennbar an kleineren Triebwerken und Winglets.
- Die 787-9 mit einer A330 verwechseln – fehlende Winglets und gezackte Triebwerksverkleidungen verraten den Dreamliner.
- Virgin Atlantic in die oneworld-Allianz stecken – das ist British Airways; Virgin Atlantic gehört zu SkyTeam.
- Eine 747 von Virgin Atlantic erwarten – die Jumbos sind ausgemustert, heute fliegen nur Zweistrahler.
- Den Eigennamen als Typbezeichnung notieren – Name und Kennzeichen gehören in separate Felder, damit die Sichtung später eindeutig bleibt.
Virgin Atlantic im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder Special Liveries, plane mit dem Sonnenstand-Planer deinen Spot in Heathrow und teile deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot in der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Virgin Atlantic ist klein, aber unverwechselbar. Rund 43 Großraumjets, ein rotes Leitwerk, eine Figur am Bug und ein Eigenname für fast jede Maschine machen die Airline zu einem der dankbarsten Motive in London. Wer Typ, Kennzeichen und Namen sauber notiert, hat nach einem Tag in Heathrow oder Manchester schnell einen guten Teil der Flotte beisammen – und erlebt nebenbei den Umbau zur A330-900-Flotte mit.
Kurzfazit
Virgin Atlantic (IATA VS, ICAO VIR) ist eine britische Langstrecken-Airline in SkyTeam mit Drehkreuz Heathrow. Die Flotte besteht nur aus A330, A350-1000 und 787-9 – spotten kannst du sie vor allem in London und Manchester.
Zusammenfassung
- Virgin Atlantic erkennst du am roten Leitwerk, am violett-roten Schriftzug und an der Figur am Bug – kaum eine Airline ist auf dem Vorfeld so schnell zuzuordnen.
- Die Flotte ist klein und rein auf Langstrecke ausgelegt. Die spannende Spotter-Frage ist deshalb, welcher der vier Typen gerade kommt und welchen Namen die Maschine trägt.
- Die besten Chancen hast du in London-Heathrow und Manchester; im deutschen Linienverkehr spielt Virgin Atlantic keine Rolle.
- Bis 2028 baut die Airline um: Die A330-300 verschwinden, die A330-900 wird zum häufigsten Typ, die 787-Flotte schrumpft leicht.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Virgin Atlantic?
Der IATA-Code von Virgin Atlantic ist VS, der ICAO-Code VIR. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „VIRGIN“. Auf Flugtrackern siehst du meist VIR plus Flugnummer, auf der Anzeigetafel dagegen VS.
Gehört Virgin Atlantic zu einer Allianz?
Ja. Virgin Atlantic ist seit dem 2. März 2023 Mitglied von SkyTeam, derselben Allianz, zu der auch Delta, Air France und KLM gehören. Mit diesen drei Airlines arbeitet Virgin Atlantic zudem in einem Joint Venture auf dem Nordatlantik zusammen.
Welche Flugzeuge fliegt Virgin Atlantic?
Ausschließlich Großraumflugzeuge. Anfang 2026 bestand die Flotte aus rund 43 Maschinen: Airbus A330-900, Airbus A350-1000, Boeing 787-9 und einige ältere A330-300, die schrittweise ausgemustert werden. Als Flottenziel für 2028 nennt die Airline 19 A330-900, 12 A350-1000 und 14 787-9.
Fliegt Virgin Atlantic noch die Boeing 747?
Nein. Die Boeing 747-400 war jahrzehntelang das Aushängeschild der Airline, ihre Ausmusterung wurde aber in der Corona-Krise vorgezogen. Auch die vierstrahligen Airbus A340 sind seit 2020 Geschichte. Heute fliegt Virgin Atlantic nur noch zweistrahlige Jets.
Wem gehört Virgin Atlantic?
Die Virgin Group von Richard Branson hält 51 Prozent, Delta Air Lines 49 Prozent. Delta übernahm seinen Anteil 2013 von Singapore Airlines. Die Kennzeichen sind britisch, der Sitz liegt in Crawley südlich von London.
Fliegt Virgin Atlantic nach Deutschland?
Im regulären Flugplan spielt Deutschland bei Virgin Atlantic keine Rolle – die Airline fliegt von London-Heathrow und Manchester vor allem nach Nordamerika, in die Karibik, nach Afrika und Asien. Wer Virgin Atlantic sehen will, plant am besten eine Tour nach London oder Manchester. Prüf den aktuellen Flugplan, falls du auf eine Ausnahme hoffst.
Was bedeuten die Figuren am Bug?
Die bekannteste ist die Flying Lady, eine Pin-up-Figur im Retro-Stil mit Union Flag. Auf der A350-1000 hat Virgin Atlantic sie 2019 durch mehrere „Flying Icons“ ersetzt – verschiedene Figuren, die für das moderne Großbritannien stehen. Für Spotter ist die Bugfigur ein schöner Zusatz beim Sortieren.
Wie unterscheide ich A330-900, A350-1000 und 787-9?
Die A350-1000 hat die markant dunkel umrandeten Cockpitfenster und stark gebogene Flügelspitzen. Die 787-9 hat keine Winglets, sondern lang auslaufende, nach hinten gezogene Flügelspitzen und gezackte Triebwerksverkleidungen. Die A330-900 erkennst du an den nach oben gebogenen Sharklets und den großen Triebwerken.
Virgin Atlantic im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
FlugzeugtypAirbus A340-600
Über 75 Meter lang, vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk mit vier Rädern: Die A340-600 ist der längste Airbus, der je gebaut wurde. Im Oktober 2026 verabschiedet Lufthansa den Typ – so erkennst du ihn und wo du ihn noch findest.
Weitere Airlines
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
NetzwerkKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Wo du Virgin Atlantic vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Myrtle Avenue am Flughafen London Heathrow
Am Ende einer ruhigen Wohnstraße in Hatton liegt eine Wiese direkt unter dem Endanflug auf die Piste 27L. Hier ziehen A380, 777 und A350 so tief über dich hinweg wie kaum irgendwo sonst in Europa – vorausgesetzt, du kennst den Runway-Wechsel von Heathrow.
BesucherparkRunway Visitor Park am Flughafen Manchester
Großbritanniens bekanntester Besucherpark für Flugzeugfans: Im Runway Visitor Park stehst du auf einem erhöhten Aussichtsbereich wenige Hundert Meter neben der Piste 05L/23R – und hast zwischen den Startwellen eine Concorde, einen Nimrod und eine Trident zum Anfassen.
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