Boeing 777-200ER

Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.

Auch bekannt als: 777-200IGW · 772 · Triple Seven · 777-200 Extended Range

USABoeingGroßraumflugzeugeICAO-Typcode: B77211 Min. Lesezeit

B772

ICAO-Typcode

1996

Erstflug

63,7 m

Länge

422

ausgeliefert

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 777-200ER ist die Langstreckenversion der ersten 777-Generation: Erstflug 1996, erste Auslieferung 1997 an British Airways, 422 Exemplare gebaut.
  • Schnellster Erkennungsweg: sechs Räder pro Fahrwerksbein, kurzer Rumpf und Flügelspitzen ohne schräge Verlängerung.
  • Kein eigener Typcode: Sie läuft wie die Basis-777-200 unter B772 – die Variante klärst du über das Kennzeichen.
  • Drei Triebwerksfamilien: GE90, PW4000 oder Trent 800 – das macht die Flotte optisch abwechslungsreicher als bei der 777-300ER.
  • Im DACH-Raum ist Austrian Airlines in Wien die wichtigste Adresse; die Airline erneuert ihre Langstrecke mit der 787-9, auf längere Sicht auch zulasten der 777.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 777-200ER?
  2. 2.Drei Triebwerke, ein Flugzeug
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.777-200ER, 777-200LR oder 777-300ER?
  5. 5.777-200ER oder Airbus? Die Konkurrenz im Vergleich
  6. 6.Wer fliegt die 777-200ER?
  7. 7.Wo du die 777-200ER antriffst
  8. 8.Fototipps speziell für die 777-200ER
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
FamilieBoeing 777, erste Generation (777-200, 777-200ER, 777-300)
ICAO- / IATA-TypcodeB772 / 772 (gemeinsam mit der 777-200)
Ursprüngliche Bezeichnung777-200IGW (Increased Gross Weight)
Erstflug7. Oktober 1996
Zulassung17. Januar 1997 (FAA und JAA)
Erste Auslieferung6. Februar 1997 an British Airways
Triebwerke2 × GE90, Pratt & Whitney PW4000 oder Rolls-Royce Trent 800 (je nach Kunde)
Länge63,7 m
Spannweite60,9 m
Höherund 18,5 m
Rumpfdurchmesser außenrund 6,2 m
Max. Abfluggewichtrund 297,6 t
Reichweiterund 13.080 km (7.065 nm)
Sitzplätzetypisch rund 300 in drei Klassen, je nach Airline deutlich mehr
WirbelschleppenkategorieHeavy (H)
Auslieferungen422 an 33 Kunden, Produktion abgeschlossen

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Großer Zweistrahler mit Hauptfahrwerk aus je sechs Rädern pro Bein – typisch für die 777-Familie
  • Kurze, klassisch abgeschlossene Flügelspitzen ohne schräg nach hinten gezogene Verlängerung (keine Raked Wingtips)
  • Deutlich kürzerer, kompakterer Rumpf als bei der 777-300ER – rund zehn Meter Unterschied
  • Messerförmig flaches Heckende (Blade Tail Cone) wie bei allen 777
  • Triebwerke je nach Airline von GE, Pratt & Whitney oder Rolls-Royce – die Gondeln unterscheiden sich sichtbar
  • Von außen praktisch identisch mit der seltenen Basis-777-200 – Gewissheit bringt nur das Kennzeichen

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein großer Zweistrahler mit sechs Rädern pro Fahrwerksbein schwebt ein, wirkt aber kompakter als die üblichen Langstrecken-Riesen, und die Flügel enden ohne schräge Verlängerung: Gut möglich, dass du gerade eine Boeing 777-200ER siehst. Die Version gehört zur ersten 777-Generation, wird seit 2013 nicht mehr gebaut und verschwindet nach und nach aus den Flotten. Hier erfährst du, wie du sie von 777-300ER, 777-200LR und der Airbus-Konkurrenz trennst und wo du sie noch erwischst.

B772 im Hangar abhaken

Mit Planetrack hältst du jede 777-200ER-Sichtung mit Kennzeichen, Airline und Spot fest und sammelst den Typ in deinem Hangar. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Boeing 777-200ER?

Die 777-200ER ist die Langstreckenversion der ersten 777-Generation. Die Basis-777-200 war Mitte der 1990er-Jahre vor allem für mittlere Distanzen gedacht, etwa für Inlandsstrecken in den USA oder dichte Verbindungen in Asien. Für echte Interkontinentalflüge fehlten ihr Tankvolumen und Abfluggewicht. Genau hier setzte die neue Version an, die zunächst 777-200IGW hieß – „Increased Gross Weight“, also erhöhtes Abfluggewicht. Erst später setzte sich die Marketingbezeichnung ER für „Extended Range“ durch.

Der Erstflug fand am 7. Oktober 1996 statt, am 17. Januar 1997 erhielt der Typ die Zulassungen der US-Behörde FAA und der damaligen europäischen JAA. Die erste Maschine ging am 6. Februar 1997 an British Airways, die sie wenige Tage später in den Liniendienst brachte. Mit einem maximalen Abfluggewicht von knapp 298 Tonnen und einer Herstellerreichweite von rund 13.080 Kilometern wurde die -200ER schnell zum Standard-Langstreckenjet vieler Airlines.

Technisch steht sie für einen Generationswechsel bei Boeing: Die 777 war das erste Verkehrsflugzeug des Herstellers mit Fly-by-Wire-Steuerung. Zudem erhielt die 777 schon zum Betriebsstart eine Freigabe für Langstrecken-Überwasserflüge mit zwei Triebwerken (ETOPS-180), was sie für Atlantik- und Pazifikrouten sofort interessant machte. Bis zum Produktionsende 2013 lieferte Boeing 422 Exemplare an 33 Kunden aus. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Boeing.

B772ICAO-Typcode – geteilt mit der Basis-777-200
63,7 mLänge – rund zehn Meter kürzer als die 777-300ER
3Triebwerksfamilien: GE90, PW4000, Trent 800

Drei Triebwerke, ein Flugzeug

Anders als bei der späteren 777-300ER, die ausschließlich mit dem GE90-115B fliegt, hatten die Kunden der -200ER die Wahl. Angeboten wurden das General Electric GE90, das Pratt & Whitney PW4000 und das Rolls-Royce Trent 800. Die Airlines entschieden nach Wartungsnetz, Flottengleichheit und Preis – deshalb sieht eine 777-200ER bei British Airways unter Umständen anders aus als bei einer US-Airline.

Für Spotter ist das ein zusätzliches Puzzleteil. Die GE90-Gondeln sind sehr groß und kreisrund, oft mit gut lesbarem GE-Schriftzug. Die Gondeln von Pratt & Whitney und Rolls-Royce wirken etwas schlanker. Wer sich näher mit den Triebwerken beschäftigt, kann daran oft schon die Herkunft einer Maschine eingrenzen. Wichtig ist aber: Das Triebwerk sagt dir nicht, ob du eine -200 oder eine -200ER vor dir hast. Beide Varianten gab es mit allen drei Herstellern. Hintergründe zu einem der drei Anbieter liefert die Seite zu Rolls-Royce.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Du brauchst kein Datenblatt, um eine 777-200ER einzuordnen. Drei Beobachtungen genügen, und sie funktionieren im Anflug genauso wie beim Rollen.

Räder zählen

Sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein in drei Achsen hintereinander zeigen dir: Das ist eine 777 – oder eine A350-1000. A330, A350-900, 767 und 787 fahren mit vier Rädern pro Bein.

Flügelspitzen ansehen

Die erste 777-Generation hat kurze Flügelspitzen ohne Winglet und ohne schräge Verlängerung. Laufen die Spitzen lang und schräg nach hinten aus, hast du eine 777 der zweiten Generation vor dir.

Rumpflänge abschätzen

Die -200ER wirkt gedrungen, vor und hinter den Tragflächen ist deutlich weniger Rumpf zu sehen als bei der langen 777-300ER. Wer beide schon gesehen hat, erkennt den Unterschied auf Anhieb.

Damit bist du schnell bei „777-200 oder 777-200ER“. Den letzten Schritt kann dir das Auge nicht abnehmen, denn beide Versionen sehen außen gleich aus. Hier hilft nur das Kennzeichen: In Flottendatenbanken ist die genaue Variante hinterlegt. Wie Kennzeichen aufgebaut sind und was dir das Länderpräfix verrät, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Erst Fahrwerk, dann Flügelspitzen: Sechs Räder plus kurze Spitzen grenzen die Auswahl auf die erste 777-Generation ein. Wirkt der Rumpf dazu kompakt, ist es eine -200 oder -200ER – in Europa meist die ER-Version.

777-200ER, 777-200LR oder 777-300ER?

Innerhalb der 777-Familie passieren die meisten Verwechslungen. Die Tabelle zeigt, worauf es ankommt.

Merkmal 777-200ER 777-200LR 777-300ER
ICAO-Typcode B772 B77L B77W
Generation erste zweite zweite
Flügelspitzen kurz, ohne Verlängerung schräg gezogen (Raked Wingtips) schräg gezogen (Raked Wingtips)
Triebwerke GE90, PW4000 oder Trent 800 nur GE90 nur GE90-115B
Länge 63,7 m wie -200ER 73,9 m
Spannweite 60,9 m länger durch Raked Wingtips 64,8 m

Die wichtigste Lehre daraus: Die Rumpflänge trennt -200 von -300, die Flügelspitzen trennen erste von zweiter Generation. Die 777-200LR ist im Alltag selten; sie sieht aus wie eine -200ER mit den langen Flügelspitzen der 300ER. Auch die 777F basiert auf dem kurzen Rumpf und trägt Raked Wingtips – zusätzlich fehlen ihr die Passagierfenster. Ganz anders die neue 777-9 mit ihrem riesigen Flügel und den klappbaren Spitzen; mit ihr verwechselst du die -200ER kaum.

777-200ER oder Airbus? Die Konkurrenz im Vergleich

Im Anflug kann eine 777-200ER auch mit anderen Großraum-Twins verwechselt werden. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: kompakter Großraum-Twin

Drei Fragen, eine Einschätzung. Kennzeichen und Typcode bleiben die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 777-200ER

Sechsrad-Fahrwerk, kurze Flügelspitzen und ein kompakter Rumpf: Das ist die erste 777-Generation in der kurzen Version. Prüf das Kennzeichen, um -200 und -200ER zu trennen.

Möglich

Eine 777 der zweiten Generation

Schräg gezogene Flügelspitzen sprechen für 777-300ER, 777-200LR oder 777F. Ist der Rumpf sehr lang, ist es meist die 777-300ER mit dem Code B77W.

Eher nicht

Wahrscheinlich ein Airbus oder eine 787

Vier Räder pro Bein, Winglets oder geschwungene Spitzen deuten auf A330, A350-900 oder Boeing 787. Achte auf Cockpit-Maske und Triebwerkshinterkanten.

Die Airbus A330-300 ist ähnlich lang, hat aber ein Vierrad-Fahrwerk und deutlich sichtbare Winglets. Die Airbus A350-900 erkennst du an der schwarzen Cockpit-Maske und den weich nach oben gebogenen Flügelspitzen. Die Boeing 787-9, die bei vielen Airlines die 777-200ER ablöst, hat gezackte Triebwerkshinterkanten und stark nach oben gebogene Flügel im Flug. Und die Boeing 767-300ER ist schmaler und kleiner, mit vier Rädern pro Bein. Wie du Airbus und Boeing grundsätzlich auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.

Wer fliegt die 777-200ER?

Erstkunde war British Airways, und die britische Airline zählt seit jeher zu den bekanntesten Betreibern. Weitere große Namen der 777-200ER-Geschichte sind unter anderem Air France, KLM, United Airlines, American Airlines und Singapore Airlines. Viele Airlines haben ihre Maschinen in den vergangenen Jahren bereits ausgemustert oder ersetzen sie gerade durch 787 und A350. Wie viele Exemplare bei einer bestimmten Airline noch fliegen, schwankt deshalb – prüf es vor einer gezielten Tour.

Im deutschsprachigen Raum ist Austrian Airlines die zentrale Adresse. Die Geschichte der rot-weiß-roten 777 reicht bis zur früheren Tochter Lauda Air zurück, deren Maschinen später in die Austrian-Flotte übergingen; die Kennzeichen beginnen mit OE-LP. Die Flotte umfasst sechs 777-200ER. Inzwischen übernimmt Austrian Boeing 787-9; als Erstes scheiden die 767 aus, die 777 werden auf längere Sicht ebenfalls ersetzt. Austrian gehört zur Lufthansa Group und zur Star Alliance.

Letzte Chancen nutzen

Wenn eine Airline einen Typ ausflottet, verschwinden die Maschinen oft schneller als gedacht. Wer eine Austrian-777 noch in Wien fotografieren will, sollte das zeitnah einplanen und den aktuellen Einsatz im Tracking nach dem Typcode B772 prüfen.

Ein Stück Luftfahrtgeschichte gehört ebenfalls zur -200ER: Der erste Totalverlust einer 777 überhaupt betraf eine 777-200ER von British Airways, die im Januar 2008 nach Schubverlust an beiden Triebwerken kurz vor der Landebahn in London-Heathrow aufsetzte. Alle Menschen an Bord überlebten. Als Ursache ermittelten die Unfallermittler Eis im Treibstoff, das den Kraftstoff-Öl-Wärmetauscher der Triebwerke blockierte; Rolls-Royce änderte daraufhin dieses Bauteil.

Wo du die 777-200ER antriffst

Die 777-200ER ist ein Langstreckenjet, dein Revier sind also große Drehkreuze. Im DACH-Raum steht der Flughafen Wien an erster Stelle, solange Austrian den Typ noch einsetzt. Am Flughafen Frankfurt kommen ausländische Langstrecken-Airlines mit dem Typ an, welche genau, ändert sich mit dem Flugplan. Für einen Ausflug lohnen sich außerdem die Heimatflughäfen der europäischen Betreiber.

Ort Trefferchance Warum
Wien hoch, langfristig sinkend Austrian setzt ihre 777-200ER weiter ein, die 787-9 übernimmt nach und nach
London-Heathrow hoch Basis des Erstkunden British Airways, dazu US-Airlines
Amsterdam-Schiphol mittel KLM-Drehkreuz mit Langstrecken-777
Paris-Charles de Gaulle mittel Air-France-Drehkreuz mit großer 777-Flotte
Frankfurt mittel bis niedrig Einzelne Fremd-Airlines, Fluggerät wechselt häufig

In Wien bieten dir der Spotterhügel und die Besucherterrasse gute Blicke auf rollende und landende Langstreckenjets. In London ist die Myrtle Avenue am Flughafen Heathrow ein Klassiker für Anflugbilder aus nächster Nähe. Rund um den Flughafen Schiphol ist der Spotterplaats an der Polderbaan eine bewährte Anlaufstelle, und am Flughafen Paris-Charles de Gaulle triffst du auf die Air-France-Langstreckenflotte.

Wie du Flüge live verfolgst und den Typcode in den Daten findest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Was es mit den Codes B772 oder 772 auf sich hat, steht im Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Keine 777-200ER mehr verpassen

Leg in Planetrack Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines an und lass dich benachrichtigen, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Fototipps speziell für die 777-200ER

Die -200ER ist kompakter als die 300ER, aber immer noch ein großes Flugzeug mit 61 Metern Spannweite. Diese vier Punkte helfen dir beim Bild.

Flügelspitzen sichtbar lassen

Die kurzen Spitzen sind das Merkmal, das die erste Generation verrät. Schneide sie nicht ab, sonst kann man die Maschine auf dem Foto kaum von einer 200LR unterscheiden.

Triebwerk in Szene setzen

Eine Dreiviertelansicht von vorn zeigt die Gondel in voller Größe. Bei der -200ER lohnt sich das doppelt, weil du so auch den Triebwerkshersteller dokumentierst.

Fahrwerk im Endanflug

Die Sechsrad-Bogies sind das typische 777-Detail. Fotografiere im Endanflug von schräg unten, dann sind alle drei Achsen gut zu sehen.

Licht im Rücken

Flaches Licht am Morgen oder Abend bringt Rumpf und Lackierung zur Geltung. Plane vorab, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht.

Wann das Licht an deinem Spot passt, erfährst du im Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. In welche Richtung gerade gelandet wird, hängt vom Wind ab – mehr dazu im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Welches Objektiv für große Jets sinnvoll ist, klärt der Artikel zur Brennweite beim Planespotting.

Auslaufmodelle sauber dokumentieren

Bei einem Typ, der aus den Flotten verschwindet, ist jede Sichtung ein kleines Zeitdokument. Mit Planetrack postest du sie mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und baust dir im Hangar deine 777-Sammlung auf. Die App startet bald – über die Warteliste bekommst du frühen Zugang.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die 777-200ER, wenn …

  • du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein siehst
  • die Flügel kurz und ohne Verlängerung enden
  • der Rumpf kompakt wirkt
  • im Tracking der Typcode B772 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • B772 angezeigt wird – das kann auch eine Basis-777-200 sein
  • du die Flügelspitzen nur von vorn oder im Gegenlicht siehst
  • die Maschine keine Fenster hat – dann ist es eine 777F

Es ist keine 777-200ER, wenn …

  • du vier Räder pro Fahrwerksbein zählst (A330, A350-900, 767, 787)
  • die Flügelspitzen lang und schräg nach hinten gezogen sind
  • der Rumpf auffallend lang ist und B77W im Tracking steht
  • du vier Triebwerke siehst – dann bist du bei der A380 oder der Boeing 747-8

Bist du sicher, dass es eine 777-200ER war?

Hak ab, was du an deiner Sichtung beobachtet hast.

  • Ich habe zwei Triebwerke unter den Tragflächen gesehen.
  • Das Hauptfahrwerk hatte sechs Räder pro Bein.
  • Die Flügelspitzen waren kurz und ohne schräge Verlängerung.
  • Der Rumpf wirkte kompakter als bei einer 777-300ER.
  • Im Tracking stand B772, und das Kennzeichen bestätigt die ER-Version.

Wenn du Typen gerade erst systematisch lernst, hilft dir der Einstieg Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Fazit

Die 777-200ER hat die 777 zum Langstreckenflugzeug gemacht und prägte über zwei Jahrzehnte die Interkontinentalflotten von British Airways bis Austrian. Erkennen kannst du sie an drei Dingen: sechs Rädern pro Fahrwerksbein, kurzen Flügelspitzen und einem kompakten Rumpf. Den letzten Schritt zur Variante macht das Kennzeichen, weil -200 und -200ER denselben Typcode teilen. Da die Produktion seit 2013 beendet ist und die Ausflottung läuft, lohnt es sich, jede Sichtung festzuhalten.

Kurzfazit

Sechs Räder pro Bein, kurze Flügelspitzen ohne Verlängerung, kompakter Rumpf: Das ist die 777-200ER. Wer sie gezielt sucht, filtert nach B772, prüft das Kennzeichen und plant Wien, Heathrow, Schiphol oder Paris ein – solange die Flotten noch fliegen.

Zusammenfassung

  • Die 777-200ER machte die 777 zum echten Langstreckenjet und war über Jahre das Rückgrat vieler Interkontinentalflotten.
  • Für die Bestimmung reichen Fahrwerk, Flügelspitzen und Rumpflänge; den Rest erledigen Kennzeichen und Typcode B772.
  • Die Produktion ist seit 2013 beendet, viele Maschinen sind über 20 Jahre alt – Sichtungen werden seltener und damit wertvoller.
  • Wer gezielt sucht, plant Wien, London-Heathrow, Amsterdam oder Paris ein und prüft das Fluggerät vorab im Tracking.

Häufige Fragen

Was bedeutet „ER“ bei der 777-200ER?

ER steht für Extended Range, also erweiterte Reichweite. Ursprünglich hieß die Version 777-200IGW für „Increased Gross Weight“, weil sie vor allem ein höheres Abfluggewicht und mehr Treibstoff mitnehmen darf als die Basis-777-200. Daraus ergibt sich eine Reichweite von rund 13.000 Kilometern.

Welchen ICAO-Typcode hat die 777-200ER?

Die 777-200ER hat keinen eigenen Code. Sie läuft wie die Basis-777-200 unter B772, der IATA-Code lautet 772. Die längere 777-300ER hat dagegen B77W, die 777-200LR den Code B77L.

Wie unterscheide ich 777-200ER und 777-300ER?

Am Rumpf und an den Flügelspitzen: Die -300ER ist rund zehn Meter länger und hat schräg nach hinten gezogene Flügelspitzen. Die -200ER wirkt kompakter, ihre Flügel enden kurz und ohne diese Verlängerung. Außerdem fliegt die -300ER nur mit GE90-Triebwerken, die -200ER auch mit Pratt & Whitney oder Rolls-Royce.

Wie unterscheide ich 777-200ER und 777-200LR?

Beide haben die gleiche Rumpflänge. Die 777-200LR trägt aber die Raked Wingtips der zweiten Generation und fliegt ausschließlich mit GE90-Triebwerken. Siehst du kurze Flügelspitzen ohne Verlängerung, ist es eine -200ER oder eine Basis-777-200.

Kann ich 777-200 und 777-200ER von außen unterscheiden?

Praktisch nicht. Die Unterschiede liegen in Gewicht, Tankvolumen und Struktur, nicht in der Außenform. Da beide unter B772 laufen, hilft nur das Kennzeichen: Schlag es in einer Flottendatenbank nach, dort ist die genaue Variante vermerkt.

Welche Triebwerke hat die 777-200ER?

Die Kunden konnten zwischen General Electric GE90, Pratt & Whitney PW4000 und Rolls-Royce Trent 800 wählen. Welche Version eine Maschine hat, hängt also von der Airline ab, für die sie gebaut wurde.

Wird die 777-200ER noch gebaut?

Nein. Boeing hat insgesamt 422 Exemplare an 33 Kunden ausgeliefert, die letzten im Jahr 2013. Ihre Rolle übernehmen bei vielen Airlines heute vor allem 787 und A350.

Wo sehe ich eine 777-200ER im deutschsprachigen Raum?

Am ehesten in Wien, wo Austrian Airlines den Typ seit vielen Jahren auf der Langstrecke einsetzt. Austrian modernisiert ihre Langstrecke mit der 787-9; zuerst verlassen die 767 die Flotte, die 777 folgen auf längere Sicht – wie viele Maschinen gerade fliegen, prüfst du am besten aktuell. Dazu kommen ausländische Airlines, die mit dem Typ große Drehkreuze wie Frankfurt anfliegen.

Boeing 777-200ER sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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