Das Wichtigste in Kürze
- IATA PMO, ICAO LICJ: zweitgrößter Flughafen Siziliens nach Catania, 2025 mit rund 9,22 Millionen Passagieren auf Rekordniveau.
- Zwei Bahnen, ein Grund: Die Hauptbahn 07/25 misst 3.326 Meter, die kürzere 02/20 hilft bei starkem Seitenwind wie dem Schirokko.
- Benannt nach Falcone und Borsellino, den 1992 von der Mafia ermordeten Richtern aus Palermo – im Alltag heißt der Platz oft noch Punta Raisi.
- Low-Cost prägt das Bild: Ryanair, Wizz Air, Volotea, Aeroitalia und DAT haben hier Basen.
- Zwischen Meer und Bergen: Die Lage macht Anflüge anspruchsvoll und Fotos besonders reizvoll.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Von Boccadifalco nach Punta Raisi
- 7.Ein Name mit Gewicht
- 8.Zwei Bahnen wegen eines Windes
- 9.Anflug zwischen Felsen und Wasser
- 10.Low-Cost-Basis im Mittelmeer
- 11.Langstrecke im Sommer
- 12.Rekordzahlen und Ausweichflughafen für Catania
- 13.Anreise: Bahn unter dem Terminal
- 14.Spotten in Palermo: was du wissen solltest
- 15.Palermo im Vergleich
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | PMO |
|---|---|
| ICAO-Code | LICJ |
| Betreiber | GES.A.P. S.p.A. (Gestione Aeroporto Palermo) – Anteilseigner sind öffentliche Träger der Region, darunter Stadt und Großraum Palermo, die Handelskammer und die Gemeinde Cinisi |
| Lage | Am Kap Punta Raisi auf dem Gebiet der Gemeinde Cinisi, rund 35 km westlich der Innenstadt von Palermo, etwa 20 m über dem Meer |
| Start- und Landebahnen | Hauptbahn 07/25 mit 3.326 × 60 m und Querwindbahn 02/20 mit rund 2.070 m Länge, beide asphaltiert und mit ILS ausgestattet |
| Terminal | Ein Passagierterminal mit Fluggastbrücken, eröffnet 1995, seither mehrfach erweitert |
| Flugsicherung | ENAV (Turm und Anflug) |
| Basis-Airlines | Ryanair, Wizz Air, Volotea, Aeroitalia und DAT |
| Verkehr 2025 | Rund 9,22 Mio. Passagiere (Rekord, rund +3,5 % zum Vorjahr), gut 1.500 t Luftfracht |
| Eröffnung | 1960 als Ersatz für den stadtnahen Flugplatz Palermo-Boccadifalco |
| Bahnanschluss | Bahnhof unter dem Terminal, Verbindung über die S-Bahn-artige Stadtbahn (Linie A) nach Palermo Centrale |
| Für Spotter relevant | Dichter Schmalrumpfverkehr der Low-Cost-Airlines, häufige Seitenwind-Situationen und eine spektakuläre Kulisse aus Bergen und Meer |
| Offizielle Website | www.aeroportodipalermo.it |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Palermo aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Palermo
- Eine Seitenwindlandung bei Schirokko erwischt – auf PMO keine Seltenheit
- Einen Start oder eine Landung auf der Querwindbahn 02/20 notiert
- Einen Ryanair-Boeing 737 MAX 8-200 von einem normalen 737-800 unterschieden
- Eine ATR 72 der DAT auf einem Inselflug fotografiert
- Einen Aeroitalia- oder Volotea-Jet an der Basis gesehen
- Einen saisonalen Transatlantikflug im Sommer erwischt, etwa von United oder Neos
- Ein Flugzeug mit der Bergkulisse der Montagna Longa im Hintergrund fotografiert
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert, nicht nur Airline und Typ
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Spektakuläre Kulisse: Berge auf der einen, Meer auf der anderen Seite
- Viel Low-Cost-Verkehr mit fünf stationierten Airlines
- Häufige Seitenwind-Situationen für dynamische Landebilder
- Bahnanschluss direkt unter dem Terminal
- Im Sommer Langstreckenflüge nach Nordamerika
Wo es hakt
- Kaum Großraumflugzeuge außerhalb der Sommersaison
- Keine offizielle Besucherterrasse oder ausgewiesener Spotterplatz bekannt
- Starker Schirokko bringt Hitzeflimmern, Staub und unruhige Luft
- Lage weit außerhalb von Palermo – ohne Auto bist du an die Bahn gebunden
- Flottenbild stark von A320-Familie und Boeing 737 dominiert
Kaum ein Flughafen in Europa liegt so dramatisch wie Palermo. Auf einem schmalen Küstenstreifen bei Cinisi hat das Tyrrhenische Meer auf der einen Seite und eine steile Bergkette auf der anderen Seite Platz für den Flughafen gelassen – mehr nicht. Was im Anflug für Piloten anspruchsvoll ist, ist für dich als Spotter ein Geschenk: Flugzeuge vor Felswänden, glitzerndem Wasser und, an Schirokko-Tagen, schräg in der Luft hängende Jets im Seitenwind. Dazu kommt ein dichter Low-Cost-Betrieb mit gleich fünf stationierten Airlines.
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Von Boccadifalco nach Punta Raisi
Palermos erster Flugplatz lag in Boccadifalco am südwestlichen Stadtrand. Für die aufkommenden Strahlflugzeuge war er ungeeignet: zu kurze Bahn, ringsum Berge. In den 1950er-Jahren fiel deshalb die Entscheidung für einen Neubau, und die Wahl fiel auf das Kap Punta Raisi rund 35 Kilometer westlich der Stadt. Am 2. Januar 1960 landete dort der erste Linienflug, er kam aus Rom-Ciampino.
Die Standortwahl gilt bis heute als einer der umstrittensten Entscheidungen der italienischen Luftfahrtgeschichte. Eine Alternative an der Küste östlich von Palermo war ebenfalls im Gespräch. Spätere Gerichtsverfahren kamen laut italienischer Darstellung zu dem Ergebnis, dass Interessen der örtlichen Mafia bei der Entscheidung für Punta Raisi eine Rolle gespielt hatten. Für den Flugbetrieb blieb ein Platz mit schwierigen Bedingungen: Die Berge stehen dicht am Flughafen, und der heiße, böige Schirokko aus Südosten weht quer zur Hauptbahn.
Boccadifalco gibt es übrigens noch – heute ist er ein ziviler Platz für die allgemeine Luftfahrt und Sitz eines Aeroclubs. Der Linienverkehr läuft vollständig über Punta Raisi.
Ein Name mit Gewicht
Seit den 1990er-Jahren trägt der Flughafen die Namen von Giovanni Falcone und Paolo Borsellino. Die beiden Untersuchungsrichter aus Palermo hatten jahrelang gegen die Cosa Nostra ermittelt und wurden 1992 im Abstand weniger Wochen bei Bombenanschlägen getötet. Der Anschlag auf Falcone geschah auf der Autobahn zwischen Flughafen und Stadt – genau auf der Strecke, die du heute nimmst, wenn du mit dem Auto vom Terminal Richtung Palermo fährst.
Offiziell heißt der Platz Aeroporto Internazionale Falcone Borsellino. Im Alltag, in vielen Flugplänen und unter Spottern ist trotzdem oft einfach von Punta Raisi die Rede. Beide Namen meinen denselben Flughafen mit den Codes PMO und LICJ.
Zwei Bahnen wegen eines Windes
Die Hauptbahn 07/25 ist 3.326 Meter lang und 60 Meter breit. Sie verläuft ungefähr parallel zur Küste und ist für große Muster bis hin zur Boeing 747 ausgelegt. Fast der gesamte Verkehr läuft über sie. Daneben gibt es die rund 2.070 Meter lange Querwindbahn 02/20. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn starker Seitenwind wie der Schirokko den Betrieb auf der Hauptbahn erschwert. Beide Bahnen sind asphaltiert und mit Instrumentenlandesystemen ausgestattet.
| Bahn | Länge | Funktion | Was du dort typischerweise siehst |
|---|---|---|---|
| 07/25 | 3.326 m | Hauptbahn, Normalbetrieb | Nahezu alle Starts und Landungen, von der ATR bis zum Großraumjet |
| 02/20 | rund 2.070 m | Querwindbahn bei starkem Seitenwind | Seltene Bewegungen, vor allem bei kräftigem Schirokko |
| Vorfeld am Terminal | – | Abfertigung mit Fluggastbrücken | Basis-Flugzeuge der Low-Cost-Airlines, Regionalflieger |
Welche Richtung auf der Hauptbahn gerade genutzt wird, entscheidet wie überall der Wind. Wie du die aktive Richtung vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Für Palermo lohnt außerdem ein Blick auf Wetterkarten, um Schirokko-Lagen früh zu erkennen – Tipps dazu stehen im Beitrag zu Windy und anderen Wetterkarten.
Schirokko-Tage gezielt nutzen
Wenn der heiße Südostwind kräftig weht, landen die Jets mit deutlichem Vorhaltewinkel – ideale Bedingungen für dynamische Seitenwindbilder. Wie solche Landungen ablaufen, erklärt der Beitrag zur Seitenwindlandung. Mit Planetrack siehst du Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen auf einen Blick.
Anflug zwischen Felsen und Wasser
Die Bergkette südlich des Flughafens, zu der die Montagna Longa gehört, reicht nah an die Bahn heran. Anflüge verlaufen deshalb auf festgelegten Verfahren, und die Besatzungen müssen bei Wind und schlechter Sicht besonders sorgfältig arbeiten. Zwei schwere Unglücke prägen die Geschichte des Platzes: Am 5. Mai 1972 flog eine Alitalia-DC-8 im Nachtanflug gegen die Montagna Longa, alle 115 Menschen an Bord starben. Am 23. Dezember 1978 stürzte eine Alitalia-DC-9 im Anflug ins Meer; 108 Menschen kamen ums Leben, 21 wurden gerettet.
Seitdem hat sich die Technik grundlegend verändert. Beide Bahnen haben heute Instrumentenlandesysteme, und moderne Anflugverfahren führen die Flugzeuge sicher an den Hindernissen vorbei. Für dich als Spotter bleibt vor allem das Bild: Flugzeuge, die vor einer Felswand ins Bild schweben oder über dem Wasser auf die Bahn zufliegen. Wie ein Instrumentenanflug grundsätzlich funktioniert, liest du im Beitrag zum ILS-Anflug.
Auch in jüngerer Zeit zeigte sich, wie anspruchsvoll das Wetter sein kann. Im September 2010 setzte ein Airbus A319 der inzwischen eingestellten Wind Jet bei einem Gewitter mit Windscherung vor der Bahn 07 auf. Das Flugzeug wurde schwer beschädigt, es gab Leichtverletzte, aber keine Todesopfer.
Low-Cost-Basis im Mittelmeer
Palermo ist kein Umsteigedrehkreuz, sondern ein klassischer Ziel- und Inselflughafen. Das Bild prägen Low-Cost- und Ferienairlines. Basen unterhalten Ryanair, Wizz Air, Volotea, Aeroitalia und die dänische DAT. Hinzu kommen Inlandsflüge von ITA Airways nach Rom und Mailand sowie europäische Gesellschaften wie easyJet, Transavia France und Turkish Airlines.
Für die Flottenbeobachtung heißt das: Du siehst vor allem Schmalrumpfjets. Bei Ryanair sind das die Boeing 737-800 und die neuere 737 MAX 8-200, bei Wizz Air überwiegend die A321neo, bei Volotea Muster wie der A319 und A320. Turboprops wie die ATR 72 tauchen auf Regionalverbindungen auf. Welche Maschinen eine Airline gerade konkret einsetzt, ändert sich mit Flottenplanung und Saison – prüf das im aktuellen Flugplan oder in einer Flugverfolgung.
| Airline-Gruppe | Typisches Flugzeugbild in PMO | Besonderheit |
|---|---|---|
| Ryanair | Boeing 737-800, 737 MAX 8-200 | Größte Basis-Airline, sehr dichter Takt |
| Wizz Air | Airbus A321neo, A320-Familie | Basis mit Verbindungen nach Mittel- und Osteuropa |
| Volotea, Aeroitalia | A319, A320, teils Turboprops | Italienische Inlands- und Europaverbindungen |
| DAT | ATR 72 | Regionalverkehr innerhalb Italiens |
| ITA Airways | A320-Familie | Shuttle nach Rom und Mailand |
| Saisonale Langstrecke | Großraum- und Langstrecken-Schmalrumpfjets | Sommerflüge nach Nordamerika |
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Langstrecke im Sommer
Außerhalb der Hochsaison bekommst du in Palermo kaum Großraumflugzeuge zu sehen. Im Sommer ändert sich das ein Stück weit: Neos bietet saisonal Flüge nach New York-JFK an, und United Airlines fliegt seit Mai 2025 saisonal nach Newark. Schon in den 2000er-Jahren hatte die frühere italienische Ferienairline Eurofly eine New-York-Verbindung angeboten. Solche Saisonstrecken können sich von Jahr zu Jahr ändern – ob sie im aktuellen Flugplan stehen, prüfst du am besten vor der Reise.
Die Hauptbahn wäre für noch größere Flugzeuge geeignet. Laut italienischer Darstellung können am Terminal sogar zwei Boeing 747 gleichzeitig an Fluggastbrücken abgefertigt werden. Im Linienalltag spielt das aber keine Rolle; hier bestimmen die Schmalrumpfjets der Basis-Airlines das Bild.
Rekordzahlen und Ausweichflughafen für Catania
Der Verkehr ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen. Nach dem Einbruch im Pandemiejahr 2020 auf rund 2,7 Millionen Fluggäste stieg die Zahl bis 2025 auf etwa 9,22 Millionen – ein Rekord und ein deutliches Plus gegenüber dem Vorkrisenniveau von rund 7 Millionen im Jahr 2019. Damit ist Palermo nach dem Flughafen Catania der zweitgrößte Flughafen Siziliens. Fracht spielt dagegen kaum eine Rolle: 2025 waren es nur gut 1.500 Tonnen.
Eine besondere Rolle hat Palermo als Ausweichflughafen. Wenn der Ätna Asche ausstößt, muss Catania zeitweise den Betrieb einschränken oder einstellen. Laut Betreiber wurden im Sommer 2026 so mehrere hundert Flüge von Catania nach Palermo umgeleitet. Für Spotter sind solche Tage spannend, weil dann Airlines und Muster auftauchen, die sonst nur auf der Ostseite der Insel landen. Wer im Sommer auf Sizilien ist, sollte die Ätna-Meldungen deshalb im Auge behalten.
Investiert wird ebenfalls: Im Juli 2026 unterzeichneten die GES.A.P. und die italienische Luftfahrtbehörde ENAC einen Programmvertrag mit Investitionen von 68 Millionen Euro. Zuvor hatte der Betreiber bereits das Terminal schrittweise erweitert, etwa mit einer neuen Ankunftshalle 2016 und einem zusätzlichen Check-in-Bereich 2017.
Anreise: Bahn unter dem Terminal
Der Flughafen liegt weit außerhalb, ist aber gut angebunden. Direkt unter dem Terminal befindet sich ein Bahnhof, der seit 2001 in Betrieb ist. Züge der Linie A der Palermoer Stadtbahn fahren von dort zum Hauptbahnhof Palermo Centrale, werktags etwa im Halbstundentakt bis zum späten Abend. Zusätzlich verkehren Busse privater Anbieter in die Innenstadt und in andere Städte Siziliens. Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Autobahn A29 zwischen Palermo und Trapani beziehungsweise Mazara del Vallo.
Für Spotter ist ein Mietwagen trotzdem oft die bessere Wahl. Die Küstenstraßen und Orte rund um den Flughafen, etwa Cinisi und Terrasini, erreichst du mit dem Zug nur umständlich. Allgemeine Tipps zur Anreise findest du im Beitrag Anreise zum Spot.
Wind und Betriebsrichtung prüfen
Die Windrichtung entscheidet, ob auf 07 oder 25 gelandet wird – und ob die Querwindbahn ins Spiel kommt.
Licht einplanen
Sizilianische Sonne ist hart. Morgens und am späten Nachmittag sind Kontraste und Hitzeflimmern deutlich angenehmer.
Basis-Wellen beachten
Die stationierten Low-Cost-Jets starten morgens in dichter Folge und kehren abends zurück. Ein Blick in die Abflugtafel zeigt dir die Spitzen.
Sonnenschutz und Wasser einpacken
Im Sommer wird es an der Küste sehr heiß, Schatten ist rar. Planung schützt Kamera und Kopf.
Kennzeichen mitschreiben
Bei vielen fast identischen 737 und A320 ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber zu unterscheiden.
Spotten in Palermo: was du wissen solltest
Einen offiziellen Besucherpark, eine Aussichtsterrasse oder einen vom Betreiber beworbenen Spotterplatz gibt es in Palermo nach unseren Recherchen nicht. Spotter weichen deshalb auf öffentliche Wege und Straßen rund um das Gelände aus. Welcher Standort sich lohnt, hängt stark von der Betriebsrichtung und vom Sonnenstand ab – und davon, ob du Landungen vor den Bergen oder über dem Wasser im Bild haben willst.
Das Licht ist ein eigenes Thema. Die Hauptbahn verläuft ungefähr in Ost-West-Richtung, die Sonne steht mittags im Süden über den Bergen. Je nachdem, auf welcher Seite der Bahn du stehst, fotografierst du mittags mit der Sonne im Rücken oder dagegen. Mit dem Sonnenstand-Planer von Planetrack siehst du vorab, wann das Licht an deinem Standort passt; die Grundlagen erklärt der Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen. Bei Hitze kommt Flimmern über dem Asphalt dazu – Gegenmittel stehen im Beitrag zu Hitzeflimmern.
Zaun bleibt Zaun
Auch in Italien gelten Absperrungen, Sicherheitsbereiche und Hinweise des Flughafens ausnahmslos – ebenso für Drohnen, die in Flughafennähe tabu sind. Was beim Spotten erlaubt ist, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen; für den Urlaub hilft zusätzlich Planespotting im Urlaub.
Palermo passt zu dir, wenn …
- du Flugzeuge vor einer spektakulären Kulisse aus Bergen und Meer fotografieren willst
- du Seitenwindlandungen bei Schirokko suchst
- du Spotting mit einem Sizilien-Urlaub verbindest
Bedingt geeignet, wenn …
- du ohne Auto unterwegs bist und flexibel Standorte wechseln willst
- du im Hochsommer bei großer Hitze fotografierst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Großraumflugzeuge in großer Zahl sehen willst
- du einen offiziellen, ausgeschilderten Spotterplatz mit Infrastruktur suchst
Palermo im Vergleich
Auf Sizilien ist der Flughafen Catania größer und hat den Ätna als Kulisse, Palermo punktet mit der Lage zwischen Bergen und Meer. Wer eine Mittelmeer-Rundreise plant, kann Palermo mit dem Flughafen Neapel oder dem Flughafen Malta kombinieren – beide liegen ebenfalls dramatisch am Wasser. Für Langstrecke und ITA-Flotte führt in Italien dagegen kein Weg am Flughafen Rom-Fiumicino vorbei.
Wie du eine solche Tour sinnvoll aufbaust und dabei Geld sparst, zeigen die Beiträge Spotting-Urlaub planen und Spotting-Reisen günstig planen. Und wer an Schirokko-Tagen lieber filmt als fotografiert, findet Tipps im Beitrag zu Seitenwindlandungen und Stürmen im Video.
Jeder Spot auf Sizilien zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit Bewertungen und Community-Fotos, Sonnenstand-Planer und Wind am Flughafen in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Palermo ist kein Ort für Großraum-Jäger, aber einer der fotogensten Flughäfen Italiens. Die Lage auf dem schmalen Küstenstreifen von Punta Raisi liefert Kulissen, die du an kaum einem anderen Platz bekommst, und der Schirokko sorgt regelmäßig für Seitenwindlandungen, die Bilder lebendig machen. Mit fünf Basis-Airlines ist zudem fast immer etwas los.
Wie überall entscheiden Wind, Licht und ein Blick in den Flugplan über den Erfolg des Tages. Wer dazu noch die Geschichte des Platzes kennt – vom umstrittenen Standort bis zu den Namensgebern Falcone und Borsellino –, sieht Punta Raisi mit anderen Augen.
Kurzfazit
PMO ist Siziliens zweitgrößter Flughafen mit Rekordverkehr und viel Low-Cost. Die Kulisse aus Bergen und Meer und der Schirokko machen ihn besonders – plane nach Wind und Licht und miete dir am besten ein Auto.
Zusammenfassung
- Palermo ist kein Drehkreuz, sondern ein klassischer Ferien- und Inselflughafen mit sehr viel Schmalrumpfverkehr.
- Die Lage auf dem Küstenstreifen bei Punta Raisi sorgt für eine der schönsten Kulissen Italiens – und für schwierige Windverhältnisse.
- Ryanair und weitere Low-Cost-Airlines stellen den Großteil der Flüge, im Sommer kommen Langstrecken nach Nordamerika dazu.
- Wer Seitenwindlandungen fotografieren will, sollte Schirokko-Tage gezielt ansteuern.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Palermo?
Der IATA-Code ist PMO, der ICAO-Code LICJ. PMO findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LICJ nutzen Flugsicherung und viele Flugverfolgungsdienste.
Warum heißt der Flughafen Falcone-Borsellino?
Er trägt die Namen von Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, zwei Untersuchungsrichtern aus Palermo, die 1992 bei Anschlägen der Mafia getötet wurden. Der ältere Name Punta Raisi stammt vom Kap, an dem der Flughafen liegt, und ist im Alltag weiter verbreitet.
Wie viele Start- und Landebahnen hat Palermo?
Zwei: die Hauptbahn 07/25 mit 3.326 Metern Länge und 60 Metern Breite sowie die kürzere Querwindbahn 02/20 mit rund 2.070 Metern. Die zweite Bahn kommt vor allem bei starkem Seitenwind zum Einsatz, der auf der Hauptbahn den Betrieb erschweren würde.
Wer betreibt den Flughafen Palermo?
Die GES.A.P. S.p.A. mit Sitz am Flughafen. Ihre Anteile liegen bei öffentlichen Trägern der Region, darunter Stadt und Großraum Palermo, die Handelskammer und die Gemeinde Cinisi. Die Flugsicherung übernimmt die staatliche ENAV.
Wie komme ich vom Flughafen nach Palermo?
Unter dem Terminal liegt ein Bahnhof, von dem Züge der Linie A der Stadtbahn nach Palermo Centrale fahren, tagsüber etwa im Halbstundentakt. Daneben gibt es Busse privater Anbieter in die Innenstadt und nach ganz Sizilien sowie Taxis. Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Autobahn A29. Fahrpläne und Preise ändern sich – prüf sie vor der Reise.
Gibt es am Flughafen Palermo eine Besucherterrasse?
Eine offizielle Besucherterrasse oder einen ausgewiesenen Spotterplatz bewirbt der Betreiber nicht. Viele Spotter fotografieren deshalb von öffentlichen Wegen außerhalb des Geländes. Halte dich dabei an Absperrungen und Hinweise und lies vorher den Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.
Fliegen auch Großraumflugzeuge nach Palermo?
Ja, aber nur selten. Die Hauptbahn ist für große Muster bis zur Boeing 747 ausgelegt. Im Sommer kommen saisonale Transatlantikflüge dazu – Neos fliegt saisonal nach New York-JFK, United fliegt seit 2025 saisonal nach Newark. Ob diese Verbindungen im aktuellen Flugplan stehen, prüfst du am besten vorher.
Was hat der Ätna mit Palermo zu tun?
Wenn der Vulkan Asche ausstößt, muss der Flughafen Catania zeitweise schließen. Palermo nimmt dann einen Teil der Flüge auf. Laut Betreiber wurden im Sommer 2026 so mehrere hundert Flüge von Catania nach Palermo umgeleitet – für Spotter ein seltener Mix an Airlines und Mustern.
Sichtungen rund um Flughafen Palermo sammeln
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Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Ryanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
W6 / WZZWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
V7 / VOEVolotea
Die spanische Low-Cost-Airline der Vueling-Gründer: Direktflüge zwischen mittelgroßen Städten in Frankreich, Italien und Spanien, eine reine Flotte aus Airbus A319 und A320 – und der Werksshuttle für Airbus.
XZ / AEZAeroitalia
Junge italienische Airline mit Sitz in Rom: Boeing-737-Flotte, ein paar ATR 72-600, viel Inlandsverkehr zu den Inseln – und ein Namensstreit mit ITA Airways, der Spotter-Logbücher kurz durcheinanderbrachte.
AZ / ITYITA Airways
Italiens Netzwerk-Airline und Nachfolgerin von Alitalia: Drehkreuz Rom-Fiumicino, seit April 2026 in der Star Alliance, mit Lufthansa als Anteilseignerin und einer reinen Airbus-Flotte in tiefem Blau.
DX / DTRDAT Danish Air Transport
Familiengeführte Airline aus Vamdrup in Jütland: eigene Linienflüge nach Bornholm, in Norwegen, Deutschland und Italien, dazu Wet-Lease mit ATR-Turboprops und Airbus A320 für andere Airlines.
IV / JETWind Jet
Historische Low-Cost-Airline aus Sizilien: 2003 in Catania gegründet, mit Airbus A319 und A320 und auffällig oranger Nase unterwegs, zeitweise Italiens größter Billigflieger – bis eine geplatzte Übernahme durch Alitalia im August 2012 den Flugbetrieb beendete.
Typische Flugzeuge
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-8-200 (MAX 200)
Von außen eine MAX 8, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: einem zusätzlichen Paar Notausgangstüren hinter dem Flügel. So erkennst du die 737-8-200, die Boeing für Ryanair entwickelt hat.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Einträge
Flughafen Catania
Eine Bahn, das Meer im Osten und im Norden ein aktiver Vulkan: Catania-Fontanarossa ist Siziliens größter Flughafen und mit gut zwölf Millionen Passagieren eine feste Größe in Italien. Wenn der Ätna Asche spuckt, steht hier auch mal alles still – für Spotter macht genau das den Reiz aus.
FlughafenFlughafen Neapel-Capodichino
Größter Flughafen Süditaliens und ein echter Stadtflughafen: eine einzige 2.628-Meter-Bahn zwischen Wohnvierteln, Basen von easyJet, Ryanair, Volotea und Wizz Air, saisonale Transatlantikflüge, dazu Militär und ein großer Wartungsbetrieb – und am Horizont der Vesuv.
FlughafenFlughafen Malta
Malta hat nur einen internationalen Flughafen – und der ist für Spotter weit mehr als ein Ferienflughafen: zwei Bahnen auf engem Raum, große Wartungsbetriebe im Safi Aviation Park, abgestellte Flugzeuge aus aller Welt und Ryanairs Malta Air direkt vor der Haustür.
FlughafenFlughafen Rom-Fiumicino
Italiens größter Flughafen liegt direkt am Tyrrhenischen Meer: drei Bahnen mit klarer Arbeitsteilung, ITA Airways als Heimatairline, viel Nordamerika- und Asienverkehr – und keine Besucherterrasse. Wer hier spotten will, braucht ein Auto, einen Plan für die Betriebsrichtung und Respekt vor dem Zaun.
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