bmi British Midland

Historische britische Airline (1938–2012) aus den East Midlands: von der Flugschule in Derby zur zweitgrößten Airline in London-Heathrow, Star-Alliance-Mitglied, zuletzt Lufthansa-Tochter und 2012 von IAG übernommen und in British Airways eingegliedert.

Auch bekannt als: British Midland · British Midland Airways · British Midland International · bmi · Derby Airways · Derby Aviation · BD

GroßbritannienGroßbritannienNetzwerk-AirlinesIATA: BDICAO: BMA11 Min. Lesezeit

1938–2012

Firmengeschichte

BD / BMA

IATA- und ICAO-Code

2000–2012

Star-Alliance-Mitglied

LHR

Wichtigstes Drehkreuz

Das Wichtigste in Kürze

  • bmi British Midland ist historisch: IAG übernahm die Airline im April 2012, im Oktober 2012 flog sie zum letzten Mal unter eigenem Code.
  • Codes: IATA BD, ICAO BMA, Rufzeichen „MIDLAND“.
  • Heathrow war der Schatz: bmi war nach British Airways lange die zweitgrößte Airline am Londoner Flughafen – die Slots waren der eigentliche Grund für den Kauf durch IAG.
  • Star Alliance: bmi war von 2000 bis 2012 Mitglied und eng mit Lufthansa verbunden, die ab 2009 Alleineigentümerin war.
  • Flottenwandel: von Viscount und DC-9 über Boeing 737 und Fokker hin zu einer reinen Airbus-Flotte.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.bmi British Midland im Überblick
  2. 2.Von der Flugschule zur Heathrow-Airline: die Geschichte
  3. 3.Heathrow, Slots und das Ende 2012
  4. 4.Die Flotte: von der Viscount zum Airbus
  5. 5.Woran du bmi erkennst
  6. 6.Das Kegworth-Unglück 1989
  7. 7.bmi in Deutschland
  8. 8.Spuren heute: wo du bmi noch nachspüren kannst
  9. 9.Alte Sichtungen richtig dokumentieren
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeBD
ICAO-CodeBMA
RufzeichenMIDLAND
DrehkreuzeLHR, EMA, MAN
AllianzStar Alliance
StatusHistorisch – 2012 an IAG verkauft, letzter Flug unter eigenem Code am 27. Oktober 2012, danach in British Airways aufgegangen
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Kurz- und Mittelstrecken ab London-Heathrow, zeitweise auch Langstrecke ab Manchester
Wurzeln1938 Flugschule Air Schools Ltd. in Derby, ab 1949 Derby Aviation, ab 1959 Derby Airways
NamenBritish Midland Airways (ab 1964), British Midland, ab 2001 bmi British Midland bzw. bmi, ab 2010 British Midland International
SitzDonington Hall in Castle Donington, nahe dem Flughafen East Midlands
DrehkreuzeLondon-Heathrow (LHR), dazu East Midlands (EMA) und Manchester (MAN)
AllianzStar Alliance von Juli 2000 bis April 2012
Eigentümer zuletztAb 2009 Lufthansa, ab April 2012 International Airlines Group (IAG)
Flotte zuletztAirbus A319, A320 und A321, dazu wenige A330-200
Frühere TypenDouglas DC-3, Vickers Viscount, BAC One-Eleven, Douglas DC-9, Boeing 737-300/-400/-500, Fokker 70 und 100, BAe ATP

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich bmi British Midland?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Ab 2001: Rumpf in Königsblau und Weiß, kleingeschriebenes „bmi“ und am Leitwerk eine verblassende Union-Flag
  • Vor 2001: dunkelblau-graue Bemalung mit dem Schriftzug „British Midland“ und Diamant-Motiv
  • In den letzten Jahren fast immer ein Airbus der A320-Familie, selten ein A330-200
  • Britisches Kennzeichen mit G-; einige A321 trugen Kennzeichen der Serie G-MED…
  • Flugnummer mit BD, im Funk das Rufzeichen „MIDLAND“ – heute nur noch in alten Logs

Wer in den 1990er- und 2000er-Jahren in London-Heathrow stand, kam an einer Airline nicht vorbei: bmi British Midland. Nach British Airways war sie lange die zweitgrößte Airline am wichtigsten Flughafen Europas, Mitglied der Star Alliance und für viele Spotter der blaue Gegenpol zur BA-Flotte. Ihre Geschichte beginnt allerdings nicht in London, sondern auf einem kleinen Flugplatz in Derby – und endet 2012 mit einem Verkauf, bei dem es fast nur um Start- und Landerechte ging. Diese Seite zeigt dir, wie du bmi-Sichtungen aus deinem Archiv richtig einordnest.

Auch Archivfotos gehören in den Hangar

Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – auch den bmi-A321 aus deinem alten Heathrow-Ordner. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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bmi British Midland im Überblick

bmi British Midland war eine britische Netzwerk-Airline, deren Wurzeln bis 1938 zurückreichen und die 2012 in British Airways aufging. Ihren Sitz hatte sie in Donington Hall, einem Herrenhaus in Castle Donington, nur wenige Kilometer vom Flughafen East Midlands entfernt. Das wichtigste Drehkreuz war jedoch London-Heathrow, dazu kamen East Midlands und Manchester.

Das Netz konzentrierte sich auf Inlandsflüge innerhalb Großbritanniens, Verbindungen nach Westeuropa und in den letzten Jahren zunehmend auf Ziele im Nahen Osten, in Nordafrika und Zentralasien. Eine Zeit lang flog bmi sogar Langstrecke ab Manchester in die USA. Von 2000 bis 2012 war die Airline Mitglied der Star Alliance und damit Partnerin von Lufthansa – die am Ende auch Eigentümerin wurde.

BDIATA-Code in der Flugnummer
BMAICAO-Code im Flugplan
G-Britisches Kennzeichen-Präfix

Von der Flugschule zur Heathrow-Airline: die Geschichte

Am Anfang stand keine Airline, sondern eine Flugschule. 1938 gründete Captain Roy Harben in Derby die Air Schools Ltd., die Piloten für die Reserve der Royal Air Force ausbildete. Nach dem Krieg entstand daraus Derby Aviation, die ab 1949 Charterflüge anbot und 1953 mit Linienflügen nach Jersey begann. 1959 wurde das Fluggeschäft als Derby Airways eigenständig.

1938–1964: Derby

Flugschule, dann Derby Aviation und Derby Airways mit Douglas DC-3 und ersten Linienflügen.

1964: British Midland Airways

Neuer Name und Umzug an den neuen Flughafen East Midlands, ab 1965 Heimatbasis.

1978–1999: Bishop-Ära

Management-Buy-out unter Michael Bishop, Ausbau in Heathrow, SAS steigt ein, später auch Lufthansa.

2000–2009: bmi

Star-Alliance-Beitritt, neue Marke „bmi“, Low-Cost-Tochter bmibaby und Langstrecke ab Manchester.

2009–2012: Lufthansa und IAG

Lufthansa übernimmt die Kontrolle, verkauft an IAG; im Oktober 2012 endet der Flugbetrieb unter BD.

Am 1. Oktober 1964 nannte sich die Airline in British Midland Airways um und zog an den neuen Flughafen East Midlands, der zur Heimat für fast fünf Jahrzehnte wurde. 1969 kam Michael Bishop in die Geschäftsführung. Er führte 1978 einen Management-Buy-out an und prägte die Airline über Jahrzehnte als Vorsitzender. Unter ihm wuchs British Midland zum ernsthaften Konkurrenten von British Airways auf den innerbritischen Strecken ab Heathrow.

Ab 1987 hielt die skandinavische SAS eine Beteiligung, 1999 gab sie einen Teil davon an Lufthansa ab. Am 1. Juli 2000 trat British Midland der Star Alliance bei, im Februar 2001 folgte der neue Markenauftritt: Aus British Midland wurde bmi, mit klein geschriebenem Logo und neuer Bemalung. 2002 startete die Low-Cost-Tochter bmibaby mit Boeing 737 von East Midlands aus, die Regionalflüge übernahm bmi regional mit kleinen Embraer-Jets.

Flugnummer und Rufzeichen

In alten Flugplänen steht bmi mit BD, auf Funkmitschnitten und in ATC-Logs als „MIDLAND“ mit dem ICAO-Code BMA. Wie IATA- und ICAO-Codes zusammenhängen, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes.

Heathrow, Slots und das Ende 2012

Der eigentliche Wert von bmi lag nicht in den Flugzeugen, sondern in den Slots in Heathrow – also den Rechten, zu bestimmten Zeiten zu starten und zu landen. Auf ihrem Höhepunkt hielt die Airline rund 13 Prozent aller Heathrow-Slots. Wie dieses System funktioniert und warum Slots an überlasteten Flughäfen so viel wert sind, erklärt der Artikel Slots an Flughäfen.

Wirtschaftlich lief es weniger gut. Die Inlandsstrecken litten unter Bahn- und Low-Cost-Konkurrenz, und bmi schrieb über Jahre Verluste. 2009 übernahm Lufthansa die vollständige Kontrolle über die Airline; die Anteile von Michael Bishop und SAS gingen an den deutschen Konzern. Eine Wende brachte das nicht: Die Verluste lagen zuletzt bei über 100 Millionen Pfund pro Jahr, Strecken wie Heathrow–Glasgow wurden gestrichen.

Im Herbst 2011 kündigte die Lufthansa Group den Verkauf an. Den Zuschlag erhielt die International Airlines Group, die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia. Im Dezember 2011 einigten sich beide Seiten auf einen Kaufpreis von rund 172,5 Millionen Pfund; Virgin Atlantic hatte ebenfalls mitgeboten. Die EU-Kommission genehmigte den Kauf im März 2012 unter Auflagen: IAG musste einen Teil der Heathrow-Slots abgeben, und der größte Teil davon ging an Virgin Atlantic.

Datum Ereignis
1. Juli 2000 Beitritt zur Star Alliance
2009 Lufthansa übernimmt die vollständige Kontrolle
22. Dezember 2011 Kaufvertrag mit IAG
30. März 2012 Genehmigung durch die EU-Kommission mit Slot-Auflagen
20. April 2012 Übernahme durch IAG, Austritt aus der Star Alliance
September 2012 bmibaby stellt den Betrieb ein
27. Oktober 2012 Letzter Flug mit BD-Flugnummer landet in Heathrow

Nach der Übernahme ging es schnell. bmi verließ die Star Alliance, weil IAG und British Airways zu oneworld gehören. Strecken und Personal wurden schrittweise in British Airways eingegliedert, die meisten Airbus-Jets bekamen die BA-Bemalung. Am 27. Oktober 2012 landete der letzte Flug unter BD-Flugnummer in Heathrow. bmibaby war schon im September eingestellt worden, bmi regional hatte IAG an neue Eigentümer verkauft – sie flog als einziges Stück der alten Familie noch bis 2019 weiter.

Ehemalige bmi-Airbus im Blick

Leg für Kennzeichen aus deinem bmi-Archiv einen Sichtungs-Alarm an und lass dich benachrichtigen, wenn eine dieser Maschinen bei ihrem heutigen Betreiber in deiner Nähe landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Die Flotte: von der Viscount zum Airbus

In über 60 Jahren Flugbetrieb hat British Midland ein beachtliches Typenspektrum eingesetzt. Für die Einordnung alter Fotos ist die grobe Zeitleiste hilfreich:

Typ Rolle Zeitraum (ungefähr) Spotter-Hinweis
Douglas DC-3 Frühes Arbeitspferd Derby-Jahre Kolbenmotoren, Spornrad
Vickers Viscount Turboprop für Inland und Europa 1967–1988 Vier Propellertriebwerke, ovale Fenster
BAC One-Eleven Erster Jet 1970–1974 Zwei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk
Douglas DC-9 Jet-Rückgrat der 1980er ab 1976 Heckmotoren und T-Leitwerk, ähnlich der One-Eleven
Boeing 737-300, -400 und -500 Kurz- und Mittelstrecke ca. 1987–2003 Flache Triebwerksverkleidung unten
Fokker 70 und Fokker 100 Kleinere Jets 1994–2005 Heckmotoren, schlanker Rumpf
BAe ATP Turboprop 1988–1993 Sechsblatt-Propeller
Airbus A319, A320 und A321 Rückgrat der letzten Jahre bis 2012 Gleiche Optik, Unterschied in der Länge
Airbus A330-200 Langstrecke und Nahost ab 2001 Zweistrahliger Widebody

Ende der 1990er-Jahre entschied sich bmi für Airbus und ersetzte die Boeing- und Fokker-Flotte schrittweise durch die A320-Familie von Airbus. In den letzten Jahren bestand die Flotte aus knapp 30 Maschinen: elf A319, sieben A320 und sieben A321, dazu drei A330-200. Die Schmalrumpfjets wechselten zu British Airways und bekamen deren Bemalung, die drei A330 gingen an die Leasinggeber zurück.

Die A330-200 setzte bmi ab 2001 für die Langstrecke ab Manchester ein, zunächst nach Washington-Dulles und Chicago. Ende 2008 gab bmi die Langstrecke ab Manchester auf, und die A330 wechselten nach Heathrow. Von dort flogen die Widebodys unter anderem in den Nahen Osten.

Das spricht für einen bmi-A321

  • Deutlich längerer Rumpf mit zusätzlichen Türen vor und hinter dem Flügel
  • Insgesamt gestreckte Proportionen
  • Einige Maschinen mit Kennzeichen der Serie G-MED…

Das spricht für einen A319 oder A320

  • Kürzerer Rumpf, beim A319 besonders gedrungen
  • Notausgänge über dem Flügel statt zusätzlicher Türen davor und dahinter
  • Kennzeichen-Abgleich im Register bestätigt den genauen Typ

Wenn du dir bei der Länge unsicher bist, hilft der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Für den Typabgleich über das Kennzeichen erklärt der Artikel zu britischen G-Kennzeichen, wie du das britische Register nutzt.

Woran du bmi erkennst

Für die Zuordnung alter Fotos sind vor allem zwei Bemalungsgenerationen wichtig:

  • Bis 2001 – British Midland: Dunkelblau-graue Bemalung mit dem Schriftzug „British Midland“. Die Airline spielte gern mit dem Diamant-Motiv: Am Leitwerk stand ein rotes „BM“ unter einem weißen Diamanten, Flugzeuge trugen Namen bekannter Diamanten, und das 1987 gestartete Vielfliegerprogramm hieß „Diamond Club“.
  • Ab 2001 – bmi: Rumpf in Königsblau und Weiß, das kleingeschriebene Logo „bmi“ und am Leitwerk eine Union-Flag, die nach hinten verblasst.

Dazu kommen Allianz-Hinweise: Als Star-Alliance-Mitglied zeigte bmi das Allianz-Logo, wie es bei den Mitgliedsairlines üblich war. Mehr dazu findest du im Artikel zu Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.

Achtung Verwechslung

Ab Mitte 2012 flogen viele ehemalige bmi-Airbus bei British Airways weiter – erst teils noch in bmi-Farben mit BA-Flugnummern, später in voller BA-Bemalung. Ein Foto aus dem Herbst 2012 kann also eine bmi-Maschine im Dienst von BA zeigen. Notiere immer Datum, Flugnummer und Kennzeichen. Wie du solche Übergangsbemalungen erkennst, zeigt der Guide zu Hybrid- und Mischlackierungen.

Das Kegworth-Unglück 1989

Zur Geschichte von British Midland gehört auch ihr bekanntestes Unglück, das sich direkt vor der Haustür in den East Midlands ereignete. Am 8. Januar 1989 war Flug BD092 mit einer fast neuen Boeing 737-400 (G-OBME) von Heathrow nach Belfast unterwegs. Im linken Triebwerk brach eine Fanschaufel. Die Besatzung vermutete den Schaden im rechten Triebwerk und schaltete dieses ab. Beim Anflug auf East Midlands fiel dann auch das beschädigte linke Triebwerk aus. Die Maschine stürzte kurz vor der Piste auf die Böschung der Autobahn M1 bei Kegworth. 47 der 126 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Der Untersuchungsbericht enthielt zahlreiche Sicherheitsempfehlungen. Unter anderem wurden neue Triebwerke danach unter realistischeren Flugbedingungen erprobt, und die Forschung zu Brace-Positionen der Passagiere floss in neue Vorgaben ein. Schon 1967 hatte British Midland ein schweres Unglück erlitten: Beim Absturz einer Canadair Argonaut in Stockport starben 72 Menschen.

bmi in Deutschland

Für deutsche Spotter war bmi vor allem als Star-Alliance-Partner präsent. Die Airline verband Heathrow und andere britische Flughäfen zeitweise mit deutschen Städten wie Hamburg, Hannover, Berlin und Frankfurt. Zwischen Deutschland und Großbritannien bestand ein enges Codeshare mit Lufthansa, sodass eine LH-Flugnummer durchaus zu einem bmi-Airbus gehören konnte. Das Netz änderte sich über die Jahre häufig – feste Linien über die gesamte Zeit gab es kaum.

Gute Chancen auf ehemalige bmi-Jets heute, wenn …

  • du Kennzeichen aus deinem Archiv im Register gegenprüfst und ihren aktuellen Betreiber kennst
  • du die Historie einzelner A319, A320 und A321 bei British Airways nachverfolgst

Prüf es vorher, wenn …

  • du dich auf ältere Flottenlisten verlässt – viele frühere bmi-Airbus sind inzwischen ausgemustert oder umregistriert

Keine Chance mehr auf …

  • die bmi-Bemalung im Liniendienst – die Airline gibt es seit Oktober 2012 nicht mehr

Spuren heute: wo du bmi noch nachspüren kannst

Ganz verschwunden ist British Midland nicht. Am East Midlands Aeropark stehst du direkt an dem Flughafen, an dem die Airline fast 50 Jahre lang zu Hause war. Auch in Heathrow erinnert vieles an bmi: Die Slots, um die 2012 so gerungen wurde, nutzen heute vor allem British Airways und Virgin Atlantic. Wer an Hatton Cross oder an der Myrtle Avenue steht, sieht genau diesen Verkehr. Tipps für den Besuch gibt der Guide Planespotting in Heathrow.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, respektiere Zäune und Absperrungen und lass Drohnen in Flughafennähe am Boden. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Alte Sichtungen richtig dokumentieren

Fotos von bmi-Maschinen sind heute Zeitdokumente. Damit sie auswertbar bleiben, lohnt sich eine saubere Erfassung – vor allem, weil viele Jets nach 2012 bei British Airways weiterflogen.

Archiv-Check bmi

Hak ab, was du zu deiner alten Sichtung weißt – ab vier Haken ist sie sauber dokumentiert.

  • Vollständiges Kennzeichen (G-…)
  • Typ, etwa A319, A320, A321 oder Boeing 737
  • Bemalung: British Midland oder bmi
  • Datum der Aufnahme
  • Flughafen und Spot
  • Flugnummer, falls bekannt (BD oder Codeshare)

Wie du ein Logbuch dauerhaft strukturierst, zeigt der Guide Sichtungen dokumentieren. Den Hintergrund zu den drei großen Allianzen liefert der Überblick Star Alliance, oneworld und SkyTeam.

Häufige Verwechslungen

  • bmi mit bmi regional gleichsetzen – die Regionaltochter mit Embraer-Jets flog nach 2012 eigenständig bis 2019 weiter.
  • bmi mit bmibaby verwechseln – bmibaby war der Low-Cost-Ableger mit Boeing 737 und eigener Bemalung.
  • BD für einen British-Airways-Code halten – BD war der Code von British Midland, British Airways fliegt mit BA.
  • Fotos aus Herbst 2012 als reine bmi-Flüge notieren – nach der Übernahme flogen bmi-Maschinen schon für British Airways.
  • A319 und A321 verwechseln – Rumpflänge und Türanordnung zeigen den Unterschied.
  • British Midland mit British Caledonian verwechseln – British Caledonian war eine eigenständige Airline aus Gatwick, die bereits 1988 in British Airways aufging.

Dein Stück Airline-Geschichte

Poste deine bmi-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern aus, die die blauen Airbus in Heathrow noch erlebt haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

bmi British Midland war über Jahrzehnte die wichtigste Konkurrenz von British Airways in Heathrow: gegründet als Flugschule in Derby, groß geworden in den East Midlands und zuletzt Star-Alliance-Mitglied mit einer modernen Airbus-Flotte. Am Ende entschieden nicht die Flugzeuge, sondern die Slots über ihr Schicksal – IAG kaufte die Airline 2012 und integrierte sie in British Airways. Wer Fotos aus dieser Zeit hat, besitzt ein Stück britischer Luftfahrtgeschichte, das mit Kennzeichen, Datum und Ort richtig wertvoll wird.

Kurzfazit

bmi British Midland (IATA BD, ICAO BMA, Rufzeichen MIDLAND) war eine historische britische Netzwerk-Airline mit Drehkreuz London-Heathrow und Star-Alliance-Mitglied von 2000 bis 2012. Nach dem Verkauf an IAG ging sie im Oktober 2012 in British Airways auf.

Zusammenfassung

  • British Midland entstand aus einer Flugschule in Derby und wuchs in den East Midlands zu einer der wichtigsten britischen Linienairlines.
  • Mit dem Ausbau in Heathrow wurde bmi zum Herausforderer von British Airways und trat 2000 der Star Alliance bei.
  • Nach Jahren mit hohen Verlusten verkaufte Lufthansa die Airline an IAG; die Heathrow-Slots gingen an British Airways, ein Teil musste an Virgin Atlantic abgegeben werden.
  • Fotos von bmi-Maschinen sind heute Archivmaterial – mit Kennzeichen und Datum lassen sie sich sauber einordnen.

Häufige Fragen

Gibt es bmi British Midland noch?

Nein. Die International Airlines Group (IAG) übernahm bmi im April 2012 von Lufthansa. Die Flüge wurden schrittweise in British Airways integriert, der letzte Flug mit BD-Flugnummer landete am 27. Oktober 2012 in London-Heathrow. Die Regionaltochter bmi regional flog als eigenständige Airline noch bis 2019 weiter.

Welche Codes hatte bmi British Midland?

Der IATA-Code war BD, der ICAO-Code BMA, das Rufzeichen im Funk lautete „MIDLAND“.

War bmi Mitglied der Star Alliance?

Ja. bmi trat der Star Alliance im Juli 2000 bei und verließ sie am 20. April 2012, als IAG die Airline übernahm. Weil IAG zu oneworld gehört, war der Austritt zwingend. Mit dem Wechsel endete auch die Partnerschaft im Vielfliegerbereich mit Lufthansa.

Warum hat IAG bmi gekauft?

Vor allem wegen der Start- und Landerechte in London-Heathrow. bmi hielt dort einen großen Teil der Slots und war lange die zweitgrößte Airline des Flughafens. IAG zahlte nach Berichten rund 172,5 Millionen Pfund. Die EU-Kommission stimmte im März 2012 unter der Auflage zu, dass ein Teil der Heathrow-Slots an Wettbewerber abgegeben wird; der größte Teil davon ging an Virgin Atlantic.

Welche Flugzeuge flog bmi British Midland?

Zuletzt fast nur Airbus: A319, A320 und A321 für Europa und den Nahen Osten, dazu wenige A330-200. Davor prägten Vickers Viscount, Douglas DC-9, mehrere Versionen der Boeing 737, Fokker 70 und 100 sowie die BAe ATP die Flotte.

Was hat bmi mit dem Kegworth-Unglück zu tun?

Am 8. Januar 1989 stürzte eine fast neue Boeing 737-400 von British Midland (G-OBME) auf dem Weg von Heathrow nach Belfast beim Anflug auf East Midlands an der Autobahn M1 bei Kegworth ab. 47 der 126 Menschen an Bord starben. Die Besatzung hatte nach einem Schaden am linken Triebwerk das intakte rechte abgeschaltet. Das Unglück führte zu zahlreichen Sicherheitsempfehlungen.

Was ist der Unterschied zwischen bmi, bmibaby und bmi regional?

bmi British Midland war die Mutter-Airline mit Heathrow als Drehkreuz. bmibaby war der Low-Cost-Ableger mit Boeing 737, der 2012 eingestellt wurde. bmi regional flog kleine Embraer-Jets, wurde 2012 an neue Eigentümer verkauft und stellte den Betrieb erst im Februar 2019 ein.

Flog bmi auch nach Deutschland?

Ja. bmi verband London-Heathrow und andere britische Flughäfen zeitweise mit deutschen Städten wie Hamburg, Hannover, Berlin und Frankfurt und arbeitete per Codeshare eng mit Lufthansa zusammen. Das Angebot änderte sich über die Jahre häufig.

bmi British Midland im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Airbus A321 (ceo)

Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A319

Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.

Flugzeugtyp

Airbus A330-200

Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 737-400

Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.

Flugzeugtyp

Douglas DC-9

Die DC-9 war das letzte Verkehrsflugzeug, das noch unter dem alten Namen Douglas entstand – und die Keimzelle einer Familie bis zur Boeing 717. Hier liest du, wie der Kurzstreckenjet entwickelt wurde, was die Serien 10 bis 50 unterscheidet und wie daraus die MD-80 wuchs.

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Vickers Viscount

Riesige ovale Fenster, vier pfeifende Rolls-Royce-Dart-Turbinen und ein Platz in den Geschichtsbüchern: Die Vickers Viscount brachte 1953 als erstes Turboprop-Flugzeug den Linienverkehr in Schwung. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du die letzten Exemplare findest.

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Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.

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