Das Wichtigste in Kürze
- Die DC-9 ist der zweistrahlige Kurzstreckenjet von Douglas: angekündigt im April 1963, Erstflug am 25. Februar 1965, Liniendienst bei Delta ab dem 8. Dezember 1965.
- Ein Neubau mit Wachstumsreserve: Douglas legte die DC-9 von Anfang an so aus, dass sich der Rumpf strecken ließ – das machte die Serien 30 bis 50 und später die MD-80 möglich.
- Fünf Serien, ein Grundmuster: Von der 31,8 m kurzen Serie 10 bis zur 40,7 m langen Serie 50 wuchs vor allem der Rumpf; die Serie 30 brachte Vorflügel und wurde mit 662 Exemplaren zum Bestseller.
- Die Entwicklung kostete Douglas die Eigenständigkeit: Die Anlaufkosten trugen 1967 zur Fusion mit McDonnell bei – deshalb kennen viele den Jet als McDonnell Douglas DC-9.
- Basis einer Familie mit 2.441 Flugzeugen: Aus der DC-9-50 entstand ab 1977 die Super 80, später MD-80 genannt, danach MD-90 und Boeing 717.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Douglas DC-9?
- 2.Entstehung: Douglas sucht den Weg in die Kurzstrecke
- 3.Erstflug, Testprogramm und Zulassung
- 4.Technik: gebaut für kleine Flughäfen
- 5.Die Serien 10 bis 50 im Vergleich
- 6.Konkurrenz: Caravelle, One-Eleven und 737
- 7.Von der DC-9-50 zur MD-80
- 8.So erkennst du eine DC-9 – und nicht ihre Nachfolger
- 9.Wo du die DC-9 heute noch siehst
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Douglas Aircraft Company, Long Beach (Kalifornien); ab 1967 McDonnell Douglas |
|---|---|
| Projektname | Douglas Model 2086 |
| Programmstart | Ankündigung am 8. April 1963, Erstkundin Delta Air Lines |
| Erstflug | 25. Februar 1965 |
| Zulassung | 23. November 1965 (FAA, Serie 10) |
| Indienststellung | 8. Dezember 1965 bei Delta Air Lines |
| Bauzeit | 1965 bis 1982 |
| Stückzahl | 976, davon 662 Serie 30 einschließlich der Militärversionen |
| Bauart | Zweistrahliger Tiefdecker mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk, ein Gang, Fünferreihen |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney JT8D, je nach Version rund 12.000 bis 16.500 lbf Schub |
| Länge | rund 31,8 m (Serie 10/20), 36,4 m (Serie 30), 38,3 m (Serie 40), 40,7 m (Serie 50) |
| Spannweite | rund 27,3 m (Serie 10), rund 28,4 m (Serien 20 bis 50) |
| Max. Startgewicht | rund 41 t (DC-9-15) bis rund 55 t (DC-9-51) |
| Sitzplätze | je nach Serie typisch 90 bis 135, maximal 109 bis 139 zugelassen |
| Reichweite | Kurz- und Mittelstrecke; die Serie 10 schafft mit 50 Passagieren rund 1.750 km, die späteren Serien je nach Zuladung mehr |
| Cockpit | zwei Piloten, kein Flugingenieur |
| Nachfolger | DC-9 Super 80 / MD-80, MD-90, Boeing 717 |
| Status | historisch; Stand Oktober 2026 nur noch einzelne Maschinen im Einsatz, vor allem als Frachter |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei schlanke JT8D-Triebwerke am Rumpfheck, die Tragflächen sind frei von Triebwerken
- T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der gepfeilten Seitenflosse
- Kompakter Rumpf von rund 32 bis 41 Metern – deutlich kürzer als jede MD-80
- Flügel ohne Winglets, an der Unterseite der Flügelvorderkante kleine Strömungsleitflächen (Vortilons)
- Tief stehende Maschine mit kurzen Fahrwerksbeinen, oft mit Hecktreppe unter dem Leitwerk
- Spitz zulaufendes Heck ohne seitlich aufklappende Bremsklappen – das trennt sie von Fokker F28 und Fokker 100
Aktualisiert: Oktober 2026 – Als die Douglas DC-9 im Februar 1965 zum ersten Mal abhob, war der Hersteller aus Kalifornien noch eigenständig. Zwei Jahre später nicht mehr – auch, weil der kleine Jet so begehrt war, dass seine Produktion Douglas finanziell an die Grenze brachte. Trotzdem wurde die DC-9 zu einem der wichtigsten Kurzstreckenflugzeuge ihrer Zeit und zur Basis einer Familie, die über MD-80 und MD-90 bis zur Boeing 717 reicht. Hier geht es um die Douglas-Seite der Geschichte: wie der Jet entstand, was technisch hinter ihm steckt, wie sich die Serien 10 bis 50 unterscheiden und wie daraus die MD-80 wuchs.
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Was ist die Douglas DC-9?
Die DC-9 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für kurze und mittlere Strecken. Zwei Pratt-&-Whitney-Triebwerke sitzen seitlich am Rumpfheck, das Höhenleitwerk thront oben auf der Seitenflosse, in der Kabine gibt es einen Gang mit fünf Sitzen pro Reihe. Im Cockpit arbeiten zwei Piloten – anders als bei vielen größeren Jets jener Zeit war kein Flugingenieur vorgesehen.
Sie ist das letzte Verkehrsflugzeug, das Douglas noch als eigenständige Firma auf den Weg brachte. Vor ihr standen Kolbenklassiker wie die DC-3, DC-6 und DC-7 sowie der vierstrahlige Langstreckenjet DC-8. Die DC-9 ergänzte diese Palette nach unten: kleiner, wirtschaftlicher, gebaut für Flughäfen, an denen die großen Jets nicht landen konnten oder sich nicht lohnten.
Entstehung: Douglas sucht den Weg in die Kurzstrecke
Ende der 1950er-Jahre war klar, dass Jets auch die kurzen Strecken übernehmen würden. Douglas probierte mehrere Ansätze. Ein vierstrahliges Projekt mit der Bezeichnung Model 2067 fand bei den Airlines kein Interesse und wurde fallen gelassen. 1960 schloss Douglas einen Vertrag mit Sud Aviation, um die französische Caravelle in den USA zu vermarkten. Bestellungen brachte das nicht ein.
1962 begannen die Studien zum Model 2086, aus dem die DC-9 wurde. Der erste Entwurf war klein: rund 63 Sitzplätze und ein Gesamtgewicht von rund 31 Tonnen. Im Februar 1963 startete die Detailkonstruktion, am 8. April 1963 kündigte Douglas die DC-9 offiziell an. Delta Air Lines bestellte als erste Airline 15 Maschinen plus Optionen auf weitere 15. Bis Januar 1965 lagen Bestellungen über 58 Maschinen vor, dazu Optionen auf 44 weitere.
Zwei Entscheidungen hielten die Kosten im Rahmen. Erstens setzte Douglas auf das JT8D von Pratt & Whitney, das bereits für die dreistrahlige Boeing 727 entwickelt worden war. Zweitens teilte Douglas das Risiko: De Havilland Canada baute den Flügel auf eigene Kosten und erhielt dafür die Zusage künftiger Fertigungsaufträge.
Neu statt abgeleitet
Anders als die Boeing 727, die viele Bauteile der 707 übernahm, war die DC-9 eine völlige Neukonstruktion. Douglas legte Wert auf niedrige Betriebskosten und plante von Beginn an Platz für spätere Streckungen ein. Genau diese Reserve machte die längeren Serien und später die MD-80 möglich.
Erstflug, Testprogramm und Zulassung
Am 25. Februar 1965 startete die erste DC-9 in Long Beach zu ihrem Erstflug. Bis Juli 1965 flogen bereits fünf Testflugzeuge. Die Erprobung führte unter anderem zu Änderungen an der Gestaltung der Flügelvorderkante.
Ein Thema beschäftigte alle Hecktriebwerks-Jets jener Jahre: der Deep Stall. Bei sehr hohen Anstellwinkeln kann ein T-Leitwerk in den Wirbelschatten der Tragflächen geraten und seine Wirkung verlieren. Nach dem Verlust eines Prototyps der britischen BAC One-Eleven im Jahr 1963 nahm Douglas das Problem sehr ernst. Die DC-9 erhielt kleine Strömungsleitflächen an der Flügelvorderkante, sogenannte Vortilons, die das Überziehverhalten verbessern.
Am 23. November 1965 erteilte die FAA die Zulassung für die Serie 10. Nur gut zwei Wochen später, am 8. Dezember 1965, flog Delta den ersten Linienflug. Die Nachfrage war riesig, und der schnelle Produktionshochlauf kostete Douglas viel Geld. 1967 schlossen sich Douglas und McDonnell zu McDonnell Douglas zusammen. Seither tragen die meisten Unterlagen den Namen McDonnell Douglas DC-9 – entwickelt und eingeführt hat den Jet aber Douglas.
Technik: gebaut für kleine Flughäfen
Die DC-9 sollte dort fliegen, wo bis dahin Propellerflugzeuge den Ton angaben. Daraus ergaben sich mehrere typische Merkmale, die du als Spotter heute noch sofort siehst.
Triebwerke am Heck
Die beiden JT8D hängen seitlich am Rumpfende. Der Flügel bleibt sauber, und die Triebwerke sitzen hoch genug über dem Boden, um auf einfacheren Pisten weniger Fremdkörper anzusaugen.
Tief und unabhängig
Kurze Fahrwerksbeine lassen die Maschine niedrig stehen. Eine Treppe unter der vorderen Tür und eine Hecktreppe, die zugleich als Notausgang dient, waren als Option erhältlich – Fluggasttreppen am Boden brauchte die DC-9 damit nicht.
Eigene Stromversorgung
Alle DC-9 haben im hinteren Rumpf ein Hilfstriebwerk (APU) vom Typ Garrett GTCP85. Damit lassen sich Kabine und Systeme am Boden ohne externe Versorgung betreiben.
Flügel ohne Vorflügel – zunächst
Die Serie 10 kam ohne Vorflügel aus und setzte auf Profile mit hohem Auftrieb. Ab der Serie 30 bekam der Flügel durchgehende Vorflügel und eine etwas tiefere Profiltiefe für bessere Start- und Landeleistungen.
Die Fünferreihen in der Economy (zwei plus drei Sitze) wurden zum Markenzeichen der ganzen Familie. Bis zur Boeing 717 blieb dieser Rumpfquerschnitt im Kern unverändert.
Die Serien 10 bis 50 im Vergleich
Alle DC-9-Serien teilen das Grundmuster. Sie unterscheiden sich vor allem bei Rumpflänge, Flügel, Gewicht und Triebwerksleistung.
| Serie | Länge | Erstflug / Einführung | Erstkunde | Gebaut | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| DC-9-10 | rund 31,8 m | Erstflug 25. Februar 1965, Liniendienst Dezember 1965 | Delta | 137 | Ursprungsversion, keine Vorflügel |
| DC-9-20 | rund 31,8 m | Erstflug 18. September 1968, Liniendienst Januar 1969 | SAS | 10 | kurzer Rumpf mit großem Flügel und JT8D-11 |
| DC-9-30 | rund 36,4 m | Erstflug 1. August 1966, Liniendienst Februar 1967 | Eastern | 662 | durchgehende Vorflügel, meistgebaut |
| DC-9-40 | rund 38,3 m | Liniendienst März 1968 | SAS | 71 | rund 2 m länger als die Serie 30 |
| DC-9-50 | rund 40,7 m | Erstflug 1974, Liniendienst August 1975 | Eastern | 96 | längste DC-9, bis 139 Passagiere |
Serie 10: Die Ausgangsversion bot in einer Klasse rund 90 Sitze, zugelassen waren bis zu 109. Als Triebwerke kamen frühe JT8D-Varianten mit rund 12.000 bis 14.000 lbf Schub zum Einsatz. Die schwerere DC-9-15 hob das maximale Startgewicht auf rund 41 Tonnen an. Mit nur rund 27,3 m Spannweite hat die Serie 10 den kleinsten Flügel der ganzen Familie.
Serie 30: Hier zeigt sich zum ersten Mal die Wachstumsreserve. Der Rumpf wuchs um rund 4,5 m, der Flügel wurde größer und bekam Vorflügel über die ganze Spannweite. Typisch bot sie 115 Sitze in einer Klasse. Die FAA-Zulassung folgte am 19. Dezember 1966, im Februar 1967 nahm Eastern Air Lines den Liniendienst auf. Mit Unterversionen von der Passagiermaschine bis zum Frachter deckte die Serie 30 fast jeden Bedarf ab, auch die militärischen C-9 basieren auf ihr.
Serie 20: Die kurze Hochleistungsvariante entstand für SAS, die auf kurzen Pisten in Skandinavien viel Leistung brauchte. Sie kombiniert den Rumpf der Serie 10 mit dem Flügel der Serie 30 und den stärkeren JT8D-11 mit rund 15.000 lbf Schub. Zugelassen wurde sie am 25. November 1968, SAS flog ab dem 27. Januar 1969 damit. Mit zehn Exemplaren ist sie die seltenste DC-9.
Serie 40: Ebenfalls auf SAS-Wunsch entstand eine um rund 2 m verlängerte Serie 30 mit bis zu 125 Sitzen. Sie ging im März 1968 in Dienst.
Serie 50: Die längste DC-9 flog erstmals 1974. Gegenüber der Serie 40 wuchs der Rumpf um weitere rund 2,5 m auf rund 40,7 m, Platz war für bis zu 139 Passagiere. Die JT8D-15 oder -17 lieferten rund 16.000 bis 16.500 lbf Schub, das maximale Startgewicht lag bei rund 55 Tonnen. Eastern startete den Liniendienst im August 1975.
Praxis-Tipp: Serie über den Typcode bestimmen
Die Länge einer DC-9 ist am Zaun schwer zu schätzen. Leichter geht es über den ICAO-Typcode im Tracking: DC91 bis DC95 entsprechen direkt den Serien 10 bis 50. Wie du ein Flugzeug über die Registrierung zurückverfolgst, erklärt Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Konkurrenz: Caravelle, One-Eleven und 737
Die DC-9 kam in eine Zeit, in der gleich mehrere Hersteller um die Kurzstrecke kämpften. Die französische Caravelle hatte das Prinzip der Hecktriebwerke vorgemacht. Die britische One-Eleven flog vor der DC-9 und sieht ihr am ähnlichsten – sie ist aber etwas kürzer und hat Rolls-Royce-Spey-Triebwerke. Im Ostblock folgte mit der Tupolew Tu-134 ein Jet mit ähnlicher Grundauslegung, erkennbar am verglasten Bug.
Den härtesten Wettbewerb lieferte Boeing. Die Boeing 737-100 und vor allem die 737-200 setzten auf einen anderen Ansatz: Triebwerke unter den Flügeln und einen breiteren Rumpf mit sechs Sitzen pro Reihe. Viele europäische Airlines entschieden sich in den 1960er- und 1970er-Jahren bewusst für die eine oder andere Philosophie. Swissair, Austrian, SAS, KLM, Alitalia und Iberia gehörten zum DC-9-Lager. Einen ausführlichen Überblick über die Betreiber findest du auf der Seite zur McDonnell Douglas DC-9.
Von der DC-9-50 zur MD-80
Mitte der 1970er-Jahre suchten die Airlines einen größeren, leiseren und sparsameren Nachfolger. McDonnell Douglas nutzte erneut die Reserve des Grundentwurfs. Im Oktober 1977 startete das Programm der DC-9 Super 80, Erstkundin war Swissair mit 15 Festbestellungen und 5 Optionen.
Die Super 80 war eine noch einmal gestreckte DC-9-50 mit größerem Flügel, neuem Hauptfahrwerk, mehr Treibstoff und den stärkeren JT8D-200-Triebwerken. Am 18. Oktober 1979 flog sie erstmals, am 25. August 1980 folgte die Zulassung. Swissair setzte die Maschine ab dem 10. Oktober 1980 im Liniendienst ein, der erste Flug ging von Zürich nach London-Heathrow. 1983 stellte der Hersteller den Namen offiziell auf MD-80 um.
1965: DC-9
976 Exemplare der Serien 10 bis 50 bis 1982 – das Fundament der Familie.
1980: MD-80
Die gestreckte Super 80 mit JT8D-200, in Varianten von der MD-81 bis zur kurzen MD-87; 1.191 gebaut bis 1999.
1990er: MD-90
Die MD-90 mit modernen Mantelstromtriebwerken; 116 Exemplare.
Zusammen ergeben DC-9, MD-80, MD-90 und 717 2.441 Flugzeuge in gut vier Jahrzehnten. Mehr zur gesamten Familie liest du auf der Seite zur MD-80-Familie.
Alarm für seltene Hecktriebwerks-Jets
Leg in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für den Typ DC-9 oder ein bestimmtes Kennzeichen an – die App meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
So erkennst du eine DC-9 – und nicht ihre Nachfolger
Innerhalb der Familie passieren die meisten Verwechslungen. Die Grundform ist überall gleich, entscheidend sind Länge und Triebwerksgondeln.
Es spricht für eine DC-9, wenn …
- die JT8D-Gondeln lang und schlank wirken
- der Rumpf kompakt bis mittellang ist, höchstens rund 41 m
- der Abstand zwischen Flügel und Leitwerk eher kurz erscheint
- im Tracking ein Code zwischen DC91 und DC95 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Gondeln dicker und länger aussehen – dann tippe eher auf eine MD-80 oder MD-87
- die Maschine sehr kurz ist – zwischen Serie 10 und Serie 20 entscheidet nur das Kennzeichen
- die Flosse gedrungener wirkt – denk an die BAC One-Eleven
Es ist keine DC-9, wenn …
Allgemeine Tipps für alte Muster findest du in Historische Flugzeuge erkennen. Wie alt eine bestimmte Maschine ist, verrät dir die Anleitung Flugzeugalter herausfinden – bei einer DC-9 sind es heute mindestens gut 40 Jahre.
Wo du die DC-9 heute noch siehst
Im Liniendienst ist die DC-9 Geschichte. In Europa fliegt sie Stand Oktober 2026 nicht mehr planmäßig, der letzte große Passagiereinsatz endete 2014 bei Delta. Einige Maschinen arbeiten noch als Frachter in Amerika und Afrika, ihre Zahl sinkt aber stetig. Wenn du eine fliegende DC-9 suchst, hilft ein Alarm im Tracking – wie du ihn einrichtest, erklärt Flugverfolgung: Alarme einrichten.
Deutlich verlässlicher findest du die DC-9 im Museum, etwa bei Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa (mehr zur Sammlung auf der Seite Volandia), im Museo del Aire in Madrid-Cuatro Vientos (dort als vorderer Rumpfabschnitt, siehe auch Museo del Aire Madrid) oder im Canada Aviation and Space Museum in Ottawa. Ausgemusterte Exemplare landen häufig auf Abstellflächen, die der Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards vorstellt. Wie wertvoll eine Sichtung im Vergleich ist, kannst du mit Wie selten ist meine Sichtung? einordnen – und weitere Raritäten stellt Seltene Flugzeuge spotten vor.
Status vorher prüfen
Bei so wenigen aktiven Maschinen kann sich der Bestand schnell ändern. Prüf vor einer Reise im Tracking, ob die gesuchte DC-9 überhaupt noch fliegt, und plane bei einem Museumsbesuch Öffnungszeiten und Zugang direkt beim Museum.
Fazit
Die DC-9 war Douglas’ Antwort auf die Frage, wie Jets auch auf kurzen Strecken und an kleinen Flughäfen wirtschaftlich fliegen können. Hecktriebwerke, T-Leitwerk, eigene Treppen und Hilfstriebwerk machten sie unabhängig, die eingeplante Wachstumsreserve machte sie langlebig. Aus der 31,8 m kurzen Serie 10 wurde über die Serien 30 bis 50 die MD-80 – und am Ende die Boeing 717. Wer heute eine DC-9 vor die Linse bekommt, sieht den Ursprung einer der erfolgreichsten Jetfamilien überhaupt.
Kurzfazit
Douglas-Entwurf von 1963, Erstflug 1965, 976 Exemplare in fünf Serien: Die DC-9 erkennst du an zwei schlanken JT8D am Heck, T-Leitwerk und einem Rumpf bis rund 41 m. Ihre Erben MD-80, MD-90 und 717 sind länger oder haben dickere Triebwerke.
Zusammenfassung
- Douglas entwickelte die DC-9 ab 1962 als kleinen Jet für kurze Strecken. Der Erstflug fand am 25. Februar 1965 statt, bis 1982 entstanden 976 Exemplare.
- Hecktriebwerke, T-Leitwerk, Hecktreppe und kurze Fahrwerksbeine machten die DC-9 unabhängig von großer Bodeninfrastruktur – ideal für kleinere Flughäfen.
- Die Serien 10 bis 50 unterscheiden sich vor allem in Länge, Gewicht und Triebwerksleistung. Die Serie 20 ist mit nur zehn Exemplaren die seltenste.
- Aus der gestreckten DC-9-50 wurde die DC-9 Super 80, die 1980 bei Swissair in Dienst ging und ab 1983 offiziell MD-80 hieß.
Häufige Fragen
Ist die Douglas DC-9 dasselbe Flugzeug wie die McDonnell Douglas DC-9?
Ja. Douglas entwickelte die DC-9 und brachte sie 1965 in den Liniendienst. 1967 fusionierte Douglas mit McDonnell, danach lief der Jet unter dem Namen McDonnell Douglas DC-9 weiter vom Band. Betreiber, Verbleib und Museumsmaschinen findest du ausführlich auf der Seite zur McDonnell Douglas DC-9.
Wann flog die DC-9 zum ersten Mal?
Am 25. Februar 1965. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilte am 23. November 1965 die Zulassung, am 8. Dezember 1965 flog Delta Air Lines den ersten Linienflug.
Was bedeuten die Seriennummern wie DC-9-32 oder DC-9-51?
Die erste Ziffer nach dem Bindestrich nennt die Serie (1 = Serie 10, 3 = Serie 30, 5 = Serie 50). Die zweite Ziffer steht für eine Unterversion, meist mit anderem Gewicht oder anderer Triebwerksvariante. Eine DC-9-32 ist also eine Maschine der Serie 30, eine DC-9-51 eine der Serie 50.
Warum ist die DC-9-20 so selten?
Sie war eine Sonderanfertigung für SAS: kurzer Rumpf der Serie 10, aber der größere Flügel mit Vorflügeln und stärkere JT8D-11-Triebwerke für kurze Pisten. Erstflug war am 18. September 1968, Liniendienst ab dem 27. Januar 1969. Es entstanden nur zehn Exemplare.
Wie wurde aus der DC-9 die MD-80?
Im Oktober 1977 startete McDonnell Douglas mit Swissair als Erstkundin die DC-9 Super 80: eine weiter gestreckte DC-9-50 mit größerem Flügel, neuem Hauptfahrwerk, mehr Treibstoff und JT8D-200-Triebwerken. Erstflug war am 18. Oktober 1979, Liniendienst ab dem 10. Oktober 1980. 1983 wurde der Name offiziell auf MD-80 umgestellt.
Welche ICAO-Typcodes hat die DC-9?
Jede Serie hat ihren eigenen Code: DC91 (Serie 10), DC92 (Serie 20), DC93 (Serie 30), DC94 (Serie 40) und DC95 (Serie 50). Die MD-80-Familie läuft unter eigenen Codes.
Gibt es die DC-9 noch im Linienverkehr?
In Europa nicht. Der letzte große Passagiereinsatz endete 2014 bei Delta Air Lines. Stand Oktober 2026 fliegen nur noch wenige Maschinen, überwiegend als Frachter in Amerika und Afrika.
Douglas DC-9 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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McDonnell Douglas DC-9
Zwei Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Flosse: Die DC-9 prägte ab 1965 die Kurzstrecke in Europa und den USA. So erkennst du die Serien 10 bis 50 und trennst sie von MD-80, 717 und One-Eleven.
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Mit ihr fing der „Mad Dog“ an: Die MD-81 war die erste Serienversion der MD-80-Familie und startete 1980 bei Swissair und Austrian in den Liniendienst. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wer sie flog und warum sie heute eine echte Rarität ist.
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Kürzer, moderner im Cockpit und mit einer markanten Flossenspitze: Die MD-87 war die kompakte Version der MD-80-Familie. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, warum Iberia und SAS sie prägten und weshalb sie heute vor allem als Löschflugzeug unterwegs ist.
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Der Rumpf einer MD-80, aber hinten zwei dicke, runde Triebwerke: Die MD-90 brachte die DC-9-Familie in die Ära der modernen Mantelstromtriebwerke. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, wer sie flog und warum sie heute so gut wie verschwunden ist.
SchmalrumpfBoeing 717-200
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
McDonnell Douglas
Historischer US-Hersteller, 1967 aus McDonnell Aircraft und Douglas Aircraft entstanden und 1997 in Boeing aufgegangen. Seine Jets mit Hecktriebwerken – DC-9, MD-80, DC-10 und MD-11 – prägten Jahrzehnte des Luftverkehrs und sind heute gesuchte Motive für Spotter.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
HerstellerDe Havilland Canada
Vom Buschflugzeug Beaver über die Twin Otter bis zur Dash 8 und dem Löschflugzeug DHC-515: De Havilland Canada steht für robuste Kurzstart-Flugzeuge. Hier erfährst du, wie das Unternehmen entstand, wem es gehörte und wo du seine Typen heute vor die Linse bekommst.
Wo du die Douglas DC-9 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa
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