Boeing 737-500

Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.

Auch bekannt als: 737 Classic · 737-530 · 737-5H4 · 737-5L9 · 737-1000 (Projektname) · B 737-500

USABoeingSchmalrumpfflugzeugeICAO-Typcode: B73511 Min. Lesezeit

B735

ICAO-Typcode

1989

Erstflug

389

gebaute Exemplare

31,0 m

Länge

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 737-500 ist die kürzeste Version der 737 Classic und wurde als moderner Ersatz für die 737-200 entwickelt.
  • Erkennen kannst du sie an den abgeflachten CFM56-Triebwerken, dem sehr kurzen Rumpf und nur einem Notausgang über dem Flügel pro Seite.
  • Erstkunde war Southwest Airlines, die erste Maschine kam im Februar 1990. Bis 1999 entstanden 389 Exemplare.
  • Lufthansa flog 33 Maschinen von 1990 bis 2016; in Westeuropa ist der Typ seitdem praktisch verschwunden.
  • Restbetrieb gibt es vor allem in Russland, wo Utair die -500 noch 2025 in größerer Zahl einsetzte, sowie bei einzelnen Airlines in Afrika.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 737-500?
  2. 2.Entstehung: eine moderne 737-200
  3. 3.Die prägenden Betreiber
  4. 4.Zweite Karriere in Osteuropa, Russland und Südamerika
  5. 5.Restbetrieb heute: Utair und Afrika
  6. 6.So erkennst du eine 737-500
  7. 7.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  8. 8.Spotting-Tipps für eine Rarität
  9. 9.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
Familie737 Classic (737-300, -400, -500)
ICAO-TypcodeB735
Projektstart1987, zunächst als „737-1000“ vorgestellt
Erstflug30. Juni 1989
ErstauslieferungFebruar 1990 an Southwest Airlines
Triebwerke2 × CFM International CFM56-3
Längerund 31,0 m
Spannweiterund 28,9 m (Classic-Flügel)
Sitzplätzemeist rund 100 bis 132, zugelassen für maximal 140
Max. Startgewichtrund 60,5 t
Reichweiteje nach Ausstattung bis rund 4.400 km
Produktion389 Exemplare, Auslieferungen 1990 bis 1999
NachfolgerBoeing 737-600 (Next Generation)
StatusIn Westeuropa ausgemustert, Restbetrieb vor allem in Russland und Afrika

Erkennungsmerkmale

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  • Dicke CFM56-Triebwerke mit unten abgeflachtem Einlass vor der Flügelvorderkante – das Classic-Merkmal schlechthin
  • Sehr kurzer Rumpf von rund 31 m: Die Maschine wirkt gedrungen, fast wie eine 737-200 mit „dicken Backen“
  • Ein Notausgang über dem Flügel pro Seite – wie bei der -300, die längere -400 hat zwei
  • Kurzer Classic-Flügel mit rund 28,9 m Spannweite, meist ohne Winglets
  • Rückenflosse vor dem Seitenleitwerk und das stumpfe Classic-Heck mit Hilfsturbine
  • Wenige Fenster zwischen vorderer Tür und Flügel – auf Fotos fällt das kurze Vorderteil des Rumpfs auf

Aktualisiert: Oktober 2026 – Kurz, kompakt, mit zwei dicken Triebwerken, die unten aussehen, als hätte jemand sie plattgedrückt: So sah in den 1990ern und 2000ern ein großer Teil des Kurzstreckenverkehrs in Europa aus. Die Boeing 737-500 war die kleinste Version der 737 Classic und sollte die betagte 737-200 ablösen. In Deutschland flog sie vor allem bei Lufthansa, in Skandinavien bei Braathens und Maersk Air. Heute ist sie in Mitteleuropa ein seltener Fund. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie flog, wo sie noch unterwegs ist und woran du sie von ihren Schwestern unterscheidest.

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Was ist die Boeing 737-500?

Die 737-500 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für Kurz- und Mittelstrecken. Sie ist die kürzeste Version der zweiten 737-Generation, der sogenannten Classic, zu der außerdem die 737-300 und die längere 737-400 gehören. Zugelassen ist sie für bis zu 140 Passagiere, die meisten Airlines bestuhlten sie aber mit rund 100 bis 132 Sitzen.

Angetrieben wird sie wie alle Classics von zwei CFM56-3 des Herstellers CFM International. Die Triebwerke sind deutlich sparsamer und leiser als die alten Pratt-&-Whitney-JT8D der 737-200; je nach Quelle ist von rund einem Viertel weniger Treibstoffverbrauch die Rede. Weil der Rumpf kurz ist, die Tanks aber gleich groß blieben, hat die -500 die größte Reichweite der Classic-Familie. Gängige Angaben nennen je nach Ausstattung rund 4.400 Kilometer.

Den großen Überblick über alle Generationen von der Original-737 bis zur MAX bekommst du im Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Mehr zum Hersteller steht auf der Seite zu Boeing.

B735ICAO-Typcode der 737-500
389gebaute Exemplare, ausgeliefert 1990 bis 1999
31,0 mLänge – die kürzeste 737 Classic

Entstehung: eine moderne 737-200

Mitte der 1980er-Jahre lief die Classic mit der -300 bereits gut, und die längere -400 war in Arbeit. Viele Airlines hatten aber noch große Flotten der 737-200 mit gut 100 bis 130 Sitzen. Für sie war die -300 eigentlich schon zu groß. Sie wollten ein Flugzeug in der alten Größe, aber mit der neuen Technik: CFM56-Triebwerke, modernisiertes Cockpit, gleiche Musterberechtigung wie die übrigen Classics.

Boeing stellte das Projekt im Mai 1987 zunächst unter dem Namen 737-1000 vor und benannte es kurz darauf in 737-500 um. Die Idee war simpel: Man nahm die -300 und kürzte den Rumpf, bis er ungefähr der Länge der -200 entsprach. Am Ende war die -500 nur knapp einen halben Meter länger als die -200. Laut der Airline-Geschichte von Maersk Air entstand die kurze Version ausdrücklich auch auf Wunsch der Dänen und anderer Airlines, die ihre -200 ersetzen wollten.

Erstkunde wurde Southwest Airlines. Der Erstflug fand am 30. Juni 1989 statt, im Februar 1990 übernahm Southwest die erste Serienmaschine. Kurz darauf folgten die Europäer: Maersk Air bekam ihre erste -500 im April 1990, auch Lufthansa und Braathens nahmen den Typ 1990 in Dienst.

Bis zur letzten Auslieferung 1999 baute Boeing 389 Exemplare. Zum Vergleich: Von der -300 entstanden 1.113, von der -400 486 Maschinen. Insgesamt kommt die Classic damit auf 1.988 Flugzeuge. In der Next Generation folgte auf die -500 die 737-600, die mit nur 69 verkauften Exemplaren aber weit hinter ihrer Vorgängerin blieb.

Kundennummern lesen lernen

Wie bei älteren Boeing-Typen verrät die Kundenbezeichnung den Erstbesteller. Eine 737-530 kam ab Werk zu Lufthansa, eine 737-5H4 zu Southwest, eine 737-5L9 zu Maersk Air. Gerade bei einem Typ, der oft den Besitzer gewechselt hat, erzählt dir das viel über die Geschichte einer Maschine.

Die prägenden Betreiber

Southwest Airlines: der Erstkunde

Southwest Airlines betrieb 25 Maschinen der Version. Die Texaner kauften sie ursprünglich für neue, längere Strecken mit noch geringer Nachfrage – genau dort spielte die -500 ihre Reichweite aus. Als diese Strecken wuchsen, wurde die geringe Sitzzahl zum Nachteil, und die Flugzeuge wanderten vor allem auf kurze Strecken innerhalb von Texas und der Nachbarstaaten. Zwei -500 trugen zeitweise die bekannte SeaWorld-Bemalung mit dem Orca Shamu. Den letzten Linienflug mit der -500 absolvierte Southwest am 5. September 2016 von El Paso nach Dallas.

Lufthansa: 26 Jahre „Bobby“ im Europa-Netz

Lufthansa war schon Erstkunde der Ur-737 und blieb dem Muster bis in die Classic-Zeit treu. Von der -500 flog die Airline 33 Maschinen, eingeführt 1990 und bis 2016 ausgemustert. Die Flugzeuge trugen wie bei Lufthansa üblich Städtenamen und ergänzten die größeren 737-300 im Europa- und Inlandsnetz. Bei der Modernisierung entfernte Lufthansa an ihren -300 und -500 übrigens die kleinen Dachfenster über dem Cockpit, die sogenannten „Eyebrow Windows“.

Mit dem Ende der Classic im Herbst 2016 verabschiedete sich Lufthansa komplett von der 737. Heute fliegt die Lufthansa Group auf der Kurzstrecke Airbus.

United und Continental

In den USA zählte auch United Airlines zu den großen Erstbetreibern. Die -500 kam 1990 in die Flotte und blieb bis 2009. Nach der Fusion mit Continental Airlines tauchten die -500 noch einmal in der United-Flotte auf, die letzten drei Maschinen gingen im Mai 2013.

Skandinavien: Braathens und Maersk Air

Im Norden war die -500 lange ein vertrauter Anblick. Braathens SAFE flog 17 Exemplare von 1990 bis 2004, vor allem im norwegischen Inlandsnetz mit rund 124 Sitzen; die größeren -400 übernahmen eher Charterflüge. Mit der Fusion zu SAS Braathens ging die Flotte in die SAS-Welt über.

Maersk Air aus Dänemark setzte über die Jahre 24 Maschinen ein, von 1990 bis 2005. Die britische Tochter Maersk Air UK ersetzte 1996 ihre BAC One-Eleven durch -500, die im Auftrag von British Airways in deren Farben flogen. Auch Estonian Air, an der Maersk beteiligt war, bekam zwei -500. Beim Verkauf von Maersk Air 2005 wurden die 737 an Sterling verleast.

Airline Einsatz der 737-500 Hinweis
Southwest Airlines 1990 bis September 2016 Erstkunde, 25 Maschinen
Lufthansa 1990 bis 2016 33 Maschinen, Kundenbezeichnung 737-530
Braathens SAFE 1990 bis 2004 17 Maschinen, Inlandsnetz Norwegen
Maersk Air 1990 bis 2005 24 Maschinen, auch Maersk Air UK
United Airlines 1990 bis 2013 Rückkehr nach Continental-Fusion
Ukraine International Airlines 2001 bis 2018 13 Maschinen, gebraucht übernommen

Zweite Karriere in Osteuropa, Russland und Südamerika

Die -500 hatte ein typisches Schicksal kleiner Jets: Bei steigenden Treibstoffpreisen sind die Kosten pro Sitz hoch, und größere Flugzeuge rechnen sich besser. Viele Erstbetreiber gaben ihre -500 deshalb schon nach rund 21 Jahren ab – früher als die größere -300. Die Zellen waren aber noch gut in Schuss und günstig zu haben. So wanderte ein großer Teil der Flotte zu Zweitbetreibern.

In der Ukraine baute Ukraine International Airlines ab 2001 eine -500-Flotte von insgesamt 13 Maschinen auf und flog sie bis 2018. 2018 kündigte UIA an, ihre letzten Classics durch neuere 737 und Embraer-Jets zu ersetzen.

In Russland kauften gleich mehrere Gesellschaften gebrauchte -500, darunter Rossiya, S7, Smartavia, Yamal, Transaero und vor allem Utair.

In Südamerika ersetzte Aerolíneas Argentinas ihre 737-200 durch gebrauchte -500. Einzelne Exemplare dienen zudem als Regierungs- oder Militärtransporter, unter anderem bei den Luftstreitkräften Argentiniens, Chiles und Perus.

Seltene Classics auf die Wunschliste

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Restbetrieb heute: Utair und Afrika

Stand Herbst 2026 ist die -500 im westeuropäischen Linienverkehr praktisch verschwunden. Wer sie noch fliegen sehen will, schaut vor allem nach Osten und Süden.

Utair mit Sitz in Chanty-Mansijsk und Drehkreuzen in Moskau-Wnukowo und Surgut ist der bekannteste verbliebene Großbetreiber. Im August 2025 listete die Flotte noch knapp 20 Maschinen dieser Version mit 116 oder 126 Sitzen. Viele davon tragen wie bei russischen Airlines üblich Kennzeichen aus Bermuda mit dem Präfix VQ-B. Der Typ hat bei Utair auch Schlagzeilen gemacht: Im Februar 2020 brach bei einer -500 während der Landung in Ussinsk das Fahrwerk zusammen, alle 100 Menschen an Bord überlebten.

Russische Airlines dürfen seit 2022 nicht mehr in den Luftraum der EU einfliegen. Eine Utair-737 siehst du also nur in Russland selbst oder in Ländern, die Utair noch anfliegt. Bevor du dort die Kamera auspackst, lies unbedingt den Beitrag zu Fotografierverboten in Russland und Belarus – Spotting kann dort schnell Ärger bringen.

In Afrika fliegen einzelne -500 noch bei kleineren Gesellschaften. Ein Beispiel ist Air Peace aus Nigeria, bei der im Juli 2025 eine -500 in Port Harcourt von der Piste abkam. Wie viele Maschinen die Airlines jeweils noch aktiv betreiben, ändert sich schnell – oft stehen Flugzeuge monatelang am Boden oder werden ohne Ankündigung ausgemustert.

Flottenstand schwankt

Wie viele 737-500 im Herbst 2026 noch fliegen, lässt sich nur tagesaktuell sagen. Prüf vor einer Reise Flottendatenbanken und Tracking-Dienste mit dem Code B735, statt dich auf ältere Listen zu verlassen.

So erkennst du eine 737-500

Im Feld reichen meist drei Schritte, um die -500 sicher einzuordnen.

Generation bestimmen

Dicke, unten abgeflachte Triebwerke vor einem kurzen Flügel ohne Werks-Winglets bedeuten: Classic. Schlanke Röhren dicht am Flügel gehören zur Original-737, ein deutlich längerer Flügel mit spitzem Heck zur Next Generation.

Notausgänge zählen

Ein Notausgang über dem Flügel pro Seite spricht für -300 oder -500, zwei für die -400. Achte auf die Fensterreihe direkt über der Flügelwurzel.

Proportionen prüfen

Die -500 wirkt gedrungen, fast stummelig. Zwischen der vorderen Tür und dem Flügel sitzen sichtbar weniger Fenster als bei der -300. Im Zweifel entscheidet das Kennzeichen.

Schnellbestimmung: kurze 737

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 737-500

Classic-Triebwerke, ein Notausgang pro Seite und ein auffällig kurzer Rumpf: Das ist die -500.

Wahrscheinlich

Boeing 737-300

Gleiche Triebwerke und Notausgänge, aber rund 2,4 m mehr Rumpf. Das Verhältnis von Rumpf zu Flügel wirkt ausgewogener.

Wahrscheinlich

Boeing 737-400

Die längste Classic mit zwei Notausgängen über dem Flügel pro Seite.

Wahrscheinlich

Boeing 737-200

Fast gleich lang wie die -500, aber mit schlanken JT8D-Triebwerken dicht unter dem Flügel.

Möglich

Boeing 737-600

Ähnlich kurz, aber mit dem langen Flügel und dem spitzen Heck der Next Generation. Sehr selten.

Wie du solche Merkmale systematisch abklopfst, erklärt der Einstieg Flugzeugtypen erkennen für Anfänger. Warum die Classic-Triebwerke so seltsam geformt sind, steht im Beitrag Triebwerke erkennen: Der große Fan des CFM56 passte unter dem niedrigen 737-Flügel nur mit abgeflachter Unterseite und nach vorn versetzt.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Die naheliegendste Verwechslung ist die mit der 737-300. Beide teilen Triebwerke, Flügel, Cockpit und die Zahl der Notausgänge. Hier hilft nur der Blick auf die Proportionen: Die -500 hat vor dem Flügel deutlich weniger Rumpf. Wer beide schon einmal nebeneinander gesehen hat, erkennt das später sofort.

Tückischer ist die 737-600. Sie ist fast genauso kurz und hat ebenfalls abgeflachte Triebwerkseinlässe. Ihr Flügel ist aber länger und schlanker, mit mehr als 34 Metern Spannweite, und das Heck läuft spitzer aus. Auch die 737-200 kann aus der Ferne ähnlich wirken, ihre langen, dünnen Triebwerke verraten sie aber schnell. Mehr zu Flügelspitzen und Winglets findest du unter Winglets, Sharklets und Co. erkennen.

Es spricht für eine 737-500, wenn …

  • die Triebwerke dick, unten flach und vor dem Flügel sitzen
  • du genau einen Notausgang über dem Flügel pro Seite zählst
  • der Rumpf auffällig kurz und gedrungen wirkt
  • Tracker oder Flugplan den Code B735 zeigen

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf mittellang wirkt – dann kann es eine -300 sein
  • der Flügel lang und schlank aussieht – dann tippe eher auf eine -600
  • du die Maschine nur frontal oder im Gegenlicht siehst und keine Länge abschätzen kannst

Es ist keine 737-500, wenn …

  • schlanke Triebwerke dicht am Flügel hängen – dann ist es eine 737-200
  • zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel sitzen – dann ist es eine 737-400 oder eine längere NG
  • Werks-Winglets und ein spitzes Heck dran sind – dann bist du bei der Next Generation wie der 737-700

Spotting-Tipps für eine Rarität

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine 737-500 heute ein Glücksfall: vielleicht eine Überführung, ein Wartungsflug oder ein Regierungsflugzeug. Planbar wird die Sichtung meist nur auf Reisen. Wie du einschätzt, wie besonders dein Fund ist, erklärt Wie selten ist meine Sichtung?, allgemeine Strategien stehen in Seltene Flugzeuge spotten.

Bereit für die B735?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe aktuelle Flottendaten zur 737-500 geprüft.
  • Ich weiß, welche Airline in meinem Zielland den Typ noch fliegt.
  • Ich kenne die Regeln zum Fotografieren am Flughafen vor Ort.
  • Ich kann -300, -500 und -600 an Rumpf und Flügel unterscheiden.
  • Ich habe Wind und Betriebsrichtung für meinen Spot gecheckt.

Fotografisch lohnt sich bei der -500 die Dreiviertelansicht von vorn: Sie zeigt die plattgedrückten Triebwerkseinlässe und gleichzeitig den kurzen Rumpf. Ein reines Seitenprofil dokumentiert die Proportionen am besten und macht später die Abgrenzung zur -300 leicht. Notier dir das Kennzeichen sofort, denn bei so vielen Besitzerwechseln ist die Herkunft einer Maschine oft der spannendste Teil.

Fazit

Die 737-500 war Boeings Antwort auf eine einfache Frage: Wie bekommt man die Größe der 737-200 mit der Technik der Classic? Das Ergebnis flog bei Southwest, Lufthansa, United und in Skandinavien jahrzehntelang zuverlässig und lebte danach bei Zweitbetreibern weiter. In Mitteleuropa ist sie längst Geschichte, in Russland und Afrika aber noch im Einsatz – und genau das macht sie für Spotter zu einem lohnenden Ziel.

Kurzfazit

Platte Triebwerkseinlässe, ein Notausgang pro Seite und ein auffällig kurzer Rumpf: Das ist die 737-500. Wer sie heute noch sehen will, filtert nach B735 und plant gezielt – bei uns ist sie eine echte Rarität.

Zusammenfassung

  • Boeing kürzte die 737-300 auf etwa die Länge der 737-200 und schuf so ein Flugzeug für 100 bis 130 Sitze mit moderner Technik.
  • Southwest, Lufthansa, United, Braathens und Maersk Air gehörten zu den prägenden Erstbetreibern.
  • Weil kleine Jets früher unwirtschaftlich wurden, mussten viele -500 schon nach rund 20 Jahren gehen – und landeten oft bei Zweitbetreibern in Osteuropa, Südamerika und Afrika.
  • Für Spotter in Mitteleuropa ist die B735 heute eine echte Rarität, die du meist nur auf Reisen vor die Linse bekommst.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 737-500?

Die 737-500 läuft unter B735. Die Classic-Schwestern haben B733 (737-300) und B734 (737-400). Mit dem Code findest du die Maschinen gezielt in Tracking-Diensten und Flottendatenbanken.

Wie unterscheide ich die 737-500 von der 737-300?

Beide haben dieselben Triebwerke, denselben Flügel und je einen Notausgang über dem Flügel pro Seite. Der Unterschied liegt in der Länge: Die -500 ist mit rund 31 m etwa 2,4 m kürzer als die -300. Sie wirkt dadurch gedrungen, vor allem der Rumpfabschnitt vor dem Flügel ist auffällig kurz. Sicher wird es mit dem Kennzeichen.

Ist die 737-500 dasselbe wie die 737-600?

Nein. Die 737-600 ist ihr Nachfolger aus der Next Generation. Sie hat einen deutlich längeren, neu konstruierten Flügel mit über 34 m Spannweite, ein spitz zulaufendes Heck und den Code B736. Die -600 verkaufte sich zudem viel schlechter als die -500.

Fliegt Lufthansa noch die 737-500?

Nein. Lufthansa betrieb 33 Maschinen der Version ab 1990 und musterte sie bis 2016 aus, zusammen mit den letzten 737-300. Seitdem fliegt Lufthansa keine Boeing 737 mehr.

Wer fliegt die 737-500 heute noch?

Der bekannteste Betreiber ist Utair aus Russland, die im August 2025 noch knapp 20 Maschinen im Einsatz hatte. Dazu kommen einzelne Airlines in Afrika, etwa in Nigeria, sowie ein paar Regierungs- und Militärmaschinen. Die Zahlen ändern sich laufend, prüf vor einer Reise aktuelle Flottendaten.

Warum wurden die 737-500 so früh ausgemustert?

Kleine Jets haben höhere Kosten pro Sitz. Als Treibstoff teurer wurde und größere Flugzeuge verfügbar waren, gaben viele Airlines die -500 schon nach rund 21 Jahren ab, also früher als die größere -300. Viele Zellen fanden aber Zweitbetreiber.

Was bedeutet „737-530“ oder „737-5H4“?

Das sind Kundenbezeichnungen. Die Ziffern nach der 5 verraten den Erstbesteller: -530 steht für Lufthansa, -5H4 für Southwest, -5L9 für Maersk Air. Im Logbuch hilft das, die Herkunft einer Maschine nachzuvollziehen.

Boeing 737-500 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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