Das Wichtigste in Kürze
- Aufbau HB-XXX: Auf das Staatszugehörigkeitszeichen HB folgen ein Bindestrich und in der Regel drei Buchstaben. Der erste davon ordnet das Luftfahrzeug einer Gruppe zu.
- HB-I und HB-J für die Großen: Flugzeuge über 15 Tonnen liefen historisch unter HB-I und danach unter HB-J – darum tragen viele SWISS-Jets ein HB-J am Heck.
- Ziffern für Segelflugzeuge: Segelflugzeuge und Motorsegler bekommen statt Buchstaben eine Nummer, zum Beispiel aus dem Bereich HB-2000 bis HB-2999 für Motorsegler.
- Liechtenstein fliegt mit HB: Das BAZL führt auch das Luftfahrzeugregister Liechtensteins. Die Maschinen tragen deshalb ebenfalls HB-Kennzeichen.
- Das Präfix ist nicht die Airline: SWISS, Edelweiss, Helvetic, Chair und easyJet Switzerland fliegen alle mit HB-. Erst das vollständige Kennzeichen macht eine Sichtung eindeutig.
Inhaltsverzeichnis
- 1.HB-Kennzeichen: die kurze Antwort
- 2.Was der erste Buchstabe nach HB- verrät
- 3.Segelflugzeuge, Ballone und Helikopter
- 4.Schweizer Hersteller: HB-F und HB-H
- 5.HB-R: Oldtimer und Sonderfälle
- 6.Liechtenstein: HB mit anderem Wappen
- 7.Woher kommt das Präfix HB?
- 8.Vergabe, Reservierung und Wiedervergabe
- 9.Das HB-Präfix verrät nicht die Airline
- 10.Wo du HB-Kennzeichen am besten sammelst
- 11.Fazit
Auf der Zuschauerterrasse in Zürich rollt ein A320 vorbei, rotes Leitwerk, Schweizerkreuz, am Rumpf HB-JL… – und zwei Minuten später ein Embraer mit HB-AZ…, ebenfalls mit LX-Flugnummer. Wer Schweizer HB-Kennzeichen lesen kann, hält die beiden nicht nur auseinander, sondern erkennt auch, ob gerade ein Kleinflugzeug, ein Helikopter oder ein Oldtimer über die Piste rollt. Dieser Guide erklärt dir den Aufbau, die Bedeutung des ersten Buchstabens nach HB-, die Sonderfälle Segelflug und Liechtenstein und woher das Präfix überhaupt stammt.
Jede HB-Registrierung in deinem Hangar
Poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – Planetrack sortiert sie in deinen Hangar, und die Wunschliste zeigt dir, welche Schweizer Maschinen noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
HB-Kennzeichen: die kurze Antwort
Ein Schweizer Luftfahrzeugkennzeichen besteht aus dem Staatszugehörigkeitszeichen HB, einem Bindestrich und dem Eintragungszeichen. Bei Flugzeugen, Helikoptern und Ballonen sind das drei Buchstaben, also etwa HB-JNA. Segelflugzeuge und Motorsegler tragen stattdessen Ziffern. Der erste Buchstabe nach dem Bindestrich gibt einen Hinweis auf die Art des Luftfahrzeugs – J steht zum Beispiel für große Flugzeuge, X für Helikopter.
Zuständig ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL). Es führt das Luftfahrzeugregister, reserviert Kennzeichen und trägt die Maschinen ein. Wie die Zeichen am Flugzeug aussehen und wo sie angebracht werden (allgemein dazu: Wo das Kennzeichen am Flugzeug stehen muss), regelt die Verordnung des BAZL über die Kennzeichen der Luftfahrzeuge (VKZ). Die internationale Grundlage ist – wie überall – das Chicagoer Abkommen. Wie dieses System weltweit funktioniert, erklärt der Grundlagen-Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Was der erste Buchstabe nach HB- verrät
Anders als in Deutschland, wo der Buchstabe nach D- eine fest definierte Gewichtsklasse bezeichnet (siehe deutsche Kennzeichen und Gewichtsklassen), ist das Schweizer System historisch gewachsen. Die Buchstaben bündeln Luftfahrzeuge nach Größe, Antrieb und teils sogar nach Hersteller. Wenn ein Bereich ausgeschöpft war, wurde ein neuer Buchstabe eröffnet. Die folgende Übersicht fasst die gängige Zuordnung zusammen, wie sie in Nachschlagewerken beschrieben wird:
| Gruppe | Typische Luftfahrzeuge | Was du am Zaun siehst |
|---|---|---|
| HB-I, HB-J | Flugzeuge über 15 Tonnen | Airliner von SWISS, Edelweiss, Chair; historisch Swissair |
| HB-A | ursprünglich zweimotorige Turboprops zwischen 5,7 und 15 Tonnen, seit 2019 auch andere Verkehrsflugzeuge | Embraer E2 von Helvetic (HB-AZ…) |
| HB-V | Geschäftsreisejets unter 15 Tonnen | Business Aviation in Genf, Zürich, Lugano |
| HB-F, HB-H | in der Schweiz gebaute Flugzeuge, etwa von Pilatus | PC-6, PC-12 und Trainer aus Stans |
| HB-C, HB-T | einmotorige Cessnas unter 5,7 Tonnen | Flugschulen, Regionalflugplätze |
| HB-P, HB-N, HB-O | einmotorige Piper | Allgemeine Luftfahrt |
| HB-K, HB-D, HB-E, HB-S, HB-U | weitere einmotorige Flugzeuge unter 5,7 Tonnen | Robin, Socata, Beech, Zweisitzer |
| HB-G, HB-L | zweimotorige Flugzeuge unter 5,7 Tonnen | Reise- und Schulflugzeuge |
| HB-M | Kunstflugzeuge | Airshows, Kunstflugtraining |
| HB-R | historische und besondere Flugzeuge | Oldtimer wie die Super Constellation HB-RSC |
| HB-X, HB-Z | Helikopter | Rettungs-, Arbeits- und Rundflughelikopter |
| HB-B, HB-Q | Heißluft- und Gasballone | Ballonfestivals, Alpenüberquerungen |
| HB-Y | Experimental- und Eigenbauflugzeuge | Kleinflugplätze |
| HB-W | Ecolight-Flugzeuge | leichte Sportflugzeuge |
Wichtig für die Praxis: Diese Tabelle ist eine Lesehilfe, keine Rechtsnorm. Ältere Maschinen behalten ihr Kennzeichen, auch wenn sich die Vergabepraxis später ändert, und einzelne Buchstaben wurden je nach Bedarf erweitert. Wenn ein Kennzeichen nicht zum Flugzeug zu passen scheint, ist das also nicht automatisch ein Ablesefehler. Den letzten Beweis liefert das Register. Wie du einzelne Maschinen per Kennzeichen findest, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
HB-I und HB-J: die Airliner-Reihe
Für Airline-Spotter ist die J-Reihe der wichtigste Bereich. Große Flugzeuge liefen zuerst unter HB-I, viele Jets aus der Swissair-Ära trugen diese Reihe. Als die Kombinationen knapp wurden, ging es mit HB-J weiter. Darum fliegt SWISS heute überwiegend mit HB-J…: Die erste Boeing 777-300ER der Airline, HB-JNA, landete am 29. Januar 2016 in Zürich. Die erste CS100, heute als Airbus A220-100 bekannt, trug HB-JBA, und die erste A321neo kam im September 2020 als HB-JPA.
Interessant: Bei den jüngsten Langstreckenjets ist die I-Reihe zurück. Die A350-900 von Edelweiss laufen unter HB-IH…, etwa HB-IHC, und SWISS übernahm im Oktober 2025 ihren ersten A350-900 mit HB-IFA. Für deine Sammlung heißt das: HB-I ist nicht automatisch ein Oldtimer aus Swissair-Zeiten.
Auch die Familienbildung innerhalb einer Flotte hilft beim Lesen. Bei SWISS stehen die zweiten und dritten Buchstaben oft für eine Typfamilie, etwa HB-JM… bei den A340-300, von denen zum Stand Oktober 2026 nur noch wenige Exemplare im Dienst sind. Eine feste Regel ist das aber nicht – verlass dich lieber auf Typ und Register als auf ein Muster.
HB-A: Regionaljets und mehr
Ursprünglich war HB-A für zweimotorige Turboprops mittlerer Größe gedacht. Inzwischen werden dort auch andere Verkehrsflugzeuge eingetragen. Das beste Beispiel ist Helvetic Airways: Ihre Embraer E190-E2, von denen die Airline die erste Ende Oktober 2019 übernahm, tragen Kennzeichen wie HB-AZE oder HB-AZG. Wer also auf einem LX-Flug einen Jet mit HB-AZ… sieht, hat in aller Regel eine Helvetic-Maschine vor sich, die für SWISS fliegt.
Ein bestimmtes HB-Kennzeichen im Visier?
Mit Sichtungs-Alarmen beobachtest du einzelne Kennzeichen, Typen, Airlines oder Special Liveries und wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Segelflugzeuge, Ballone und Helikopter
Nicht jedes Schweizer Luftfahrzeug trägt Buchstaben. Segelflugzeuge und Motorsegler bekommen nach HB- eine laufende Nummer. Für Motorsegler ist der Bereich HB-2000 bis HB-2999 vorgesehen, Segelflugzeuge überspringen diesen Block. Ecolight-Motorsegler haben laut Übersichten eine eigene Serie ab HB-5500. Ein Kennzeichen wie HB-3… verrät dir also sofort, dass du kein Motorflugzeug vor dir hast – auch wenn das Segelflugzeug gerade im Schlepp hinter einer Robin hängt.
Ballone findest du unter HB-B und, als dieser Bereich ausgeschöpft war, unter HB-Q. Gerade bei Ballonfestivals lohnt sich ein Blick auf die Hülle oder den Korb: Dort steht das Kennzeichen oft groß und gut lesbar.
Helikopter stehen klassisch unter HB-X, ergänzt durch HB-Z. In einem Land mit so vielen Rettungs-, Transport- und Arbeitseinsätzen in den Bergen sind sie ein eigenes Sammelgebiet. Die Rettungsflugwacht Rega und Betreiber wie Air Zermatt zeigen, wie vielfältig die Szene ist. Nicht alle neueren Helikopter folgen allerdings der X-Regel – auch hier gilt: Typ und Register gegenchecken.
Das „X-HB“ ist kein Tippfehler
Ganz selten taucht ein vorangestelltes X auf, etwa bei Erprobungsflugzeugen. Bekannte Beispiele sind die beiden Prototypen des Schweizer Kampfjets FFA P-16 mit X-HB-VAC und X-HB-VAD. Wer so etwas im Archiv seines Vereins findet, hat ein echtes Stück Schweizer Luftfahrtgeschichte vor sich.
Schweizer Hersteller: HB-F und HB-H
Eine Schweizer Besonderheit sind eigene Buchstaben für Flugzeuge aus heimischer Produktion. Unter HB-F und HB-H finden sich in der Schweiz gebaute Muster, allen voran Typen von Pilatus Aircraft aus Stans: die Pilatus PC-6 Porter, die PC-12 oder Trainer wie die PC-7 und PC-21. Viele Pilatus-Flugzeuge verlassen die Schweiz allerdings schnell und fliegen dann mit dem Kennzeichen ihres Bestimmungslandes. Ein PC-12 mit HB-Kennzeichen ist darum am Heimatflugplatz häufiger als in Frankfurt oder Hamburg.
Für Business Jets unter 15 Tonnen ist die Gruppe HB-V gedacht. Ob ein in der Schweiz eingetragener Jet wie die Pilatus PC-24 unter HB-V oder unter einem Hersteller-Buchstaben läuft, verrät dir im Einzelfall das Register. Genf mit seiner starken Business Aviation ist dafür ein guter Ort; ein Überblick über den Flughafen steht im Steckbrief zum Flughafen Genf.
HB-R: Oldtimer und Sonderfälle
Die Gruppe HB-R ist für historische und besondere Flugzeuge reserviert – für viele Spotter die spannendste Reihe. Bekanntestes Beispiel ist die in Basel beheimatete Lockheed Super Constellation HB-RSC, die allerdings wegen Korrosionsschäden seit Jahren am Boden steht. Wer Schweizer Luftfahrtgeschichte lieber in Ruhe ansehen möchte, findet sie im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern oder im Flieger-Flab-Museum Dübendorf. Dort stehen auch Maschinen mit historischen Kennzeichen, deren Vorbesitzer längst nicht mehr existieren – etwa die Swissair (1931–2002) oder die Crossair (1975–2002).
Liechtenstein: HB mit anderem Wappen
Das Fürstentum Liechtenstein nutzt kein eigenes Luftfahrzeugpräfix. Das BAZL führt auch das Liechtensteiner Luftfahrzeugregister, und dort gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie in der Schweiz. Liechtensteiner Maschinen tragen deshalb ebenfalls HB-Kennzeichen. Den Unterschied machen laut gängigen Übersichten die Hoheitszeichen: Statt des Schweizerkreuzes zeigt das Flugzeug das Staatswappen Liechtensteins.
Für Spotter ist das eine hübsche Falle: Ein HB-Kennzeichen beweist nicht zwingend eine Schweizer Registrierung. Wenn du es genau wissen willst, prüfe den Eintrag im Register oder achte auf das Hoheitszeichen am Flugzeug.
Woher kommt das Präfix HB?
Bis in die 1930er-Jahre trugen Schweizer Flugzeuge CH plus eine Nummer. Mit der überarbeiteten Pariser Luftverkehrskonvention kam das Präfix HB; die Schweiz trat ihr am 1. Oktober 1934 bei. Die Buchstaben stammen aus dem internationalen Funkrufzeichen-System: Bereits der Washingtoner Funkvertrag von 1927 hatte der Schweiz den Block HBA bis HBZ zugeteilt.
Warum es ausgerechnet HB wurde, ist nicht eindeutig belegt. Eine verbreitete Vermutung lautet, dass die Schweiz auf einen H-Block auswich, weil CH im Buchstabenbereich Kanadas lag. Populäre Erklärungen wie „Helvetischer Bund“ oder Spotter-Sprüche wie „Hohe Berge“ sind nette Eselsbrücken, aber keine belegte Herkunft. Mehr zur Logik hinter den Präfixen aller Länder steht im Guide zu den Länderkennungen von Flugzeugen.
Vergabe, Reservierung und Wiedervergabe
Kennzeichen werden vom BAZL vergeben. Wer ein bestimmtes Kennzeichen möchte, kann es über ein Reservationsgesuch beim Luftfahrzeugregister beantragen. Die Eintragung selbst setzt unter anderem voraus, dass die Eigentumsvoraussetzungen erfüllt sind. Das BAZL nennt für die Bearbeitung eines vollständigen Gesuchs in der Regel rund zehn Arbeitstage.
Für Sammler besonders wichtig: Lange galt in der Schweiz, dass jedes Kennzeichen nur ein einziges Mal vergeben wird. Seit 2023 können Kennzeichen, die vor mehr als zehn Jahren gelöscht wurden, erneut zugeteilt werden. Ausgenommen sind laut Übersichten Kennzeichen von Flugzeugen, die bei tödlichen Unfällen verloren gingen. Eine Buchstabenfolge kann damit über die Jahrzehnte zwei verschiedene Maschinen bezeichnen – wichtig, wenn du Registrierungen sammelst.
1. Präfix prüfen
Steht HB- am Rumpf, ist die Maschine in der Schweiz oder in Liechtenstein registriert. Das Hoheitszeichen – Schweizerkreuz oder Liechtensteiner Wappen – hilft bei der Unterscheidung.
2. Ersten Buchstaben einordnen
J oder I deutet auf ein großes Flugzeug, A häufig auf Regionaljets oder Turboprops, X auf Helikopter, R auf Oldtimer. Ziffern bedeuten Segelflug.
3. Gegen den Typ abgleichen
Passt das Kennzeichen zum Flugzeug, das du siehst? Wenn nicht, hast du entweder falsch abgelesen oder einen Sonderfall gefunden.
4. Im Register nachschlagen
Das Online-Luftfahrzeugregister des BAZL zeigt dir, welcher Typ unter dem Kennzeichen eingetragen ist.
5. Mit Datum notieren
Wegen möglicher Wiedervergaben gehören Datum, Ort und Typ zu jedem Kennzeichen in deinem Logbuch.
Das HB-Präfix verrät nicht die Airline
Der häufigste Denkfehler beim Spotten in Zürich, Genf oder Basel: HB- heißt nicht SWISS. Neben SWISS fliegen auch Edelweiss, Helvetic, Chair Airlines und easyJet Switzerland mit Schweizer Kennzeichen. Und weil Edelweiss- und Helvetic-Maschinen teilweise im Auftrag von SWISS unterwegs sind, verrät auch die Flugnummer nicht zuverlässig, welches Flugzeug wirklich vor dir steht. Den Unterschied zwischen Flugnummer, Callsign und Kennzeichen erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer.
Umgekehrt kann ein Flugzeug das HB- auch verlieren. Wechselt eine Maschine zu einer Konzerngesellschaft in einem anderen Land oder wird sie verkauft, bekommt sie ein neues Kennzeichen. Was dabei passiert und wie du solche Wechsel in deiner Sammlung abbildest, steht im Guide zur Umregistrierung von Flugzeugen. Wie Österreich das gleiche Problem löst, zeigt der Vergleich mit den österreichischen OE-Kennzeichen.
Was das HB-Kennzeichen dir sicher sagt
- Die Maschine ist in der Schweiz oder in Liechtenstein registriert.
- Der erste Buchstabe gibt einen Hinweis auf Art und Größe.
- Das vollständige Kennzeichen identifiziert genau ein eingetragenes Luftfahrzeug.
Was es dir nicht verrät
- Welche Airline gerade den Flug durchführt.
- Ob das Flugzeug in der Schweiz stationiert ist.
- Ob dieselbe Buchstabenfolge früher schon ein anderes Flugzeug bezeichnet hat.
Wo du HB-Kennzeichen am besten sammelst
Die größte Dichte an HB-Kennzeichen erlebst du am Flughafen Zürich, dem Drehkreuz von SWISS und Heimat von Edelweiss und Helvetic. Von der Zuschauerterrasse B kannst du rollende Flugzeuge oft aus der Nähe ablesen, am Butzenbüel erwischst du Anflüge mit gut lesbarer Rumpfbeschriftung. Tipps zu Lichtrichtung und Tagesablauf findest du im Zürich-Guide.
In Genf mischen sich easyJet Switzerland, SWISS und viel Business Aviation mit HB-V. Die Aussichtsterrasse am Flughafen Genf und der Genf-Guide helfen bei der Planung. Am EuroAirport Basel-Mulhouse triffst du HB-Kennzeichen zwischen französischen F-Registrierungen. Für Allgemeine Luftfahrt, Helikopter und Pilatus-Typen lohnen sich Regionalflugplätze wie der Flughafen Bern. Was du beim Spotten in der Schweiz rechtlich beachten musst, fasst Planespotting in der Schweiz zusammen.
Liest du HB-Kennzeichen schon sicher?
- Ich weiß, dass HB- für die Schweiz und Liechtenstein steht.
- Ich ordne HB-J und HB-I großen Flugzeugen zu.
- Ich erkenne Helvetic-E2 an der Reihe HB-AZ….
- Ich weiß, dass HB-X und HB-Z für Helikopter stehen.
- Ich erkenne Segelflugzeuge an Ziffern statt Buchstaben.
- Ich notiere zum Kennzeichen immer Typ und Datum.
Deine Schweizer Sammlung an einem Ort
Finde Spots in Zürich und Genf auf der Spot-Karte, halte jede HB-Sichtung mit Kennzeichen im Hangar fest und teile seltene Funde mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Schweizer Kennzeichen folgen einem einfachen Grundmuster – HB, Bindestrich, drei Buchstaben oder eine Nummer – mit vielen historisch gewachsenen Feinheiten. Der erste Buchstabe ist ein nützlicher Hinweis auf Größe und Art, aber keine starre Gewichtsklasse wie in Deutschland. HB-J und HB-I stehen für die Großen, HB-A beherbergt inzwischen auch Regionaljets, HB-X und HB-Z die Helikopter, HB-R die Oldtimer. Liechtenstein teilt sich das Präfix, und seit 2023 kann eine alte Buchstabenfolge ein zweites Leben bekommen.
Kurzfazit
Lies ein HB-Kennzeichen von vorn nach hinten: Präfix für das Register, erster Buchstabe für die Gruppe, der Rest für die einzelne Maschine. Gleich das Ergebnis mit dem Typ ab, schlag im Zweifel im BAZL-Register nach und notiere immer Datum und Typ dazu – dann bleibt deine Sammlung auch nach Umregistrierungen und Wiedervergaben sauber.
Zusammenfassung
- Schweizer Kennzeichen bestehen aus HB, einem Bindestrich und meist drei Buchstaben. Vergeben werden sie vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), die Gestaltung regelt die Verordnung über die Kennzeichen der Luftfahrzeuge (VKZ).
- Der erste Buchstabe nach HB- gibt einen Hinweis auf Art und Größe des Luftfahrzeugs. Die Zuordnung ist aber historisch gewachsen und nicht so streng wie das deutsche Gewichtsklassen-System.
- Bis in die 1930er-Jahre trugen Schweizer Flugzeuge CH plus eine Nummer. Das Präfix HB stammt aus dem Funkrufzeichen-Block, den die Schweiz 1927 erhalten hat.
- Seit 2023 können Kennzeichen, die vor mehr als zehn Jahren gelöscht wurden, erneut vergeben werden. Datum und Typ gehören deshalb in jede Sichtungsnotiz.
Häufige Fragen
Wie ist ein Schweizer Flugzeugkennzeichen aufgebaut?
Es beginnt mit dem Staatszugehörigkeitszeichen HB, gefolgt von einem Bindestrich und dem Eintragungszeichen. Bei Motorflugzeugen, Hubschraubern und Ballonen besteht das Eintragungszeichen aus drei Buchstaben, etwa HB-JNA. Segelflugzeuge und Motorsegler tragen stattdessen eine Nummer.
Was bedeutet HB-J bei SWISS-Flugzeugen?
Der Buchstabe J gehört zur Gruppe der Flugzeuge über 15 Tonnen. Ursprünglich lief diese Gruppe unter HB-I. Als die Kombinationen dort knapp wurden, ging es mit HB-J weiter. Deshalb tragen viele Jets von SWISS, Edelweiss und Chair ein Kennzeichen der Form HB-J…, etwa HB-JNA, die erste Boeing 777-300ER von SWISS.
Warum hat die Schweiz das Präfix HB und nicht CH?
Die Länderpräfixe für Luftfahrzeuge leiten sich aus den internationalen Funkrufzeichen-Blöcken ab. Die Schweiz erhielt 1927 den Block HBA bis HBZ, und daraus wurde das Luftfahrzeugpräfix HB. Bis in die 1930er-Jahre trugen Schweizer Flugzeuge noch CH und eine Nummer. Warum genau HB gewählt wurde, ist nicht überliefert; Deutungen wie „Helvetischer Bund“ gelten als nachträgliche Erklärungen.
Warum tragen Flugzeuge aus Liechtenstein ein HB-Kennzeichen?
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt führt auch das Luftfahrzeugregister des Fürstentums Liechtenstein. Liechtensteiner Maschinen werden daher ebenfalls mit HB- registriert. Unterscheiden lassen sie sich laut gängigen Übersichten am Hoheitszeichen: Statt des Schweizerkreuzes tragen sie das Staatswappen Liechtensteins.
Welche Kennzeichen haben Schweizer Helikopter?
Helikopter tragen in der Schweiz klassisch Kennzeichen der Gruppe HB-X. Als dieser Bereich knapp wurde, kam HB-Z dazu. In der Praxis tauchen inzwischen auch andere Buchstaben bei Hubschraubern auf, deshalb solltest du bei der Typbestimmung immer auch auf die Maschine selbst schauen.
Wie finde ich heraus, welches Flugzeug zu einem HB-Kennzeichen gehört?
Das BAZL bietet ein Online-Luftfahrzeugregister an, in dem du nach Kennzeichen suchen kannst. Dort siehst du unter anderem Typ und Kategorie der eingetragenen Maschine. Für Linienflugzeuge helfen zusätzlich Flugverfolgungsdienste, die Kennzeichen und Hex-Code der Maschine anzeigen.
Können HB-Kennzeichen mehrfach vergeben werden?
Lange wurde in der Schweiz jedes Kennzeichen nur einmal vergeben. Seit 2023 kann das BAZL Kennzeichen, die vor mehr als zehn Jahren gelöscht wurden, erneut zuteilen. Ausgenommen sind laut Übersichten Kennzeichen von Maschinen, die bei tödlichen Unfällen verloren gingen. Für Sammler heißt das: Notiere zum Kennzeichen immer Typ und Datum.
Weiterlesen in Registrierungen & Kennzeichen
- Flottennummern von Airlines: Was die Nummer am Flugzeug bedeutet
- Britische G-Kennzeichen: G-INFO, Wunschkennzeichen und Besonderheiten
- B-Kennzeichen: China, Taiwan, Hongkong und Macau auseinanderhalten
- Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen: D-A, D-E, D-K, D-M und alle Klassen erklärt
- Den Lebenslauf eines Flugzeugs recherchieren: Vorbesitzer, Umregistrierungen, Verbleib
- Taufnamen von Flugzeugen: Städte bei Lufthansa und die Namenssysteme anderer Airlines
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
HerstellerPilatus Aircraft
Pilatus aus Stans baut seit 1939 Flugzeuge in der Zentralschweiz – vom Buschflieger PC-6 Porter über die Trainer PC-7, PC-9 und PC-21 bis zum Einmotorer PC-12 und dem Businessjet PC-24. Wer die Familien an Propeller, Cockpit und Leitwerk unterscheiden kann, hat an jedem Business-Aviation-Vorfeld einen Vorsprung.
MuseumVerkehrshaus der Schweiz Luzern
Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern zeigt in seiner Halle Luft- & Raumfahrt rund 30 Originalflugzeuge – von der Dufaux 4 aus der Pionierzeit über die einzige erhaltene Lockheed Orion bis zur Swissair-Convair CV-990 Coronado am Eingang. Hier erfährst du, was dich erwartet, wie du den Besuch planst und wie du ihn mit Spotting in Zürich verbindest.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseAussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
Das könnte dich auch interessieren
Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung
Länderpräfix, Bindestrich, Eintragungszeichen: Was eine Flugzeug-Registrierung verrät, wie das deutsche D-Schema funktioniert und warum das Kennzeichen für Spotter wichtiger ist als die Flugnummer.
Registrierungen & KennzeichenLänderkennungen von Flugzeugen: Präfixe von D- bis N erklärt
Das Präfix vor dem Kennzeichen verrät, in welchem Staat ein Flugzeug registriert ist. Herkunft der Kennungen, Regeln zu Bindestrich und Länge, die wichtigsten Präfixe für Spotter und die Sonderfälle im Überblick.
Registrierungen & KennzeichenÖsterreichische OE-Kennzeichen: So funktioniert die Systematik
OE-L am Airliner, OE-X am Hubschrauber, OE-9 am Motorsegler: Die österreichischen Luftfahrzeugkennzeichen folgen einer klaren Tabelle. Hier liest du sie Buchstabe für Buchstabe und Ziffer für Ziffer.



