Austral Líneas Aéreas

Historische Inlandsairline aus Argentinien: 1971 aus zwei Vorgängern entstanden, später Schwester von Aerolíneas Argentinas mit Embraer-190-Flotte – und Ende November 2020 vollständig in den Flag-Carrier integriert.

Auch bekannt als: Austral · Austral Líneas Aéreas – Cielos del Sur S.A. · Cielos del Sur · Austral CATASACI · AU

ArgentinienArgentinienRegionalfluggesellschaftenIATA: AUICAO: AUT9 Min. Lesezeit

AU

IATA-Code

AUT

ICAO-Code

1971–2020

Jahre als Austral Líneas Aéreas

26

Embraer 190 in der letzten Flotte

Das Wichtigste in Kürze

  • Austral Líneas Aéreas war eine argentinische Inlands- und Regionalairline mit Drehkreuz am Stadtflughafen Aeroparque in Buenos Aires.
  • Codes: IATA AU, ICAO AUT, Rufzeichen „AUSTRAL“.
  • Austral ist Geschichte: Der letzte Linienflug unter eigenem Namen startete am 30. November 2020, danach ging die Airline in Aerolíneas Argentinas auf.
  • Die letzte Flotte bestand nur aus Embraer 190 – 26 Jets mit 96 Sitzen in zwei Klassen.
  • Die E190 fliegen weiter: Sie wechselten in die Flotte von Aerolíneas Argentinas und sind in Argentinien noch heute zu sehen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Austral im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Geschichte: von Patagonien bis Aeroparque
  4. 4.Die Flotte im Wandel
  5. 5.Was aus den E190 wurde
  6. 6.Woran du Austral erkennst
  7. 7.Austral heute spotten
  8. 8.SkyTeam und Allianz-Bemalung
  9. 9.Unfälle in der Geschichte
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeAU
ICAO-CodeAUT
RufzeichenAUSTRAL
DrehkreuzeAEP
AllianzSkyTeam
StatusHistorisch – letzter eigener Linienflug am 30. November 2020, danach in Aerolíneas Argentinas aufgegangen
GeschäftsmodellInlands- und Regionalairline mit Schwerpunkt auf Argentinien und Nachbarländern
Entstehung1971 aus Austral CATASACI (gegründet 1957, Patagonien) und ALA aus Rosario
Firmierung zuletztAustral Líneas Aéreas – Cielos del Sur S.A.
DrehkreuzBuenos Aires-Aeroparque Jorge Newbery (AEP)
EigentümerAb 1990 Iberia, ab 2001 Grupo Marsans, ab 2008 wieder argentinischer Staat über Aerolíneas Argentinas
AllianzSkyTeam, gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas von 2012 bis 2020
Flotte zuletzt26 Embraer 190 mit 96 Sitzen (8 Business, 88 Economy), Stand August 2019
Frühere TypenBAC One-Eleven, NAMC YS-11, DC-9, MD-81/82/83/88, Boeing 737-200, CASA CN-235 und weitere

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Austral Líneas Aéreas?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Ab 2010 im Design von Aerolíneas Argentinas mit Hellblau und Gelb – Austral unterschied sich vor allem durch eine rote Zierlinie
  • Schriftzug „Austral“ am Rumpf, in den letzten Jahren fast immer auf einer Embraer 190
  • Argentinische Kennzeichen mit LV-, die ersten E190 waren LV-CDY und LV-CDZ
  • Im Flugplan der Flugsicherung AUT und im Funk das Rufzeichen „AUSTRAL“
  • Bis 2012 prägten MD-80 das Bild, davor BAC One-Eleven und YS-11
  • Heute fliegen die früheren Austral-E190 unter der Marke Aerolíneas Argentinas weiter

Austral gehört zu den Airlines, die viele Spotter erst bemerken, wenn es sie nicht mehr gibt. Fast fünf Jahrzehnte lang war sie die zweite große Inlandsairline Argentiniens, zuletzt die Regionalschwester von Aerolíneas Argentinas – und am Aeroparque in Buenos Aires war ihre Embraer 190 ein ganz alltäglicher Anblick. Ende November 2020 verschwand der Name. Diese Seite zeigt dir, was Austral war, welche Flugzeuge sie geprägt haben und wie du ihre Spuren heute noch findest.

Historische Sichtungen sauber archivieren

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Austral im Überblick

Austral Líneas Aéreas war eine argentinische Inlands- und Regionalairline mit Drehkreuz am Aeroparque Jorge Newbery, dem Stadtflughafen von Buenos Aires direkt am Río de la Plata. Ihr Netz lag vor allem innerhalb Argentiniens, dazu kamen in einzelnen Phasen Flüge in Nachbarländer.

Als eigene Airline existierte Austral von 1971 bis 2020. Zuletzt gehörte sie vollständig zu Aerolíneas Argentinas, war Teil der SkyTeam-Allianz und flog nur noch einen einzigen Typ: die Embraer 190. Am 30. November 2020 startete der letzte Linienflug unter eigenem Namen, seit Dezember 2020 ist Austral in Aerolíneas Argentinas aufgegangen.

AUIATA-Code in der Flugnummer
AUTICAO-Code auf dem Tracker
LV-Kennzeichen-Präfix Argentiniens

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code AU: die Kennung in Flugnummern, Flugplänen und Tickets.
  • ICAO-Code AUT: steht im Flugplan der Flugsicherung und in historischen Tracker-Daten.
  • Rufzeichen AUSTRAL: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.

In den letzten Jahren verkauften Austral und Aerolíneas Argentinas ihre Flüge gemeinsam. Für Passagiere stand deshalb oft eine Flugnummer mit AR auf dem Ticket, obwohl eine Austral-Maschine flog. Der Unterschied zwischen vermarktender und durchführender Airline ist ein Klassiker, den der Artikel zu Callsign und Flugnummer ausführlich erklärt. Woher Rufzeichen überhaupt kommen, liest du in Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.

Alte Tracker-Daten lesen

Wenn du historische Flugverläufe aus der Zeit vor Dezember 2020 durchsuchst, zeigt dir der ICAO-Code AUT, dass Austral geflogen ist – auch wenn die Flugnummer nach Aerolíneas Argentinas aussieht. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Geschichte: von Patagonien bis Aeroparque

Die Wurzeln von Austral liegen in zwei Gesellschaften der späten 1950er-Jahre. Austral CATASACI entstand 1957 und flog vor allem in den Süden Argentiniens, nach Patagonien; zeitweise ging es auch nach Montevideo und über die Anden nach Chile. Die zweite Wurzel war Aerotransportes Litoral Argentino (ALA) aus Rosario, die mit kleinen Propellerflugzeugen die Strecke nach Buenos Aires bediente. Ab Mitte der 1960er-Jahre arbeiteten beide eng zusammen, im Juni 1971 verschmolzen sie zu Austral Líneas Aéreas.

Danach folgte eine Kette von Eigentümerwechseln, die für eine argentinische Airline typisch ist:

Jahr Ereignis
1971 Fusion von Austral CATASACI und ALA zu Austral Líneas Aéreas
1980 Verstaatlichung während der Militärdiktatur
1987 Privatisierung, Übernahme durch die Gesellschaft Cielos del Sur S.A.
1988 Austral wird IATA-Mitglied
1990 Konsortium mit Iberia übernimmt Aerolíneas Argentinas, Austral geht an Iberia
2001 Verkauf beider Airlines an die spanische Grupo Marsans
2008 Rückkauf durch den argentinischen Staat (Juli)
2012 Beitritt zu SkyTeam gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas (August)
2020 Fusion mit Aerolíneas Argentinas, letzter Flug am 30. November

Die enge Bindung an Iberia ab 1990 machte Austral faktisch zur Schwester von Aerolíneas Argentinas. Seit der Rückverstaatlichung 2008 gehörten beide wieder dem Staat, Austral übernahm dabei die Rolle des Regionalfliegers im Konzern. Im Mai 2020 kündigte die Konzernführung an, die Airlines wegen der Corona-Krise zusammenzulegen. Die Austral-Marke sollte verschwinden, Flotte und Personal wechselten zu Aerolíneas Argentinas.

Der letzte Linienflug unter Austral-Flagge fand am 30. November 2020 statt; danach flogen Maschinen und Besatzungen nur noch als Aerolíneas Argentinas.

Die Flotte im Wandel

Für Spotter ist die Austral-Geschichte vor allem eine Geschichte von Flugzeuggenerationen. Drei Phasen stechen heraus.

Phase Wichtigste Typen Spotter-Hinweis
1970er-Jahre NAMC YS-11, BAC One-Eleven 400 und 500 Japanischer Turboprop und britischer Kurzstreckenjet, beide aus den Vorgängerflotten übernommen
1980er-Jahre bis 2012 DC-9, MD-81, MD-82, MD-83, MD-88, zeitweise Boeing 737-200 Die MD-80 waren das Arbeitspferd, letzter Flug am 9. April 2012
2010 bis 2020 Embraer 190 Zuletzt einziger Typ, 26 Maschinen mit 96 Sitzen

Zu den frühen Jahren gehören auch Propellertypen wie Curtiss C-46, DC-3, DC-6 und die Fokker F27. Die Regionaltochter Inter Austral setzte in den 1990er-Jahren außerdem die CASA CN-235 ein.

BAC One-Eleven und YS-11

Mit der Fusion 1971 brachten die Vorgänger ihre Flotten mit: Austral CATASACI unter anderem sieben BAC One-Eleven der Serien 400 und 500, ALA und CATASACI zusammen mehrere japanische NAMC YS-11. Die One-Eleven war damit der erste Jet, der das Bild von Austral prägte.

Die MD-80-Jahre

Ab den 1980er-Jahren übernahm die Douglas-Familie: erst DC-9, dann Maschinen der MD-80-Familie in den Versionen MD-81, MD-82, MD-83 und MD-88. Mit ihren Hecktriebwerken und dem T-Leitwerk waren sie auf argentinischen Inlandsflughäfen lange ein vertrauter Anblick. Am 9. April 2012 flogen die Austral-MD-80 zum letzten Mal. Zeitweise gehörte auch die Boeing 737-200 zur Flotte. Wer die Douglas-Jets heute noch sucht, wird eher bei Airlines wie Andes Líneas Aéreas fündig, die lange MD-80 betrieb. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu McDonnell Douglas.

Die Embraer-190-Ära

Nach der Rückverstaatlichung bestellte der Konzern 2009 zwanzig Embraer 190 beim brasilianischen Hersteller Embraer; die Finanzierung kam zum großen Teil von der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES. Die ersten beiden Jets, LV-CDY und LV-CDZ, trafen im September 2010 in Argentinien ein. 2013 kamen zwei weitere Neubestellungen hinzu, außerdem nahm Austral geleaste Gebrauchtflugzeuge auf.

Im August 2019 bestand die Austral-Flotte aus 26 E190 mit je 96 Sitzen: 8 in der Business und 88 in der Economy. Die kleine Business-Kabine vorn ist ein Detail, auf das du bei Kabinenfotos achten kannst.

Ex-Austral-E190 auf der Wunschliste

Setz einzelne Kennzeichen oder den Typ Embraer 190 auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Was aus den E190 wurde

Mit der Fusion wechselten die Embraer 190 in die Flotte von Aerolíneas Argentinas. Dort fliegen sie im Inlands- und Regionalverkehr weiter – für Spotter in Argentinien sind sie also keineswegs verschwunden, sie tragen nur eine andere Marke.

Ganz unverändert ist die Flotte aber nicht geblieben. Im September 2024 gab Aerolíneas Argentinas mit der LV-GBK erstmals eine E190 an ihren Leasinggeber zurück; die Maschine war 2016 als Gebrauchtflugzeug zum Konzern gekommen. Weitere geleaste Exemplare standen ebenfalls zur Rückgabe an. Ende 2025 führte Aerolíneas Argentinas noch rund zwei Dutzend E190. Ein Plan, sie durch die Embraer E195-E2 zu ersetzen, wurde nach dem Regierungswechsel in Argentinien ausgesetzt.

Stand beachten

Flottenzahlen ändern sich, vor allem bei geleasten Flugzeugen. Wie viele ex-Austral-E190 im Oktober 2026 genau im Einsatz sind, solltest du vor einer Reise über aktuelle Flottenlisten und Tracker prüfen.

Woran du Austral erkennst

Wie Austral aussah, hängt stark vom Jahrzehnt ab. Für die letzten zehn Jahre gilt: Im Juni 2010 bekamen Austral und Aerolíneas Argentinas ein gemeinsames neues Erscheinungsbild mit Hellblau und Gelb. Austral unterschied sich dabei vor allem durch eine rote Zierlinie und natürlich durch den Schriftzug „Austral“ am Rumpf. Schon 2007 hatte Austral ein eigenes Design erhalten, das 2010 ersetzt wurde.

Auf Fotos aus der Zeit vor 2010 begegnen dir je nach Jahr ganz unterschiedliche Bemalungen. Wenn du Archivbilder einordnen willst, helfen dir Typ und Kennzeichen oft mehr als die Farben. Der Artikel Livery-Design erklärt zeigt, worauf du bei Bemalungen grundsätzlich achtest.

Typ bestimmen

E190 deutet auf die Jahre ab 2010, MD-80 auf die Zeit davor, One-Eleven und YS-11 auf die 1970er-Jahre.

Schriftzug prüfen

„Austral“ statt „Aerolíneas Argentinas“ am Rumpf – dazu im Design ab 2010 die rote Zierlinie.

Datum festhalten

Vor Dezember 2020 war es Austral, danach fliegt dieselbe Maschine für Aerolíneas Argentinas.

Kennzeichen notieren

Das LV-Kennzeichen verbindet deine alte Austral-Sichtung mit späteren Sichtungen derselben Maschine.

Austral heute spotten

Die Airline selbst kannst du nicht mehr fotografieren – ihre Flugzeuge aber schon. Die besten Chancen hast du in Argentinien, vor allem am Aeroparque in Buenos Aires, wo die E190 von Aerolíneas Argentinas im Inlandsverkehr unterwegs sind. Ob einzelne Maschinen noch Reste der alten Austral-Bemalung tragen, hängt vom jeweiligen Flugzeug und vom Lackierplan ab; nach der Fusion verschwand der Austral-Schriftzug schrittweise.

Für die E190 selbst lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede innerhalb der Familie. Wie du E170, E175, E190 und E195 auseinanderhältst, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Wer in Argentinien weitere Airlines sammelt, trifft neben Aerolíneas Argentinas auf Anbieter wie Flybondi und JetSMART Argentina.

Gute Chancen auf eine Ex-Austral-E190, wenn …

  • du in Argentinien an Aeroparque oder einem großen Inlandsflughafen spottest
  • im Plan viele Regionalflüge von Aerolíneas Argentinas stehen

Prüf es vorher, wenn …

  • du gezielt ein bestimmtes Kennzeichen suchst – geleaste Maschinen wurden teils zurückgegeben
  • du nach älteren Spotterberichten planst

Eher keine Chance, wenn …

  • du in Europa suchst – die argentinischen E190 fliegen nur im Inlands- und Regionalverkehr

SkyTeam und Allianz-Bemalung

Im August 2012 traten Aerolíneas Argentinas und Austral gemeinsam der SkyTeam-Allianz bei. Aerolíneas Argentinas war damit die erste Airline aus Südamerika im Bündnis. Für Austral bedeutete das vor allem, dass ihre Inlandsflüge als Zubringer für die Langstrecken der Allianzpartner dienten. Wie Allianzen ihre Mitglieder mit Logos und Sonderbemalungen sichtbar machen, liest du im Artikel zu Allianz-Lackierungen.

Unfälle in der Geschichte

Wie viele Airlines mit langer Geschichte erlebte auch Austral schwere Unglücke. Die folgenreichsten betrafen frühe Propellerflugzeuge, die BAC One-Eleven und die Douglas-Jets. Das schwerste ereignete sich am 10. Oktober 1997: Austral-Flug 2553, eine DC-9-32 mit dem Kennzeichen LV-WEG, stürzte auf dem Weg nach Buenos Aires in einem Unwetter in Uruguay ab. Alle 74 Menschen an Bord kamen ums Leben; als wahrscheinliche Ursache gilt eine vereiste Fahrtmessung. Eine andere argentinische Airline, die durch ein Unglück in dieser Zeit traurige Bekanntheit erlangte, war LAPA.

Häufige Verwechslungen

  • Austral mit Air Austral verwechseln – Air Austral ist eine französische Airline von La Réunion und hat mit Argentinien nichts zu tun.
  • AR-Flugnummer mit Aerolíneas-Flugzeug gleichsetzen – bis 2020 flog hinter einer AR-Nummer oft eine Austral-Maschine.
  • Eine heutige E190 als Austral notieren – seit Dezember 2020 fliegt sie für Aerolíneas Argentinas.
  • Die E190 für eine reine Economy-Maschine halten – die argentinischen E190 haben eine kleine Business-Kabine.
  • MD-80 und DC-9 verwechseln – beide hat Austral geflogen; die MD-80 ist länger und hat größere Triebwerke.

Deine Austral-Geschichte im Hangar

Poste alte und neue Sichtungen mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot, verfolge dieselbe E190 über die Jahre und tausch dich in der Community über Archivfotos aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Austral war fast 50 Jahre lang ein fester Teil des argentinischen Luftverkehrs – von den One-Eleven der 1970er-Jahre über die MD-80 bis zur Embraer 190. Als Marke ist sie seit Ende 2020 Geschichte, ihre letzten Flugzeuge fliegen aber unter Aerolíneas Argentinas weiter. Wer seine Sichtungen mit Datum und Kennzeichen im Logbuch dokumentiert, kann genau nachvollziehen, wann eine Maschine noch Austral war und wann nicht mehr.

Kurzfazit

Austral Líneas Aéreas (IATA AU, ICAO AUT) war eine historische argentinische Inlandsairline mit Drehkreuz Aeroparque. Zuletzt flog sie nur Embraer 190; seit Dezember 2020 ist sie Teil von Aerolíneas Argentinas.

Zusammenfassung

  • Austral war über fast 50 Jahre die zweite große Inlandsairline Argentiniens und zuletzt die Regionalschwester von Aerolíneas Argentinas.
  • Spotter verbinden mit Austral vor allem drei Generationen: BAC One-Eleven und YS-11 in den frühen Jahren, die MD-80 bis 2012 und danach die Embraer 190.
  • Seit Dezember 2020 gibt es Austral nicht mehr als eigene Marke. Wer heute eine frühere Austral-Maschine sucht, findet sie unter den E190 von Aerolíneas Argentinas.
  • Für dein Logbuch zählt der Zeitpunkt: Eine Sichtung vor Dezember 2020 notierst du als Austral (AU/AUT), alles danach als Aerolíneas Argentinas.

Häufige Fragen

Gibt es Austral Líneas Aéreas noch?

Nein, nicht als eigenständige Airline. Aerolíneas Argentinas kündigte die Zusammenlegung im Mai 2020 während der Corona-Krise an. Der letzte kommerzielle Austral-Flug fand am 30. November 2020 statt. Seit Dezember 2020 fliegen Flugzeuge und Besatzungen unter der Marke Aerolíneas Argentinas.

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Austral?

Austral nutzte den IATA-Code AU und den ICAO-Code AUT. Im Funk meldeten sich die Besatzungen mit dem Rufzeichen „AUSTRAL“. Weil die Flüge in den letzten Jahren gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas verkauft wurden, war für Passagiere oft eher die AR-Flugnummer sichtbar – der ICAO-Code AUT verriet auf dem Tracker, wer tatsächlich flog.

Welche Flugzeuge flog Austral zuletzt?

Zuletzt ausschließlich die Embraer 190. Laut Flottenangaben aus dem August 2019 waren es 26 Maschinen mit je 96 Sitzen, davon 8 in der Business und 88 in der Economy. Bestellt hatte der Staatskonzern 2009 zunächst 20 Jets, die ersten beiden kamen im September 2010; 2013 folgten zwei weitere, dazu kamen geleaste Gebrauchtflugzeuge.

Was ist aus den Austral-E190 geworden?

Sie gingen mit der Fusion in die Flotte von Aerolíneas Argentinas über und fliegen dort im Inlands- und Regionalverkehr. Einzelne geleaste Exemplare wurden inzwischen an ihre Vermieter zurückgegeben, etwa die LV-GBK im September 2024. Ende 2025 führte Aerolíneas Argentinas noch rund zwei Dutzend E190. Ein geplanter Ersatz durch Embraer E195-E2 wurde nach dem Regierungswechsel auf Eis gelegt.

War Austral Mitglied in einer Allianz?

Ja. Gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas trat Austral im August 2012 der SkyTeam-Allianz bei. Aerolíneas Argentinas war damit die erste südamerikanische Airline im Bündnis. Mit dem Ende von Austral 2020 endete auch deren eigene Rolle in der Allianz; Aerolíneas Argentinas blieb Mitglied.

Wem gehörte Austral?

Die Eigentümer wechselten oft. 1980 wurde Austral verstaatlicht, 1987 privatisiert und an die Gesellschaft Cielos del Sur verkauft. 1990 übernahm Iberia die Airline im Zuge der Privatisierung von Aerolíneas Argentinas, 2001 ging die Gruppe an die spanische Grupo Marsans. Im Juli 2008 übernahm der argentinische Staat Austral und Aerolíneas Argentinas wieder.

Welcher Austral-Unfall war der schwerste?

Der Absturz von Austral-Flug 2553 am 10. Oktober 1997. Eine DC-9-32 mit dem Kennzeichen LV-WEG stürzte in einem Unwetter in Uruguay ab, alle 74 Menschen an Bord kamen ums Leben. Als wahrscheinliche Ursache gilt vereiste Fahrtmessung. Es war das schwerste Unglück in der Geschichte der Airline.

Austral Líneas Aéreas im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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