Das Wichtigste in Kürze
- Austral Líneas Aéreas war eine argentinische Inlands- und Regionalairline mit Drehkreuz am Stadtflughafen Aeroparque in Buenos Aires.
- Codes: IATA AU, ICAO AUT, Rufzeichen „AUSTRAL“.
- Austral ist Geschichte: Der letzte Linienflug unter eigenem Namen startete am 30. November 2020, danach ging die Airline in Aerolíneas Argentinas auf.
- Die letzte Flotte bestand nur aus Embraer 190 – 26 Jets mit 96 Sitzen in zwei Klassen.
- Die E190 fliegen weiter: Sie wechselten in die Flotte von Aerolíneas Argentinas und sind in Argentinien noch heute zu sehen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | AU |
|---|---|
| ICAO-Code | AUT |
| Rufzeichen | AUSTRAL |
| Drehkreuze | AEP |
| Allianz | SkyTeam |
| Status | Historisch – letzter eigener Linienflug am 30. November 2020, danach in Aerolíneas Argentinas aufgegangen |
| Geschäftsmodell | Inlands- und Regionalairline mit Schwerpunkt auf Argentinien und Nachbarländern |
| Entstehung | 1971 aus Austral CATASACI (gegründet 1957, Patagonien) und ALA aus Rosario |
| Firmierung zuletzt | Austral Líneas Aéreas – Cielos del Sur S.A. |
| Drehkreuz | Buenos Aires-Aeroparque Jorge Newbery (AEP) |
| Eigentümer | Ab 1990 Iberia, ab 2001 Grupo Marsans, ab 2008 wieder argentinischer Staat über Aerolíneas Argentinas |
| Allianz | SkyTeam, gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas von 2012 bis 2020 |
| Flotte zuletzt | 26 Embraer 190 mit 96 Sitzen (8 Business, 88 Economy), Stand August 2019 |
| Frühere Typen | BAC One-Eleven, NAMC YS-11, DC-9, MD-81/82/83/88, Boeing 737-200, CASA CN-235 und weitere |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Austral Líneas Aéreas?
- Ab 2010 im Design von Aerolíneas Argentinas mit Hellblau und Gelb – Austral unterschied sich vor allem durch eine rote Zierlinie
- Schriftzug „Austral“ am Rumpf, in den letzten Jahren fast immer auf einer Embraer 190
- Argentinische Kennzeichen mit LV-, die ersten E190 waren LV-CDY und LV-CDZ
- Im Flugplan der Flugsicherung AUT und im Funk das Rufzeichen „AUSTRAL“
- Bis 2012 prägten MD-80 das Bild, davor BAC One-Eleven und YS-11
- Heute fliegen die früheren Austral-E190 unter der Marke Aerolíneas Argentinas weiter
Austral gehört zu den Airlines, die viele Spotter erst bemerken, wenn es sie nicht mehr gibt. Fast fünf Jahrzehnte lang war sie die zweite große Inlandsairline Argentiniens, zuletzt die Regionalschwester von Aerolíneas Argentinas – und am Aeroparque in Buenos Aires war ihre Embraer 190 ein ganz alltäglicher Anblick. Ende November 2020 verschwand der Name. Diese Seite zeigt dir, was Austral war, welche Flugzeuge sie geprägt haben und wie du ihre Spuren heute noch findest.
Historische Sichtungen sauber archivieren
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – auch ältere Aufnahmen, die du aus deinem Archiv holst. So bleibt deine Austral-E190 ein eigener Eintrag in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Austral im Überblick
Austral Líneas Aéreas war eine argentinische Inlands- und Regionalairline mit Drehkreuz am Aeroparque Jorge Newbery, dem Stadtflughafen von Buenos Aires direkt am Río de la Plata. Ihr Netz lag vor allem innerhalb Argentiniens, dazu kamen in einzelnen Phasen Flüge in Nachbarländer.
Als eigene Airline existierte Austral von 1971 bis 2020. Zuletzt gehörte sie vollständig zu Aerolíneas Argentinas, war Teil der SkyTeam-Allianz und flog nur noch einen einzigen Typ: die Embraer 190. Am 30. November 2020 startete der letzte Linienflug unter eigenem Namen, seit Dezember 2020 ist Austral in Aerolíneas Argentinas aufgegangen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code AU: die Kennung in Flugnummern, Flugplänen und Tickets.
- ICAO-Code AUT: steht im Flugplan der Flugsicherung und in historischen Tracker-Daten.
- Rufzeichen AUSTRAL: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.
In den letzten Jahren verkauften Austral und Aerolíneas Argentinas ihre Flüge gemeinsam. Für Passagiere stand deshalb oft eine Flugnummer mit AR auf dem Ticket, obwohl eine Austral-Maschine flog. Der Unterschied zwischen vermarktender und durchführender Airline ist ein Klassiker, den der Artikel zu Callsign und Flugnummer ausführlich erklärt. Woher Rufzeichen überhaupt kommen, liest du in Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Alte Tracker-Daten lesen
Wenn du historische Flugverläufe aus der Zeit vor Dezember 2020 durchsuchst, zeigt dir der ICAO-Code AUT, dass Austral geflogen ist – auch wenn die Flugnummer nach Aerolíneas Argentinas aussieht. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: von Patagonien bis Aeroparque
Die Wurzeln von Austral liegen in zwei Gesellschaften der späten 1950er-Jahre. Austral CATASACI entstand 1957 und flog vor allem in den Süden Argentiniens, nach Patagonien; zeitweise ging es auch nach Montevideo und über die Anden nach Chile. Die zweite Wurzel war Aerotransportes Litoral Argentino (ALA) aus Rosario, die mit kleinen Propellerflugzeugen die Strecke nach Buenos Aires bediente. Ab Mitte der 1960er-Jahre arbeiteten beide eng zusammen, im Juni 1971 verschmolzen sie zu Austral Líneas Aéreas.
Danach folgte eine Kette von Eigentümerwechseln, die für eine argentinische Airline typisch ist:
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1971 | Fusion von Austral CATASACI und ALA zu Austral Líneas Aéreas |
| 1980 | Verstaatlichung während der Militärdiktatur |
| 1987 | Privatisierung, Übernahme durch die Gesellschaft Cielos del Sur S.A. |
| 1988 | Austral wird IATA-Mitglied |
| 1990 | Konsortium mit Iberia übernimmt Aerolíneas Argentinas, Austral geht an Iberia |
| 2001 | Verkauf beider Airlines an die spanische Grupo Marsans |
| 2008 | Rückkauf durch den argentinischen Staat (Juli) |
| 2012 | Beitritt zu SkyTeam gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas (August) |
| 2020 | Fusion mit Aerolíneas Argentinas, letzter Flug am 30. November |
Die enge Bindung an Iberia ab 1990 machte Austral faktisch zur Schwester von Aerolíneas Argentinas. Seit der Rückverstaatlichung 2008 gehörten beide wieder dem Staat, Austral übernahm dabei die Rolle des Regionalfliegers im Konzern. Im Mai 2020 kündigte die Konzernführung an, die Airlines wegen der Corona-Krise zusammenzulegen. Die Austral-Marke sollte verschwinden, Flotte und Personal wechselten zu Aerolíneas Argentinas.
Der letzte Linienflug unter Austral-Flagge fand am 30. November 2020 statt; danach flogen Maschinen und Besatzungen nur noch als Aerolíneas Argentinas.
Die Flotte im Wandel
Für Spotter ist die Austral-Geschichte vor allem eine Geschichte von Flugzeuggenerationen. Drei Phasen stechen heraus.
| Phase | Wichtigste Typen | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| 1970er-Jahre | NAMC YS-11, BAC One-Eleven 400 und 500 | Japanischer Turboprop und britischer Kurzstreckenjet, beide aus den Vorgängerflotten übernommen |
| 1980er-Jahre bis 2012 | DC-9, MD-81, MD-82, MD-83, MD-88, zeitweise Boeing 737-200 | Die MD-80 waren das Arbeitspferd, letzter Flug am 9. April 2012 |
| 2010 bis 2020 | Embraer 190 | Zuletzt einziger Typ, 26 Maschinen mit 96 Sitzen |
Zu den frühen Jahren gehören auch Propellertypen wie Curtiss C-46, DC-3, DC-6 und die Fokker F27. Die Regionaltochter Inter Austral setzte in den 1990er-Jahren außerdem die CASA CN-235 ein.
BAC One-Eleven und YS-11
Mit der Fusion 1971 brachten die Vorgänger ihre Flotten mit: Austral CATASACI unter anderem sieben BAC One-Eleven der Serien 400 und 500, ALA und CATASACI zusammen mehrere japanische NAMC YS-11. Die One-Eleven war damit der erste Jet, der das Bild von Austral prägte.
Die MD-80-Jahre
Ab den 1980er-Jahren übernahm die Douglas-Familie: erst DC-9, dann Maschinen der MD-80-Familie in den Versionen MD-81, MD-82, MD-83 und MD-88. Mit ihren Hecktriebwerken und dem T-Leitwerk waren sie auf argentinischen Inlandsflughäfen lange ein vertrauter Anblick. Am 9. April 2012 flogen die Austral-MD-80 zum letzten Mal. Zeitweise gehörte auch die Boeing 737-200 zur Flotte. Wer die Douglas-Jets heute noch sucht, wird eher bei Airlines wie Andes Líneas Aéreas fündig, die lange MD-80 betrieb. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu McDonnell Douglas.
Die Embraer-190-Ära
Nach der Rückverstaatlichung bestellte der Konzern 2009 zwanzig Embraer 190 beim brasilianischen Hersteller Embraer; die Finanzierung kam zum großen Teil von der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES. Die ersten beiden Jets, LV-CDY und LV-CDZ, trafen im September 2010 in Argentinien ein. 2013 kamen zwei weitere Neubestellungen hinzu, außerdem nahm Austral geleaste Gebrauchtflugzeuge auf.
Im August 2019 bestand die Austral-Flotte aus 26 E190 mit je 96 Sitzen: 8 in der Business und 88 in der Economy. Die kleine Business-Kabine vorn ist ein Detail, auf das du bei Kabinenfotos achten kannst.
Ex-Austral-E190 auf der Wunschliste
Setz einzelne Kennzeichen oder den Typ Embraer 190 auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Was aus den E190 wurde
Mit der Fusion wechselten die Embraer 190 in die Flotte von Aerolíneas Argentinas. Dort fliegen sie im Inlands- und Regionalverkehr weiter – für Spotter in Argentinien sind sie also keineswegs verschwunden, sie tragen nur eine andere Marke.
Ganz unverändert ist die Flotte aber nicht geblieben. Im September 2024 gab Aerolíneas Argentinas mit der LV-GBK erstmals eine E190 an ihren Leasinggeber zurück; die Maschine war 2016 als Gebrauchtflugzeug zum Konzern gekommen. Weitere geleaste Exemplare standen ebenfalls zur Rückgabe an. Ende 2025 führte Aerolíneas Argentinas noch rund zwei Dutzend E190. Ein Plan, sie durch die Embraer E195-E2 zu ersetzen, wurde nach dem Regierungswechsel in Argentinien ausgesetzt.
Stand beachten
Flottenzahlen ändern sich, vor allem bei geleasten Flugzeugen. Wie viele ex-Austral-E190 im Oktober 2026 genau im Einsatz sind, solltest du vor einer Reise über aktuelle Flottenlisten und Tracker prüfen.
Woran du Austral erkennst
Wie Austral aussah, hängt stark vom Jahrzehnt ab. Für die letzten zehn Jahre gilt: Im Juni 2010 bekamen Austral und Aerolíneas Argentinas ein gemeinsames neues Erscheinungsbild mit Hellblau und Gelb. Austral unterschied sich dabei vor allem durch eine rote Zierlinie und natürlich durch den Schriftzug „Austral“ am Rumpf. Schon 2007 hatte Austral ein eigenes Design erhalten, das 2010 ersetzt wurde.
Auf Fotos aus der Zeit vor 2010 begegnen dir je nach Jahr ganz unterschiedliche Bemalungen. Wenn du Archivbilder einordnen willst, helfen dir Typ und Kennzeichen oft mehr als die Farben. Der Artikel Livery-Design erklärt zeigt, worauf du bei Bemalungen grundsätzlich achtest.
Typ bestimmen
E190 deutet auf die Jahre ab 2010, MD-80 auf die Zeit davor, One-Eleven und YS-11 auf die 1970er-Jahre.
Schriftzug prüfen
„Austral“ statt „Aerolíneas Argentinas“ am Rumpf – dazu im Design ab 2010 die rote Zierlinie.
Datum festhalten
Vor Dezember 2020 war es Austral, danach fliegt dieselbe Maschine für Aerolíneas Argentinas.
Kennzeichen notieren
Das LV-Kennzeichen verbindet deine alte Austral-Sichtung mit späteren Sichtungen derselben Maschine.
Austral heute spotten
Die Airline selbst kannst du nicht mehr fotografieren – ihre Flugzeuge aber schon. Die besten Chancen hast du in Argentinien, vor allem am Aeroparque in Buenos Aires, wo die E190 von Aerolíneas Argentinas im Inlandsverkehr unterwegs sind. Ob einzelne Maschinen noch Reste der alten Austral-Bemalung tragen, hängt vom jeweiligen Flugzeug und vom Lackierplan ab; nach der Fusion verschwand der Austral-Schriftzug schrittweise.
Für die E190 selbst lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede innerhalb der Familie. Wie du E170, E175, E190 und E195 auseinanderhältst, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Wer in Argentinien weitere Airlines sammelt, trifft neben Aerolíneas Argentinas auf Anbieter wie Flybondi und JetSMART Argentina.
Gute Chancen auf eine Ex-Austral-E190, wenn …
- du in Argentinien an Aeroparque oder einem großen Inlandsflughafen spottest
- im Plan viele Regionalflüge von Aerolíneas Argentinas stehen
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt ein bestimmtes Kennzeichen suchst – geleaste Maschinen wurden teils zurückgegeben
- du nach älteren Spotterberichten planst
Eher keine Chance, wenn …
- du in Europa suchst – die argentinischen E190 fliegen nur im Inlands- und Regionalverkehr
SkyTeam und Allianz-Bemalung
Im August 2012 traten Aerolíneas Argentinas und Austral gemeinsam der SkyTeam-Allianz bei. Aerolíneas Argentinas war damit die erste Airline aus Südamerika im Bündnis. Für Austral bedeutete das vor allem, dass ihre Inlandsflüge als Zubringer für die Langstrecken der Allianzpartner dienten. Wie Allianzen ihre Mitglieder mit Logos und Sonderbemalungen sichtbar machen, liest du im Artikel zu Allianz-Lackierungen.
Unfälle in der Geschichte
Wie viele Airlines mit langer Geschichte erlebte auch Austral schwere Unglücke. Die folgenreichsten betrafen frühe Propellerflugzeuge, die BAC One-Eleven und die Douglas-Jets. Das schwerste ereignete sich am 10. Oktober 1997: Austral-Flug 2553, eine DC-9-32 mit dem Kennzeichen LV-WEG, stürzte auf dem Weg nach Buenos Aires in einem Unwetter in Uruguay ab. Alle 74 Menschen an Bord kamen ums Leben; als wahrscheinliche Ursache gilt eine vereiste Fahrtmessung. Eine andere argentinische Airline, die durch ein Unglück in dieser Zeit traurige Bekanntheit erlangte, war LAPA.
Häufige Verwechslungen
- Austral mit Air Austral verwechseln – Air Austral ist eine französische Airline von La Réunion und hat mit Argentinien nichts zu tun.
- AR-Flugnummer mit Aerolíneas-Flugzeug gleichsetzen – bis 2020 flog hinter einer AR-Nummer oft eine Austral-Maschine.
- Eine heutige E190 als Austral notieren – seit Dezember 2020 fliegt sie für Aerolíneas Argentinas.
- Die E190 für eine reine Economy-Maschine halten – die argentinischen E190 haben eine kleine Business-Kabine.
- MD-80 und DC-9 verwechseln – beide hat Austral geflogen; die MD-80 ist länger und hat größere Triebwerke.
Deine Austral-Geschichte im Hangar
Poste alte und neue Sichtungen mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot, verfolge dieselbe E190 über die Jahre und tausch dich in der Community über Archivfotos aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Austral war fast 50 Jahre lang ein fester Teil des argentinischen Luftverkehrs – von den One-Eleven der 1970er-Jahre über die MD-80 bis zur Embraer 190. Als Marke ist sie seit Ende 2020 Geschichte, ihre letzten Flugzeuge fliegen aber unter Aerolíneas Argentinas weiter. Wer seine Sichtungen mit Datum und Kennzeichen im Logbuch dokumentiert, kann genau nachvollziehen, wann eine Maschine noch Austral war und wann nicht mehr.
Kurzfazit
Austral Líneas Aéreas (IATA AU, ICAO AUT) war eine historische argentinische Inlandsairline mit Drehkreuz Aeroparque. Zuletzt flog sie nur Embraer 190; seit Dezember 2020 ist sie Teil von Aerolíneas Argentinas.
Zusammenfassung
- Austral war über fast 50 Jahre die zweite große Inlandsairline Argentiniens und zuletzt die Regionalschwester von Aerolíneas Argentinas.
- Spotter verbinden mit Austral vor allem drei Generationen: BAC One-Eleven und YS-11 in den frühen Jahren, die MD-80 bis 2012 und danach die Embraer 190.
- Seit Dezember 2020 gibt es Austral nicht mehr als eigene Marke. Wer heute eine frühere Austral-Maschine sucht, findet sie unter den E190 von Aerolíneas Argentinas.
- Für dein Logbuch zählt der Zeitpunkt: Eine Sichtung vor Dezember 2020 notierst du als Austral (AU/AUT), alles danach als Aerolíneas Argentinas.
Häufige Fragen
Gibt es Austral Líneas Aéreas noch?
Nein, nicht als eigenständige Airline. Aerolíneas Argentinas kündigte die Zusammenlegung im Mai 2020 während der Corona-Krise an. Der letzte kommerzielle Austral-Flug fand am 30. November 2020 statt. Seit Dezember 2020 fliegen Flugzeuge und Besatzungen unter der Marke Aerolíneas Argentinas.
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Austral?
Austral nutzte den IATA-Code AU und den ICAO-Code AUT. Im Funk meldeten sich die Besatzungen mit dem Rufzeichen „AUSTRAL“. Weil die Flüge in den letzten Jahren gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas verkauft wurden, war für Passagiere oft eher die AR-Flugnummer sichtbar – der ICAO-Code AUT verriet auf dem Tracker, wer tatsächlich flog.
Welche Flugzeuge flog Austral zuletzt?
Zuletzt ausschließlich die Embraer 190. Laut Flottenangaben aus dem August 2019 waren es 26 Maschinen mit je 96 Sitzen, davon 8 in der Business und 88 in der Economy. Bestellt hatte der Staatskonzern 2009 zunächst 20 Jets, die ersten beiden kamen im September 2010; 2013 folgten zwei weitere, dazu kamen geleaste Gebrauchtflugzeuge.
Was ist aus den Austral-E190 geworden?
Sie gingen mit der Fusion in die Flotte von Aerolíneas Argentinas über und fliegen dort im Inlands- und Regionalverkehr. Einzelne geleaste Exemplare wurden inzwischen an ihre Vermieter zurückgegeben, etwa die LV-GBK im September 2024. Ende 2025 führte Aerolíneas Argentinas noch rund zwei Dutzend E190. Ein geplanter Ersatz durch Embraer E195-E2 wurde nach dem Regierungswechsel auf Eis gelegt.
War Austral Mitglied in einer Allianz?
Ja. Gemeinsam mit Aerolíneas Argentinas trat Austral im August 2012 der SkyTeam-Allianz bei. Aerolíneas Argentinas war damit die erste südamerikanische Airline im Bündnis. Mit dem Ende von Austral 2020 endete auch deren eigene Rolle in der Allianz; Aerolíneas Argentinas blieb Mitglied.
Wem gehörte Austral?
Die Eigentümer wechselten oft. 1980 wurde Austral verstaatlicht, 1987 privatisiert und an die Gesellschaft Cielos del Sur verkauft. 1990 übernahm Iberia die Airline im Zuge der Privatisierung von Aerolíneas Argentinas, 2001 ging die Gruppe an die spanische Grupo Marsans. Im Juli 2008 übernahm der argentinische Staat Austral und Aerolíneas Argentinas wieder.
Welcher Austral-Unfall war der schwerste?
Der Absturz von Austral-Flug 2553 am 10. Oktober 1997. Eine DC-9-32 mit dem Kennzeichen LV-WEG stürzte in einem Unwetter in Uruguay ab, alle 74 Menschen an Bord kamen ums Leben. Als wahrscheinliche Ursache gilt vereiste Fahrtmessung. Es war das schwerste Unglück in der Geschichte der Airline.
Austral Líneas Aéreas im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-80
Lang wie eine Zigarre, zwei kräftige Triebwerke am Heck: Die MD-80-Familie war von 1980 bis in die 2010er-Jahre ein Standardjet in Europa und den USA. So unterscheidest du MD-81, -82, -83, -87 und -88 und findest heute noch einen „Mad Dog“.
FlugzeugtypBAC One-Eleven
Zwei Rolls-Royce Spey am Heck, T-Leitwerk, kompakter Rumpf: Die One-Eleven war Großbritanniens erfolgreichster Kurzstreckenjet – und flog später als Rombac 1-11 aus rumänischer Fertigung sogar für die junge Ryanair.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
Weitere Airlines
Aerolíneas Argentinas
Argentiniens staatliche Flag-Carrier mit Drehkreuzen in Buenos Aires: SkyTeam-Mitglied seit 2012, mit dem Airbus A330-200 in Madrid und Rom zu Gast und seit Jahren Spielball der Debatte um eine erneute Privatisierung.
Low-CostLAPA – Líneas Aéreas Privadas Argentinas
Historische Airline aus Buenos Aires von 1977 bis 2003: LAPA brachte mit günstigen Tarifen Bewegung in Argentiniens Inlandsmarkt – und Flug 3142 wurde 1999 zu einer der schwersten Katastrophen der argentinischen Luftfahrt.
FerienfliegerAndes Líneas Aéreas
Kleine argentinische Airline aus Salta: einst mit MD-80 auf Linie und im Charter unterwegs, nach Krise und Neustart heute eine Charter-Airline mit wenigen Boeing 737 für Reiseveranstalter, Fußballclubs und Abschlussreisen.
Low-CostFlybondi
Argentiniens erste Ultra-Low-Cost-Airline: 2016 gegründet, ab 2018 mit Boeing 737-800 im Inland unterwegs – und seit August 2026 ohne regulären Flugbetrieb.
NetzwerkIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
RegionalAeroméxico Connect
Die Regionaltochter von Aeroméxico fliegt mit Embraer 190 unter AM-Flugnummern zwischen Mexiko-Stadt, Monterrey, Guadalajara und vielen kleineren Zielen – früher auch mit E170, ERJ 145 und Saab 340.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
HerstellerMcDonnell Douglas
Historischer US-Hersteller, 1967 aus McDonnell Aircraft und Douglas Aircraft entstanden und 1997 in Boeing aufgegangen. Seine Jets mit Hecktriebwerken – DC-9, MD-80, DC-10 und MD-11 – prägten Jahrzehnte des Luftverkehrs und sind heute gesuchte Motive für Spotter.
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