Envoy Air

Die hauseigene Regionalairline von American Airlines aus Irving, Texas: früher American Eagle Airlines, heute Envoy – mit einer reinen Embraer-Flotte aus E170 und E175, die in den Farben von American Eagle fliegt.

Auch bekannt als: Envoy · American Eagle Airlines · Simmons Airlines · MQ

USAUSARegionalfluggesellschaftenIATA: MQICAO: ENY11 Min. Lesezeit

MQ

IATA-Code

ENY

ICAO-Code

214

geplante Flottengröße (E170/E175)

2014

Umbenennung in Envoy

Das Wichtigste in Kürze

  • Envoy Air ist die konzerneigene Regionalairline von American Airlines mit Sitz in Irving, Texas.
  • Codes: IATA MQ, ICAO ENY, Rufzeichen „ENVOY“.
  • Bis 2014 hieß sie American Eagle Airlines – die Marke American Eagle gibt es weiter, sie wird heute von mehreren Regionalairlines geflogen.
  • Reine Embraer-Flotte: E170 und E175; mit der Bestellung von 2025 plant Envoy mit mindestens 214 Flugzeugen.
  • Für Spotter entscheidet das Rufzeichen ENY auf dem Tracker, nicht die Lackierung.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Envoy im Überblick
  2. 2.Von vielen Eagles zu einer Airline
  3. 3.Ein dunkles Kapitel: Flug 4184
  4. 4.Codes und Rufzeichen
  5. 5.Die Flotte: nur noch Embraer
  6. 6.Historische Flotte: vom Turboprop zum ERJ
  7. 7.Woran du Envoy erkennst
  8. 8.Envoy spotten: wo und wie
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeMQ
ICAO-CodeENY
RufzeichenENVOY
DrehkreuzeDFW, ORD, MIA, PHX
GeschäftsmodellRegionalairline im Auftrag von American Airlines, Flüge unter der Marke American Eagle
SitzIrving, Texas, USA – nördlich des Flughafens Dallas/Fort Worth
Konzern100-prozentige Tochter der American Airlines Group
Frühere NamenAmerican Eagle Airlines (1998–2014), davor Simmons Airlines
UmbenennungApril 2014 – aus American Eagle Airlines wird Envoy Air
Crew-BasenChicago-O’Hare, Dallas/Fort Worth, Miami und Phoenix; eine fünfte Basis in Washington-Reagan National ist angekündigt (Starttermin offen, Stand Oktober 2026)
Flotteausschließlich Embraer E170 und E175; Envoy plant mit mindestens 214 Flugzeugen (171 E175, 43 E170)
Allianzkeine eigene Mitgliedschaft – die Flüge laufen unter AA-Flugnummern im oneworld-Netz von American
Mitarbeitendemehr als 21.000 laut Envoy (Juni 2025), inklusive Bodenabfertigung für American
MarkenzeichenAmerican-Eagle-Lackierung im Design von American Airlines – den Namen Envoy siehst du am Rumpf kaum

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Envoy Air?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Lackierung von American Eagle: silbrig-heller Rumpf, Schriftzug „American Eagle“ und das gestreifte Leitwerk von American Airlines
  • Nur zwei Typen: Embraer E170 (65 Sitze) und Embraer E175 (76 Sitze) – beide mit Triebwerken unter den Flügeln
  • Auf Flugtrackern und im Funk: Rufzeichen ENY bzw. „ENVOY“, obwohl die Flugnummer mit AA beginnt
  • US-Kennzeichen mit N--Präfix
  • E175 und E170 in Eagle-Farben fliegen auch andere Airlines (z. B. SkyWest oder Republic) – erst das Rufzeichen klärt den Betreiber
  • Typische Heimat: Dallas/Fort Worth, Chicago-O’Hare und Miami

Wenn du an einem Drehkreuz von American Airlines stehst, landet alle paar Minuten ein Regionaljet mit dem Schriftzug „American Eagle“. Hinter vielen dieser Flüge steckt Envoy Air – die Regionalairline, die American selbst gehört. Bis 2014 hieß sie sogar American Eagle Airlines, und genau das sorgt bis heute für Verwirrung. Hier erfährst du, wie Envoy entstanden ist, welche Jets sie fliegt und wie du ihre Flugzeuge sicher von denen der anderen Eagle-Partner unterscheidest.

Eagle-Jets sauber zuordnen

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Envoy im Überblick

Envoy Air ist eine 100-prozentige Tochter der American Airlines Group und hat ihren Sitz in Irving, Texas, direkt nördlich des Flughafens Dallas/Fort Worth. Das Prinzip ist das gleiche wie bei allen US-Regionalairlines: American Airlines legt Strecken und Flugpläne fest, verkauft die Tickets und gibt die Lackierung vor. Envoy stellt Piloten, Flugbegleiter, Technik und Betrieb und wird von American dafür bezahlt. Unter eigenem Namen verkauft Envoy keine Tickets.

Anders als etwa SkyWest arbeitet Envoy nur für einen einzigen Auftraggeber. Zusammen mit Piedmont Airlines und PSA Airlines gehört sie zu den drei konzerneigenen Regionalairlines von American. Neben dem Flugbetrieb übernimmt Envoy an vielen Stationen auch die Bodenabfertigung für American – deshalb kommt sie laut eigener Angabe auf mehr als 21.000 Beschäftigte (Stand Juni 2025).

Eine eigene Allianz-Mitgliedschaft hat Envoy nicht. Da alle Flüge unter AA-Flugnummern laufen, sammeln Passagiere ihre Meilen bei American und damit im Netz von oneworld.

MQIATA-Code, in Flugnummern kaum sichtbar
ENYICAO-Code auf dem Tracker
2Flugzeugtypen: E170 und E175

Von vielen Eagles zu einer Airline

Die Marke American Eagle startete am 1. November 1984. Den ersten Flug unter dem neuen Namen führte Metroflight Airlines mit einer Convair 580 von Arkansas nach Dallas/Fort Worth durch. In den Folgejahren flogen zahlreiche kleine Regionalairlines unter dem Eagle-Logo, einige davon kaufte die American-Mutter AMR nach und nach auf. Aus diesem Flickenteppich ist Envoy entstanden.

Jahr Ereignis
1984 Start der Marke American Eagle mit Metroflight Airlines
1985 Simmons Airlines beginnt Flüge als American Eagle
1987 AMR übernimmt Simmons Airlines und Wings West
1989 AMR kauft Executive Airlines, die als Eagle-Gesellschaft ab San Juan (Puerto Rico) fliegt
1991 Aus Nashville Eagle und Command Airways entsteht Flagship Airlines
1998 Wings West und Flagship gehen in Simmons auf, die Airline heißt nun American Eagle Airlines; erster Regionaljet ERJ 145
2013 Executive Airlines beendet den Eagle-Betrieb, das Drehkreuz San Juan schließt
2014 Umbenennung in Envoy Air (April)
2015 Erster Embraer E175 für Envoy
2019 Die verbliebenen CRJ700 gehen an PSA Airlines
2020 Envoy übernimmt die E175 der aufgelösten Compass Airlines
2021 Abschied vom ERJ 140
2023 Die letzten ERJ 145 verlassen die Flotte
2025 Bestellung von 33 weiteren E175 für 2026 und 2027

Der entscheidende Schritt war der 15. Mai 1998: An diesem Tag wurden Wings West und Flagship mit Simmons verschmolzen, die zusammengelegte Gesellschaft erhielt den Namen American Eagle Airlines. Neben ihr blieb nur Executive Airlines als zweite konzerneigene Eagle-Gesellschaft übrig.

Warum der Name Envoy?

Nach der Fusion von American mit US Airways Ende 2013 hatte der neue Konzern plötzlich mehrere eigene Regionalairlines – neben American Eagle Airlines auch Piedmont und PSA aus dem US-Airways-Erbe. Um die Airline klar von der Marke zu trennen, unter der alle fliegen, kündigte der Konzern im Januar 2014 die Umbenennung von American Eagle Airlines an; seit April 2014 heißt sie Envoy Air. Der Name geht auf die „Envoy Class“ zurück, die frühere Business Class von US Airways.

Marke oder Airline?

„American Eagle“ auf dem Rumpf ist eine Marke, keine Airline. Envoy, Piedmont, PSA, SkyWest und Republic fliegen alle unter diesem Namen. Wer „American Eagle Airlines“ meint, spricht über die Zeit vor 2014 – also über das heutige Envoy.

Ein dunkles Kapitel: Flug 4184

Zur Geschichte gehört auch der schwerste Unfall der Eagle-Ära. Am 31. Oktober 1994 stürzte eine ATR 72 von Simmons Airlines auf dem Flug von Indianapolis nach Chicago-O’Hare bei Roselawn in Indiana ab. Alle 68 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die US-Unfallermittler kamen zu dem Schluss, dass sich in gefrierendem Regen Eis hinter den Enteisungsmatten der Tragflächen gebildet hatte, wodurch sich die Querruder plötzlich nicht mehr kontrollieren ließen. In der Folge erließ die FAA neue Vorschriften für viele Turboprops bei Vereisung, und ATR verlängerte die Enteisungsmatten an den Flügeln. Da Simmons die direkte Vorgängerin von Envoy ist, gehört der Unfall zur Firmengeschichte.

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code MQ: gehört Envoy, taucht aber in der Flugnummer praktisch nie auf.
  • ICAO-Code ENY: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den Flugtrackern.
  • Rufzeichen ENVOY: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Ein Envoy-Flug wird also als American mit AA-Flugnummer verkauft, im Funk und auf dem Tracker heißt er aber ENY mit eigener Nummer. Warum Rufzeichen und Codes so verschieden sein können, liest du im Artikel Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.

Filter auf ENY setzen

Such auf dem Tracker nicht nach der AA-Flugnummer, sondern nach dem ICAO-Code ENY. So trennst du Envoy-Flüge auf einen Blick von denen der anderen Eagle-Partner. Wie du ADS-B-Daten am Spot nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: nur noch Embraer

Envoy fliegt heute ausschließlich Regionaljets von Embraer. Mit der Bestellung vom Juni 2025 plant die Airline mit einer Flotte von mindestens 214 Flugzeugen, davon 171 E175 und 43 E170. Die neuen E175 werden 2026 und 2027 ausgeliefert; wie viele davon bis Oktober 2026 schon fliegen, hängt vom Lieferplan ab.

Typ Geplanter Bestand Sitze Spotter-Hinweis
Embraer E175 171 76 (12 First, 20 Main Cabin Extra, 44 Main Cabin) Rückgrat der Flotte, wächst bis 2027
Embraer E170 43 65 nutzbar (66 eingebaut, ein Sitz gesperrt) Kürzere Schwester, seltener zu sehen
Gesamt 214 Plan laut Envoy

Embraer E175

Der E175 kam im November 2015 zu Envoy und hat seitdem die älteren Typen verdrängt. Ein Schub kam 2020: Als die Regionalairline Compass Airlines den Betrieb einstellte, wechselten deren 20 E175 zu Envoy. Mit 76 Sitzen in drei Klassen liegt er an der Obergrenze dessen, was US-Netzwerkairlines in ihren Pilotenverträgen typischerweise für Regionalpartner zulassen.

Embraer E170

Der E170 ist rund 1,8 Meter kürzer als der E175. Bei Envoy hat er 66 Sitze, von denen einer in der Main Cabin gesperrt bleibt. Von außen unterscheidest du die beiden am besten über die Rumpflänge und die Zahl der Fenster vor und hinter dem Flügel – im Zweifel hilft der Tracker, der E170 als E170 und E175 als E75L oder E75S führt. Eine ausführliche Anleitung findest du im Artikel E170, E175, E190 und E195 auseinanderhalten.

Der Envoy-E170 fehlt dir noch?

Setz Typen, Kennzeichen oder Airlines auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung in deiner Nähe benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Historische Flotte: vom Turboprop zum ERJ

Wer alte Spotterfotos sortiert, begegnet bei American Eagle einer bunten Typenvielfalt. Die Eagle-Gesellschaften setzten über die Jahrzehnte zahlreiche Turboprops ein, darunter die Convair 580, Metroliner, Jetstream, Shorts 330 und 360, die Saab 340 sowie ATR 42 und ATR 72. Die ATR 72 flogen zuletzt bei Executive Airlines in San Juan, bis das Drehkreuz 2013 schloss.

Ab Mai 1998 kamen Regionaljets: Die Embraer ERJ 145 wurde zum Arbeitstier, in der Spitze flogen mehr als 150 Exemplare für Envoy und ihre Vorgängerin. Dazu kamen die kürzeren ERJ 140 und ERJ 135. Die ERJ 140 verließen die Flotte im Mai 2021, die letzten ERJ 145 im Frühsommer 2023. Auch der Bombardier CRJ700 gehörte eine Zeit lang zu American Eagle Airlines bzw. Envoy, bevor die Flugzeuge 2019 an PSA gingen.

Alte Fotos richtig beschriften

Eine ERJ 145 in Eagle-Farben aus dem Jahr 2015 gehört zu Envoy, eine von 2025 zu Piedmont. Notiere bei historischen Bildern deshalb immer das Aufnahmedatum und prüfe das Kennzeichen – viele Flugzeuge haben innerhalb des Konzerns den Betreiber gewechselt.

Woran du Envoy erkennst

Envoy hat keine eigene Lackierung. Alle Flugzeuge tragen das Design von American Eagle, das sich am aktuellen Auftritt von American Airlines orientiert: heller, silbrig wirkender Rumpf, der Schriftzug „American Eagle“ und das rot-weiß-blau gestreifte Leitwerk. Weil Piedmont, PSA, SkyWest und Republic dieselben Farben tragen, hilft dir die Optik allein nur bedingt.

Verlässlicher sind diese Merkmale:

  • Der Typ: Envoy fliegt nur E170 und E175. Eine ERJ 145 in Eagle-Farben gehört zu Piedmont, ein CRJ zu PSA oder SkyWest.
  • Das Rufzeichen: ENY auf dem Tracker ist der sicherste Hinweis.
  • Der Betreibername: Am vorderen Rumpf steht meist klein, welche Airline den Flug durchführt – mit Teleobjektiv gut lesbar.
  • Das Kennzeichen: Alle Envoy-Jets tragen ein US-Kennzeichen mit N-Präfix. Damit kannst du Halter und Geschichte prüfen; wie das geht, erklärt der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.

Spricht für Envoy

  • E170 oder E175 in Eagle-Farben
  • Rufzeichen ENY auf dem Tracker
  • Abflug von DFW, Chicago-O’Hare oder Miami

Spricht gegen Envoy

  • Triebwerke hinten am Rumpf (ERJ oder CRJ)
  • Rufzeichen PDT, JIA, SKW oder RPA
  • Der kleine Betreibername am Rumpf nennt eine andere Airline

Die Rufzeichen-Präfixe der anderen Eagle-Partner solltest du immer gegen den Tracker prüfen, bevor du eine Sichtung einträgst. Ein Überblick über die Unterschiede zwischen Regionaljets steht im Artikel Regionaljets erkennen.

Typ bestimmen

Triebwerke unter den Flügeln? Dann ist es ein E-Jet – ein erster Hinweis auf Envoy.

Rufzeichen prüfen

ENY bestätigt Envoy. Ein anderes Präfix gehört zu einer anderen Eagle-Airline.

Kennzeichen fotografieren

Das N-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig – auch wenn das Flugzeug später den Betreiber wechselt.

Envoy spotten: wo und wie

In Europa wirst du Envoy nicht sehen. Das Netz reicht von den USA nach Kanada, Mexiko, in die Karibik und auf die Bahamas. Für Spotter zählen die Drehkreuze, an denen Envoy ihre Crew-Basen hat.

Dallas/Fort Worth ist die Heimat der Airline und das größte Drehkreuz von American. Am Founders’ Plaza siehst du die Eagle-Jets im Wechsel mit den großen Mainline-Maschinen. Am Flughafen Chicago O’Hare fliegt Envoy ebenfalls in hoher Frequenz – Spots und Tipps findest du im Guide Planespotting in Chicago O’Hare. Am Flughafen Miami verbindet Envoy das Drehkreuz mit Zielen in Florida, der Karibik und auf den Bahamas; mehr dazu im Artikel Planespotting in Miami. Auch in Phoenix hat Envoy eine Crew-Basis.

Spannend für die Zukunft: Envoy hat im Mai 2026 eine fünfte Crew-Basis und eine Wartungsbasis am Washington Reagan National Airport angekündigt, einen Starttermin aber noch nicht genannt (Stand Oktober 2026). Ob dort schon mehr Envoy-Jets unterwegs sind, prüfst du am besten vorab auf dem Tracker. Der bekannte Spot ist Gravelly Point Park, Infos dazu im Guide Gravelly Point in Washington.

Gute Chancen auf Envoy, wenn …

  • du in Dallas/Fort Worth, Chicago-O’Hare oder Miami spottest
  • viele American-Eagle-Flüge im Plan stehen
  • du morgens oder abends spottest, wenn die Zubringerwellen kommen

Prüf es vorher, wenn …

  • du gezielt einen E170 suchst – er ist deutlich seltener als der E175
  • der Flughafen vor allem von Piedmont, PSA oder SkyWest bedient wird

Eher kein Envoy-Tag, wenn …

  • du in Europa spottest – Envoy fliegt nicht über den Atlantik

Für die Reiseplanung lohnt der Guide Planespotting-Reise in die USA, und was an US-Flughäfen erlaubt ist, steht im Artikel Planespotting in den USA.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten. Sprechen dich Sicherheitskräfte an, bleib freundlich, erklär dein Hobby und folge ihren Anweisungen.

Häufige Verwechslungen

  • Envoy und American Eagle gleichsetzen – American Eagle ist die Marke, Envoy eine von mehreren Airlines darunter.
  • Envoy mit Piedmont verwechseln – beide sind American-Töchter, aber Piedmont fliegt die ERJ 145, Envoy nur E-Jets.
  • Jeden Eagle-E175 Envoy zuordnen – auch SkyWest und Republic Airways fliegen E175 in Eagle-Farben.
  • MQ in der Flugnummer erwarten – Envoy-Flüge tragen immer AA-Nummern.
  • Envoy mit der US-Airways-Business-Class verwechseln – „Envoy Class“ war der Name der Kabine, die Airline trägt den Namen erst seit 2014.
  • Historische Eagle-Turboprops Envoy zuschreiben – vor 1998 flogen mehrere getrennte Gesellschaften als American Eagle.

Envoy, Piedmont und PSA im Hangar

Beobachte einzelne Kennzeichen, den Typ E170 oder die Airline Envoy, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Envoy ist die Airline, die jahrzehntelang selbst American Eagle hieß und heute nur noch eine von mehreren unter dieser Marke ist. Aus einem Geflecht kleiner Turboprop-Gesellschaften ist eine konzerneigene Regionalairline mit einer reinen Embraer-Flotte geworden, die von Irving in Texas aus gesteuert wird. Wer auf dem Tracker nach ENY filtert, den Typ bestimmt und das Kennzeichen festhält, ordnet jede Eagle-Sichtung sauber zu.

Kurzfazit

Envoy Air (IATA MQ, ICAO ENY) ist die Regionaltochter von American Airlines, bis 2014 als American Eagle Airlines bekannt. Sie fliegt nur Embraer E170 und E175 in den Farben von American Eagle – den Betreiber verrät das Rufzeichen ENY.

Zusammenfassung

  • Envoy ist die größte Regionaltochter im American-Airlines-Konzern und fliegt ausschließlich als American Eagle.
  • Die Airline ging 1998 aus Simmons Airlines hervor, trug bis 2014 den Namen American Eagle Airlines und heißt seitdem Envoy.
  • Nach dem Abschied von ERJ 135, 140 und 145 besteht die Flotte nur noch aus Embraer E170 und E175.
  • Envoy-Jets siehst du vor allem an den Drehkreuzen Dallas/Fort Worth, Chicago-O’Hare und Miami.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Envoy Air?

Envoy nutzt den IATA-Code MQ und den ICAO-Code ENY, im Funk lautet das Rufzeichen „ENVOY“. Passagiere sehen MQ aber praktisch nie, weil die Flüge als American Airlines mit AA-Flugnummer verkauft werden.

Ist Envoy dasselbe wie American Eagle?

Nicht ganz. American Eagle ist eine Marke von American Airlines, unter der mehrere Regionalairlines fliegen – neben Envoy die Konzernschwestern Piedmont und PSA sowie unabhängige Partner wie SkyWest oder Republic. Envoy hieß bis April 2014 selbst „American Eagle Airlines“, deshalb werden die Begriffe oft verwechselt.

Warum wurde American Eagle Airlines in Envoy umbenannt?

Die Umbenennung wurde im Januar 2014 angekündigt und im April 2014 vollzogen. So ließ sich die Airline klar von der Marke American Eagle trennen, die auch andere Gesellschaften nutzen. Der Name Envoy stammt von der früheren Business-Class-Bezeichnung „Envoy Class“ bei US Airways, mit der American Ende 2013 fusioniert hatte.

Welche Flugzeuge fliegt Envoy?

Nur Regionaljets von Embraer: den E170 mit 65 nutzbaren Sitzen und den E175 mit 76 Sitzen, beide mit First Class und Main Cabin Extra. 2025 bestellte American für Envoy 33 weitere E175 zur Auslieferung 2026 und 2027. Envoy plant damit mit mindestens 214 Flugzeugen – 171 E175 und 43 E170.

Fliegt Envoy noch die ERJ 145?

Nein. Die 50-sitzigen ERJ 145 waren lange das Rückgrat der Flotte, in Spitzenzeiten mit mehr als 150 Flugzeugen. Envoy hat sie bis 2023 ausgemustert, die kleineren ERJ 140 schon im Mai 2021. ERJ 145 in American-Eagle-Farben fliegt heute die Schwester Piedmont.

Wo kann ich Envoy-Flugzeuge fotografieren?

Am besten an den Drehkreuzen von American mit Envoy-Basen: Dallas/Fort Worth, Chicago-O’Hare und Miami, dazu Phoenix. In Europa fliegt Envoy nicht; das Netz reicht von den USA nach Kanada, Mexiko und in die Karibik.

Was hat Envoy mit Flug 4184 zu tun?

Der Absturz von American Eagle Flug 4184 am 31. Oktober 1994 bei Roselawn, Indiana, geschah mit einer ATR 72 von Simmons Airlines – der Gesellschaft, aus der 1998 American Eagle Airlines und später Envoy wurde. Alle 68 Menschen an Bord starben. Die Untersuchung führte zu neuen Vorschriften für Turboprops bei Vereisung.

Envoy Air im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Embraer E175

Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.

Flugzeugtyp

Embraer E170

Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.

Flugzeugtyp

Embraer ERJ 145

Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.

Flugzeugtyp

Embraer ERJ 140

Der Regionaljet, der wegen eines Pilotenvertrags existiert: Die ERJ 140 ist eine ERJ 145 mit 44 statt 50 Sitzen, fast ausschließlich für American Eagle gebaut und heute aus dem Liniendienst verschwunden.

Flugzeugtyp

Embraer ERJ 135

Der kürzeste Jet der ERJ-Familie: Die ERJ 135 ist eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und T-Leitwerk – und die Basis für den Businessjet Legacy 600.

Flugzeugtyp

Saab 340

Tiefdecker, zwei Vierblatt-Propeller, ein ganz normales Leitwerk und ein kurzer, rundlicher Rumpf: Der Saab 340 ist der schwedische Klassiker unter den Regional-Turboprops. So erkennst du ihn und weißt, wo er heute noch fliegt.

Flugzeugtyp

ATR 72-200/210

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 72-200 und -210 sind die erste Generation der großen ATR. Viele fliegen heute fensterlos als Frachter. So erkennst du sie und so findest du sie.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ700

Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.

Weitere Airlines

Netzwerk

American Airlines

Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.

Regional

Piedmont Airlines

Die Regionaltochter von American Airlines aus Salisbury, Maryland: hervorgegangen aus Henson Airlines, seit 1993 unter dem Namen Piedmont – und nicht zu verwechseln mit der historischen Piedmont Airlines aus Winston-Salem, die 1989 in USAir aufging.

Regional

PSA Airlines

Die CRJ-Spezialistin im American-Airlines-Konzern: aus einer kleinen Airline in Pennsylvania wurde über Piedmont und US Airways die PSA Airlines, die heute rund 150 Bombardier-Regionaljets als American Eagle fliegt – seit 2026 von Charlotte statt Dayton aus.

Regional

SkyWest Airlines

Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.

Regional

Republic Airways

Die Regionalairline aus Carmel, Indiana, fliegt ausschließlich Embraer E170 und E175 – in den Farben von American Eagle, Delta Connection und United Express. Seit der Fusion mit Mesa Ende 2025 ist sie nach eigenen Angaben die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA.

Netzwerk

US Airways

Historische US-Netzwerkairline mit Wurzeln von 1939: aus Allegheny wurde USAir, dann US Airways. Nach der Fusion mit America West und schließlich mit American Airlines endete die Marke im Oktober 2015 – bekannt bleibt sie durch Flug 1549 auf dem Hudson.

Flughäfen & Hersteller dazu

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Wo du Envoy Air vor die Linse bekommst

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Planetrack Redaktion

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