Das Wichtigste in Kürze
- Die 737-600 ist die kleinste 737 der Next Generation: rund 31 m lang, typisch etwa 110 Sitze in zwei Klassen.
- Mit nur 69 gebauten Exemplaren ist sie die seltenste Variante der 737 NG – jede Sichtung ist ein kleiner Glücksfall.
- Erstkunde SAS war auch der wichtigste Abnehmer; die letzten Neubauten gingen 2006 an WestJet.
- Schnellster Erkennungsweg: kurzer Rumpf plus großer NG-Flügel ohne Winglets. Gegen die 737-500 helfen Triebwerke und Leitwerk.
- In Tracking-Apps läuft der Typ als B736 – damit findest du die letzten aktiven Maschinen gezielt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 737-600?
- 2.Geschichte: SAS als Pate, WestJet als Schlusspunkt
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.737-600, 737-500 oder 737-700?
- 5.737-600 oder Airbus A318?
- 6.Betreiber und Ausmusterung
- 7.Spotting-Tipps: wo die letzten 737-600 auftauchen
- 8.Fototipps speziell für die 737-600
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 737 Next Generation (737-600, -700, -800, -900) |
| ICAO-Typcode | B736 |
| Erstkunde | SAS Scandinavian Airlines |
| Erstflug | 22. Januar 1998 |
| Zulassung (FAA) | 18. August 1998 |
| Erstauslieferung | September 1998 an SAS |
| Gebaute Exemplare | 69 |
| Triebwerke | 2 × CFM International CFM56-7B |
| Länge | rund 31,2 m |
| Spannweite | rund 34,3 m (Winglets nicht angeboten) |
| Höhe | rund 12,6 m |
| Sitzplätze | typisch rund 110 in zwei Klassen, maximal etwa 130 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | rund 5.990 km mit 110 Passagieren |
| Vorgänger | Boeing 737-500 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Sehr kurzer, gedrungener Rumpf von rund 31 m – die kürzeste 737 der Next Generation
- Großer NG-Flügel mit rund 34 m Spannweite, der den kurzen Rumpf optisch fast überragt
- Keine Winglets: Boeing hat sie für die -600 nie angeboten
- Nur ein Notausstieg pro Seite über dem Flügel
- CFM56-7B-Triebwerke mit unten abgeflachtem Einlauf und glatter Hinterkante
- Hohes NG-Seitenleitwerk mit Rückenflosse – höher als bei der fast gleich langen 737-500
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine 737 rollt vorbei, die Triebwerke kennst du von der Next Generation, aber der Rumpf wirkt so kurz, dass der Flügel fast zu groß für ihn scheint. Winglets? Fehlanzeige. Dann hast du womöglich eine echte Rarität vor der Linse: die Boeing 737-600. Nur 69 Exemplare hat Boeing gebaut, und die meisten sind längst aus dem Liniendienst verschwunden. Hier erfährst du, wie du die kleinste NG sicher bestimmst, wer sie geflogen hat und wo du die letzten Maschinen noch findest.
Eine 737-600 im Hangar? Respekt.
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Was ist die Boeing 737-600?
Die 737-600 ist das kleinste Mitglied der 737 Next Generation, der dritten Generation des Boeing-Bestsellers. Zur NG-Familie gehören außerdem die 737-700, die 737-800 und die 737-900 samt 737-900ER. Gedacht war die -600 als modernisierte Nachfolgerin der 737-500 aus der Classic-Generation – entsprechend ist sie praktisch genauso lang.
Mit rund 31,2 Metern Länge bietet sie in einer typischen Zwei-Klassen-Kabine Platz für etwa 110 Fluggäste, in dichter Bestuhlung für rund 130. Laut Boeing-Daten reicht der Tank mit 110 Passagieren für knapp 6.000 Kilometer. Damit fliegt die kleine NG weiter als etwa die -800, denn sie trägt denselben großen Flügel mit viel Tankvolumen, aber weniger Gewicht im Rumpf.
Technisch teilt die -600 alles Wesentliche mit der übrigen NG-Familie: den neu konstruierten, größeren Flügel, das überarbeitete Leitwerk, das Glascockpit und die CFM56-7B-Triebwerke. Eine andere Triebwerksoption gab es nicht. Ihre Größenklasse entspricht in etwa der Airbus A318, die ebenfalls als Kleinstversion einer großen Familie nur mäßig gefragt war. Mehr zum Hersteller liest du im Porträt von Boeing.
Geschichte: SAS als Pate, WestJet als Schlusspunkt
Boeing hatte die Next Generation Ende 1993 mit der -700 gestartet. Die kleinste Variante bekam ihren Anschub aus Skandinavien: SAS Scandinavian Airlines brachte die -600 Mitte der 1990er Jahre als Startkunde auf den Weg.
Der Erstflug folgte am 22. Januar 1998, die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA am 18. August 1998. Im September 1998 übernahm SAS die erste Serienmaschine. SAS blieb über Jahre der mit Abstand wichtigste Betreiber und setzte die kleinen NGs vor allem im innerskandinavischen und europäischen Netz ein, unter anderem ab Kopenhagen, Oslo und Stockholm.
Weitere Abnehmer kamen nur vereinzelt hinzu. Tunisair bestellte 1997 zunächst vier Maschinen und baute die Flotte bis 2001 auf sieben Exemplare aus. Air Algérie erhielt ihre erste -600 im Jahr 2002. In China flog die inzwischen aufgelöste China Southwest Airlines den Typ, später Air China.
Den Schlusspunkt setzte WestJet: Die kanadische Airline übernahm die letzten Neubauten, die finale Auslieferung erfolgte 2006. WestJet hatte ursprünglich Winglets für ihre -600 vorgesehen, verzichtete aber 2006 darauf. Boeing selbst hat Winglets für diese Variante nie angeboten. In der Preisliste stand die -600 noch bis 2012, doch neue Aufträge kamen nicht mehr. Unterm Strich blieben 69 ausgelieferte Flugzeuge.
Warum so wenige?
Die -600 litt unter einem typischen Problem kleiner Familienmitglieder: Sie trägt den großen, schweren Flügel und die Systeme ihrer längeren Schwestern, verteilt die Kosten aber auf deutlich weniger Sitze. Für die meisten Airlines lohnten sich die 737-700 oder gleich die -800 mehr. Bei Airbus erging es der A318 ähnlich, und auch Boeings Nachfolgerin für dieses Segment, die 737 MAX 7, ist deutlich größer ausgefallen als die -600.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Von vorn sehen alle NGs gleich aus. Die -600 entlarvst du über Proportionen, Flügelenden und den Vergleich mit der Classic-Generation.
Proportionen ansehen
Der Rumpf ist so kurz, dass der Flügel fast mittig sitzt und vorn wie hinten nur wenige Fensterreihen übrig bleiben. Im Vergleich zur Spannweite wirkt die -600 regelrecht gestaucht.
Flügelenden prüfen
Keine Winglets, keine Split Scimitars: Die -600 hat immer glatte Flügelspitzen. Eine kurze NG mit Winglets ist fast sicher eine -700.
Triebwerke und Leitwerk
Die CFM56-7B-Gondeln sind größer als bei der 737-500, das Seitenleitwerk ist höher und läuft mit einer langen Rückenflosse aus. Gezackte Gondelhinterkanten gehören dagegen zur MAX.
Diese drei Punkte grenzen den Typ sicher ein. Die letzte Instanz ist wie immer das Kennzeichen – gerade bei einer so kleinen Flotte lässt sich jede Maschine eindeutig zuordnen. Wie du ein bestimmtes Flugzeug über Kennzeichen oder Hex-Code findest, erklärt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Praxis-Tipp: B736 im Filter
In Tracking-Diensten steht B736 ausschließlich für die -600. Ein Filter auf diesen Code zeigt dir weltweit alle aktiven Exemplare, die gerade senden – bei einer so kleinen Flotte ist das oft nur eine Handvoll. Was hinter den Kürzeln steckt, liest du unter ICAO-Typcodes erklärt.
737-600, 737-500 oder 737-700?
Die gefährlichste Verwechslung lauert innerhalb der 737-Familie selbst. Die -500 ist fast gleich lang, die -700 nur gut zwei Meter länger.
| Merkmal | 737-500 | 737-600 | 737-700 |
|---|---|---|---|
| Generation | Classic | Next Generation | Next Generation |
| ICAO-Typcode | B735 | B736 | B737 |
| Länge | rund 31 m | rund 31,2 m | 33,6 m |
| Spannweite | rund 29 m | rund 34,3 m | 34,3 m, mit Winglets rund 35,8 m |
| Triebwerk | CFM56-3 | CFM56-7B | CFM56-7B |
| Winglets | ab Werk nicht vorgesehen | nie angeboten | häufig, ab Werk oder nachgerüstet |
| Notausstiege über dem Flügel (pro Seite) | 1 | 1 | meist 1 |
Gegen die -500 entscheiden Flügel und Leitwerk: Die Classic hat deutlich kürzere Flügel, ein niedrigeres Seitenleitwerk und kleinere Triebwerksgondeln. Die -600 wirkt dagegen „zu groß beflügelt“ für ihren Rumpf. Gegen die -700 hilft die Länge – und oft schon der Blick auf die Flügelspitzen. Wie sich die vier 737-Generationen grundsätzlich unterscheiden, zeigt der Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
737-600 oder Airbus A318?
Außerhalb der Boeing-Familie ist die A318 die naheliegende Verwechslung. Beide sind kurze Schmalrumpfjets mit gedrungener Silhouette, doch die Herstellermerkmale bleiben eindeutig.
Schnellbestimmung: sehr kurzer Schmalrumpfjet
Boeing 737-600
Spitze 737-Nase, großer NG-Flügel ohne Winglets und ein sehr kurzer Rumpf: Das passt zur -600. Prüf jetzt das Kennzeichen – bei nur 69 gebauten Maschinen ist die Zuordnung schnell erledigt.
Airbus A318
Rundere Nase, höher stehender Rumpf und ein sehr hohes Seitenleitwerk sind typisch für die kleinste A320-Schwester. Details findest du auf der Seite zur A318.
Boeing 737-500
Gleiche Länge, aber kürzere Flügel, kleinere Triebwerke und ein niedrigeres Leitwerk: Das ist die Classic-Vorgängerin.
Boeing 737-700
Etwas längerer Rumpf und oft Winglets – das spricht für die -700, die deutlich häufiger gebaut wurde.
Die Grundregeln zur Herstellerfrage stehen im Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden. Wie du die kleinen Airbus-Varianten untereinander trennst, erklärt A318, A319, A320 und A321 sicher auseinanderhalten.
Betreiber und Ausmusterung
Die Geschichte der -600 ist inzwischen vor allem eine Geschichte von Abschieden. Ein Überblick über die wichtigsten Betreiber:
- SAS: Die Startkundin flog die -600 rund zwei Jahrzehnte lang. Im Zuge der Umstellung auf eine reine Airbus-Flotte hat SAS die kleinen 737 im Jahr 2019 abgegeben; der letzte Linienflug einer SAS-737-600 fand Ende November 2019 statt. Ihre letzte 737 überhaupt, eine -700, hat SAS im November 2023 ausgeflottet.
- WestJet: Die Kanadier erhielten die letzten Neubauten und setzten die -600 viele Jahre im nordamerikanischen Netz ein. In der aktuellen Flottenübersicht (Stand September 2026) taucht der Typ nicht mehr auf.
- Tunisair: Die sieben Maschinen aus den Jahren 1999 bis 2001 flogen viele Jahre im Mittelmeer- und Europanetz. In aktuellen Flottenaufstellungen führt die Airline die -600 nur noch als historischen Typ.
- Air Algérie: Nach öffentlich verfügbaren Flottenübersichten waren hier zuletzt noch fünf -600 im Bestand – damit gehört die algerische Staatsairline zu den letzten Linienbetreibern.
- Janet: Die Shuttle-Flotte im Auftrag der US Air Force betreibt sechs -600 mit weißer Lackierung und roter Zierlinie. Die Maschinen stammen von Air China, vier davon flogen zuvor bei China Southwest Airlines. Sie pendeln von Las Vegas aus zu abgeschirmten Testgeländen in Nevada.
Weil viele Exemplare bereits verschrottet sind, schrumpft die aktive Flotte von Jahr zu Jahr. Für Sammler bedeutet das: Wer die -600 noch nicht im Logbuch hat, wartet besser nicht zu lange.
Flottenangaben altern schnell
Stand Oktober 2026 fliegen nur noch wenige 737-600. Einzelne Maschinen können jederzeit abgestellt, verkauft oder verschrottet werden. Prüf vor jeder Tour per Tracking-App, ob ein B736 im gewünschten Zeitraum tatsächlich unterwegs ist.
Warum gerade solche Auslaufmodelle den Reiz des Hobbys ausmachen, liest du in Seltene Flugzeuge spotten. Wie du die Seltenheit deiner Sichtung einordnest, zeigt Wie selten ist meine Sichtung?.
Kein B736 mehr verpassen
Setz die 737-600 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps: wo die letzten 737-600 auftauchen
Im deutschsprachigen Raum ist die -600 heute eine echte Ausnahme. Mit dem Abschied von SAS sind auch die regelmäßigen Besuche aus Skandinavien weggefallen. Wer alte Bilder vom Flughafen Kopenhagen, vom Flughafen Oslo oder vom Flughafen Stockholm Arlanda durchsieht, findet dort die -600 in SAS-Farben – heute stehen an Spots wie dem Flyvergrillen oder dem Spotterhügel in Arlanda andere Typen im Fokus.
Die realistischste Chance auf eine Linien-737-600 bietet Air Algérie. Die Airline fliegt ein dichtes Netz nach Frankreich, etwa zum Flughafen Paris-Orly oder nach Marseille, und in weitere europäische Länder. Welcher Flugzeugtyp einen bestimmten Umlauf fliegt, wechselt allerdings häufig; ein Blick auf den Typcode B736 im Tracking-Dienst ist deshalb Pflicht.
Für die Janet-Flotte führt der Weg nach Las Vegas. Die weißen 737 starten und landen am Flughafen Las Vegas Harry Reid, wo der Sunset Park ein beliebter Spot ist. Wie du einen Spotting-Trip in die Wüstenstadt planst, erklärt der Guide Planespotting in Las Vegas. Halte dich dabei an die öffentlich zugänglichen Bereiche – Fotos von Sperrgebieten sind tabu.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Las Vegas Harry Reid | mittel | Heimatbasis der Janet-Shuttles |
| Flughäfen mit Air-Algérie-Verbindungen | niedrig bis mittel | Einzelne Umläufe mit B736, aktuellen Einsatz prüfen |
| Skandinavien | sehr niedrig | SAS hat den Typ 2019 ausgeflottet |
| DACH-Raum | sehr niedrig | Höchstens Überführungen, Charter oder Ausweichlandungen |
Bereit für die Jagd nach der B736?
- Ich habe im Tracking-Dienst eine aktive Maschine mit dem Code B736 gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung am Zielflughafen.
- Ich weiß, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich weiß, worauf ich achte: kurzer Rumpf, großer Flügel, keine Winglets.
Die Betriebsrichtung entscheidet, ob du Landungen oder Starts vor dir hast; wie du sie einschätzt, erklärt Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Wie du Flüge live verfolgst, zeigt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Fototipps speziell für die 737-600
Bei einem so seltenen Typ zählt vor allem eines: ein Bild, das die Besonderheiten klar zeigt.
Seitenprofil festhalten
Die kurzen Proportionen sind das Markenzeichen. Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen oder kurz vor dem Aufsetzen macht den Größenunterschied zur -700 und -800 sichtbar.
Mehr Brennweite einplanen
Mit rund 31 Metern ist die -600 eine der kleinsten Jets am Platz. Für ein formatfüllendes Bild brauchst du mehr Brennweite als bei den gewohnten A320 oder 737-800.
Flügelenden zeigen
Die glatten Flügelspitzen ohne Winglets unterscheiden die -600 von vielen NG-Schwestern. Eine leichte Dreiviertelansicht von vorn bringt sie gut zur Geltung.
Kennzeichen lesbar machen
Bei nur 69 gebauten Maschinen erzählt jedes Kennzeichen eine eigene Geschichte. Achte darauf, dass es im Bild scharf und lesbar ist.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Woran du die Triebwerksgenerationen auseinanderhältst, erklärt Triebwerke erkennen, und alles zu Flügelspitzen steht in Winglets, Sharklets und Split Scimitar erkennen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 737-600, wenn …
- der Rumpf sehr kurz ist und der Flügel fast mittig sitzt
- die Flügelspitzen glatt sind, ohne Winglets
- die Triebwerke CFM56-7B mit glatter Hinterkante sind
- im Tracking-Dienst B736 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- eine kurze NG Winglets trägt – dann ist es meist eine -700
- das Seitenleitwerk niedrig und der Flügel klein wirkt – dann kann es eine -500 sein
- die Maschine in schlichtem Weiß mit roter Linie fliegt – dann kann es ein Janet-Shuttle sein
Es ist keine 737-600, wenn …
- du zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel zählst
- die Triebwerke gezackte Hinterkanten haben – dann ist es eine 737 MAX
- die Nase rundlich und das Leitwerk sehr hoch ist – dann bist du bei der A318 oder A319
- Flügel und Leitwerk kleiner wirken und der Rumpf länger ist – dann kann es eine ältere 737-300 sein
Fazit
Die 737-600 ist die Fußnote der Next Generation – und gerade deshalb ein Sammlerstück. SAS hat sie angeschoben, WestJet die letzten Neubauten übernommen, und mit 69 Exemplaren blieb sie die seltenste NG-Variante. Inzwischen ist sie aus den meisten Flotten verschwunden; zuletzt waren vor allem Air Algérie und die Janet-Shuttles in Las Vegas als Betreiber bekannt.
Kurzfazit
Sehr kurzer Rumpf, großer NG-Flügel ohne Winglets, CFM56-7B-Triebwerke: Das ist die 737-600. Such sie gezielt über den Code B736 und nimm sie mit, wann immer sie auftaucht – viele Gelegenheiten bleiben nicht mehr.
Zusammenfassung
- Die 737-600 flog erstmals im Januar 1998 und ging im September 1998 an SAS, die das Muster als Startkunde angeschoben hatte.
- Gebaut wurden nur 69 Maschinen; die Nachfrage blieb gering, weil Airlines die größeren -700 und -800 bevorzugten.
- SAS hat ihre -600 im Jahr 2019 ausgemustert, in aktuellen Flottenübersichten von WestJet und Tunisair taucht der Typ nicht mehr auf.
- Zuletzt bekannt sind vor allem Air Algérie und die geheimnisumwitterte US-Shuttle-Flotte Janet in Las Vegas als Betreiber.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 737-600?
Die 737-600 läuft unter B736. Die -700 hat B737, die -800 B738. Mit dem Code filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach den letzten aktiven -600.
Wie viele Boeing 737-600 wurden gebaut?
Insgesamt 69 Exemplare. Damit ist die -600 mit großem Abstand die seltenste Variante der 737 Next Generation. Boeing führte sie noch bis 2012 in der Preisliste, neue Bestellungen kamen aber nicht mehr.
Wie unterscheide ich die 737-600 von der 737-500?
Beide sind fast gleich lang. Die -600 hat aber den größeren NG-Flügel, ein höheres Seitenleitwerk und die CFM56-7B-Triebwerke. Die -500 aus der Classic-Generation wirkt mit ihren kürzeren Flügeln und dem niedrigeren Leitwerk zierlicher. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ.
Wie unterscheide ich die 737-600 von der 737-700?
Über die Länge: Die -700 ist mit rund 33,6 m gut zwei Meter länger. Beide haben meist nur einen Notausstieg pro Seite, aber viele -700 tragen Winglets, die bei der -600 nie angeboten wurden. Eine NG ohne Winglets mit sehr kurzem Rumpf ist ein starkes Indiz für die -600.
Hat die 737-600 Winglets?
Nein. Boeing hat Winglets für die -600 nicht angeboten. WestJet hatte zwar zunächst -600 mit Winglets vorgesehen, diese Option aber 2006 fallen gelassen. Alle -600 fliegen deshalb mit glatten Flügelenden.
Welche Airlines fliegen die 737-600 noch?
Stand Oktober 2026 ist die Lage dünn. Air Algérie führte nach öffentlich verfügbaren Flottenübersichten zuletzt fünf -600, die US-Shuttle-Flotte Janet in Las Vegas sechs. SAS hat den Typ 2019 abgegeben, in den aktuellen Flottenlisten von WestJet und Tunisair steht er nicht mehr. Ob einzelne Maschinen noch fliegen, prüfst du am besten per Tracking-App mit dem Code B736.
Warum wurde die 737-600 so selten gebaut?
Für die meisten Airlines war die kleine NG wirtschaftlich wenig attraktiv: Sie trägt den schweren Flügel und die Systeme der größeren Varianten, bietet aber deutlich weniger Sitze. Die längeren -700 und -800 verteilten die Kosten auf mehr Passagiere und verkauften sich deshalb viel besser.
Boeing 737-600 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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