Das Wichtigste in Kürze
- WestJet ist eine kanadische Airline mit Sitz und Hauptdrehkreuz in Calgary – nach Air Canada die zweitgrößte des Landes.
- Codes: IATA WS, ICAO WJA, Rufzeichen „WESTJET“.
- Die Flotte ist Boeing-geprägt: 737-700, 737-800 und 737 MAX 8 auf Kurz- und Mittelstrecke, 787-9 auf der Langstrecke.
- WestJet Encore fliegt als Regionaltochter Dash 8-400 im Westen Kanadas – mit eigenem ICAO-Code WEN.
- In Europa siehst du WestJet saisonal, etwa in London, Paris, Amsterdam, Dublin, Rom oder Barcelona – Deutschland steht nicht im Streckennetz.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | WS |
|---|---|
| ICAO-Code | WJA |
| Rufzeichen | WESTJET |
| Drehkreuze | YYC, YYZ, YVR |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Low-Cost-Wurzeln, Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Sitz | Calgary, Alberta, Kanada |
| Gegründet | 1994, erster Flug am 29. Februar 1996 mit drei gebrauchten Boeing 737-200 |
| Eigentümer | Mehrheitlich Onex (seit 2019); Minderheitsbeteiligungen von Delta, Korean Air und Air France-KLM seit Oktober 2025 |
| Drehkreuze | Calgary (YYC) als Hauptdrehkreuz, Toronto-Pearson (YYZ) als zweites Drehkreuz, dazu Vancouver (YVR) |
| Allianz | keine; Codeshares unter anderem mit Delta, Air France, KLM und Korean Air |
| Flotte WestJet (Stand Herbst 2026) | Boeing 737-700, 737-800, 737 MAX 8 und 787-9 – zusammen rund 160 Flugzeuge |
| Regionaltochter | WestJet Encore (IATA WR, ICAO WEN) mit De Havilland Canada Dash 8-400 |
| Bestellung | Boeing 737 MAX 10 und weitere 787-9 |
| Markenzeichen | Leitwerk in Marineblau, Weiß und Türkis, seit 2018 mit stilisiertem Ahornblatt |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich WestJet?
- Leitwerk schräg in Marineblau, Weiß und Türkis geteilt, seit dem Rebranding 2018 mit stilisiertem Ahornblatt
- Weißer Rumpf mit Schriftzug „WestJet“, dazu „The Spirit of Canada“ (auf der rechten Seite französisch „L’esprit du Canada“)
- Fast immer eine Boeing 737, auf der Langstrecke die Boeing 787-9
- Kanadisches Kennzeichen mit C- am Heck
- Flugnummer beginnt mit WS, auf dem Tracker steht WJA
- Turboprop in WestJet-Farben? Dann ist es eine Dash 8-400 von WestJet Encore (ICAO WEN)
WestJet gehört zu den Airlines, die du als deutscher Spotter nicht vor der Haustür findest – und gerade deshalb lohnt sich der Blick auf sie. Die kanadische Gesellschaft aus Calgary ist an europäischen Flughäfen vor allem im Sommer zu Gast, mit 737 MAX auf den kürzeren Atlantikstrecken und der Boeing 787-9 auf der Langstrecke. Hier erfährst du, wie du WestJet sicher erkennst, welche Flottenteile es gibt und wo du die Chance auf eine Sichtung hast.
Kanada im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche WestJet-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
WestJet im Überblick
WestJet ist nach Air Canada die zweitgrößte Airline Kanadas. Gegründet wurde sie 1994 in Calgary, unter anderem von Clive Beddoe und David Neeleman, der später JetBlue ins Leben rief. Der Flugbetrieb startete am 29. Februar 1996 – ein Schalttag – mit drei gebrauchten Boeing 737-200 und Zielen im Westen Kanadas: Calgary, Edmonton, Kelowna, Vancouver und Winnipeg.
Das Vorbild war das amerikanische Low-Cost-Modell: eine einheitliche 737-Flotte, einfache Abläufe, günstige Tickets. Über die Jahre hat sich WestJet aber deutlich verändert. Heute betreibt die Airline ein Drehkreuz in Calgary, bietet Business Class an, fliegt mit der Boeing 787-9 nach Europa und Asien und arbeitet mit internationalen Partnern zusammen. Deshalb führen wir WestJet hier als Netzwerk-Airline, auch wenn die Low-Cost-Wurzeln noch sichtbar sind.
Auch die Eigentümerstruktur hat sich gewandelt. Seit Dezember 2019 gehört WestJet mehrheitlich der kanadischen Beteiligungsgesellschaft Onex, die Airline ist seitdem nicht mehr an der Börse. Im Oktober 2025 schlossen Delta Air Lines, Korean Air und Air France-KLM Minderheitsbeteiligungen ab – ein deutliches Zeichen, wie eng WestJet inzwischen mit dem Umfeld von SkyTeam verbunden ist, ohne selbst Mitglied zu sein.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code WS: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln, Tickets und Flugplänen.
- ICAO-Code WJA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen WESTJET: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- WestJet Encore: eigene Codes, nämlich IATA WR, ICAO WEN und Rufzeichen „ENCORE“.
Der Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen ist bei WestJet schnell erklärt, weil beide den Namen tragen. Spannend wird es, wenn auf dem Tracker statt WJA plötzlich WEN auftaucht: Dann fliegt die Regionaltochter. Mehr zu den Kürzeln findest du im Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt und im Guide Callsign oder Flugnummer?.
Kanadische Kennzeichen lesen
Kanadische Flugzeuge tragen Kennzeichen mit C-, gefolgt von vier Buchstaben, meist beginnend mit F oder G – etwa C-Fxxx oder C-Gxxx. Damit erkennst du auf Fotos sofort die Herkunft. Welche Präfixe es weltweit gibt, zeigt die Übersicht zu den Länderkennungen.
Die Flotte: Boeing vorne, Dash 8 im Westen
WestJet ist seit der Gründung eine Boeing-Airline. Die Mainline-Flotte besteht laut Flottenübersichten vom Herbst 2026 aus vier Typen. Die Zahlen ändern sich durch Auslieferungen und Ausmusterungen laufend, deshalb sind sie als Größenordnung zu verstehen.
| Typ | Im Einsatz (ca.) | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 737-700 | 34 | 132 | Kurz- und Mittelstrecke | Kürzeste 737 der Flotte, ein Notausgang pro Seite über dem Flügel |
| Boeing 737-800 | 52 | 174 | Kurz- und Mittelstrecke, Ferienziele | Zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel, klassische Triebwerke |
| Boeing 737 MAX 8 | 69 | 174 | Mittelstrecke, auch Transatlantik | Gezackte Triebwerksverkleidungen, geteilte Winglets |
| Boeing 787-9 | 7 | 320 | Langstrecke nach Europa und Asien | Einziges Großraumflugzeug der Flotte |
| Boeing 737 MAX 10 | bestellt | – | noch nicht im Einsatz | Längste 737, ersetzt nach und nach die 737-700 |
Die Boeing 737-700 war 2001 der Einstieg in die Next Generation. 2005 kam die erste 737-800, später folgte die 737 MAX 8. Die 787-9 bietet 320 Plätze in drei Klassen: Business, Premium und Economy, wobei ein Teil der Economy als Economy Plus mit mehr Beinfreiheit angeboten wird.
Für die Zukunft der Kurz- und Mittelstrecke hat WestJet auf die 737 MAX 10 gesetzt: Nach einer ersten Bestellung 2022 kamen im September 2025 weitere 65 Exemplare dazu. Hersteller aller Mainline-Typen ist Boeing.
Ehemalige Typen
Aus der Flotte verschwunden sind die 737-200 der Anfangsjahre, die 737-600 und die vier Boeing 767-300ER, die WestJet im Juli 2020 während der Pandemie ausmusterte. Auch eine kleine Frachterflotte aus umgebauten 737-800 gab es zeitweise; im März 2025 entschied WestJet, Fracht wieder nur im Unterflurraum der Passagierflugzeuge zu transportieren.
Die 787-9 von WestJet fehlt dir noch?
Setz Typ oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine WestJet-Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Eine Gruppe, mehrere Marken
Hinter WestJet steckt eine Gruppe, deren Flugzeuge nicht alle gleich aussehen. Für Spotter ist das der interessanteste Teil.
| Marke | Rolle | Codes | Flotte | Was du siehst |
|---|---|---|---|---|
| WestJet | Mainline | WS / WJA | 737, 787-9 | Standard-Bemalung mit Ahornblatt |
| WestJet Encore | Regionaltochter seit 2013 | WR / WEN | Dash 8-400 | Turboprop in WestJet-Farben |
| Swoop | Ultra-Low-Cost, 2023 integriert | – | 737 | Zeitweise noch in Swoop-Farben unterwegs |
| Sunwing | Ferienflieger, seit 2023 Teil der Gruppe | – | 737 | 18 Flugzeuge 2025 an WestJet übergeben, teils in alten Farben |
WestJet Encore fliegt seit Juni 2013 ausschließlich die De Havilland Canada Dash 8-400 mit 78 Sitzen. Der Schwerpunkt liegt heute in Westkanada; Strecken östlich von Thunder Bay hat Encore aufgegeben. Nach Europa kommen die Turboprops nicht – wer sie sehen will, muss nach Kanada.
Swoop startete 2018 als Ultra-Low-Cost-Ableger und wurde am 28. Oktober 2023 in WestJet integriert. Die Flugzeuge wurden dabei nicht sofort umlackiert. Ähnlich bei Sunwing: Nach dem letzten Flug unter eigenem Namen im Mai 2025 wechselten 18 Maschinen zu WestJet, zunächst ohne neue Bemalung. Ob ein bestimmtes Flugzeug inzwischen umlackiert ist, verrät dir am schnellsten ein aktuelles Foto in der Community oder ein Blick auf das Kennzeichen.
Leitwerk prüfen
Marineblau, Weiß, Türkis und Ahornblatt – das ist WestJet. Andere Farben auf einer kanadischen 737 deuten auf Swoop- oder Sunwing-Erbe hin.
Kennzeichen lesen
C- am Heck bestätigt die kanadische Registrierung. Das Kennzeichen ist die sicherste Basis für deinen Logbuch-Eintrag.
Tracker abgleichen
WJA heißt Mainline, WEN heißt Encore. So ordnest du auch Flüge zu, deren Flugzeug du nur von weitem siehst.
Sauber notieren
Halte bei Flugzeugen in Fremdbemalung fest, welche Farben sie getragen haben – nach einer Umlackierung ist das eine schöne Erinnerung.
Woran du WestJet erkennst
Die Grundbemalung ist schlicht: weißer Rumpf, Schriftzug „WestJet“ und ein Leitwerk, das schräg in drei Felder aus Marineblau, Weiß und Türkis geteilt ist. Dasselbe Muster findest du auf der Außenseite der Winglets wieder. Mit dem Rebranding im Mai 2018 – dem ersten großen Wechsel seit der Gründung – bekam WestJet eine neue Schrift, ein stilisiertes Ahornblatt am Leitwerk und den Zusatz „The Spirit of Canada“ auf Englisch und Französisch am Rumpf.
Früher gab es bei WestJet einige bekannte Sonderbemalungen, darunter zwei Disney-Motive. Sie wurden 2024 alle in die Standardfarben zurücklackiert. Wer heute nach besonderen Farben sucht, schaut eher nach Flugzeugen mit Swoop- oder Sunwing-Vergangenheit. Tipps für die Jagd nach Besonderheiten findest du im Guide zu Special Liveries.
Das spricht für eine 737 MAX 8
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und nach unten
- Auf Trackern als B38M geführt
- Auf den Atlantikstrecken nach Europa häufig im Einsatz
Das spricht für eine 737-700 oder -800
- Glatte Triebwerksverkleidung ohne Zacken
- Klassische, nach oben gebogene Winglets
- Auf Trackern als B737 (für die -700) oder B738 geführt
- Die -700 ist deutlich kürzer und hat nur einen Notausgang pro Seite über dem Flügel
Bei der 787-9 ist die Sache einfacher: Sie ist das einzige Großraumflugzeug in der Flotte. Ihre im Flug stark nach oben gebogenen Flügel und die gezackten Triebwerksverkleidungen erkennst du schon aus großer Entfernung. Wenn du Airbus und Boeing noch verwechselst, hilft dir der Artikel Airbus und Boeing unterscheiden.
Achtung Verwechslung
Auch Air Canada setzt ein Ahornblatt aufs Leitwerk – allerdings rot auf schwarzem Grund. Air Transat fliegt Airbus. Bei WestJet ist das Ahornblatt in Blau- und Türkistönen gehalten, und die Flotte besteht bis auf die Encore-Turboprops aus Boeing.
WestJet in Europa spotten
Deutschland steht nach den uns vorliegenden Streckenübersichten (Stand Herbst 2026) nicht im WestJet-Netz. Direkt zwischen Deutschland und Kanada verbinden dich andere Airlines, etwa Air Canada, Lufthansa oder Condor. Für eine WestJet-Sichtung musst du also ins europäische Ausland – oder Glück mit einer Ausweichlandung haben.
Zu den Europa-Zielen zählen unter anderem London-Heathrow, London-Gatwick, Paris-Charles de Gaulle, Amsterdam-Schiphol, Dublin, Rom-Fiumicino, Barcelona, Lissabon, Edinburgh und Reykjavík. Viele dieser Verbindungen laufen nur im Sommerflugplan. In Asien fliegt WestJet Tokio-Narita und Seoul-Incheon an.
Aus Deutschland ist Amsterdam das naheliegendste Ziel. An der Spotterplaats Polderbaan hast du gute Chancen auf Langstreckenverkehr, wenn die Polderbaan in Betrieb ist. In London lohnt sich die Myrtle Avenue für Landungen bei Westbetrieb. Eine Übersicht weiterer Plätze findest du in den besten Spotting-Spots Europas.
Gute Chancen auf WestJet, wenn …
- Sommerflugplan ist und dein Ziel-Flughafen WS-Flüge im Plan hat
- du morgens am Spot bist, wenn die Nachtflüge aus Kanada landen
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du außerhalb der Hauptsaison reist – viele Europa-Strecken ruhen im Winter
- du nach älteren Spotterberichten planst, denn das Netz ändert sich jedes Jahr
Eher kein WestJet-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – dort gehört WestJet nicht zum Linienverkehr
Transatlantikflüge aus Kanada kommen typischerweise morgens nach einem Nachtflug an. Plane deshalb früh, achte auf das Licht und schau dir die Betriebsrichtung an – wie das geht, erklärt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Mit Flugverfolgung per ADS-B siehst du schon über dem Atlantik, ob die WJA-Maschine pünktlich ist.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und informiere dich vorab über die Regeln im jeweiligen Land. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Grundlagen findest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- WestJet mit Air Canada verwechseln – beide zeigen ein Ahornblatt, aber Air Canada in Rot auf Schwarz, WestJet in Blau und Türkis.
- Encore-Flüge der Mainline zuordnen – Dash 8-400 in WestJet-Farben fliegen als WEN, nicht als WJA.
- WestJet noch als reine Low-Cost-Airline sehen – mit Drehkreuz, Business Class und 787-9 arbeitet sie heute wie eine Netzwerk-Airline.
- Eine 737 in fremden Farben für eine andere Airline halten – kanadische 737 in Swoop- oder Sunwing-Optik können inzwischen zu WestJet gehören.
- Die 737-700 als -800 notieren – die -700 ist kürzer und hat nur einen Notausgang pro Seite über dem Flügel.
- WestJet für ein SkyTeam-Mitglied halten – trotz Codeshares und Beteiligungen von SkyTeam-Airlines ist WestJet in keiner Allianz.
WestJet im Blick behalten
Beobachte WestJet als Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
WestJet hat sich von der kleinen Low-Cost-Airline mit drei gebrauchten 737-200 zu Kanadas zweiter großer Netzwerk-Airline entwickelt. Für Spotter in Deutschland ist sie eine Sichtung für Reisen nach Amsterdam, London, Paris oder Dublin – meist im Sommer, meist morgens. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert, trennt Mainline, Encore und die Flugzeuge mit Swoop- oder Sunwing-Vergangenheit sauber voneinander.
Kurzfazit
WestJet (IATA WS, ICAO WJA) ist eine kanadische Airline mit Drehkreuz Calgary und fast reiner Boeing-Flotte aus 737 und 787-9. Das dreifarbige Leitwerk mit Ahornblatt zeigt die Marke, das C-Kennzeichen und der Tracker-Code verraten die Details.
Zusammenfassung
- WestJet erkennst du am dreigeteilten Leitwerk in Marineblau, Weiß und Türkis und am weißen Rumpf mit WestJet-Schriftzug.
- Aus der Low-Cost-Airline von 1996 ist eine Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Calgary, Business Class und Boeing 787-9 geworden.
- Wer genau hinschaut, findet Flugzeuge der integrierten Marken Swoop und Sunwing, die teils noch in ihren alten Farben unterwegs waren.
- Für deutsche Spotter ist WestJet ein Europa-Ziel: Die besten Chancen hast du im Sommer an Flughäfen wie Amsterdam, London oder Dublin.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat WestJet?
Der IATA-Code von WestJet ist WS, der ICAO-Code WJA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „WESTJET“. Die Regionaltochter WestJet Encore nutzt eigene Codes: IATA WR, ICAO WEN, Rufzeichen „ENCORE“.
Gehört WestJet zu einer Allianz?
Nein. WestJet ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet aber über Codeshares eng mit Partnern zusammen, darunter Delta, Air France, KLM und Korean Air – also mehreren SkyTeam-Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt WestJet?
Im Kern Boeing. Auf Kurz- und Mittelstrecken setzt WestJet die Boeing 737-700, 737-800 und 737 MAX 8 ein, auf der Langstrecke die Boeing 787-9 mit 320 Sitzen in drei Klassen. Laut Flottenübersichten vom Herbst 2026 umfasst die Mainline-Flotte rund 160 Flugzeuge. Dazu kommen die Dash 8-400 von WestJet Encore. Bestellt sind außerdem Boeing 737 MAX 10 und weitere 787-9.
Fliegt WestJet nach Deutschland?
Nach den uns vorliegenden Streckenübersichten (Stand Herbst 2026) nicht. In Europa fliegt WestJet unter anderem London-Heathrow, London-Gatwick, Paris-Charles de Gaulle, Amsterdam, Dublin, Rom, Barcelona, Lissabon, Edinburgh und Reykjavík an, viele davon nur saisonal. Prüf vor einer Spottingtour immer den aktuellen Flugplan.
Was ist WestJet Encore?
WestJet Encore ist die Regionaltochter von WestJet. Sie fliegt seit Juni 2013 ausschließlich De Havilland Canada Dash 8-400 mit 78 Sitzen und konzentriert sich auf Westkanada. Die Turboprops tragen WestJet-Farben, im Tracker erscheinen sie aber mit dem ICAO-Code WEN statt WJA.
Was ist aus Swoop und Sunwing geworden?
Swoop, die Ultra-Low-Cost-Marke von WestJet, wurde im Oktober 2023 in WestJet integriert. Sunwing gehört seit 2023 zur WestJet Group; nach dem letzten Sunwing-Flug im Mai 2025 wechselten 18 Flugzeuge zu WestJet. Beide Flottenteile flogen danach zunächst weiter in ihren alten Farben – solche Maschinen sind für Spotter echte Hingucker.
Woran erkenne ich die WestJet 787-9?
Die 787-9 ist das einzige Großraumflugzeug der WestJet-Flotte. Typisch sind die stark nach oben gebogenen Flügel im Flug und die gezackten Hinterkanten der Triebwerksverkleidungen. In Europa ist sie auf den Transatlantikstrecken die wahrscheinlichste WestJet-Sichtung.
Wo kann ich WestJet in Europa spotten?
Gute Chancen bestehen im Sommer an Flughäfen mit WestJet-Verbindungen wie Amsterdam-Schiphol, London-Heathrow, Paris-Charles de Gaulle oder Dublin. Bekannte Plätze sind etwa die Spotterplaats an der Polderbaan in Schiphol oder die Myrtle Avenue in Heathrow. Die Transatlantikflüge aus Kanada landen nach dem Nachtflug meist am Morgen.
WestJet im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
Air Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
FerienfliegerAir Transat
Kanadas Ferienflieger aus Montréal: Air Transat fliegt mit Airbus A321LR und A330 im Sommer nach Europa und im Winter in die Sonne – und ist mit Berlin auch für deutsche Spotter erreichbar.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
NetzwerkKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
FlughafenFlughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
Wo du WestJet vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
AnflugschneiseMyrtle Avenue am Flughafen London Heathrow
Am Ende einer ruhigen Wohnstraße in Hatton liegt eine Wiese direkt unter dem Endanflug auf die Piste 27L. Hier ziehen A380, 777 und A350 so tief über dich hinweg wie kaum irgendwo sonst in Europa – vorausgesetzt, du kennst den Runway-Wechsel von Heathrow.
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