Das Wichtigste in Kürze
- Die 737 MAX 7 ist die kleinste MAX und die Nachfolgerin der 737-700 – mit der größten Reichweite der Familie.
- Die Zulassung zog sich über acht Jahre: Erstflug 2018, FAA-Freigabe erst am 3. August 2026.
- Bremsklotz war zuletzt die Triebwerks-Enteisung, die bei Dauerbetrieb zu Überhitzung der Gondel führen konnte.
- Southwest Airlines ist Erstkundin und hält mit Abstand die meisten Bestellungen; WestJet hat ihre MAX 7 in MAX 8 umgewandelt.
- Schnellster Erkennungsweg: kurze 737 mit gezackten LEAP-Gondeln und zwei Notausstiegen pro Seite.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 737 MAX 7?
- 2.Die lange Geschichte der Zulassung
- 3.Wer die MAX 7 bestellt hat
- 4.So erkennst du die 737 MAX 7
- 5.MAX 7, 737-700 oder MAX 8?
- 6.Verwechslungsgefahr mit Airbus
- 7.Wo du die 737 MAX 7 antriffst
- 8.Spotting-Tipps: die ersten MAX 7 erwischen
- 9.Fototipps speziell für die 737 MAX 7
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 737 MAX (MAX 7, MAX 8, MAX 9, MAX 10) |
| ICAO-Typcode | B37M |
| Erstflug | 16. März 2018 ab Renton |
| FAA-Zulassung | 3. August 2026 (geänderte Musterzulassung) |
| Erstauslieferung | laut Boeing für 2027 erwartet (Stand Oktober 2026) |
| Triebwerke | 2 × CFM International LEAP-1B |
| Länge | 35,6 m |
| Spannweite | 35,9 m |
| Höhe | 12,3 m |
| Sitzplätze | laut Boeing 135 bis 160 in zwei Klassen, maximal 172 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis zu rund 7.040 km |
| Max. Startgewicht | rund 80 t |
| Vorgänger | Boeing 737-700 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Kürzester Rumpf der MAX-Familie – sichtbar gedrungener als die MAX 8, aber rund zwei Meter länger als die 737-700
- Zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel – die 737-700 hat in der Regel nur einen
- Große CFM-LEAP-1B-Triebwerke mit gezackter Gondel-Hinterkante (Chevrons)
- Gegabelte Flügelspitze (Advanced Technology Winglet) mit einem Element nach oben und einem nach unten
- Überarbeiteter, schlanker Heckkonus wie bei allen MAX-Varianten
- Typische 737-Merkmale: spitze Nase, Rückenflosse vor dem Seitenleitwerk, offenes Hauptfahrwerk ohne äußere Klappen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine kurze 737 mit dicken Triebwerken, gezackten Gondelkanten und auffallend gedrungenem Rumpf rollt über das Vorfeld? Dann könnte es die seltenste Variante der aktuellen Boeing-Schmalrumpffamilie sein: die Boeing 737 MAX 7. Sie flog schon 2018, wurde aber erst im August 2026 zugelassen. Auf dieser Seite erfährst du, warum das so lange gedauert hat, wer den Typ bestellt hat, woran du ihn sicher erkennst und wo du die ersten Exemplare am ehesten vor die Linse bekommst.
B37M auf die Wunschliste
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Was ist die Boeing 737 MAX 7?
Die 737 MAX ist die vierte Generation der Boeing 737. Boeing hat dafür den bewährten Rumpf übernommen und ihn mit neuen Triebwerken vom Typ CFM LEAP-1B, gegabelten Flügelspitzen, einem überarbeiteten Heck und modernisierter Avionik kombiniert. Die Familie besteht aus vier Längen: MAX 7, MAX 8, MAX 9 und MAX 10.
Die MAX 7 ist das kleinste Mitglied und die Nachfolgerin der 737-700. Ganz so klein wie ihre Vorgängerin ist sie allerdings nicht: Ursprünglich auf Basis der -700 entworfen, wurde sie 2016 überarbeitet und um zwei Sitzreihen verlängert. Mit rund 35,6 Metern ist sie knapp zwei Meter länger als die -700 und etwa vier Meter kürzer als die MAX 8. Boeing gibt für die Zwei-Klassen-Kabine 135 bis 160 Sitze an, maximal sind 172 Plätze zugelassen.
Eine Besonderheit hebt sie von ihren Schwestern ab: Die MAX 7 hat die größte Reichweite der gesamten MAX-Familie. Boeing nennt bis zu rund 7.040 Kilometer. Der Hersteller vermarktet sie deshalb gezielt für lange, dünne Strecken und für Flughäfen in großer Höhe oder heißem Klima, an denen schwerere Flugzeuge Startgewicht einbüßen. Mehr zum Hersteller selbst findest du auf der Seite zu Boeing, mehr zum Triebwerksbauer unter CFM International.
Die lange Geschichte der Zulassung
Kaum ein aktuelles Verkehrsflugzeug hat so lange auf seine Zulassung gewartet wie die MAX 7. Ein Blick auf die Etappen erklärt, warum.
2018: Erstflug in Renton
Am 16. März 2018 hob die erste MAX 7 im Boeing-Werk Renton bei Seattle ab und landete nach rund drei Stunden auf dem Testgelände in Moses Lake. Der Einstieg in den Liniendienst war damals für Anfang 2019 vorgesehen.
2019 bis 2021: Grounding der Familie
Nach den Abstürzen von Lion Air (Oktober 2018) und Ethiopian Airlines (März 2019) – beide mit einer MAX 8 – stand die gesamte MAX-Flotte weltweit still. Die Zulassung der kleineren und größeren Varianten rückte damit in den Hintergrund.
2023 bis 2025: das Enteisungs-Problem
2023 wurde ein Problem mit der Enteisung der Triebwerkseinläufe bekannt: Bei Dauerbetrieb konnte die Gondel überhitzen. Boeing bat die FAA zunächst um eine befristete Ausnahme, zog den Antrag im Januar 2024 aber zurück und entwickelte mit CFM eine konstruktive Lösung.
August 2026: Zulassung
Am 3. August 2026 erteilte die FAA die geänderte Musterzulassung. Kern der letzten Arbeiten war eine überarbeitete Triebwerks-Enteisung, die auch in neu gebaute MAX 8 und MAX 9 einfließt und in bestehende Maschinen nachgerüstet wird.
Zusätzlich bremsten die Pandemie, neue Abläufe bei der Zertifizierung und die verschärfte Aufsicht nach dem Vorfall mit einer herausgeflogenen Türabdeckung an einer Alaska-Airlines-MAX-9 im Januar 2024 das Tempo. Laut Boeing umfasste die Testkampagne der MAX 7 rund 700 Flugstunden in etwa 440 Testflügen sowie rund 350 Stunden Bodentests.
Zulassung heißt noch nicht Liniendienst
Mit der FAA-Freigabe ist der Typ in den USA zugelassen. Ausgeliefert wird laut Boeing aber erst 2027 (Stand Oktober 2026). Airlines brauchen zudem Zeit für Handbücher, Schulungen und Wartungsabläufe, bevor die erste MAX 7 Passagiere befördert.
Wer die MAX 7 bestellt hat
Die MAX 7 ist ein Nischenprodukt. Laut Branchendaten von Cirium, über die Fachmedien im August 2026 berichteten, liegen insgesamt weniger als 300 Bestellungen vor – ein kleiner Bruchteil der gesamten MAX-Auftragsbücher, die Boeing mit mehr als 7.200 Flugzeugen angibt.
- Southwest Airlines ist Erstkundin und mit Abstand wichtigste Abnehmerin. Branchendaten zufolge hält die Airline mehr als 250 offene MAX-7-Bestellungen. Southwest fliegt eine reine 737-Flotte und will mit der MAX 7 ihre alternden -700 ersetzen. Weil sich die Zulassung immer weiter verschob, übernahm sie ersatzweise zusätzliche MAX 8 und strich die MAX 7 im Januar 2024 vorübergehend aus der Flottenplanung für jenes Jahr.
- Allegiant Air, die US-Ferienairline aus Las Vegas, hat rund zwei Dutzend MAX 7 bestellt.
- WestJet aus Kanada hatte ebenfalls MAX 7 geordert, wandelte diese Bestellung aber in MAX 8 um. Im Alltag fliegt WestJet deshalb weiterhin 737-700, 737-800 und MAX 8.
- Dazu kommen kleinere Bestellungen weiterer Kunden, teils ohne öffentlich genannten Namen.
Weil viele Kaufverträge einen Wechsel zwischen den MAX-Varianten erlauben, schwanken diese Zahlen immer wieder. Für deine Spotting-Planung ist vor allem eines wichtig: Die ersten MAX 7 im Liniendienst werden fast sicher in den Farben von Southwest unterwegs sein.
Gebaut, aber noch nicht ausgeliefert
Branchenberichten zufolge stehen rund 30 bereits gebaute MAX 7 bereit, die Boeing jetzt auf den zugelassenen Stand umrüstet. Wer ein Auge auf Überführungen hat, erwischt vielleicht einen der ersten Auslieferungsflüge. Mit Planetrack bekommst du einen Sichtungs-Alarm, wenn ein Typ von deiner Wunschliste an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
So erkennst du die 737 MAX 7
Auf den ersten Blick ist die MAX 7 einfach eine kurze 737. Drei Merkmale reichen aber, um sie sicher einzuordnen.
Triebwerk prüfen
Große LEAP-1B-Gondeln mit gezackter Hinterkante verraten die MAX-Generation. Ältere 737 der Next Generation haben kleinere Gondeln mit glatter Kante.
Länge einschätzen
Wirkt der Rumpf gedrungen, mit wenigen Fenstern vor und hinter dem Flügel, kommt nur die MAX 7 infrage. MAX 8, MAX 9 und MAX 10 sind sichtbar gestreckter.
Notausstiege zählen
Die MAX 7 hat zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel. Bei der 737-700 ist es in der Regel nur einer – ein gutes Zusatzmerkmal bei Seitenansichten.
Die gegabelte Flügelspitze (Advanced Technology Winglet) bestätigt den Befund, ist allein aber nicht eindeutig: Manche ältere 737 tragen nachgerüstete Split Scimitar Winglets, die ebenfalls ein Element nach unten haben. Wie du die verschiedenen Flügelspitzen auseinanderhältst, zeigt der Guide Winglets, Sharklets und Split Scimitar erkennen. Einen Überblick über alle vier 737-Generationen gibt Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
MAX 7, 737-700 oder MAX 8?
Die Tabelle stellt die MAX 7 ihren engsten Verwandten gegenüber.
| Merkmal | 737-700 | 737 MAX 7 | 737 MAX 8 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B737 | B37M | B38M |
| Länge | 33,6 m | ca. 35,6 m | 39,5 m |
| Triebwerk | CFM56-7B | LEAP-1B | LEAP-1B |
| Gondel-Hinterkante | glatt | gezackt (Chevrons) | gezackt (Chevrons) |
| Notausstiege über dem Flügel (pro Seite) | in der Regel 1 | 2 | 2 |
| Flügelspitze | Blended, Split Scimitar oder ohne | Advanced Technology Winglet | Advanced Technology Winglet |
Gegen die -700 entscheiden also Triebwerke, Flügelspitze und Notausstiege, gegen die MAX 8 vor allem die Länge. Im Zweifel hilft der Typcode im Tracking-Dienst oder das Kennzeichen – wie du es liest, steht im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Verwechslungsgefahr mit Airbus
In der gleichen Größenklasse spielen bei Airbus die A319neo und die A220-300. Der Finder hilft dir, eine kurze, moderne Maschine einzuordnen. Die Grundlagen liefert der Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.
Schnellbestimmung: kompakter Schmalrumpfjet
Boeing 737 MAX
Wirkt der Rumpf kurz und zählst du zwei Notausstiege pro Seite, hast du gute Chancen auf eine MAX 7. Bei längerem Rumpf eher MAX 8 oder MAX 9.
Airbus A319neo oder A320neo
Runde Airbus-Nase und Sharklets sprechen für die neo-Familie. Ein kurzer Rumpf deutet auf die A319neo.
Airbus A220
Schlanker Rumpf, große Fenster und Triebwerke, die im Verhältnis riesig wirken: das typische A220-Bild. Die längere Version ist die A220-300.
Ein zusätzlicher Hinweis im Überflug: Das Hauptfahrwerk der 737 hat keine äußeren Klappen, du siehst die Räder also offen im Rumpf liegen. Bei den Airbus-Typen sind die Fahrwerksschächte geschlossen. Mehr zum Lesen von Triebwerksformen findest du unter Triebwerke erkennen.
Wo du die 737 MAX 7 antriffst
Stand Oktober 2026 ist die MAX 7 noch nicht im Liniendienst. Wer jetzt schon eine sehen möchte, muss dorthin, wo Boeing baut und testet: in den Großraum Seattle. Endmontiert wird die 737 im Werk Renton, Testflüge und Auslieferungen laufen unter anderem über Boeing Field in Seattle.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Boeing Field, Seattle | gut | Test- und Auslieferungsbetrieb von Boeing |
| Paine Field, Everett | gelegentlich | Boeing-Standort mit regem Testverkehr anderer Typen |
| Southwest-Basen in den USA | ab Auslieferungsstart steigend | Southwest ist die mit Abstand größte Kundin |
| Las Vegas | ab Auslieferungsstart steigend | Großer Southwest-Standort und Heimat von Allegiant |
| Flughäfen in Europa | sehr gering | Keine europäischen Großbestellungen bekannt |
Gute Startpunkte in Seattle sind das Museum of Flight am Boeing Field – über das Museum selbst erfährst du mehr auf der Seite zum Museum of Flight Seattle – und Boeing Future of Flight in Everett. Wenn Southwest und Allegiant die ersten Maschinen einsetzen, lohnt sich zudem ein Blick auf den Sunset Park am Flughafen Las Vegas. Hintergrund zum Flughafen findest du unter Flughafen Las Vegas, Tipps zur Stadt im Beitrag Planespotting in Las Vegas.
Termine und Einsätze ändern sich
Auslieferungsdaten und Einsatzpläne für die MAX 7 standen im Oktober 2026 noch nicht fest. Prüf vor einer Reise aktuelle Meldungen der Airlines und filtere im Tracking-Dienst nach dem Typcode B37M.
Spotting-Tipps: die ersten MAX 7 erwischen
Bei einem neuen Typ zählt vor allem Timing. Erstauslieferungen und Überführungsflüge sind oft nur kurz sichtbar – und genau diese Momente sind für Sammler besonders wertvoll.
Alarme setzen
Richte in deinem Tracking-Dienst eine Benachrichtigung für den Typcode B37M ein. Wie das funktioniert, erklärt der Guide zu Flugverfolgungs-Alarmen.
Überführungen verfolgen
Neue Flugzeuge fliegen oft ohne Passagiere von Seattle zur Airline. Solche Flüge tauchen nicht im regulären Flugplan auf.
Kennzeichen notieren
Die ersten Registrierungen sind beliebt. Halte Kennzeichen und Datum fest, um später sagen zu können, welche Maschine du wann gesehen hast.
Licht planen
Gerade bei einem seltenen Typ ärgert ein Gegenlichtfoto doppelt. Plane den Sonnenstand an deinem Spot vorher.
Wie du Alarme sinnvoll konfigurierst, steht im Beitrag Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten. Was hinter Überführungen steckt, erklärt Auslieferungs- und Überführungsflüge verfolgen. Und das Licht berechnest du mit Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Bereit für deine erste MAX 7?
- Ich habe einen Alarm für den Typcode B37M eingerichtet.
- Ich kenne die Unterschiede zur 737-700 und zur MAX 8.
- Ich weiß, wo ich zwei Notausstiege pro Seite erkenne.
- Ich habe den Sonnenstand an meinem Spot geprüft.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Fototipps speziell für die 737 MAX 7
Ein kurzer Rumpf verändert die Bildwirkung: Die großen Triebwerke wirken an der MAX 7 noch präsenter als an ihren Schwestern. Nutze das bewusst.
- Seitenansicht für die Bestimmung: Ein Foto im Profil zeigt Rumpflänge und Notausstiege gleichzeitig. So kann jeder Betrachter den Typ später nachvollziehen.
- Schräg von hinten für die Details: Aus dieser Perspektive sind Chevrons, Heckkonus und das untere Winglet-Element am deutlichsten zu sehen.
- Engerer Bildausschnitt: Weil die MAX 7 kürzer ist, füllt sie bei gleicher Brennweite weniger vom Bild als eine MAX 8. Plane etwas mehr Brennweite oder einen näheren Standpunkt ein.
- Erstausgaben dokumentieren: Gerade die ersten Auslieferungen tragen oft Sonderaufkleber oder Jubiläumsmotive. Wie du solche Lackierungen findest, zeigt Special Liveries finden.
Wenn du gerade erst mit dem Spotten anfängst, helfen dir Flugzeugtypen erkennen für Anfänger und Planespotting für Einsteiger beim Einstieg.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 737 MAX 7, wenn …
- die Triebwerksgondeln gezackte Hinterkanten haben
- der Rumpf deutlich kürzer wirkt als bei einer MAX 8
- du zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel zählst
- im Tracking-Dienst B37M als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- eine kurze 737 Split Scimitar Winglets trägt – dann kann es auch eine nachgerüstete 737-700 sein
- du die Maschine nur frontal siehst und die Länge nicht abschätzen kannst
- eine Southwest-737 kurz wirkt, die Triebwerke aber glatt enden
Es ist keine 737 MAX 7, wenn …
Fazit
Die 737 MAX 7 ist ein Flugzeug mit Geschichte, bevor sie überhaupt einen einzigen zahlenden Passagier befördert hat. Acht Jahre zwischen Erstflug und Zulassung machen sie zu einem der ungewöhnlichsten Typen der jüngeren Luftfahrt. Für Spotter bedeutet das: Die nächsten Monate sind die Zeit der Premieren. Wer die ersten Auslieferungen an Southwest oder Allegiant erwischt, hat einen echten Seltenheitswert im Logbuch – und in Europa bleibt die MAX 7 vorerst eine Rarität.
Kurzfazit
Kurzer 737-Rumpf, gezackte LEAP-Gondeln, gegabelte Flügelspitzen und zwei Notausstiege pro Seite: Das ist die MAX 7. Seit August 2026 von der FAA zugelassen, Erstauslieferung laut Boeing 2027 – wer sie sucht, filtert nach B37M und schaut zuerst nach Seattle und zu Southwest.
Zusammenfassung
- Die MAX 7 flog im März 2018 erstmals, war ursprünglich ab 2019 für den Liniendienst vorgesehen und wurde erst im August 2026 von der FAA zugelassen.
- Gründe für die Verzögerung waren das weltweite MAX-Grounding, strengere Prüfprozesse, die Pandemie und zuletzt ein Problem mit der Triebwerks-Enteisung.
- Laut Branchendaten liegen weniger als 300 Bestellungen vor, der Großteil davon bei Southwest; dazu kommen unter anderem Allegiant Air.
- Boeing erwartet die erste Auslieferung 2027 – bis dahin sind MAX 7 vor allem rund um Boeings Werke im Raum Seattle zu sehen.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die 737 MAX 7?
Die 737 MAX 7 läuft unter B37M. Zum Vergleich: Die MAX 8 hat B38M, die MAX 9 B39M und die MAX 10 B3XM. Die Vorgängerin 737-700 erscheint als B737.
Warum hat die Zulassung der MAX 7 so lange gedauert?
Mehrere Gründe kamen zusammen. Nach den beiden MAX-Abstürzen 2018 und 2019 stand die gesamte Familie still, und die US-Behörde FAA prüfte Boeing danach deutlich strenger. Dazu kamen die Pandemie, neue Zertifizierungsabläufe und ab 2023 ein Problem mit der Enteisung der Triebwerkseinläufe, das bei Dauerbetrieb zu Überhitzung führen konnte. Boeing musste dafür gemeinsam mit CFM eine technische Lösung entwickeln. Die FAA erteilte die Zulassung schließlich am 3. August 2026.
Wann wird die erste 737 MAX 7 ausgeliefert?
Boeing nennt für die erste Auslieferung das Jahr 2027 (Stand Oktober 2026). Bereits gebaute Maschinen – Branchenberichten zufolge rund 30 Stück – müssen vorher auf den zugelassenen Stand umgerüstet werden. Southwest rechnet nach eigenen Angaben mit etwa sechs Monaten Vorlauf nach der Zulassung, bis der Typ im Flugbetrieb ist.
Welche Airlines haben die 737 MAX 7 bestellt?
Mit Abstand größte Kundin ist Southwest Airlines, die die MAX 7 als Ersatz für ihre 737-700 vorsieht. Daneben hat Allegiant Air rund zwei Dutzend MAX 7 bestellt. WestJet hatte ebenfalls MAX 7 geordert, die Bestellung aber in MAX 8 umgewandelt. Weil viele Verträge den Wechsel zwischen MAX-Varianten erlauben, ändern sich die Zahlen immer wieder.
Wie unterscheide ich die MAX 7 von der 737-700?
Über die Triebwerke und die Notausstiege. Die MAX 7 trägt große LEAP-1B-Gondeln mit gezackter Hinterkante und gegabelte Flügelspitzen, die 737-700 kleinere CFM56-7B mit glatter Kante. Außerdem hat die MAX 7 zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel, die -700 in der Regel nur einen. Die MAX 7 ist zudem knapp zwei Meter länger.
Kann ich die 737 MAX 7 in Europa sehen?
Im Liniendienst vorerst kaum. Stand Oktober 2026 ist noch keine MAX 7 an eine Airline ausgeliefert, und die großen Bestellungen kommen aus Nordamerika. Realistische Chancen hast du rund um Boeings Werke und Testflughäfen im US-Bundesstaat Washington – und ab dem Auslieferungsstart an Flughäfen mit viel Southwest- oder Allegiant-Verkehr.
Boeing 737 MAX 7 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
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HerstellerCFM International
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Vom Wüstenflugplatz Alamo Field zum Tor in die Glücksspielmetropole: vier Pisten direkt am Strip, Southwest-737 im Minutentakt, Spielautomaten im Terminal, die geheimnisvollen weißen Janet-Jets – und ein offizieller Spotterplatz mit der Sonne im Rücken.
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