Das Wichtigste in Kürze
- Die A350F ist Airbus’ neuer Großraumfrachter auf Basis der A350-1000 – kein Umbau, sondern ab Werk als Frachter gebaut.
- Der Erstflug fand am 29. September 2026 in Toulouse statt, laut Airbus beginnt damit eine Flugerprobung von über neun Monaten.
- Schnellster Erkennungsweg: A350-Maske plus fensterloser Rumpf plus Frachttor hinter dem Flügel.
- Hauptgegner ist die Boeing 777-8F, die ebenfalls noch nicht im Liniendienst steht. Beide sollen die Boeing 777F als Standard-Langstreckenfrachter beerben.
- Laut Airbus erfüllt die A350F die aktuellen ICAO-CO₂-Standards für neu gebaute Flugzeuge – ein zentrales Verkaufsargument gegen ältere Frachtmuster.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A350F?
- 2.Das große Frachttor: Herzstück der A350F
- 3.So erkennst du die A350F
- 4.Entwicklung: vom Launch bis zum Erstflug
- 5.Kunden und Erstbetreiber
- 6.A350F gegen Boeing 777-8F
- 7.Verwechslungsgefahr im Frachtverkehr
- 8.Wo du die A350F sehen kannst
- 9.Fototipps für Frachter und Testflugzeuge
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus (Endmontage in Toulouse) |
|---|---|
| Familie | A350 XWB (A350-900, A350-1000, A350F) |
| Basis | A350-1000 mit verkürztem Rumpf |
| Programmstart | Juli 2021 (Freigabe durch den Airbus-Vorstand) |
| Erstflug | 29. September 2026 in Toulouse (MSN 700) |
| Status | Flugerprobung läuft (Stand: Oktober 2026), noch keine Auslieferung |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce Trent XWB-97 |
| Länge | 70,80 m |
| Spannweite | 64,75 m |
| Höhe | 17,08 m |
| Max. Nutzlast (Herstellerangabe) | bis zu 111 t |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis zu rund 8.700 km (4.700 nm) |
| Hauptdeck-Frachttor | lichte Breite 4,31 m – laut Airbus 15 % breiter als bei der 777F |
| Ladepositionen | 30 auf dem Hauptdeck, 40 LD3-Container im Unterdeck |
| Bestellungen | 115 von 14 offengelegten Kunden (Stand: Ende August 2026, laut Airbus) |
| Hauptkonkurrent | Boeing 777-8F |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- A350-Silhouette mit dunkler Cockpit-Maske und weich nach oben gebogenen Flügelspitzen – aber keine Passagierfenster am Rumpf
- Großes Frachttor hinter der Tragfläche im hinteren Rumpf, nicht vorn wie bei vielen Umbaufrachtern
- Hauptfahrwerk mit sechs Rädern pro Bein wie bei der A350-1000
- Rumpf sichtbar kürzer als bei der A350-1000, aber länger als bei der A350-900
- Zwei sehr große Rolls-Royce-Trent-XWB-Triebwerke mit glatten Hinterkanten
- Bis zur Indienststellung fast nur als Testflugzeug mit Messausrüstung rund um Toulouse unterwegs
Aktualisiert: Oktober 2026 – Schwarze Maske am Cockpit, weich gebogene Flügelspitzen, aber am Rumpf keine einzige Fensterreihe: Wenn dir so ein Flugzeug begegnet, hast du sehr wahrscheinlich die Airbus A350F vor der Linse. Airbus’ neuer Großraumfrachter ist am 29. September 2026 zum ersten Mal geflogen und steckt mitten in der Erprobung. Auf dieser Seite erfährst du, wie die A350F aufgebaut ist, wer sie bestellt hat, wie sie gegen die Boeing 777-8F antritt und wo du die Chance hast, sie zu sehen.
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Was ist die Airbus A350F?
Die A350F ist die Frachtversion der A350-XWB-Familie und wird von Airbus ab Werk als Frachter gebaut. Bisherige Airbus-Frachter wie die A300-600F oder die A330-200F spielten in einer kleineren Nutzlastklasse, und im Umbausegment gibt es Passenger-to-Freighter-Versionen wie die A330-P2F. Mit der A350F zielt Airbus dagegen direkt auf das Segment der großen Langstreckenfrachter, das seit Jahren von Boeing dominiert wird.
Technische Basis ist die A350-1000. Der Rumpf ist allerdings kürzer: Airbus gibt für die A350F eine Länge von 70,80 Metern an, die A350-1000 kommt auf knapp 74 Meter. Die A350-900 liegt mit 66,80 Metern darunter. Die Spannweite ist mit 64,75 Metern bei allen drei Varianten gleich, die Höhe nennt Airbus mit 17,08 Metern. Angetrieben wird der Frachter wie die A350-1000 von zwei Rolls-Royce Trent XWB-97 – mehr zum Triebwerksbauer findest du auf der Seite zu Rolls-Royce.
Nach Herstellerangaben trägt die A350F bis zu 111 Tonnen Nutzlast und kommt bis zu rund 8.700 Kilometer weit. Airbus betont außerdem, dass die Zelle zu über 70 Prozent aus modernen Werkstoffen besteht und das maximale Startgewicht deutlich unter dem der Konkurrenz liegt. Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß liegen laut Airbus um bis zu 40 Prozent unter den Werten der Frachter, die die A350F ablösen will – das ist eine Herstellerangabe, die sich im Linienbetrieb erst noch bestätigen muss.
Das große Frachttor: Herzstück der A350F
Was die A350F für Fracht-Airlines interessant macht, ist vor allem das Hauptdeck-Frachttor. Es sitzt im hinteren Rumpf hinter der Tragfläche und hat laut Airbus eine lichte Öffnungsbreite von 4,31 Metern. Damit ist es nach Herstellerangabe rund 15 Prozent breiter als das Tor der Boeing 777F. Airbus wirbt damit, dass auch übergroße Ladung ohne Zerlegen an Bord passt.
Auf dem Hauptdeck finden 30 Ladepositionen Platz, im Unterdeck zusätzlich 40 LD3-Container. Das Ladevolumen liegt laut Airbus rund 11 Prozent über dem der 777F. Für die Besatzung gibt es einen Ruhebereich mit einem Sitz und zwei Kojen, und die Klimaanlage ist so angepasst, dass die Luftströme von Frachträumen und Crewbereich getrennt bleiben.
Für Spotter ist das Tor praktisch, denn im Seitenprofil ist die große Torkontur hinter dem Flügel ein klares Unterscheidungsmerkmal gegenüber Passagier-A350 und gegenüber Umbaufrachtern, deren Tor meist vor dem Flügel sitzt.
Praxis-Tipp für die Bestimmung
Ein A350 ohne Fenster ist fast immer eine A350F. Prüf im Zweifel zwei Dinge: Gibt es eine große Torkontur hinter dem Flügel, und zählst du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein? Dann passt alles zusammen.
So erkennst du die A350F
Weil die A350F auf der A350-Plattform steht, übernimmt sie die wichtigsten Familienmerkmale. Drei Schritte reichen für eine sichere Bestimmung.
Familie bestimmen
Dunkle Maske an den Cockpitfenstern und Flügelspitzen, die sich ohne Knick nach oben ziehen: Das ist eine A350. Kein anderer Frachter zeigt diese Kombination.
Fenster suchen
Fehlt die Fensterreihe am Rumpf und siehst du nur vorn die Crew-Türen, hast du einen Frachter vor dir. Passagier-A350 haben durchgehende Fensterbänder.
Tor und Fahrwerk prüfen
Großes Hauptdeck-Tor hinter dem Flügel, sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein und ein Rumpf, der kürzer wirkt als bei der A350-1000 – das ist die A350F.
Am Ende bestätigt wie immer das Kennzeichen den Typ. Gerade in der Erprobungsphase tragen die Testflugzeuge Airbus-Testkennzeichen und eine Hauslackierung. Wie die Werkslackierungen von Airbus und Boeing aussehen, zeigt der Beitrag Hauslackierungen von Airbus, Boeing und Embraer. Allgemeine Unterscheidungstipps zwischen den Herstellern findest du unter Airbus und Boeing unterscheiden, und den Vergleich der Passagiervarianten im Beitrag A350 oder Boeing 787?.
Entwicklung: vom Launch bis zum Erstflug
Ein Frachter auf A350-Basis war schon früh im Gespräch, konkret wurde es aber erst im Juli 2021: Der Airbus-Vorstand gab die Entwicklung der A350F frei. Ende 2021 bestellte Air Lease Corporation als erster Kunde, kurz darauf folgten CMA CGM und 2022 unter anderem Singapore Airlines.
Ursprünglich sollte die A350F 2025 in Dienst gehen, später war 2026 im Gespräch. Im Februar 2025 verschob Airbus das Programm um ein Jahr. Als Grund galten Probleme bei der Lieferung von Rumpfteilen. Der Erstkunde Air Lease Corporation ist in aktuellen Bestelllisten nicht mehr als A350F-Kunde geführt.
Am 29. September 2026 hob der erste Prototyp mit der Werknummer MSN 700 in Toulouse zum Erstflug ab. Laut Airbus dauerte der Flug 4 Stunden und 10 Minuten, erreichte 25.000 Fuß und diente der Prüfung von Flugeigenschaften und Grundsystemen. Das zweite Testflugzeug, MSN 701, stand zu diesem Zeitpunkt noch in der Endmontage; den Gang in die Lackierhalle kündigte Airbus für die folgenden Wochen an. Airbus spricht von einer Flugerprobung von über neun Monaten.
Zeitpläne bleiben beweglich
Termine für Zulassung und erste Auslieferung haben sich bei der A350F schon mehrfach verschoben. Alles, was hier zum weiteren Ablauf steht, entspricht dem Stand Oktober 2026. Prüf vor einer Planung immer die aktuellen Meldungen von Airbus und den Betreibern.
Kunden und Erstbetreiber
Laut Airbus lagen Ende August 2026 115 Bestellungen von 14 offengelegten Kunden vor. Airbus nennt für seinen Frachter im Segment der großen Frachtflugzeuge einen Marktanteil von bis zu 59 Prozent. Zu den Bestellern zählen nach verfügbaren Quellen unter anderem:
- Singapore Airlines mit ihrer Frachtsparte, einer der frühesten Kunden
- CMA CGM Air Cargo, die Luftfrachtsparte der französischen Reederei
- Air France und Martinair aus der Air France-KLM-Gruppe
- Atlas Air, die im März 2026 eine Bestellung über 20 Maschinen bekanntgab
- Etihad mit Etihad Cargo, Cathay Pacific mit Cathay Cargo und Turkish Airlines mit Turkish Cargo
- dazu Starlux, Silk Way West und der saudische Leasinggeber AviLease
Wer die erste Maschine tatsächlich übernimmt, hat Airbus im Oktober 2026 noch nicht offiziell bestätigt. Zu den frühesten Kunden gehören CMA CGM und Singapore Airlines. Für den deutschsprachigen Raum sind vor allem Air France-KLM, Turkish Cargo und Etihad spannend, weil deren Frachter regelmäßig europäische Drehkreuze anfliegen.
A350F gegen Boeing 777-8F
Die A350F tritt in einem Markt an, den Boeing seit Jahren mit der 777F und der 747-Frachterfamilie beherrscht. Direkter Gegner ist die Boeing 777-8F, die Frachtversion der 777-8 aus der 777X-Familie. Boeing hat sie im Januar 2022 mit Qatar Airways als Erstkunde gestartet, auch Lufthansa Cargo hat bestellt. Erste Auslieferungen erwartet Boeing nach aktuellen Berichten nicht vor 2028.
| Merkmal | Airbus A350F | Boeing 777-8F |
|---|---|---|
| Basis | A350-1000 | 777X (777-8) |
| Länge | 70,80 m | rund 70,9 m |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce Trent XWB-97 | 2 × GE GE9X |
| Flügelspitzen | fest, nach oben gebogen | klappbar |
| Erstflug | 29. September 2026 | noch offen (Stand Oktober 2026) |
| Frühe Kunden | u. a. CMA CGM, Singapore Airlines | Qatar Airways (Erstkunde), Lufthansa Cargo |
Airbus argumentiert vor allem mit dem geringeren Gewicht und dem niedrigeren Verbrauch: Die A350F sei deutlich leichter als vergleichbare Konkurrenzmuster und erfülle als erster neuer Frachter vollständig die aktuellen ICAO-Vorgaben zum CO₂-Ausstoß. Boeing setzt bei der 777-8F auf die bewährte Verwandtschaft zur 777F, die viele Fracht-Airlines schon betreiben.
Der Hintergrund des Duells: Für neu gebaute Flugzeuge greifen ab Ende des Jahrzehnts strengere ICAO-CO₂-Grenzwerte, die ältere Frachtmuster wie die 777F in ihrer heutigen Form nicht erfüllen. Die heutigen Standardfrachter brauchen also Nachfolger, und genau um diese Nachfolge kämpfen A350F und 777-8F. Daneben bleiben Umbaufrachter wie die Boeing 777-300ERSF eine günstigere Alternative für viele Airlines.
Verwechslungsgefahr im Frachtverkehr
Es spricht für die A350F, wenn …
- du A350-Maske und gebogene Flügelspitzen siehst
- der Rumpf keine Passagierfenster hat
- hinter dem Flügel ein großes Hauptdeck-Tor sitzt
- du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein zählst
Sieh genauer hin, wenn …
- die Fenster nur schwer zu erkennen sind, etwa im Gegenlicht oder bei dunkler Lackierung
- du nur die Unterseite im Überflug siehst
- ein Testflugzeug in Hauslackierung unterwegs ist – dann hilft das Kennzeichen
Es ist keine A350F, wenn …
Einen Überblick über alle gängigen Frachtmuster findest du im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Wo du die A350F sehen kannst
Im Oktober 2026 ist die A350F ein reines Testflugzeug. Der mit Abstand beste Ort ist deshalb der Flughafen Toulouse-Blagnac, wo Airbus die A350 endmontiert und die Flugerprobung startet. Rund um das Luftfahrtmuseum Aeroscopia – den Spot dazu findest du unter Aeroscopia in Toulouse-Blagnac – hast du die Bahnen im Blick, auf denen Testflugzeuge starten und landen. Wie du einen Spotting-Trip nach Toulouse planst, zeigt der Guide Planespotting in Toulouse-Blagnac.
Testflüge folgen keinem öffentlichen Flugplan. Wie du sie trotzdem auf dem Radar findest, erklärt der Beitrag Testflüge, Werksflüge und Erstflüge verfolgen. Grundlagen zum Live-Tracking stehen im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Sobald die A350F im Liniendienst ist, verlagert sich das Geschehen an die großen Frachtdrehkreuze. Realistische Kandidaten sind Flughäfen, die die Besteller-Airlines schon heute mit Frachtern anfliegen:
| Ort | Warum interessant |
|---|---|
| Frankfurt | Größtes Frachtdrehkreuz in Deutschland, viele internationale Frachtairlines |
| Lüttich | Wichtiger europäischer Frachtflughafen mit viel Nachtverkehr |
| Amsterdam-Schiphol | Heimat von Martinair, dem Frachtbetreiber der Air France-KLM-Gruppe |
| Leipzig/Halle und Köln/Bonn | Große Frachtstandorte, vor allem für Expressverkehr |
In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein guter Einstieg, in Belgien der Spotterplatz am Flughafen Lüttich und in Amsterdam die Spotterplaats an der Polderbaan. Vertiefende Guides gibt es zu Frankfurt, Schiphol und Leipzig/Halle. Welche Strecken die ersten A350F tatsächlich fliegen, entscheiden die Betreiber – verlass dich hier nicht auf Prognosen, sondern prüf aktuelle Flugpläne.
Keine A350F verpassen
Setz die A350F auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn der Typ an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für Frachter und Testflugzeuge
Frachter und Testflugzeuge haben ihre eigenen Tücken. Diese Punkte helfen dir, wenn du die A350F vor die Kamera bekommst.
Seitenprofil für das Tor
Das Hauptdeck-Tor ist das spannendste Detail. Ein Bild im Seitenprofil oder schräg von hinten zeigt Tor, fensterlosen Rumpf und Flügel gleichzeitig.
Randzeiten einplanen
Frachter fliegen oft abends, nachts oder sehr früh. Wo nachts geflogen werden darf, erklärt der Beitrag zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Licht vorab prüfen
Ein heller, fensterloser Rumpf überstrahlt schnell. Mit der Sonne im Rücken und flachem Licht bleibt die Zeichnung erhalten – wie du das planst, steht im Guide Sonnenstand planen.
Geduld bei Testflügen
Testflugzeuge drehen oft lange Runden oder kehren unerwartet früh zurück. Bleib flexibel und behalte das Tracking im Blick.
Welche Ausrüstung du wirklich brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und wer Toulouse besucht, sollte auch die Passagiervarianten A350-900 und A350-1000 im Blick behalten, die dort ebenfalls regelmäßig zu sehen sind.
Bereit für die A350F-Jagd?
- Ich kenne die drei Merkmale: Maske, kein Fenster, Tor hinter dem Flügel.
- Ich verfolge Testflüge rund um Toulouse im Tracking.
- Ich weiß, welche Betriebsrichtung an meinem Flughafen gerade gilt.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe die Lichtsituation zur geplanten Uhrzeit geprüft.
Fazit
Die A350F ist der wichtigste neue Frachter, den Airbus bisher gebaut hat. Sie nimmt die bewährte A350-1000 als Basis, verkürzt den Rumpf, verzichtet auf Fenster und setzt ein besonders breites Tor hinter den Flügel. Mit dem Erstflug Ende September 2026 hat das Programm nach Verzögerungen endlich Fahrt aufgenommen; das Rennen um die Nachfolge der 777F gegen die Boeing 777-8F hat damit richtig begonnen.
Kurzfazit
A350-Maske, keine Fenster, großes Tor hinter dem Flügel: Das ist die A350F. Im Moment siehst du sie fast nur als Testflugzeug in Toulouse, nach der Indienststellung dann an Frachtdrehkreuzen wie Frankfurt, Lüttich und Amsterdam.
Zusammenfassung
- Airbus gab die A350F im Juli 2021 frei; nach Verzögerungen bei der Lieferung von Rumpfteilen flog der erste Prototyp Ende September 2026.
- Die Frachterversion nutzt einen verkürzten A350-1000-Rumpf, die gleichen Trent-XWB-97-Triebwerke und ein großes Hauptdeck-Tor hinter dem Flügel.
- Bis Ende August 2026 hatte Airbus 115 Bestellungen gesammelt, unter anderem von Singapore Airlines, CMA CGM, Air France-KLM, Etihad und Atlas Air.
- Für Spotter ist die A350F derzeit vor allem ein Testflugzeug in Toulouse; im Frachtverkehr an deutschen Drehkreuzen taucht sie erst nach der Zulassung auf.
Häufige Fragen
Was ist die Airbus A350F?
Die A350F ist die Frachtversion der A350-Familie. Sie basiert auf der A350-1000, hat aber einen kürzeren Rumpf, keine Passagierkabine und ein großes Frachttor auf dem Hauptdeck. Airbus baut sie ab Werk als Frachter, es handelt sich also nicht um einen Umbau eines gebrauchten Passagierjets.
Wann ist die A350F zum ersten Mal geflogen?
Am 29. September 2026 in Toulouse. Der erste Testflug mit dem Prototyp MSN 700 dauerte laut Airbus 4 Stunden und 10 Minuten und führte bis auf 25.000 Fuß. Ein zweites Testflugzeug, MSN 701, befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Endmontage.
Wann geht die A350F in Dienst?
Einen festen Termin für die erste Auslieferung solltest du mit Vorsicht behandeln. Ursprünglich war der Liniendienst für 2025 und dann 2026 geplant, Anfang 2025 verschob Airbus das Programm um ein Jahr. Nach dem Erstflug kündigte Airbus eine Flugerprobung von über neun Monaten an, sodass mit ersten Auslieferungen frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2027 zu rechnen ist.
Wer hat die A350F bestellt?
Laut Airbus standen Ende August 2026 115 Bestellungen von 14 offengelegten Kunden in den Büchern. Zu den Bestellern gehören unter anderem Singapore Airlines, CMA CGM Air Cargo, Air France-KLM mit Martinair, Etihad, Cathay, Turkish Airlines, Starlux, Silk Way West, AviLease und Atlas Air. Der frühere Erstkunde Air Lease Corporation taucht in aktuellen Bestelllisten nicht mehr auf.
Wie unterscheide ich A350F und Boeing 777F?
Die A350F trägt die typische schwarze A350-Maske an den Cockpitfenstern und weich gebogene Flügelspitzen. Die 777F hat eine runde Nase ohne Maske, schräg zulaufende Raked Wingtips und das klingenartig abgeflachte Heck der 777-Familie. Beide fahren auf sechsrädrigen Hauptfahrwerken.
Was ist der Unterschied zur Boeing 777-8F?
Die 777-8F ist Boeings direkte Antwort und ebenfalls ein neuer Großraumfrachter. Sie basiert auf der 777X-Familie, ist mit rund 70,9 Metern etwa gleich lang wie die A350F und hat GE9X-Triebwerke sowie klappbare Flügelspitzen. Airbus betont das geringere Gewicht und den niedrigeren Verbrauch der A350F, Boeing die Verwandtschaft zur weit verbreiteten 777F. Beide Typen stehen im Oktober 2026 noch nicht im Liniendienst.
Hat die A350F einen eigenen ICAO-Typcode?
Dazu liegt uns keine verlässliche offizielle Angabe vor. In Tracking-Diensten erkennst du die Testflugzeuge am einfachsten über ihre Rufzeichen und Kennzeichen sowie über Flugmuster rund um Toulouse. Mit dem Liniendienst wird sich zeigen, unter welchem Code die Serienmaschinen in Flugplänen auftauchen.
Airbus A350F sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Wo du die Airbus A350F siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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SpotterhügelSpotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
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