Planespotting in Schiphol: Pistenwahl, Spots an allen Bahnen und Panoramaterras

Sechs Bahnen, aber jede nur in bestimmte Richtungen: Wer in Schiphol spottet, muss das Pistensystem lesen können. Dieser Guide erklärt, welche Bahn bei welchem Wind läuft, wo du an jeder Piste stehst und wann das Panoramaterras die bessere Wahl ist.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Sechs Pisten, feste Richtungen: Die meisten Bahnen in Schiphol dürfen nur in eine Richtung für Starts und in die andere für Landungen genutzt werden. Die Polderbaan etwa nimmt nur Landungen von Norden (18R) und Starts nach Norden (36L) auf.
  • Der Wind entscheidet das Puzzle: Bei südlichem Wind landen die Flugzeuge typischerweise von Norden auf 18R und 18C, bei nördlichem Wind auf 06 und 36R. Die 27 kommt vor allem bei West- und Südwestwind ins Spiel.
  • Polderbaan zuerst: Die offizielle Spotterplaats an der 18R/36L hat Gratisparkplatz, Toiletten und keinen Zaun im Bild. Die Sonne steht dort ab dem frühen Nachmittag im Rücken.
  • Zweiter offizieller Spot an der 27: Die Spotterplaats Buitenveldertbaan am McDonald's lohnt sich nur, wenn die 09/27 wirklich aktiv ist.
  • Panoramaterras für Kennzeichen: Die kostenlose Dachterrasse über dem Terminal zeigt Vorfeld und Gates statt Pisten – ideal für Registrierungen und als Plan B bei Schietwetter.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Planespotting in Schiphol: die kurze Antwort
  2. 2.Die sechs Pisten im Überblick
  3. 3.Das Pistenpuzzle: welche Bahn bei welchem Wind
  4. 4.Spots an allen Bahnen
  5. 5.Das Panoramaterras: Vorfeld statt Piste
  6. 6.Der perfekte Spotting-Tag in Schiphol
  7. 7.Was du in Schiphol vor die Linse bekommst
  8. 8.Anreise, Wetter und Ausrüstung
  9. 9.Schiphol im Vergleich
  10. 10.Fazit

Du stehst an der Polderbaan, die Kamera ist bereit – und hinter dir rollt ein Jet nach dem anderen zum Start, während auf der Bahn vor dir kein einziges Flugzeug landet. In Schiphol passiert das schnell, wenn du das Pistensystem nicht kennst. Der größte Flughafen der Niederlande hat sechs Bahnen, und fast jede darf nur in eine bestimmte Richtung genutzt werden. Planespotting in Schiphol heißt deshalb vor allem: aus dem Wind ablesen, welche Bahnen heute laufen, und dann den passenden Spot wählen. Dieser Guide zeigt dir, wie das funktioniert, wo du an jeder Bahn stehst und wann das Panoramaterras über dem Terminal die bessere Wahl ist.

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Planespotting in Schiphol: die kurze Antwort

Der Flughafen Amsterdam Schiphol (IATA AMS, ICAO EHAM) liegt im Haarlemmermeerpolder südwestlich von Amsterdam und ist das Heimatdrehkreuz der KLM. Er hat sechs Pisten, von denen meist nur ein Teil gleichzeitig in Betrieb ist. Welche das sind, bestimmen vor allem der Wind und strenge Lärmschutzregeln. Die beiden Hauptbahnen sind die Polderbaan und die Kaagbaan, dazu kommen je nach Lage die Nebenbahnen.

Für dich als Spotter gibt es zwei offizielle, kostenlose Spotterplätze: an der Polderbaan und an der Buitenveldertbaan. Dazu kommt das Panoramaterras auf dem Terminaldach mit Blick auf das Vorfeld. Wer vorher die Windrichtung prüft und weiß, welche Bahn wofür genutzt wird, steht in Schiphol fast immer richtig.

6Pisten, die meisten nur in festen Richtungen nutzbar
3800 mLänge der Polderbaan, der längsten Bahn
2offizielle Spotterplätze an den Pisten
0 €für Spotterplätze und Panoramaterras

Die sechs Pisten im Überblick

Drei der sechs Bahnen verlaufen Nord-Süd, drei liegen schräg oder quer dazu. Die folgende Tabelle fasst Länge, Eröffnungsjahr und die typische Nutzung zusammen.

Piste Name Länge In Betrieb seit Typische Nutzung
18R/36L Polderbaan 3800 m 2003 Nur Landungen von Norden (18R) und Starts nach Norden (36L); Hauptbahn, auch nachts
06/24 Kaagbaan 3500 m 1960 Landungen auf der 06, Starts auf der 24; Hauptbahn, nachts nur von und nach Südwesten
09/27 Buitenveldertbaan rund 3450 m 1967 Nebenbahn, vor allem Landungen auf der 27 bei West- und Südwestwind
18L/36R Aalsmeerbaan 3400 m 1950 Nebenbahn: Starts nach Süden (18L), Landungen von Süden (36R); nachts gesperrt
18C/36C Zwanenburgbaan 3300 m 1968 Nebenbahn, vorwiegend von und nach Norden
04/22 Oostbaan rund 2000 m älteste Bahn, aus der Zeit vor 1950 Vor allem Allgemeine Luftfahrt; für Linienverkehr die am wenigsten bevorzugte Bahn

Die Polderbaan liegt weit draußen im Nordwesten des Geländes. Das hat einen hohen Preis: Die Rollzeiten zum Terminal sind lang, und weil die Bahn vom Hauptturm nicht gut einsehbar war, bekam sie einen eigenen Kontrollturm. Für Spotter ist die abgelegene Lage ein Vorteil, denn rund um die Bahn ist viel Platz.

Die Oostbaan wirst du im Linienverkehr selten erleben. Sie dient vor allem Businessjets, Hubschraubern und Privatflugzeugen. Größere Verkehrsflugzeuge landen hier nur gelegentlich, etwa bei sehr starkem Südwestwind. Wer sich für die kleinen Jets interessiert, findet Tipps im Beitrag Businessjets spotten.

Das Pistenpuzzle: welche Bahn bei welchem Wind

Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. In Schiphol kommt eine zweite Regel dazu: Viele Bahnen dürfen wegen der Wohngebiete unter den Flugrouten nur in eine Richtung für Landungen und in die andere für Starts genutzt werden. Die Polderbaan nimmt nie Landungen von Süden auf, die Aalsmeerbaan nie Starts nach Norden. Aus diesen Regeln ergeben sich typische Kombinationen.

Wetterlage Landungen typischerweise Starts typischerweise Bester Spot
Südlicher Wind 18R (Polderbaan), in Spitzen 18C 24 (Kaagbaan), 18L (Aalsmeerbaan) Polderbaan für Landungen, Kaagbaan für Starts
Nördlicher Wind 06 (Kaagbaan), 36R (Aalsmeerbaan) 36L (Polderbaan), 36C (Zwanenburgbaan) Kaagbaan-Südseite für Landungen, Polderbaan für Starts
Kräftiger West- oder Südwestwind 27 (Buitenveldertbaan), dazu 18R 24 (Kaagbaan) Spotterplaats Buitenveldertbaan
Nacht (23 bis 6 Uhr) Polderbaan oder Kaagbaan Polderbaan oder Kaagbaan Für Fotos wenig ergiebig

Die Tabelle beschreibt typische Muster, keine Garantie. Die Flugsicherung kombiniert die Bahnen je nach Verkehrsaufkommen, Sicht und Wind unterschiedlich. In den Verkehrsspitzen der KLM sind oft zwei Landebahnen oder zwei Startbahnen gleichzeitig aktiv, außerhalb davon häufig nur je eine. Wie Wind und Betriebsrichtung grundsätzlich zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

So prüfst du die aktiven Bahnen

Am zuverlässigsten ist ein Blick in einen Flugtracker kurz vor der Abfahrt: Woher kommen die Anflüge, wo heben die Starts ab? Für die Planung am Vortag hilft eine Windvorhersage. Wie du Wetterkarten dafür nutzt, steht in Windy und Wetterkarten für Spotter. Gerade an der Küste dreht der Wind manchmal im Laufe des Tages. Dann wechselt Schiphol die Pistenkombination, und du solltest bereit sein, den Spot zu wechseln.

Wind, Pisten und Alarm in einer App

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Spots an allen Bahnen

Polderbaan: der Klassiker im Nordwesten

Die Spotterplaats Polderbaan liegt auf der Westseite der Bahn bei Vijfhuizen. Schiphol und die Gemeinde Haarlemmermeer haben den Platz offiziell ausgewiesen. Es gibt einen großen Gratisparkplatz, Toiletten und Bänke, im Sommer oft auch Foodtrucks. Zwischen dir und der Piste liegt ein Wassergraben, kein Zaun – eine Leiter brauchst du nicht.

Bei südlichem Wind rollen die Landungen auf der 18R nach dem Aufsetzen an dir vorbei. Bei nördlichem Wind beschleunigen die Starts auf der 36L vor dir. Weil du nach Osten schaust, steht die Sonne ab dem frühen Nachmittag im Rücken, am Vormittag fotografierst du ins Gegenlicht. Vom Spot führt ein Rad- und Fußweg parallel zur Bahn nach Norden, näher an die Aufsetzzone. Ohne Auto ist die Anreise umständlich: Mit dem Bus kommst du bis Vijfhuizen, danach folgt ein längerer Fußweg.

Kaagbaan: dichter Verkehr, keine Infrastruktur

Die Kaagbaan ist neben der Polderbaan die wichtigste Bahn. Eine offizielle Spotterplaats gab es hier bis Januar 2008, dann musste sie der Erweiterung des Flughafengeländes weichen. Spotter stehen heute an öffentlichen Wegen. Die bekanntesten Punkte an der Südseite sind das Ende der Aalsmeerderweg, eine Wiese an der Beechavenue in Schiphol-Rijk und ein Rasenstück an der Mactanweg. Dort hast du laut Spotter-Guides vom Morgen bis in den frühen Nachmittag Licht von hinten. Für Nachmittag und Abend wechseln viele an die Nordseite oder an die Rijkerstreek in Hoofddorp.

Toiletten, Bänke oder einen eigenen Parkplatz gibt es an keinem dieser Punkte, und Anwohner reagieren auf falsch geparkte Autos empfindlich. Die Einzelheiten zu jedem Standort stehen auf der Spot-Seite Spotten an der Kaagbaan.

Buitenveldertbaan: offizieller Spot am McDonald’s

Der zweite offizielle Spotterplatz liegt nördlich der 09/27 am McDonald’s an der Loevesteinse Randweg, nahe der Schwelle der 27. Die Spotterplaats Buitenveldertbaan ist mit dem Bus gut erreichbar, Essen und Toiletten gibt es im Restaurant nebenan. Der Haken: Die Bahn ist eine Nebenbahn und läuft vor allem bei West- und Südwestwind. Weil du nach Süden schaust, hast du tagsüber Gegenlicht. Gute Bedingungen gibt es im Sommer früh am Morgen und am Abend.

Aalsmeerbaan und Zwanenburgbaan: die Nebenbahnen

Für die beiden Nord-Süd-Nebenbahnen gibt es keine offiziellen Spotterplätze. Die Aalsmeerbaan wird für Starts nach Süden und Landungen von Süden genutzt, nachts ist sie gesperrt. Die Zwanenburgbaan wird überwiegend von und nach Norden betrieben und dient außerhalb der Nacht als Ergänzung in den Spitzen. Spotter suchen sich hier Punkte an öffentlichen Straßen. Bevor du dafür losfährst, prüf genau, ob die Bahn gerade läuft – oft lohnt sich die Polderbaan oder die Kaagbaan mehr. Wenn du an einem Zaun stehst, gilt: auf öffentlichem Grund bleiben, nichts blockieren und Anweisungen von Polizei und Sicherheitsdienst folgen. Hintergründe stehen in Ist Planespotting erlaubt? und Polizeikontrolle beim Spotten.

Das Panoramaterras: Vorfeld statt Piste

Das Panoramaterras ist die kostenlose Aussichtsterrasse auf dem Dach des Terminals. Du erreichst es landseitig ohne Sicherheitskontrolle, vom Bahnhof Schiphol Airport sind es nur wenige Minuten. Von hier siehst du vor allem die Gates und den Rollverkehr zwischen den Piers C, D und E. Laut Spotter-Guides hast du dabei weder Glas noch Zaun vor der Linse.

Pisten siehst du von der Terrasse praktisch nicht. Dafür bekommst du parkende und rollende Flugzeuge aus der Nähe, mit gut lesbaren Kennzeichen – perfekt für Sammler von Registrierungen. Seit Juni 2011 steht auf der Terrasse außerdem eine ausgemusterte Fokker 100 der KLM Cityhopper. Für Familien und Spotter ohne Auto ist das Panoramaterras der einfachste Einstieg.

Vor dem Besuch prüfen

Öffnungszeiten und Zugang zum Panoramaterras können sich ändern, etwa durch Bauarbeiten, Sicherheitslagen oder Wetter. Die Angaben hier entsprechen dem Stand Oktober 2026 – die aktuellen Infos findest du auf der Website von Schiphol.

Der perfekte Spotting-Tag in Schiphol

Ein typischer Tag mit ruhigem Wetter lässt sich gut nach dem Licht planen. Die Reihenfolge hängt davon ab, welche Bahnen aktiv sind.

1. Am Vorabend: Wind prüfen

Kommt der Wind aus Süden, kannst du mit Landungen auf der 18R rechnen. Kommt er aus Norden, landen die Flugzeuge eher auf der 06 und 36R. Davon hängt ab, welcher Spot am Nachmittag lohnt.

2. Vormittag: Kaagbaan-Südseite oder Panoramaterras

Bei Landungen auf der 06 hast du an der Südseite der Kaagbaan gutes Licht. Läuft dort nichts oder bist du mit dem Zug da, nutzt du das Panoramaterras für Vorfeld und Kennzeichen.

3. Mittag: Pause und Tracker-Check

Prüfe, ob sich die Pistenkombination geändert hat. In Schiphol dreht der Betrieb öfter, als man denkt.

4. Nachmittag bis Abend: Polderbaan

Ab dem frühen Nachmittag steht die Sonne an der Spotterplaats Polderbaan im Rücken. Ob Landungen auf der 18R oder Starts auf der 36L – hier endet ein Schiphol-Tag fast immer gut.

5. Sommerabend: Buitenveldertbaan als Bonus

Läuft bei Westwind die 27, bringt der Spot am McDonald's an Sommerabenden gutes Licht und Landungen aus kurzer Distanz.

Die genauen Lichtfenster verschieben sich mit der Jahreszeit. Wie du sie für dein Datum berechnest, zeigt der Guide Sonnenstand planen. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du direkt auf der Spot-Karte, wann die Sonne an deinem Spot im Rücken steht.

Welcher Schiphol-Spot passt gerade?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für den nächsten Standort.

Empfehlung

Spotterplaats Polderbaan

Bei Südwind landet der Verkehr auf der 18R, bei Nordwind startet er auf der 36L. Ab dem frühen Nachmittag hast du die Sonne im Rücken, Parkplatz und Toiletten sind vor Ort.

Empfehlung

Südseite der Kaagbaan

Landungen auf der 06 siehst du vormittags im guten Licht an der Aalsmeerderweg oder der Wiese an der Beechavenue. Keine Infrastruktur, Parkverbote beachten.

Empfehlung

Spotterplaats Buitenveldertbaan

Bei West- und Südwestwind landen Flugzeuge auf der 27 direkt neben dem Spot am McDonald's. Mit dem Bus gut erreichbar, Licht vor allem früh und abends.

Empfehlung

Panoramaterras

Direkt über dem Bahnhof, kostenlos und unabhängig von der Pistenkombination. Ideal für Kennzeichen, Gates und als Plan B bei Schietwetter.

Was du in Schiphol vor die Linse bekommst

Schiphol ist der beste Ort, um die KLM-Flotte zu sammeln. Auf der Kurz- und Mittelstrecke fliegt KLM die Boeing 737-800, die 737-900 und den Airbus A321neo, der die 737 nach und nach ablöst. Auf der Langstrecke siehst du die Boeing 777-200ER und 777-300ER, die 787-9 und 787-10 sowie den A330-200 und A330-300. Seit Oktober 2026 kommt mit dem Airbus A350-900 ein neuer Langstreckentyp hinzu. Beim Auseinanderhalten der Boeing-Großraumjets hilft der Artikel Boeing 777 und 787 unterscheiden.

Die Regionaltochter KLM Cityhopper fliegt ausschließlich Embraer: die E175, die E190 und die E195-E2. Welcher Embraer welcher ist, erklärt Embraer E-Jets unterscheiden. Dazu kommen der Frachtflieger Martinair mit Boeing 747-400F, die Ferienflieger Transavia, TUI fly Netherlands und Corendon sowie die Partner der SkyTeam, allen voran Delta. Weitere Frachtflugzeuge erkennst du mit dem Guide Frachtflugzeuge erkennen.

Gesuchtes Kennzeichen nicht verpassen

Die KLM benennt viele ihrer Flugzeuge, und Sonderlackierungen tauchen immer wieder in den Umläufen auf. Mit Sichtungs-Alarmen für Kennzeichen, Typen und Special Liveries meldet dir Planetrack, wenn ein gesuchtes Flugzeug im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Anreise, Wetter und Ausrüstung

Der Bahnhof Schiphol Airport liegt direkt unter dem Terminal und wird von Nah- und Fernzügen angefahren. Für das Panoramaterras ist das ideal. Die Pistenspots liegen dagegen weit verstreut, rund um das ganze Gelände. Mit Auto oder Fahrrad bist du flexibel, mit dem Bus erreichst du vor allem die Buitenveldertbaan bequem. Wer mehrere Flughäfen kombinieren will, findet Ideen im Beitrag Spotting-Roadtrip durch Europa.

Das Küstenwetter gehört zu Schiphol dazu: viel Wind, schnell wechselnde Bewölkung, im Winter häufig Nebel. An warmen Tagen flimmert die Luft über den langen Bahnen – die Tipps aus Hitzeflimmern vermeiden helfen. An der Polderbaan reicht oft ein Telezoom bis etwa 250 Millimeter, an den Kaagbaan-Punkten ist mehr Brennweite nützlich. Mehr dazu steht in Objektiv fürs Planespotting. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren, die Grundlagen fasst Drohnen am Flughafen zusammen.

Bist du startklar für Schiphol?

Hak ab, was du vor dem Losfahren geklärt hast.

  • Ich habe die Windrichtung für meinen Spottag geprüft.
  • Ich weiß, welche Bahnen bei diesem Wind typischerweise laufen.
  • Ich habe kurz vor der Abfahrt im Flugtracker die aktiven Pisten gecheckt.
  • Ich kenne Parkplatz oder Bushaltestelle meines Spots.
  • Ich weiß, wann an meinem Spot das Licht passt.
  • Ich habe einen Ausweichspot, falls die Pistenkombination wechselt.

Schiphol im Vergleich

Von Deutschland aus kennst du meist Flughäfen mit zwei parallelen Bahnen, an denen der Wind die Richtung vorgibt. In Schiphol bestimmt neben dem Wind der Lärmschutz, welche Bahn wofür genutzt wird. Das macht die Planung anspruchsvoller, bietet aber an einem Tag sehr unterschiedliche Perspektiven. Wer die Region erkunden will, kombiniert Amsterdam mit Brüssel – den Flughafen stellt der Spotting-Guide Brüssel vor. Von Nordrhein-Westfalen aus ist der Spotting-Guide Düsseldorf ein naheliegender Vergleich. In den Niederlanden selbst lohnt ein Abstecher ins Aviodrome Lelystad. Einen Überblick über weitere Ziele gibt Die besten Spotting-Spots in Europa.

Deine Schiphol-Spots in einer App

Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer, Pisten- und Windinfos und dein Hangar mit Wunschliste – Planetrack bündelt alles für deinen Spotting-Tag. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Planespotting in Schiphol belohnt alle, die das Pistensystem verstehen. Sechs Bahnen mit festen Richtungen klingen kompliziert, folgen aber einer klaren Logik: Südwind bringt Landungen auf der Polderbaan, Nordwind Landungen auf Kaagbaan und Aalsmeerbaan, starker Westwind die 27 ins Spiel. Mit zwei offiziellen Spotterplätzen, dem kostenlosen Panoramaterras und einer KLM-Flotte vom Embraer bis zur 777 bietet Amsterdam einen der abwechslungsreichsten Spotting-Tage Europas.

Kurzfazit

Schiphol (AMS/EHAM) hat sechs Pisten, die meisten mit festen Richtungen. Prüf vorher den Wind: Bei Südwind steht die Polderbaan mit Landungen auf der 18R im Mittelpunkt, bei Nordwind die Kaagbaan mit Landungen auf der 06. Nachmittags hast du an der Polderbaan das beste Licht, vormittags an der Kaagbaan-Südseite. Das Panoramaterras ist dein Plan B für Kennzeichen und Schietwetter.

Zusammenfassung

  • Schiphol ist ein Flughafen mit Regeln: Lärmschutz legt fest, in welche Richtung jede Bahn genutzt werden darf. Wer diese Regeln kennt, kann aus der Windvorhersage ableiten, wo am Spottag Betrieb ist.
  • Polderbaan und Kaagbaan sind die beiden Hauptbahnen, auch nachts. Aalsmeerbaan, Zwanenburgbaan und Buitenveldertbaan sind Nebenbahnen, die in Spitzen und bei bestimmten Windlagen dazukommen. Die kurze Oostbaan dient vor allem kleinen Flugzeugen.
  • Offizielle Spotterplätze gibt es an der Polderbaan und an der Buitenveldertbaan. An der Kaagbaan stehst du seit 2008 an öffentlichen Wegen ohne Infrastruktur.
  • Ein guter Schiphol-Tag kombiniert vormittags Kaagbaan-Südseite oder Panoramaterras mit dem Nachmittag an der Polderbaan.

Häufige Fragen

Wie viele Pisten hat Schiphol?

Sechs: die Polderbaan (18R/36L, 3800 m), die Kaagbaan (06/24, 3500 m), die Buitenveldertbaan (09/27, rund 3450 m), die Aalsmeerbaan (18L/36R, 3400 m), die Zwanenburgbaan (18C/36C, 3300 m) und die Oostbaan (04/22, rund 2000 m). Die Oostbaan ist vor allem für die Allgemeine Luftfahrt vorgesehen.

Warum wird die Polderbaan nur in eine Richtung genutzt?

Aus Lärmschutzgründen. Würde man auf der Polderbaan nach Süden starten oder von Süden landen, läge Hoofddorp unter den Flugrouten. Deshalb gibt es dort nur Landungen von Norden auf der 18R und Starts nach Norden auf der 36L. Für dich heißt das: Bei südlichem Wind siehst du an der Polderbaan Landungen, bei nördlichem Wind Starts.

Welcher Spot in Schiphol ist für Einsteiger am besten?

Die Spotterplaats Polderbaan. Sie ist offiziell ausgewiesen, kostenlos, hat einen großen Parkplatz und Toiletten, und zwischen dir und der Piste liegt ein Wassergraben statt eines Zauns. Wer ohne Auto unterwegs ist, startet bequemer auf dem Panoramaterras direkt über dem Bahnhof.

Wo kann ich in Schiphol Landungen auf der 06 sehen?

An der Kaagbaan. Die frühere offizielle Spotterplaats dort wurde im Januar 2008 wegen der Erweiterung des Flughafengeländes geschlossen. Spotter nutzen heute öffentliche Wege an der Südseite, etwa das Ende der Aalsmeerderweg oder eine Wiese an der Beechavenue in Schiphol-Rijk. Infrastruktur gibt es dort nicht, und an mehreren Stellen gelten Parkverbote. Details stehen auf der Spot-Seite Spotten an der Kaagbaan.

Kostet das Panoramaterras Eintritt?

Nein. Die Dachterrasse über dem Terminal ist landseitig und ohne Sicherheitskontrolle zugänglich. Umsteigepassagiere kommen allerdings nur hin, wenn sie den Sicherheitsbereich verlassen. Die Öffnungszeiten können sich ändern, prüf sie vor dem Besuch auf der Website von Schiphol.

Gibt es in Schiphol Nachtflüge?

Ja, aber nach einem eigenen Regime. Zwischen 23 und 6 Uhr sind Polderbaan und Kaagbaan die Hauptbahnen, die Kaagbaan dann nur für Verkehr von und nach Südwesten. Die Aalsmeerbaan wird nachts nicht genutzt, Zwanenburgbaan und Buitenveldertbaan nur, wenn Polderbaan und Kaagbaan nicht verfügbar sind.

Brauche ich in Schiphol eine Leiter?

An der Spotterplaats Polderbaan und auf dem Panoramaterras nicht. An einigen inoffiziellen Punkten der Kaagbaan und am Gelände der Allgemeinen Luftfahrt in Schiphol-Oost hilft ein Tritt, um über den Zaun zu kommen. Was dabei rechtlich zu beachten ist, erklärt der Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

PT

Planetrack Redaktion

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