Den besten Fensterplatz für Fotos wählen: Tragfläche, Sonnenseite und Sitzplanung

Ein Fensterplatz ist noch kein Fotoplatz. Wie du Sitzplan, Flügelposition, Flugrichtung, Tageszeit und Anflugseite kombinierst – und schon bei der Buchung den Platz mit dem besten Blick sicherst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Fragen entscheiden: Liegt der Platz an einer echten Scheibe, wo sitzt er relativ zur Tragfläche, auf welcher Seite steht die Sonne und auf welcher Seite liegt beim Anflug das, was du sehen willst?
  • Fensterplatz heißt nicht Fenster: Sitzreihen und Fensterreihen haben unterschiedliche Abstände. Manche Plätze liegen an einer Wand zwischen zwei Scheiben, einzelne sogar ganz ohne Fenster.
  • Die Notausgänge zeigen den Flügel: Bei Kurz- und Mittelstreckenjets mit Notausstiegen über der Tragfläche markieren diese Reihen ziemlich genau, wo der Flügel sitzt.
  • Die Sonnenseite ergibt sich aus Flugrichtung und Uhrzeit: Auf der Nordhalbkugel steht die Sonne tagsüber im Süden. Nach Osten sitzt du links im Schatten, nach Westen rechts.
  • Der Typ kann sich ändern: Airlines tauschen Flugzeuge kurzfristig. Prüfe den Sitzplan beim Online-Check-in noch einmal.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Der beste Fensterplatz: die kurze Antwort
  2. 2.Frage 1: Hat dein Platz wirklich ein Fenster?
  3. 3.Frage 2: Wo sitzt du relativ zur Tragfläche?
  4. 4.Frage 3: Wo steht die Sonne?
  5. 5.Frage 4: Auf welcher Seite liegt der Anflug?
  6. 6.Welcher Platz passt zu deinem Ziel?
  7. 7.Buchung, Check-in und Flugzeugwechsel
  8. 8.Fenster ist nicht gleich Fenster
  9. 9.Checkliste vor dem Abflug
  10. 10.Worauf es ankommt
  11. 11.Fazit

Du hast den Fensterplatz gebucht, und dann sitzt du neben einer Kunststoffwand, starrst auf eine Tragfläche, die das halbe Blickfeld verdeckt, und die Sonne knallt auf die verkratzte Scheibe. Der Anflug auf die Stadt läuft natürlich auf der anderen Seite. Den besten Fensterplatz für Fotos findest du nicht mit Glück, sondern mit vier Fragen, die du vor der Buchung durchgehen kannst. Dieser Guide zeigt dir, wie du Sitzpläne liest, die Reihe passend zur Tragfläche wählst, die Sonnenseite aus Flugrichtung und Uhrzeit ableitest und die Seite für den Anflug abschätzt.

Wie du anschließend Spiegelungen ausschaltest und die Kamera einstellst, steht im Guide Fotos aus dem Flugzeugfenster. Hier geht es um alles, was davor passiert: um die Wahl des Platzes.

Vom Fensterplatz in deinen Hangar

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Der beste Fensterplatz: die kurze Antwort

Der beste Fensterplatz für Fotos liegt an einer echten Scheibe, auf der sonnenabgewandten Seite und je nach Ziel deutlich vor oder einige Reihen hinter der Tragfläche. Vor dem Flügel hast du freien Blick auf Landschaft, Städte und Vorfeld. Dahinter bekommst du den Wingview mit Tragfläche, Winglet und oft dem Triebwerk. Welche Flugzeugseite beim Anflug den Flughafen zeigt, hängt von der Betriebsrichtung ab. Die lässt sich nur mit Wahrscheinlichkeiten abschätzen.

4Fragen: Scheibe, Flügel, Sonne, Anflugseite
A / Fübliche Fensterbuchstaben in einer 3-3-Reihe
Südendort steht die Sonne tagsüber auf der Nordhalbkugel

Frage 1: Hat dein Platz wirklich ein Fenster?

Das klingt banal, ist aber der häufigste Fehler. Fenster sitzen in einem festen Raster im Rumpf. Die Sitzreihen stellt jede Airline mit eigenem Sitzabstand hinein. Weil beide Raster nicht zueinander passen, wandert die Scheibe von Reihe zu Reihe ein Stück nach vorn oder hinten. Manche Plätze haben die Scheibe genau auf Augenhöhe, andere zur Hälfte hinter der Schulter, einzelne Plätze schauen auf ein Wandpaneel.

Besonders oft passiert das an diesen Stellen:

  • Vor und hinter Notausgängen: Rund um die Ausgänge verändern sich Abstände und Verkleidungen, einzelne Reihen landen dadurch an einer fensterlosen Stelle.
  • An Trennwänden und Kabinenwechseln: Wo Business und Economy aufeinandertreffen oder eine Bordküche eingebaut ist, verschiebt sich das Sitzraster.
  • In sehr eng bestuhlten Kabinen: Je kleiner der Sitzabstand, desto mehr Reihen teilen sich die Fenster, und desto mehr Plätze sitzen an einem Pfosten zwischen zwei Scheiben.

Die Sitzkarte in der Buchungsmaske hilft dabei oft wenig, weil viele Airlines Fenster gar nicht einzeichnen. Besser sind spezialisierte Sitzplan-Seiten, die die Kabinenlayouts der Airlines nachzeichnen und Plätze unter anderem danach bewerten, wie gut sie zur Fensterreihe passen. Gleiche dort Flugzeugtyp und Bestuhlungsvariante ab, denn eine Airline kann denselben Typ in mehreren Kabinenversionen betreiben.

Achte auf die Reihennummer

Manche Airlines lassen bestimmte Reihennummern aus, etwa die 13. Wenn du Fensterpositionen von einer Sitzplan-Seite auf die Buchungsmaske überträgst, zähle deshalb die tatsächlichen Reihen ab dem Notausgang und verlass dich nicht nur auf die Nummer.

Frage 2: Wo sitzt du relativ zur Tragfläche?

Die Tragfläche ist Motiv und Hindernis zugleich. Was du von einem Platz aus siehst, hängt von der Bauform des Flugzeugs ab.

Tiefdecker mit Triebwerken unter dem Flügel

Fast alle Jets im Linienverkehr gehören dazu, von der Airbus A320 und der Boeing 737-800 bis zu Großraumflugzeugen wie der Boeing 787-9 oder dem Airbus A350-900. Hier gilt:

  • Vor dem Flügel blickst du frei nach unten und zur Seite. Das ist der Platz für Landschaft, Küstenlinien, Städte im Anflug und den Blick aufs Vorfeld beim Rollen.
  • Über dem Flügel siehst du vor allem die Tragfläche. Nach unten bleibt kaum Sicht. Dafür spürst du dort Turbulenzen meist weniger.
  • Einige Reihen hinter dem Flügel liegt der klassische Wingview: Flügel, Winglet und Triebwerk im Bild, beim Start und Anflug sind Klappen und Spoiler in Bewegung. Hinter dem Triebwerk flimmert die Luft im Abgasstrahl, beim Rollen und Start sieht man das deutlich.

Bei Kurz- und Mittelstreckenjets mit Notausstiegen über der Tragfläche sind diese Reihen ein bequemer Orientierungspunkt. Die Ausstiege liegen über dem Flügel, also beginnt der freie Blick nach unten einige Reihen davor und der Wingview einige Reihen dahinter. Bei längeren Varianten wie der A321neo hängt das vom Türlayout ab, das die Airline gewählt hat. Ein Blick in den Sitzplan des konkreten Flugzeugs ist dort Pflicht.

Schulterdecker und Hecktriebwerke

Bei Turboprops wie der ATR 72-600 oder der Dash 8-400 sitzt der Flügel oben am Rumpf. Du blickst daher aus fast jeder Reihe frei nach unten. Auf Höhe der Propeller ist das anders: Die Gondel verdeckt einen Teil der Sicht, und die drehenden Blätter erzeugen auf Fotos oft gebogene, verzerrte Muster. Plätze vor oder deutlich hinter dem Propellerkreis sind deshalb meist die bessere Wahl. Wie du die Typen unterscheidest, steht im Guide ATR und Dash 8 unterscheiden.

Bei Regionaljets mit Triebwerken am Heck, etwa der Bombardier CRJ900, ist der Flügel kleiner, und die Triebwerke hängen hinten am Rumpf. In den hinteren Reihen schaust du dort auf die Triebwerksgondel statt auf die Landschaft. Weiter vorn hast du meist den freiesten Blick.

Bauform Beispiele Freier Blick nach unten Wingview Worauf du achtest
Tiefdecker, Triebwerke unter dem Flügel A320-Familie, 737, 787, A350 vor dem Flügel einige Reihen hinter dem Flügel Notausstiege über dem Flügel als Orientierung
Schulterdecker mit Propellern ATR 72, Dash 8-400 fast überall Flügel von unten, oben im Bild Propellerkreis meiden
Tiefdecker, Triebwerke am Heck CRJ-Familie vorn und Mitte Flügel klein im Bild hinten verdecken Triebwerke den Blick
Großraumflugzeug 777, 787, A350, A380 vordere Kabine hintere Kabine großer Flügel, Plätze direkt darüber sehen wenig

Frage 3: Wo steht die Sonne?

Nach der Reihe kommt die Seite. Auf der sonnenabgewandten Seite liegt die Scheibe im Schatten, Kratzer und Schlieren leuchten nicht auf, und die Landschaft unter dir ist angestrahlt. Auf der Sonnenseite fotografierst du in den Dunst, und jede Spur auf dem Acryl wird sichtbar.

Auf der Nordhalbkugel steht die Sonne tagsüber im Süden, morgens eher im Osten, abends eher im Westen. Daraus ergibt sich eine einfache Tabelle für die grobe Flugrichtung:

Flugrichtung Morgens Mittags Abends
nach Osten Sonne vorn, beide Seiten eher hell, links etwas schattiger Sonne rechts, links im Schatten Sonne hinten, links meist ruhiger
nach Westen Sonne hinten, rechts meist ruhiger Sonne links, rechts im Schatten Sonne vorn, rechts etwas schattiger
nach Norden Sonne rechts, links im Schatten Sonne hinten, beide Seiten brauchbar Sonne links, rechts im Schatten
nach Süden Sonne links, rechts im Schatten Sonne vorn, Blendgefahr auf beiden Seiten Sonne rechts, links im Schatten

Die Tabelle beschreibt Tendenzen. Wie stark die Jahreszeit die Sonnenrichtung verschiebt, erklärt der Guide Sonnenstand planen. Die Logik dahinter gilt am Zaun genauso wie im Flugzeug. Und für Abendstimmungen zählt das Licht der Golden Hour mehr als die Schattenseite.

Die Flugrichtung ist nicht immer die Luftlinie

Auf langen Strecken fliegen Flugzeuge keine gerade Linie auf der Karte, sondern einen Großkreis. Ein Flug von Mitteleuropa an die US-Ostküste startet deshalb Richtung Nordwesten und führt oft weit nach Norden, bevor er nach Südwesten abdreht. Für die Sitzwahl heißt das: Schau dir den tatsächlichen Flugweg an, nicht nur die Lage der beiden Städte. Warum das so ist, steht im Artikel Warum Flugzeuge Bögen fliegen.

Wenn du die Sonne willst

Für einen Sonnenuntergang über der Tragfläche ist die Sonnenseite plötzlich die richtige. Nimm dann einen Platz hinter dem Flügel und rechne mit Gegenlicht – Silhouetten von Winglet und Triebwerk wirken in dieser Situation oft stärker als jede ausgeleuchtete Landschaft. Mehr dazu im Guide zum Fotografieren im Gegenlicht.

Frage 4: Auf welcher Seite liegt der Anflug?

Viele Spotter wollen beim Anflug den Flughafen von oben sehen, die eigene Stammpiste, ein Vorfeld voller Langstreckenjets oder die Skyline der Zielstadt. Welche Seite dafür die richtige ist, lässt sich nicht fest vorhersagen. Die Betriebsrichtung hängt vom Wind ab, und die Flugsicherung führt Flugzeuge je nach Verkehrslage auf unterschiedlichen Wegen zur Piste. Grundlagen dazu stehen in den Artikeln Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und SID und STAR.

Trotzdem kannst du die Wahrscheinlichkeit auf deine Seite holen:

  • Flugwege der Vortage prüfen. Flugverfolgungsdienste speichern die Strecken vergangener Flüge. Schau dir dieselbe Flugnummer an mehreren Tagen an und notiere, auf welcher Seite der Flughafen beim Anflug lag. Wie das funktioniert, zeigt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.
  • Windvorhersage für die Ankunftszeit. Sie verrät dir, welche Betriebsrichtung wahrscheinlich ist. Mit dem Artikel zu Windy und anderen Wetterkarten schätzt du sie schon Tage vorher ab.
  • Lage des Terminals kennen. Beim Rollen siehst du das Vorfeld auf der Seite, auf der die Terminals liegen. Am Flughafen Frankfurt, am Flughafen München oder am Flughafen Zürich lohnt sich ein Blick auf die Flughafenkarte, bevor du die Seite festlegst.

Rechne aber damit, dass es am Tag selbst anders kommt. Ein Platz mit guter Fensterachse und Schattenseite ist auch dann ein Gewinn, wenn der Anflug auf der anderen Seite stattfindet.

Wetter, Wind und Pisten im Blick

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – so siehst du vor dem Abflug, welche Betriebsrichtung bei deiner Ankunft wahrscheinlich ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Welcher Platz passt zu deinem Ziel?

Nicht jeder will dasselbe Bild. Wähle dein Hauptziel, dann bekommst du eine Empfehlung für die Platzwahl.

Welcher Fensterplatz passt zu dir?

Drei Fragen – am Ende weißt du, wo du am besten sitzt.

Empfehlung

Vor dem Flügel, Schattenseite

Wähle einen Platz deutlich vor der Tragfläche auf der sonnenabgewandten Seite. Prüfe auf einer Sitzplan-Seite, ob die Reihe sauber am Fenster liegt, und schau dir die Anflugwege der Vortage an.

Empfehlung

Einige Reihen hinter dem Flügel

Hinter der Tragfläche bekommst du den Wingview. Plätze hinter dem Flügel sind oft leichter frei zu bekommen als die vorderen Reihen. Für Sonnenuntergänge darfst du bewusst die Sonnenseite nehmen.

Empfehlung

Vorne, Seite zum Terminal

Beim Rollen siehst du vor allem auf der Terminalseite andere Flugzeuge. Ein Platz vor dem Flügel gibt den freiesten Blick, und mit kurzer Belichtungszeit erwischst du auch die Maschinen am Gate.

Buchung, Check-in und Flugzeugwechsel

Den Platz wählst du meist in einem von zwei Momenten. Bei der Buchung ist die Auswahl am größten, bei vielen Tarifen kostet die Reservierung aber extra. Beim Online-Check-in bekommst du in vielen Fällen ohne Aufpreis einen Platz zugewiesen oder kannst aus den restlichen wählen. Fensterplätze vor dem Flügel sind dann oft schon weg. Wie die Regeln bei deiner Airline genau aussehen, steht in den Tarifbedingungen.

Rechne außerdem mit einem Flugzeugwechsel. Airlines tauschen Maschinen kurzfristig, etwa bei technischen Problemen oder Umläufen. Aus einer A321 wird dann eine A320, und deine Reihe liegt plötzlich an einer anderen Stelle zum Flügel. Wer einen bestimmten Platz gebucht hat, prüft deshalb die Sitzkarte beim Check-in noch einmal.

Dafür spricht ein bezahlter Platz

  • Du hast die volle Auswahl an Reihen und Seiten.
  • Bei besonderen Strecken oder Anflügen sicherst du dir die passende Seite.
  • Für einen seltenen Typ oder einen Flug mit Bergpanorama lohnt sich der Aufwand.

Dagegen spricht er

  • Ein Flugzeugwechsel kann die Planung kurzfristig zunichtemachen.
  • Die Anflugseite bleibt trotz Bezahlung eine Wahrscheinlichkeit.
  • Auf Routineflügen findest du beim Check-in oft einen ähnlich guten Platz.

Sonderfall Notausgang

Reihen an Notausstiegen über der Tragfläche sind bei Spottern beliebt: viel Beinfreiheit und der Flügel direkt vor der Nase. Es gelten aber besondere Regeln. Wer dort sitzt, muss im Notfall helfen können. Familien mit Kindern oder Reisende mit eingeschränkter Mobilität werden deshalb anders platziert. Taschen dürfen in diesen Reihen meist nicht vor dir am Boden stehen, sondern gehören ins Gepäckfach. Die Kamera ist dann bei Start und Landung nicht griffbereit. Was an Bord grundsätzlich erlaubt ist, beschreibt der Artikel Fotografieren und Filmen an Bord. Warum zu Start und Landung die Fensterblenden offen sein müssen, steht in einem eigenen Guide.

Fenster ist nicht gleich Fenster

Auch die Scheibe selbst unterscheidet sich je nach Typ. Die Boeing 787-9 und ihre Schwestermodelle haben vergleichsweise große Fenster, die statt eines Rollos elektrisch abgedunkelt werden. Die Crew kann diese Abdunkelung zentral steuern, auf Nachtflügen bestimmst du also nicht immer selbst, wie hell dein Fenster ist. Eine abgedunkelte Scheibe färbt das Bild zudem deutlich ein. Weitere Unterschiede zwischen den modernen Langstreckentypen findest du im Artikel A350 oder Boeing 787?.

Auf Langstrecken spielt außerdem die Lage in der Kabine eine Rolle. In vorderen Kabinenklassen sind die Sitze oft versetzt angeordnet, manche Plätze liegen weit vom Fenster entfernt. Wer Business oder Premium Economy bucht, prüft den Sitzplan dort besonders genau.

Checkliste vor dem Abflug

Ist dein Fensterplatz fototauglich?

Hak ab, was du vor dem Flug geprüft hast.

  • Ich kenne Flugzeugtyp und Kabinenversion meines Flugs.
  • Ich habe geprüft, ob mein Platz sauber an einer Scheibe liegt.
  • Ich weiß, ob mein Platz vor, über oder hinter der Tragfläche sitzt.
  • Ich habe die Schattenseite aus Flugrichtung und Uhrzeit bestimmt.
  • Ich habe mir die Anflugwege der Vortage angesehen.
  • Ich prüfe die Sitzkarte beim Check-in noch einmal auf einen Flugzeugwechsel.
  • Kamera oder Smartphone kommen in Reichweite unter, nicht ins Gepäckfach.

Was in die Kameratasche fürs Handgepäck gehört, beschreibt der Artikel Kameraausrüstung im Handgepäck. Und wenn du unterwegs umsteigst, lohnt sich der Blick in den Guide Spotting beim Umsteigen.

Worauf es ankommt

  • Erst Fensterachse, dann alles andere. Die beste Seite nützt nichts, wenn du auf eine Wand schaust.
  • Flügelposition nach Bauform beurteilen. Tiefdecker, Schulterdecker und Jets mit Hecktriebwerken verlangen unterschiedliche Reihen.
  • Sonnenseite nach Flugweg, nicht nach Luftlinie. Auf Langstrecken weicht der Kurs stark von der direkten Kartenlinie ab.
  • Anflugseite als Wahrscheinlichkeit sehen. Flugwege der Vortage und Windvorhersage helfen, eine Garantie gibt es nicht.
  • Rücksicht auf Nachbarn. Wer mit Kamera am Fenster arbeitet, verdeckt anderen die Sicht nicht dauerhaft, lässt das Licht aus und fotografiert Mitreisende nur mit Einverständnis.

Jede Sichtung festhalten

Ob Langstreckenjet am Nachbargate oder Special Livery beim Rollen: Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Kennzeichen und Flughafen und sammelst sie in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Ein guter Fotoplatz im Flugzeug ist das Ergebnis von vier Entscheidungen: echte Scheibe, passende Reihe zur Tragfläche, Schattenseite und die wahrscheinlichere Anflugseite. Sitzplan-Seiten zeigen dir die Fensterachse, die Bauform des Flugzeugs verrät die richtige Reihe, Flugrichtung und Uhrzeit ergeben die Seite, und die Flugwege der Vortage liefern einen Hinweis auf den Anflug. Der Rest ist Technik am Fenster – und ein bisschen Glück mit Wind und Wolken.

Kurzfazit

Prüfe zuerst, ob dein Platz wirklich an einer Scheibe liegt. Dann wähle die Reihe nach Ziel (vor dem Flügel für Landschaft, dahinter für den Wingview), die Seite nach Sonne und Flugweg, und kontrollier die Sitzkarte beim Check-in auf einen Flugzeugwechsel.

Zusammenfassung

  • Ein guter Fotoplatz ergibt sich aus Fensterachse, Flügelposition, Sonnenseite und Anflugseite. Wer alle vier vor der Buchung durchgeht, sitzt deutlich häufiger richtig.
  • Sitzpläne der Airline zeigen Reihen und Ausgänge, spezialisierte Sitzplan-Seiten oft auch, wie gut ein Platz zum Fenster passt.
  • Für Landschaft und Vorfeld lohnt ein Platz vor dem Flügel, für den Wingview einige Reihen dahinter. Bei Schulterdeckern und Jets mit Hecktriebwerken gelten eigene Regeln.
  • Welche Seite beim Anflug den Flughafen zeigt, hängt von der Betriebsrichtung ab. Flugwege der Vortage geben einen guten Anhaltspunkt.

Häufige Fragen

Welcher Fensterplatz ist am besten für Fotos?

Ein Platz an einer echten Scheibe auf der sonnenabgewandten Seite, entweder deutlich vor der Tragfläche für freien Blick nach unten oder einige Reihen dahinter für einen Wingview mit Flügel und Triebwerk. Direkt über dem Flügel siehst du bei Tiefdeckern vor allem die Tragfläche. Welche Reihen das konkret sind, hängt von Flugzeugtyp und Bestuhlung der Airline ab.

Wie erkenne ich, ob mein Fensterplatz wirklich ein Fenster hat?

Im Sitzplan der Buchung siehst du das oft nicht zuverlässig, weil viele Airlines Fenster gar nicht einzeichnen. Spezialisierte Sitzplan-Seiten bewerten Plätze unter anderem danach, wie gut sie zur Fensterreihe passen. Bei Reihen direkt vor Notausgängen, an Trennwänden oder in der Nähe von Bordküchen und Toiletten lohnt ein genauer Blick, weil dort häufiger Fenster fehlen oder versetzt sind.

Auf welcher Seite sitze ich im Schatten?

Auf der Nordhalbkugel steht die Sonne tagsüber im Süden. Fliegst du nach Osten, liegt Süden rechts, also sitzt du links im Schatten. Fliegst du nach Westen, sitzt du rechts im Schatten. Bei Flügen nach Norden oder Süden zählt die Tageszeit: Morgens kommt die Sonne aus Osten, abends aus Westen.

Ist der Platz am Notausgang gut zum Fotografieren?

Manchmal. Bei Notausstiegen über der Tragfläche schaust du direkt auf den Flügel, und es gibt mehr Beinfreiheit. Allerdings gelten dort besondere Regeln: Nicht jeder darf dort sitzen, und Taschen müssen meist im Gepäckfach verstaut werden. Die Kamera hast du für Start und Landung dann nicht griffbereit.

Wie finde ich heraus, auf welcher Seite ich beim Anflug den Flughafen sehe?

Sicher vorhersagen lässt sich das nicht, weil die Betriebsrichtung vom Wind abhängt und die Flugsicherung den Anflug je nach Verkehr anpasst. Einen guten Hinweis liefern die aufgezeichneten Flugwege derselben Flugnummer an den Vortagen in einem Flugverfolgungsdienst. Zusammen mit der Windvorhersage für den Ankunftstag kannst du die wahrscheinlichere Seite wählen.

Lohnt es sich, für die Sitzplatzwahl zu bezahlen?

Das hängt vom Flug ab. Bei vielen Tarifen ist die Sitzplatzwahl aufpreispflichtig, beim Online-Check-in bekommst du oft kostenlos einen Platz zugewiesen oder kannst aus den verbliebenen wählen. Für einen Flug über die Alpen, einen bekannten Anflug oder einen besonderen Flugzeugtyp kann sich der Aufpreis lohnen, für einen Routineflug eher nicht. Die genauen Bedingungen stehen in den Tarifregeln der Airline.

Was ist bei Propellerflugzeugen anders?

Bei Schulterdeckern wie ATR 72 oder Dash 8-400 sitzt der Flügel über den Fenstern. Du hast deshalb aus den meisten Reihen freien Blick nach unten. Auf Höhe der Propeller ist der Blick aber eingeschränkt, und auf Fotos entstehen durch die drehenden Blätter oft verzerrte Muster.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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