Das Wichtigste in Kürze
- Die A340-600 ist die gestreckte Langstreckenversion der A340: vierstrahlig, rund 75 Meter lang und damit der längste Airbus überhaupt.
- Schnellster Erkennungsweg: vier große Triebwerke plus ein auffällig langer Rumpf – dazu ein vierrädriges Mittelfahrwerk.
- Nur 97 Exemplare wurden ausgeliefert; gegen die sparsamere Boeing 777-300ER hatte der Vierstrahler wirtschaftlich keine Chance.
- Lufthansa war der größte Betreiber und nimmt den Typ im Oktober 2026 aus dem Liniendienst; zuletzt flog sie ihn nur noch ab Frankfurt.
- Im Flugplan und in Tracking-Apps erscheint der Typ als A346.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A340-600?
- 2.Warum es nur 97 Stück gab
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.A340-600, A340-300 oder A340-500?
- 5.A340-600, Boeing 777-300ER oder A350?
- 6.Die A340-600 bei Lufthansa
- 7.Wo du die A340-600 danach noch antriffst
- 8.Spotting in Frankfurt: die letzten Wochen nutzen
- 9.Fototipps speziell für die A340-600
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus |
|---|---|
| Familie | A340 (A340-200, A340-300, A340-500, A340-600) |
| ICAO-Typcode | A346 |
| Programmstart | Dezember 1997, zusammen mit der A340-500 |
| Erstflug | 23. April 2001 |
| Indienststellung | August 2002 bei Virgin Atlantic |
| Triebwerke | 4 × Rolls-Royce Trent 556 (Trent-500-Familie) |
| Länge | rund 75,4 m |
| Spannweite | 63,45 m |
| Sitzplätze | typisch rund 380 in drei Klassen (Airbus-Referenz), maximal 475 |
| Reichweite | rund 14.450 km |
| Max. Startgewicht | bis 380 t (Version mit erhöhtem Abfluggewicht) |
| Ausgeliefert | 97 Flugzeuge, die letzten 2010 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Vier Triebwerke unter den Flügeln an einem extrem langen, schlanken Rumpf
- Rund 75 Meter Gesamtlänge – der Rumpf wirkt im Verhältnis zum Flügel fast überzogen gestreckt
- Große Rolls-Royce-Trent-500-Triebwerke mit dicken Gondeln, deutlich wuchtiger als die schlanken CFM56 der A340-300
- Zusätzliches Mittelfahrwerk unter dem Rumpf mit vier Rädern; bei A340-200 und -300 sind es dort nur zwei
- Klassische Airbus-Nase ohne dunkle Maske und schräg aufgestellte Winglets an den Flügelspitzen
- Bei Lufthansa: Kennzeichen aus der Serie D-AIH…
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Langstreckenjet rollt zur Piste, und er hört einfach nicht auf: vier Triebwerke, ein Rumpf, der länger wirkt als alles andere auf dem Vorfeld, und unter dem Bauch ein zusätzliches Fahrwerk. Das ist die Airbus A340-600, der längste Airbus, der je gebaut wurde. Gerade jetzt lohnt sich der Blick auf diesen Typ besonders: Lufthansa, der größte Betreiber, nimmt die A340-600 im Oktober 2026 aus dem Liniendienst. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, wie sie sich von A340-300, A350 und Boeing 777 unterscheidet und wo du sie danach überhaupt noch triffst.
Die A346 im Hangar sichern
Mit Planetrack hältst du jede A340-600-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot fest und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Airbus A340-600?
Die A340-600 ist die gestreckte Langstreckenversion der A340-Familie. Airbus startete das Programm im Dezember 1997 zusammen mit der ultralangstreckenfähigen A340-500. Ziel war ein Flugzeug, das zwischen der ursprünglichen A340-300 und der Boeing 747 liegt: mehr Sitze als die -300, deutlich weniger Gewicht und Kosten als ein Jumbo. Erstkunde war Virgin Atlantic, die sich schon im August 1997 als erster Abnehmer festgelegt hatte.
Der Rumpf wurde gegenüber der A340-300 um knapp zwölf Meter verlängert, auf rund 75,4 Meter. Dazu bekam die -600 einen vergrößerten Flügel mit 63,45 Metern Spannweite, ein stärkeres Mittelfahrwerk und neue Triebwerke: vier Rolls-Royce Trent 556, die pro Stück rund 250 Kilonewton Schub liefern – deutlich mehr als die CFM56 der älteren A340-Versionen. In einer typischen Drei-Klassen-Bestuhlung nennt Airbus rund 380 Sitze, die Reichweite liegt bei rund 14.450 Kilometern.
Der Erstflug fand am 23. April 2001 in Toulouse statt. Am 1. August 2002 nahm Virgin Atlantic den Linienbetrieb mit dem Typ auf. Mehr zum Hersteller und seiner Typenpalette findest du auf der Seite zu Airbus, mehr zum Triebwerkshersteller bei Rolls-Royce.
Warum es nur 97 Stück gab
Die A340-600 kam in einer Zeit, in der sich der Langstreckenmarkt grundlegend drehte. Vier Triebwerke bedeuten mehr Treibstoffverbrauch und mehr Wartungsaufwand. Gleichzeitig durften große Zweistrahler dank erweiterter Betriebsregeln für zweistrahlige Flugzeuge immer längere Strecken über Wasser fliegen. Die Boeing 777-300ER bot ab Mitte der 2000er ähnliche Kapazität mit nur zwei Triebwerken und war im Betrieb günstiger.
Die Folge: Die Auslieferungen erreichten 2006 ihren Höhepunkt, danach brach die Nachfrage ein. Die letzten zwei A340-600 verließen 2010 das Werk, im November 2011 verkündete Airbus das Ende der gesamten A340-Produktion. Insgesamt kamen 97 Exemplare der -600 zu Kunden. Die größten Flotten hatten Lufthansa mit 24 Maschinen, Virgin Atlantic und Iberia; dazu flogen unter anderem Etihad, South African Airways, Thai Airways, Qatar Airways und Cathay Pacific den Typ.
Für Spotter ist genau diese kleine Stückzahl der Reiz. Die A340-600 war nie ein Massenflugzeug, und mit jedem Ausmusterungsschritt wird sie seltener. Wie du solche Typen systematisch aufspürst, erklärt der Guide Seltene Flugzeuge spotten.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die A340-600 gehört zu den Flugzeugen, die du schon auf große Entfernung einordnen kannst. Drei Beobachtungen reichen.
Triebwerke zählen
Vier Triebwerke unter den Flügeln grenzen sofort ein: A340, A380 oder Boeing 747. Ohne Oberdeck und ohne Buckel bleibt nur die A340 übrig.
Rumpflänge einschätzen
Wirkt der Rumpf im Verhältnis zum Flügel extrem lang, mit vielen Fensterreihen vor und hinter der Tragfläche, spricht alles für die -600. Die -300 wirkt deutlich kompakter.
Triebwerksgondeln ansehen
Dicke, große Gondeln der Trent 500 bedeuten A340-500 oder -600. Die schmalen, fast zierlichen CFM56 gehören zur A340-200 oder -300.
Zur Bestätigung schaust du unter den Rumpf: Zwischen den beiden Hauptfahrwerken sitzt bei allen A340 ein zusätzliches Mittelfahrwerk. Bei der -600 hat es vier Räder, bei der -300 nur zwei. Am Ende entscheidet das Kennzeichen – bei Lufthansa beginnt es mit D-AIH. Wie du Kennzeichen liest und nachschlägst, steht im Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Beim Start wirkt die A340-600 oft auffällig träge: Der lange Rumpf rollt weit, bevor die Nase hochkommt. Wenn du dich wunderst, wie viel Piste ein Vierstrahler braucht, ist das schon ein guter Hinweis auf den Typ.
A340-600, A340-300 oder A340-500?
Innerhalb der Familie trennen dich Länge und Triebwerke am schnellsten. Die A340-500 ist im DACH-Raum praktisch verschwunden, die -300 fliegt dagegen bei Swiss und Edelweiss noch, Stand Oktober 2026.
| Merkmal | A340-300 | A340-600 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A343 | A346 |
| Länge | 63,69 m | rund 75,4 m |
| Spannweite | 60,30 m | 63,45 m |
| Triebwerk | CFM56-5C | Rolls-Royce Trent 556 |
| Räder am Mittelfahrwerk | 2 | 4 |
| Typische Sitzzahl (Airbus) | ca. 335 | ca. 380 |
| Reichweite | ca. 12.400 km | ca. 14.450 km |
Die A340-500 teilt sich mit der -600 Flügel, Triebwerksfamilie und Mittelfahrwerk, ist aber rund 67,9 Meter lang. Wer beide nebeneinander sieht, erkennt die -500 an ihrem deutlich kürzeren Rumpf. Im Alltag wirst du sie kaum zu Gesicht bekommen.
A340-600, Boeing 777-300ER oder A350?
Verwechslungen passieren vor allem bei schlechter Sicht oder wenn du nur das Seitenprofil siehst. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: langer Großraumjet
Airbus A340-600
Vier Triebwerke, klassische Winglets und ein sehr langer Rumpf passen zur A340-600. Prüf noch die Gondelgröße: dicke Trent 500 bestätigen die -600 oder -500.
Boeing 777-300ER
Zwei riesige Triebwerke, schräg auslaufende Flügelspitzen und ein klingenartig abgeflachtes Heck sprechen für die 777-300ER. Sie ist ähnlich lang wie die A340-600.
Airbus A350
Maske am Cockpit und weich gebogene Flügelspitzen sind das A350-Bild. Die Radzahl am Hauptfahrwerk trennt A350-900 und -1000.
Bei Lufthansa hat die A350-900 viele Aufgaben der A340-600 übernommen, ebenso die Boeing 787. Auch die vierstrahligen Riesen A380 und Boeing 747-8 scheiden schnell aus: Die A380 hat ein durchgehendes Oberdeck, die 747 ihren Buckel hinter dem Cockpit. Allgemeine Tipps zum Unterscheiden der beiden großen Hersteller liefert der Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.
Die A340-600 bei Lufthansa
Keine Airline hat die A340-600 so geprägt wie Lufthansa. Ab 2003 übernahm sie insgesamt 24 Maschinen, die letzten 2009 – mehr als jeder andere Betreiber. Die Flugzeuge flogen von Frankfurt und lange auch von München aus nach Nordamerika, Asien, Lateinamerika und in den Nahen Osten. In der Lufthansa-Version gab es eine First Class, und eine Besonderheit kennen viele Vielflieger: Die Economy-Toiletten liegen im Unterdeck und sind über eine Treppe erreichbar.
Während der Pandemie wollte Lufthansa die A340-600 bereits ausmustern, holte dann aber mehrere Maschinen aus der Abstellung zurück, weil sich die Nachfrage schneller erholte und neue Langstreckenjets verspätet kamen. Am 1. Oktober 2024 verließen die letzten beiden Maschinen München; seitdem war der Flughafen Frankfurt die einzige Basis. Für den Flughafen München endete damit ein langes Kapitel.
Im April 2026 kündigte Lufthansa an, die letzten vier A340-600 im Oktober 2026 auszumustern, im Zuge von Sparmaßnahmen nach gestiegenen Kerosinpreisen und Streikkosten. Zuletzt flogen sie ab Frankfurt nach New York-JFK und Washington-Dulles. Der Abschiedstermin wurde Berichten zufolge mehrfach angepasst; genannt wird zuletzt der 18. Oktober 2026 als Tag der letzten planmäßigen Abflüge. Ob danach noch Sonder- oder Überführungsflüge folgen, ist offen.
Letzte Chance – kurzfristig prüfen
Stand Mitte Oktober 2026 fliegen nur noch wenige Umläufe. Termine haben sich in der Vergangenheit mehrfach verschoben. Prüf vor jeder Tour im Flugplan oder per ADS-B, ob an diesem Tag wirklich noch eine A346 nach Frankfurt kommt.
Lufthansa gehört zur Lufthansa Group und zur Star Alliance. Innerhalb des Konzerns bleibt die A340-Familie damit vorerst nur in Form der kürzeren A340-300 bei Swiss und Edelweiss sichtbar. Wer Abschiedsflüge live verfolgen will, findet im Guide Flugverfolgung mit ADS-B das nötige Handwerkszeug.
Keine Abschiedsrunde verpassen
Setz die A346 oder einzelne D-AIH-Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die A340-600 danach noch antriffst
Nach dem Lufthansa-Abschied wird die A340-600 in Mitteleuropa zur Rarität. Weltweit fliegen nur noch wenige Betreiber den Typ, laut Branchenberichten unter anderem Mahan Air und Conviasa sowie einzelne Charter- und Wet-Lease-Anbieter. Virgin Atlantic, Iberia, Etihad und die meisten anderen früheren Kunden haben ihre Flotten längst ausgemustert.
| Situation | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Frankfurt bis Mitte/Ende Oktober 2026 | mittel | Letzte Lufthansa-Umläufe nach New York und Washington |
| Frankfurt und München danach | niedrig | Höchstens Überführungen oder Sonderflüge |
| Charter- und Wet-Lease-Einsätze in Europa | niedrig | Einzelne Einsätze, kurzfristig und schwer planbar |
| Abstellparks im Süden Europas | gelegentlich | Ausgemusterte Maschinen werden dort gelagert oder zerlegt |
Was ein Wet Lease ist und warum solche Einsätze oft überraschend auftauchen, erklärt der Beitrag Wet Lease erklärt. Und wo ausgediente Langstreckenjets landen, zeigt der Artikel über Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Spotting in Frankfurt: die letzten Wochen nutzen
Wenn du die Lufthansa-A340-600 noch erwischen willst, ist Frankfurt der einzige realistische Ort. Die Aussichtsplattform Zeppelinheim liegt am Rand des Flughafens und bietet je nach Betriebsrichtung gute Sicht auf Starts und Landungen.
Die Nordatlantikflüge folgen festen Zeitfenstern: Die Maschinen aus den USA landen typischerweise am Morgen, die Abflüge in Richtung Amerika gehen meist zwischen Vormittag und frühem Nachmittag. Die genauen Zeiten schwanken mit dem Flugplan, daher lohnt der Blick in einen Tracking-Dienst am Vortag. Entscheidend für deinen Standpunkt ist die Betriebsrichtung; wie du sie einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für deine A346-Abschiedssession?
- Ich habe einen aktuellen A346-Umlauf im Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung in Frankfurt.
- Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die A340-600
Die enorme Länge macht die A340-600 zu einem besonderen, aber auch anspruchsvollen Motiv.
Mehr Platz im Bild lassen
Mit über 75 Metern füllt die Maschine den Sucher schneller, als du denkst. Wähl die Brennweite eher etwas kürzer, damit Nase und Heck sicher drauf sind.
Seitenprofil für die Länge
Kein Blickwinkel zeigt das Besondere besser als das reine Seitenprofil. Hier wirkt der gestreckte Rumpf mit den vier Triebwerken am eindrucksvollsten.
Rotation festhalten
Der lange Rumpf hebt beim Start spürbar langsam ab. Ein Bild im Moment der Rotation, mit dem Heck knapp über der Piste, ist ein typisches A340-600-Motiv.
Kennzeichen dokumentieren
Gerade bei einem auslaufenden Typ zählt jedes einzelne Flugzeug. Fotografier das Kennzeichen mit, damit du später weißt, welche D-AIH… du erwischt hast.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Die passende Ausrüstung findest du in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste, und wie du deine Sichtungen sauber festhältst, zeigt der Beitrag Sichtungen dokumentieren und Logbuch führen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die A340-600, wenn …
- du vier Triebwerke mit dicken Gondeln siehst
- der Rumpf auffällig lang und schlank wirkt
- das Mittelfahrwerk vier Räder hat
- im Tracking-Dienst A346 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf eher kompakt wirkt – dann könnte es eine A340-500 sein
- du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst
- du die Triebwerksgröße nicht sicher einschätzen kannst
Es ist keine A340-600, wenn …
- nur zwei Triebwerke unter den Flügeln hängen
- die Gondeln schmal sind und das Mittelfahrwerk zwei Räder hat – dann ist es eine A340-300
- ein zweites Deck oder ein Buckel zu sehen ist – dann bist du bei A380 oder Boeing 747
Fazit
Die A340-600 ist ein Flugzeug zwischen zwei Epochen: gebaut als vierstrahliger Langstreckenjet, als der Markt schon zu großen Zweistrahlern wechselte. Für Spotter bleibt sie gerade deshalb besonders. Vier Triebwerke, ein fast endloser Rumpf und das vierrädrige Mittelfahrwerk machen die Bestimmung leicht. Mit dem Lufthansa-Abschied im Oktober 2026 verschwindet sie aus dem regulären Bild an deutschen Flughäfen – wer sie noch nicht im Logbuch hat, muss jetzt schnell sein oder auf seltene Überraschungsbesuche hoffen.
Kurzfazit
Vier dicke Trent-Triebwerke, rund 75 Meter Rumpf, vier Räder am Mittelfahrwerk: Das ist die A340-600. Wer sie noch bei Lufthansa erwischen will, filtert nach A346 und plant die letzten Nordatlantik-Umläufe in Frankfurt ein.
Zusammenfassung
- Die A340-600 flog erstmals 2001 und ging im August 2002 bei Virgin Atlantic in den Liniendienst.
- Mit ihren rund 75 Metern war sie bis zum Erstflug der Boeing 747-8 im Jahr 2010 das längste Verkehrsflugzeug der Welt.
- Vier Triebwerke, extremer Rumpf und Mittelfahrwerk trennen sie von A340-300, A350 und 777-300ER.
- Lufthansa beendet den Einsatz im Oktober 2026; danach wird der Typ in Mitteleuropa zur echten Rarität.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die A340-600?
Die A340-600 läuft unter A346. Die kürzere A340-300 hat den Code A343, die A340-500 den Code A345. Mit dem Code filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach dem Typ.
Wie unterscheide ich die A340-600 von der A340-300?
Am deutlichsten an Länge und Triebwerken: Die -600 ist mit rund 75 Metern knapp zwölf Meter länger und trägt dicke Rolls-Royce-Trent-500-Triebwerke, die -300 die schlanken CFM56. Unter dem Rumpf hat die -600 ein Mittelfahrwerk mit vier Rädern, die -300 nur mit zwei.
Ist die A340-600 das längste Flugzeug der Welt?
Sie war es bis 2010. Dann flog die Boeing 747-8 mit gut 76 Metern Länge erstmals und übernahm den Titel. Unter den Airbus-Typen ist die A340-600 bis heute die längste Maschine.
Wann fliegt die Lufthansa A340-600 zum letzten Mal?
Lufthansa hat im April 2026 angekündigt, die letzten vier A340-600 im Oktober 2026 auszumustern. Die finalen Umläufe führen ab Frankfurt nach New York-JFK und Washington-Dulles. Berichten zufolge wurde der letzte Termin mehrmals verschoben und zuletzt auf den 18. Oktober 2026 vorgezogen; prüf kurzfristig im Flugplan, ob noch eine A346 unterwegs ist.
Warum hat Lufthansa Toiletten im Unterdeck?
Bei der Lufthansa-A340-600 liegen die Economy-Toiletten eine Etage tiefer, erreichbar über eine Treppe. So bleibt im Hauptdeck mehr Platz für Sitze. Für Passagiere war das ein Kuriosum, für Spotter ist es ein schönes Detail für Gespräche am Zaun.
Welche Triebwerke hat die A340-600?
Ausschließlich das Rolls-Royce Trent 556 aus der Trent-500-Familie, vier Stück pro Flugzeug. Eine Triebwerksalternative gab es für die A340-500 und -600 nicht.
Wo sehe ich nach dem Lufthansa-Abschied noch eine A340-600?
Im deutschsprachigen Raum kaum noch planmäßig. Weltweit fliegen nur noch wenige Betreiber den Typ, darunter laut Branchenberichten Mahan Air und Conviasa. Realistisch sind in Mitteleuropa vor allem Überführungsflüge in Abstellparks oder einzelne Charter- und Wet-Lease-Einsätze.
Airbus A340-600 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Airbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
GroßraumAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
GroßraumBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
GroßraumBoeing 747-8
Der letzte Jumbo: Die 747-8 ist die längste und modernste Version der Boeing 747. So erkennst du Passagierversion und Frachter und grenzt sie von der 747-400 ab.
GroßraumAirbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
GroßraumBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerRolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Wo du die Airbus A340-600 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Passende Guides aus dem Blog
- Seltene Flugzeuge spotten: Unicorns, Erstbesuche und Überführungen
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
- Airbus oder Boeing? So unterscheidest du sie
- Flugzeugtypen erkennen: Der Leitfaden für Einsteiger
- Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung
- Sichtungen dokumentieren: vom Notizbuch zum digitalen Logbuch

