Flugzeugtyp vor der Buchung herausfinden: Equipment-Codes und Flugplandaten lesen

A350 oder doch die alte A330? Mit Equipment-Codes, Flugplandaten und einem Blick in die Flughistorie der Flugnummer findest du schon vor dem Bezahlen heraus, welches Flugzeug dich sehr wahrscheinlich erwartet.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Typ steht fast immer irgendwo: Buchungsseiten und Flugsuchen zeigen das geplante Flugzeug meist in den Flugdetails – oft als dreistelliger IATA-Code wie 32N, 359 oder 77W.
  • IATA- und ICAO-Codes sind zwei Welten: Flugpläne und Reservierungssysteme nutzen IATA-Codes (A350-900 = 359), Flugsicherung und Flugradar-Dienste ICAO-Codes (A359).
  • Geplant ist nicht garantiert: Der Typ in der Buchung ist eine Planung. Wartung, Verspätungen und Umläufe können kurzfristig zu einem Flugzeugwechsel führen.
  • Die Flughistorie ist der beste Realitätscheck: Wer prüft, welche Maschinen in den letzten Tagen unter derselben Flugnummer geflogen sind, erkennt Muster und Ausreißer.
  • Ausführende Airline beachten: Bei Codeshare und Wet-Lease fliegt oft eine andere Gesellschaft mit einem anderen Typ. In der EU muss dir die ausführende Airline bei der Buchung genannt werden.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Flugzeugtyp vor der Buchung finden: die kurze Antwort
  2. 2.Wo der Typ bei der Buchung steht
  3. 3.Equipment-Codes lesen: IATA gegen ICAO
  4. 4.Wie verlässlich ist der angezeigte Typ?
  5. 5.Der Realitätscheck: Flughistorie der Flugnummer
  6. 6.Codeshare, Wet-Lease und Charter: Wenn eine andere Airline fliegt
  7. 7.Schritt für Schritt zum Wunschflugzeug
  8. 8.Tipps für Spotter auf Reisen
  9. 9.Häufige Fehler bei der Typ-Recherche
  10. 10.Fazit

Du hast zwei fast gleich teure Verbindungen zur Auswahl. Bei der einen wartet ein Airbus A350-900, bei der anderen eine ältere Maschine, die du schon zwanzigmal geflogen bist. Für normale Reisende ist das ein Detail, für Spotter und Luftfahrtfans oft das entscheidende Kriterium. Die gute Nachricht: Den Flugzeugtyp vor der Buchung herauszufinden ist kein Geheimwissen. Du musst nur wissen, wo die Information steht, wie die kryptischen Equipment-Codes zu lesen sind und wie verlässlich die Angabe tatsächlich ist.

Dein Flug, dein Typ, dein Hangar

Mit Planetrack hältst du jeden Flug und jede Sichtung mit Flugzeugtyp, Kennzeichen und Airline in deinem Hangar fest – und setzt Typen, die dir noch fehlen, auf die Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtyp vor der Buchung finden: die kurze Antwort

Der geplante Flugzeugtyp steht in den Flugdetails der Airline-Website oder der Flugsuchmaschine – manchmal ausgeschrieben, oft als dreistelliger IATA-Code wie 32N oder 359. Diese Codes stammen aus dem Flugplanstandard der IATA und sagen dir, welches Muster die Airline für diesen Flug eingeplant hat. Um zu prüfen, wie zuverlässig diese Planung ist, schaust du dir bei einem Flugradar-Dienst die Historie der Flugnummer an: Fliegt dort seit Wochen derselbe Typ, ist die Chance hoch. Wechselt er ständig, ist die Angabe eher ein Richtwert.

Zwei Dinge können dir trotzdem einen Strich durch die Rechnung machen: ein kurzfristiger Flugzeugwechsel und eine andere ausführende Airline. Beides schauen wir uns weiter unten genauer an.

3Zeichen hat ein typischer IATA-Typcode wie 359 oder 77W
4Zeichen hat ein typischer ICAO-Typcode wie A359 oder B77W
2Flugplanperioden pro Jahr: IATA-Sommer und IATA-Winter

Wo der Typ bei der Buchung steht

Fast jede Buchungsstrecke zeigt den Flugzeugtyp – nur selten auf den ersten Blick. Die üblichen Fundorte:

  • Airline-Website: In der Flugauswahl gibt es meist einen Link wie „Details“, „Flugdetails“ oder ein kleines Info-Symbol. Dort stehen Flugnummer, ausführende Airline und das Flugzeug. Große Netzwerk-Airlines wie Lufthansa nennen den Typ in der Regel ausgeschrieben, manchmal ergänzt um die Kabinenversion.
  • Flugsuchmaschinen und Reiseportale: Auch hier verbirgt sich die Angabe meist in den aufklappbaren Segmentdetails. Je nach Portal steht dort ein Name wie „Airbus A321neo“ oder nur der IATA-Code.
  • Sitzplatzreservierung: Spätestens der Sitzplan verrät viel. Anzahl der Reihen, Position der Notausgänge und die Sitzanordnung in der Business Class unterscheiden sich zwischen Typen und Kabinenversionen deutlich.
  • Buchungsbestätigung und App der Airline: Nach dem Kauf steht der Typ häufig in der Reiseübersicht. Wird das Flugzeug später getauscht, ändert sich diese Angabe oft mit.

Wenn ein Portal nur die Familie angibt, etwa „Airbus A320“, ist das für Spotter zu ungenau. Ob dahinter ein A320ceo oder ein A320neo steckt, ist ein großer Unterschied – wie du die beiden am Flugzeug selbst auseinanderhältst, erklärt der Guide A320neo oder ceo?. Vor der Buchung hilft in diesem Fall nur der Equipment-Code oder die Flughistorie.

Equipment-Codes lesen: IATA gegen ICAO

Die eigentliche Hürde sind die Codes. Es gibt zwei Systeme, und beide begegnen dir rund ums Fliegen:

  • IATA-Typcodes sind meist dreistellig und im Anhang des IATA-Flugplanhandbuchs SSIM (Standard Schedules Information Manual) festgelegt. Flugpläne und Reservierungssysteme arbeiten damit. Sie unterscheiden Flugzeuge nach kommerziellen Merkmalen wie Größe, Rolle und teils der Ausstattung – deshalb haben etwa Passagier- und Frachtversion eines Typs oft unterschiedliche IATA-Codes.
  • ICAO-Typcodes sind meist vierstellig und stammen aus dem ICAO-Dokument 8643. Sie dienen der Flugplanung und Flugsicherung und unterscheiden nach Merkmalen, die für die Luftraumkontrolle relevant sind. Flugradar-Dienste zeigen in der Regel diese Codes.

Bei der Buchung siehst du also eher IATA-Codes, beim späteren Verfolgen des Flugs eher ICAO-Codes. Mehr Hintergrund zur ICAO-Seite liefert der Artikel ICAO-Typcodes wie A20N, B38M und B77W erklärt; wie die beiden Organisationen sonst noch Codes vergeben, steht in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Die wichtigsten Codes im Überblick

Flugzeug IATA-Code (Buchung, Flugplan) ICAO-Code (Flugradar, Flugplanung) Typische Einsatzart
Airbus A320neo 32N A20N Kurz- und Mittelstrecke
Airbus A321neo 32Q A21N Kurz- und Mittelstrecke, teils länger
Airbus A220-300 223 BCS3 Kurzstrecke, Regionalverkehr
Airbus A330-900 339 A339 Langstrecke
Airbus A350-900 359 A359 Langstrecke
Airbus A350-1000 351 A35K Langstrecke
Airbus A380-800 388 A388 Langstrecke mit hoher Nachfrage
Boeing 737-800 (mit Winglets) 73H B738 Kurz- und Mittelstrecke
Boeing 737 MAX 8 7M8 B38M Kurz- und Mittelstrecke
Boeing 777-300ER 77W B77W Langstrecke
Boeing 787-9 789 B789 Langstrecke
Boeing 787-10 781 B78X Langstrecke
Embraer 190 E90 E190 Regionalverkehr
Embraer 195-E2 295 E295 Regionalverkehr
De Havilland Canada Dash 8-400 DH4 DH8D Turboprop, Regionalverkehr

Ein paar Muster helfen beim Merken: Bei Airbus beginnen viele IATA-Codes mit den ersten Ziffern der Typnummer (359 für A350-900, 388 für A380-800), die neo-Versionen der A320-Familie erkennst du am Buchstaben am Ende (32N, 32Q). Bei Boeing ist die Logik weniger einheitlich – 77W, 7M8 oder 781 muss man sich schlicht einprägen. Wer die Tabelle einmal mit seinen Lieblingstypen durchgeht, liest Flugdetails danach deutlich schneller.

Achtung bei Turboprops

Bei ATR und Dash 8 hängen die Codes stark von der Version ab. Die ATR 72-600 und die ATR 42-600 laufen im IATA-System beispielsweise unter demselben Code „ATR“, den auch mehrere ältere ATR-72-Versionen tragen. Erst der ICAO-Code trennt sie sauber, etwa AT76 für die ATR 72-600 und AT46 für die ATR 42-600. Wer gezielt eine bestimmte Version sucht, sollte zusätzlich Kennzeichen und Flughistorie prüfen.

Wie verlässlich ist der angezeigte Typ?

Der Flugzeugtyp in der Buchung ist eine Planungsangabe, kein Versprechen. Airlines planen ihre Umläufe lange im Voraus, passen sie aber laufend an. Grob gilt: Je größer der Unterschied zwischen den Typen und je weiter der Abflug entfernt ist, desto eher kann sich etwas ändern.

Die häufigsten Gründe für einen Wechsel:

  • Wartung und technische Probleme: Fällt eine Maschine aus, springt die nächste verfügbare ein – manchmal ein anderer Typ derselben Größenklasse.
  • Verspätungen im Umlauf: Ein Flugzeug fliegt am Tag mehrere Strecken. Hängt es irgendwo fest, wird oft getauscht, um den restlichen Plan zu retten.
  • Nachfrage: Sind deutlich mehr oder weniger Tickets verkauft als erwartet, setzen Airlines auf manchen Strecken größere oder kleinere Maschinen ein.
  • Flugplanwechsel: Zum Beginn der IATA-Sommer- und Winterflugplanperiode werden Strecken, Frequenzen und Flugzeugeinsätze neu verteilt. Was im Sommer ein Widebody war, kann im Winter ein Narrowbody sein. Mehr dazu steht im Guide Sommer- und Winterflugplan.
  • Neue Flugzeuge: Kommt ein neues Muster in die Flotte, setzen Airlines es oft zuerst auf ausgewählten Strecken ein und weiten den Einsatz schrittweise aus. In dieser Phase wechselt der Typ auf einzelnen Flügen besonders häufig.

Der Wunschtyp kommt – auch an deinen Spot

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Der Realitätscheck: Flughistorie der Flugnummer

Die zuverlässigste Ergänzung zur Buchungsangabe ist ein Blick darauf, was tatsächlich geflogen ist. Flugradar-Dienste wie Flightradar24 oder FlightAware speichern zu jeder Flugnummer, welche Maschine sie in den vergangenen Tagen durchgeführt hat – mit ICAO-Typcode und meist auch mit Kennzeichen. Wie du dich dort zurechtfindest, zeigt die Flightradar24-Anleitung.

So liest du die Historie richtig:

  • Gleicher Typ an allen Tagen: Der Flug ist fest mit diesem Muster geplant. Die Wahrscheinlichkeit, dass er auch an deinem Reisetag kommt, ist hoch – solange kein Flugplanwechsel dazwischen liegt.
  • Wechsel nach Wochentag: Manche Airlines setzen an nachfragestarken Tagen größere Maschinen ein. Schau gezielt auf deinen Wochentag.
  • Einzelne Ausreißer: Ein anderer Typ an nur einem Tag deutet meist auf einen Tausch wegen Wartung oder Verspätung hin.
  • Häufiger Wechsel: Der Flug wird flexibel aus einem gemischten Pool bedient. Dann ist die Buchungsangabe nur ein grober Hinweis.

Beachte, dass die Flugnummer nicht immer dasselbe ist wie das Rufzeichen im Funk. Viele Airlines fliegen mit alphanumerischen Callsigns, die von der Flugnummer abweichen; die Suche nach der Flugnummer funktioniert auf den großen Diensten trotzdem in der Regel. Den Unterschied erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer.

Bonus: Kennzeichen und Alter mitprüfen

Spannend wird es, wenn die Historie Kennzeichen zeigt. Dann weißt du nicht nur, welcher Typ, sondern auch, welche konkreten Maschinen auf der Strecke kreisen. Damit kannst du nachschauen, wie alt sie sind (Flugzeugalter herausfinden), ob eine Sonderlackierung darunter ist, und eine bestimmte Maschine bis zum Reisetag weiterverfolgen (Flugzeug per Kennzeichen verfolgen). Garantieren lässt sich ein bestimmtes Kennzeichen vor der Buchung allerdings nie.

Codeshare, Wet-Lease und Charter: Wenn eine andere Airline fliegt

Ein häufiger Grund für Überraschungen am Gate ist nicht der Typ, sondern die ausführende Airline. Bei einem Codeshare-Flug verkaufen mehrere Gesellschaften denselben Flug unter eigenen Flugnummern, durchgeführt wird er aber nur von einer – mit deren Flotte. Wer bei Airline A bucht, sitzt dann womöglich in einer Maschine von Airline B mit völlig anderem Typ. Hintergründe stehen im Artikel Codeshare-Flüge erklärt.

Beim Wet-Lease chartert eine Airline Flugzeug samt Besatzung bei einer anderen Gesellschaft, oft kurzfristig, um Engpässe zu überbrücken. In Europa ist das gerade im Sommer verbreitet. Der Effekt für dich: Statt des erwarteten Musters kommt eventuell ein Typ, den die buchende Airline selbst gar nicht in der Flotte hat. Wie das funktioniert, erklärt Wet-Lease erklärt. Auch bei Pauschal- und Charterflügen wird die durchführende Gesellschaft manchmal erst spät festgelegt; den Unterschied zum Linienflug beschreibt Charterflug und Linienflug.

Rechtlich bist du in der EU nicht ganz ahnungslos: Nach der Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 muss dir der Verkäufer bei der Buchung nennen, welche Airline den Flug ausführt. Steht sie noch nicht fest, müssen die wahrscheinlich ausführenden Gesellschaften genannt und du später informiert werden. Ändert sich die ausführende Airline nach der Buchung, muss man dich schnellstmöglich darüber unterrichten. Ein Anspruch auf einen bestimmten Flugzeugtyp ergibt sich daraus allerdings nicht.

Gute Chancen auf deinen Wunschtyp, wenn …

  • die Airline den Flug selbst durchführt
  • die Historie seit Wochen denselben Typ zeigt
  • dein Reisetag in derselben Flugplanperiode liegt

Mit Vorbehalt planen, wenn …

  • die Historie zwei oder mehr Typen im Wechsel zeigt
  • der Flug als Codeshare verkauft wird
  • dein Reisetag nach einem Flugplanwechsel liegt

Kaum planbar, wenn …

  • „durchgeführt von“ noch offen ist oder mehrere Airlines genannt werden
  • die Airline in der Saison viel per Wet-Lease einkauft
  • ein neuer Typ gerade erst eingeführt wird

Schritt für Schritt zum Wunschflugzeug

Mit diesen Grundlagen wird aus der Typ-Recherche eine Routine von wenigen Minuten.

1. Verbindungen sammeln

Such deine Strecke wie gewohnt und notiere die infrage kommenden Flüge mit Flugnummer und Abflugzeit.

2. Flugdetails öffnen

Klapp für jedes Segment die Details auf. Notiere Flugzeugtyp oder IATA-Code und die ausführende Airline.

3. Code übersetzen

Übersetze den Equipment-Code in den Typ. 32N ist ein A320neo, 359 ein A350-900, 77W eine 777-300ER.

4. Historie prüfen

Gib die Flugnummer bei einem Flugradar-Dienst ein und vergleiche, welche Typen in den letzten Tagen geflogen sind – am besten mit Blick auf deinen Wochentag.

5. Sitzplan gegenchecken

Passt der Sitzplan bei der Platzwahl zum erwarteten Typ? Abweichungen deuten auf eine andere Kabinenversion oder einen Tausch hin.

6. Bis zum Abflug beobachten

Schau in den Tagen vor dem Flug noch einmal in Buchung und Historie. Spätestens am Gate weißt du es dann sicher.

Tipps für Spotter auf Reisen

Wer den Typ kennt, kann den Flug selbst zum Spotting-Erlebnis machen:

  • Fensterplatz passend zum Typ wählen: Bei Flugzeugen mit Triebwerken unter den Flügeln versperrt die Tragfläche in den mittleren Reihen den Blick nach unten. Wo du je nach Muster am besten sitzt, erklärt Den besten Fensterplatz für Fotos wählen.
  • Langstrecke gezielt wählen: Auf vielen Strecken konkurrieren mehrere Airlines mit unterschiedlichen Mustern. Wer etwa einmal eine Boeing 787-9, einen Airbus A380 oder eine Boeing 777-300ER fliegen möchte, kann die Wahl der Verbindung danach ausrichten – Flugzeiten und Umsteigeorte inklusive.
  • Umsteigezeit als Spotting-Zeit nutzen: Ein längerer Aufenthalt an einem großen Drehkreuz wie dem Flughafen Frankfurt kann sich lohnen, wenn du die Zeit am Fenster verbringst. Ideen dafür liefert Spotting beim Umsteigen.
  • Regionalflüge nicht unterschätzen: Auf Zubringerstrecken kommen oft Regionaljets wie die Embraer 190 oder Turboprops wie die ATR 72-600 zum Einsatz – Typen, die in vielen Sammlungen noch fehlen.

Häufige Fehler bei der Typ-Recherche

  • Familie mit Typ verwechseln: „Airbus A320“ in den Flugdetails sagt nichts über ceo oder neo, „Boeing 737“ nichts über 737-800 oder MAX 8. Erst der Code oder die Historie schafft Klarheit.
  • IATA- und ICAO-Codes vermischen: 789 in der Buchung und B789 auf der Flugradar-Karte sind derselbe Typ. Wer nur einen Code kennt, vergleicht leicht Äpfel mit Birnen.
  • Alte Historie über einen Flugplanwechsel hinweg nutzen: Was vor dem Wechsel von Sommer- auf Winterflugplan galt, muss danach nicht mehr stimmen.
  • Ausführende Airline übersehen: Bei Codeshare-Flügen fliegt die Partner-Airline mit ihrer eigenen Flotte. Die Flugnummer der buchenden Airline sagt dann wenig über das Flugzeug.
  • Den Typ als garantiert ansehen: Kein Tarif gibt dir einen Anspruch auf ein bestimmtes Flugzeug. Plane deinen Wunschtyp mit Optimismus, aber ohne Erwartung.

Hast du deinen Flugzeugtyp sauber recherchiert?

Hak ab, was du vor dem Bezahlen geprüft hast – am Ende siehst du, wie gut deine Chancen stehen.

  • Ich habe die Flugdetails aller Segmente geöffnet.
  • Ich kenne den Equipment-Code und weiß, welcher Typ dahintersteckt.
  • Ich weiß, welche Airline den Flug tatsächlich durchführt.
  • Ich habe die Historie der Flugnummer für die letzten Tage geprüft.
  • Mein Reisetag liegt in derselben Flugplanperiode wie die geprüfte Historie.
  • Der Sitzplan bei der Platzwahl passt zum erwarteten Typ.

Vom Bordfenster in den Hangar

Poste deinen Flug oder deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen, sammle neue Typen im Hangar und tausch dich mit der Community über Kommentare und Chats aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Den Flugzeugtyp vor der Buchung herauszufinden, ist vor allem eine Frage des Hinschauens: Die Flugdetails nennen das geplante Muster, oft als IATA-Equipment-Code, und mit einer kleinen Übersetzungstabelle im Kopf liest du 32N, 359 oder 77W auf Anhieb. Die Historie der Flugnummer zeigt dir, ob die Planung stabil ist, und der Blick auf „durchgeführt von“ schützt vor Überraschungen durch Codeshare oder Wet-Lease. Eine Garantie gibt es nie – aber eine sehr gute Wahrscheinlichkeit, die richtige Verbindung zu erwischen.

Kurzfazit

Flugdetails öffnen, Equipment-Code übersetzen, Flughistorie der Flugnummer prüfen und die ausführende Airline beachten – so erkennst du vor dem Bezahlen, welches Flugzeug dich sehr wahrscheinlich erwartet. Sicher ist der Typ erst am Gate.

Zusammenfassung

  • Den geplanten Flugzeugtyp findest du in den Flugdetails von Airline-Websites und Flugsuchmaschinen, häufig als IATA-Equipment-Code aus dem Flugplanstandard SSIM.
  • IATA-Codes wie 32N, 789 oder 7M8 unterscheiden Typen nach kommerziellen Merkmalen; ICAO-Codes wie A20N, B789 oder B38M dienen Flugplanung und Flugsicherung.
  • Ein Abgleich mit der Flughistorie der Flugnummer auf Flugradar-Diensten zeigt, ob der Typ regelmäßig eingesetzt wird oder nur gelegentlich.
  • Codeshare- und Wet-Lease-Flüge, Saisonwechsel und kurzfristige Tauschmaschinen sind die häufigsten Gründe, warum am Gate ein anderes Flugzeug steht als erwartet.

Häufige Fragen

Wo sehe ich bei der Buchung, welcher Flugzeugtyp eingesetzt wird?

Meist in den aufklappbaren Flugdetails der Airline-Website oder der Flugsuchmaschine. Dort steht der Typ entweder ausgeschrieben, etwa „Airbus A320neo“, oder als dreistelliger IATA-Code wie „32N“. Manche Portale zeigen nur die Familie, etwa „Airbus A320“ – dann hilft ein Blick in die Flughistorie der Flugnummer.

Was bedeuten Codes wie 32N, 359 oder 77W?

Das sind IATA-Flugzeugtypcodes aus dem Flugplanstandard SSIM. 32N steht für den Airbus A320neo, 32Q für den A321neo, 359 für den A350-900, 789 für die Boeing 787-9, 77W für die Boeing 777-300ER und 7M8 für die Boeing 737 MAX 8. Reservierungssysteme und Flugpläne verwenden diese Codes.

Was ist der Unterschied zwischen IATA- und ICAO-Typcode?

IATA-Codes sind meist dreistellig und werden in Flugplänen und Buchungssystemen genutzt, etwa 359 für den A350-900. ICAO-Codes sind meist vierstellig, stammen aus dem ICAO-Dokument 8643 und werden in der Flugplanung und von der Flugsicherung verwendet, etwa A359. Flugradar-Dienste zeigen in der Regel den ICAO-Code.

Ist der angezeigte Flugzeugtyp verbindlich?

Nein. Der Typ ist eine Planungsangabe. Airlines tauschen Flugzeuge, wenn eine Maschine in die Wartung muss, ein Umlauf sich verspätet oder die Nachfrage anders ausfällt als erwartet. Je näher der Abflug, desto zuverlässiger ist die Angabe – sicher ist sie erst am Gate.

Wie erkenne ich, ob eine andere Airline den Flug durchführt?

Achte auf Hinweise wie „durchgeführt von“ oder „operated by“ in den Flugdetails. Nach EU-Recht muss der Verkäufer dir bei der Buchung nennen, welche Gesellschaft den Flug ausführt, und dich informieren, wenn sich das ändert. Bei Codeshare oder Wet-Lease kann dadurch auch ein ganz anderer Flugzeugtyp zum Einsatz kommen.

Wie finde ich heraus, welches Flugzeug zuletzt auf meiner Flugnummer geflogen ist?

Gib die Flugnummer bei einem Flugradar-Dienst wie Flightradar24 oder FlightAware ein. Die Historie zeigt dir für die vergangenen Tage Typ und meist auch Kennzeichen der eingesetzten Maschinen. Wechselt der Typ häufig, ist die Angabe in der Buchung eher ein Richtwert.

PT

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