Das Wichtigste in Kürze
- IATA VLC, ICAO LEVC: Valencias Flughafen liegt in Manises, rund 8 km westlich der Stadt, und wird von Aena betrieben.
- Eine Bahn, zwei Welten: Auf der 12/30 läuft alles. Bahn 30 ist der häufige Fall, im Sommer wird oft auf der 12 gelandet.
- Rekordkurs: 2024 nutzten rund 10,8 Millionen Passagiere den Flughafen, 2025 waren es rund 11,8 Millionen.
- Air Nostrum zu Hause: Die Regionalairline fliegt von hier als Iberia Regional, dazu kommen Basen von Vueling und Ryanair.
- Spotten am Zaun: Eine Terrasse gibt es nicht, aber gut ein Dutzend etablierte Plätze rund um die Bahn – fast alle mit dem Auto.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Von Manises in die Gegenwart
- 7.Eine Bahn für alles
- 8.Betriebsrichtung: 30 als Normalfall, 12 im Sommer
- 9.Air Nostrum, Vueling, Ryanair – wer in Valencia fliegt
- 10.Langstrecke und Fracht: die Ausnahmen
- 11.Das Terminal
- 12.Wo du in Valencia spottest
- 13.Licht, Hitze und Brennweite
- 14.Anreise und Infrastruktur
- 15.Valencia im Vergleich
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | VLC |
|---|---|
| ICAO-Code | LEVC |
| Betreiber | Aena – der spanische Flughafenbetreiber, der auch Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Palma de Mallorca führt |
| Lage | In Manises, rund 8 km westlich der Innenstadt von Valencia, direkt an der Autobahn A-3 Richtung Madrid; 73 m über dem Meer |
| Start- und Landebahn | Eine Bahn 12/30, 3.215 × 45 m, Asphalt, an beiden Enden mit ILS. Die frühere Querbahn 04/22 ist seit 2008 außer Betrieb |
| Betriebsrichtung | Häufig Bahn 30 (Anflug von Südosten über die Vororte), im Sommer bei Seewind oft Bahn 12 (Anflug von Nordwesten) |
| Passagierterminal | Ein zusammenhängendes Terminal aus drei Bauabschnitten mit gemeinsamer Sicherheitskontrolle; dazu ein Regionalbereich mit Boarding zu Fuß, eröffnet 2007 |
| Wichtige Nutzer | Air Nostrum (als Iberia Regional), Vueling und Ryanair mit Basen; Wizz Air hat für den Winter 2026/27 eine Basis angekündigt |
| Verkehr 2024 | Rund 10,8 Mio. Passagiere und knapp 87.500 Flugbewegungen |
| Anbindung | Metrovalencia-Linien 3 und 5 mit Station unter dem Terminal, Busverbindung in die Stadt, Autobahn A-3 |
| Für Spotter relevant | Keine Besucherterrasse, dafür viele Zaunplätze an beiden Bahnenden, eine Fußgängerbrücke über die A-3 im Anflug auf die 30 und Blick auf das Frachtvorfeld |
| Offizielle Website | www.aena.es/es/valencia.html |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Valencia aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Valencia
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – Bahn 30 oder Bahn 12 entscheidet über das komplette Programm
- Einen tiefen Anflug auf die 12 am Collado fotografiert
- Von der Fußgängerbrücke über die A-3 eine Landung auf der 30 erwischt
- Einen Air-Nostrum-Regionaljet in Iberia-Regional-Farben mit Kennzeichen notiert
- Ein UPS-Frachtflugzeug auf dem Frachtvorfeld gesehen
- Businessjets auf dem GA-Vorfeld fotografiert
- Eine Ryanair- und eine Vueling-Maschine in einem Rutsch auf der Bahn gehabt
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Nur eine Bahn – alle Bewegungen laufen über dieselbe Piste, du verpasst wenig
- Spots an beiden Bahnenden, oft sehr nah an Anflug und Aufsetzpunkt
- Bunter Mix aus Low-Cost, Regionalverkehr, Inlandsflügen, Nordafrika und Fracht
- Metro bis unter das Terminal, die Innenstadt ist in rund einer Viertelstunde erreichbar
- Gut mit einem Städtetrip oder Strandurlaub in Valencia kombinierbar
Wo es hakt
- Keine Besucherterrasse; die meisten Spots erreichst du nur mit dem Auto
- An vielen Zaunplätzen gibt es weder Schatten noch Gastronomie
- Einige Positionen brauchen eine Leiter oder einen Erdhügel, um über den Zaun zu kommen
- Wenig Großraumverkehr – Langstrecke ist die Ausnahme
- Sicherheitsdienst sieht längeres Verweilen am GA-Vorfeld nicht gern
Valencia ist kein Flughafen, über den Spotter Bücher schreiben – und genau das macht ihn interessant. Eine einzige Bahn, ein kompaktes Gelände in Manises, dazu ein Verkehrsmix aus Low-Cost, Regionaljets, Inlandsflügen, Nordafrika und ein bisschen Fracht. Wer einen Städtetrip in die drittgrößte Stadt Spaniens mit ein paar Stunden am Zaun verbinden will, kommt hier erstaunlich nah an die Flugzeuge heran. Voraussetzung: Du weißt, auf welcher Seite der Bahn gerade gelandet wird.
Dein VLC-Logbuch
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest – auch die zwanzigste Ryanair des Tages. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Von Manises in die Gegenwart
Die Wurzeln des Flughafens reichen in die späten 1920er-Jahre. Damals wurde eine Kommission gegründet, die für Valencia einen Verkehrsflughafen suchte. Der zunächst ins Auge gefasste Standort erwies sich als ungeeignet, und so fiel die Wahl auf eine Fläche bei Manises westlich der Stadt. Am 19. März 1933 wurde der Flughafen offiziell eröffnet, im September 1934 nahm die staatliche Gesellschaft LAPE die erste Linienverbindung nach Madrid auf.
Der Spanische Bürgerkrieg unterbrach den zivilen Betrieb. Manises diente in dieser Zeit als Basis für Flugzeuge der LAPE und als Sitz militärischer Stäbe. Im Sommer 1939 nahm Iberia die Strecke Madrid–Valencia wieder auf. Ab 1946 entstand die erste befestigte Bahn – die heutige 12/30 –, und im selben Jahr wurde der Flughafen für nationalen und internationalen Verkehr freigegeben.
Militärisch blieb Manises lange wichtig. 1955 wurde hier das Jagdgeschwader Ala n.º 1 mit der F-86 Sabre stationiert, den ersten Strahljägern einer spanischen Einheit. Erst 1999 wurde der Militärstützpunkt aufgelöst und seine Flächen gingen an den Flughafenbetreiber; genutzt wird der Platz seitdem gemeinsam von ziviler und militärischer Luftfahrt.
Für den zivilen Verkehr folgten mehrere Ausbauschritte: 1983 ein neues Terminal, 2007 ein eigener Regionalterminal und ein Instrumentenlandesystem für die Bahn 12. Im selben Jahr kam Valencia auf rund 5,9 Millionen Passagiere – ein Wert, der nach der Wirtschaftskrise jahrelang unerreicht blieb. 2008 wurde die alte Querbahn 04/22 stillgelegt. Seit Mitte der 2010er-Jahre wächst der Verkehr wieder deutlich, und 2024 stellte der Flughafen mit rund 10,8 Millionen Fluggästen einen neuen Rekord auf.
Eine Bahn für alles
Das Layout ist schnell erklärt. Die Bahn 12/30 verläuft von Nordwesten nach Südosten, misst 3.215 Meter in der Länge und 45 Meter in der Breite und hat an beiden Enden ein ILS. Das Terminal liegt nördlich der Bahn auf der Seite von Manises; das Frachtvorfeld schließt westlich an, für die allgemeine Luftfahrt gibt es eigene Vorfelder mit einem kleinen GA-Terminal. Südlich und östlich des Geländes verläuft die A-3, die Valencia mit Madrid verbindet.
| Element | Daten | Was das für dich bedeutet |
|---|---|---|
| Bahn 12/30 | 3.215 × 45 m, Asphalt, ILS an beiden Enden | Alle Starts und Landungen auf einer Bahn – du verpasst wenig |
| Ehemalige Querbahn 04/22 | seit 2008 außer Betrieb | Am Südwestende liegt heute ein Hubschrauberlandeplatz |
| Kontrollturm | 33,6 m hoch | Gute Orientierungsmarke vom Zaun aus |
| Frachtvorfeld | westlich des Terminals | UPS und weitere Frachtdienste aus der Nähe |
| GA-Vorfelder | mit eigenem GA-Terminal | Businessjets und kleinere Flugzeuge |
Weil es nur eine Bahn gibt, ist die Frage nach der Betriebsrichtung hier noch wichtiger als an Flughäfen mit mehreren Pisten. Wie sich die Nummern 12 und 30 aus der Kompassrichtung ergeben, erklärt der Beitrag zu Pistenbezeichnungen.
Betriebsrichtung: 30 als Normalfall, 12 im Sommer
Über das Jahr gesehen landen die Flugzeuge in Valencia meistens auf der Bahn 30. Sie kommen dann von Südosten herein, überqueren die Vororte rund um Aldaia und die Autobahn A-3 und setzen nahe dem Ostende auf. Gestartet wird ebenfalls Richtung Nordwesten.
Im Sommer sieht es oft anders aus. Dann wird häufig auf der Bahn 12 betrieben – ein typischer Grund ist die Brise, die tagsüber vom Mittelmeer her weht. Die Anflüge kommen nun aus Nordwesten über das Hügelland und das Gewerbegebiet hinter der Schwelle, und die Starts gehen Richtung Stadt und Meer. Laut Spotterführern ist Bahn 12 im Winter sehr selten, im Sommer dagegen beinahe die Regel.
Für deinen Tag heißt das: Im Winter planst du mit den Spots im Osten, im Sommer mit denen im Westen – und hast für den jeweils anderen Fall einen Plan B. Die aktuelle Richtung siehst du am schnellsten in einer Flugverfolgung, mit dem METAR oder auf einer Windkarte. Wie das grundsätzlich funktioniert, erklären die Beiträge Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und Windy und andere Wetterkarten für Spotter.
Wind am Vorabend checken
Ein Blick auf METAR und TAF von LEVC zeigt dir, ob am nächsten Tag Seewind zu erwarten ist. Mit Planetrack siehst du Wetter, Wind und die aktive Piste am Flughafen direkt in der App. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Nostrum, Vueling, Ryanair – wer in Valencia fliegt
Den Takt geben drei Gesellschaften mit Basis am Platz vor. Die wichtigste für das Lokalkolorit ist Air Nostrum: Die Regionalairline hat ihren Sitz in der Region Valencia und fliegt als Iberia Regional Zubringer- und Inlandsstrecken. Auf dem Vorfeld begegnen dir deshalb Regionaljets wie die CRJ1000 und Turboprops wie die ATR 72-600 – meist in Iberia-Regional-Farben. Wenn du die Flotte sammelst, ist das Kennzeichen hier die verlässlichste Unterscheidung.
Die zweite Basis betreibt Vueling, die Low-Cost-Tochter der International Airlines Group, mit Jets der A320-Familie. Dazu kommt Ryanair, die in Valencia schon in den 2000er-Jahren eine Basis unterhielt, sie 2008 nach einem Streit um Fördergelder schloss und einige Jahre später zurückkehrte. Ihre Boeing 737-800 und 737 MAX 8 gehören heute zu den häufigsten Mustern am Platz. Neu hinzu kommt Wizz Air, die für den Winterflugplan 2026/27 eine Basis mit zwei Flugzeugen angekündigt hat – ein Grund mehr, auf A321neo in Wizz-Lackierung zu achten.
Neben den Basis-Airlines fliegen zahlreiche europäische Gesellschaften nach Valencia, darunter easyJet, Lufthansa, KLM und Turkish Airlines. Die passagierstärksten Verbindungen 2025 führten nach Amsterdam, Rom-Fiumicino und Paris-Orly; im Inland lag Palma de Mallorca klar vorn, interkontinental war Marrakesch die meistgenutzte Strecke. Das zeigt gut, wie Valencia funktioniert: viel Europa, viel Städteverkehr, eine starke Achse zu den Balearen und nach Nordafrika.
Langstrecke und Fracht: die Ausnahmen
Großraumflugzeuge sind in Valencia selten, und gerade deshalb lohnt es sich, sie gezielt abzupassen. Die erste Nonstop-Verbindung über den Atlantik startete 2009, als Delta Air Lines nach New York-JFK flog; die Strecke wurde später saisonal und dann ganz eingestellt. Seit Juni 2025 verbindet Air Transat Valencia mit Montreal, zunächst als Saisonstrecke. Außerdem hat United Airlines eine Verbindung nach Newark für den Sommer 2027 angekündigt. Welche Langstrecke an deinem Tag tatsächlich fliegt und mit welchem Muster, prüfst du am besten kurz vorher in einer Flugverfolgung.
Auch Fracht spielt eine kleinere, aber für Spotter dankbare Rolle. UPS verbindet Valencia mit seinem Drehkreuz am Flughafen Köln/Bonn, laut Spotterführer werktags. Swiftair fliegt Fracht unter anderem nach Madrid und Ibiza. Beide stehen auf dem Frachtvorfeld westlich des Terminals, das du von mehreren Stellen aus einsehen kannst.
Air Transat oder Wizz nicht verpassen
Setz Airlines, Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste in deinem Planetrack-Hangar – ein Sichtungs-Alarm meldet dir, wenn sie Valencia anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Das Terminal
Valencia hat ein einziges, zusammenhängendes Terminal, das in drei Bauabschnitten gewachsen ist. Die Check-in-Bereiche sind durchnummeriert: Der jüngste Abschnitt mit den Schaltern 1 bis 12 liegt über der Metrostation, der älteste Hauptbau mit den Schaltern 13 bis 42 in der Mitte und der größte Anbau mit den Schaltern 43 bis 56, in dem die meisten Airlines abfertigen, auf der anderen Seite. Eine gemeinsame Sicherheitskontrolle führt zu den Gates 1 bis 22.
| Bereich | Nutzung | Für Spotter interessant |
|---|---|---|
| Gates 1–4 | Nicht-Schengen-Flüge | Großraum- und Drittstaatenverkehr aus der Nähe |
| Gates 12–22 | Regionalterminal, 2007 eröffnet | Boarding zu Fuß, Regionaljets und Low-Cost direkt vor dem Fenster |
| Übrige Gates | Schengen-Verkehr | Teils mit Fluggastbrücken |
Der Regionalterminal ist ein kleiner Glücksfall, wenn du ohnehin von Valencia abfliegst: Weil hier zu Fuß über das Vorfeld geboardet wird, stehen Air Nostrum und Low-Cost-Jets sehr nah an den Scheiben. Zum Fotografieren durch Glas helfen dir die Tipps aus dem Beitrag Durch Zaun und Glasscheibe fotografieren.
Langfristig steht ein deutlicher Ausbau an: Im Rahmen des staatlichen Flughafen-Investitionsplans DORA III für 2027 bis 2031 ist eine Vergrößerung der Terminalfläche von rund 66.000 auf etwa 140.000 Quadratmeter vorgesehen. Wann und in welcher Form das Projekt umgesetzt wird, hängt von den weiteren Genehmigungen ab.
Wo du in Valencia spottest
Eine Besucherterrasse gibt es nicht. Dafür hat sich rund um die Bahn eine ganze Reihe von Zaunplätzen etabliert, die in Spotterführern seit Jahren beschrieben werden. Die meisten liegen an Wirtschaftswegen ohne jede Infrastruktur und sind nur mit dem Auto sinnvoll erreichbar. Die wichtigsten im Überblick, sortiert nach Betriebsrichtung:
Rund ums Terminal (beide Richtungen)
- Fußweg am Terminal: Ein Fußweg an der Westecke des Terminals bietet durch den Zaun Blick auf das Vorfeld, nachts eignet er sich auch für Langzeitbelichtungen. Gutes Licht hast du nur vormittags, im Sommer etwa bis Mittag. Erreichbar zu Fuß vom Terminal, also auch mit der Metro.
- Am Frachtbereich: Westlich des Kreisverkehrs beim Terminal siehst du auf das Frachtvorfeld und – morgens bei Bahn 12 – auf rollende Flugzeuge. Parken ist dort nur kurz erlaubt, das Terminal ist rund 900 Meter entfernt.
Bei Bahn 12 (meist im Sommer)
- Erdhügel am Gewerbegebiet: Ein kleiner Hügel nahe einem Gewerbegebiet und einem Golfplatz. Im Sommer fotografierst du von hier vormittags Starts und Landungen der 12, abends auch Flugzeuge beim Abrollen.
- Collado: Der bekannteste Anflugspot auf die 12. Die Flugzeuge kommen hier sehr tief herein. Licht ab Mittag bis Sonnenuntergang, Infrastruktur gibt es keine.
- Schwelle 12 (Cabecera): Direkt an der Schwelle siehst du Landungen und Starts. Licht ab Mittag bis Sonnenuntergang.
- Zaun westlich des Hügels: Einige hundert Meter weiter westlich gibt es einen Zaunabschnitt für Landungen am Vormittag und das Aufrollen am Nachmittag – hier brauchst du laut Spotterführern eine Leiter.
Bei Bahn 30 (Normalfall)
- Fußgängerbrücke über die A-3: Erhöhter Blick auf die Landungen der 30, mit genug Brennweite auch auf das Aufrollen. Gutes Licht gibt es nur vormittags und nur von etwa April bis September; im Rest des Jahres stehst du im Gegenlicht.
- An der Tankstelle: Über die Fußgängerbrücke oder mit dem Auto über die A-3 erreichst du einen Platz an einer Tankstelle, von dem du die Anflüge auf die 30 ab Mittag bis zum Abend fotografierst. Getränke und Snacks gibt es direkt nebenan.
- Feldweg bei Aldaia: Weiter draußen im Anflug liegt ein Feldweg zwischen Äckern. Licht ab Mittag; parke so, dass du keine Wege blockierst.
- Weiterer Zaunabschnitt: An einem weiteren Zaunplatz siehst du ab Mittag Starts von der 30 und GA-Starts von der 12 – ein Platz, um durch den Zaun zu arbeiten.
Allgemeine Luftfahrt
- GA-Vorfeld: Den Platz am Vorfeld der allgemeinen Luftfahrt erreichst du nur mit dem Auto. Laut Spotterführern stimmt das Licht morgens für die abgestellten Businessjets, nachmittags für das übrige GA-Vorfeld. Der Sicherheitsdienst sieht längeres Verweilen ungern – halte den Besuch kurz.
Für die Fußgängerbrücke und die Positionen im Anflug auf die 12 lohnt ein Blick in die Beiträge Durch den Zaun fotografieren und Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.
Zaun ist Grenze, nicht Hindernis
Viele Spots liegen direkt an der Umzäunung. Steig niemals über oder auf den Zaun, blockiere keine Wirtschaftswege und Zufahrten und verlasse einen Platz, wenn Sicherheitsdienst oder Polizei dich darum bitten. Was in Spanien grundsätzlich gilt, fasst der Beitrag Spotten in Spanien zusammen, allgemeine Regeln findest du unter Ist Planespotting erlaubt?
Licht, Hitze und Brennweite
Weil die Bahn von Nordwesten nach Südosten verläuft und die Sonne mittags im Süden steht, gilt grob: Plätze südlich der Bahn haben das Licht über weite Teile des Tages im Rücken, Plätze im Norden kämpfen eher mit Gegenlicht. Die konkreten Fenster unterscheiden sich aber je Spot – die Brücke über die A-3 funktioniert nur am Vormittag im Sommerhalbjahr, Collado und Schwelle 12 eher ab Mittag. Mit dem Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen rechnest du das für deinen Reisetermin genau aus.
Valencia ist im Sommer heiß, und an den meisten Zaunplätzen gibt es weder Schatten noch Wasser. Über dem Asphalt flimmert die Luft schon am Vormittag, was besonders bei langen Brennweiten sichtbar wird. Die Anflugspots wie Collado oder die Brücke liegen nah an den Flugzeugen, dort kommst du oft mit 100 bis 300 Millimetern aus. Für Starts, das Frachtvorfeld oder Bewegungen am anderen Ende der Bahn sind 400 Millimeter oder mehr hilfreich. Tipps gegen das Flimmern stehen im Beitrag Hitzeflimmern vermeiden, zur Ausrüstung im Sommer im Beitrag Planespotting im Sommer. Welche Optik passt, erklärt der Beitrag zur richtigen Brennweite.
Betriebsrichtung prüfen
Bahn 30 heißt Spots im Osten an der A-3, Bahn 12 heißt Collado, Hügel und Schwelle im Westen.
Seltenes heraussuchen
Langstrecke, UPS und neue Airlines kommen zu festen Zeiten. Ein Blick in die Ankunftstafel spart dir lange Wartezeiten am Zaun.
Auto organisieren
Die Metro bringt dich zum Terminal, für fast alle anderen Spots brauchst du Mietwagen oder Fahrrad.
Wasser und Schatten mitnehmen
An Collado, Schwelle 12 und Feldweg gibt es nichts. Wasser, Kopfbedeckung und Sonnenschutz gehören in die Tasche.
Kennzeichen notieren
Air Nostrum fliegt in Iberia-Farben, Ryanair und Vueling in Serie – erst das Kennzeichen macht deine Sichtungen eindeutig.
Anreise und Infrastruktur
Der Flughafen ist gut an die Stadt angebunden. Die Linien 3 und 5 der Metrovalencia halten in einer Station direkt unter dem Terminal; ins Zentrum brauchst du rund eine Viertelstunde, zum Bahnhof Estació del Nord etwa 20 Minuten und zum Hafen rund eine halbe Stunde. Zusätzlich fährt ein Bus über Mislata, Quart de Poblet und Manises in die Stadt, die Fahrt dauert rund eine halbe Stunde. Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die A-3.
Für Spotter ist das allerdings nur der halbe Weg. Bis auf die Plätze direkt am Terminal liegen fast alle Spots an Feldwegen und Gewerbestraßen ohne Anschluss an den Nahverkehr. Ein Mietwagen ist daher die praktischste Lösung, zumal du bei einem Wechsel der Betriebsrichtung schnell von einer Seite der Bahn auf die andere musst. Allgemeine Tipps zur Anreise findest du im Beitrag Anreise zum Spot.
Valencia passt zu dir, wenn …
- du einen Städtetrip oder Strandurlaub mit ein paar Stunden Spotten verbinden willst
- du nahe Anflüge an einer einzigen, gut überschaubaren Bahn magst
- du Regionalflugzeuge von Air Nostrum und viel Low-Cost sammeln möchtest
Bedingt geeignet, wenn …
- du ohne Auto anreist und nur das Terminalumfeld nutzen kannst
- du im Hochsommer mit langen Brennweiten arbeitest
Eher woanders, wenn …
- du gezielt Großraumflugzeuge und Langstrecke suchst
- du eine bequeme Besucherterrasse mit Gastronomie erwartest
Valencia im Vergleich
Unter den spanischen Flughäfen liegt Valencia im Mittelfeld – deutlich kleiner als der Flughafen Madrid-Barajas oder der Flughafen Barcelona-El Prat, aber mit wachsendem Verkehr. Madrid bietet Langstrecke satt und den bekannten Spot La Muñoza, Barcelona mehr Golf-Carrier und den Mirador am Strand von El Prat. Valencia punktet dafür mit Überschaubarkeit und nahen Anflügen.
An der Küste weiter südlich liegt der Flughafen Alicante-Elche mit noch stärkerem Ferienverkehr, und auch der Flughafen Málaga ist im Sommer ein Ziel für Spotter mit Urlaubsplänen. Die wichtigste Inlandsverbindung führt zum Flughafen Palma de Mallorca, und auch nach Ibiza ist es nicht weit. Unter den Auslandszielen standen 2025 Amsterdam, Rom-Fiumicino und Paris-Orly ganz oben. Weitere lohnende Ziele findest du in den besten Spotting-Spots Europas.
Jeder Tag am Zaun zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, eine Spot-Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, dazu Wetter und Pisten am Flughafen – das alles bündelt Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Valencia-Manises ist ein Flughafen für Spotter, die es übersichtlich mögen. Eine Bahn, klare Muster – im Winter meist 30, im Sommer oft 12 – und Spots, an denen die Flugzeuge dicht über deinen Kopf kommen. Der Verkehr ist geprägt von Air Nostrum, Vueling und Ryanair, ergänzt um europäische Netzwerkairlines, Nordafrika, Fracht und eine Handvoll Langstrecken.
Die Schattenseiten sind vor allem praktischer Natur: kaum Schatten, keine Terrasse und Spots, die ohne Auto schwer erreichbar sind. Wer das einplant, bekommt in Valencia einen entspannten Spotting-Tag – und kann abends noch an den Strand oder in die Altstadt.
Kurzfazit
VLC ist ein kompakter Ein-Bahn-Flughafen mit wachsendem Verkehr und der Heimat von Air Nostrum. Plane nach Betriebsrichtung und Jahreszeit, organisiere ein Auto und nimm Wasser mit – dann lohnt sich Valencia auch für einen kurzen Spotter-Abstecher.
Zusammenfassung
- Valencia ist ein kompakter Ein-Bahn-Flughafen mit stetig wachsendem Verkehr und klarem Low-Cost-Schwerpunkt.
- Die Betriebsrichtung bestimmt deinen Tag: Bei Bahn 30 stehst du im Osten an der A-3, bei Bahn 12 im Westen am Collado und an der Schwelle.
- Air Nostrum, Vueling und Ryanair prägen das Bild, dazu Inlands-, Nordafrika- und Frachtverkehr.
- Ohne Auto bleibt dir vor allem das Umfeld des Terminals – plane Mietwagen, Wasser und Sonnenschutz ein.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Valencia?
Der IATA-Code lautet VLC, der ICAO-Code LEVC. VLC findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LEVC nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgungsportale. Den Unterschied erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Wie viele Start- und Landebahnen hat Valencia?
Eine einzige in Betrieb: die 12/30 mit 3.215 Metern Länge und 45 Metern Breite. Die frühere Querbahn 04/22 wurde 2008 geschlossen; an ihrem Südwestende liegt heute ein Hubschrauberlandeplatz.
Auf welcher Bahnrichtung wird in Valencia meist gelandet?
Über das Jahr gesehen ist die 30 der häufige Fall – die Flugzeuge kommen dann von Südosten über die Vororte und die A-3. Im Sommer, wenn der Seewind vom Mittelmeer weht, wird oft auf der 12 gelandet, die Anflüge kommen dann aus Nordwesten. Prüf die aktuelle Richtung in einer Flugverfolgung oder im METAR.
Wer betreibt den Flughafen Valencia?
Der spanische Flughafenbetreiber Aena, der unter anderem auch den Flughafen Madrid-Barajas und den Flughafen Barcelona-El Prat betreibt.
Gibt es in Valencia eine Besucherterrasse?
Nein. Spotter nutzen Zaunplätze an beiden Bahnenden, eine Fußgängerbrücke über die Autobahn A-3 im Anflug auf die 30 und Wege rund um das Terminal. Viele dieser Plätze liegen abseits jeder Infrastruktur.
Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen?
Mit den Metrolinien 3 und 5 der Metrovalencia, deren Station direkt unter dem Terminal liegt – ins Zentrum brauchst du rund eine Viertelstunde. Außerdem gibt es eine Busverbindung. Für die meisten Spots am Zaun reicht das aber nicht: Dorthin kommst du praktisch nur mit Auto oder Fahrrad.
Welche Airlines haben in Valencia eine Basis?
Air Nostrum, die als Iberia Regional fliegt, dazu Vueling und Ryanair. Wizz Air hat eine Basis mit zwei Flugzeugen ab dem Winterflugplan 2026/27 angekündigt.
Gibt es Langstreckenflüge ab Valencia?
Nur wenige. Seit 2025 verbindet Air Transat Valencia mit Montreal. Die einzige frühere Transatlantikstrecke, Delta nach New York ab 2009, wurde wieder eingestellt. Welche Langstrecken aktuell laufen, hängt vom jeweiligen Flugplan ab.
Sichtungen rund um Flughafen Valencia sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Air Nostrum
Spaniens große Regionalairline aus Valencia fliegt seit 1997 als Iberia Regional: CRJ1000-Jets und ATR-72-600-Turboprops in Iberia-Farben, verkauft unter IB-Flugnummern, durchgeführt unter dem ICAO-Code ANE.
VY / VLGVueling
Die Low-Cost-Airline aus Barcelona gehört zur IAG: eine Flotte aus der kompletten Airbus-A320-Familie, ein zweites Drehkreuz in Rom und eine Boeing-Bestellung, die das einheitliche Bild aufbricht.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
IB / IBEIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
W6 / WZZWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
TS / TSCAir Transat
Kanadas Ferienflieger aus Montréal: Air Transat fliegt mit Airbus A321LR und A330 im Sommer nach Europa und im Winter in die Sonne – und ist mit Berlin auch für deutsche Spotter erreichbar.
5X / UPSUPS Airlines
Die Frachtairline des Paketdienstes UPS: Drehkreuz Worldport in Louisville, Europa-Drehkreuz Köln/Bonn, größter Betreiber der Boeing 747-8F und seit dem Aus der MD-11 eine Flotte aus vier Typenfamilien.
WT / SWTSwiftair
Die Airline aus Madrid, die du meist nachts und oft unter fremder Flugnummer siehst: Swiftair fliegt seit 1986 Fracht und Passagiere im Auftrag anderer – mit Boeing-737- und 757-Frachtern, ATR-Turboprops und einer langen Turboprop-Vergangenheit inklusive Embraer Brasilia.
Typische Flugzeuge
Bombardier CRJ1000
Der CRJ1000 ist das Maximum dessen, was aus dem schlanken Canadair-Rumpf herauszuholen war: rund 39 Meter lang, bis zu 104 Sitze, Triebwerke am Heck. Heute fliegt der größte CRJ fast nur noch in Spanien – so erkennst du ihn und so findest du ihn.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
Spotting-Spots rund um Flughafen Valencia
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Mirador d'avions an der Piste 24R in Barcelona-El Prat
Am Ostende der Nordbahn von Barcelona-El Prat weist die Gemeinde El Prat Aussichtspunkte für Flugzeugfans aus. Von der kleinen Plattform an der Schwelle 24R und dem Hügel unter dem Anflug siehst du tagsüber fast jede Landung – vom Vueling-Airbus bis zum A380 aus Dubai.
AnflugschneiseLa Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas
Südöstlich von Madrid-Barajas, am Rand des Iberia-Technikgeländes La Muñoza, führt ein Schotterweg am Jarama entlang unter den Anflug der Piste 32R. Ein Spot für Spotter mit Geduld: nur bei Nordbetrieb, ohne Infrastruktur, aber mit dem Langstreckenverkehr eines der größten Drehkreuze Europas.
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