Das Wichtigste in Kürze
- IATA RLG, ICAO ETNL: Fliegerhorst der Luftwaffe mit ziviler Mitbenutzung, rund 28 Kilometer südöstlich von Rostock.
- Eine Bahn, 09/27, 2.520 Meter: Zivile Ferienjets und Eurofighter teilen sich dieselbe Piste.
- Eurofighter-Schule der Luftwaffe: Das Eurofighter-Geschwader „Steinhoff“ bildet in Laage alle Eurofighter-Piloten der Luftwaffe aus, dazu Piloten aus Österreich.
- Ziviler Verkehr mit Ferienschwerpunkt: heute nur noch ein Bruchteil der knapp 300.000 Passagiere aus dem Rekordjahr 2018, getragen vor allem von Corendon-Flügen in die Türkei.
- Spotten mit Augenmaß: Keine offizielle Plattform, militärischer Sicherheitsbereich – informier dich über die Regeln, bevor du die Kamera auspackst.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Vom NVA-Flugplatz zum Fliegerhorst mit Terminal
- 7.Zivil-militärische Mitbenutzung: wer hier was macht
- 8.Das Geschwader „Steinhoff“: Eurofighter-Schule der Luftwaffe
- 9.Ziviler Verkehr: Ferienflieger statt Drehkreuz
- 10.Besitzer und Betrieb: vom kommunalen Flughafen zum Investor
- 11.Spotten in Laage: was geht und was nicht
- 12.Besondere Gäste und Ausnahmetage
- 13.Laage im Vergleich
- 14.Fazit
- 15.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | RLG |
|---|---|
| ICAO-Code | ETNL |
| Betreiber | Flughafen Rostock-Laage GmbH; seit Juli 2025 im Besitz der CRISP Partners GmbH aus Berlin, davor ab 2022 bei der Zeitfracht Gruppe |
| Status | Militärflugplatz der Luftwaffe (Fliegerhorst Laage) mit ziviler Mitbenutzung als Verkehrsflughafen |
| Lage | Im Landkreis Rostock bei Laage, rund 28 km südöstlich von Rostock am Autobahnkreuz von A19 und A20 |
| Start- und Landebahn | Eine Bahn 09/27, 2.520 m lang und 45 m breit |
| Passagierterminal | Terminal Hans von Ohain, eröffnet 2005, ausgelegt auf bis zu 1 Mio. Passagiere pro Jahr, mit zwei Fluggastbrücken und fünf Außenpositionen |
| Militärischer Nutzer | Taktisches Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ mit dem Eurofighter, dazu die 2019 in Laage aufgestellte Waffenschule der Luftwaffe |
| Ziviler Verkehr | Vor allem Ferienflüge; im Sommer und Herbst 2026 unter anderem Corendon nach Antalya und Heraklion, saisonal ITA Airways nach Mailand und Air Nostrum nach Wien |
| Rekordjahr | 2018 mit 296.027 Passagieren und 15.888 Flugbewegungen; seit dem Ende von Germania deutlich weniger Verkehr |
| Betriebszeiten | Laut Flughafen rund um die Uhr, ohne Nachtflugverbot |
| Für Spotter relevant | Keine offizielle Besucherterrasse; Terrassencafé mit Blick auf die Bahn bei Flughafenführungen und Veranstaltungen, dazu Ausstellungen im Terminal |
| Offizielle Website | www.rostock-airport.de |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Rostock-Laage aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Rostock-Laage
- Einen Eurofighter des TaktLwG 73 im Platzverkehr gesehen – Laage ist der Ausbildungsstandort für alle Eurofighter-Piloten der Luftwaffe
- Einen doppelsitzigen Eurofighter erkannt, wie er in der Pilotenausbildung eingesetzt wird
- Das Militärkennzeichen eines Eurofighters notiert – Bundeswehr-Jets tragen Nummern im Format 30+xx bzw. 31+xx
- Einen Ferienjet von Corendon auf der Antalya-Strecke erwischt
- Zivil- und Militärverkehr auf einem Bild – Linienjet und Kampfjet auf derselben Bahn
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – bei Westwind wird auf der 27 gelandet, bei Ostwind auf der 09
- Eine Sondermaschine zur Kreuzfahrtsaison oder einen Business-Jet notiert
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Eurofighter im Ausbildungsbetrieb – an Flugtagen häufige Starts und Landungen
- Seltener Mix aus zivilem Ferienverkehr und Militärflugbetrieb auf einer Bahn
- Eine einzige Bahn in Ost-West-Richtung – übersichtlich zu planen
- Flughafenführungen mit Abschluss im Terrassencafé mit Bahnblick
- Wenig Andrang: Hier stehst du selten mit vielen anderen Spottern am Zaun
Wo es hakt
- Ziviler Verkehr dünn – oft nur wenige Flüge pro Woche
- Keine offizielle, frei zugängliche Besucherterrasse
- Militärischer Sperrbereich: Fotografieren rund um den Fliegerhorst verlangt besondere Vorsicht
- Kein Bahnanschluss, Anreise praktisch nur mit Auto oder Bus
- Militärischer Flugbetrieb vor allem werktags; am Wochenende und in Übungspausen oft ruhig
Wer zum ersten Mal in Rostock-Laage landet, merkt schnell: Das hier ist kein gewöhnlicher Regionalflughafen. Neben dem modernen Terminal stehen Shelter, an der Bahn rollen graue Kampfjets, und manchmal übertönt das Donnern eines startenden Eurofighters jedes Gespräch im Terminal. Laage ist zuerst ein Fliegerhorst der Luftwaffe – der zivile Flughafen teilt sich die Bahn mit dem Militär. Genau dieser Mix macht RLG für Spotter interessant: wenig Linienverkehr, dafür einer der wichtigsten Eurofighter-Standorte Deutschlands.
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Vom NVA-Flugplatz zum Fliegerhorst mit Terminal
Die Geschichte des Platzes beginnt in der DDR. Ab Ende der 1970er-Jahre baute die Nationale Volksarmee bei Laage, südöstlich von Rostock, einen neuen Militärflugplatz. Ab 1984 waren dort ein Jagdbombenfliegergeschwader und ein Marinefliegergeschwader stationiert. Mit der Wiedervereinigung übernahm die Bundeswehr das Gelände – und mit ihm eine Besonderheit: Die MiG-29 der NVA waren die einzigen Kampfjets aus DDR-Beständen, die die Luftwaffe weiterflog. 1994 zog die MiG-Staffel nach Laage, zum dort stationierten Jagdgeschwader 73.
Fast zeitgleich öffnete sich der Platz für den zivilen Luftverkehr. Grundlage war eine Nutzungsvereinbarung mit der Bundeswehr Anfang der 1990er-Jahre; laut Flughafen ging am 4. Oktober 1993 das erste zivile Terminal in Betrieb. Ab 1994 war Laage zudem Teil des Nachtluftpostnetzes der Deutschen Post, in dem gecharterte Boeing 737 Briefe durch die Nacht flogen. 2005 kam das heutige Terminal dazu, benannt nach Hans von Ohain, einem der Väter des Strahltriebwerks.
Zivil-militärische Mitbenutzung: wer hier was macht
Das Prinzip ist in Deutschland selten geworden, in Laage aber Alltag. Der Flugplatz gehört dem Militär, der zivile Flughafen ist Mitbenutzer. Bahn, Flugsicherung am Platz und große Teile der Infrastruktur dienen beiden Seiten; das zivile Terminal mit seinem eigenen Vorfeld liegt daneben. Deshalb trägt der Platz auch einen ICAO-Code mit ET, dem Präfix für militärische Flugplätze in Deutschland, statt des für Verkehrsflughäfen typischen „ED“.
| Bereich | Nutzer | Was du dort siehst |
|---|---|---|
| Bahn 09/27 | Militär und zivil gemeinsam | Eurofighter, Ferienjets, Business-Jets |
| Militärischer Teil | TaktLwG 73 „Steinhoff“, Waffenschule der Luftwaffe | Eurofighter-Flugbetrieb, Shelter, militärische Infrastruktur |
| Ziviles Terminal „Hans von Ohain“ | Flughafen Rostock-Laage GmbH | Abfertigung der Ferienflüge, Ausstellungen, Veranstaltungen |
| Ziviles Vorfeld | Airlines, Business Aviation | zwei Fluggastbrücken, fünf Außenpositionen |
Für dich hat diese Aufteilung praktische Folgen. Der Militärbetrieb läuft vor allem werktags tagsüber, der zivile Verkehr konzentriert sich auf wenige feste Tage pro Woche. Laut Flughafen gilt für den zivilen Betrieb kein Nachtflugverbot – nachts startet in Laage aber trotzdem kaum etwas, weil schlicht wenig Verkehr da ist.
Das Geschwader „Steinhoff“: Eurofighter-Schule der Luftwaffe
Der wichtigste Grund, warum Spotter nach Laage fahren, sitzt auf der militärischen Seite. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ ist der Verband, in dem die Luftwaffe alle ihre Eurofighter-Piloten ausbildet. Auf Grundlage einer Vereinbarung mit Österreich lernen dort auch Pilotinnen und Piloten des österreichischen Bundesheers den Jet zu fliegen. Seinen Traditionsnamen trägt das Geschwader seit 1997, benannt nach Johannes Steinhoff, dem früheren Inspekteur der Luftwaffe.
Laage war auch beim Generationswechsel ganz vorn: Am 30. April 2004 begann dort der Flugbetrieb mit dem Eurofighter Typhoon – als erster Verband der Luftwaffe. Im August desselben Jahres verließen die letzten MiG-29 den Platz und gingen nach Polen. Seit Oktober 2013 trägt der Verband seinen heutigen Namen. Ergänzt wird er seit 2019 durch die in Laage aufgestellte Waffenschule der Luftwaffe.
Einsitzer oder Doppelsitzer?
Für die Ausbildung gibt es den Eurofighter auch als Doppelsitzer mit verlängertem Cockpitdach. An einem Ausbildungsstandort wie Laage lohnt es sich, genau hinzusehen. Wie du Kampfjets sicher auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Kampfjets in Europa erkennen; das Kennzeichensystem der Bundeswehr erklärt Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
Im Juni 2023 war Laage Teil der Übung Air Defender 23, zu ihrem Zeitpunkt die größte Übung von Luftstreitkräften seit Gründung der NATO. Bei solchen Übungen tauchen auch Gäste aus anderen Luftwaffen auf – für Militärspotter eine seltene Gelegenheit.
Kennzeichen im Blick behalten
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Ziviler Verkehr: Ferienflieger statt Drehkreuz
Auf der zivilen Seite ist Laage ein typischer Regionalflughafen mit großem Terminal und kleinem Flugplan. Das Terminal ist auf bis zu eine Million Passagiere im Jahr ausgelegt – tatsächlich lag der Rekord 2018 bei 296.027, in den letzten Jahren waren es nur noch einige Zehntausend. Der Verkehr besteht heute vor allem aus Ferienflügen. Im Flugplan für Sommer und Herbst 2026 fliegt Corendon mehrmals pro Woche nach Antalya und im Oktober nach Heraklion auf Kreta. Saisonal standen bis September außerdem ITA Airways mit einer Sonntagsverbindung nach Mailand und Air Nostrum mit einem Samstagsflug nach Wien im Plan. Eine Verbindung nach Hurghada nennt der Flughafen als in Planung.
Die Liste der Airlines, die Laage schon wieder verlassen haben, ist lang. Germania war über Jahre die wichtigste Fluggesellschaft und hatte ab 2017 ganzjährig einen Airbus A319 in Laage stationiert. Ihr Aus im Februar 2019 traf den Flughafen hart, zumal kurz darauf auch Flybmi Insolvenz anmeldete. Lufthansa flog Laage zeitweise ab Frankfurt und ab 2019 ab München an, VLM Airlines verband den Platz 2018 kurz mit Köln/Bonn, und Condor bot im Sommer 2024 Flüge nach Palma an.
| Zeitraum | Prägende Airline | Bedeutung für Laage |
|---|---|---|
| bis 2019 | Germania | stationierter A319, Rekordjahr 2018 mit 296.027 Passagieren |
| 2018–2019 | VLM, Flybmi | innerdeutsche Verbindungen, beide Airlines insolvent |
| ab 2019 | Lufthansa | Zubringer nach München |
| Sommer 2024 | Condor | Flüge nach Palma de Mallorca |
| 2025–2026 | Corendon | Türkei- und Griechenlandflüge, Rückgrat des Ferienverkehrs |
Ein Kapitel für sich sind die Kreuzfahrtflüge. Seit Mitte der 2010er-Jahre nutzen Reedereien Laage, um Gäste für Schiffe in Warnemünde ein- und auszufliegen – etwa Costa Crociere ab 2015 und Pullmantur mit Flugzeugen von Wamos Air. Im Juni 2016 landete im Rahmen dieses Verkehrs erstmals planmäßig eine Boeing 747 in Laage. Seit 2022 wird zudem die Flotte von German Airways am Standort gewartet.
Besitzer und Betrieb: vom kommunalen Flughafen zum Investor
Lange gehörte der zivile Flughafen der öffentlichen Hand: Gesellschafter waren über eine Holding die Hansestadt Rostock, der Landkreis Rostock und die Stadt Laage. Die Verluste trugen sie mit öffentlichen Mitteln. 2022 übernahm die Berliner Zeitfracht Gruppe sämtliche Anteile. Im Juli 2025 folgte der nächste Wechsel: Seitdem gehört der Flughafen laut eigener Mitteilung der CRISP Partners GmbH, ebenfalls aus Berlin.
Der Betreiber setzt neben dem Passagierverkehr auf weitere Standbeine – Business Aviation, neue Hangar- und Gewerbeflächen am Campus und Veranstaltungen im Terminal, das laut Flughafen bis zu 1.000 Gäste fasst. Auf dem Gelände sind außerdem eine Flugschule von Lufthansa Aviation Training und die Hubschrauberstaffel der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern zu Hause.
Zivilbetrieb ruht vom 12. bis 19. Oktober 2026
Laut Flughafen gibt es vom 12. Oktober 2026, 8 Uhr, bis zum 19. Oktober 2026, 8 Uhr, keinen zivilen Flugbetrieb in Laage. Die Flüge laufen in dieser Zeit über Lübeck, ab Laage fährt ein kostenloser Bus. Wer in diesen Tagen auf Ferienjets hofft, steht vergeblich am Zaun – prüf vor jedem Besuch die aktuellen Hinweise auf der Website des Flughafens.
Spotten in Laage: was geht und was nicht
Eine offizielle Spotterplattform oder frei zugängliche Besucherterrasse gibt es in Laage nach den Angaben des Flughafens nicht. Das Terrassencafé im Terminal blickt zwar auf die Bahn, ist aber an Führungen und Veranstaltungen gebunden – etwa an die Flohmärkte, die regelmäßig im Terminal stattfinden. Der bequemste legale Weg zu einem Blick aufs Vorfeld ist deshalb eine Flughafenführung. Sie dauert laut Flughafen rund 45 Minuten, wird nach Vereinbarung angeboten und endet im Terrassencafé.
Im Terminal selbst lohnen die Ausstellungen einen Blick: eine Schau zu hundert Jahren Fliegerei in der Region, eine Ausstellung zum Geschwader „Steinhoff“, durch die ab zehn Personen auf Anfrage Soldatinnen und Soldaten führen, und eine Raumfahrtausstellung mit Modellen von Mondlandefähren und Raketen.
Für Starts und Landungen von außen gilt: Die Bahn liegt in Ost-West-Richtung. Bei Westwind landen die Flugzeuge auf der 27 und kommen von Osten herein, bei Ostwind auf der 09 von Westen. Welche Richtung gerade aktiv ist, verrät dir ein Blick auf den Wind oder eine Flugverfolgung. Die Grundlagen dazu stehen im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Flugbetriebstage klären
Eurofighter fliegen vor allem werktags tagsüber. Feiertage, Wochenenden und Übungspausen sind meist ruhig.
Zivile Flüge heraussuchen
Der Flugplan ist kurz und ändert sich mit der Saison. Ein Blick auf die Website des Flughafens zeigt, an welchen Tagen Corendon und Co. kommen.
Wind und Licht prüfen
Westwind heißt Landungen auf der 27, Ostwind auf der 09. Daraus ergibt sich, von welcher Seite du mit der Sonne im Rücken stehst.
Anreise mit dem Auto planen
Laage hat keinen Bahnanschluss. Mit dem Auto geht es über A19 und A20; öffentlich gibt es laut Flughafen einen buchbaren Rufbus.
Regeln am Fliegerhorst kennen
Schilder, Zäune und Sperrflächen gelten ausnahmslos. Wer freundlich bleibt und auf öffentlichen Flächen steht, hat selten Probleme.
Militärischer Sicherheitsbereich
Rund um den Fliegerhorst gelten strengere Regeln als an einem rein zivilen Flughafen. Betritt keine gesperrten Flächen, nutze keine Drohne und fotografiere keine militärischen Einrichtungen am Boden gezielt. Rechne damit, dass Wachpersonal dich anspricht – das ist normal und kein Grund zur Sorge, wenn du dich korrekt verhältst. Was erlaubt ist, erklären die Beiträge Fotografieren an Militärflugplätzen und Ist Planespotting erlaubt?.
Ausrüstungsseitig brauchst du für Eurofighter vor allem Brennweite und einen schnellen Autofokus: Die Jets sind klein, schnell und oft in engen Platzrunden unterwegs. Ein Teleobjektiv im Bereich von 100 bis 500 Millimetern ist ein guter Startpunkt; mehr dazu im Beitrag zur richtigen Brennweite fürs Planespotting. Wo du den Eurofighter in Deutschland sonst noch zu sehen bekommst, zeigt der Überblick Eurofighter in Deutschland spotten.
Laage passt zu dir, wenn …
- du Eurofighter im Ausbildungsbetrieb sehen willst
- du Militär- und Zivilverkehr auf einer Bahn erleben möchtest
- du ruhige Plätze ohne viel Andrang magst
Bedingt geeignet, wenn …
- du vor allem Airliner fotografieren willst – der zivile Flugplan ist dünn
- du ohne Auto anreist
Eher woanders, wenn …
- du eine bequeme Besucherterrasse mit Dauerverkehr suchst
- du am Wochenende Kampfjets erwartest
Besondere Gäste und Ausnahmetage
Laages lange Bahn und seine militärische Infrastruktur machen den Platz immer wieder zum Ziel für ungewöhnlichen Besuch. Zum G8-Gipfel 2007 im nahen Heiligendamm landete die Air Force One des US-Präsidenten in Laage. Bei NATO-Übungen wie Air Defender 23 kamen Flugzeuge verbündeter Luftwaffen dazu. Und auch der Kreuzfahrtverkehr bringt gelegentlich Großraumflugzeuge, die du an einem Regionalflughafen dieser Größe sonst kaum siehst.
Solche Tage kündigen sich selten lange vorher an. Für Militärbewegungen helfen dir Dienste, die Militärflugzeuge mit Transponder anzeigen – wie das funktioniert und wo die Grenzen liegen, steht im Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen. Offene Tage der Luftwaffe, bei denen du einen Fliegerhorst auch von innen siehst, sammelt der Beitrag Tag der Bundeswehr und offene Tage der Luftwaffe.
Laage im Vergleich
Im Norden und Osten Deutschlands ist Laage ein Sonderfall. Der Flughafen Hamburg und der Flughafen Berlin Brandenburg bieten ein Vielfaches an Linienverkehr und feste Spotterplätze, dafür kaum Militärjets. Der Flughafen Leipzig/Halle lockt mit Fracht in der Nacht, der Flughafen Dresden mit seiner Besucherterrasse. Laage dagegen punktet mit dem, was die anderen nicht haben: Eurofighter im Ausbildungsalltag.
Wer sich für die Militärgeschichte der Region interessiert, findet im Militärhistorischen Museum am Flugplatz Berlin-Gatow auch Flugzeuge aus der NVA-Zeit. Und wenn dich kleine Plätze grundsätzlich reizen, lohnt der Beitrag Spotting an kleinen Regionalflughäfen.
Jeder Eurofighter zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Wetter samt Wind und Pisten in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Rostock-Laage ist ein Flughafen mit zwei Gesichtern. Zivil ist er ein kleiner Ferienflughafen mit großem Terminal, dessen Flugplan seit dem Ende von Germania deutlich geschrumpft ist und dessen Besitzer mehrfach gewechselt haben. Militärisch ist er einer der wichtigsten Plätze der Luftwaffe: Hier lernen alle deutschen Eurofighter-Piloten ihr Handwerk.
Für Spotter heißt das: Wer wegen der Airliner kommt, braucht Geduld und einen Blick in den Flugplan. Wer wegen der Eurofighter kommt, plant nach Wochentag, Wind und den Regeln am Fliegerhorst – und wird an guten Tagen mit viel Betrieb belohnt.
Kurzfazit
RLG ist ein Fliegerhorst mit zivilem Terminal und die Eurofighter-Schule der Luftwaffe. Komm wegen der Kampfjets, plane nach Flugbetriebstagen und Betriebsrichtung und halte dich konsequent an die Regeln eines militärischen Sicherheitsbereichs.
Zusammenfassung
- Rostock-Laage ist kein klassischer Verkehrsflughafen, sondern ein Militärflugplatz, auf dem zivile Flüge zu Gast sind.
- Das prägende Flugzeug ist der Eurofighter: Laage ist die Ausbildungsbasis der Luftwaffe für diesen Typ.
- Zivil dominiert der Ferienverkehr, vor allem in die Türkei und nach Griechenland; Linienstrecken kamen und gingen mit den Airlines.
- Für Spotter lohnt sich RLG vor allem wegen der Militärjets – plane mit Blick auf Flugbetriebstage, Wind und die Regeln am Fliegerhorst.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Rostock-Laage?
Der IATA-Code ist RLG, der ICAO-Code ETNL. Das „ET“ am Anfang ist typisch für militärische Flugplätze in Deutschland – zivile Verkehrsflughäfen beginnen meist mit „ED“.
Ist Rostock-Laage ein Militärflugplatz?
Ja. Der Platz ist der Fliegerhorst Laage der Luftwaffe, auf dem das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ und die Waffenschule der Luftwaffe stationiert sind. Der zivile Flughafen nutzt die Bahn mit; Terminal, Vorfeld und Parkplätze gehören zum zivilen Teil.
Welche Flugzeuge fliegen in Laage beim Militär?
Hauptsächlich der Eurofighter Typhoon. Das Geschwader in Laage bildet alle Eurofighter-Piloten der Luftwaffe aus und war 2004 der erste Verband, der den Typ erhielt. Davor flog dort ab 1994 die MiG-29 aus Beständen der NVA.
Welche Airlines fliegen ab Rostock-Laage?
Das Angebot ist klein und stark saisonal. Im Flugplan für Sommer und Herbst 2026 stehen vor allem Corendon nach Antalya und Heraklion, saisonal außerdem ITA Airways nach Mailand und Air Nostrum nach Wien. Welche Flüge gerade laufen, siehst du im aktuellen Flugplan auf der Website des Flughafens.
Gibt es in Rostock-Laage eine Besucherterrasse?
Eine frei zugängliche Besucherterrasse wie an größeren Flughäfen nennt der Flughafen nicht. Es gibt aber ein Terrassencafé mit Blick auf die Bahn, das bei Flughafenführungen und Veranstaltungen wie den Flohmärkten im Terminal geöffnet ist.
Kann man in Laage an einer Flughafenführung teilnehmen?
Ja. Laut Flughafen gibt es Führungen von etwa 45 Minuten nach Vereinbarung, die im Terrassencafé enden. Die Preise lagen zuletzt bei 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder – prüf die aktuellen Bedingungen vor der Buchung.
Darf ich am Fliegerhorst Laage fotografieren?
Von öffentlichen Flächen aus fotografierst du startende und landende Flugzeuge in der Regel ohne Probleme. Militärische Anlagen sind aber Sicherheitsbereiche: Halte dich an Schilder, betritt keine gesperrten Flächen und richte die Kamera nicht gezielt auf Einrichtungen am Boden. Was gilt, fasst der Beitrag Fotografieren an Militärflugplätzen zusammen.
Warum gibt es im Oktober 2026 keinen zivilen Flugbetrieb?
Laut Flughafen ruht der zivile Betrieb vom 12. Oktober 2026, 8 Uhr, bis zum 19. Oktober 2026, 8 Uhr. In dieser Zeit werden die Flüge über Lübeck abgewickelt, mit kostenlosem Bustransfer ab Laage. Einen Grund nennt der Flughafen auf seiner Website nicht.
Sichtungen rund um Flughafen Rostock-Laage sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Corendon Airlines
Türkischer Ferienflieger aus Antalya mit kleiner Boeing-737-Flotte, rotem Stern am Leitwerk und zwei Schwester-Airlines in Malta und den Niederlanden – im Sommer an vielen deutschen Flughäfen zu Hause.
AZ / ITYITA Airways
Italiens Netzwerk-Airline und Nachfolgerin von Alitalia: Drehkreuz Rom-Fiumicino, seit April 2026 in der Star Alliance, mit Lufthansa als Anteilseignerin und einer reinen Airbus-Flotte in tiefem Blau.
YW / ANEAir Nostrum
Spaniens große Regionalairline aus Valencia fliegt seit 1997 als Iberia Regional: CRJ1000-Jets und ATR-72-600-Turboprops in Iberia-Farben, verkauft unter IB-Flugnummern, durchgeführt unter dem ICAO-Code ANE.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
ST / GMIGermania
Historische Berliner Charter- und Ferienairline (1986–2019): hervorgegangen aus der Kölner SAT von 1978, zuletzt mit gut 30 Airbus A319, A321 und Boeing 737-700 an vielen Regionalflughäfen unterwegs – bis zur Insolvenz im Februar 2019.
ZQ / GERGerman Airways
Wet-Lease-Spezialist aus Köln mit Wurzeln bis 1955: German Airways fliegt ausschließlich Embraer E190 – meist für KLM Cityhopper, seit 2026 auch für Condor – und trägt Schwarz-Rot-Gold am Leitwerk.
Typische Flugzeuge
Eurofighter EF2000 Typhoon
Entenflügel vor dem Cockpit, großer Deltaflügel, ein breiter Lufteinlass wie ein Lächeln unter der Nase: Der Eurofighter ist das Rückgrat der Luftwaffe. So erkennst du ihn und weißt, wo du ihn in Deutschland siehst.
FlugzeugtypMikojan MiG-29 Fulcrum
Zwei Seitenleitwerke, weit auseinanderliegende Triebwerke und Lufteinläufe, die am Boden zuklappen: Die MiG-29 flog als einziger Kampfjet der NVA weiter bei der Luftwaffe. So erkennst du sie, so verlief ihre deutsche Zeit und hier fliegt sie noch.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
Spotting-Spots rund um Flughafen Rostock-Laage
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
Eurofighter Jagdflugzeug GmbH
Die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH steuert von Hallbergmoos bei München aus das größte europäische Kampfflugzeugprogramm. Hinter ihr stehen Airbus, BAE Systems und Leonardo – und vier Endmontagelinien in Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien.
FlughafenFlughafen Hamburg
Mitten in der Stadt, seit 1911 am selben Ort und mit zwei Pisten, die sich kreuzen: Hamburg ist kein Drehkreuz, aber ein Flughafen mit viel Europaverkehr, Emirates-Langstrecke, Lufthansa Technik nebenan – und dem Affenfelsen als bekanntestem Spotterpunkt.
FlughafenFlughafen Berlin Brandenburg
Der Hauptstadtflughafen mit der langen Vorgeschichte: zwei parallele Pisten am Südrand Berlins, viel Europaverkehr mit Low-Cost- und Netzwerkairlines, eine Handvoll Langstrecken, die Flugbereitschaft der Bundesregierung – und eine Besucherterrasse direkt über dem Vorfeld.
FlughafenFlughafen Dresden
Kleiner Verkehrsflughafen mit großer Industriegeschichte: In Dresden-Klotzsche flog 1958 der erste deutsche Strahlverkehrsjet, heute bauen die Elbe Flugzeugwerke hier Airbus-Passagierjets zu Frachtern um. Dazu kommen Lufthansa-Zubringer, Swiss, Ferienflieger und eine kostenlose Aussichtsplattform im Terminal.
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