Das Wichtigste in Kürze
- FedEx Express ist die Fracht-Airline des FedEx-Konzerns mit Sitz in Memphis und gehört keiner Allianz an.
- Codes: IATA FX, ICAO FDX, Rufzeichen „FEDEX“.
- Die Hauptflotte umfasst 380 Frachter aus fünf Typen: 767-300F, 757-200SF, A300-600RF, 777F und MD-11F (Stand Mai 2026).
- Die MD-11F ist ein Auslaufmodell: Nach einer Flugpause ab November 2025 fliegt sie wieder; nach dem Ausmusterungsplan verlässt sie die Flotte bis 2032.
- In Deutschland ist Köln/Bonn der wichtigste FedEx-Standort – seit 2010 Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | FX |
|---|---|
| ICAO-Code | FDX |
| Rufzeichen | FEDEX |
| Drehkreuze | MEM, IND, CDG, CGN |
| Geschäftsmodell | Express- und Paketfracht-Airline mit weltweitem Liniennetz, gesteuert über Drehkreuze |
| Sitz | Memphis, Tennessee (USA) |
| Gegründet | 1971 als Federal Express von Fred Smith, Flugbetrieb seit 17. April 1973 mit 14 Dassault Falcon 20 |
| Konzern | FedEx Corporation; seit Juni 2024 sind FedEx Ground und FedEx Services in Federal Express aufgegangen |
| Drehkreuze | Superhub Memphis (MEM), nationales Drehkreuz Indianapolis (IND), in Europa unter anderem Paris-Charles-de-Gaulle (CDG), Köln/Bonn (CGN) und Lüttich (LGG) |
| Allianz | keine |
| Hauptflotte (Stand Mai 2026) | 380 Frachter: 152 Boeing 767-300F, 86 Boeing 757-200SF, 57 Airbus A300-600RF, 56 Boeing 777F, 29 MD-11F |
| Bestellung | Acht weitere Boeing 777F (Stand Mai 2026) |
| Zubringerflotte (FedEx Feeder) | Rund 300 kleinere Frachtflugzeuge, darunter ATR 42/72 und Cessna 208B, geflogen von Vertragsairlines |
| Kennzeichen | US-Registrierung N…, häufig mit der Endung FE oder FD (z. B. N692FE) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich FedEx Express?
- Logo mit „Fed“ in Lila und „Ex“ in Orange – mit dem versteckten Pfeil zwischen E und x
- Großer Schriftzug „FedEx Express“ am weißen Rumpf, das Leitwerk trägt das FedEx-Logo
- Rumpf ohne Fensterreihe, dazu eine große Frachttür vorn auf der linken Seite
- MD-11F: drei Triebwerke, das dritte sitzt im Seitenleitwerk
- US-Kennzeichen mit N, oft mit den Endbuchstaben FE oder FD
- Auf dem Tracker als FDX, im Funk „FEDEX“
Wenn nachts ein Dreistrahler über Köln donnert, stehen die Chancen gut, dass auf seinem Leitwerk ein lila-oranges Logo leuchtet. FedEx Express ist die größte Frachtairline der Welt und für Spotter eine Art lebendes Museum: Neben modernen Boeing 777F fliegen hier noch MD-11 und Airbus A300 – Typen, die im Passagierverkehr kaum noch zu sehen sind. Diese Seite zeigt dir, wie die Airline aufgebaut ist, wie du die fünf großen Frachtertypen auseinanderhältst und wo du FedEx in Deutschland am besten erwischst.
Fünf Typen, ein Logo – was fehlt dir noch?
Mit Planetrack hältst du jede FedEx-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest und siehst in deinem Hangar, welche Frachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
FedEx Express im Überblick
FedEx Express ist die Fracht-Airline des US-Logistikkonzerns FedEx mit Sitz in Memphis, Tennessee. Gegründet hat sie Fred Smith 1971 unter dem Namen Federal Express. Die Idee war damals neu: Pakete und Dokumente über Nacht über ein zentrales Drehkreuz zu schicken, statt sie auf direktem Weg von Stadt zu Stadt zu transportieren. Am 17. April 1973 ging es los – mit 14 kleinen Geschäftsreisejets vom Typ Dassault Falcon 20, die 25 US-Städte verbanden. Die allererste Falcon steht heute im Steven F. Udvar-Hazy Center, dem großen Luftfahrtmuseum der Smithsonian Institution bei Washington.
Größere Flugzeuge kamen erst nach der Liberalisierung des US-Luftverkehrs Ende der 1970er-Jahre: Als erste Jets dieser Größe kamen Boeing 727-100 dazu. Ende der 1980er-Jahre übernahm Federal Express den Konkurrenten Flying Tiger Line und wurde damit auf einen Schlag ein großer internationaler Frachtcarrier. 1994 folgte der Markenwechsel zu FedEx; die Airline tritt heute unter dem Namen FedEx Express auf.
Heute ist FedEx ein Konzern mit mehreren Sparten. Im Juni 2024 wurden FedEx Ground und FedEx Services mit Federal Express zusammengelegt, um Luft- und Bodennetz enger zu verzahnen. Für dich als Spotter ändert das wenig: Die Flugzeuge tragen weiterhin den Schriftzug „FedEx Express“. Einer Allianz gehört FedEx nicht an – wie bei Frachtairlines üblich.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code FX: steht in der Flugnummer, etwa im Frachtflugplan des Flughafens.
- ICAO-Code FDX: der Betreibercode im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen FEDEX: So meldet sich die Besatzung im Funk.
Wie IATA- und ICAO-Codes zusammenspielen, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Warum die Flugnummer nicht immer dem Rufzeichen entspricht, liest du in Callsign und Flugnummer: der Unterschied.
Tracker-Trick
Filter auf deinem Flugtracker nach FDX. So siehst du früh, welche Typen heute deinen Flughafen ansteuern – und ob eine MD-11 dabei ist. Achtung: Zubringerflüge von FedEx Feeder laufen oft unter dem Code des Vertragspartners. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Drehkreuze: Memphis, Indianapolis und Europa
Das Herz von FedEx schlägt in Memphis. Der sogenannte Superhub ist das zentrale Drehkreuz, an dem nachts ein Großteil der Sendungen umgeladen wird. Zweites großes Drehkreuz in den USA ist Indianapolis, dazu kommen regionale Hubs wie Anchorage, Newark, Oakland oder Miami.
In Europa verteilt sich der Verkehr auf mehrere Standorte:
| Standort | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Paris-Charles-de-Gaulle (CDG) | Großes europäisches Drehkreuz | Hier laufen viele Langstreckenflüge zusammen |
| Köln/Bonn (CGN) | Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa seit Oktober 2010 | Erste Adresse in Deutschland |
| Lüttich (LGG) | Drehkreuz für den innereuropäischen Verkehr | Flüge nach Memphis, Indianapolis und Oakland, dazu Zubringerflüge |
| London-Stansted (STN) | Standort für Großbritannien | Verbindung zum britischen Netz |
Der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle ist seit Langem einer der wichtigsten FedEx-Standorte in Europa. Spannend für deutsche Spotter ist die Geschichte von Köln/Bonn: Bis 2010 lag das Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa in Frankfurt. Weil dort ein Nachtflugverbot drohte, zog FedEx an den Flughafen Köln/Bonn um. Wie unterschiedlich deutsche Flughäfen die Nacht regeln, zeigt der Artikel zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Lüttich ist eng mit der Übernahme von TNT Express verbunden, denn dort lag das europäische Luftdrehkreuz von TNT. FedEx kündigte den Kauf des niederländischen Expressdienstleisters 2015 an, Anfang 2016 gaben die Behörden grünes Licht. Die frühere TNT-Airline fliegt heute als ASL Airlines Belgium – nicht in FedEx-Farben, aber im selben Umfeld.
Die MD-11 nicht verpassen
Setz FedEx, die MD-11 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie bei deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: fünf große Frachtertypen
Kaum eine Airline hat eine so vielfältige Frachtflotte wie FedEx. Stand Mai 2026 sieht die Hauptflotte so aus:
| Typ | Anzahl | Bestellt | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 767-300F | 152 | – | Rückgrat auf Mittel- und Langstrecke | Häufigster Typ der Flotte |
| Boeing 757-200SF | 86 | – | Umgebaute Ex-Passagierjets | Ersatz für die 727 |
| Airbus A300-600RF | 57 | – | Kurz- und Mittelstrecke | Darunter die letzte je gebaute A300 |
| Boeing 777F | 56 | 8 | Langstrecke | Modernster Großraumfrachter der Flotte |
| McDonnell Douglas MD-11F | 29 | – | Langstrecke | Auslaufmodell, Ausmusterung bis 2032 vorgesehen |
Zusammen sind das 380 Frachter. Die Boeing 767-300F, die Frachtversion der Boeing 767-300ER, ist mit Abstand der häufigste Typ. FedEx bestellte sie ab 2011 in mehreren Tranchen, die erste Maschine kam im September 2013. Sie ersetzt nach und nach die älteren Großraumjets. Die Boeing 757-200 fliegt bei FedEx als umgebauter Frachter (SF steht für Special Freighter). Weil die 757 schon seit Mitte der 2000er-Jahre nicht mehr gebaut wird, kaufte FedEx gebrauchte Passagierjets und ließ sie umrüsten – als Nachfolger der Boeing 727-200, deren letztes Exemplar 2013 nach 35 Jahren bei FedEx ausschied.
Die Airbus A300-600 ist ein echter Klassiker. FedEx übernahm sogar die letzte A300, die Airbus überhaupt gebaut hat – sie trägt das Kennzeichen N692FE. Auch die A300 zählt inzwischen zu den älteren Typen der Flotte.
Auf der Langstrecke dominiert die Boeing 777F. Ursprünglich hatte FedEx zehn Frachter der A380 bestellt; nach langen Verzögerungen wurde der Auftrag storniert und durch 777F ersetzt. Acht weitere 777F stehen noch in den Auftragsbüchern. Hersteller der 767, 757 und 777 ist Boeing.
Die MD-11: der Star für Spotter
Die McDonnell Douglas MD-11 ist der Typ, wegen dem viele Spotter gezielt nach FedEx suchen. Dreistrahler sind am Himmel selten geworden, und FedEx gehört zu den letzten großen Betreibern. Im November 2025 setzte FedEx die MD-11 nach dem Absturz einer UPS-Maschine in Kentucky vorübergehend am Boden fest. Nach den vorgeschriebenen Inspektionen kehrten die Frachter ab Mai 2026 in den Dienst zurück. Der Ausmusterungsplan sieht vor, die Flotte ab 2028 schrittweise zu verkleinern – 2032 ist als Ende der MD-11 vorgesehen.
Ihre Vorgängerin, die DC-10, flog bei FedEx noch lange in modernisierter Form als MD-10. Die letzten MD-10 verließen die Flotte Anfang der 2020er-Jahre. Wer die Dreistrahler-Ära festhalten will, sollte die MD-11 also nicht auf später verschieben.
FedEx Feeder: die kleinen Zubringer
Unter dem Namen FedEx Feeder fliegen Vertragsairlines kleinere Frachtflugzeuge, die FedEx gehören. Dazu zählen ATR 42 und ATR 72, darunter die neue ATR 72-600 in Frachtversion, für die FedEx Erstkunde war. In den USA kommen Cessna 208B und Cessna 408 SkyCourier dazu. In Europa ist ASL Airlines Ireland der größte Partner. Von Lüttich aus gibt es Zubringerflüge unter anderem nach München, Nürnberg, Stuttgart und Wien.
Woran du FedEx Express erkennst
Das Markenzeichen ist das Logo: „Fed“ in Lila, „Ex“ in Orange. Entworfen wurde es 1994 bei der Agentur Landor; im Weißraum zwischen dem E und dem x steckt ein Pfeil. Bei den Flugzeugen siehst du das Logo groß am weißen Rumpf mit dem Zusatz „Express“ und auf dem Leitwerk. Lange hatten die Konzernsparten unterschiedliche Farben für „Ex“; 2016 kündigte FedEx an, alle Sparten einheitlich auf Lila und Orange umzustellen.
Spannender als die Bemalung ist die Typfrage. So sortierst du schnell vor:
Triebwerke zählen
Drei Triebwerke, eines im Seitenleitwerk: Das ist die MD-11. Zwei Triebwerke: weiter zum nächsten Schritt.
Rumpfbreite prüfen
Schmaler, langer Rumpf mit hohem Fahrwerk: 757. Breiter Großraumrumpf: 767, A300 oder 777.
Größe und Fahrwerk
Die 777F ist deutlich länger und hat sechs Räder pro Hauptfahrwerk. A300 und 767 haben je vier.
Bug und Cockpit
Die A300 hat eine rundere Nase und typische Airbus-Cockpitfenster, die 767 eine spitzere Boeing-Nase.
Wie du Airbus und Boeing generell auseinanderhältst, erklärt der Artikel Airbus und Boeing unterscheiden. Einen breiteren Überblick über Frachter liefert Frachtflugzeuge erkennen.
Auch die Kennzeichen helfen: FedEx-Flugzeuge sind in den USA registriert und beginnen mit N. Viele enden auf FE oder FD, etwa N692FE. Wie US-Kennzeichen aufgebaut sind, liest du in Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Ab und zu gibt es Sonderbemalungen, zum Beispiel zum 50-jährigen Firmenjubiläum oder zur 50. Boeing 777 in der Flotte. Tipps zur Suche findest du in Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
Auch UPS Airlines fliegt 767 und 757, war lange ebenfalls MD-11-Betreiber – und hat ihr europäisches Drehkreuz ebenfalls in Köln/Bonn. Am braun-goldenen UPS-Design erkennst du den Unterschied sofort, auf dem Tracker hilft der Code: FDX gegen UPS.
FedEx in Deutschland spotten
Die erste Adresse ist Köln/Bonn. Seit Oktober 2010 betreibt FedEx hier sein Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa. Laut Flugplan-Übersicht verbindet FedEx Köln/Bonn unter anderem mit Memphis und Paris. Zusammen mit UPS und weiteren Frachtairlines macht das den Flughafen zu einem der großen Frachtplätze Deutschlands. Einen Überblick über die Beobachtungsmöglichkeiten bekommst du auf der Seite zur Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn.
Der Haken: Ein großer Teil des Expressverkehrs läuft nachts, weil Sendungen über Nacht sortiert werden. Für Fotos am Tag brauchst du deshalb etwas Planung – Tracker, Flugplan und gute Kenntnis der Tagesrandlagen. Wer die Nacht nicht scheut, kann sich an Langzeitbelichtungen versuchen; Tipps dazu stehen in Flugzeuge nachts fotografieren.
An anderen deutschen Flughäfen tauchen FedEx-Frachter oder Feeder-Flüge seltener auf, etwa die Zubringer aus Lüttich nach München, Nürnberg oder Stuttgart – oft in kleinerem Gerät und nicht immer in voller FedEx-Bemalung. Wenn du ohnehin Frachter sammelst, lohnt sich ein Blick auf die Nachbarn: Lufthansa Cargo und AeroLogic fliegen ebenfalls die 777F, European Air Transport Leipzig prägt den Frachtverkehr in Leipzig.
Gute Chancen auf FedEx, wenn …
- du in Köln/Bonn spottest und vorher nach FDX gefiltert hast
- du früh morgens oder abends in den Tagesrandlagen vor Ort bist
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt eine MD-11 oder eine Sonderbemalung suchst
- du auf Feeder-Flüge an kleineren Flughäfen hoffst
Eher kein FedEx-Tag, wenn …
- du mittags an einem Flughafen ohne nennenswerten Expressfrachtverkehr stehst
Bevor du losfährst, lohnt sich ein Blick auf Wind und Pisten – der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen zeigt dir, wie du das einschätzt. Für das beste Licht auf den großen Frachtern hilft dir die Sonnenstand-Planung.
Sicherheit und Regeln
Frachtbereiche sind Sicherheitszonen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- FedEx und UPS verwechseln – beide setzen auf 767 und 757, beide kennen die MD-11 und beide sitzen in Köln/Bonn. Farben und ICAO-Code (FDX oder UPS) trennen sie sicher.
- A300 für eine 767 halten – achte auf die rundere Airbus-Nase und die Form der Cockpitfenster.
- MD-11 mit DC-10 gleichsetzen – bei FedEx sind die DC-10 und MD-10 ausgemustert; ein Dreistrahler in FedEx-Farben ist heute eine MD-11.
- Feeder-Flüge unter FDX suchen – Zubringer fliegen oft mit dem Code des Vertragspartners.
- ASL Airlines Belgium für FedEx halten – die frühere TNT-Airline gehört zum Umfeld, trägt aber eigene Farben.
- FX für ein Länderkürzel halten – IATA-Codes sind reine Airline-Kennungen.
Frachter-Sichtungen teilen
Poste deine FedEx-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot, check Wetter, Wind und Pisten am Flughafen und tausch dich mit anderen Frachtfans in der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
FedEx Express ist die Airline für alle, die Frachter lieben: fünf große Typen, eine der letzten MD-11-Flotten der Welt und ein Logo, das jeder kennt. In Deutschland führt kein Weg an Köln/Bonn vorbei, wo FedEx seit 2010 sein Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa betreibt. Weil die MD-11 nach Plan bis 2032 aus der Flotte geht und auch die A300 zu den älteren Typen zählt, lohnt es sich, die Klassiker jetzt ins Logbuch zu bringen.
Kurzfazit
FedEx Express (IATA FX, ICAO FDX) ist die Frachtairline des FedEx-Konzerns mit Superhub in Memphis. Die Hauptflotte umfasst 380 Frachter aus fünf Typen, in Deutschland ist Köln/Bonn der wichtigste Standort.
Zusammenfassung
- FedEx erkennst du am lila-orangen Logo und am großen Schriftzug „FedEx Express“ – die Frage ist eher, welcher der fünf Typen gerade vorbeirollt.
- Für Spotter ist die MD-11F der spannendste Typ: Dreistrahler sind selten geworden, und bei FedEx endet ihre Zeit voraussichtlich bis 2032.
- In Europa laufen die Fäden in Paris-Charles-de-Gaulle, Köln/Bonn und Lüttich zusammen; in Deutschland ist Köln/Bonn die erste Adresse.
- Viele FedEx-Flüge laufen nachts oder in Tagesrandlagen – plane deinen Spottertag mit dem Tracker.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat FedEx Express?
FedEx Express nutzt den IATA-Code FX und den ICAO-Code FDX. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „FEDEX“.
Welche Flugzeuge fliegt FedEx Express?
Die Hauptflotte bestand im Mai 2026 aus 380 Frachtern: 152 Boeing 767-300F, 86 Boeing 757-200SF, 57 Airbus A300-600RF, 56 Boeing 777F und 29 McDonnell Douglas MD-11F. Acht weitere 777F sind bestellt. Dazu kommt die Zubringerflotte FedEx Feeder mit ATR-Turboprops und Cessna-Frachtern, die Vertragsairlines im Auftrag von FedEx fliegen.
Fliegt FedEx noch die MD-11?
Ja. Nach dem Absturz einer UPS-MD-11 in Kentucky setzte FedEx seine MD-11 im November 2025 vorübergehend am Boden fest. Nach den geforderten Inspektionen kehrten die Maschinen ab Mai 2026 zurück. Der bisherige Ausmusterungsplan sieht vor, den Typ bis 2032 schrittweise aus der Flotte zu nehmen.
Wo hat FedEx Express seine Drehkreuze?
Das zentrale Drehkreuz ist der Superhub in Memphis, dazu kommt das nationale Drehkreuz Indianapolis sowie mehrere regionale Hubs in den USA. In Europa zählen Paris-Charles-de-Gaulle, Köln/Bonn, Lüttich und London-Stansted zu den wichtigen Standorten.
Wo kann ich FedEx in Deutschland spotten?
Die besten Chancen hast du am Flughafen Köln/Bonn. Dort betreibt FedEx seit Oktober 2010 sein Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa, das zuvor in Frankfurt lag. Von Köln/Bonn aus gehen unter anderem Flüge nach Memphis und Paris. Viele Bewegungen liegen allerdings in der Nacht.
Was ist der Unterschied zwischen FedEx Express und FedEx Feeder?
FedEx Express fliegt die großen Frachter mit eigenen Besatzungen. Unter dem Namen FedEx Feeder laufen kleinere Zubringerflüge, die Vertragsairlines mit Flugzeugen von FedEx durchführen. Größter Partner in Europa ist ASL Airlines Ireland. Auf dem Tracker tauchen diese Flüge deshalb oft mit dem Code des Vertragspartners auf.
Was hat FedEx mit TNT zu tun?
FedEx hat 2015 die Übernahme des niederländischen Expressdienstleisters TNT Express angekündigt, die Behörden stimmten Anfang 2016 zu. TNT wurde danach in FedEx integriert; die frühere TNT-Airline fliegt heute als ASL Airlines Belgium von Lüttich aus.
Was ist am FedEx-Logo besonders?
Das 1994 entworfene Logo setzt „Fed“ in Lila und „Ex“ in Orange. Im Weißraum zwischen dem E und dem x versteckt sich ein Pfeil – wenn du ihn einmal gesehen hast, entdeckst du ihn an jedem Leitwerk wieder.
FedEx Express im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
McDonnell Douglas MD-11
Drei Triebwerke, Winglets und ein Triebwerk mitten im Seitenleitwerk: Die MD-11 war der letzte große Trijet und fliegt heute fast nur noch als Frachter. So erkennst du sie, so grenzt du sie von der DC-10 ab und so stehen deine Chancen nach dem Grounding 2025.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 757-200
Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
FlugzeugtypAirbus A300-600
Der erste Großraum-Twin der Welt lebt heute vor allem als Frachter weiter: Die A300-600 fliegt nachts für DHL, FedEx und UPS. So erkennst du sie und findest sie vor deiner Linse.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas DC-10
Zwei Triebwerke unter den Flügeln, das dritte mitten im Seitenleitwerk: Die DC-10 war einer der ersten Großraumjets und flog auch für Lufthansa und Condor. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst du sie.
Weitere Airlines
UPS Airlines
Die Frachtairline des Paketdienstes UPS: Drehkreuz Worldport in Louisville, Europa-Drehkreuz Köln/Bonn, größter Betreiber der Boeing 747-8F und seit dem Aus der MD-11 eine Flotte aus vier Typenfamilien.
CharterAtlas Air
Die US-Frachtairline, die für andere fliegt: Atlas Air betreibt die größte Flotte von Boeing-747-Frachtern, fliegt im Auftrag von Kunden wie DHL und Amazon, steuert Boeings Dreamlifter und hat die letzte jemals gebaute 747 übernommen.
FrachtCargolux
Europas große Nurfracht-Airline aus Luxemburg: eine reine Flotte aus Boeing 747-400F und 747-8F, Erstkunde der 747-8F, Basis am Flughafen Luxemburg und eine Tochter in Mailand.
FrachtLufthansa Cargo
Die Frachttochter der Lufthansa Group: Boeing-777F-Flotte mit Basis Frankfurt, ICAO-Code GEC aus German-Cargo-Zeiten, dazu Beiladefracht in den Passagierjets des Konzerns und die Beteiligung an AeroLogic.
FrachtAeroLogic
Die Frachtairline aus Leipzig ist ein Gemeinschaftsunternehmen von DHL Express und Lufthansa Cargo und fliegt ausschließlich Boeing 777F – teils in DHL-Gelb, teils im eigenen weißen Look.
FrachtEuropean Air Transport Leipzig
Die Frachtairline von DHL mit Sitz am Flughafen Leipzig/Halle: gelbe A300-600F, A330-Frachter und 757F, viel Nachtbetrieb und ein ICAO-Code, der verrät, wer im DHL-Netz wirklich fliegt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Köln/Bonn
Tagsüber Eurowings und Ferienflieger, abends die Frachter von UPS und FedEx, im Westen die Regierungsjets der Flugbereitschaft: Köln/Bonn ist kein Drehkreuz für Passagiere, aber einer der abwechslungsreichsten Flughäfen Deutschlands – mit Bahnhof unter den Terminals und kostenloser Dachterrasse.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
Wo du FedEx Express vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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