Das Wichtigste in Kürze
- IATA STR, ICAO EDDS: Landesflughafen Baden-Württembergs, 2025 mit rund 9,57 Millionen Passagieren.
- Eine Piste, 3.345 Meter: Alles läuft über die 07/25 – die Betriebsrichtung bestimmt, wo du am besten stehst.
- Kein Drehkreuz, sondern Punkt-zu-Punkt: Eurowings ist die größte Airline, dazu kommen Ferienflieger und Zubringer zu den Drehkreuzen der Lufthansa Group.
- Die Besucherterrasse auf Terminal 3 ist kostenlos und liegt vor der Sicherheitskontrolle – ideal für Einsteiger.
- Mehr als Ferienverkehr: Wartungshangars, Business Jets und das Stuttgart Army Airfield sorgen für Abwechslung.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Vom Böblinger Feld auf die Filder
- 8.Eine Piste für alles
- 9.Betriebsrichtung: 25 oder 07?
- 10.Wer in Stuttgart fliegt
- 11.Das Flugzeugbild: Schmalrumpf mit Ausreißern
- 12.Business Jets, Fracht und Militär
- 13.Die Besucherterrasse und andere Standorte
- 14.Nachtruhe und Tagesrhythmus
- 15.Anreise und Ausbau
- 16.Stuttgart im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | STR |
|---|---|
| ICAO-Code | EDDS |
| Betreiber | Flughafen Stuttgart GmbH – Gesellschafter sind das Land Baden-Württemberg (65 %) und die Stadt Stuttgart (35 %) |
| Lage | Auf der Filderebene rund 12 km südlich der Stuttgarter Innenstadt, überwiegend auf den Gemarkungen von Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt, auf rund 389 m Höhe |
| Start- und Landebahn | Eine Betonpiste 07/25, 3.345 m lang und 45 m breit, seit 1996 in dieser Länge |
| Passagierterminals | Terminals 1 bis 4 auf der Nordseite – Terminal 2 nur zum Check-in, Terminal 4 ein umgebauter Hangar |
| Wichtigster Nutzer | Eurowings – nutzt Stuttgart seit 2003 als Basis, damals noch unter dem Namen Germanwings |
| Verkehr 2025 | Rund 9,57 Mio. Passagiere und 95.765 Starts und Landungen; 39 Airlines flogen 124 Ziele in 40 Ländern an |
| Nachtflug | Starts von Jets zwischen 6 und 23 Uhr, Landungen bis 23:30 Uhr; verspätete Landungen lärmarmer Flugzeuge bis Mitternacht möglich |
| Name | Bis 2000 Flughafen Stuttgart-Echterdingen, seit 2014 mit dem Beinamen „Manfred Rommel“ nach dem früheren Oberbürgermeister |
| Nachbarn auf dem Gelände | Stuttgart Army Airfield der US Army auf der Südseite, Luftfrachtzentrum im Süden, Messe Stuttgart direkt neben den Terminals |
| Für Spotter relevant | Kostenlose Besucherterrasse auf dem Dach von Terminal 3, dazu bekannte Standorte entlang der Piste |
| Offizielle Website | www.stuttgart-airport.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Stuttgart aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Stuttgart
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – Westwind heißt Piste 25, Ostwind Piste 07
- Einen Start auf der 07 von der Besucherterrasse aus fotografiert – er beginnt fast direkt vor dir
- Eine Eurowings-Maschine mit Kennzeichen notiert – Stuttgart ist eine ihrer Basen
- Einen Ferienflieger von TUIfly, Condor oder SunExpress erwischt
- Einen Großraumjet von Turkish Airlines auf der Istanbul-Strecke gesehen
- Einen Business Jet am General Aviation Terminal oder vor den Wartungshangars entdeckt
- Eine Militärmaschine vom Stuttgart Army Airfield auf der Südseite beobachtet
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Kostenlose Besucherterrasse im öffentlichen Bereich, ohne Sicherheitskontrolle
- S-Bahn und Stadtbahn halten direkt am Terminal
- Gitter statt Glas – keine Spiegelungen vor der Linse
- Eine einzige Piste: Jeder Start und jede Landung läuft über dieselbe Bahn
- Mischung aus Linien-, Ferien-, Fracht-, Business- und Militärverkehr
Wo es hakt
- Die Terrasse blickt nach Süden – über Mittag fotografierst du ins Gegenlicht
- Deutlich weniger Verkehr als an den Drehkreuzen Frankfurt und München
- Keine feste Langstrecke mehr, Großraumjets sind die Ausnahme
- Das östliche Pistenende liegt weit vom Terminal entfernt
- Nach 23:30 Uhr ist der Linienverkehr vorbei
Stuttgart ist kein Drehkreuz, und genau das macht den Flughafen auf den Fildern angenehm. Eine einzige Piste, eine kostenlose Terrasse mitten im Terminal und S-Bahn bis vor die Tür: Hier musst du nicht lange überlegen, wo du dich hinstellst, sondern nur, aus welcher Richtung der Wind kommt. Dazu kommt eine Mischung, die du an den großen Drehkreuzen so nicht bekommst – Eurowings und Ferienflieger, Business Jets vor den Wartungshangars und hin und wieder ein Transporter der US Army.
Dein STR-Logbuch beginnt hier
Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Vom Böblinger Feld auf die Filder
Die Luftfahrtgeschichte der Region beginnt nicht auf den Fildern, sondern in Böblingen. Dort landete 1925 der erste Linienflug, und schon Mitte der 1930er-Jahre war der Platz zu klein. Als neuer Standort setzte sich das Gelände bei Echterdingen und Bernhausen durch, gebaut wurde ab 1937. Zur zivilen Eröffnung kam es zunächst nicht: Im August 1939, kurz vor Kriegsbeginn, übernahm die Luftwaffe den neuen Flughafen.
Nach 1945 nutzte die US Army das Gelände. 1948 landete mit einer Swissair-DC-3 das erste zivile Flugzeug der Nachkriegszeit, wenige Wochen später nahm Pan American den Linienverkehr wieder auf. Ein Erbe dieser Jahre ist bis heute sichtbar: Auf der Südseite betreibt die US Army das Stuttgart Army Airfield, das sich die Piste mit dem zivilen Verkehr teilt.
Danach wuchs der Flughafen Schritt für Schritt. Die Piste wurde mehrfach verlängert, 1961 landete zur Einweihung der 2.250-Meter-Bahn die erste Boeing 707 der Lufthansa. Ende der 1960er-Jahre gab es Pläne für einen deutlich größeren Flughafen mit einer viel längeren Bahn – nach heftigem Widerstand aus der Bevölkerung wurden sie 1973 begraben. Stuttgart blieb ein Flughafen mittlerer Größe.
Eine Piste für alles
Das Layout ist schnell erklärt. Die Piste 07/25 verläuft ungefähr in Ost-West-Richtung, nördlich davon liegen die Terminals 1 bis 4 und die Vorfelder, südlich das Luftfrachtzentrum und das Army Airfield. Die heutige Länge von 3.345 Metern hat die Bahn seit dem 24. Juni 1996, als die nach Osten verlängerte Piste freigegeben wurde – vorher war bei 2.550 Metern Schluss.
Für dich als Spotter heißt das: Jede Bewegung läuft über dieselbe Bahn. Es gibt kein Rätselraten, auf welcher von mehreren Pisten gelandet wird – nur die Frage, von welcher Seite die Flugzeuge kommen. Wie Pistenbezeichnungen grundsätzlich entstehen, erklärt der Beitrag zu Pistenbezeichnungen.
| Bereich | Lage | Was du dort typischerweise siehst |
|---|---|---|
| Piste 07/25 | quer über das Gelände, Ost-West | alle Starts und Landungen |
| Terminals 1 bis 4 | Nordseite | Abfertigung an Fluggastbrücken und Außenpositionen |
| General Aviation Terminal | eigener Bereich auf dem Gelände | Business Jets und Privatflugzeuge |
| Wartungshangars | auf dem Flughafengelände | Lufthansa Technik und DC Aviation, oft mit Business Jets davor |
| Luftfrachtzentrum | Südseite | Frachtabfertigung, Beiladefracht und gelegentliche Frachter |
| Stuttgart Army Airfield | Südseite | militärische Transport- und Verbindungsflugzeuge |
Ausgelastet trotz einer Bahn
Stuttgart gehört zu den deutschen Flughäfen, an denen die Nachfrage zu bestimmten Zeiten die Kapazität übersteigt. Neue Verbindungen brauchen deshalb ein Zeitfenster der Flughafenkoordination. Für dich bedeutet das: In den Spitzenstunden ist auf der einen Piste spürbar mehr los, als die Jahreszahlen vermuten lassen.
Betriebsrichtung: 25 oder 07?
Wie überall wird gegen den Wind gestartet und gelandet. Bei Westwind, der in Süddeutschland häufig weht, gilt Betriebsrichtung 25: Die Maschinen landen von Osten kommend und starten nach Westen. Bei Ostwind dreht sich das Bild, dann wird auf der 07 gestartet und gelandet.
Für die Besucherterrasse ist das keine Nebensache. Sie liegt am westlichen Teil der Piste. Starts auf der 07 beginnen fast direkt vor dir, und auch Landungen auf der 07 setzen nicht weit vom Terminal auf. Bei Betriebsrichtung 25 setzen die Flugzeuge im Osten auf, weit weg vom Terminal – dann lohnt sich für Landungen eher ein Standort am Ostende. Wie du Wind und Richtung vorher einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Licht und Seite zusammen denken
Die Terminals und die Terrasse liegen nördlich der Piste und schauen nach Süden. Über Mittag fotografierst du von dort also ins Gegenlicht. Im Sommer wird es am späten Nachmittag und Abend gut, wenn die Sonne von Westen seitlich einfällt. Tagsüber hast du die Sonne auf der Südseite des Flughafens im Rücken. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher.
Wer in Stuttgart fliegt
Stuttgart ist ein klassischer Punkt-zu-Punkt-Flughafen. Die größte Airline ist Eurowings, die den Flughafen seit 2003 als Basis nutzt – damals noch unter dem Namen Germanwings. Mit Flügen zu den Drehkreuzen der Lufthansa Group kommen Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines dazu, allesamt Mitglieder der Star Alliance.
Einen großen Anteil hat der Ferienverkehr. TUIfly und Condor fliegen Richtung Mittelmeer und Kanaren, SunExpress und Pegasus verbinden Stuttgart mit der Türkei. Zu den gefragtesten Urlaubszielen gehören Palma de Mallorca und Antalya. Dazu kommen Netzwerk-Airlines wie British Airways, Air France und KLM mit Verbindungen zu ihren Drehkreuzen. Insgesamt flogen 2025 laut Flughafenbilanz 39 Airlines ab Stuttgart.
| Terminal | Hauptnutzer (laut Flughafenangaben, Stand der Recherche) | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal 3 | Lufthansa, Swiss, Austrian, Eurowings, Condor | A320-Familie, Regionaljets |
| Terminal 1 | TUIfly, British Airways, Turkish Airlines und weitere | Boeing 737, A320-Familie, gelegentlich Großraumjets |
| Terminal 2 | Check-in, u. a. Air France und KLM | Schmalrumpfjets und Regionalflugzeuge |
| Terminal 4 | zusätzliche Abfertigung in einem umgebauten Hangar | je nach Flugplan |
Die Zuordnung der Airlines zu den Terminals kann sich ändern – für dich als Spotter spielt sie vor allem eine Rolle, wenn du wissen willst, wo eine Maschine nach der Landung parkt.
Seltene Gäste nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Typen, Kennzeichen und Special Liveries auf die Wunschliste deines Hangars und wirst bei Anflug benachrichtigt. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Das Flugzeugbild: Schmalrumpf mit Ausreißern
Wer in Stuttgart auf der Terrasse steht, sieht vor allem Schmalrumpfjets. Die Airbus A320 und ihre Geschwister A319 und A321 stellen einen großen Teil der Flüge, ebenso die Boeing 737-800 der Ferienflieger. Auf Zubringerstrecken kommen Regionaljets wie die Embraer E190 und E195 dazu.
Weil sich viele dieser Jets äußerlich kaum unterscheiden, lohnt es sich, das Kennzeichen jeder Sichtung zu notieren. Wie du ein Kennzeichen liest und was es über das Flugzeug verrät, erklärt der Beitrag zu Flugzeugkennzeichen.
Großraumflugzeuge sind seltener geworden. Delta Air Lines flog über Jahrzehnte nach Atlanta, bis Oktober 2024; United Airlines bediente zwischen 2011 und 2014 Newark. Seitdem gibt es keine feste Interkontinentalverbindung mehr. Großraumjets siehst du trotzdem: vor allem auf der Istanbul-Strecke von Turkish Airlines, die dort je nach Flugplan größeres Gerät wie die A330 einsetzt, außerdem bei Charterflügen, Ausweichlandungen und Sonderbesuchen.
Besondere Gäste der Vergangenheit
Stuttgart hat schon einige Raritäten gesehen: Am 1. Mai 1998 kam die Concorde zu Besuch, am 28. Dezember 2001 landete die Antonov An-225 erstmals mit einem kommerziellen Flug. 2010 zog ein Lufthansa-A380 bei einem Präsentationsflug mehr als 10.000 Schaulustige an, und das Stratosphären-Observatorium SOFIA, eine umgebaute Boeing 747SP, war 2011 und 2019 zu Gast. Mehr zur Concorde liest du in ihrer Geschichte.
Business Jets, Fracht und Militär
Was Stuttgart von vielen Ferienflughäfen abhebt, ist das Drumherum. Auf dem Gelände stehen die Wartungshangars von Lufthansa Technik und DC Aviation, beide Ende der 1990er-Jahre eröffnet. Zusammen mit dem General Aviation Terminal sorgen sie dafür, dass regelmäßig Business Jets rollen – in einer exportstarken Industrieregion keine Überraschung. Welche Muster dir dabei begegnen können, zeigt der Beitrag zum Spotten von Business Jets.
Auf der Südseite liegt seit 2002 das Luftfrachtzentrum. Es steht außerhalb des Sicherheitsbereichs, sodass Lkw es von allen Seiten anfahren können. 2025 wurden in Stuttgart nach verfügbaren Angaben rund 34.600 Tonnen Fracht umgeschlagen – ein großer Teil davon im Bauch der Passagierflugzeuge, ergänzt durch einzelne Frachtflüge. Wie du Frachter von Passagierversionen unterscheidest, steht im Beitrag zu Frachtflugzeugen.
Ebenfalls im Süden liegt das Stuttgart Army Airfield. Es dient vor allem Truppen- und Materialtransporten; zeitweise war dort auch eine Staffel des US Marine Corps mit zweimotorigen Propellermaschinen vom Typ King Air stationiert. Diese Bewegungen sind selten und nicht vorhersehbar – wenn eine auftaucht, ist sie aber ein schöner Kontrast zum Linienverkehr. Beim Fotografieren gilt: Militärische Anlagen haben eigene Regeln, mehr dazu im Beitrag zu Regeln an Militärflugplätzen.
Die Besucherterrasse und andere Standorte
Erste Anlaufstelle ist die Besucherterrasse auf dem Dach von Terminal 3. Sie ist kostenlos, liegt im öffentlichen Bereich vor der Sicherheitskontrolle und ist ab Terminal 1 und 3 ausgeschildert. Statt einer Glasscheibe trennt ein Gitter die Terrasse vom Vorfeld – keine Spiegelungen, und laut Spotterberichten passt ein Objektiv durch die Lücken. Du blickst auf die Fluggastbrücken, das Vorfeld und den westlichen Teil der Piste.
Für Andocken und Rollverkehr reicht ein Standardzoom, für Starts und Landungen auf der Bahn gehört ein Telezoom bis etwa 400 Millimeter in die Tasche. Die Öffnungszeiten wechseln zwischen Sommer und Winter, bei Unwetter schließt die Terrasse auch kurzfristig – prüf die aktuellen Zeiten vor dem Besuch auf der Website des Flughafens. Eine Etage tiefer liegt das 2021 eröffnete Besucherzentrum Sky Land, ein guter Rückzugsort, wenn es draußen ungemütlich wird. Mit Kindern ist das ein dankbares Ausflugsziel – Ideen dazu stehen im Beitrag Planespotting mit Kindern.
Rund um den Flughafen nutzen Spotter außerdem einen Hügel nahe der Aufsetzzone der 25 am Ostende, der nur zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar ist, sowie Parkplätze auf der Südseite in Filderstadt, von denen du tagsüber die Sonne im Rücken hast. Alle Details zu Blickrichtungen, Licht und Anreise stehen im Spot-Guide zur Besucherterrasse am Flughafen Stuttgart.
Wind und Betriebsrichtung prüfen
Westwind heißt Piste 25, Ostwind Piste 07. Bei 07 lohnt sich die Terrasse besonders, weil die Starts fast vor dir beginnen.
Tageszeit nach dem Licht wählen
Terrasse am späten Nachmittag und Abend, Südseite tagsüber. Über Mittag schaust du von den Terminals ins Gegenlicht.
Öffnungszeiten der Terrasse checken
Die Zeiten ändern sich je nach Saison, bei schlechtem Wetter auch kurzfristig.
Mit S-Bahn oder U6 anreisen
S2, S3 und U6 halten direkt am Terminal. So sparst du dir die Parkgebühren.
Großraumjets heraussuchen
Ein Blick in die Ankunftstafel oder eine Flugverfolgung zeigt dir, ob heute ein Widebody aus Istanbul oder ein Sonderflug kommt.
Zaun bleibt Zaun
Feldwege führen auf den Fildern teils nah an die Piste heran. Absperrungen, Sicherheitsbereiche und Hinweise des Flughafens gelten trotzdem ausnahmslos. Drohnen sind in der Kontrollzone des Flughafens ohne Genehmigung tabu, und auf der Terrasse gilt das Hausrecht des Betreibers. Was erlaubt ist, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Nachtruhe und Tagesrhythmus
Stuttgart hat seit Jahrzehnten eine Nachtflugbeschränkung. Strahlflugzeuge dürfen zwischen 6 und 23 Uhr starten und bis 23:30 Uhr landen; verspätete Maschinen mit lärmarmen Triebwerken dürfen bis Mitternacht landen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Rettungs- und Organtransportflüge, Ausweichlandungen und Militärflüge.
Für deine Planung heißt das: Der Verkehr verteilt sich über den Tag, ohne die großen Umsteigewellen eines Drehkreuzes. Morgens starten viele stationierte Flugzeuge kurz hintereinander zu ihren ersten Umläufen, am Abend kommen sie zurück. Gerade die Abendstunden passen gut, weil dann auch das Licht auf der Terrasse am besten ist. Einen Vergleich mit anderen Flughäfen findest du im Beitrag zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Anreise und Ausbau
Kaum ein deutscher Flughafen ist so gut an den Nahverkehr angebunden. Die S-Bahn-Linien S2 und S3 halten seit 1993 an der Station Flughafen/Messe direkt unter den Terminals, seit Ende 2021 fährt zusätzlich die Stadtbahnlinie U6 bis zum Flughafen. Mit dem Auto bist du über die A8 schnell da, die Messe Stuttgart liegt direkt nebenan. Bei großen Messen werden Parkplätze und Bahnen allerdings voll.
Größter Bauplatz in der Umgebung ist der Flughafenbahnhof des Bahnprojekts Stuttgart 21, der unterirdisch im Bau ist und den Flughafen an den Fern- und Regionalverkehr anschließt. Beim Klima verfolgt die Betreibergesellschaft mit der Strategie „STRzero“ das Ziel, bis 2040 netto treibhausgasneutral zu sein.
Stuttgart passt zu dir, wenn …
- du einen entspannten Einstieg ohne Eintritt und Sicherheitskontrolle suchst
- du ohne Auto anreist und gern am Abend fotografierst
- du Eurowings, Ferienflieger und Business Jets sammeln willst
Bedingt geeignet, wenn …
- du über Mittag fotografieren willst – dann musst du auf die Südseite
- du vor allem Landungen bei Betriebsrichtung 25 suchst
Eher woanders, wenn …
- du Langstrecke und Großraumjets in Serie sehen willst
- du nachts Verkehr fotografieren möchtest
Stuttgart im Vergleich
Mit knapp 9,6 Millionen Passagieren liegt Stuttgart im Mittelfeld der deutschen Verkehrsflughäfen. Wer Langstrecke und Großraumjets in Serie sucht, fährt zum Flughafen Frankfurt oder zum Flughafen München, dem Heimatflughafen der Lufthansa-A380. Auch der Flughafen Zürich liegt in Reichweite und bietet mit Swiss ein vollwertiges Drehkreuz. Vergleichbare Regionalflughäfen mit viel Ferienverkehr sind etwa Nürnberg und Hannover. Eine Übersicht der lohnendsten Plätze im Land gibt der Beitrag zu den besten Spotting-Spots in Deutschland.
Luftfahrtgeschichte findest du in Baden-Württemberg ebenfalls: Das Dornier Museum in Friedrichshafen am Bodensee erzählt die Geschichte eines der großen deutschen Flugzeugbauer, und das Technik Museum Speyer zeigt große Verkehrsflugzeuge zum Anfassen.
Jeder Abend auf der Terrasse zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit bestem Licht, Sonnenstand-Planer und Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Stuttgart ist kein Ort für Langstrecken-Jäger, aber einer der unkompliziertesten Spotterplätze im Süden. Eine einzige Piste, eine kostenlose Terrasse im Terminal und ein Nahverkehrsanschluss bis vor die Tür machen es leicht, auch nach Feierabend kurz vorbeizuschauen.
Die Würze liegt im Detail: Business Jets vor den Wartungshangars, ein Großraumjet aus Istanbul, eine Militärmaschine von der Südseite. Wer Betriebsrichtung und Licht im Blick behält und im Sommer den Abend nutzt, nimmt von den Fildern mehr mit, als die Passagierzahlen vermuten lassen.
Kurzfazit
STR ist ein Punkt-zu-Punkt-Flughafen mit einer Piste und kostenloser Besucherterrasse. Eurowings, Ferienflieger und Business Jets prägen das Bild – plane nach Betriebsrichtung und Abendlicht, dann lohnt sich der Besuch.
Zusammenfassung
- Stuttgart ist ein mittelgroßer Flughafen mit einer einzigen Piste – überschaubar, gut erreichbar und für Spotter angenehm unkompliziert.
- Das Flugzeugbild prägen Schmalrumpfjets von Eurowings, Ferienfliegern und Netzwerk-Airlines; Großraumjets kommen vor allem aus Istanbul.
- Die Besucherterrasse auf Terminal 3 ist der Einstieg, für Pistenbilder mit der Sonne im Rücken weichst du auf die Südseite aus.
- Wer Betriebsrichtung und Nachtflugregeln kennt, plant einen Abend auf den Fildern ohne Leerlauf.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Stuttgart?
Der IATA-Code ist STR, der ICAO-Code EDDS. STR findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, EDDS nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgungs-Apps. Den Unterschied der beiden Systeme erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Stuttgart?
Nur eine: die Piste 07/25 mit 3.345 Metern Länge und 45 Metern Breite. Sie verläuft ungefähr in Ost-West-Richtung. Seit 1996 hat sie diese Länge, vorher endete sie bei 2.550 Metern.
Wer betreibt den Flughafen Stuttgart?
Die Flughafen Stuttgart GmbH. Gesellschafter sind das Land Baden-Württemberg mit 65 Prozent und die Stadt Stuttgart mit 35 Prozent.
Warum heißt der Flughafen „Manfred Rommel“?
Seit 2014 trägt der Flughafen den Namen des früheren Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel. Bis 2000 hieß er offiziell Flughafen Stuttgart-Echterdingen, nach dem Ort, auf dessen Gemarkung er zu großen Teilen liegt. Im Alltag sagen die meisten einfach „STR“ oder „Flughafen Stuttgart“.
Wo kann ich am Flughafen Stuttgart Flugzeuge beobachten?
Der bequemste Platz ist die kostenlose Besucherterrasse auf Terminal 3. Sie liegt im öffentlichen Bereich und blickt nach Süden auf Vorfeld und Piste. Für Bilder mit der Sonne im Rücken nutzen Spotter Standorte auf der Südseite und einen Hügel am Ostende der Bahn.
Wann dürfen in Stuttgart Flugzeuge starten und landen?
Strahlflugzeuge dürfen zwischen 6 und 23 Uhr starten und bis 23:30 Uhr landen. Verspätete Maschinen mit lärmarmen Triebwerken dürfen bis Mitternacht landen. Ausnahmen gelten etwa für Rettungs- und Organtransportflüge, für Ausweichlandungen und für Militärflüge. Einen Überblick über andere Flughäfen gibt der Beitrag zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Gibt es in Stuttgart noch Langstreckenflüge?
Eine feste Langstrecke gibt es seit Oktober 2024 nicht mehr, als Delta Air Lines die Verbindung nach Atlanta eingestellt hat. Großraumjets siehst du trotzdem gelegentlich, vor allem auf der Istanbul-Strecke von Turkish Airlines, bei Charter- und Sonderflügen oder bei Ausweichlandungen.
Wie komme ich mit Bus und Bahn zum Flughafen Stuttgart?
Die S-Bahn-Linien S2 und S3 fahren vom Hauptbahnhof zur Station Flughafen/Messe direkt unter den Terminals, seit Ende 2021 auch die Stadtbahnlinie U6. Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die A8. Fahrpläne und Tarife prüfst du am besten in der VVS-Auskunft.
Was ist das Stuttgart Army Airfield?
Ein militärischer Flugplatzteil der US Army auf der Südseite des Flughafens, den die Amerikaner seit 1945 nutzen. Er teilt sich die Piste mit dem zivilen Verkehr und dient vor allem Transportflügen. Für Spotter heißt das: Ab und zu taucht zwischen Airbus und Boeing eine Militärmaschine auf. Was beim Fotografieren militärischer Anlagen gilt, steht im Beitrag zu Regeln an Militärflugplätzen.
Sichtungen rund um Flughafen Stuttgart sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Eurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
LH / DLHLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
X3 / TUITUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
TK / THYTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
XQ / SXSSunExpress
Der türkische Ferienflieger aus Antalya gehört je zur Hälfte Lufthansa und Turkish Airlines, fliegt ausschließlich Boeing 737 und verbindet Deutschland so dicht mit der Türkei wie kaum eine andere Airline.
Typische Flugzeuge
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
Spotting-Spots rund um Flughafen Stuttgart
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
Flughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
Passende Guides aus dem Blog
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