Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Vom Kalten Krieg zum Low-Cost-Flughafen: Wo bis 1993 kanadische Starfighter und Hornets starteten, fliegen heute Ryanair, Wizz Air und Ferienflieger. FKB ist der zweitgrößte Flughafen Baden-Württembergs – kompakt, überschaubar und mit einer langen Bahn in der Oberrheinebene.

Auch bekannt als: Baden-Airpark · Karlsruhe/Baden-Baden Airport · Baden-Airport (früherer Name) · CFB Baden-Söllingen (früherer Militärflugplatz) · Baden-Airpark GmbH (Betreiber)

DeutschlandDeutschlandFlughäfenFKB / EDSBseit 199711 Min. Lesezeit

FKB

IATA-Code

EDSB

ICAO-Code

03/21

einzige Start- und Landebahn

1997

erster ziviler Flug

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA FKB, ICAO EDSB: zweitgrößter Flughafen Baden-Württembergs, 2025 erstmals mit mehr als zwei Millionen Passagieren.
  • Ehemaliger kanadischer Fliegerhorst: Von 1953 bis 1993 flogen hier Sabre, Starfighter und Hornets der kanadischen Luftstreitkräfte.
  • Eine Bahn, 03/21: rund drei Kilometer lang, Präzisionsanflug bei schlechter Sicht in Richtung 21.
  • Ryanair prägt den Verkehr: Basis seit 2012, dazu Wizz Air mit Zielen auf dem Balkan und in Rumänien.
  • Mehrheitlich in Stuttgarter Hand: Rund zwei Drittel der Betreibergesellschaft gehören der Flughafen Stuttgart GmbH.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Vom kanadischen Fliegerhorst zum Baden-Airpark
  7. 7.Der zivile Neustart
  8. 8.Die Bahn: eine Piste, zwei Richtungen
  9. 9.Ryanair, Wizz Air und Ferienflieger
  10. 10.Was du in FKB fotografierst
  11. 11.Spotten am Baden-Airpark
  12. 12.Anreise und Betriebszeiten
  13. 13.FKB im Vergleich
  14. 14.Fazit
  15. 15.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeFKB
ICAO-CodeEDSB
BetreiberBaden-Airpark GmbH – rund zwei Drittel hält die Flughafen Stuttgart GmbH, ein Drittel eine Beteiligungsgesellschaft der Region um die Stadt Karlsruhe, Baden-Baden, die Landkreise Rastatt und Karlsruhe sowie Anrainergemeinden
LageIn der Oberrheinebene bei Rheinmünster-Söllingen, nahe der französischen Grenze – rund 15 km westlich von Baden-Baden und etwa 40 km südwestlich von Karlsruhe
Start- und LandebahnEine Bahn 03/21, 45 m breit; laut Luftfahrthandbuch des Flughafens rund 3.000 m Startlaufstrecke, Instrumentenlandesystem CAT IIIb in Richtung 21
TerminalEröffnet 2005, ausgelegt auf rund zwei Millionen Passagiere pro Jahr, mit 20 Check-in-Schaltern und acht Gates
Wichtigster NutzerRyanair mit Basis seit 2012, dazu Wizz Air, Eurowings und Ferienflüge, unter anderem mit Corendon, Freebird und Enter Air
Verkehr 2025Laut Flughafen rund 2,27 Mio. Passagiere – erstmals mehr als zwei Millionen in einem Jahr
BetriebszeitenLaut Pilotendaten werktags 6 bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 9 bis 20 Uhr; Flugzeuge über 5,7 t dürfen nach vorheriger Genehmigung (PPR) auch in festgelegten Randzeiten fliegen – werktags bis 23 Uhr, sonn- und feiertags zusätzlich ab 6 Uhr
Militärische Vorgeschichte1953 bis 1993 Stützpunkt der kanadischen Luftstreitkräfte (RCAF Station bzw. CFB Baden-Söllingen)
Ziviler BetriebSeit 17. Mai 1997 – erster Charterflug mit Spanair nach Palma de Mallorca
Für Spotter relevantÜberschaubarer Verkehr mit vielen Boeing 737 und Airbus A320/A321; der frühere Besucherhügel ist laut Flughafen nicht mehr frei zugänglich, die Außenterrasse liegt im Abflugbereich
Offizielle Websitewww.baden-airpark.de

Tätigkeitsfelder

Passagierverkehr – Low-Cost- und Punkt-zu-Punkt-Verbindungen nach Süd- und Südosteuropa, in den Mittelmeerraum und nach Nordafrika, dazu Ferien-Charter
Allgemeine Luftfahrt – Private Aviation Center mit Flugschulen, Hangars und Rundflügen, abgesetzt vom Passagierterminal
Business Aviation und Luftfracht – Abfertigung von Geschäftsreiseflugzeugen und Fracht auf Anfrage
Gewerbepark Baden-Airpark – Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen auf dem früheren Militärgelände, mit Business Center, Hotel und Tagungsangeboten
Besucherangebote – Flughafenführungen sowie Flugschulen und Rundflüge am Platz

Struktur & Marken

Gehört zu:Flughafen Stuttgart

Geschichte im Zeitraffer

1951–1952Unter französischer Aufsicht entsteht ab Ende 1951 in der Rheinebene bei Söllingen ein Militärflugplatz; Bahn und Anlagen sind bis Mitte 1952 fertig.
1953Die Royal Canadian Air Force übernimmt den Platz. Ab September 1953 sind dort kanadische Jagdstaffeln mit Canadair Sabre stationiert.
1960er–1980erAuf die Sabre folgen CF-100 und ab den frühen 1960er-Jahren der CF-104 Starfighter. Mitte der 1980er-Jahre rüsten die Kanadier auf den CF-18 Hornet um, der letzte Starfighter verlässt Baden 1986.
1993Im Zuge des kanadischen Rückzugs aus Europa endet Anfang 1993 der militärische Flugbetrieb. Die Basis wird Ende 1993 geschlossen.
1997Am 17. Mai startet mit einer Spanair-Maschine nach Palma de Mallorca der erste zivile Charterflug – damals noch vom „Baden-Airport“.
2001Nach der Insolvenz der früheren Betreibergesellschaft übernimmt die Flughafen Stuttgart GmbH die Mehrheit an der neuen Baden-Airpark GmbH. Der Flughafen heißt seitdem Karlsruhe/Baden-Baden.
2003Air Berlin und Ryanair fliegen erstmals ab FKB. Im Juni landet eine Air-France-Concorde, die anschließend zerlegt ins Technik Museum Sinsheim gebracht wird.
2005Das neue Passagierterminal geht in Betrieb, ausgelegt auf rund zwei Millionen Fluggäste pro Jahr.
2007–20092007 landet die Antonov An-225. 2008 zählt der Flughafen erstmals mehr als eine Million Passagiere; 2008/09 wird die Bahn erneuert und für Landungen bei schlechter Sicht ausgerüstet.
2012Ryanair stationiert zwei Boeing 737-800 – FKB wird die vierte deutsche Basis der irischen Airline.
2016Wizz Air fliegt erstmals ab Karlsruhe/Baden-Baden.
2025Ryanair stationiert eine vierte Maschine. Mit rund 2,27 Millionen Passagieren knackt der Flughafen erstmals die Zwei-Millionen-Marke.

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine Ryanair-Boeing 737 beim Start notiert – und anhand des Kennzeichens geprüft, ob es eine 737-800 oder eine 737-8-200 war
  • Einen Wizz-Air-Airbus der A320-Familie gesehen und A320 und A321 sicher auseinandergehalten
  • Einen Ferienflieger von Corendon, Freebird oder Enter Air in der Sommersaison erwischt
  • Landungen in beiden Betriebsrichtungen fotografiert – auf der 03 und auf der 21
  • Ein Flugzeug der allgemeinen Luftfahrt oder einen Businessjet am Private Aviation Center entdeckt
  • Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten, nicht nur Airline und Typ

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Kompakter Flughafen mit nur einer Bahn – du verpasst kaum eine Bewegung
  • Lange Bahn mit gelegentlichen Trainings- und Sonderbesuchen großer Flugzeuge
  • Hohe Dichte an Boeing 737 und A320-Familie – ideal zum Üben von Typ- und Kennzeichenbestimmung
  • Spannende Geschichte als früherer kanadischer Jetstützpunkt
  • Gut mit Ausflügen kombinierbar, etwa zu den Technikmuseen in Sinsheim und Speyer

Wo es hakt

  • Wenig Typenvielfalt – Großraumflugzeuge sind die Ausnahme
  • Verkehr in Wellen, zwischen den Abflugspitzen kann es lange ruhig sein
  • Kein Bahnanschluss, die Anreise ohne Auto läuft über Busse von umliegenden Bahnhöfen
  • Kein frei zugänglicher Besucherhügel mehr, die Außenterrasse liegt im Abflugbereich
  • An Sonn- und Feiertagen beginnt der reguläre Betrieb erst um 9 Uhr, frühere Flüge nur mit Sondergenehmigung
  • Für Bilder an der Bahn vom Zaun aus brauchst du Ortskenntnis und ein Teleobjektiv

Wer in der Oberrheinebene zwischen Baden-Baden und dem Rhein unterwegs ist, ahnt kaum, welche Geschichte unter dem Asphalt des Baden-Airparks steckt. Wo heute Ryanair-Boeings zur morgendlichen Abflugwelle rollen, standen bis 1993 kanadische Kampfjets in Alarmbereitschaft. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist damit eines der eindrücklichsten Beispiele dafür, wie aus einem Militärflugplatz des Kalten Kriegs ein ziviler Regionalflughafen wurde. Für dich als Spotter ist er vor allem eines: überschaubar, entspannt und ein ziemlich gutes Trainingsgelände.

Dein FKB-Logbuch beginnt hier

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Vom kanadischen Fliegerhorst zum Baden-Airpark

Die Geschichte beginnt Anfang der 1950er-Jahre. Unter französischer Aufsicht entstand bei Söllingen ein Militärflugplatz; Ende 1951 begannen die Arbeiten, Mitte 1952 waren Bahn und Anlagen fertig. Genutzt wurde der Platz aber nicht von Frankreich, sondern von Kanada. Im September 1953 trafen die ersten Staffeln der Royal Canadian Air Force ein, der Stützpunkt hieß zunächst RCAF Station Baden-Söllingen und nach der Vereinigung der kanadischen Teilstreitkräfte ab 1968 CFB Baden-Söllingen.

Vier Jahrzehnte lang war Baden-Söllingen eine der wichtigsten kanadischen Luftwaffenbasen in Europa. Zuerst flogen hier Jäger vom Typ Canadair Sabre, die kanadische Lizenzversion der North American F-86 Sabre. Später kamen Allwetterjäger vom Typ CF-100 hinzu, ab den 1960er-Jahren der CF-104 Starfighter. Mitte der 1980er-Jahre rüsteten die Staffeln auf den CF-18 um – die kanadische Ausführung des McDonnell Douglas F/A-18 Hornet; der letzte Starfighter verließ Baden 1986.

Mit dem Ende des Kalten Kriegs zog Kanada seine Truppen aus Europa ab. Anfang 1993 verließen die letzten Hornets den Platz, Ende 1993 wurde die Basis geschlossen. Zurück blieb ein riesiges Gelände mit einer langen, tragfähigen Bahn – und die Frage, was daraus werden sollte.

1953–1993kanadischer Luftwaffenstützpunkt
1997erster ziviler Charterflug
2,27 Mio.Passagiere im Jahr 2025 (laut Flughafen)
45 mBreite der Bahn 03/21

Der zivile Neustart

Schon 1991 entwickelten das Regierungspräsidium Karlsruhe und Unternehmer aus Mittelbaden die Idee, auf dem frei werdenden Gelände einen Regionalflughafen samt Gewerbepark anzusiedeln. Am 17. Mai 1997 hob der erste zivile Charterflug ab: eine Maschine der spanischen Spanair mit Ziel Palma de Mallorca. Der Flughafen hieß damals noch „Baden-Airport“.

Die Anfangsjahre waren holprig. Die frühere Betreibergesellschaft geriet im Umfeld des FlowTex-Skandals in die Insolvenz. 2001 sprang die Flughafen Stuttgart GmbH ein und übernahm rund zwei Drittel der neu gegründeten Baden-Airpark GmbH. Das übrige Drittel liegt bei einer Beteiligungsgesellschaft, an der unter anderem die Stadt Karlsruhe, Baden-Baden, die Landkreise Rastatt und Karlsruhe sowie Anrainergemeinden beteiligt sind. Seitdem trägt der Flughafen den Namen Karlsruhe/Baden-Baden.

Danach ging es Schritt für Schritt aufwärts. Ab 2001 flog Hapag-Lloyd ab FKB, 2003 kamen Air Berlin und Ryanair dazu. 2005 eröffnete das neue Terminal, 2008 zählte der Flughafen erstmals mehr als eine Million Passagiere. Im selben Zeitraum wurde die Bahn erneuert und mit einem Instrumentenlandesystem ausgestattet, das Landungen in Richtung 21 auch bei sehr schlechter Sicht erlaubt.

Baden-Airpark ist mehr als ein Flughafen

Der Name Baden-Airpark steht für den gesamten Standort: Flughafen, Allgemeine Luftfahrt und einen großen Gewerbepark mit Business Center, Hotel und zahlreichen Firmen. Wenn du in Flugplänen „Karlsruhe/Baden-Baden“ liest und vor Ort „Baden-Airpark“ auf den Schildern siehst, meinen beide denselben Ort.

Die Bahn: eine Piste, zwei Richtungen

Das Layout ist für Spotter angenehm schlicht. Es gibt genau eine Start- und Landebahn mit der Bezeichnung 03/21. Die Zahlen verraten die Ausrichtung: Startest oder landest du auf der 03, fliegst du etwa Richtung Nordnordost (rund 30 Grad), auf der 21 Richtung Südsüdwest (rund 210 Grad). Die Bahn ist 45 Meter breit; laut den Pilotendaten des Flughafens stehen für den Start rund 3.000 Meter zur Verfügung, für Landungen etwas weniger. Das ist für einen Regionalflughafen außergewöhnlich viel – ein Erbe der militärischen Vergangenheit.

Element Bezeichnung Was für dich wichtig ist
Start- und Landebahn 03/21 einzige Bahn, je nach Wind wird in Richtung Nordnordost oder Südsüdwest geflogen
Instrumentenlandesystem ILS 21 (CAT IIIb), ILS 03 (CAT I) Landungen bei Nebel sind vor allem in Richtung 21 möglich
Terminal mit Vorfeld acht Gates Abfertigung der Linien- und Ferienflüge
Private Aviation Center separater Bereich Flugschulen, Hangars, Kleinflugzeuge und Rundflüge

Weil es nur eine Bahn gibt, starten und landen alle Flugzeuge in derselben Richtung. Bei der Betriebsrichtung 21 kommen die Landungen aus Nordnordost und die Starts gehen nach Südsüdwest, bei 03 ist es umgekehrt. Welche Richtung gilt, entscheidet vor allem der Wind. Wie du das vor dem Losfahren einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Licht und Bahnausrichtung zusammendenken

Die Bahn läuft grob von Südsüdwest nach Nordnordost. Stehst du östlich davon und schaust nach Westen, hast du am Vormittag die Sonne im Rücken; westlich der Bahn mit Blick nach Osten passt eher der Nachmittag und Abend. Mittags steht die Sonne im Süden und damit an einem Bahnende eher im Gegenlicht. Plane das vorher mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot.

Ryanair, Wizz Air und Ferienflieger

Das Verkehrsbild in Karlsruhe/Baden-Baden ist eindeutig: Hier regiert der Low-Cost-Verkehr. Den größten Anteil stellt Ryanair. Die Iren stationierten 2012 zwei Boeing 737-800 am Platz und machten FKB damit zu ihrer vierten Basis in Deutschland; im März 2025 kam eine vierte Maschine hinzu. Ryanair fliegt von hier aus nach Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, auf den Balkan, nach Nordafrika und zu einigen nordeuropäischen Zielen. Wie das Geschäftsmodell dahinter funktioniert, erklärt der Beitrag Wie Billigflieger funktionieren.

Zweite feste Größe ist Wizz Air, die seit 2016 ab FKB fliegt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Verbindungen nach Südosteuropa – etwa nach Rumänien, Serbien, Nordmazedonien, Albanien und Montenegro. Dazu kommen Eurowings mit Flügen nach Mallorca und in der Sommersaison Ferienflüge, etwa mit Corendon Airlines und Freebird Airlines nach Antalya sowie mit Enter Air im Auftrag eines Reiseveranstalters zu den Kanaren und den griechischen Inseln.

Airline Typisches Fluggerät Was du am FKB siehst (Stand Herbst 2026)
Ryanair Boeing 737 Basis mit stationierten Maschinen, mehrere Abflugwellen am Tag
Wizz Air Airbus A320-Familie Verbindungen vor allem nach Südosteuropa
Eurowings Airbus A320-Familie Mallorca-Verkehr
Corendon, Freebird Schmalrumpfjets Saisonale Türkei-Flüge
Enter Air Boeing 737 Saisonale Ferien-Charter

Wichtig: Flugpläne ändern sich mit jeder Saison. Welche Airlines und Ziele gerade aktuell sind, zeigt dir der Flugplan auf der Website des Flughafens. Wie du solche Tafeln für deine Planung auswertest, steht im Beitrag zur Ankunfts- und Abflugtafel. Den Konzern hinter der größten Airline am Platz stellt die Seite zur Ryanair Holdings vor.

Die seltenen Gäste nicht verpassen

Mit Planetrack setzt du Kennzeichen, Typen und Airlines auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, wenn sie im Anflug sind. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Was du in FKB fotografierst

Wer nach Großraumflugzeugen sucht, ist hier falsch. Im Linienalltag bestimmen zwei Familien das Bild: die Boeing 737 und die Airbus A320-Familie. Genau darin liegt aber der Reiz für Einsteiger und Kennzeichen-Sammler. In der Ryanair-Gruppe fliegen sowohl die klassische Boeing 737-800 als auch die neuere Boeing 737-8-200 mit größeren LEAP-Triebwerken und gespaltenen Winglets – welche Variante gerade in FKB steht, verrät dir das Kennzeichen. Wie du die Generationen auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Bei Wizz Air und Eurowings bist du in der A320-Welt unterwegs: A320, A321neo und ihre Verwandten. Gerade bei Wizz Air lohnt sich der genaue Blick auf Rumpflänge, Notausgänge und Triebwerke. Eine kompakte Anleitung dafür findest du unter A318, A319, A320 und A321 sicher auseinanderhalten.

Ein Highlight-Flughafen für Exoten war FKB trotzdem immer wieder. 2003 landete eine Concorde der Air France, die anschließend zerlegt und ins Technik Museum Sinsheim gebracht wurde, wo sie bis heute steht. 2007 setzte die Antonov An-225 auf der langen Bahn auf, 2010 nutzte Lufthansa den Platz für Trainingsflüge mit dem A380. Mehr zum Überschall-Jet liest du in der Geschichte der Concorde. Solche Besuche sind die Ausnahme – aber die Bahn macht sie möglich.

Abflugwellen heraussuchen

Bei einem Basis-Flughafen starten die stationierten Maschinen morgens in einer Welle. Ein Blick in den Tagesflugplan zeigt dir, wann es sich lohnt.

Wind und Betriebsrichtung prüfen

Eine Bahn, zwei Richtungen: Ob auf der 03 oder der 21 gelandet wird, entscheidet über Standort und Licht.

Betriebszeiten beachten

Werktags läuft der reguläre Betrieb ab 6 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr – frühere Flüge gibt es dann nur mit Sondergenehmigung.

Kennzeichen notieren

Bei einer Flotte aus fast identischen 737 ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber zu trennen.

Spotten am Baden-Airpark

Einen klassischen, frei zugänglichen Spotterplatz gibt es am FKB derzeit nicht. Der frühere Besucherhügel ist laut Flughafen nicht mehr frei zugänglich, weil der Zugang gesperrt wurde. Die Außenterrasse mit Spielplatz liegt im Abflugbereich und ist damit Fluggästen vorbehalten – wer selbst abfliegt, kann von dort aber durchaus Boarding und Rollbewegungen beobachten. Für Starts und Landungen auf der Bahn brauchst du in jedem Fall ein Teleobjektiv. Ob es Neuigkeiten zu Besucherbereichen gibt, erfährst du direkt beim Flughafen.

Wer näher an die Bahn will, sucht sich Standorte entlang des Flughafengeländes. Wo genau das legal und sinnvoll ist, hängt von Betriebsrichtung, Licht und den örtlichen Gegebenheiten ab; einen eigenen Spot-Guide für FKB gibt es bei uns bislang nicht. Erkundige dich vor Ort und in der lokalen Spotter-Community, und halte dich strikt an Absperrungen, Zufahrtsverbote und landwirtschaftliche Flächen. Was grundsätzlich erlaubt ist, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.

Gewerbepark ist kein Spotterplatz

Der Baden-Airpark ist zugleich ein Gewerbegebiet mit Firmengeländen und Zufahrten. Betriebsflächen, Parkplätze von Unternehmen und gesperrte Wege sind tabu – auch wenn der Blick auf die Bahn verlockend ist. Drohnen haben im Umfeld eines Flughafens ohne Genehmigung ohnehin nichts verloren.

Allgemeine Tipps für kleinere Plätze wie diesen findest du im Beitrag Spotting an kleinen Regionalflughäfen, eine Übersicht über lohnende Ziele im ganzen Land unter Regionalflughäfen in Deutschland für Spotter.

Anreise und Betriebszeiten

Einen Bahnanschluss hat der Flughafen nicht. Laut Betreiber erreichst du ihn mit Bussen von den Bahnhöfen Baden-Baden, Bühl und Rastatt; die Haltestelle „Airpark Terminal (FKB)“ liegt direkt vor dem Gebäude, dort steht auch ein Fahrkartenautomat des Karlsruher Verkehrsverbunds. Linien und Takte findest du in der Fahrplanauskunft des KVV. Mit dem Auto bist du über die A5 schnell da; Parkplätze gibt es direkt am Terminal, sie sind aber auf Fluggäste ausgerichtet und kosten Geld.

Die Betriebszeiten sind klar geregelt. Regulär wird werktags zwischen 6 und 22 Uhr geflogen, an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr. Flugzeuge über 5,7 Tonnen dürfen laut Pilotendaten nach vorheriger Genehmigung in festgelegten Randzeiten bis 23 Uhr starten und landen, an Sonn- und Feiertagen auch ab 6 Uhr. Für dich bedeutet das: Die Nacht ist ruhig, und am Wochenende lohnt sich ein Blick in den Tagesflugplan, bevor du früh aufbrichst.

FKB passt zu dir, wenn …

  • du Boeing 737 und A320-Familie üben und Kennzeichen sammeln willst
  • du einen ruhigen, überschaubaren Flughafen ohne Gedränge suchst
  • dich Konversionsflughäfen und Militärgeschichte interessieren

Bedingt geeignet, wenn …

  • du ohne Auto anreist und auf Busverbindungen angewiesen bist
  • du nur am Sonntagvormittag Zeit hast

Eher woanders, wenn …

  • du Großraumflugzeuge und Langstrecke suchst
  • du große Typenvielfalt auf engem Raum erwartest

FKB im Vergleich

Innerhalb Baden-Württembergs ist Karlsruhe/Baden-Baden die klare Nummer zwei hinter dem Flughafen Stuttgart – und gehört zu großen Teilen genau diesem Flughafen. Stuttgart bietet mehr Airlines, mehr Typen und mit der Besucherterrasse einen etablierten Spotterplatz; alle Standorte dort beschreibt der Guide Planespotting in Stuttgart. FKB ist kleiner, aber auch entspannter.

Interessant ist der Vergleich mit anderen deutschen Flughäfen, die einen ähnlichen Weg gegangen sind. Der Flughafen Frankfurt-Hahn war ebenfalls ein NATO-Fliegerhorst und wurde später zur Ryanair-Hochburg (Spot-Tipps im Hahn-Guide), der Flughafen Memmingen ging aus einem Bundeswehr-Flugplatz hervor und setzt ebenfalls stark auf Low-Cost-Verkehr. Grenzüberschreitend lohnt der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg am südlichen Oberrhein als Ergänzung.

Für einen Luftfahrt-Ausflug liegt die Region ideal. Das Technik Museum Sinsheim zeigt die Concorde, die einst in FKB landete, das Technik Museum Speyer unter anderem einen hoch aufgeständerten Jumbo-Jet. Beide erreichst du von der Rheinebene aus in rund einer Stunde Fahrt.

Jede 737 zählt

Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit bestem Licht, Sonnenstand-Planer sowie Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – das alles bündelt Planetrack in einer App. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist ein Ort mit zwei Leben. Vierzig Jahre lang war er ein Frontflugplatz der kanadischen Luftstreitkräfte, seit 1997 ist er ein ziviler Regionalflughafen, der sich mit Ryanair, Wizz Air und Ferienfliegern auf über zwei Millionen Passagiere im Jahr hochgearbeitet hat. Die lange Bahn erinnert bis heute an die militärische Vergangenheit.

Spotter finden hier keinen Typenzoo, sondern einen entspannten Flughafen, an dem du Boeing 737 und A320-Familie in Ruhe studieren kannst. Wer Betriebsrichtung, Licht und Abflugwellen vorher klärt, holt aus einem halben Tag am Baden-Airpark mehr heraus, als die Zahl der Airlines vermuten lässt.

Kurzfazit

FKB ist der zweitgrößte Flughafen Baden-Württembergs und ein früherer kanadischer Jetstützpunkt. Für Spotter ein ruhiger Übungsplatz für 737 und A320-Familie – plane nach Betriebsrichtung und Abflugwellen, dann passt der Rest.

Zusammenfassung

  • Karlsruhe/Baden-Baden ist ein klassischer Konversionsflughafen: Aus einem NATO-Fliegerhorst des Kalten Kriegs wurde ein ziviler Regionalflughafen mit angeschlossenem Gewerbepark.
  • Der Verkehr wird von Low-Cost-Airlines dominiert, allen voran Ryanair mit ihrer Boeing-737-Flotte und Wizz Air mit Airbus-Jets.
  • Für Spotter ist FKB kein Typen-Paradies, aber ein entspannter, überschaubarer Flughafen zum Sammeln von Kennzeichen und zum Üben.
  • Die Bahnausrichtung 03/21 und die Betriebsrichtung bestimmen, wo du an welchem Tag das bessere Licht hast.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden?

Der IATA-Code ist FKB, der ICAO-Code EDSB. FKB steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, EDSB nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgungsportale.

Warum heißt der Flughafen auch Baden-Airpark?

Baden-Airpark ist der Name des gesamten Standorts und der Betreibergesellschaft. Dazu gehören neben dem Flughafen auch ein großer Gewerbepark mit Firmen, Business Center und Hotel auf dem früheren Militärgelände. Der Flughafen selbst trägt seit 2001 den Namen Karlsruhe/Baden-Baden.

War der Flughafen früher ein Militärflugplatz?

Ja. Von 1953 bis 1993 war Baden-Söllingen ein Stützpunkt der kanadischen Luftstreitkräfte in Europa. Dort flogen unter anderem der Canadair Sabre, der CF-104 Starfighter und zuletzt der CF-18, die kanadische Version des F/A-18 Hornet. Nach dem Abzug der Kanadier begann 1997 der zivile Flugbetrieb.

Welche Airlines fliegen ab FKB?

Den größten Teil des Verkehrs stellt Ryanair, die hier seit 2012 eine Basis betreibt. Dazu kommen Wizz Air, Eurowings und – vor allem im Sommer – Ferienflüge, etwa mit Corendon, Freebird oder Enter Air. Das Angebot ändert sich mit jedem Flugplan; den aktuellen Stand zeigt der Flugplan auf der Website des Flughafens.

Gibt es am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden eine Besucherterrasse?

Eine frei zugängliche Besucherterrasse nennt der Flughafen auf seiner Website derzeit nicht. Die Außenterrasse mit Spielplatz liegt im Abflugbereich und ist damit für Fluggäste gedacht, der frühere Besucherhügel ist laut Flughafen nicht mehr frei zugänglich. Den aktuellen Stand erfährst du am besten direkt bei der Zentrale des Flughafens.

Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen?

Einen eigenen Bahnhof hat FKB nicht. Laut Flughafen erreichst du ihn mit Bussen von den Bahnhöfen Baden-Baden, Bühl und Rastatt; die Haltestelle liegt direkt vor dem Terminal, ein Fahrkartenautomat des Verkehrsverbunds steht dort. Fahrpläne findest du in der Auskunft des KVV.

Wann wird in Karlsruhe/Baden-Baden geflogen?

Laut Pilotendaten des Flughafens werktags von 6 bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr. Flugzeuge über 5,7 Tonnen dürfen mit vorheriger Genehmigung auch in festgelegten Randzeiten fliegen – werktags bis 23 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zusätzlich ab 6 Uhr. Für Spotter heißt das: Nachts ist hier Ruhe, und am Sonntagmorgen lohnt vorab ein Blick in den Tagesflugplan.

Landen in FKB auch große Flugzeuge?

Die Bahn ist lang genug für große Jets, und historisch landeten hier schon eine Concorde, die Antonov An-225 und Trainingsflüge mit Großraumflugzeugen. Im Linienalltag dominieren aber Schmalrumpfjets wie die Boeing 737 und die A320-Familie. Großraumflugzeuge sind Ausnahmen, die du am besten über eine Flugverfolgung im Blick behältst.

Sichtungen rund um Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sammeln

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Boeing 737-800

Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.

Flugzeugtyp

Boeing 737-8-200 (MAX 200)

Von außen eine MAX 8, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: einem zusätzlichen Paar Notausgangstüren hinter dem Flügel. So erkennst du die 737-8-200, die Boeing für Ryanair entwickelt hat.

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A321neo

Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Lockheed F-104 Starfighter

Nadelspitze, Stummelflügel, T-Leitwerk: Der Starfighter war der erste Mach-2-Jäger der Bundeswehr und zugleich ihr größtes Trauma. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst, was hinter der Starfighter-Krise steckt und wo du ihn heute noch siehst.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas F/A-18 Hornet

Runde Lufteinläufe, schlanke Flügelwurzeln, zwei schräge Seitenleitwerke: Die Legacy Hornet prägt seit Jahrzehnten den Himmel über der Schweiz, Finnland und Spanien. So erkennst du sie und trennst sie von der Super Hornet.

Flugzeugtyp

Aérospatiale/BAC Concorde

Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.

Spotting-Spots rund um Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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