Das Wichtigste in Kürze
- IATA MEX, ICAO MMMX: größter Flughafen Mexikos, 2025 mit rund 44,6 Millionen Passagieren.
- 2.230 Meter hoch: Die dünne Luft verlängert Startläufe und beeinflusst, wie schwer Langstreckenjets abheben können.
- Zwei Bahnen, nur rund 300 Meter auseinander: 05L/23R und 05R/23L, beide knapp vier Kilometer lang.
- Drehkreuz von Aeroméxico und der SkyTeam-Partner am Terminal 2, dazu große Basen von Volaris und Viva Aerobus.
- Spotten mitten in der Stadt: Fußgängerbrücken, Metrostationen und Spotter-Cafés – aber nie allein und mit Blick auf die Sicherheit.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Ein Flughafen, den die Stadt eingeholt hat
- 7.Hot and high: Was die Höhenlage bedeutet
- 8.Zwei Bahnen, dicht an dicht
- 9.Betriebsrichtung: meistens 05
- 10.Aeroméxico und die Low-Cost-Riesen
- 11.Wer sonst in Mexiko-Stadt landet
- 12.Fracht und der neue Flughafen im Norden
- 13.Spotten mitten in der Stadt
- 14.Licht, Dunst und Regenzeit
- 15.Anreise und Umsteigen
- 16.Mexiko-Stadt im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | MEX |
|---|---|
| ICAO-Code | MMMX |
| Offizieller Name | Aeropuerto Internacional Benito Juárez de la Ciudad de México (AICM) – benannt per Präsidialdekret im November 2006 |
| Betreiber | Grupo Aeroportuario de la Ciudad de México; der Flughafen untersteht inzwischen der mexikanischen Marine (Secretaría de Marina) |
| Lage | Im Stadtbezirk Venustiano Carranza, rund 5 km östlich des historischen Zentrums – vollständig von Bebauung umschlossen |
| Höhe | Rund 2.230 m über dem Meer – einer der höchstgelegenen Großflughäfen der Welt |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Bahnen 05L/23R und 05R/23L, jeweils knapp 4 km lang und nur rund 300 m voneinander entfernt |
| Passagierterminals | Terminal 1 (seit 1952, mehrfach erweitert) und Terminal 2 (seit November 2007), verbunden durch die Kabinenbahn Aerotrén |
| Wichtigster Nutzer | Aeroméxico mit SkyTeam-Partnern am Terminal 2; Volaris und Viva Aerobus mit großen Basen |
| Verkehr 2025 | Rund 44,6 Mio. Passagiere und gut 313.000 Flugbewegungen |
| Kapazitätsgrenze | Seit 2014 offiziell als saturiert eingestuft, 2022 erneut bestätigt – höchstens 61 Bewegungen pro Stunde |
| Für Spotter relevant | Öffentliche Fußgängerbrücken und Straßen unter dem Anflug, Metro-Anschluss, private Spotter-Cafés an der Nordseite |
| Offizielle Website | www.aicm.com.mx |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Mexiko-Stadt aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Mexiko-Stadt
- Die Betriebsrichtung geprüft – meist wird Richtung Nordosten (05) gelandet und gestartet, Richtung 23 vor allem an Frühjahrsnachmittagen
- Einen Aeroméxico-Boeing 787 im Anflug auf 05R über den Dächern erwischt
- Eine Embraer E190 von Aeroméxico Connect fotografiert
- Einen Airbus A321neo von Volaris oder Viva Aerobus von einem Airbus A320neo unterschieden
- Eine europäische Langstrecke notiert – etwa Iberia, Lufthansa, Air France oder KLM
- Einen Militär- oder Regierungsflug der Luftwaffenbasis neben Terminal 2 gesehen
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – mexikanische Flugzeuge tragen das Präfix XA-
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Anflüge direkt über der Stadt mit Straßen, Dächern und Bergen im Hintergrund – ein Motiv, das es kaum anderswo gibt
- Sehr dichter Verkehr: im Schnitt rund 850 Bewegungen pro Tag
- Mehrere Standorte per Metro erreichbar, etwa über die Stationen Terminal Aérea und Hangares
- Große Vielfalt an Airlines aus Lateinamerika, Nordamerika, Europa und Asien
- Aktive lokale Spotter-Szene mit eigenen Treffpunkten
Wo es hakt
- Sicherheitslage rund um das Gelände: allein und mit offen getragener Kamera unterwegs zu sein ist keine gute Idee
- Hitzeflimmern über dem Asphalt und häufig dunstige Luft
- Regenzeit von etwa Mai bis Oktober mit Gewittern und Hagel
- Viele Standorte liegen am Rand stark befahrener Straßen ohne Schatten und Toiletten
- Reine Frachter sind seit 2023 weitgehend an den Flughafen Felipe Ángeles abgewandert
Es gibt Flughäfen, die man auf einer Spottertour einfach abhakt, und es gibt Mexiko-Stadt. Der Aeropuerto Internacional Benito Juárez liegt nicht am Stadtrand, sondern mitten in einer der größten Metropolen der Welt – und dazu auf rund 2.230 Metern Höhe. Flugzeuge schweben über Häuserblocks, Hochstraßen und Fußgängerbrücken ein, im Hintergrund stehen bei klarer Sicht die Berge rund um das Hochtal. Wer Großstadt-Anflüge mag, findet hier eines der eindrucksvollsten Motive des amerikanischen Kontinents.
Dein MEX-Logbuch
Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Ein Flughafen, den die Stadt eingeholt hat
Geflogen wird auf dem Gelände östlich des Zentrums schon seit 1910, als die Ebene von Balbuena noch freies Feld war. 1915 entstand dort ein Militärflugplatz, Ende der 1920er-Jahre ein kleiner Zivilflughafen, und am 15. Mai 1931 wurde der Flughafen offiziell eingeweiht. 1943 bekam er den Status eines internationalen Flughafens – den ersten Auslandsdienst flog die damalige Mexicana nach Los Angeles.
Seitdem ist die Stadt um den Flughafen herumgewachsen, bis sie ihn vollständig umschlossen hat. Das hat Folgen bis heute: Erweitern lässt sich das Gelände kaum, zwei ältere, kürzere Bahnen wurden schon in den 1970er-Jahren geschlossen, und 1994 musste die allgemeine Luftfahrt nach Toluca umziehen, um Platz für den Linienverkehr zu schaffen. Privatjets siehst du am AICM deshalb vergleichsweise selten.
Seinen heutigen offiziellen Namen trägt der Flughafen seit einem Präsidialdekret vom November 2006: Er ehrt Benito Juárez, den Präsidenten des 19. Jahrhunderts. Im Alltag sagen die meisten trotzdem einfach „el AICM“ – oder, international, MEX.
Hot and high: Was die Höhenlage bedeutet
Die Höhe ist das, was den AICM technisch von fast allen anderen Großflughäfen unterscheidet. Auf rund 2.230 Metern ist die Luft nach der Standardatmosphäre etwa ein Fünftel weniger dicht als auf Meereshöhe – an warmen Nachmittagen noch einmal deutlich weniger. Flughäfen mit dieser Kombination aus Höhe und Wärme nennt man in der Luftfahrt „hot and high“.
Für die Flugzeuge hat das handfeste Folgen:
- Längere Startläufe: Tragflächen erzeugen in dünner Luft weniger Auftrieb, Triebwerke liefern weniger Schub. Ein Jet braucht deshalb mehr Bahn, bis er abhebt. Die beiden fast vier Kilometer langen Pisten sind kein Luxus, sondern Notwendigkeit.
- Begrenzte Zuladung: Bei schwer beladenen Langstreckenflügen kann die Höhe das maximale Startgewicht einschränken – vor allem an heißen Tagen. Airlines planen Treibstoff, Fracht und Strecke entsprechend.
- Schnellere Anflüge über Grund: Bei gleicher angezeigter Geschwindigkeit sind Flugzeuge in dünner Luft über Grund schneller unterwegs. Für dich heißt das: Die Maschinen ziehen etwas zügiger durchs Bild als in Frankfurt oder Madrid.
Spannend ist das vor allem bei den Starts. Wenn ein voll beladener Großraumjet auf der Bahn Richtung Nordosten beschleunigt, merkst du, wie lange es dauert, bis sich das Bugrad hebt. Warum Flugzeuge in der Höhe überhaupt so effizient fliegen, erklärt der Beitrag Warum Flugzeuge in rund 10.000 Metern fliegen – am Boden in Mexiko-Stadt erlebst du die Kehrseite derselben Physik.
Auch du spürst die Höhe
Nicht nur Flugzeuge, auch Menschen merken 2.230 Meter. Wer direkt aus Europa anreist, ist an den ersten Tagen schneller außer Atem. Viel Wasser, Sonnenschutz und Pausen machen lange Spottertage deutlich angenehmer – Tipps dazu stehen im Beitrag Planespotting im Sommer.
Zwei Bahnen, dicht an dicht
Das Layout ist schnell erklärt: zwei parallele Bahnen in Südwest-Nordost-Richtung, 05L/23R und 05R/23L, jeweils knapp vier Kilometer lang. Die genauen Längenangaben unterscheiden sich je nach Quelle um einige Dutzend Meter. Ungewöhnlich ist der Abstand: Mit nur rund 300 Metern liegen die Bahnen so eng beieinander, dass sie nicht unabhängig voneinander betrieben werden können. Genau das ist einer der Gründe, warum der AICM seit 2014 offiziell als saturiert gilt und die Zahl der Bewegungen pro Stunde gedeckelt ist.
| Bahn | Typische Nutzung laut Spotter-Leitfaden | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| 05R | Hauptlandebahn, fast alle Großraumjets landen hier | Anflüge über die Viertel südwestlich des Flughafens, etwa rund um die Metrostation Hangares |
| 05L | Hauptstartbahn für den Verkehr von Terminal 1, bei guter Sicht auch Landungen | Startende Schmalrumpfjets, rollender Verkehr vor Terminal 1 |
| 23L | Hauptlandebahn bei Wind aus Süden bzw. Südwesten | Anflüge von Nordosten über die Gegend rund um Vía Tapo |
| 23R | Hauptstartbahn in der 23-Konfiguration | Starts Richtung Südwesten über die Stadt |
Die Bahnzuteilung ist keine feste Regel – sie hängt von Wind, Verkehrslage und Flugsicherung ab und kann sich laut erfahrenen Spottern auch kurzfristig ändern. Prüf deshalb vor und während deines Besuchs in einer Flugverfolgung, was gerade läuft. Wie das geht, erklärt der Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Betriebsrichtung: meistens 05
Laut dem Spotter-Leitfaden von Spotterguide.net wird in Mexiko-Stadt in rund 70 bis 80 Prozent der Zeit Richtung 05 geflogen, also nach Nordosten. Die Landungen kommen dann aus Südwesten über die Stadt herein. Richtung 23 wird vor allem an Nachmittagen im Frühjahr (etwa Februar bis Ende April), im Dezember und bei kräftigen Sommergewittern genutzt.
Für deine Planung ist das praktisch: Meist kannst du dich auf Landungen aus Südwesten einstellen. Wer dagegen die vergleichsweise seltenen 23er-Anflüge sucht, hat im Frühjahr die besten Chancen. Der Leitfaden nennt März und April ohnehin als besonders lohnende Monate. Die Grundlagen zu Wind und Pistenrichtung findest du im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Wind und Pisten im Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – und benachrichtigt dich, wenn ein Typ oder eine Airline von deiner Wunschliste im Anflug ist. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Aeroméxico und die Low-Cost-Riesen
Terminal 2 ist das Reich von Aeroméxico. Die mexikanische Flag-Carrier-Airline betreibt hier ihr wichtigstes Drehkreuz, zusammen mit ihrer Regionaltochter Aeroméxico Connect und Partnern aus der SkyTeam-Allianz wie Delta Air Lines. Auf der Langstrecke setzt Aeroméxico auf den Dreamliner, also die Boeing 787-8 und 787-9, auf der Kurz- und Mittelstrecke vor allem auf die Boeing 737 MAX 8. Connect fliegt Regionaljets der Embraer-E190-Familie.
Im Terminal 1 dominieren zwei andere Namen: Volaris und Viva Aerobus. Beide Low-Cost-Airlines fliegen Airbus-Schmalrumpfjets, zunehmend den A320neo und den längeren A321neo. Weil beide in großen Stückzahlen unterwegs sind, lohnt es sich, die Unterschiede zu kennen – der Beitrag A320neo oder ceo? hilft beim Sortieren.
Ein Stück Geschichte gehört ebenfalls dazu: Die alte Mexicana, einst eine der traditionsreichsten Airlines Lateinamerikas, stellte 2010 den Flugbetrieb ein. Auch Interjet, die 2020 zusammenbrach, war jahrelang ein fester Bestandteil des Bildes am AICM. Beide gehören heute zur Geschichte des Flughafens.
Wer sonst in Mexiko-Stadt landet
Die internationale Mischung ist der zweite große Reiz. Aus den USA kommen die großen Netzwerkairlines wie American Airlines, United und Delta. Aus Lateinamerika fliegen unter anderem Avianca und Copa Airlines ein, dazu LATAM.
Europa ist ebenfalls gut vertreten. Laut Verkehrsstatistik war Madrid 2025 das passagierstärkste internationale Ziel ab Mexiko-Stadt – entsprechend präsent ist Iberia. Dazu kommen Lufthansa aus Frankfurt und München, Air France, KLM, British Airways und Turkish Airlines. Emirates fliegt mit Zwischenstopp in Barcelona, und aus Asien sind Airlines aus Japan und China vertreten. Welche Strecken mit welchem Gerät bedient werden, ändert sich mit jedem Flugplan.
| Terminal | Hauptnutzer | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal 2 | Aeroméxico, Aeroméxico Connect, Delta, Copa Airlines | Boeing 787, 737 MAX, Embraer-Regionaljets |
| Terminal 1 | Volaris, Viva Aerobus und viele ausländische Airlines, etwa Air France und KLM | A320neo-Familie, Großraumjets aus Europa, Asien und Nordamerika |
| Luftwaffenbasis Nr. 19 | Regierungs- und Militärtransport | Gelegentliche Staats- und Militärflüge neben Terminal 2 |
Fracht und der neue Flughafen im Norden
Lange war der AICM auch das Frachtzentrum des Landes, mit Gesellschaften wie AeroUnion und MasAir. Das hat sich geändert. Nachdem das Großprojekt eines neuen Hauptstadtflughafens in Texcoco 2018 gestoppt wurde, baute die Regierung den Militärflugplatz Santa Lucía im Norden zum Aeropuerto Internacional Felipe Ángeles (AIFA) aus. Er ging 2022 in Betrieb, und im Juli 2023 verlegte ein Dekret die reinen Frachtflüge dorthin.
Ganz verschwunden ist die Fracht damit nicht: Im Bauch der Passagierjets fliegt weiterhin viel mit, 2025 zählte der AICM noch gut 250.000 Tonnen. Wer gezielt Frachter fotografieren will, muss aber inzwischen eher nach Santa Lucía schauen. Für Spotter in der Innenstadt bedeutet die Verlagerung vor allem: weniger Nachtfrachter, dafür ein klareres Passagierprogramm.
Spotten mitten in der Stadt
Eine offizielle Besucherterrasse wie in Europa gibt es am AICM nicht. Die lokale Szene hat sich ihre Plätze trotzdem gesucht, und der ausführliche Leitfaden auf Spotterguide.net beschreibt eine ganze Reihe davon. Viele Details dort stammen aus der Zeit vor 2023 – Zäune, Öffnungszeiten und Preise können sich geändert haben. Nimm die folgenden Orte deshalb als Orientierung, nicht als Garantie.
Die Fußgängerbrücke am McDonald’s („McPuente“): Am Boulevard Puerto Aéreo, nahe der Metro-Linie 5. Der Leitfaden nennt die Brücke den bekanntesten und vergleichsweise sichersten Standort, von dem aus du nahezu alle Bewegungen siehst. Toiletten gibt es im Schnellrestaurant; über dem Vorfeld flimmert tagsüber allerdings oft die Luft.
Hangares – Anflüge am Morgen: Die Metrostation Hangares der Linie 5 liegt praktisch unter dem Anflug auf 05R, die wichtigste Landebahn. Bei Betrieb auf 05 kommen hier die Landungen vorbei, und laut Leitfaden passt das Licht im Sommer von Sonnenaufgang bis in den späten Vormittag, im Winter länger. Rechne nicht mit Schatten oder Infrastruktur.
Alameda Oriente: Ein Park nahe dem Flughafen mit Blick auf Starts von 05R, vor allem morgens gut. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist er laut Leitfaden nicht erreichbar, Essen und Toiletten gibt es dort nicht.
Die Nordseite rund um La Cuchilla del Tesoro: Hier liegen private Standorte in einem Wohnviertel, die bei Betrieb auf 23 als sehr gut gelten. Der Leitfaden beschreibt außerdem Spotter-Cafés rund um den Flughafen, die Besucher nach Absprache empfangen. Da es sich um Privatgelände handelt, kläre Zugang und Öffnungszeiten vorher direkt mit den Betreibern oder über die lokale Community.
Betriebsrichtung prüfen
05 ist der Normalfall, 23 kommt vor allem an Frühjahrsnachmittagen. Danach richtet sich, welcher Standort sinnvoll ist.
Licht und Tageszeit abstimmen
Morgens für Anflüge auf 05R nach Hangares, an Sommernachmittagen an die Brücken oder bei Betrieb auf 23 auf die Nordseite. Mit dem Sonnenstand-Planer rechnest du das vorher durch.
Kontakt zur lokalen Szene suchen
Mexikanische Spotter sind laut vielen Berichten hilfsbereit. Wer vorab Kontakt aufnimmt, bekommt aktuelle Infos zu Zäunen und Zugängen.
Anreise per Metro planen
Die Linie 5 mit den Stationen Terminal Aérea und Hangares bringt dich zu mehreren Standorten, ohne dass du ein Auto abstellen musst.
Kennzeichen mitschreiben
Bei Dutzenden A320neo von Volaris und Viva ist das XA-Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später sauber zuzuordnen.
Sicherheit geht vor
Erfahrene Spotter raten am AICM klar dazu, nie allein unterwegs zu sein, die Kamera zwischen den Aufnahmen in den Rucksack zu packen und Orte zu verlassen, sobald sich etwas falsch anfühlt. In Parkhäusern und Terminals sind Fotografen nicht gern gesehen, und an Zäunen und Absperrungen gelten die Hinweise der Behörden ohne Ausnahme. Mehr dazu findest du in den Beiträgen Fotoausrüstung schützen und Ist Planespotting erlaubt?.
Licht, Dunst und Regenzeit
Mexiko-Stadt ist kein Ort für sorglose Fotobedingungen. Laut Spotter-Leitfaden stehst du im Winter an vielen Standorten morgens wie nachmittags im Gegenlicht; im Sommer sind die späten Nachmittage oft am besten. Dazu kommt Hitzeflimmern: Selbst in der Höhe heizt sich der Asphalt mittags stark auf, und über längere Distanzen verschwimmen die Konturen. Wie du damit umgehst, erklärt der Beitrag Hitzeflimmern vermeiden.
Das Wetter folgt einem klaren Jahresrhythmus. Von etwa Mai bis Oktober ist Regenzeit, oft mit kräftigen Nachmittagsgewittern und Hagel. Die trockenen Monate bringen dagegen häufig Dunst und Smog über dem Hochtal. Viele Einheimische empfehlen deshalb März und April: trocken, vergleichsweise klar und mit den besten Chancen auf Betrieb in Richtung 23. Einen Überblick über nützliche Tools für die Wettervorhersage findest du im Beitrag Wetter-Apps für Spotter.
Mexiko-Stadt passt zu dir, wenn …
- du Anflüge über Großstadt-Kulisse suchst
- du Aeroméxico, Volaris und Viva in großer Zahl sehen willst
- du mit lokalen Spottern Kontakt aufnimmst und dich gern organisierst
Bedingt geeignet, wenn …
- du allein reist und keine Begleitung vor Ort hast
- du nur in der Regenzeit Zeit hast
Eher woanders, wenn …
- du gezielt reine Frachter fotografieren willst
- du eine offizielle Besucherterrasse mit Infrastruktur erwartest
Anreise und Umsteigen
Terminal 1 ist über einen Fußweg an die Station Terminal Aérea der Metro-Linie 5 angebunden, die Metrobús-Linie 4 fährt beide Terminals an. Zwischen den Terminals pendelt der Aerotrén, eine Kabinenbahn, die die rund drei Kilometer in wenigen Minuten überbrückt. Prüf vor Ort, welche Verbindung zwischen den Terminals für dich nutzbar ist.
Viele Europäer kommen ohnehin auf dem Weg weiter nach Mittel- oder Südamerika durch Mexiko-Stadt. Ein längerer Aufenthalt lässt sich gut für einen Spotting-Abstecher nutzen, wenn du die Einreise und die Wege einplanst. Wie du solche Zwischenstopps sinnvoll nutzt, steht im Beitrag Spotting beim Umsteigen.
Spots teilen, Spots finden
Auf der Spot-Karte von Planetrack siehst du Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und postest deine eigenen Sichtungen mit Flughafen und Spot. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Mexiko-Stadt im Vergleich
Mit rund 44,6 Millionen Passagieren war der AICM 2025 der größte Flughafen Mexikos und der drittgrößte Lateinamerikas. Die Zahl lag damit unter dem Rekord von gut 50 Millionen im Jahr 2019 – auch eine Folge der Kapazitätsgrenze und der Verlagerung von Verkehr an andere Flughäfen.
Im Vergleich zu US-Drehkreuzen wie dem Flughafen Dallas/Fort Worth oder dem Flughafen Los Angeles ist der AICM eng, dicht bebaut und ohne Platz für weitere Bahnen. Das Spotting-Erlebnis erinnert eher an Stadtflughäfen, bei denen die Anflüge über Straßen führen. Wer nach Mexiko-Stadt fliegt, startet in Europa häufig in Madrid – der Flughafen Madrid-Barajas ist das wichtigste Tor zwischen Spanien und Lateinamerika. Und die Miami International ergänzt das Bild als großes Drehkreuz für den Lateinamerika-Verkehr der USA.
Fazit
Der Flughafen Mexiko-Stadt ist anstrengend, laut und eng – und genau deshalb faszinierend. Die Höhenlage von 2.230 Metern, zwei dicht nebeneinanderliegende Bahnen und Anflüge über einem Häusermeer machen ihn zu einem Ort, den du so nirgendwo sonst bekommst. Aeroméxico, die Low-Cost-Airlines und eine bunte internationale Mischung sorgen für Verkehr im Minutentakt.
Den Unterschied machen gute Vorbereitung und Vorsicht: Betriebsrichtung prüfen, Licht und Regenzeit einplanen, mit der lokalen Szene sprechen und nie allein losziehen. Dann wird ein Tag am AICM zu einem der Höhepunkte deiner Spotterkarriere.
Kurzfazit
MEX ist ein Hot-and-high-Stadtflughafen mit Anflügen über Häuserblocks, Aeroméxico-Drehkreuz und starker Low-Cost-Präsenz. Plane nach Betriebsrichtung, Licht und Sicherheit – und such dir Begleitung aus der lokalen Szene.
Zusammenfassung
- Der AICM ist ein Stadtflughafen im wörtlichen Sinn: Wohnviertel reichen bis an den Zaun, die Anflüge führen über Straßen und Dächer.
- Die Höhenlage von rund 2.230 Metern macht ihn zu einem typischen Hot-and-high-Flughafen mit langen Startläufen.
- Aeroméxico, Volaris und Viva Aerobus prägen das Bild, dazu kommen Airlines aus den USA, Europa, Lateinamerika und Asien.
- Wer hier spottet, plant Betriebsrichtung, Licht, Regenzeit und Sicherheit gemeinsam – und sucht am besten Kontakt zur lokalen Szene.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Mexiko-Stadt?
Der IATA-Code ist MEX, der ICAO-Code MMMX. In Mexiko selbst ist der Flughafen vor allem unter dem Kürzel AICM bekannt, kurz für Aeropuerto Internacional de la Ciudad de México.
Wie hoch liegt der Flughafen Mexiko-Stadt?
Rund 2.230 Meter über dem Meeresspiegel. Damit gehört er zu den höchstgelegenen Großflughäfen der Welt. Die Luft ist dort spürbar dünner als an der Küste, was sich auf Startlänge, Anfluggeschwindigkeit über Grund und die mögliche Zuladung auswirkt.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der AICM?
Zwei parallele Bahnen: 05L/23R und 05R/23L. Beide sind knapp vier Kilometer lang, liegen aber nur rund 300 Meter auseinander. Unabhängig voneinander betreiben lassen sie sich deshalb nicht – das ist ein Grund, warum der Flughafen an seiner Kapazitätsgrenze arbeitet.
Welche Betriebsrichtung ist in Mexiko-Stadt üblich?
Laut dem Spotter-Leitfaden von Spotterguide.net wird in den meisten Fällen Richtung 05 (Nordosten) gestartet und gelandet. Richtung 23 kommt vor allem an Nachmittagen im Frühjahr, im Dezember und bei starken Sommergewittern vor. Wechsel sind auch kurzfristig möglich, prüf die Lage also live in einer Flugverfolgung.
Ist Planespotting am Flughafen Mexiko-Stadt sicher?
Es gibt etablierte Standorte, die von vielen lokalen Spottern genutzt werden. Erfahrene Spotter raten aber klar dazu, nie allein unterwegs zu sein, teure Ausrüstung nicht offen zu zeigen und Orte bei Unbehagen sofort zu verlassen. In Parkhäusern und Terminalgebäuden werden Fotografen von den Behörden nicht gern gesehen.
Fliegt Lufthansa nach Mexiko-Stadt?
Ja. Lufthansa verbindet Mexiko-Stadt mit Frankfurt und München. Dazu kommen weitere europäische Airlines wie Iberia, Air France, KLM und British Airways. Strecken und Fluggerät ändern sich mit dem Flugplan – schau vor dem Besuch in die aktuellen Ankunftstafeln.
Was ist der Unterschied zwischen AICM und AIFA?
Der AICM ist der traditionelle Hauptflughafen im Osten der Stadt. Der Aeropuerto Internacional Felipe Ángeles (AIFA) liegt deutlich weiter nördlich auf dem Gelände des Militärflugplatzes Santa Lucía und ist seit 2022 in Betrieb. Seit 2023 wickelt er die reinen Frachtflüge der Region ab, die zuvor am AICM landeten.
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen?
Terminal 1 ist über einen Fußweg mit der Station Terminal Aérea der Metro-Linie 5 verbunden, eine Station weiter liegt Hangares direkt unter dem Anflug auf 05R. Außerdem fährt die Metrobús-Linie 4 beide Terminals an. Fahrpreise und Betriebszeiten können sich ändern.
Sichtungen rund um Flughafen Mexiko-Stadt sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Aeroméxico
Mexikos Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Mexiko-Stadt: Gründungsmitglied von SkyTeam, Joint-Venture-Partner von Delta und mit Boeing 787 Dreamliner regelmäßig in Madrid, Paris, Amsterdam, London und Rom zu Gast.
5D / SLIAeroméxico Connect
Die Regionaltochter von Aeroméxico fliegt mit Embraer 190 unter AM-Flugnummern zwischen Mexiko-Stadt, Monterrey, Guadalajara und vielen kleineren Zielen – früher auch mit E170, ERJ 145 und Saab 340.
Y4 / VOIVolaris
Mexikos passagierstärkste Airline fliegt als Ultra-Low-Cost-Carrier eine reine Airbus-A320-Familie, verbindet Mexiko eng mit den USA und hat eigene Töchter in Costa Rica und El Salvador.
VB / VIVViva Aerobus
Mexikanische Low-Cost-Airline aus Monterrey: 2006 mit Boeing 737-300 gestartet, heute reine Airbus-Flotte aus A320 und A321 – seit 2024 unter dem Kurznamen Viva unterwegs.
MX / MXAMexicana de Aviación
Eine der ältesten Airlines der Welt: Mexicana flog von 1921 bis August 2010, prägte mit Comet, 727 und bunten Airbus-Leitwerken die Luftfahrt Mexikos – und fliegt seit Dezember 2023 als staatliche Inlandsairline mit Embraer E2 wieder.
4O / AIJInterjet
Historische mexikanische Airline: 2005 in Toluca gestartet, mit viel Sitzabstand und Airbus-Flotte groß geworden, erster westlicher Kunde des Sukhoi Superjet 100 – und im Dezember 2020 am Boden.
DL / DALDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
IB / IBEIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
Typische Flugzeuge
Boeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
Weitere Einträge
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Los Angeles (LAX)
Vom Weizenfeld Mines Field zum Tor nach Asien und Australien: vier Parallelbahnen direkt am Pazifik, vier große Hausairlines, Großraumjets aus aller Welt – und mitten im Terminal-Hufeisen das Theme Building, die fliegende Untertasse aus dem Jahr 1961.
FlughafenFlughafen Dallas/Fort Worth
Zwischen Dallas und Fort Worth liegt einer der flächengrößten Flughäfen der Welt: sieben Bahnen, fünf halbrunde Terminals, die Hochbahn Skylink und das mit Abstand größte Drehkreuz von American Airlines.
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