Das Wichtigste in Kürze
- Avianca ist die Flag-Carrier Kolumbiens mit Konzernzentrale und Drehkreuz in Bogotá.
- Gegründet 1919 als SCADTA – nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, mit deutschen Gründern und einer Junkers F 13 als erstem Flugzeug.
- Codes: IATA AV, ICAO AVA, Rufzeichen „AVIANCA“.
- Star-Alliance-Mitglied seit 2012 und seit 2023 Teil der Abra Group zusammen mit GOL.
- In Europa landet sie in Madrid, Barcelona, London-Heathrow und Paris-CDG – meist mit der Boeing 787-8.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Avianca im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- 3.Von SCADTA zu Avianca: über 100 Jahre Geschichte
- 4.Krise, Neustart und Abra Group
- 5.Die Flotte: Airbus für die Region, Boeing für die Langstrecke
- 6.Woran du Avianca erkennst
- 7.Avianca in Europa spotten
- 8.Avianca und die Konkurrenz in Kolumbien
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | AV |
|---|---|
| ICAO-Code | AVA |
| Rufzeichen | AVIANCA |
| Drehkreuze | BOG |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Inlands-, Regional- und Langstreckenverkehr |
| Sitz | Konzernzentrale in Bogotá, eingetragener Firmensitz in Barranquilla |
| Gegründet | 5. Dezember 1919 als SCADTA in Barranquilla; seit 1940 unter dem Namen Avianca |
| Konzern | Abra Group, gemeinsam mit GOL und Wamos Air; die Eingliederung von Sky Airline ist angekündigt |
| Drehkreuz | Bogotá-El Dorado (BOG); weitere Knoten u. a. Medellín, Cali und Cartagena |
| Allianz | Star Alliance, Mitglied seit 21. Juni 2012 |
| Flottentypen | Airbus A319, A320 und A320neo auf Kurz- und Mittelstrecke, Boeing 787-8 auf der Langstrecke |
| Europa-Ziele | Madrid, Barcelona, London-Heathrow und Paris-CDG ab Bogotá, Madrid zusätzlich ab Medellín |
| Markenfarbe | Rot – seit dem 50. Geburtstag 1969 die Erkennungsfarbe der Airline |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Avianca?
- Rot als Hausfarbe: roter Schriftzug „avianca“ und rotes Leitwerk mit Logo
- Seit 2023 ein Wortlogo in Kleinbuchstaben
- In Europa fast immer eine Boeing 787-8 – der Langstreckentyp der Airline
- Kennzeichen mit kolumbianischem HK- oder US-amerikanischem N--Präfix, viele N-Kennzeichen enden auf AV
- Flugnummer beginnt mit AV, auf dem Tracker steht AVA, im Funk „AVIANCA“
- Zu Hause in Südamerika: große Airbus-A320-Familie mit A319, A320 und A320neo
Wenn in Madrid, Barcelona oder London ein Dreamliner mit rotem Leitwerk und dem kleingeschriebenen Schriftzug „avianca“ einschwebt, fotografierst du ein Stück Luftfahrtgeschichte. Avianca wurde 1919 gegründet, im selben Jahr wie KLM. Damit ist sie die zweitälteste Airline der Welt, die heute noch fliegt. Diese Seite zeigt dir, wie du Kolumbiens Flag-Carrier sicher zuordnest, welche Flugzeuge du in Europa erwarten kannst und warum die Kennzeichen manchmal mehr nach USA als nach Kolumbien aussehen.
Der rote Dreamliner aus Bogotá
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und baust dir im Hangar deine Sammlung südamerikanischer Airlines auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Avianca im Überblick
Avianca ist die Flag-Carrier Kolumbiens und die größte Airline des Landes. Die Konzernzentrale sitzt in Bogotá, eingetragen ist das Unternehmen in Barranquilla an der Karibikküste. Dort hat auch alles angefangen. Das wichtigste Drehkreuz ist der Flughafen El Dorado in Bogotá (BOG), einer der verkehrsreichsten Flughäfen Lateinamerikas. Weitere Knoten im Netz sind unter anderem Medellín, Cali und Cartagena.
Das Netz reicht weit über Kolumbien hinaus. Avianca fliegt innerhalb Südamerikas, nach Mittelamerika und in die Karibik, in die USA und nach Kanada. Dazu kommen mehrere Ziele in Europa. Ein Teil des mittelamerikanischen Netzes stammt aus der früheren TACA aus El Salvador. Ihre Gesellschaften fliegen seit 2013 unter der Marke Avianca, darunter die ehemalige costa-ricanische Flag-Carrier LACSA.
Seit dem 21. Juni 2012 ist Avianca Mitglied der Star Alliance. Dort trifft sie auf Lufthansa, United Airlines, TAP Air Portugal und ihren direkten Nachbarn Copa Airlines aus Panama. Mit United verbindet Avianca zusätzlich eine enge Codeshare-Partnerschaft.
Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- IATA-Code AV: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und im Ticket.
- ICAO-Code AVA: nutzt die Flugsicherung, und du findest ihn auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen AVIANCA: so meldet sich die Crew im Funk.
- Kennzeichen HK- und N-: Kolumbiens Präfix ist HK-. Viele Avianca-Flugzeuge tragen aber ein US-Kennzeichen mit N-, oft mit der Endung AV.
Gerade der letzte Punkt verwirrt Einsteiger. Ein N- am Rumpf heißt bei Avianca nicht, dass eine US-Airline fliegt. Solche Registrierungen haben meist mit Finanzierung und Leasing zu tun. Warum Flugzeuge oft in einem anderen Land registriert sind als ihre Airline sitzt, erklärt der Artikel über Offshore-Registrierungen und Leasing. Wie IATA- und ICAO-Codes aufgebaut sind, liest du im Guide IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Kennzeichen ist Pflicht
Weil Avianca HK- und N-Kennzeichen mischt, lohnt sich bei jeder Sichtung ein Foto, auf dem die Registrierung lesbar ist. Nur so weißt du später, welche 787 du schon im Logbuch hast.
Von SCADTA zu Avianca: über 100 Jahre Geschichte
Die Wurzeln von Avianca liegen in Barranquilla. Am 5. Dezember 1919 gründeten kolumbianische und deutsche Geschäftsleute dort die SCADTA, die „Sociedad Colombo-Alemana de Transporte Aéreo“. Der Name sagt es schon: Es war eine kolumbianisch-deutsche Gesellschaft. Viele Piloten und Techniker der ersten Jahre kamen aus Deutschland.
Den ersten Flug machte die SCADTA 1920 mit einer Junkers F 13. Es war ein Postflug von Barranquilla in den nahen Küstenort Puerto Colombia. Das robuste Ganzmetallflugzeug aus Dessau passte gut zu einem Land mit Gebirge, Dschungel und Flüssen, aber kaum Straßen.
1940 änderte sich alles. Die kolumbianische Regierung ordnete am 14. Juni die Fusion der SCADTA mit der kleineren Konkurrentin SACO an. Daraus entstand die „Aerovías Nacionales de Colombia“ – kurz Avianca. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute die Airline ihr internationales Netz auf. Ab 1950 flog sie regelmäßig nach Europa, unter anderem nach Madrid, Lissabon und Rom. Mit der Super Constellation kamen Mitte der 1950er-Jahre sogar Verbindungen nach Frankfurt und Hamburg dazu.
1919
Gründung der SCADTA in Barranquilla, 1920 erster Flug mit einer Junkers F 13.
1940
Fusion mit SACO, aus der SCADTA wird Avianca.
1969
Zum 50. Geburtstag wird Rot zur Hausfarbe der Flotte.
2009–2013
Zusammenschluss mit TACA, ab 2013 einheitliche Marke Avianca.
2012
Beitritt zur Star Alliance.
2020–2023
Chapter 11, Neustart Ende 2021 und Eingliederung in die Abra Group.
Ein zweiter großer Schritt kam ab 2009 mit dem Zusammenschluss mit TACA. Die gemeinsame Holding hieß zunächst AviancaTaca, ab 2013 Avianca Holdings. Seit Mai 2013 fliegen auch die früheren TACA-Gesellschaften unter dem Namen Avianca.
Krise, Neustart und Abra Group
Die Corona-Pandemie traf Avianca hart. Im Mai 2020 beantragte die Airline mit zahlreichen Tochtergesellschaften Gläubigerschutz nach Chapter 11 in New York. Die peruanische Tochter Avianca Perú wurde aufgelöst. Ende 2021 schloss Avianca die Sanierung ab und startete neu. Die Holding verlegte ihren rechtlichen Sitz damals nach Großbritannien und hieß ab dann Avianca Group. Die Zentrale blieb in Bogotá.
Im Mai 2022 kündigten die Hauptaktionäre von Avianca und der Mehrheitseigner der brasilianischen GOL eine gemeinsame Holding an: die Abra Group. 2023 wurde der Zusammenschluss vollzogen. Beide Airlines behalten ihre Marken und ihren eigenen Flugbetrieb. Später kam die spanische Wamos Air dazu, deren Kauf im Oktober 2024 abgeschlossen wurde. Ende 2025 kündigte Abra außerdem die Eingliederung der chilenischen Sky Airline an.
Nicht geklappt hat dagegen die Übernahme von Viva Air Colombia. Die kolumbianische Luftfahrtbehörde genehmigte sie im März 2023 nur unter strengen Auflagen. Im Mai 2023 zog Avianca sich zurück. Viva Air hatte den Flugbetrieb bereits Ende Februar 2023 eingestellt.
Avianca Brasil ist nicht Avianca
Die frühere Avianca Brasil nutzte die Marke nur in Lizenz und gehörte nicht zum Konzern aus Bogotá. Sie stellte 2019 den Flugbetrieb ein. Wenn du in alten Fotodatenbanken eine brasilianisch registrierte „Avianca“ findest, gehört sie zu dieser Gesellschaft.
Die Flotte: Airbus für die Region, Boeing für die Langstrecke
Die Flotte von Avianca ist klar aufgeteilt. Für Inlandsflüge und Strecken innerhalb Amerikas fliegt die Airline die Airbus-A320-Familie. Für die Langstrecke setzt sie die Boeing 787-8 ein. Insgesamt hat Avianca deutlich über 100 Flugzeuge. Die genaue Zahl schwankt je nach Quelle und Stand, weil ältere Maschinen gehen und neue A320neo dazukommen.
| Typ | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A319 | Inland und Region | Kürzester Typ der Flotte, wird nach und nach ausgemustert |
| Airbus A320 | Inland und Region | Größte Teilflotte, erste Generation mit kleineren Triebwerken |
| Airbus A320neo | Inland und Region | Wächst weiter, viele Exemplare bestellt |
| Boeing 787-8 | Langstrecke, auch nach Europa | Einziger Großraumjet im Einsatz, mit Business- und Economy-Kabine |
| Airbus A330-900 | bestellt | Zwei Exemplare bestellt, noch nicht im Einsatz |
Die Boeing 787-8 ist für dich in Europa der wichtigste Typ. Sie hat bei Avianca eine Business- und eine Economy-Kabine, die genaue Bestuhlung hängt von der Kabinenversion ab. Zur Flotte gehören auch einige gebrauchte 787-8, die früher bei Norwegian flogen. Zu Hause in Südamerika dominiert dagegen die A320-Familie. Wie du A320 und A320neo am Triebwerk unterscheidest, zeigt der Guide A320neo oder ceo?.
Die 787 von Avianca auf dem Schirm
Richte einen Sichtungs-Alarm für Avianca oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Avianca erkennst
Die wichtigste Farbe bei Avianca ist Rot. Zum 50. Geburtstag 1969 ließ die Airline ihre Flugzeuge erstmals rot lackieren, und seitdem ist Rot das Markenzeichen geblieben. 2013 kam ein neues Design in Rot und Weiß. 2023 hat Avianca ihren Auftritt noch einmal überarbeitet. Seitdem steht der Name als Wortlogo in Kleinbuchstaben auf dem Rumpf: „avianca“.
Daneben gibt es einige Sonderlackierungen, die bei Spottern beliebt sind:
- Retro-Lackierung zum 100. Geburtstag: ein A320 (N284AV) im historischen Design. Mehr zu solchen Motiven findest du bei den Retro-Lackierungen.
- Star-Alliance-Lackierung: ein A319 (N519AV) im typischen Allianz-Design. Wie diese Lackierungen bei allen Bündnissen aussehen, zeigt der Artikel über Allianz-Lackierungen.
- TACA-Heritage: ein A320 (N567AV) erinnert an die mittelamerikanische Partnerin.
Diese Sondermaschinen sind A320-Familie und fliegen deshalb nur in Amerika. In Europa wirst du sie nicht sehen. Ob sie aktuell noch in dieser Bemalung unterwegs sind, prüfst du am besten per Kennzeichen auf einem Flugtracker.
Achtung Verwechslung
Rotes Leitwerk und ein Dreamliner – das allein reicht nicht. Auch andere Airlines fliegen die 787 mit viel Rot. Achte auf den Schriftzug „avianca“, auf das Kennzeichen und auf den Code AVA im Tracker.
Avianca in Europa spotten
In Europa fliegt Avianca ab Bogotá vor allem Madrid, Barcelona und London-Heathrow an, dazu Paris-Charles de Gaulle; nach Madrid geht es zusätzlich ab Medellín. Auf allen Strecken kommt in der Regel die Boeing 787-8 zum Einsatz. Frequenzen und Zusatzstrecken ändern sich je nach Saison. Prüf deshalb vor jeder Tour den aktuellen Flugplan.
| Ziel | Flughafen | Spotter-Tipp |
|---|---|---|
| Madrid | Madrid-Barajas | Viel Lateinamerika-Verkehr, guter Spot: La Muñoza |
| Barcelona | Barcelona-El Prat | Aussichtspunkt direkt an der Piste: Mirador del Prat |
| London | London-Heathrow | Klassiker für Landungen: Myrtle Avenue oder Hatton Cross |
| Paris | Paris-Charles de Gaulle | Riesiger Langstreckenbetrieb, Tipps im Guide Planespotting in Paris-CDG |
Madrid ist das Tor nach Lateinamerika. Neben Avianca siehst du dort an einem Tag viele Airlines aus Südamerika, darunter Iberia mit ihren Strecken nach Bogotá. Wie du den Flughafen am besten angehst, erklärt der Guide Planespotting in Madrid-Barajas. Für Barcelona hilft dir der Guide Planespotting in Barcelona. In London findest du alles Wichtige im Guide Planespotting in Heathrow.
Die Flüge aus Bogotá sind meist Nachtflüge. In Europa kommen sie deshalb oft in der ersten Tageshälfte an. Wie du solche Ankunftszeiten einschätzt, liest du im Artikel Wann Langstreckenflüge in Europa landen.
Gute Chancen auf Avianca, wenn …
- du in Madrid, Barcelona, Heathrow oder Paris-CDG spottest
- du vormittags am Spot bist, wenn die Nachtflüge aus Amerika landen
- die Pistenrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du außerhalb der Hauptsaison unterwegs bist und Frequenzen ausgedünnt sein können
- du nach älteren Spotterberichten planst
Eher kein Avianca-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – Linienflüge nach Deutschland bietet Avianca derzeit nicht an
Wer Avianca in Deutschland sucht, wird im aktuellen Flugplan nicht fündig. Nach Bogotá fliegt aus Deutschland Lufthansa ab Frankfurt, Tipps dafür findest du im Guide Planespotting in Frankfurt. Avianca und Lufthansa sind beide Mitglied der Star Alliance.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren – in Spanien und Großbritannien genauso wie in Deutschland.
Avianca und die Konkurrenz in Kolumbien
Zu Hause hat Avianca starke Konkurrenz. Zu den wichtigsten gehört LATAM Airlines Colombia, die kolumbianische Tochter der LATAM-Gruppe. Dazu kommt Wingo, die Low-Cost-Marke von Copa mit Basis in Bogotá. Auf der Frachtseite gehört Avianca Cargo zum selben Konzern. Sie fliegt unter anderem frische Schnittblumen aus Kolumbien in alle Welt.
Für Spotter in Südamerika lohnt der Vergleich: Avianca fliegt Airbus auf der Kurzstrecke, Wingo und Copa setzen dagegen auf die Boeing 737. So sortierst du am Flughafen in Bogotá schon am Flugzeugtyp vor.
Häufige Verwechslungen
- Avianca Brasil für Avianca halten – die brasilianische Gesellschaft nutzte nur die Marke und fliegt seit 2019 nicht mehr.
- N-Kennzeichen als US-Airline deuten – viele Avianca-Flugzeuge sind in den USA registriert, gehören aber zur kolumbianischen Flotte.
- Avianca und Avianca Cargo gleichsetzen – die Frachttochter fliegt eigene Frachter und hat einen eigenen Auftritt.
- Jeden roten Dreamliner für Avianca halten – Schriftzug, Kennzeichen und der Code AVA geben dir Sicherheit.
- Abra Group als neue Airline sehen – Abra ist nur die Holding, Avianca und GOL fliegen weiter unter eigenen Marken.
- TACA-Erbe übersehen – manche Avianca-Strecken in Mittelamerika gehen auf die frühere TACA zurück.
Avianca im Blick behalten
Beobachte die 787 von Avianca, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Avianca verbindet über 100 Jahre Geschichte mit einem modernen Netz. Hinter dem roten Schriftzug stecken die SCADTA von 1919 mit ihren deutschen Wurzeln, der Zusammenschluss mit TACA, ein Neustart nach Chapter 11 und heute die Abra Group. Für dich in Europa zählt vor allem eines: die Boeing 787-8, die in Madrid, Barcelona, London und Paris landet. Wer das Kennzeichen mit fotografiert, hat am Ende einen sauberen Eintrag im Logbuch.
Kurzfazit
Avianca (IATA AV, ICAO AVA) ist Kolumbiens Flag-Carrier, Mitglied der Star Alliance und Teil der Abra Group. In Europa siehst du sie mit der Boeing 787-8 in Madrid, Barcelona und London-Heathrow.
Zusammenfassung
- Avianca ist die größte Airline Kolumbiens und verbindet Bogotá mit Nord-, Mittel- und Südamerika sowie mit mehreren europäischen Zielen.
- Die Flotte ist zweigeteilt: Airbus-A320-Familie für Inland und Region, Boeing 787-8 für die Langstrecke – in Europa siehst du praktisch nur den Dreamliner.
- Die Geschichte reicht bis 1919 zurück, als deutsche und kolumbianische Gründer in Barranquilla die SCADTA gründeten; 1940 entstand daraus Avianca.
- Nach Chapter 11 von 2020 bis 2021 ist Avianca heute Teil der Abra Group, zu der auch GOL und Wamos Air gehören; die Eingliederung von Sky Airline ist angekündigt.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Avianca?
Der IATA-Code ist AV, der ICAO-Code AVA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AVIANCA“. Auf Flugtrackern taucht deshalb meist AVA mit der Flugnummer auf.
Ist Avianca wirklich die zweitälteste Airline der Welt?
Ja, unter den heute noch bestehenden Airlines. Avianca führt ihre Geschichte auf die SCADTA zurück, die am 5. Dezember 1919 in Barranquilla gegründet wurde. Nur KLM ist älter – um rund zwei Monate.
Gehört Avianca zu einer Allianz?
Ja. Avianca ist seit dem 21. Juni 2012 Mitglied der Star Alliance, also im selben Bündnis wie Lufthansa, United, TAP oder Copa Airlines. Mit United verbindet Avianca zusätzlich eine enge Codeshare-Partnerschaft.
Welche Flugzeuge fliegt Avianca nach Europa?
Auf den Europastrecken setzt Avianca in der Regel die Boeing 787-8 ein, den einzigen Großraumjet der aktuellen Flotte. Die A320-Familie fliegt Inlands- und Regionalstrecken und ist in Europa nicht zu sehen. Als Ergänzung sind zwei Airbus A330-900 bestellt.
Wohin fliegt Avianca in Europa?
Ab Bogotá fliegt Avianca nach Madrid, Barcelona, London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle, nach Madrid zusätzlich ab Medellín. Frequenzen und Zusatzstrecken ändern sich je nach Saison, deshalb lohnt vor dem Spotten ein Blick in den aktuellen Flugplan.
Was ist die Abra Group?
Die Abra Group ist die Holding, unter der Avianca und die brasilianische GOL seit 2023 zusammengefasst sind. Angekündigt wurde sie im Mai 2022. Später kam die spanische Wamos Air hinzu (Kauf 2024 abgeschlossen), Ende 2025 kündigte Abra zudem die Eingliederung der chilenischen Sky Airline an. Die Airlines behalten ihre eigenen Marken.
Warum tragen viele Avianca-Flugzeuge US-Kennzeichen?
Neben kolumbianischen HK-Kennzeichen siehst du bei Avianca viele Flugzeuge mit dem US-Präfix N-. Das hat vor allem mit Finanzierung und Leasing zu tun. Typisch sind Kennzeichen, die auf AV enden – etwa N519AV, die Star-Alliance-Sonderlackierung.
Was hat Avianca mit TACA zu tun?
Avianca und die mittelamerikanische TACA aus El Salvador schlossen sich ab 2009/2010 zusammen. Die gemeinsame Holding hieß zunächst AviancaTaca, ab 2013 flogen die TACA-Gesellschaften unter der Marke Avianca. Eine A320-Sonderlackierung erinnert an das TACA-Erbe.
Avianca im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypJunkers F 13
Ein Motor, vier Passagiere, Wellblech aus Duralumin: Die Junkers F 13 von 1919 gilt als erstes Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, was hinter den Schweizer Nachbauten steckt und wo du Originale siehst.
Weitere Airlines
Avianca Cargo
Die Frachtairline der Avianca-Gruppe aus Kolumbien, bis 2013 als Tampa Cargo bekannt: Airbus-A330-Frachter, Drehkreuze Bogotá, Medellín und Miami – und Tonnen von Schnittblumen für die USA und Europa.
NetzwerkTACA
Historische Airlinegruppe aus Mittelamerika: 1931 in Honduras gegründet, später in San Salvador zu Hause, mit LACSA, Aviateca und TACA Perú zur Grupo TACA gewachsen – und seit Mai 2013 unter dem Namen Avianca unterwegs.
NetzwerkLACSA
Historische Flag-Carrier Costa Ricas: 1945 mit Pan Am gegründet, Drehkreuz San José, erste Airline Mittelamerikas mit Airbus A320 – dann Teil von Grupo TACA und seit 2013 unter der Marke Avianca unterwegs. Die Gesellschaft heißt heute Avianca Costa Rica.
NetzwerkAvianca Brasil
Historische Airline aus Brasilien: 1998 als Lufttaxi OceanAir für die Ölindustrie gegründet, ab 2010 als Avianca Brasil viertgrößte Airline des Landes und Star-Alliance-Mitglied – 2019 eingestellt.
Low-CostGOL Linhas Aéreas
Brasiliens große Low-Cost-Airline aus Rio de Janeiro: ein Vierteljahrhundert lang reine Boeing-737-Flotte, Chapter-11-Verfahren 2024/25, Teil der Abra Group mit Avianca – und seit 2026 erstmals Airbus A330 für die Langstrecke nach Europa.
CharterWamos Air
Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Abra Group
Die Abra Group bündelt seit 2022 die kolumbianische Avianca und die brasilianische GOL unter einem Dach – zwei Airlines, zwei Flottenwelten, zwei Farben. Hier erfährst du, wie die Gruppe aufgebaut ist und woran du ihre Flugzeuge erkennst.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Barcelona-El Prat
Spaniens zweitgrößter Flughafen liegt direkt am Mittelmeer: zwei Parallelbahnen und eine Querbahn, Vueling als Platzhirsch, Low-Cost-Basen von Ryanair und easyJet, dazu Langstrecke vom Golf und aus Nordamerika – und Spotterplätze zwischen Strand, Friedhof und Terminalbalkon.
Wo du Avianca vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas
Südöstlich von Madrid-Barajas, am Rand des Iberia-Technikgeländes La Muñoza, führt ein Schotterweg am Jarama entlang unter den Anflug der Piste 32R. Ein Spot für Spotter mit Geduld: nur bei Nordbetrieb, ohne Infrastruktur, aber mit dem Langstreckenverkehr eines der größten Drehkreuze Europas.
SpotterhügelMirador d'avions an der Piste 24R in Barcelona-El Prat
Am Ostende der Nordbahn von Barcelona-El Prat weist die Gemeinde El Prat Aussichtspunkte für Flugzeugfans aus. Von der kleinen Plattform an der Schwelle 24R und dem Hügel unter dem Anflug siehst du tagsüber fast jede Landung – vom Vueling-Airbus bis zum A380 aus Dubai.
AnflugschneiseMyrtle Avenue am Flughafen London Heathrow
Am Ende einer ruhigen Wohnstraße in Hatton liegt eine Wiese direkt unter dem Endanflug auf die Piste 27L. Hier ziehen A380, 777 und A350 so tief über dich hinweg wie kaum irgendwo sonst in Europa – vorausgesetzt, du kennst den Runway-Wechsel von Heathrow.
AnflugschneiseHatton Cross am Flughafen London Heathrow
Hatton Cross ist für die meisten Spotter nur die U-Bahn-Station auf dem Weg zur Myrtle Avenue. Dabei liegen rund um den Knoten an der Südostecke von Heathrow eigene Standpunkte unter dem Anflug auf die 27L – mit anderem Licht, anderen Winkeln und kürzeren Wegen.
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