Das Wichtigste in Kürze
- Eine App reicht selten: Spotter brauchen Antworten auf vier Fragen – Wind, Wolken, Regen und aktuelles Flughafenwetter. Jede Wetter-App ist nur bei einem Teil davon wirklich stark.
- Wolken nach Stockwerken lesen: Die Gesamtbewölkung sagt wenig über dein Fotolicht. Apps mit getrennten Werten für tiefe, mittelhohe und hohe Wolken wie meteoblue oder Clear Outside helfen deutlich mehr.
- Für den Wind zählt der Flughafen: Die Betriebsrichtung hängt am Bodenwind direkt am Platz. Kartenapps wie Windy oder Ventusky zeigen den Trend, METAR und TAF die Lage am Flughafen selbst.
- Regenradar für die nächste Stunde: Für Schauer und Gewitter ist ein Radar mit Kurzfrist-Prognose verlässlicher als jede Modellvorhersage.
- Kostenlos kommst du weit: Die Grundversionen der gängigen Dienste decken den Spotting-Alltag ab. Bezahlversionen bringen vor allem feinere Zeitschritte, längere Radarschleifen und mehr Komfort.
Inhaltsverzeichnis
Der Wetterbericht im Radio sagt „wechselhaft“, die Standard-App auf dem Handy zeigt eine Sonne mit Wolke, und am Zaun stehst du dann doch im Nieselregen unter einer grauen Decke. Für Planespotter ist das klassische Wettersymbol zu grob. Du willst wissen, aus welcher Richtung der Wind am Flughafen weht, ob die Wolken tief oder hoch liegen, wann der nächste Schauer durchzieht und was der Flughafen selbst gerade meldet. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Wetter-Apps für Spotter welche dieser Fragen am besten beantworten – und wie du daraus ein kleines, schlankes Set baust.
Wetter, Wind und Pisten am Flughafen auf einen Blick
Planetrack zeigt dir zu jedem Flughafen Wetter, Wind und Pisten – direkt neben der Spot-Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die kurze Antwort
Die eine perfekte Wetter-App für Spotter gibt es nicht. Bewährt hat sich ein Set aus vier Bausteinen: eine Karten-App für Wind und Großwetterlage (etwa Windy oder Ventusky), eine App mit Wolken nach Höhenschichten (meteoblue oder Clear Outside), ein Regenradar für die nächsten ein bis zwei Stunden (RainViewer oder die Vollversion der DWD-WarnWetter-App) und eine Quelle für METAR und TAF (AeroWeather oder das Aviation Weather Center im Browser). Damit deckst du Betriebsrichtung, Licht, Schauer und die tatsächliche Lage am Platz ab.
Wichtiger als die Auswahl der Apps ist die Reihenfolge: Mehrere Tage vorher schaust du auf die Großwetterlage, am Vortag auf Wind und Wolken im Stundenverlauf, am Spot-Tag selbst auf METAR, TAF und Radar. Die Modellvorhersage gibt die Richtung vor, die Meldungen vom Flughafen haben am Ende das letzte Wort.
Was Spotter vom Wetter wirklich wissen müssen
Bevor du Apps vergleichst, lohnt sich ein Blick darauf, welche Werte für einen Spotting-Tag tatsächlich den Ausschlag geben. Es sind weniger, als die vielen Kartenebenen moderner Wetterdienste vermuten lassen.
- Bodenwind am Flughafen: Flugzeuge starten und landen bevorzugt gegen den Wind. Richtung und Stärke des Winds in Bodennähe entscheiden deshalb über die Betriebsrichtung und damit über deinen Spot. Die Zusammenhänge erklärt der Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
- Wolken nach Höhe: Tiefe, dichte Wolken nehmen dir das Licht, dünne hohe Schleier oft kaum. Die reine Prozentzahl der Gesamtbewölkung hilft dir wenig.
- Sicht und Dunst: Für Fotos mit langer Brennweite über die Piste hinweg zählt jede Trübung der Luft. Nebel am Morgen kann einen ganzen Vormittag kosten.
- Niederschlag und Gewitter: Schauer lassen sich kurzfristig mit dem Radar gut verfolgen. Bei Gewittern geht es nicht nur um Bilder, sondern um deine Sicherheit am freien Feld.
- Temperatur: An heißen Tagen sorgt der aufgeheizte Asphalt für Hitzeflimmern, das Details auf Entfernung verwischt. Wie du damit umgehst, steht im Artikel Hitzeflimmern vermeiden.
Für jeden dieser Punkte gibt es eine App, die ihn besonders gut darstellt. Genau danach ist der folgende Vergleich sortiert.
Die Apps im Porträt
Windy: die Wetterkarte für Wind und Großwetterlage
Windy ist die bekannteste Wetterkarte unter Spottern. Der Dienst aus Prag stellt die Ergebnisse mehrerer Wettermodelle als animierte Karten dar, darunter die globalen Modelle ECMWF, GFS und ICON sowie hochauflösende Regionalmodelle. Für Spotter interessant sind die Ebenen für Wind und Böen, Wolken, Sichtweite und Niederschlag sowie die Möglichkeit, über ICAO- oder IATA-Code einen Flughafen zu suchen und dort METAR und TAF zu sehen. Die Grundfunktionen sind kostenlos, Premium bringt unter anderem feinere Zeitschritte.
Stark ist Windy, wenn du mehrere Tage im Voraus wissen willst, ob eine Westwetterlage mit kräftigem Wind kommt oder ob sich ein Hoch mit schwachem, drehendem Wind festsetzt. Wie du Windpfeile, Partikel und Modellvergleiche richtig liest, beschreibt der ausführliche Guide Windy & Co. für Spotter.
Ventusky: die Alternative mit klarer Kartenoptik
Ventusky wird vom tschechischen Meteorologie-Unternehmen InMeteo aus Pilsen entwickelt. Die Idee ähnelt Windy: animierte Karten für Wind, Temperatur, Wolken und Niederschlag auf Basis verschiedener Modelle, darunter ECMWF, GFS, ICON und das kanadische GEM. Als Hauptdatenlieferanten nennt Ventusky den Deutschen Wetterdienst und die US-Behörde NOAA. Es gibt eine Premium-Variante mit Zusatzfunktionen.
Für Spotter ist Ventusky vor allem eine Geschmacksfrage. Wer mit der Windy-Oberfläche nicht warm wird, findet hier eine aufgeräumte Alternative, um Windrichtung und Fronten im Blick zu behalten. Ein zweiter Kartendienst lohnt sich aber auch als Gegencheck: Zeigen beide für morgen kräftigen Ostwind, kannst du dich darauf eher verlassen.
meteoblue: Meteogramm und Modellvergleich
Die meteoblue AG ist ein Schweizer Wetterdienst, gegründet 2006, dessen Wurzeln in der Forschung an der Universität Basel liegen. Für Spotter ist vor allem das Meteogramm interessant: eine Grafik für einen Ort, die Wolken in verschiedenen Höhenschichten, Temperatur, Niederschlag und Wind im Zeitverlauf zeigt. Dazu kommt ein Modellvergleich, mit dem du siehst, wie weit verschiedene Wettermodelle für deinen Ort auseinanderliegen. Radar, Satellit, Windkarte und Warnungen ergänzen das Angebot im Browser und in der App.
Der große Vorteil: Du gibst den Flughafen als Ort ein und siehst auf einen Blick, ob sich morgen früh tiefe Wolken halten und wann sie sich auflösen. Gehen die Modelle stark auseinander, ist das ein klares Signal, einen Ausweichplan zu haben.
Clear Outside: Wolkenschichten aus der Astronomie
Clear Outside kommt von First Light Optics, einem Astronomie-Händler aus Exeter, und wurde ursprünglich für Sternbeobachter gebaut. Genau das macht die App für Fotografen so nützlich: Sie zeigt stündlich und für bis zu sieben Tage die tiefe, mittelhohe und hohe Bewölkung getrennt, dazu Sichtweite, Nebel, Niederschlag, Wind, Temperatur, Taupunkt sowie Sonnenauf- und -untergang. Ein Ampelsystem fasst die Bedingungen zusammen. Website und Apps für iOS und Android sind kostenlos.
Die Ampel bezieht sich auf Sternbeobachtung, nicht auf Flugzeugfotos – du liest also lieber die einzelnen Schichten. Eine Zeile mit viel hoher Bewölkung, aber kaum tiefen Wolken bedeutet oft gefiltertes, weiches Licht statt Grau in Grau. Für die Lichtrichtung selbst brauchst du ein Sonnenstands-Werkzeug; einen Überblick gibt der Artikel Sonnenstand-Apps für Fotografen, wie du den Sonnenstand für einen Fotospot planst, zeigt der Guide Sonnenstand am Fotospot planen.
RainViewer: Regenradar mit Kurzfrist-Prognose
RainViewer ist eine reine Radar-App. Sie bündelt nach eigenen Angaben Daten von Wetterradaren aus über 90 Ländern und fragt die Radarserver alle paar Minuten ab. Die Gratisversion bietet unter anderem eine Kurzfrist-Prognose für die nächste halbe Stunde, eine Radarschleife über mehrere Stunden und eine Modellvorhersage für den Tag. Bezahlstufen verlängern Prognose und Radarschleife und bringen Benachrichtigungen mit eigenen Schwellen.
Für Spotter ist ein Radar an Schauertagen das wichtigste Werkzeug überhaupt. Siehst du eine Regenzelle auf den Flughafen zuziehen, weißt du, ob du noch zwanzig Minuten für den nächsten Anflug hast oder lieber gleich ins Auto gehst. Nach dem Schauer kommen übrigens oft die besten Bilder: klare Luft, dramatischer Himmel, Spiegelungen auf nasser Piste. Mehr dazu im Guide Planespotting bei schlechtem Wetter.
DWD WarnWetter: amtliche Warnungen für Deutschland
Die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes ist in ihrer Grundversion kostenlos und liefert amtliche Warnungen mit Push-Benachrichtigung für deinen Standort – etwa vor Gewittern, Sturmböen oder Glätte. Per einmaligem In-App-Kauf schaltest du die Vollversion frei, die Niederschlagsradar, Vorhersagen und aktuelle Messwerte ergänzt.
Für Spotter in Deutschland ist die App vor allem eine Sicherheitsfunktion. Am freien Feld neben der Piste gibt es bei Gewitter kaum Schutz, und Warnungen vor Sturmböen sind auch für deine Ausrüstung relevant, etwa für ein hohes Stativ oder eine Leiter am Zaun.
AeroWeather und das Aviation Weather Center: METAR und TAF
Für das Wetter direkt am Flughafen gibt es spezialisierte Flugwetter-Apps. AeroWeather von der Lakehorn AG lädt METAR und TAF für sehr viele Flughäfen, wahlweise als Rohtext oder in Klartext übersetzt. Du ordnest deine Flughäfen in Gruppen, und eine Toolbox enthält unter anderem einen Rechner für Windkomponenten. Die App gibt es für iOS, Android und macOS, Zusatzfunktionen kosten extra.
Ohne App geht es auch: Das Aviation Weather Center des US-Wetterdienstes stellt im Browser METAR und TAF bereit, auch für Flughäfen außerhalb der USA. Du gibst den ICAO-Code ein – EDDH für Hamburg, EDDF für Frankfurt, EDDM für München – und bekommst die Meldungen roh oder dekodiert. Lerne trotzdem, die Rohmeldung zu lesen; der Guide METAR und TAF lesen erklärt jede Gruppe.
Am Rande: Der Deutsche Wetterdienst betreibt mit der DWD FlugWetter-App auch ein Angebot speziell für die Luftfahrt. Sie setzt allerdings einen kostenpflichtigen Zugang zum Flugwetterdienst pc_met voraus und richtet sich an Piloten, nicht an Hobby-Spotter.
Der Vergleich auf einen Blick
| App | Anbieter | Stärke für Spotter | Wolken nach Höhe | METAR/TAF | Gratis nutzbar |
|---|---|---|---|---|---|
| Windy | Windy.com, Prag | Wind, Böen, Modellvergleich, Großwetterlage | ja, als Kartenebenen | ja, in der Flughafenansicht | ja, Premium optional |
| Ventusky | InMeteo, Pilsen | animierte Wind- und Wolkenkarten | als Kartenebenen | nein | ja, Premium optional |
| meteoblue | meteoblue AG, Schweiz | Meteogramm, Modellvergleich für einen Ort | ja, im Meteogramm | nein | ja |
| Clear Outside | First Light Optics, Exeter | stündliche Wolkenschichten, Sicht, Nebel | ja, tief/mittel/hoch getrennt | nein | ja |
| RainViewer | RainViewer | Radar und Kurzfrist-Prognose | nein | nein | ja, Bezahlstufen optional |
| DWD WarnWetter | Deutscher Wetterdienst | amtliche Warnungen, Radar in der Vollversion | nein | nein | Warnungen ja, Vollversion per Einmalkauf |
| AeroWeather | Lakehorn AG | METAR und TAF, roh und in Klartext | über METAR-Wolkengruppen | ja | Grundfunktionen, Zusatzfunktionen kostenpflichtig |
| Aviation Weather Center | NOAA/NWS, USA | METAR und TAF im Browser | über METAR-Wolkengruppen | ja | ja |
Abo-Modelle und Funktionsumfänge ändern sich regelmäßig. Prüfe vor einem Kauf die aktuelle Beschreibung im App Store oder bei Google Play – Stand dieses Artikels ist Oktober 2026.
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Warum die Standard-Wetter-App nicht reicht
Die vorinstallierte Wetter-App deines Smartphones ist für den Alltag gemacht: Regenschirm ja oder nein, Jacke oder T-Shirt. Für Spotter hat sie drei Schwächen.
- Falscher Ort: Viele Apps rechnen für eine Stadt oder einen Ortsteil. Flughäfen liegen oft außerhalb auf freiem Feld, wo Bodennebel länger hält und der Wind kräftiger weht.
- Zu grobe Wolken: Ein Symbol „bewölkt“ unterscheidet nicht zwischen dichter Hochnebeldecke und dünnen Schleierwolken. Für dein Licht ist das aber der entscheidende Unterschied.
- Kein Bezug zur Piste: Windrichtung wird oft nur als Pfeil oder Himmelsrichtung angezeigt, ohne dass du siehst, ob er quer oder längs zur Piste steht. Was Seitenwind für Landungen bedeutet, erklärt der Artikel Seitenwindlandungen und Stürme filmen.
Das heißt nicht, dass du die Standard-App löschen musst. Sie ist nur nicht die Quelle, auf die du einen frühen Wecker stellst.
Welches Set passt zu dir?
Welches Wetter-App-Set passt zu deinem Spotting?
Das Minimal-Set
Ein Regenradar wie RainViewer plus Windy für Wind und METAR. Damit weißt du, ob es trocken bleibt und welche Richtung gerade in Betrieb ist.
Das Fotografen-Set
Clear Outside oder meteoblue für die Wolkenschichten, ein Radar für Schauer und ein Sonnenstands-Werkzeug für die Lichtrichtung. Wind prüfst du am Morgen per METAR.
Das vollständige Set
Windy und meteoblue für den Modellvergleich, AeroWeather für METAR und TAF deiner Stammflughäfen, ein Radar und die WarnWetter-App für Gewitter.
So kombinierst du die Apps im Ablauf
Mit festen Schritten dauert der Wettercheck für einen Spotting-Tag nur wenige Minuten.
1. Drei bis fünf Tage vorher: Großwetterlage
Schau auf einer Karten-App, ob ein Hoch, eine Front oder eine stabile Westlage kommt. Das reicht, um einen Tag grob vorzumerken.
2. Am Vortag: Wind und Wolken im Stundenverlauf
Prüfe den Bodenwind am Flughafen und die Wolkenschichten im Meteogramm oder in Clear Outside. Vergleiche zwei Modelle – stimmen sie überein, steht dein Plan.
3. Am Vorabend: TAF lesen
Der TAF des Flughafens zeigt, ob über Nacht Nebel oder ein Windwechsel erwartet wird. Achte auf TEMPO- und BECMG-Gruppen.
4. Am Morgen: METAR und Radar
Der aktuelle METAR verrät Wind, Sicht und Wolkenuntergrenze am Platz, das Radar zeigt, ob Schauer unterwegs sind. Jetzt entscheidest du über Spot und Abfahrtszeit.
5. Am Spot: Radar im Auge behalten
An wechselhaften Tagen hilft ein Blick aufs Radar alle halbe Stunde. Warnungen per Push sorgen dafür, dass dich ein Gewitter nicht überrascht.
Ein Beispiel aus Hamburg: Der Flughafen Hamburg hat zwei sich kreuzende Pisten, 05/23 und 15/33. Zeigen die Karten-Apps für den nächsten Tag Wind aus westlichen Richtungen, spricht viel für die häufige Konfiguration mit Landungen auf der 23 und Starts auf der 33 – dann rollen die Starter am Affenfelsen direkt vorbei. Welche Bahnen die Flugsicherung tatsächlich nutzt, hängt aber auch von Lärmschutzregeln und Sicht ab. Was die Pistennummern bedeuten, steht im Artikel Pistenbezeichnungen am Flughafen. Am Morgen bestätigt oder widerlegt der METAR deine Annahme.
Stärken der Modell-Apps
- Planung mehrere Tage im Voraus
- Wolkenschichten und Wind im Stundenverlauf
- Mehrere Modelle vergleichbar
- Großräumige Fronten und Schauerlinien gut erkennbar
Grenzen der Modell-Apps
- Vorhersagen, keine Messungen am Flughafen
- Lokaler Bodennebel und einzelne Gewitterzellen schwer zu treffen
- Keine Aussage über Lärmschutzregeln oder Bauarbeiten an Pisten
- Bei schwachem Wind kaum Hinweis auf die Betriebsrichtung
Häufige Fehler beim Wettercheck
- Nur aufs Symbol schauen. Ein Wolkensymbol sagt nichts darüber, ob die Sonne durch dünne Schleier scheint. Lies die Schichten.
- Höhenwind statt Bodenwind lesen. In Kartenapps ist schnell eine Höhenebene eingestellt. Für die Betriebsrichtung zählt die Oberfläche.
- UTC vergessen. METAR und TAF verwenden UTC. In der deutschen Sommerzeit addierst du zwei Stunden, im Winter eine.
- Einem Modell blind vertrauen. Gehen die Modelle auseinander, ist die Lage unsicher. Plane dann einen Ausweichspot oder eine spätere Entscheidung ein.
- Gewitterwarnungen ignorieren. Am offenen Zaun bist du bei Blitzschlag exponiert. Bei Gewitter gehören Kamera und du ins Auto.
Bist du im Winter unterwegs, achte zusätzlich auf Nebel, Glätte und die Taupunkt-Differenz im METAR – mehr dazu im Guide Planespotting im Winter. Und wenn das Wetter an deinem Wunschflughafen nicht mitspielt, lohnt oft ein Blick auf Live-Webcams von Flughäfen, um die Lage vor Ort selbst zu sehen.
Ist dein Wettercheck vollständig?
- Ich kenne den vorhergesagten Bodenwind am Flughafen.
- Ich weiß, ob tiefe oder nur hohe Wolken erwartet werden.
- Ich habe zwei Modelle oder Apps miteinander verglichen.
- Ich habe den aktuellen METAR und den TAF gelesen.
- Ich habe das Radar auf Schauer und Gewitter geprüft.
- Ich habe eine Warn-App für Unwetter aktiv.
Spots, Licht, Wetter und Sichtungen in einer App
Mit Planetrack siehst du Wetter, Wind und Pisten am Flughafen, planst das Licht mit dem Sonnenstand-Planer und postest deine Sichtungen mit Foto, Typ und Kennzeichen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Spotter-Wetter besteht aus vier Fragen: Woher kommt der Wind am Flughafen, wie hoch liegen die Wolken, wann regnet es, und was meldet der Platz gerade. Kartendienste wie Windy und Ventusky beantworten die erste Frage, meteoblue und Clear Outside die zweite, RainViewer und die WarnWetter-App die dritte, METAR und TAF über AeroWeather oder das Aviation Weather Center die vierte. Die meisten Apps sind in der Grundversion kostenlos – entscheidend ist, dass du sie in der richtigen Reihenfolge nutzt und am Spot-Tag die echten Meldungen über die Modellvorhersage stellst. Welche Spotting- und Tracking-Apps das Set ergänzen, zeigen die Vergleiche Planespotting-Apps und Flugradar-Apps.
Kurzfazit
Nutze eine Karten-App für den Wind, eine App mit Wolkenschichten fürs Licht, ein Regenradar für Schauer und METAR und TAF für die Lage am Flughafen. Plane mit Modellen, entscheide mit Meldungen.
Zusammenfassung
- Für die Planung eines Spotting-Tags sind Bodenwind, Wolkenschichten, Sichtweite und Niederschlag die entscheidenden Wetterwerte.
- Kartendienste wie Windy und Ventusky zeigen Modellvorhersagen mehrerer Wetterdienste, meteoblue liefert Meteogramme mit Wolken nach Höhenschichten und einen Modellvergleich.
- Clear Outside stammt aus der Astronomie und zeigt stündlich tiefe, mittelhohe und hohe Wolken – ideal, um Fotolicht einzuschätzen.
- RainViewer und die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes decken Radar und amtliche Warnungen ab, AeroWeather und das Aviation Weather Center liefern METAR und TAF.
- Ein sinnvolles Set kombiniert eine Karten-App, eine Wolken-App, ein Radar und eine Flugwetterquelle – und prüft am Spot-Tag die tatsächlichen Meldungen.
Häufige Fragen
Welche Wetter-App ist die beste für Planespotter?
Eine einzelne beste App gibt es nicht. Für Wind und Großwetterlage eignen sich Kartendienste wie Windy oder Ventusky, für Wolken und Licht meteoblue oder Clear Outside, für Schauer ein Regenradar wie RainViewer oder die Vollversion der WarnWetter-App, und für das aktuelle Flughafenwetter METAR und TAF, etwa über AeroWeather oder das Aviation Weather Center. Die meisten Spotter fahren mit zwei bis vier Apps am besten.
Warum stimmt die Wetter-App am Flughafen oft nicht?
Viele Standard-Wetter-Apps rechnen eine Ortsvorhersage für einen Punkt oder eine Stadt aus einem Wettermodell. Flughäfen liegen oft außerhalb, auf freiem Feld, und haben eigene Effekte wie Bodennebel oder stärkeren Wind. Die Messung direkt am Platz steht im METAR. Vergleichst du die Vorhersage regelmäßig mit dem METAR, lernst du schnell, wie gut eine App an deinem Stammflughafen trifft.
Wie erkenne ich in einer Wetter-App, ob die Sonne durchkommt?
Achte auf die Wolken nach Höhe statt auf das Sonnen- oder Wolkensymbol. Dichte tiefe Wolken schlucken das Licht fast vollständig, mittelhohe Wolken oft auch. Dünne hohe Schleierwolken lassen dagegen häufig noch brauchbares, etwas weicheres Licht durch. Apps wie meteoblue mit Meteogramm oder Clear Outside zeigen diese Schichten stundenweise.
Brauche ich als Spotter eine METAR-App?
Nicht zwingend, aber sie hilft. Der METAR verrät dir Wind, Sicht, Wolkenuntergrenze und Wettererscheinungen direkt am Flughafen, der TAF die Vorhersage für die kommenden Stunden. METAR und TAF bekommst du auch kostenlos im Browser, etwa beim Aviation Weather Center. Eine App wie AeroWeather ist bequemer, weil du deine Flughäfen speicherst und die Meldungen auf Wunsch in Klartext siehst.
Sind kostenlose Wetter-Apps gut genug?
Für die meisten Spotter ja. Windy, Ventusky, meteoblue, Clear Outside und RainViewer bieten nutzbare Gratisversionen, die WarnWetter-App liefert Warnungen kostenlos. Bezahlversionen lohnen sich vor allem, wenn du stündlich genau planen oder längere Radarschleifen sehen willst. Preise und Abo-Umfänge ändern sich regelmäßig, prüfe sie im jeweiligen Store.
Wie weit im Voraus kann ich einen Spotting-Tag nach Wetter planen?
Die grobe Wetterlage, etwa ob ein Hoch oder eine Front kommt, zeichnet sich oft mehrere Tage vorher ab. Für Wind, Wolken und Schauer am konkreten Flughafen werden die Vorhersagen meist erst am Vortag belastbar. Die finale Entscheidung triffst du am besten am Morgen mit METAR, TAF und Radar.
Weiterlesen in App-Vergleiche
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- Flugfunk-Apps und Webstreams: LiveATC und Alternativen im Überblick
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Hamburg
Mitten in der Stadt, seit 1911 am selben Ort und mit zwei Pisten, die sich kreuzen: Hamburg ist kein Drehkreuz, aber ein Flughafen mit viel Europaverkehr, Emirates-Langstrecke, Lufthansa Technik nebenan – und dem Affenfelsen als bekanntestem Spotterpunkt.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Affenfelsen am Flughafen Hamburg
Der bekannteste Spotterpunkt am Hamburger Flughafen: Vom Affenfelsen an der Holtkoppel schaust du ohne Leiter über den Zaun auf die Piste 15/33 – mit Kiosk-Café direkt nebenan und der Sonne am Vormittag im Rücken.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
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