Das Wichtigste in Kürze
- mas ist eine mexikanische Frachtairline mit Sitz in Mexiko-Stadt – bekannt geworden unter dem Namen MasAir.
- Codes: IATA M7, ICAO MAA, Rufzeichen „MAS CARGA“.
- Der LATAM-Verbund ist Geschichte: LAN stieg 2000 ein, 2016 hieß die Airline LATAM Cargo México, Ende 2018 verkaufte LATAM seine Anteile.
- Die Boeing 767 ist ausgemustert: Heute fliegt mas ausschließlich umgebaute Airbus A330-200P2F und A330-300P2F.
- Drehkreuz ist Felipe Ángeles (NLU) nördlich von Mexiko-Stadt, Los Angeles ist der wichtigste Stützpunkt in den USA.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | M7 |
|---|---|
| ICAO-Code | MAA |
| Rufzeichen | MAS CARGA |
| Drehkreuze | NLU, LAX |
| Geschäftsmodell | Frachtairline mit Linienfracht in Amerika, dazu Charter und ACMI-Einsätze für andere Anbieter |
| Offizieller Name | Aerotransportes Mas de Carga, S.A. de C.V. |
| Sitz | Mexiko-Stadt, Mexiko |
| Gegründet | 1992 |
| Frühere Namen | MasAir bzw. Mas Air Cargo, 2016 bis 2018 LATAM Cargo México; seit 2022 Markenname „mas“ |
| Eigentümer | Mehrheitlich die mexikanische Beteiligungsgesellschaft Discovery Americas (laut Branchenberichten); bis Ende 2018 Teil des LAN- bzw. LATAM-Verbunds |
| Drehkreuz | Mexiko-Stadt Felipe Ángeles (NLU), dazu Los Angeles (LAX) als wichtiger Stützpunkt |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2026, laut Flottenlisten) | Fünf umgebaute Airbus-A330-Frachter: zwei A330-200P2F und drei A330-300P2F |
| Frühere Typen | Boeing 707-320C, Douglas DC-8-Frachter, Boeing 767-300F sowie umgebaute 767-200 und 767-300 |
| Beteiligung | 49 Prozent an der maltesischen Frachtairline Galistair Malta (seit Dezember 2022) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich mas (MasAir)?
- Fast immer ein Airbus A330 ohne Kabinenfenster – die Fensterreihen sind beim Umbau verschlossen worden
- Große Hauptdeck-Frachttür vorn auf der linken Rumpfseite
- Kein Fahrwerks-Buckel unter der Nase: Das unterscheidet den umgebauten A330P2F vom ab Werk gebauten A330-200F
- Schriftzug „mas“ in Kleinbuchstaben – ältere Fotos zeigen noch MasAir oder LATAM-Farben
- Auf Flugtrackern taucht das Rufzeichen MAA auf, im Funk hörst du „MAS CARGA“
- Kennzeichen oft mit EI- (Irland) oder 9H- (Malta) statt mit dem mexikanischen XA-
Der Name MasAir steht in vielen Spotter-Logbüchern neben einer Boeing 767 in LAN- oder LATAM-Farben. Wer heute nach dieser Airline sucht, stößt auf etwas ganz anderes: eine kleine, eigenständige Frachtairline namens mas, die keine 767 mehr fliegt, sondern umgebaute Airbus A330. Diese Seite sortiert die Geschichte, erklärt die Codes und zeigt dir, woran du einen mas-Frachter am Himmel oder auf dem Vorfeld erkennst.
Seltene Frachter sauber festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – und siehst im Hangar, welche Frachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
mas im Überblick
mas ist eine mexikanische Frachtairline mit Sitz in Mexiko-Stadt. Der offizielle Name lautet Aerotransportes Mas de Carga, bekannt wurde das Unternehmen aber als MasAir oder Mas Air Cargo. Gegründet wurde es 1992, damals mit dem Ziel, Fracht zwischen Mexiko, den USA und Südamerika zu transportieren. Passagiere fliegen bei mas nicht mit – jedes Flugzeug der Flotte ist ein reiner Frachter.
Heute kombiniert mas zwei Geschäftsfelder. Zum einen gibt es ein eigenes Liniennetz mit Verbindungen zwischen Mexiko, den USA sowie Mittel- und Südamerika. Zum anderen vermietet die Airline Flugzeuge samt Crew, Wartung und Versicherung an andere Anbieter – das sogenannte ACMI-Geschäft. Genau dieser Mix macht mas für Spotter interessant: Ein Teil der Flüge ist planbar, ein anderer Teil taucht kurzfristig dort auf, wo gerade Kapazität gebraucht wird.
Anders als Aeroméxico ist mas weder Teil einer Allianz noch einer großen Airline-Gruppe. Mehrheitseigentümer ist die mexikanische Beteiligungsgesellschaft Discovery Americas. Seit Februar 2025 führt Robert van de Weg die Airline als CEO; sein Vorgänger Andrés Fabre wechselte an die Spitze des Verwaltungsrats.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code M7: steht in der Frachtflugnummer, etwa in Buchungssystemen und Flugplänen.
- ICAO-Code MAA: steht im Flugplan der Flugsicherung und damit auch auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen MAS CARGA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Die Codes haben alle Umbenennungen überstanden. Ob ein Foto aus den 2000er-Jahren „MasAir“ zeigt, eines von 2017 „LATAM Cargo México“ oder ein aktuelles „mas“ – es ist immer dieselbe Gesellschaft mit M7 und MAA. Für dein Logbuch heißt das: Notier die Airline über den Code, nicht über den Schriftzug, dann landen alle Sichtungen sauber unter einem Eintrag.
Tracker richtig lesen
Frachter fliegen oft nachts und zu wechselnden Zeiten. Such auf dem Tracker gezielt nach dem Rufzeichen MAA statt nach einer Flugnummer. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll auswertest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Von MasAir zu mas: die Geschichte
Die Geschichte der Airline lässt sich in drei Abschnitte teilen – und jeder hat seine eigene Optik und Flotte hinterlassen.
1992 bis 2000: die Anfänge
MasAir startet als unabhängige Frachtairline. Laut den Flottenlisten fliegen in den ersten Jahren Boeing 707-320C und Douglas-DC-8-Frachter – klassische Vierstrahler, wie sie damals im lateinamerikanischen Frachtverkehr üblich waren.
2000 bis 2018: im LAN- und LATAM-Verbund
Im Dezember 2000 übernimmt LAN Airlines aus Chile 25 Prozent und baut den Anteil später aus. Die alten DC-8 weichen Boeing 767-300F, MasAir wird zum mexikanischen Baustein des LAN-Frachtnetzes. Ab 2016 tritt die Airline als LATAM Cargo México auf.
Ende 2018: die Trennung
Zum 1. Dezember 2018 verkauft LATAM seine Anteile an Discovery Americas. Die Airline ist wieder eigenständig und kehrt zum Namen MasAir zurück.
Seit 2022: mas und der A330
Die Airline verkürzt ihren Namen auf „mas“ und übernimmt als erste Airline in Nord- und Südamerika einen umgebauten A330-200P2F. Bis etwa 2023 verschwinden die letzten Boeing 767 aus der Flotte.
Die LATAM-Zeit ist der Grund, warum MasAir bis heute oft mit der LATAM Airlines Group in Verbindung gebracht wird. Damals war die Airline eng in das Frachtnetz von LATAM Cargo eingebunden, das mit Boeing 767-300F und Boeing 777F zwischen Südamerika, den USA und Europa unterwegs war. MasAir selbst flog in dieser Phase Boeing 767-300F, eine 777F lässt sich in den Flottenlisten der mexikanischen Gesellschaft dagegen nicht nachweisen. Wenn du in alten Fotoarchiven eine 777F unter MasAir findest, lohnt sich deshalb ein zweiter Blick auf ICAO-Code und Kennzeichen.
Die Flotte: vom 767F zum A330P2F
Seit 2022 hat mas die Flotte komplett umgestellt. Laut den verfügbaren Flottenlisten sah sie im Jahr 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Herkunft | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A330-200P2F | 2 | geleast, Umbau bei EFW in Dresden | erster A330-200P2F in Amerika ging 2022 an mas |
| Airbus A330-300P2F | 3 | geleast, u. a. 2025 zwei Maschinen von Titan Aviation Leasing | längerer Rumpf, für längere Strecken eingesetzt |
Der Zusatz P2F steht für „Passenger to Freighter“: Es handelt sich um ehemalige Passagierflugzeuge, die beim Umbau eine große Frachttür auf dem Hauptdeck, einen verstärkten Boden und ein Frachtladesystem bekommen haben. Die Umbauten für mas stammen von den Elbe Flugzeugwerken (EFW), einem Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und ST Engineering. Laut Branchenberichten zu den Leasingverträgen trägt ein A330P2F bis zu rund 61 Tonnen Fracht. Mehr zur Technik und zu den Varianten findest du auf der Seite zum A330-200P2F und A330-300P2F.
Die Leasinggeber geben einen guten Einblick in das Geschäft. Die ersten A330-200P2F kamen 2022 von Altavair, ein A330-300P2F im April desselben Jahres von CDB Aviation. Laut dem Umrüster EFW war mas damit weltweit der erste Betreiber beider Umbauversionen. Im September 2025 meldete mas zwei weitere A330-300P2F von Titan Aviation Leasing, einem Gemeinschaftsunternehmen der Atlas-Air-Muttergesellschaft und des Finanzinvestors Bain Capital. Damit gibt es eine Brücke zu Atlas Air, die zu den Interline-Partnern von mas zählt.
Den A330P2F auf die Wunschliste
Setz Typen, Kennzeichen oder das Rufzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn ein mas-Frachter an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ehrgeizige Pläne, kleine Flotte
2022 kündigte mas an, auf 18 Frachter wachsen zu wollen, darunter acht umgebaute A330-200. Dieses Ziel ist bis heute nicht erreicht: Mit fünf Flugzeugen ist mas eine kleine Frachtairline geblieben. Ein Grund dafür ist der Markt – umbaufähige Widebody-Passagierflugzeuge sind knapp und teuer, und viele Frachtairlines konkurrieren um dieselben Maschinen. Für Spotter bedeutet die kleine Flotte vor allem eins: Jede einzelne Maschine ist eine überschaubare, aber lohnende Sammelaufgabe.
Die ausgemusterten 767
Die Boeing 767 hat MasAir über rund zwei Jahrzehnte geprägt. Die Boeing 767-300F kam in der LAN-Zeit Anfang der 2000er-Jahre, ab 2020 ergänzten umgebaute 767-200 und 767-300 die Flotte. Um 2023 war damit Schluss. Wenn du noch Fotos einer 767 mit MasAir- oder LATAM-Cargo-México-Titeln hast, sind das inzwischen historische Aufnahmen – und eine schöne Ergänzung für deinen Hangar.
Woran du einen mas-Frachter erkennst
Weil die Flotte nur aus einem Typ besteht, ist die Typbestimmung einfach. Spannender ist die Frage, ob vor dir ein umgebauter A330 oder ein ab Werk gebauter Frachter steht – und ob es überhaupt mas ist.
Das spricht für einen A330P2F von mas
- Fensterloser A330-Rumpf, oft mit sichtbaren Konturen der verschlossenen Fenster
- Große Frachttür vorn links auf dem Hauptdeck
- Kein Buckel an der Bugfahrwerksverkleidung
- Schriftzug „mas“ und Rufzeichen MAA auf dem Tracker
Das spricht für einen anderen A330-Frachter
- Auffälliger Buckel unter der Nase – typisch für den A330-200F ab Werk
- Ein anderer ICAO-Code auf dem Tracker
- Vier Triebwerke – dann ist es ein A340, kein A330
- Fensterreihen vorhanden – dann ist es noch ein Passagierflugzeug
Der Buckel ist das wichtigste Detail. Beim A330-200F, den Airbus direkt als Frachter gebaut hat, sitzt das Bugfahrwerk tiefer in einer Verkleidung, damit der Rumpf am Boden waagerecht steht. Umgebaute A330P2F behalten das ursprüngliche Fahrwerk und haben diese Beule nicht. Den Unterschied zwischen A330 und dem sehr ähnlichen A340 erklärt der Beitrag A330 oder A340 unterscheiden, allgemeine Merkmale von Frachtern findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen.
Kennzeichen: EI- und 9H- statt XA-
Eine Eigenheit von mas sind die Kennzeichen. Der erste A330-200P2F flog etwa mit dem irischen Kennzeichen EI-MYY, und auch weitere A330 tragen laut Flottenlisten irische **EI-**Kennzeichen. Frachter, die über die maltesische Beteiligung fliegen, sind in Malta registriert und tragen dann ein **9H-**Kennzeichen. Mexikanische XA-Kennzeichen, wie du sie etwa bei Aeroméxico siehst, findest du in der aktuellen Flotte dagegen nicht.
Dahinter stecken zwei Gründe. Erstens sind die Flugzeuge geleast, und viele Leasinggesellschaften registrieren ihre Maschinen bevorzugt in Irland. Warum das so ist, erklärt der Beitrag zu Offshore-Registrierungen und Leasing. Zweitens hält mas seit Dezember 2022 49 Prozent an der maltesischen Frachtairline Galistair Malta, die mindestens einen der A330-300P2F betreibt. Auf dem Tracker taucht dieser Frachter dann gegebenenfalls nicht unter MAA auf.
Achtung Verwechslung
Ein A330P2F mit EI-Kennzeichen kann zu mehreren Airlines gehören – irische Registrierungen sind bei Leasing-Frachtern weit verbreitet. Fotografiere deshalb immer auch das Kennzeichen und gleiche es mit dem ICAO-Code im Tracker ab, bevor du die Sichtung mas zuordnest. Wie du ein einzelnes Flugzeug gezielt findest, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Netz und Drehkreuz
Das Drehkreuz von mas liegt am Flughafen Felipe Ángeles (NLU) rund 40 Kilometer nördlich der Innenstadt von Mexiko-Stadt. Der neue Flughafen hat seit 2023 einen Großteil der reinen Frachtflüge übernommen, die vorher am alten Flughafen Mexiko-Stadt Benito Juárez abgewickelt wurden. Auch mas hat den Betrieb im August 2023 dorthin verlagert – frühere MasAir-Fotos zeigen die Frachter dagegen noch am alten Hauptstadtflughafen.
Zu den von mas veröffentlichten Linienverbindungen gehörten zuletzt unter anderem Strecken zwischen Felipe Ángeles und Guadalajara, Bogotá, São Paulo-Viracopos sowie seit 2025 wöchentlich San José in Costa Rica. Wichtiger Stützpunkt in den USA ist Los Angeles, unter anderem mit Verbindungen nach Bogotá, Guadalajara und Mexiko-Stadt. Ergänzt wird das Netz durch Partnerschaften: Im Dezember 2025 vereinbarte mas mit Nippon Cargo Airlines, gegenseitig Laderaum zu nutzen – mas erhält so Zugang zu den NCA-Flügen zwischen Los Angeles und Tokio-Narita.
Strecken und Frequenzen ändern sich bei Frachtairlines schnell. Prüf deshalb vor einer gezielten Tour den aktuellen Flugplan oder den Tracker, statt dich auf ältere Berichte zu verlassen.
mas spotten: wo und wie
In Europa ist mas eine echte Rarität. Die Linienflüge bleiben in Amerika, Einsätze auf der anderen Seite des Atlantiks laufen meist über Charter, ACMI-Verträge oder die maltesische Beteiligung; in Übersichten taucht in diesem Zusammenhang auch Zaragoza in Spanien als europäische Basis auf. Am besten stehen deine Chancen deshalb an Flughäfen in Amerika.
Gute Chancen auf mas, wenn …
- du in Mexiko-Stadt am Flughafen Felipe Ángeles bist
- du in Los Angeles spottest, etwa vom Imperial Hill aus
- du an einem Ziel wie Bogotá, Guadalajara oder Viracopos bist und ein MAA-Flug im Tracker steht
Prüf es vorher, wenn …
- du nach alten MasAir-Berichten planst – Hub, Flotte und Strecken haben sich geändert
- ein Charterflug nach Europa angekündigt ist, der kurzfristig verschoben werden kann
Eher kein mas-Tag, wenn …
- du am alten Flughafen Benito Juárez auf MasAir-Frachter wartest
- du an einem europäischen Flughafen ohne angekündigten Charter spottest
In Los Angeles lohnt sich ein Blick in den Planespotting-Guide für Los Angeles. Der Flughafen ist ein Frachtmagnet, und zwischen den großen Namen fällt ein A330 mit kleinem „mas“-Schriftzug schnell durchs Raster. Wer sich für den mexikanischen Frachtmarkt interessiert, findet mit AeroUnion einen zweiten heimischen Frachtbetreiber. Ein spannender Vergleich aus der Region ist Avianca Cargo, die ebenfalls A330-Frachter einsetzt – dort vor allem die ab Werk gebaute Version.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Frachtvorfelder liegen oft abseits der Terminals – Zäune und Sperrbereiche sind trotzdem tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Informier dich im Ausland vorher über die örtlichen Regeln.
Häufige Verwechslungen
- MasAir für eine LATAM-Tochter halten – die Verbindung endete im Dezember 2018, heute ist mas eigenständig.
- mas mit 777F oder 767F suchen – die 767 sind seit 2023 weg, eine 777F hatte MasAir nach den verfügbaren Flottenlisten nie.
- mas mit LATAM Cargo gleichsetzen – LATAM Cargo ist die Frachtsparte der LATAM-Gruppe mit eigenen Codes und eigener Flotte.
- A330P2F als A330-200F notieren – fehlt der Buckel unter der Nase, ist es ein umgebauter Frachter.
- Jeden EI-Frachter für Irland halten – das Kennzeichen zeigt das Registerland, nicht die Heimat der Airline.
- Am alten Hauptstadtflughafen suchen – das Drehkreuz liegt heute in Felipe Ángeles.
mas-Frachter nicht verpassen
Beobachte das Rufzeichen, einzelne Kennzeichen oder den A330P2F und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
MasAir hat in gut drei Jahrzehnten drei Leben gehabt: als unabhängiger Vierstrahler-Betreiber, als mexikanischer Baustein des LAN- und LATAM-Frachtnetzes mit Boeing 767 und seit 2022 als eigenständige mas mit umgebauten A330. Für Spotter ist die Airline klein, aber reizvoll – wenige Flugzeuge, ungewöhnliche Kennzeichen und ein Drehkreuz an einem der jüngsten Großflughäfen Lateinamerikas.
Kurzfazit
mas, früher MasAir (IATA M7, ICAO MAA), ist eine mexikanische Frachtairline mit Drehkreuz in Mexiko-Stadt Felipe Ángeles. Seit dem Ausstieg von LATAM 2018 ist sie eigenständig, statt 767F fliegt sie heute fünf A330P2F – erkennbar am fensterlosen Rumpf ohne Nasenbuckel und an EI- oder 9H-Kennzeichen.
Zusammenfassung
- Wer MasAir sucht, findet heute die Marke mas: dieselbe Airline mit denselben Codes M7 und MAA, aber ohne LATAM-Bezug.
- Die frühere 767-Flotte aus der LAN- und LATAM-Zeit ist verschwunden; aktuell besteht die Flotte aus fünf umgebauten A330-Frachtern.
- Am sichersten erkennst du einen mas-Frachter am fensterlosen A330-Rumpf ohne Nasenbuckel, am Rufzeichen MAA und an Kennzeichen aus Irland oder Malta.
- Die besten Chancen hast du in Mexiko-Stadt Felipe Ángeles, in Los Angeles und an den Zielen in Mittel- und Südamerika.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat MasAir?
MasAir – heute mas – nutzt den IATA-Code M7 und den ICAO-Code MAA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „MAS CARGA“. Die Codes sind über alle Namenswechsel hinweg gleich geblieben.
Gehört MasAir noch zu LATAM?
Nein. LAN Airlines stieg im Dezember 2000 mit 25 Prozent ein und baute den Anteil später aus; 2016 trat die Airline sogar als LATAM Cargo México auf. Zum 1. Dezember 2018 verkaufte LATAM seine Beteiligung an die mexikanische Beteiligungsgesellschaft Discovery Americas. Seitdem ist mas eigenständig und gehört keiner Allianz an.
Fliegt mas noch Boeing 767 oder 777 Frachter?
Nein. Die Boeing 767-300F aus der LATAM-Zeit und die später umgebauten 767-200 und 767-300 wurden bis etwa 2023 ausgemustert. Eine Boeing 777F hat MasAir laut den verfügbaren Flottenlisten nie selbst betrieben – 767F und 777F bringt man eher mit der Schwester LATAM Cargo in Verbindung. Heute fliegt mas ausschließlich umgebaute Airbus A330.
Welche Flugzeuge fliegt mas heute?
Laut Flottenlisten (Stand 2026) fünf Airbus-A330-Frachter: zwei A330-200P2F und drei A330-300P2F. Alle sind ehemalige Passagierflugzeuge, die bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden zu Frachtern umgebaut wurden.
Wo ist das Drehkreuz von mas?
Das Drehkreuz liegt am Flughafen Felipe Ángeles (IATA NLU) nördlich von Mexiko-Stadt, wo inzwischen der Großteil der reinen Frachtflüge der Hauptstadt abgewickelt wird. Wichtiger Stützpunkt in den USA ist Los Angeles (LAX).
Warum tragen mas-Frachter irische oder maltesische Kennzeichen?
Die A330 sind geleast. Leasinggesellschaften lassen ihre Flugzeuge oft in Irland registrieren, deshalb tragen einige Maschinen ein EI-Kennzeichen. Über die maltesische Beteiligung Galistair Malta, an der mas 49 Prozent hält, fliegt mindestens ein Frachter zudem mit 9H-Kennzeichen.
Kann ich mas in Europa sehen?
Selten. Der Linienschwerpunkt liegt in Nord-, Mittel- und Südamerika. In Europa tauchen mas-Frachter vor allem bei Charter- und ACMI-Einsätzen auf – oder über die maltesische Beteiligung Galistair. Solche Flüge sind nicht planbar, deshalb lohnt sich ein Alarm auf das Rufzeichen oder die Kennzeichen.
mas (MasAir) im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200P2F und A330-300P2F
Großraum-Airbus ohne Fenster, aber auch ohne Beule unter der Nase: Das ist die A330P2F, der Umbaufrachter der Elbe Flugzeugwerke aus Dresden. So erkennst du beide Versionen und findest sie an Europas Frachtdrehkreuzen.
FlugzeugtypAirbus A330-200F
Fensterloser A330-Rumpf, Frachttor vorn links und eine auffällige Beule unter der Nase: Die A330-200F ist der Werksfrachter der A330-Familie. So erkennst du ihn und weißt, wer ihn heute noch fliegt.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
Weitere Airlines
LATAM Cargo
Die Frachtsparte der LATAM-Gruppe aus Santiago de Chile: eine Flotte aus Boeing 767-300F und umgebauten 767-300ER, Gesellschaften in Chile, Brasilien und Kolumbien, Drehkreuz Miami und Frachtflüge nach Europa – früher auch mit der Boeing 777F.
FrachtAeroUnion
Mexikanische Nurfracht-Airline aus Mexiko-Stadt: über zwei Jahrzehnte mit Airbus-A300- und Boeing-767-Frachtern zwischen Mexiko und den USA unterwegs, seit 2025 unter dem Namen Avianca Cargo México.
FrachtAvianca Cargo
Die Frachtairline der Avianca-Gruppe aus Kolumbien, bis 2013 als Tampa Cargo bekannt: Airbus-A330-Frachter, Drehkreuze Bogotá, Medellín und Miami – und Tonnen von Schnittblumen für die USA und Europa.
NetzwerkAeroméxico
Mexikos Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Mexiko-Stadt: Gründungsmitglied von SkyTeam, Joint-Venture-Partner von Delta und mit Boeing 787 Dreamliner regelmäßig in Madrid, Paris, Amsterdam, London und Rom zu Gast.
CharterAtlas Air
Die US-Frachtairline, die für andere fliegt: Atlas Air betreibt die größte Flotte von Boeing-747-Frachtern, fliegt im Auftrag von Kunden wie DHL und Amazon, steuert Boeings Dreamlifter und hat die letzte jemals gebaute 747 übernommen.
FrachtNippon Cargo Airlines
Japans erste reine Frachtairline: acht Boeing 747-8F mit JA-Kennzeichen auf KZ, Drehkreuz Tokio-Narita, seit 2025 Teil der ANA-Gruppe – und regelmäßig in Amsterdam, Mailand und Frankfurt zu Gast.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
LATAM Airlines Group
Aus der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM entstand 2012 die größte Airline-Gruppe Südamerikas. Alle Töchter tragen dasselbe Indigoblau – wer sie auseinanderhalten will, braucht Codes, Rufzeichen und Kennzeichen.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Mexiko-Stadt
Ein Großflughafen mitten in der Stadt und auf 2.230 Metern Höhe: Am AICM landen Aeroméxico, Volaris und Viva Aerobus im Minutentakt über Wohnvierteln, und die Spotter-Community hat sich ihre Plätze auf Fußgängerbrücken, Dachterrassen und in Cafés gesucht.
FlughafenFlughafen Los Angeles (LAX)
Vom Weizenfeld Mines Field zum Tor nach Asien und Australien: vier Parallelbahnen direkt am Pazifik, vier große Hausairlines, Großraumjets aus aller Welt – und mitten im Terminal-Hufeisen das Theme Building, die fliegende Untertasse aus dem Jahr 1961.
Wo du mas (MasAir) vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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