Planespotting in Miami: Fracht aus Lateinamerika, Oldtimer und Spots

Miami ist das Frachttor der USA nach Lateinamerika: 767F, 777F, A330F und Jumbo-Frachter im Minutentakt, dazu American-Airlines-Drehkreuz und eine lange Propliner-Geschichte. Pisten, Licht, Spots und Regeln für deinen Besuch.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Frachtflughafen Nummer eins: Laut Flughafenbetreiber lag Miami International 2025 bei der internationalen Luftfracht auf Platz eins der US-Flughäfen, bei der gesamten Fracht auf Platz zwei. Der Großteil davon kommt aus Lateinamerika und der Karibik.
  • Vier Pisten, meist drei gleichzeitig: 8L/26R, 8R/26L, 9/27 und die Diagonale 12/30. Frachter und Airlines aus Südamerika nutzen oft die südlichen Bahnen, American Airlines eher die nördlichen.
  • Tropisches Licht: Im Sommer steht die Sonne mittags fast senkrecht, im Winter ist sie flach genug für gute Seitenansichten. Für die meisten Spotter ist die Wintersaison die bessere Zeit.
  • Viele Spots sind Grauzone: Parkhäuser, Hotelparkplätze und Firmengelände rund um MIA sind oft Privatgrund. Bleib diskret, folge Anweisungen von Polizei und Sicherheitsdienst sofort und setze auf öffentliche Straßen.
  • Die Propliner-Ära ist Geschichte: DC-6, DC-7, C-46 und Constellations prägten einst den Frachtverkehr nach Lateinamerika, später DC-8 und 727. Heute dominieren Zweistrahler-Frachter – die Spurensuche lohnt trotzdem.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Miami in Kürze: Warum sich die Reise lohnt
  2. 2.Fracht aus Lateinamerika: Was du am Zaun siehst
  3. 3.Die Pisten und wer wo landet
  4. 4.Licht in den Tropen: Miami ist nicht München
  5. 5.Die bekanntesten Spots am MIA
  6. 6.Oldtimer und Propliner: Miamis zweite Geschichte
  7. 7.Abstecher zu den Nebenflughäfen
  8. 8.Reiseplanung: Saison, Auto, Hitze
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Wer in Miami am Zaun steht, sieht in einer Stunde mehr Frachter als an manchem europäischen Großflughafen an einem ganzen Tag. Zwischen den Jets von American Airlines landen 767F aus Bogotá, 777F aus Santiago, A330F mit Blumen aus Kolumbien und Jumbo-Frachter auf dem Weg nach Südamerika. Dazu kommt eine Geschichte, die Spotter seit Jahrzehnten anzieht: Miami war lange der Ort, an dem Propliner und alte Strahlflugzeuge ihre letzten Jahre flogen. Dieser Guide zeigt dir, was du am Flughafen Miami heute erwarten kannst, welche Pisten wann laufen, wie das tropische Licht funktioniert und wo du dich am besten aufstellst.

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Miami in Kürze: Warum sich die Reise lohnt

Der Flughafen Miami (IATA MIA, ICAO KMIA) liegt rund zehn Kilometer westnordwestlich von Downtown Miami und wird vom Miami-Dade Aviation Department betrieben. Seine Wurzeln reichen bis 1928 zurück, als Pan Am an der NW 36th Street Land für ein eigenes Flugfeld erwarb. Die Ausrichtung nach Süden ist geblieben: Laut Betreiber bietet kein anderer US-Flughafen so viele Flüge nach Lateinamerika und in die Karibik.

Für Spotter zählen vor allem zwei Dinge. Erstens die Fracht: 2025 wurden in Miami nach Angaben des Flughafens rund 3,4 Millionen US-Tonnen Luftfracht umgeschlagen, davon der weit überwiegende Teil international. Damit lag MIA in den USA bei der internationalen Fracht auf Platz eins und bei der Gesamtfracht auf Platz zwei. Zweitens American Airlines, die Miami als großes Drehkreuz und als Tor nach Lateinamerika nutzt. Dazu kommen laut Flughafen über 90 Fluggesellschaften und mehr als 160 Nonstop-Ziele (Stand Herbst 2026).

55,3 Mio.Passagiere im Jahr 2025 (Angabe des Flughafens)
3,4 Mio.US-Tonnen Fracht 2025, überwiegend international
4Pisten, meist drei gleichzeitig in Betrieb

Fracht aus Lateinamerika: Was du am Zaun siehst

Ein großes Frachtvorfeld liegt im Westen des Geländes, FedEx und UPS sitzen mit eigenen Anlagen in der Nordwestecke an der NW 36th Street. Weitere Frachtgesellschaften haben ihre Basis an der Nordseite. Entsprechend verteilt sich der Verkehr auf mehrere Seiten des Flughafens.

Die Mischung ist es, die Miami besonders macht:

Wenn du bei 767F, 777F und A330F noch ins Schwimmen kommst: Der Guide Frachtflugzeuge erkennen zeigt dir, woran du Frachter und ihre Umbauversionen auseinanderhältst. Die Kennzeichen sind in Miami ein eigenes Sammelgebiet – neben US-Registrierungen (N-Nummern) siehst du Maschinen aus Kolumbien, Chile, Brasilien, Ecuador, Peru und Mexiko.

Blumensaison im Blick behalten

Ein großer Teil der Fracht aus Kolumbien und Ecuador sind frische Schnittblumen. Vor Blumen-Feiertagen wie dem Valentinstag kann der Frachtverkehr aus Südamerika spürbar anziehen – prüf vor der Reise auf einer Live-Karte, wie viele Zusatzflüge unterwegs sind.

Die Pisten und wer wo landet

MIA hat vier Pisten, und für die Spotplanung ist ihre Rolle wichtiger als die Länge:

Piste Länge (gerundet) Typische Nutzung laut Spotterberichten
8L/26R ca. 2.620 m nördlichste Bahn, viele Landungen, gern von American und den Frachtern mit Basis im Norden genutzt
8R/26L ca. 3.200 m vor allem Starts, weil die Rollwege kurz sind
9/27 ca. 3.970 m längste Bahn, Starts und Landungen, häufig von südamerikanischen Airlines und Frachtern im Süden
12/30 ca. 2.850 m Diagonale im Westen, Landungen auf 30 bei vielen Flügen aus Südamerika und bei Amerijet

Eine Faustregel aus der Spotter-Community: Frachter und Business-Flüge nutzen meist die Bahn, die ihrem Vorfeld am nächsten liegt. Wer gezielt Lateinamerika-Fracht will, schaut deshalb eher auf 9/27 und 12/30, wer American-Jets sammelt, eher auf die nördlichen Bahnen.

Die Betriebsrichtung hängt wie überall vom Wind ab. In Südflorida weht er oft aus östlichen Richtungen, deshalb wird häufig auf 8, 9 und 12 gelandet und gestartet – sicher planen kannst du dich darauf aber nicht. Wie du Wind und Betriebsrichtung liest, steht im Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen; für die Vorhersage helfen Windy und andere Wetterkarten.

Licht in den Tropen: Miami ist nicht München

Miami liegt auf knapp 26 Grad nördlicher Breite. Das verändert die Lichtplanung deutlich gegenüber Mitteleuropa. Mit der Faustformel aus dem Guide Sonnenstand planen – 90 Grad minus Breite plus Sonnendeklination – ergibt sich:

  • Im Juni steht die Sonne mittags fast senkrecht, bei knapp 88 Grad. Rumpfunterseiten liegen dann komplett im Schatten, und über dem Asphalt flimmert die Luft.
  • Im Dezember erreicht sie mittags nur gut 40 Grad. Das ist flach genug für schöne Seitenansichten fast den ganzen Tag.
  • Der Sonnenhöchststand kommt später, als die Uhr vermuten lässt: Miami liegt gut fünf Längengrade westlich des Bezugsmeridians der Eastern Time. Zur Winterzeit steht die Sonne deshalb grob gegen 12:20 Uhr am höchsten, zur Sommerzeit gegen 13:20 Uhr – plus/minus der Zeitgleichung.

Weil die Sonne den Großteil des Jahres im Süden steht, gilt die bekannte Regel auch hier: Nördlich einer Ost-West-Piste mit Blick nach Süden hast du mittags Gegenlicht, südlich davon die Sonne im Rücken. Im Sommer wandert die Sonne morgens und abends allerdings weit nach Norden, sodass Nordseiten-Spots dann früh und spät funktionieren.

Hitzeflimmern ist in Miami ein ganzjähriges Thema, im Sommer aber extrem. Lange Brennweiten über heißen Asphalt hinweg liefern ab dem späten Vormittag oft nur noch weiche Bilder. Tipps dagegen sammelt der Artikel Hitzeflimmern vermeiden; was du gegen die Hitze selbst tun kannst, steht in Planespotting im Sommer.

Licht, Wind und Pisten auf einen Blick

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen und plant mit dem Sonnenstand-Planer, wann dein Spot das beste Licht hat. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die bekanntesten Spots am MIA

Einen offiziellen Spotterpunkt mit Hügel und Parkplatz wie in München oder Düsseldorf gibt es in Miami nicht. Die Szene nutzt eine Handvoll Straßenränder, Zaunabschnitte und Parkflächen rund um das Gelände. Vieles davon ist Privatgrund oder liegt in sensiblen Bereichen – die Lage kann sich jederzeit ändern. Die folgenden Standorte sind in Spotterführern seit Jahren beschrieben.

The Holes an der NW 25th Street

Der wohl bekannteste Spot in Miami: ein Zaun an der Nordwestseite, in den Löcher in Kamerahöhe eingelassen sind. Du fotografierst hier Verkehr auf der Bahn 8 und Landungen auf der Diagonale 12. Die Löcher sitzen recht hoch, ein kleiner Tritt hilft. Parken wird laut Spotterführern in der Nähe geduldet, ist aber nicht offiziell vorgesehen – halte die Zufahrten frei. Schatten und Toiletten gibt es nicht. Das Licht passt für die Bahn 8 über weite Teile des Tages, für die 12 eher ab dem späten Vormittag.

El Dorado am Ende der NW 72nd Avenue

Weiter südlich endet die NW 72nd Avenue an den Gleisen nahe der Bahn 9. Hier stehst du für Landungen und Starts auf 9 und siehst viel Südamerika-Fracht. Der Zaun stört bei Startbildern, eine Leiter ist deshalb verbreitet – was dabei zu beachten ist, steht im Artikel Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun. Abgestellte Güterwagen auf den Gleisen davor können dir den Blick zeitweise versperren. Eine Tankstelle mit Shop liegt in der Nähe.

Um die Lagune: Landungen auf 27 und 30

Im Südosten des Flughafens liegt die Blue Lagoon, ein Bürogebiet am Wasser. In der Umgebung findest du Standorte für Landungen auf 27 und 30, vor allem im Winter mit gutem Licht. Spotterführer warnen hier vor starkem Hitzeflimmern auf der 27 – und vor Leguanen und Alligatoren am Ufer. Halt Abstand vom Wasser.

Hotelzimmer mit Pistenblick

Das Hilton an der Blue Lagoon ist unter Spottern eine feste Größe: Aus oberen Etagen siehst du Landungen auf 27 und 30 sowie Starts auf 27 und 12. Frag nach einem Zimmer mit Flughafenblick und ohne Sichtschutz am Balkon. Gerade bei Mittagshitze oder Gewitter ist ein klimatisiertes Zimmer mit Fensterblick die angenehmste Art zu spotten.

Cell Phone Lot im Osten

Der Handy-Wartebereich für Abholer liegt auf der Ostseite des Flughafens. Von dort siehst du Landungen auf 26L/26R und Starts auf 8. Das Licht ist allerdings nur an langen Sommerabenden kurz brauchbar, sonst fotografierst du ins Gegenlicht. Polizei und Flughafenbehörden sind hier sehr präsent – es ist ein Wartebereich, kein Spotterplatz.

Gute Wahl, wenn …

  • du von öffentlicher Straße aus fotografierst und niemanden behinderst
  • du bei Ansprache freundlich bleibst und auf Aufforderung gehst
  • du im Hotel oder an einer Tankstelle Toiletten und Schatten hast

Nur mit Fingerspitzengefühl, wenn …

  • der Spot ein Parkhaus oder Firmenparkplatz ist
  • Schilder auf Mieter- oder Kundenparkplätze hinweisen
  • du eine Leiter am Zaun aufstellen willst

Lass es, wenn …

  • Schilder den Bereich als gesperrt ausweisen
  • du dafür in Sicherheitsbereiche oder an Einfahrten parken müsstest
  • du mit einer Drohne arbeiten willst

Was in den USA grundsätzlich erlaubt ist und wie du mit Kontrollen umgehst, fasst der Artikel Planespotting in den USA zusammen. Mit großem Tele am Zaun fällst du immer auf – Hinweise dazu stehen in Großes Teleobjektiv, großer Verdacht.

Oldtimer und Propliner: Miamis zweite Geschichte

Wer sich ein wenig mit Luftfahrtgeschichte beschäftigt, verbindet Miami nicht nur mit Fracht, sondern mit alten Flugzeugen. Über Jahrzehnte war MIA die Drehscheibe für Frachtgesellschaften, die mit gebrauchtem Gerät zwischen Florida, der Karibik und Südamerika pendelten. In der Unfallchronik des Flughafens finden sich Fracht-DC-7, eine Lockheed Super Constellation, eine Curtiss C-46 und 1997 eine DC-8 von Fine Air – ein Spiegel dessen, was hier damals flog.

Ausgemusterte Maschinen standen oft lange in einem Bereich des Flughafens, der in der Szene den Spitznamen „Corrosion Corner“ trug, und wurden dort schließlich zerlegt. Auch in Kolumbien hielten sich Klassiker lange: Die heutige Avianca Cargo setzte früher DC-6, 707 und DC-8 ein, Gesellschaften wie Líneas Aéreas Suramericanas flogen C-46, DC-6, Caravelle und später Boeing 727-200 als Frachter.

Diese Zeit ist vorbei. Líneas Aéreas Suramericanas stellte den Betrieb 2023 ein, und Aerosucre hat ihre letzten 727 nach Berichten von Ende 2025 aus dem Dienst genommen und fliegt heute mit umgebauten 737-Frachtern. Die „Oldtimer“ im heutigen Miami sind deshalb eher die Veteranen der zweiten Reihe: frühe 767-200 im Frachtdienst, 747-400F mit Jahrzehnten auf dem Buckel und gelegentlich Maschinen, die nur noch bei wenigen Betreibern fliegen. Wie du solche Raritäten einschätzt, erklärt Seltene Flugzeuge spotten; wo ausgemusterte Flieger heute landen, steht im Artikel über Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.

Abstecher zu den Nebenflughäfen

Rund um Miami liegen mehrere kleinere Flugplätze, die einen Besuch wert sind, wenn du genug vom großen Betrieb hast:

  • Miami-Opa Locka Executive (OPF): etwa 18 Kilometer nördlich der Innenstadt. Der frühere Marineflugplatz aus dem Zweiten Weltkrieg beherbergt heute die Coast Guard Air Station Miami mit HC-144 und MH-65, dazu Business Aviation, die Semi-Private-Airline JSX und Wartungsbetriebe, die Maschinen bis zur Größe einer 747 betreuen. Hier tauchen am ehesten ungewöhnliche Typen auf.
  • Miami Executive (TMB): der frühere Kendall-Tamiami-Flugplatz im Südwesten, mit viel Allgemeiner Luftfahrt, Flugausbildung und der Fliegerstaffel der Miami-Dade-Polizei. Am Platz befindet sich das Museum Wings Over Miami – prüf vorab Öffnungszeiten und ob es aktuell geöffnet ist.
  • Fort Lauderdale (FLL): rund 30 Kilometer nördlich, mit einem ganz anderen Verkehrsmix aus Low-Cost-Airlines und Karibik-Flügen. Wenn du ohnehin in Südflorida bist, lohnt sich ein Tag dort als Kontrast.

Reiseplanung: Saison, Auto, Hitze

1. Saison wählen

Der Winter mit flacherer Sonne, trockenerer Luft und weniger Gewittern ist für die meisten Spotter die beste Zeit. Die atlantische Hurrikansaison läuft offiziell vom 1. Juni bis 30. November.

2. Mietwagen einplanen

Die Spots liegen auf allen Seiten des riesigen Geländes. Ohne Auto verlierst du viel Zeit, und an manchen Stellen fotografierst du am diskretesten direkt aus dem Fahrzeug.

3. Betriebsrichtung am Vorabend prüfen

Windvorhersage und Live-Karte zeigen dir, ob am nächsten Morgen nach Osten oder Westen geflogen wird. Danach richtet sich die Spotwahl.

4. Früh starten

Morgens ist die Luft am ruhigsten und das Licht am weichsten. Ab dem späten Vormittag nehmen Hitze und Flimmern zu, am Nachmittag oft Gewitter.

5. Wasser, Sonnenschutz, Pausen

Viele Spots haben weder Schatten noch Toiletten. Tankstellen und Hotels in der Nähe sind deine Basis.

Allgemeine Tipps zu Einreise, Mietwagen und Ausrüstung für eine Spotting-Reise in die Staaten bündelt der Guide Planespotting-Reise in die USA. Wenn du die Reise mit der Westküste kombinierst, hilft der Guide Planespotting in Los Angeles; dort gehören Imperial Hill und der In-N-Out Burger an der LAX auf die Liste. Weitere Ziele weltweit findest du auf unserer Spotting-Bucket-List.

Worauf du achten solltest

  • Diskret bleiben. Rund um MIA gilt: so wenig auffallen wie möglich, keine Einfahrten blockieren, nicht auf Grünflächen parken.
  • Anweisungen sofort folgen. Wer von Sicherheitsdienst oder Polizei weggeschickt wird, geht – Diskussionen schaden dem Ruf der ganzen Szene.
  • Hitze ernst nehmen. In Südflorida wird es auch im Winter warm. Trink genug, such regelmäßig Schatten auf.
  • Wildtiere respektieren. An Kanälen und Lagunen leben Alligatoren. Bleib vom Ufer weg.
  • Kennzeichen notieren. Manche lateinamerikanischen Frachter wechseln Betreiber und Registrierung – halte fest, was du gesehen hast, solange es frisch ist.

Bereit für Miami?

Hak ab, was du vor der Reise erledigt hast.

  • Ich habe die Saison bewusst gewählt und den Hurrikan-Zeitraum im Blick.
  • Ich habe einen Mietwagen oder eine andere flexible Anreise organisiert.
  • Ich kenne die vier Pisten und weiß, welche Bahn welcher Verkehr nutzt.
  • Ich habe für meine Spots den Sonnenstand geprüft.
  • Ich weiß, welche Standorte Privatgrund sind und wie ich mich dort verhalte.
  • Ich habe Wasser, Sonnenschutz und eine Ausweichmöglichkeit bei Gewitter eingeplant.

Kein Jumbo-Frachter mehr verpassen

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ wie die 747-400F oder eine Airline im Anflug ist – und auf der Spot-Karte findest du Anreise, bestes Licht und Community-Fotos. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Miami ist der Ort, an dem Frachtspotting zur Hauptsache wird. Kaum ein Flughafen der Welt bündelt so viele Frachter aus Lateinamerika, dazu kommt das dichte Netz von American Airlines und eine Geschichte voller Propliner und alter Jets. Die Kehrseite: Es gibt keinen offiziellen Spotterpunkt, viele Standorte sind Privatgrund, und Sonne und Hitze machen die Mittagsstunden schwierig. Wer im Winter reist, früh startet, die Pistennutzung kennt und sich diskret verhält, kommt mit einer Speicherkarte voller Kennzeichen aus Bogotá, Santiago und Lima nach Hause.

Kurzfazit

Fahr im Winter, nimm einen Mietwagen und plane nach Betriebsrichtung: Für Südamerika-Fracht sind die Bahnen 9/27 und 12/30 deine Ziele, für American die nördlichen Bahnen. The Holes, El Dorado und die Gegend um die Lagune sind die bekannten Klassiker – bleib dort unauffällig und respektiere Privatgrund.

Zusammenfassung

  • Miami International (MIA/KMIA) liegt rund zehn Kilometer westnordwestlich der Innenstadt und ist das größte Drehkreuz für Luftfracht zwischen den USA und Lateinamerika.
  • Typische Motive sind 767- und 777-Frachter, A330F von Avianca Cargo, Jumbo-Frachter von Atlas und Kalitta sowie das dichte Netz von American Airlines in die Karibik und nach Südamerika.
  • Die bekanntesten Spots sind die Zaunlöcher an der Nordwestecke („The Holes“), das Straßenende bei El Dorado für die Bahn 9 und die Gegend um die Lagune für Landungen auf 27 und 30.
  • Hitze, Hitzeflimmern, Gewitter am Nachmittag und die Hurrikansaison von Juni bis November gehören zur Planung genauso wie Pistenrichtung und Sonnenstand.

Häufige Fragen

Ist Planespotting in Miami erlaubt?

Fotografieren von öffentlichen Straßen und Flächen aus ist in den USA grundsätzlich zulässig. Rund um MIA liegen viele beliebte Standorte aber auf Privatgrund, etwa Parkhäuser oder Firmenparkplätze. Dort wirst du geduldet oder eben nicht. Wenn Sicherheitsdienst oder Polizei dich ansprechen, bleib freundlich, zeig auf Nachfrage deine Bilder und geh, wenn du dazu aufgefordert wirst. Drohnen haben im kontrollierten Luftraum um MIA ohne FAA-Freigabe nichts zu suchen.

Welche Pisten hat der Flughafen Miami?

MIA hat vier Asphaltpisten: 9/27 mit knapp 4.000 Metern als längste, 8R/26L mit rund 3.200 Metern, die Diagonale 12/30 mit gut 2.850 Metern und 8L/26R mit rund 2.600 Metern. Meist sind drei Bahnen gleichzeitig in Betrieb.

Wann ist die beste Reisezeit für Planespotting in Miami?

Für die meisten Spotter der Winter, grob von November bis April. Die Sonne steht dann flacher, die Luft ist trockener, und das Risiko von Gewittern und Hurrikans ist geringer. Im Sommer steht die Sonne mittags fast im Zenit, Hitzeflimmern ist stark, und am Nachmittag ziehen oft Gewitter auf. Die offizielle atlantische Hurrikansaison läuft vom 1. Juni bis 30. November.

Welche Frachtairlines sieht man in Miami?

Unter anderem LATAM Cargo, Avianca Cargo, Atlas Air, Kalitta Air, Amerijet, Mas Air, FedEx, UPS, DHL-Partner und Amazon Air, dazu Gäste wie Cargolux oder Turkish Cargo. Welche Gesellschaft welches Muster einsetzt, ändert sich laufend – ein Blick auf die aktuelle Live-Karte vor dem Besuch lohnt sich.

Gibt es in Miami noch Boeing 727 oder Propeller-Oldtimer?

Im regulären Frachtverkehr an MIA kaum noch. Die kolumbianischen 727-Betreiber haben ihre Flotten bis 2025 ausgemustert, und die Zeit der DC-6, DC-7 und C-46 ist lange vorbei. Ältere Typen wie 767-200 und 757 tauchen aber weiterhin auf, und an den Nebenflughäfen wie Opa-locka findest du eher ungewöhnliche Maschinen als am Hauptflughafen.

Wo übernachte ich als Spotter am besten?

Viele Spotter nehmen ein Hotel direkt am Flughafen. Beliebt ist das Hilton an der Blue Lagoon, weil man aus oberen Zimmern Richtung Bahn 27 und 30 schaut. Frag beim Check-in nach einem Zimmer mit Blick zum Flughafen und ohne Sichtschutz am Balkon. Eine Garantie für bestimmte Zimmer gibt es nicht.

Brauche ich in Miami ein Auto?

Praktisch ja. Die Spots rund um den Flughafen liegen weit auseinander, das Busnetz ist dünn, und an vielen Standorten fotografierst du am besten vom Auto aus. Ein Mietwagen macht dich flexibel, wenn die Betriebsrichtung wechselt.

PT

Planetrack Redaktion

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