Das Wichtigste in Kürze
- Canadian Pacific Air Lines war die private Airline des Eisenbahnkonzerns Canadian Pacific und flog von 1942 bis 1987.
- Sie entstand aus zehn aufgekauften Buschfluggesellschaften und war lange die große private Konkurrentin der staatlichen Trans-Canada Air Lines, der heutigen Air Canada.
- Ab 1949 flog die Airline über den Pazifik nach Sydney, Tokio und Hongkong, ab 1955 auf der Polarroute nach Amsterdam.
- 1968 wurde aus ihr CP Air – mit einer orangefarbenen Lackierung, die bis heute zu den bekanntesten kanadischen Airline-Designs zählt.
- 1987 übernahm Pacific Western Airlines die Gesellschaft, gemeinsam bildeten sie Canadian Airlines International.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | CP |
|---|---|
| ICAO-Code | CPC |
| Rufzeichen | EMPRESS |
| Drehkreuze | YVR |
| Status | Historisch – 1987 in Canadian Airlines International aufgegangen |
| Geschäftsmodell | Private Netzwerk-Airline mit Inlandsnetz und Langstrecke über Pazifik, Polarroute und Atlantik |
| Entstehung | 1942 aus zehn aufgekauften Buschfluggesellschaften der Canadian Pacific Railway |
| Mutterkonzern | Canadian Pacific (Eisenbahn-, Schiffs- und Hotelkonzern) |
| Sitz | Vancouver, zuletzt in Richmond am Flughafen Vancouver International |
| Drehkreuze | Vancouver (YVR); Toronto als wichtiger Standort für Europaflüge |
| Namen | Canadian Pacific Air Lines (1942–1968), CP Air (1968–1985), wieder Canadian Pacific Air Lines (ab Dezember 1985) |
| Prägende Typen | DC-3, Canadair C-4 North Star, DC-6B, Bristol Britannia, Douglas DC-8, Boeing 727, 737, 747 und McDonnell Douglas DC-10 |
| Markenzeichen | Orange Lackierung mit dem Multimark-Logo des Canadian-Pacific-Konzerns (ab 1968), Flugzeugnamen „Empress of …“ |
| Ende | Übernahme durch Pacific Western Airlines Anfang 1987, Fusion zu Canadian Airlines International im Frühjahr 1987 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Canadian Pacific Air Lines?
- Ab 1968 eine kräftig orange Lackierung mit dem Schriftzug „CP Air“
- Das Multimark des Canadian-Pacific-Konzerns – ein Dreieck in einem Kreissegment
- Flugzeugnamen nach dem Muster „Empress of …“, etwa „Empress of Suva“ an einer DC-6B
- Kanadische Kennzeichen mit CF-, später in der Form C-F… oder C-G…; viele CP-Maschinen trugen „CP“ in der Buchstabenfolge, etwa CF-CPK oder CF-CPQ
- Ab 1986 eine dunkelblaue Bemalung mit neuem Logo und dem Namen „Canadian Pacific“, teils zweisprachig „Canadien Pacifique“
Wer in alten Dia-Kisten oder Fotobänden über kanadische Flughäfen der 1970er-Jahre blättert, stolpert früher oder später über einen orangefarbenen Jet mit dem Schriftzug „CP Air“. Dahinter steckt Canadian Pacific Air Lines – die Airline des legendären Eisenbahnkonzerns Canadian Pacific. 45 Jahre lang war sie die große private Gegenspielerin der Staatsairline, flog von Vancouver aus über den Pazifik und über den Nordpol nach Europa und gab ihren Flugzeugen Namen nach dem Muster „Empress of …“. Hier erfährst du, wie die Airline entstand, welche Flugzeuge ihr Bild prägten, woran du sie auf alten Aufnahmen erkennst und wie aus ihr Canadian Airlines wurde.
Historische Sichtungen sauber archivieren
Mit Planetrack postest du Fotos mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – auch eingescannte Dias und Museumsbesuche landen so geordnet in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
CP Air im Überblick
Canadian Pacific Air Lines war die Fluggesellschaft des Canadian-Pacific-Konzerns und existierte von 1942 bis 1987. Der Konzern war damals weit mehr als eine Eisenbahn: Zu ihm gehörten auch Ozeanschiffe, Hotels und Telegrafenlinien. Die Airline fügte sich in dieses Verkehrsimperium ein und wurde über die Jahrzehnte zur zweiten großen Fluggesellschaft Kanadas – neben der staatlichen Trans-Canada Air Lines, aus der später Air Canada wurde.
Heimat der Airline war Vancouver. Von der Westküste aus lag Asien nah, und genau dort setzte CP Air ihre Schwerpunkte: Pazifikstrecken nach Japan, Hongkong und Australien, später auch die Polarroute nach Europa. Im Osten wurde Toronto – heute der Flughafen Toronto Pearson – zum wichtigen Standort, unter anderem für Europaflüge.
1987 endete die Geschichte als eigene Marke: Pacific Western Airlines kaufte die Airline, und gemeinsam entstand Canadian Airlines International.
Codes, Rufzeichen und Namen
- IATA-Code CP: stand in den Flugnummern der Airline.
- ICAO-Code CPC: der dreistellige Code für Flugsicherung und Flugpläne.
- Rufzeichen EMPRESS: Im Funk meldeten sich die Crews als „Empress“. Das passt zu den Flugzeugnamen nach dem Muster „Empress of …“, mit denen Canadian Pacific die Tradition seiner berühmten Empress-Ozeandampfer in die Luft holte.
- Kennzeichen CF- und C-: Alle Flugzeuge waren in Kanada registriert. Bis in die 1970er-Jahre lautete das Format CF- plus drei Buchstaben, danach C-F… oder C-G…. Wie Kennzeichen allgemein aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Beim Namen lohnt ein genauer Blick aufs Datum: Bis 1968 hieß die Airline Canadian Pacific Air Lines, von Herbst 1968 bis Dezember 1985 CP Air, danach wieder Canadian Pacific Air Lines. Ein Foto mit „CP Air“ am Rumpf stammt also aus der Zeit zwischen 1968 und etwa 1986.
Die Geschichte: vom Buschflug zur Weltairline
1942: zehn Buschflieger werden eine Airline
Anfang der 1940er-Jahre kaufte die Canadian Pacific Railway zehn kleinere Fluggesellschaften auf, die vor allem den kanadischen Norden versorgten. Darunter waren Namen wie Yukon Southern Air Transport, Mackenzie Air Services, Ginger Coote Airways und die Canadian Airways. 1942 wurden sie zusammengefasst, im Mai 1942 erhielt die neue Gesellschaft offiziell den Namen Canadian Pacific Air Lines. Ein zusammenhängendes Streckennetz gab es zunächst nicht – die übernommenen Strecken führten vor allem in den Norden des Landes.
Prägende Figur der ersten Jahrzehnte war Grant McConachie, ab 1941 Generaldirektor und von 1947 bis 1965 Präsident. Er trieb die Airline in Richtung Pazifik – ein Kurs, der sich als Erfolgsrezept erwies.
Der lange Kampf ums Inlandsnetz
Die kanadische Regierung schützte ihre eigene Airline. Eine Fusion von Canadian Pacific mit Trans-Canada Air Lines wurde 1942 untersagt, ein Antrag auf Transkontinentalflüge 1944 abgelehnt. Erst Ende der 1950er-Jahre durfte die Airline eine tägliche Verbindung quer durch das Land anbieten. Die Regierung begrenzte den Marktanteil auf den großen Inlandsstrecken jahrzehntelang zugunsten von Air Canada – erst 1979 fiel diese feste Aufteilung weg.
Nach dem Krieg verlegte die Airline ihren Sitz von Montreal nach Vancouver. Im Inland war die Douglas DC-3 lange das wichtigste Flugzeug – mehr zum Klassiker erzählt der Artikel Douglas DC-3: Geschichte.
1949: über den Pazifik
Weil das Inland verbaut war, blickte McConachie nach außen. Am 13. Juli 1949 startete die erste internationale Linie von Vancouver über Honolulu und Fidschi nach Sydney, im selben Jahr folgte die Verbindung nach Tokio und Hongkong. Eingesetzt wurde zunächst die Canadair C-4 North Star, eine kanadische DC-4-Ableitung mit Merlin-Motoren. In den 1950er-Jahren übernahmen die Douglas DC-4 und dann die Douglas DC-6 in der Version DC-6B diese Strecken.
Ab Oktober 1953 flog die Airline auch über Mexiko-Stadt nach Lima, später weiter nach Buenos Aires und Santiago de Chile. Für Spotter ist die Pazifikseite besonders spannend: Die Airline flog regelmäßig nach Hongkong und landete damit am alten Flughafen Kai Tak, dessen spektakulären Anflug der Artikel Kai Tak: der Anflug beschreibt.
1953: der Comet-Rückschlag
Canadian Pacific wollte früh ins Jet-Zeitalter und bestellte die de Havilland DH.106 Comet. Die erste Maschine, die Comet 1A CF-CUN, verunglückte am 3. März 1953 bei der Überführung beim Start in Karatschi. Alle elf Menschen an Bord starben – der Unfall gilt als erster tödlicher Unfall eines Düsenverkehrsflugzeugs. Die Airline ließ ihre Jetpläne danach fallen und setzte vorerst weiter auf Propeller. Die Geschichte des Typs erzählt der Artikel De Havilland Comet: der erste Düsenjet.
1955: die Polarroute nach Europa
Am 3. Juni 1955 kam Amsterdam als erstes europäisches Ziel in den Flugplan – geflogen auf der Polarroute über den hohen Norden. Für die damalige Zeit war das ein Prestigeprojekt: Statt über den Osten Kanadas ging es von der Westküste direkt in Richtung Europa. Heute landest du dort am Flughafen Amsterdam Schiphol. Weitere Europaziele folgten ab Toronto: 1957 Lissabon und Madrid, 1960 Rom und 1968 Athen.
1958 bis 1961: Britannia und DC-8
Am 9. April 1958 kam die erste von sechs Bristol Britannia in die Flotte. Der viermotorige Turboprop flog vor allem auf der Langstrecke. Am 22. Februar 1961 kam die erste Douglas DC-8. Mitte der 1960er-Jahre hatte sie DC-6B und Britannia auf der Langstrecke abgelöst. Später flog die Airline auch die gestreckte DC-8-63, die bis etwa 1983 im Einsatz blieb.
Klassiker auf der Wunschliste
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1968: aus Canadian Pacific wird CP Air
1968 stellte der Mutterkonzern sein gesamtes Erscheinungsbild um. Das alte Biber-Logo des Konzerns verschwand, an seine Stelle trat das Multimark: ein Dreieck in einem Kreissegment, das mit einem gespiegelten Gegenstück eine Raute ergibt. Jede Sparte erhielt das Zeichen mit einer eigenen Grundfarbe, die Bahn wurde zu CP Rail – und die Airline zu CP Air in kräftigem Orange. Am 21. Oktober 1968 kam die erste Boeing 737-200 bereits in den neuen Farben zur Flotte.
In den Jahren danach wuchs die Jetflotte deutlich. Für Inlands- und Nordamerikastrecken kamen die Boeing 727-100 und später die Boeing 727-200, 1970 startete die Nonstop-Verbindung Vancouver–San Francisco mit der 737-200. Ab November 1973 flog CP Air die Boeing 747 – zunächst die Boeing 747-100, später auch die 747-200; wie du die Versionen unterscheidest, zeigt Boeing 747-100 bis 747-8 erkennen – Ende der 1970er-Jahre folgte die McDonnell Douglas DC-10 in der Langstreckenversion DC-10-30.
Die 1980er: Wachstum, Schulden und ein neuer alter Name
Nach dem Ende der festen Marktaufteilung 1979 investierte CP Air massiv in die Flotte – die Erneuerung hinterließ rund eine Milliarde Dollar Schulden. Die Airline baute um: DC-8, Boeing 727 und schließlich auch die 747 verließen bis Mitte der 1980er-Jahre die Flotte, an ihre Stelle traten weitere DC-10-30 und die Boeing 737-300. 1985 nahm die Airline Neuseeland wieder ins Netz und flog nonstop von Vancouver nach Hongkong, 1986 startete sie als erste nordamerikanische Airline eine Nonstop-Verbindung auf das chinesische Festland nach Shanghai.
Mit Eastern Provincial Airways aus dem Osten Kanadas und Nordair aus Montreal kamen Mitte der 1980er-Jahre zwei Regionalgesellschaften dazu, die das Netz im Osten Kanadas ergänzten. Im Dezember 1985 kehrte die Airline zum Namen Canadian Pacific Air Lines zurück, ab 1986 flog sie in einer neuen dunkelblauen Bemalung mit eigenem Logo – teils mit der französischen Aufschrift „Canadien Pacifique“.
Die Flotte im Überblick
| Typ | Zeitraum (Näherung) | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Douglas DC-3 | 1940er–1960er | Inland, Norden | Standardflugzeug der Nachkriegszeit |
| Canadair C-4 North Star | ab 1949 | Erste Pazifikstrecken | DC-4-Ableitung mit Merlin-Motoren |
| Douglas DC-6B | 1950er–1960er | Pazifik, Südamerika, Polarroute | Viermot mit Sternmotoren |
| Bristol Britannia | ab 1958 | Langstrecke | Vier Turboprops, „Empress“-Namen |
| Douglas DC-8 (-40, -50, -63) | 1961–1983 | Langstrecke | -63 mit sehr langem Rumpf |
| Boeing 727-100/-200 | 1969–1984 | Inland, Nordamerika | Drei Hecktriebwerke, T-Leitwerk |
| Boeing 737-200 | 1968–1987 | Inland, Kurzstrecke | Schlanke Triebwerke unter den Flügeln |
| Boeing 747-100/-200 | 1973–Mitte 1980er | Langstrecke | Typische Buckelsilhouette |
| McDonnell Douglas DC-10-30 | ab Ende 1970er | Langstrecke | Drittes Triebwerk im Seitenleitwerk |
| Boeing 737-300 | 1983–1987 | Inland | Abgeflachte Triebwerkseinläufe |
Die Zeiträume sind Näherungen – je nach Quelle weichen Ein- und Ausmusterungsjahre um ein Jahr oder mehr voneinander ab. Viele DC-10-30 und 737 flogen nach 1987 bei Canadian Airlines International weiter.
Woran du CP Air erkennst
Das stärkste Merkmal ist die Farbe: Zwischen 1968 und 1986 trugen die Jets ein auffälliges Orange und den Schriftzug „CP Air“. Dazu kam das Multimark des Konzerns, das sich auch bei Bahn und Schiffen von Canadian Pacific wiederfand – dort allerdings in anderen Farben. Die Bemalung gilt bis heute als eines der markantesten Airline-Designs Nordamerikas; wenn du dich für solche Klassiker interessierst, lohnt der Artikel Legendäre Airline-Lackierungen der Geschichte.
Farbe prüfen
Kräftiges Orange mit „CP Air“ steht für die Jahre 1968 bis etwa 1986. Dunkelblau mit „Canadian Pacific“ grenzt das Foto auf 1986/87 ein.
Logo suchen
Das Multimark – Dreieck im Kreissegment – zeigt dir, dass die Maschine zum Canadian-Pacific-Konzern gehörte.
Namen lesen
Ein Flugzeugname nach dem Muster „Empress of …“ ist ein starker Hinweis auf CP Air.
Kennzeichen notieren
CF-Kennzeichen mit „CP“ in der Buchstabenfolge, etwa CF-CPQ, machen die Zuordnung leicht.
Achtung bei der Übergangszeit 1987
Nach der Fusion flogen manche Flugzeuge noch eine Weile in alten Farben, ehe sie die neue Canadian-Bemalung erhielten. Die Canadian-Lackierung mit grauen Streifen und rotem Winkel war aus dem CP-Design von 1986 abgeleitet – die Ähnlichkeit ist also gewollt. Wie du solche Mischformen einordnest, zeigt der Guide Hybrid- und Mischlackierungen erkennen.
Unglücke und Zwischenfälle
Wie viele Airlines ihrer Zeit erlebte Canadian Pacific mehrere schwere Unfälle. Eine Auswahl:
- 9. September 1949: Eine DC-3 stürzte nach einer Bombenexplosion in Québec ab, alle 23 Menschen an Bord starben. Der Fall ging als Guay-Affäre in die Kriminalgeschichte ein.
- 3. März 1953: Die neue Comet 1A CF-CUN verunglückte bei der Überführung in Karatschi, elf Tote.
- 22. Juli 1962: Eine Britannia verunglückte beim Landeanflug auf Honolulu mit einem abgestellten Triebwerk, 27 Menschen starben.
- 8. Juli 1965: Flug 21, eine DC-6B, wurde in British Columbia durch eine Bombe zerstört, alle 52 Insassen kamen ums Leben.
- 4. März 1966: Die DC-8-43 CF-CPK verunglückte bei schlechter Sicht bei der Landung am Flughafen Tokio-Haneda, 64 von 72 Menschen starben.
- 23. Juni 1985: Am Flughafen Tokio-Narita explodierte Gepäck, das mit einem CP-Air-Flug aus Vancouver angekommen war. Zwei Gepäckarbeiter starben. Der Anschlag stand in Verbindung mit dem Bombenanschlag auf Flug 182 von Air India am selben Tag.
Das Ende: Canadian Airlines International
Die Investitionen der späten 1970er-Jahre hatten CP Air einen hohen Schuldenberg hinterlassen. Anfang 1987 kaufte Pacific Western Airlines aus Calgary die Airline für 300 Millionen kanadische Dollar und übernahm zusätzlich rund 600 Millionen Dollar Schulden. Im Frühjahr 1987 gingen CP Air, PWA und die Regionaltöchter in Canadian Airlines International auf, mit Sitz in Calgary.
Canadian kaufte 1989 noch Wardair und war 1999 Gründungsmitglied der Allianz oneworld. Ende 1999 übernahm Air Canada die Kontrolle, im Januar 2001 war die Integration abgeschlossen. Damit endete auch die letzte Linie, die zu Canadian Pacific zurückreichte.
Was von CP Air blieb
- Das Streckennetz über den Pazifik, später bei Canadian Airlines
- Vancouver als wichtiges Tor nach Asien
- Grundzüge des Designs von 1986 in der Canadian-Bemalung
- Die Erinnerung an die orange Lackierung bei Fans und Sammlern
Was mit CP Air verschwand
- Der Name CP Air und das Multimark am Leitwerk
- Das Rufzeichen EMPRESS und der IATA-Code CP in dieser Form
- Die Flugzeugnamen „Empress of …“
- Die Verbindung zwischen Airline und Eisenbahnkonzern
CP Air heute: Archiv, Museum und Spurensuche
Im Linienverkehr gibt es CP Air seit 1987 nicht mehr. Trotzdem kannst du der Airline noch begegnen:
- Archiv und Fotobände: Die meisten Spuren finden sich auf Dias und Papierabzügen. Beim Datieren hilft dir der Guide Oldtimer am Himmel erkennen, zu Designwechseln passt Wenn Airlines ihr Design wechseln.
- Erhaltene Flugzeuge: Eine DC-6B mit dem Namen „Empress of Suva“ ist in Wallmannsthal in Südafrika ausgestellt, eine DC-3 im Yukon Transportation Museum in Whitehorse.
- Kanadische Luftfahrtgeschichte: Einen guten Überblick über die zivile und militärische Luftfahrt des Landes bietet das Canada Aviation and Space Museum in Ottawa, das auch eine Fairchild 82A aus den frühen Jahren der Airline zeigt.
- Am alten Heimatflughafen: In Vancouver kannst du heute am Larry Berg Flight Path Park spotten – dort, wo einst die orangen Jets nach Asien starteten.
Auch an den früheren Zielen lebt die Geschichte weiter: Der Flughafen Sydney war 1949 Endpunkt der ersten Pazifiklinie – lange bevor Airlines wie Qantas und Air Canada dort Langstrecken nach Nordamerika etablierten.
Quellen kritisch prüfen
Bei CP Air weichen Daten in der Literatur teils deutlich voneinander ab – etwa beim genauen Zeitpunkt der Übernahme von Eastern Provincial und Nordair oder bei Ein- und Ausmusterungsjahren einzelner Typen. Gleiche Kennzeichen, Namen und Aufnahmedaten möglichst mit mehreren Quellen ab, bevor du ein Foto endgültig zuordnest.
Häufige Verwechslungen
- CP Air mit Air Canada gleichsetzen – Air Canada war die Staatsairline, CP Air ihre private Konkurrentin.
- CP Air mit Cathay Pacific verwechseln – beide hatten „Pacific“ im Namen, haben aber nichts miteinander zu tun. Cathay Pacific stammt aus Hongkong.
- Canadian Pacific mit Pacific Western verwechseln – PWA war eine eigene Airline aus Westkanada, die CP Air 1987 kaufte.
- Jedes Orange für CP Air halten – auch andere Airlines nutzten Orange; entscheidend sind Schriftzug, Multimark und Kennzeichen.
- Die dunkelblaue Bemalung für Canadian halten – sie gehört zu Canadian Pacific Air Lines 1986/87, Canadian flog danach mit grauen Streifen und rotem Winkel.
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Fazit
Canadian Pacific Air Lines war 45 Jahre lang die zweite große Airline Kanadas. Aus zehn Buschfluggesellschaften entstanden, öffnete sie ab 1949 den Pazifik, flog ab 1955 auf der Polarroute nach Europa und prägte als CP Air mit ihrer orangen Lackierung das Bild kanadischer Flughäfen der 1970er-Jahre. Mit DC-8, Boeing 747 und DC-10-30 flog sie nach Asien, Ozeanien, Südamerika und Europa. 1987 ging sie mit Pacific Western in Canadian Airlines International auf, die 2001 in Air Canada verschwand. Für dich als Spotter lebt CP Air in Archiven, Fotobänden und alten Dias weiter.
Kurzfazit
CP Air (IATA CP, ICAO CPC, Rufzeichen EMPRESS) war die historische kanadische Airline des Canadian-Pacific-Konzerns von 1942 bis 1987. Erkennbar an der orangen Lackierung mit Multimark und den Namen „Empress of …“, stark auf dem Pazifik – und 1987 in Canadian Airlines International aufgegangen.
Zusammenfassung
- CP Air verband Kanada mit Asien, Ozeanien, Südamerika und Europa und war die zweite große Fluggesellschaft des Landes neben Air Canada.
- Die Flotte reichte vom Buschflugzeug über DC-6B und Britannia bis zu DC-8, Boeing 747 und DC-10-30.
- Für Spotter ist CP Air ein Archiv- und Sammelthema: Orange Jets mit Empress-Namen tauchen auf alten Dias und in Fotobänden auf.
- Die Spur führt weiter zu Canadian Airlines International, die 2001 vollständig in Air Canada aufging.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CP Air und Canadian Pacific Air Lines?
Es ist dieselbe Airline unter verschiedenen Namen. Gegründet 1942 als Canadian Pacific Air Lines, trat sie ab Herbst 1968 als CP Air auf. Im Dezember 1985 kehrte sie zum alten Namen zurück und flog ab 1986 in einer neuen, dunkelblauen Bemalung, bis sie 1987 in Canadian Airlines International aufging.
Welche Codes und welches Rufzeichen hatte CP Air?
Die Airline nutzte den IATA-Code CP, den ICAO-Code CPC und das Rufzeichen EMPRESS. Das Rufzeichen passt zu den Flugzeugnamen nach dem Muster „Empress of …“, mit denen der Konzern eine Tradition seiner Ozeandampfer fortführte.
Warum war CP Air orange?
Der Mutterkonzern Canadian Pacific stellte 1968 alle Sparten auf ein gemeinsames Erscheinungsbild um. Jede Sparte bekam das neue Multimark-Logo mit einer eigenen Grundfarbe, bei der Airline war das ein kräftiges Orange. Zur gleichen Zeit wurde aus der Bahnsparte CP Rail und aus der Airline CP Air.
Wo lag das Drehkreuz von CP Air?
Heimat war Vancouver. Von dort aus flog die Airline über den Pazifik und auf der Polarroute nach Europa, der Firmensitz lag zuletzt in Richmond direkt am Flughafen. In den 1980er-Jahren baute CP Air Toronto zum wichtigen Standort im Osten aus, von dem unter anderem Europaflüge starteten.
Welche Flugzeuge flog CP Air?
In den frühen Jahren unter anderem Lockheed 14, Douglas DC-3, Canadair C-4 North Star und DC-4, später DC-6B und ab 1958 die Bristol Britannia. Im Jet-Zeitalter folgten ab 1961 die Douglas DC-8, dann Boeing 727, Boeing 737-200, Boeing 747 (Versionen -100 und -200) ab 1973, McDonnell Douglas DC-10 und zuletzt die Boeing 737-300.
Was wurde aus CP Air?
Anfang 1987 kaufte Pacific Western Airlines (PWA) aus Westkanada die Airline und übernahm auch einen großen Schuldenberg. Im Frühjahr 1987 entstand daraus Canadian Airlines International mit Sitz in Calgary. Diese übernahm 1989 noch Wardair, kam Ende 1999 unter die Kontrolle von Air Canada und war ab Januar 2001 vollständig integriert.
Hatte CP Air eine Comet?
Nur kurz und nie im Liniendienst. Die Airline wollte die de Havilland Comet ab 1953 auf ihren Pazifikstrecken einsetzen. Doch die erste Maschine, die Comet 1A CF-CUN, verunglückte am 3. März 1953 bei der Überführung beim Start in Karatschi, alle elf Menschen an Bord starben. Danach gab CP Air die Jetpläne vorerst auf.
Kann ich CP-Air-Flugzeuge heute noch sehen?
Im Linienverkehr nicht, die letzte Bemalung verschwand mit der Fusion 1987. Eine erhaltene DC-6B mit dem Namen „Empress of Suva“ steht in Wallmannsthal in Südafrika, eine DC-3 der Airline ist im Yukon Transportation Museum in Whitehorse erhalten. Ansonsten findest du die Airline vor allem in Archiven, Fotobänden und Sammlungen historischer Dias.
Canadian Pacific Air Lines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Douglas DC-8
Mit der DC-8 stieg Douglas ins Jetzeitalter ein: vier Triebwerke, gepfeilter Flügel und später ein Rumpf von über 57 Metern. Hier liest du, wie sich die Serien unterscheiden, warum die Super Sixty so berühmt wurde und wo du eine der letzten DC-8 noch erwischst.
FlugzeugtypDouglas DC-6
Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.
FlugzeugtypBristol Britannia
Vier Proteus-Turboprops, ein langer, schlanker Rumpf und ein leiser Auftritt, der ihr den Spitznamen Whispering Giant einbrachte: Die Britannia war Großbritanniens Langstrecken-Turboprop – und kam einige Jahre zu spät.
FlugzeugtypDe Havilland DH.106 Comet
Vier Triebwerke versteckt in den Flügelwurzeln, eine schlanke Nase und ein Kapitel Luftfahrtgeschichte, das Triumph und Tragödie vereint: Die De Havilland Comet eröffnete 1952 das Jetzeitalter im Linienverkehr. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo sie heute steht.
FlugzeugtypBoeing 727-100
Die erste 727 war kurz, gedrungen und ein Kind der frühen Jet-Ära: drei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, eine Treppe im Rumpfende. So erkennst du die 727-100, so unterscheidest du sie von der -200 – und hier stehen die letzten Exemplare.
FlugzeugtypBoeing 727-200
Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypBoeing 747-100
Mit ihr begann das Zeitalter der Großraumjets: Die Boeing 747-100 flog 1969 zum ersten Mal und ging 1970 bei Pan Am in Dienst. So erkennst du den Ur-Jumbo und hier findest du die erhaltenen Exemplare.
FlugzeugtypBoeing 747-200
Mehr Schub, mehr Startgewicht, mehr Reichweite: Die Boeing 747-200 machte den Jumbo ab 1971 zum Langstrecken-Arbeitstier – als Passagierjet, Combi und Frachter. So erkennst du sie und hier begegnet sie dir heute noch.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas DC-10
Zwei Triebwerke unter den Flügeln, das dritte mitten im Seitenleitwerk: Die DC-10 war einer der ersten Großraumjets und flog auch für Lufthansa und Condor. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst du sie.
FlugzeugtypDouglas DC-3 / C-47
Zwei Sternmotoren, Spornrad, schräg stehender Rumpf am Boden: Die DC-3 und ihre Militärschwester C-47 sind Legenden. So erkennst du sie und so findest du die letzten Flieger in Europa.
FlugzeugtypDouglas DC-4 / C-54 Skymaster
Vier Sternmotoren, ein einzelnes Seitenleitwerk, Bugradfahrwerk und runde Fenster: Die DC-4 und ihre Militärversion C-54 trugen die Berliner Luftbrücke. So erkennst du den Klassiker und findest die letzten Exemplare.
Weitere Airlines
Canadian Airlines International
Historische kanadische Netzwerk-Airline aus Calgary: 1987 aus Pacific Western und CP Air entstanden, Gründungsmitglied von oneworld und 2000/2001 vollständig in Air Canada aufgegangen.
NetzwerkPacific Western Airlines
Historische Airline aus Westkanada (1946–1987): Pacific Western Airlines wuchs vom Buschflug-Betrieb in British Columbia zur Regionalgröße mit Hercules-Frachtern und Boeing 737 – und schluckte 1987 CP Air, woraus Canadian Airlines International entstand.
NetzwerkAir Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
FerienfliegerWardair
Historische kanadische Airline (1953–1990): Max Ward machte aus einem einzelnen Otter-Buschflugzeug Kanadas größte internationale Charterairline – mit 747, Porzellangeschirr an Bord und Flugzeugen, die nach Buschpiloten benannt waren.
FerienfliegerCanada 3000
Historische kanadische Charter-Airline aus Toronto: aus einem britischen Ableger entstanden, nach dem Ende von Wardair Marktführer im Ferienverkehr, Erstbetreiber der A330-200 und im November 2001 plötzlich am Boden.
NetzwerkQantas
Australiens Flag Carrier mit dem roten Känguru am Leitwerk: oneworld-Gründungsmitglied, A380 und 787-9 auf der Langstrecke, Perth–London nonstop und mit Project Sunrise ab 2027 angekündigt auch Sydney–London ohne Zwischenstopp.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Toronto Pearson
Kanadas größter Flughafen und wichtigstes Drehkreuz von Air Canada: fünf Bahnen in drei Richtungen am Rand von Mississauga, zwei Terminals, ein Mix aus 777, 787, E195-E2 und Dash 8 – und Winter, in denen die Enteisungsanlage zum Motiv wird.
FlughafenFlughafen Hongkong Kai Tak
Hongkongs Flughafen von 1925 bis 1998: eine einzige Piste im Hafenbecken, Jumbos in Schräglage über den Dächern von Kowloon und ein Schachbrett am Hang als Wegweiser – geschlossen in der Nacht zum 6. Juli 1998, heute Kreuzfahrtterminal, Park und Stadtquartier.
FlughafenFlughafen Sydney Kingsford Smith
Australiens größter Flughafen liegt mitten in der Stadt am Ufer der Botany Bay: drei Pisten, Heimat und wichtigstes Drehkreuz von Qantas, strenges Nachtflugverbot – und mit Shep's Mound ein vom Betreiber selbst angelegter Spotterhügel.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Wo du Canadian Pacific Air Lines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Larry Berg Flight Path Park am Flughafen Vancouver
Der Familienpark der Flughafengesellschaft liegt in Verlängerung der Südbahn des Flughafens Vancouver. Landungen auf der 26L kommen tief über dich hinweg, Starts von der 08R steigen über dir aus – kostenlos, mit Parkplatz, Picknicktischen und Spielplatz.
MuseumCanada Aviation and Space Museum am Flugplatz Rockcliffe
Avro-Arrow-Bug, Lancaster, Beaver, Otter und Twin Otter, dazu Viscount, North Star und der Canadarm: Am Flugplatz Rockcliffe in Ottawa steht die nationale Luftfahrtsammlung Kanadas. So holst du als Spotter das Beste aus deinem Besuch.
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