Das Wichtigste in Kürze
- Die PC-7 ist ein zweisitziger Turboprop-Trainer, mit dem viele Luftwaffen ihre Pilotinnen und Piloten in die Grundschulung schicken.
- Schnellster Erkennungsweg: Dreiblattpropeller, Tandem-Kanzel und ein schlanker Rumpf ohne Stufe zwischen vorderem und hinterem Sitz.
- Das PC-7 Team der Schweizer Luftwaffe fliegt mit neun Maschinen Formationskunstflug – offiziell gegründet 1989.
- Verwechslungsgefahr besteht mit der PC-9, der PC-7 Mk II und der T-6 Texan II, die auf einer größeren Zelle aufbauen.
- Mit der PC-7 MKX lebt der Typ in modernisierter Form weiter – unter anderem für die Niederlande und Frankreich.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Pilatus PC-7?
- 2.Geschichte: vom Kolbenmotor zur Turbine
- 3.Woran du die PC-7 erkennst
- 4.Die Versionen im Überblick
- 5.PC-7 Team: Kunstflug mit Propeller
- 6.PC-7, PC-9, PC-21 oder Texan II?
- 7.Wo du die PC-7 antriffst
- 8.Spotting-Praxis bei Vorführungen
- 9.Fototipps speziell für die PC-7
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Pilatus Aircraft, Stans (Schweiz) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | PC7 |
| Rolle | Zweisitziger Grund- und Kunstflugtrainer |
| Erstflug | 12. April 1966 (umgebauter P-3), erste Serienmaschine am 18. August 1978 |
| Zivile Zulassung | 5. Dezember 1978 durch das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt |
| Besatzung | 2, hintereinander (Tandem) |
| Triebwerk | 1 × Pratt & Whitney Canada PT6A-25A, rund 410 kW (550 PS) |
| Propeller | Dreiblatt-Verstellpropeller, rund 2,36 m Durchmesser |
| Länge | rund 9,8 m |
| Spannweite | 10,40 m |
| Höhe | rund 3,2 m |
| Max. Startgewicht | 2.700 kg (mit Außenlasten) |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 412 km/h |
| Lastvielfache | +6 g / −3 g |
| Wichtige Versionen | PC-7, NCPC-7 bzw. PC-7 WE (Schweiz), PC-7 Mk II, PC-7 MKX |
| Wirbelschleppenkategorie | L (leicht) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Ein Turboprop in der Nase mit drei Propellerblättern, dahinter links und rechts je ein kurzer Abgasstutzen
- Zwei Sitze hintereinander unter einer langen, tropfenförmigen Glaskanzel
- Tiefdecker mit geraden, leicht nach oben gestellten Flügeln ohne Winglets
- Einziehbares Bugradfahrwerk – im Überflug ist die Unterseite glatt
- Klassisches Leitwerk, das Höhenleitwerk sitzt am Rumpfende, nicht oben auf der Flosse
- In der Schweiz: rot-weiße Bemalung und militärische Kennung statt ziviler HB-Registrierung
Aktualisiert: Oktober 2026 – Neun rot-weiße Propellerflugzeuge ziehen dicht gestaffelt über den Platz, drehen in einer Rolle synchron auf den Rücken und fächern sich am Himmel auf: Wer in der Schweiz eine Flugshow besucht, kennt dieses Bild vom PC-7 Team. Das Flugzeug dahinter, die Pilatus PC-7, ist aber weit mehr als ein Showflieger. Der Turboprop-Trainer aus Stans hat seit Ende der 1970er-Jahre Generationen von Militärpiloten auf mehreren Kontinenten ausgebildet. Hier erfährst du, woher die PC-7 kommt, woran du sie von ihren Geschwistern unterscheidest und wie du sie am besten vor die Linse bekommst.
PC-7 im Hangar abhaken
Mit Planetrack postest du jede PC-7-Sichtung mit Foto, Typ, Kennung, Flughafen und Spot und sammelst Schweizer Typen in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Pilatus PC-7?
Die PC-7 ist ein zweisitziger Schul- und Kunstflugtrainer mit Turboprop-Antrieb. Schülerin oder Schüler sitzt vorn, die Fluglehrerin oder der Fluglehrer dahinter, beide unter einer gemeinsamen Glaskanzel mit guter Rundumsicht. Gebaut wird sie von Pilatus Aircraft in Stans im Kanton Nidwalden – demselben Hersteller, der auch die PC-6 Porter, die PC-12 und den Businessjet PC-24 baut.
Die Idee war einfach und wirkungsvoll: Statt eines Kolbenmotors treibt eine robuste Gasturbine aus der PT6-Familie von Pratt & Whitney Canada den Propeller an. Damit fliegt sich die PC-7 ähnlich wie ein Jet-Trainer – mit Turbinenbedienung, ausreichend Leistung für Kunstflug und einer Kabine, die auf spätere Kampfjets vorbereitet. Gleichzeitig ist sie im Betrieb deutlich günstiger als ein Strahltrainer. Genau diese Mischung machte die PC-7 zu einem Exportschlager und begründete die Pilatus-Trainerlinie, die über die PC-9 bis zur heutigen PC-21 reicht.
Geschichte: vom Kolbenmotor zur Turbine
Die Wurzeln der PC-7 liegen in der Pilatus P-3, einem Kolbenmotor-Trainer der 1950er-Jahre, den unter anderem die Schweizer Fliegertruppe nutzte. Mitte der 1960er-Jahre baute Pilatus in eine P-3 versuchsweise ein PT6A-20-Turboprop-Triebwerk ein. Dieser erste Prototyp startete am 12. April 1966 zum Erstflug. Das Interesse am Markt blieb zunächst gering, und nach einem Unfall mit dem Prototyp legte Pilatus das Projekt auf Eis.
1973 nahm der Hersteller die Arbeit wieder auf. Ein zweiter Prototyp, wieder auf Basis einer P-3 aus Beständen der Schweizer Luftwaffe, flog im Mai 1975 und brachte die Merkmale, die die PC-7 bis heute prägen: einen durchgehenden Flügel mit integrierten Tanks, eine überarbeitete Seitenflosse und eine Blasenkanzel. Die erste Serienmaschine hob am 18. August 1978 ab, die Schweizer Zivilzulassung folgte im Dezember 1978. Erste Exportkunden waren Burma und Bolivien, später kamen Mexiko und viele weitere Luftwaffen hinzu.
Die Schweizer Luftwaffe beschaffte 40 PC-7; laut Luftwaffe wurden sie 1982 eingeführt. Zunächst trugen die Schweizer Maschinen ein orange-silbernes Trainerkleid. Bei einer umfassenden Modernisierung erhielten 28 Flugzeuge ein neues Cockpit und liefen danach als NCPC-7 – „NC“ steht für New Cockpit. Die ersten umgebauten Maschinen kamen ab Herbst 2006 zur Luftwaffe; im Zuge dieser Modernisierung wechselten die Schweizer PC-7 auch in die Landesfarben Rot und Weiß. Eine weitere Überarbeitung zum Standard PC-7 WE bringt unter anderem ein Kollisionswarnsystem (TCAS) und überarbeitete Verkabelung. Ziel ist eine Nutzung bis etwa 2040.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1966 | Erstflug des ersten Prototyps, einer umgebauten P-3 mit PT6-Turbine |
| 1975 | Erstflug des überarbeiteten zweiten Prototyps |
| 1978 | Erste Serienmaschine fliegt, Schweizer Zivilzulassung |
| 1982 | Einführung bei der Schweizer Luftwaffe laut Luftwaffe |
| 1987 | Erste öffentliche Vorführung einer Neuner-Formation in Dübendorf |
| 1989 | Offizielle Gründung des PC-7 Teams |
| 1994–1996 | Auslieferung der PC-7 Mk II an Südafrika |
| ab 2006 | Modernisierte NCPC-7 mit neuem Cockpit gehen an die Schweizer Luftwaffe |
| 2021 | Vorstellung der PC-7 MKX an der Dubai Airshow |
Praxis-Tipp: Kennung statt HB-Kennzeichen
Schweizer Militärflugzeuge tragen keine zivilen HB-Kennzeichen, sondern eine militärische Kennung mit einem Buchstaben und einer Nummer. Wie das zivile System funktioniert, erklärt der Guide zu Schweizer HB-Kennzeichen – zum Vergleich lohnt sich auch der Blick auf die Kennzeichen der Bundeswehr.
Woran du die PC-7 erkennst
Die PC-7 ist klein, schnell und meist in Bewegung. Drei Beobachtungen reichen in den meisten Fällen, um sie sicher einzuordnen.
Propellerblätter zählen
Die klassische PC-7 hat einen Dreiblattpropeller. PC-9 und T-6 Texan II fliegen dagegen mit vier Blättern, die PC-21 mit fünf. Die PC-7 Mk II verrät sich vor allem durch die gestufte Kanzel der PC-9-Zelle. Bei laufendem Triebwerk hilft ein Foto mit kurzer Verschlusszeit beim Zählen.
Auf die Kanzel schauen
Zwei Sitze hintereinander unter einer langen, tropfenförmigen Haube. Bei der PC-7 verläuft die Kanzellinie gleichmäßig, während Nachfolger wie PC-9 und PC-21 einen deutlich erhöhten hinteren Sitz mit sichtbarer Stufe haben.
Proportionen prüfen
Der Rumpf ist schlank und relativ kurz, die Nase spitz, die Flügel gerade und ohne Winglets. Hinter dem Propeller sitzen links und rechts die kurzen Abgasstutzen der PT6.
Dazu kommen das einziehbare Bugradfahrwerk und das klassische Leitwerk mit tief angesetztem Höhenleitwerk. In der Schweiz verrät dir die rot-weiße Lackierung mit Schweizerkreuz schon aus der Ferne, dass du eine Luftwaffen-PC-7 vor dir hast. Wer neu im Thema ist, schärft den Blick für solche Details mit dem Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Kein Überflug des PC-7 Teams mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ PC7 ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn passende Maschinen an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die Versionen im Überblick
Über die Jahrzehnte hat Pilatus die PC-7 immer wieder weiterentwickelt. Für Spotter ist das wichtig, weil manche Versionen kaum noch nach der ursprünglichen PC-7 aussehen.
| Version | Merkmal | Typische Betreiber |
|---|---|---|
| PC-7 | Ursprungsversion mit PT6A-25A und Dreiblattpropeller | Schweiz, Österreich, Mexiko, Malaysia und viele mehr |
| NCPC-7 / PC-7 WE | Schweizer Modernisierung mit Glascockpit, später TCAS | Schweizer Luftwaffe |
| PC-7 Mk II | Zelle und Avionik der PC-9, Triebwerk PT6A-25C, Schleudersitze | Südafrika („Astra“), Indien, Botswana |
| PC-7 MKX | Weiterentwicklung der Mk II mit neuem Cockpit und Simulator-Anbindung | Niederlande, Frankreich, Belgien (bestellt bzw. ausgewählt) |
Die PC-7 Mk II entstand auf Wunsch der südafrikanischen Luftwaffe, die 60 Maschinen in Kits erhielt und lokal montieren ließ; die Auslieferungen liefen von Ende 1994 bis 1996. Indien bestellte 2012 eine größere Flotte für die Grundschulung. Optisch ist die Mk II eher eine PC-9 als eine PC-7 – wer sie sieht, achtet auf die gestufte Kanzel.
Die PC-7 MKX stellte Pilatus im November 2021 an der Dubai Airshow vor. Sie kombiniert die bewährte Zelle mit modernen Displays und einer Schnittstelle zu bodengestützten Trainingssystemen. Die Niederlande unterzeichneten Anfang 2025 einen Vertrag über acht Maschinen, die ihre ersten PC-7 ablösen; Frankreich bestellte Ende 2024 23 Exemplare, und Belgien wählte den Typ im November 2025 aus. Damit bleibt die PC-7-Familie in Europa auch in den kommenden Jahren ein Motiv.
PC-7 Team: Kunstflug mit Propeller
Das PC-7 Team ist die Propeller-Kunstflugformation der Schweizer Luftwaffe. Offiziell besteht es seit 1989, als es zum Jubiläum „75 Jahre Schweizer Fliegertruppe“ zusammengestellt wurde. Die Wurzeln reichen weiter zurück: Laut Luftwaffe flog bereits 1987 eine Formation aus neun Maschinen, die am 29. August 1987 in Dübendorf erstmals öffentlich auftrat. 1992 zeigte sich das Team zum ersten Mal im Ausland, im französischen Avord.
Geflogen wird mit neun PC-7 aus der Schulungsflotte. Die Piloten gehören zum Berufsfliegerkorps und fliegen im Alltag die F/A-18 Hornet. Der Formationskunstflug ist für sie eine Zusatzaufgabe. Das Programm steht unter dem Motto „Dynamik – Eleganz – Präzision“ und lebt von Kreuzungen, Spiegelflug und eng geflogenen Formationswechseln. Seit 2014 können die Maschinen Rauchanlagen tragen, die Pilatus entwickelt und finanziert hat; zum ersten Mal kamen sie beim Rollout der PC-24 zum Einsatz.
Bei großen Flugtagen tritt das Team regelmäßig zusammen mit anderen Schweizer Vorführungen auf. An der AIR14 in Payerne flogen PC-7 Team und Patrouille Suisse gemeinsam mit 15 Flugzeugen. Auch auf britischen Airshows ist das Team bekannt und wurde dort mehrfach ausgezeichnet. Einen Überblick über weitere Formationen bekommst du im Beitrag Kunstflugstaffeln Europas; wo du sie live siehst, zeigt Airshows in Europa für Planespotter.
Termine immer offiziell prüfen
Das PC-7 Team veröffentlicht seine Auftritte in einem Jahresprogramm der Schweizer Luftwaffe. Vorführungen können wetterbedingt verschoben oder abgesagt werden – schau am Tag selbst noch einmal nach.
PC-7, PC-9, PC-21 oder Texan II?
Die Pilatus-Trainer bauen aufeinander auf, und auch die amerikanische Beechcraft T-6 Texan II stammt von der PC-9 ab. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Turboprop-Trainer
Pilatus PC-7
Dreiblattpropeller und eine gleichmäßige Tandem-Kanzel: das klassische PC-7-Bild. In der Schweiz bestätigt die rot-weiße Bemalung den Verdacht.
PC-9, PC-7 Mk II oder T-6 Texan II
Vier Blätter oder eine gestufte Kanzel deuten auf die größere Zelle der PC-9-Linie. Welche Version es ist, verraten Betreiber und Kennung.
Pilatus PC-21
Fünf Blätter und eine wuchtige Erscheinung sprechen für die PC-21, den modernen Nachfolger, den auch die Schweizer Luftwaffe fliegt.
Grob G 115 oder ähnlicher Kolbentrainer
Sitze nebeneinander und ein Kolbenmotor passen zu einem Elementartrainer wie der Grob G 115, nicht zur PC-7.
Optisch verwandt, aber eine ganz andere Liga sind Jet-Trainer wie die Aero L-39 Albatros, die Leonardo M-346 oder die BAE Systems Hawk. Sie haben keinen Propeller und Lufteinläufe seitlich am Rumpf. Bei Warbird-Shows begegnet dir gelegentlich die historische North American T-6 Texan – ein Sternmotor-Trainer aus den 1930er-Jahren mit Spornrad, der mit der PC-7 nur den Zweck gemeinsam hat.
Wo du die PC-7 antriffst
Die PC-7 ist ein Militärflugzeug, das du an zivilen Flughäfen nur selten siehst. Deine besten Chancen hast du bei öffentlichen Veranstaltungen und in der Nähe von Militärflugplätzen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Flugtage und Airshows in der Schweiz | hoch | Vorführungen des PC-7 Teams |
| Britische und weitere europäische Airshows | mittel | Regelmäßige Auslandsauftritte des Teams |
| Umgebung Schweizer Militärflugplätze | mittel | Schulungs- und Trainingsflüge, Zugang aber eingeschränkt |
| Raum Stans und Buochs | mittel | Herstellerstandort von Pilatus |
| Große zivile Drehkreuze | niedrig | Kaum Militär-Trainingsverkehr |
Für einen ruhigen Blick auf die Schweizer Luftwaffengeschichte lohnt sich das Flieger Flab Museum in Dübendorf. Wie du dort am besten fotografierst, steht im Spot-Eintrag Flieger Flab Museum am Flugplatz Dübendorf. Ein Spezialfall ist das Fliegerschießen Axalp, bei dem die Schweizer Luftwaffe im Hochgebirge Vorführungen zeigt.
Außerhalb der Schweiz fliegen PC-7 unter anderem beim Österreichischen Bundesheer und bei der niederländischen Luftwaffe. Bevor du dich an einem Militärflugplatz aufstellst, lies den Guide Militärflugplätze fotografieren – dort gelten strengere Regeln als an zivilen Flughäfen. Was speziell in der Schweiz erlaubt ist, fasst Planespotting in der Schweiz zusammen. Wie du Militärverkehr überhaupt aufspürst, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.
Militär im Tracking
Militärische Trainingsflüge sind in öffentlichen Tracking-Diensten oft unvollständig oder gar nicht sichtbar. Plane deine PC-7-Session deshalb eher nach veröffentlichten Vorführungsterminen als nach dem Live-Radar.
Spotting-Praxis bei Vorführungen
Eine Formationsvorführung stellt andere Anforderungen als ein Anflug am Pistenkopf. Die Maschinen kommen aus wechselnden Richtungen, fliegen schnell und eng, und die besten Momente dauern nur Sekunden.
Bereit für das PC-7 Team?
- Ich habe den Auftrittstermin im offiziellen Jahresprogramm geprüft.
- Ich stehe mit der Sonne möglichst im Rücken zur Vorführachse.
- Meine Verschlusszeit lässt den Propeller sichtbar drehen.
- Ich habe ein Zoom, das von Formationsbildern bis zum Einzelflugzeug reicht.
- Mein Standort ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Allgemeine Tipps für den Tag am Flugplatz findest du in Airshows fotografieren und in der Checkliste für den Airshow-Tag.
Fototipps speziell für die PC-7
Propeller in Bewegung zeigen
Ein eingefrorener Dreiblattpropeller wirkt leblos. Mit Verschlusszeiten im Bereich von 1/125 bis 1/250 Sekunde bekommst du eine Propellerscheibe. Wie du dabei scharf bleibst, erklärt Propeller fotografieren.
Formation im Ganzen
Neun Maschinen in enger Formation brauchen weniger Brennweite, als du denkst. Halte bei Formationsfiguren lieber etwas Luft im Bildausschnitt und zoome erst bei Soloteilen nach.
Rauch und Gegenlicht
Rauchspuren wirken bei seitlichem Licht am plastischsten. Gegenlicht macht Rot und Weiß schnell flau – wann die Sonne günstig steht, planst du mit dem Guide Sonnenstand planen.
Kennung festhalten
Schieß bei Rollvorgängen und am Boden auch ein Bild der Kennung. So ordnest du deine Fotos später einzelnen Maschinen zu.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die PC-7, wenn …
- ein Dreiblattpropeller vorn in der Nase sitzt
- zwei Sitze hintereinander unter einer gleichmäßigen Kanzel liegen
- die Maschine rot-weiß mit Schweizerkreuz lackiert ist und in Neunerformation fliegt
Sieh genauer hin, wenn …
- du vier Propellerblätter zählst – dann kann es eine PC-9 oder T-6 Texan II sein
- der hintere Sitz deutlich erhöht liegt – das passt zur PC-9-Zelle, also auch zur PC-7 Mk II
- die Maschine im Ausland für eine fremde Luftwaffe fliegt – dort sind auch MKX-Maschinen möglich
Es ist keine PC-7, wenn …
- fünf Propellerblätter und ein wuchtiger Rumpf zu sehen sind – dann ist es eine PC-21
- kein Propeller da ist und Lufteinläufe am Rumpf sitzen – dann ist es ein Jet-Trainer
- die Sitze nebeneinander liegen und das Fahrwerk starr ist
- die Maschine ein Hochdecker mit Spornrad ist – etwa die PC-6 Porter
Fazit
Die PC-7 ist einer der wichtigsten Trainer der Militärluftfahrt und gleichzeitig ein Sympathieträger der Schweizer Luftwaffe. Dreiblattpropeller, gleichmäßige Tandem-Kanzel und schlanke Form trennen sie von ihren größeren Nachfolgern. Wer das PC-7 Team einmal live erlebt hat, versteht, warum ein Propellertrainer bei Flugtagen neben Kampfjets bestehen kann.
Kurzfazit
Drei Propellerblätter, zwei Sitze hintereinander und in der Schweiz rot-weiß: Das ist die Pilatus PC-7. Am sichersten siehst du sie beim PC-7 Team auf Flugtagen – plane mit dem offiziellen Jahresprogramm und achte an Militärflugplätzen auf die Regeln.
Deine PC-7 auf der Spot-Karte
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Zusammenfassung
- Die PC-7 entstand aus dem Kolbenmotor-Trainer Pilatus P-3, dem Pilatus eine PT6-Turbine einbaute; der erste Prototyp flog 1966, die Serie lief Ende der 1970er-Jahre an.
- Die Schweizer Luftwaffe beschaffte 40 Maschinen, modernisierte 28 davon mit neuem Cockpit und nutzt den Typ bis heute für Schulung und Kunstflug.
- Das PC-7 Team zeigt mit neun Maschinen Formationsflug unter dem Motto Dynamik, Eleganz und Präzision; geflogen wird es von Berufspiloten, die sonst F/A-18 fliegen.
- Weltweit fliegen PC-7 bei zahlreichen Streitkräften, in Europa unter anderem in Österreich, den Niederlanden und Frankreich.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Pilatus PC-7?
Die PC-7 läuft unter dem Typcode PC7. Militärmaschinen senden aber nicht immer vollständige Daten, deshalb tauchen sie in Tracking-Diensten oft ohne Typ, mit militärischem Rufzeichen oder gar nicht auf.
Was ist der Unterschied zwischen PC-7 und PC-9?
Die PC-9 ist der stärkere Nachfolger mit größerem Triebwerk und Vierblattpropeller. Ihr hinterer Sitz liegt erhöht, sodass die Kanzel eine deutliche Stufe zeigt. Die klassische PC-7 hat einen Dreiblattpropeller und eine flachere, gleichmäßige Kanzellinie.
Was ist die PC-7 Mk II?
Eine Mischung aus beiden Typen: Rumpf und Avionik der PC-9, kombiniert mit dem kleineren PT6A-25C der PC-7 und Schleudersitzen. Entwickelt wurde sie für die südafrikanische Luftwaffe, die sie Astra nennt; später kaufte auch Indien eine größere Flotte.
Wie viele Flugzeuge fliegt das PC-7 Team?
Das PC-7 Team zeigt sein Programm mit neun Pilatus PC-7. Die Maschinen stammen aus der Schulungsflotte der Schweizer Luftwaffe und tragen die rot-weißen Landesfarben. Seit 2014 können sie Rauchanlagen tragen, die Pilatus entwickelt und finanziert hat.
Seit wann gibt es das PC-7 Team?
Offiziell seit 1989, als die Formation zum 75-jährigen Bestehen der Schweizer Fliegertruppe zusammengestellt wurde. Laut Luftwaffe flog eine Neuner-Formation aber schon 1987, die erste öffentliche Vorführung fand am 29. August 1987 in Dübendorf statt.
Wer fliegt beim PC-7 Team?
Berufspiloten des Berufsfliegerkorps der Schweizer Luftwaffe, die im Alltag die F/A-18 Hornet fliegen. Der Kunstflug mit der PC-7 ist für sie eine Zusatzaufgabe neben dem Dienst in ihrer Staffel.
Was hat das PC-7 Team mit der Patrouille Suisse zu tun?
Beide sind Kunstflugformationen der Schweizer Luftwaffe, aber unabhängig voneinander. Die Patrouille Suisse fliegt Jets, das PC-7 Team Propellerflugzeuge. Bei großen Flugtagen wie der AIR14 in Payerne sind beide schon gemeinsam aufgetreten.
Wo sehe ich in der Schweiz eine PC-7?
Am besten bei Flugtagen und öffentlichen Vorführungen des PC-7 Teams, deren Termine die Luftwaffe in ihrem Jahresprogramm veröffentlicht. Dazu kommen Trainingsflüge rund um die Militärflugplätze; Fotos von außerhalb des Zauns sind aber nur unter Beachtung der Regeln für militärische Anlagen sinnvoll.
Pilatus PC-7 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Ein Propellerflugzeug, das sich wie ein Jet fliegt: Der Pilatus PC-21 aus Stans bildet in der Schweiz, in Frankreich, Spanien, Australien und am Golf angehende Kampfpiloten aus. So erkennst du ihn am Fünfblattpropeller und der gestuften Haube.
TurbopropPilatus PC-6 Porter
Langer, schmaler Bug, Spornrad hinten, ein verstrebter Flügel wie ein Brett: Die Pilatus PC-6 Porter landet dort, wo andere nicht einmal anrollen. So erkennst du die STOL-Legende aus der Zentralschweiz.
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Ein einziger Turboprop vorn, ein hohes T-Leitwerk und eine riesige Frachttür hinten links: Die Pilatus PC-12 aus der Schweiz ist Geschäftsflugzeug, Ambulanz und Arbeitstier in einem. So erkennst du sie.
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Kleiner Tiefdecker aus Faserverbund, starres Bugradfahrwerk mit Radverkleidungen, Pilot und Schüler nebeneinander: Die Grob G 115 aus dem Unterallgäu hat als Tutor T1 Generationen britischer Militärpiloten in die Luft gebracht. So erkennst du sie und ihre Varianten.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Pilatus Aircraft
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Das Flieger-Flab-Museum am Militärflugplatz Dübendorf ist das Museum der Schweizer Luftwaffe und Fliegerabwehr. Entstanden 1978 aus einer Sammlung in Hangar 13, zeigt es heute über 40 Flugzeuge und Helikopter – vom Blériot-Eindecker über Bf 109, Hunter und Mirage bis zum F-5 Tiger, dazu den einzigen erhaltenen FFA P-16 und die Ju 52 HB-HOP.
Wo du die Pilatus PC-7 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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