Das Wichtigste in Kürze
- Ein Präfix, vier Register: Festland-China, Hongkong, Macau und Taiwan nutzen alle das Staatszugehörigkeitszeichen B. Welches Register dahintersteht, verrät erst der Teil nach dem Bindestrich.
- Vier Zeichen, meist Ziffern = Festland: Chinesische Kennzeichen bestehen aus vier Zeichen, klassisch vier Ziffern wie B-6136. Inzwischen dürfen am Ende auch Buchstaben stehen, etwa beim C919 B-919A.
- H, K oder L = Hongkong: Drei Buchstaben, beginnend mit H, K oder L, kennzeichnen Hongkong – B-HNK, B-KPB oder B-LRJ bei Cathay Pacific.
- M = Macau: Drei Buchstaben mit M vorn stehen für Macau, zum Beispiel B-MBM bei Air Macau.
- Fünf Ziffern = Taiwan: Taiwanische Flugzeuge tragen B plus fünf Ziffern, etwa B-18918 bei China Airlines oder B-16701 bei EVA Air.
Inhaltsverzeichnis
Am Zaun in Frankfurt rollt ein Langstreckenjet vorbei, am Rumpf ein B-Kennzeichen. Air China? China Airlines? Cathay Pacific? Wer nur auf das Präfix schaut, landet schnell bei der falschen Antwort – denn das B-Kennzeichen teilen sich gleich vier Register: Festland-China, Hongkong, Macau und Taiwan. Die gute Nachricht: Mit zwei Blicken auf die Zeichen nach dem Bindestrich weißt du fast immer, woher die Maschine stammt. Dieser Guide zeigt dir die vier Formate, ihre Geschichte und die typischen Fallen beim Ablesen.
Jedes B-Kennzeichen sauber im Hangar
Poste deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – Planetrack ordnet sie in deinen Hangar ein, und auf der Wunschliste notierst du die Maschinen, die dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
B-Kennzeichen: die kurze Antwort
Alle vier Gebiete nutzen das Staatszugehörigkeitszeichen B. Den Unterschied macht das Eintragungszeichen hinter dem Bindestrich:
- Festland-China: vier Zeichen, klassisch vier Ziffern (B-6136), inzwischen auch mit Buchstaben am Ende (B-919A).
- Hongkong: drei Buchstaben, der erste ist H, K oder L (B-HNK, B-KPB, B-LRJ).
- Macau: drei Buchstaben, der erste ist M (B-MBM).
- Taiwan: fünf Ziffern (B-18918, B-16701).
Damit reichen zwei Fragen: Wie viele Zeichen stehen nach dem Bindestrich? Und ist das erste davon eine Ziffer oder ein Buchstabe? Fünf Ziffern bedeuten Taiwan, drei Buchstaben Hongkong oder Macau, vier Zeichen mit einer Ziffer vorn das Festland. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Grundlagen-Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die vier Formate im Vergleich
| Gebiet | Format | Beispiel | Zuständige Behörde | Typische Airlines |
|---|---|---|---|---|
| Festland-China | B-1234, inzwischen auch mit Buchstaben am Ende | B-6136, B-919A | Civil Aviation Administration of China (CAAC) | Air China, China Eastern, China Southern |
| Hongkong | B-Hxx, B-Kxx, B-Lxx | B-HNK, B-KPB, B-LRJ | Civil Aviation Department Hongkong | Cathay Pacific, HK Express, Hong Kong Airlines |
| Macau | B-Mxx | B-MBM, B-MCI | Luftfahrtbehörde Macau | Air Macau |
| Taiwan | B-12345 | B-18918, B-16701, B-58301 | Civil Aviation Administration (Taiwan) | China Airlines, EVA Air, Starlux |
Die Tabelle beschreibt das heutige System. Ältere Fotos und Logbücher können andere Formate zeigen – dazu gleich mehr bei der Geschichte.
Festland-China: vier Zeichen und neue Buchstaben
Im Register der Volksrepublik folgen auf B- vier Zeichen. Lange waren das ausschließlich Ziffern, also Kennzeichen wie B-6136, ein A380 von China Southern Airlines, der inzwischen ausgemustert ist. Weil der Nummernraum bei einer so stark wachsenden Luftfahrt eng wird, dürfen seit Ende der 2010er-Jahre auch Buchstaben in den letzten Stellen stehen.
Das bekannteste Beispiel für die neue Form ist die Comac C919. Die erste Serienmaschine ging im Dezember 2022 als B-919A an China Eastern Airlines und flog im Mai 2023 den ersten Linienflug des Typs. Weitere C919 folgten mit B-919C, später auch bei Air China und China Southern mit Kennzeichen wie B-919X oder B-919J. Der Hersteller COMAC zeigt damit nebenbei, wie gern Typbezeichnung und Kennzeichen miteinander spielen.
Verrät die erste Ziffer den Typ?
In Nachschlagewerken liest man, dass die erste Ziffer nach dem Bindestrich auf den Flugzeugtyp oder Hersteller hinweist. Als grobe Tendenz stimmt das: Viele Flotten wurden blockweise registriert, und innerhalb einer Airline findest du oft lange Serien desselben Typs. Eine feste Regel ist es aber nicht. Historisch trugen zum Beispiel auch Airbus A300 und MD-82 Kennzeichen mit einer 2 vorn, also aus einem Bereich, der gern Boeing zugeschrieben wird. Wenn du einen Typ allein am Kennzeichen erraten willst, liegst du deshalb regelmäßig daneben.
Vorläufige und Werkskennzeichen
Eine Besonderheit für Spotter in Shanghai oder Tianjin sind vorläufige Kennzeichen. Laut gängigen Übersichten stehen Registrierungen mit einem L am Ende für eine vorläufige Eintragung, mit der keine kommerziellen Flüge stattfinden. Außerdem sind bestimmte Blöcke mit führenden Nullen für Neubauten reserviert, etwa für Comac-Testflugzeuge – die C919 B-001J flog 2022 Testprogramme in Shanghai-Pudong. Mehr über solche Hersteller- und Überführungsregistrierungen weltweit erfährst du im Guide zu Testkennzeichen von Herstellern.
Eine bestimmte B-Registrierung im Visier?
Mit Sichtungs-Alarmen beobachtest du Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries und bekommst eine Nachricht, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Hongkong: B-H, B-K und B-L
Hongkong führt als Sonderverwaltungszone ein eigenes Luftfahrzeugregister. Die Kennzeichen bestehen aus B, Bindestrich und drei Buchstaben, wobei der erste Buchstabe ein H, K oder L ist. Für die meisten Spotter bedeutet das in Europa: Cathay Pacific. Ihre Flotte zeigt alle drei Reihen nebeneinander – etwa die Boeing 777-300 B-HNK, die 777-300ER B-KPB und B-KQU, der A350-900 B-LRJ, der A350-1000 B-LXN und der Frachter 747-8F B-LJA.
Ursprünglich lief alles unter B-H, weil die Buchstaben direkt aus dem alten Präfix VR-H übernommen wurden. Als der Bereich voll wurde, kamen B-K und danach B-L hinzu. Eine Typregel steckt nicht dahinter; neuere Maschinen landen schlicht in den neueren Reihen. Deshalb fliegen bei Cathay ältere A330 noch mit B-H…, während jüngere A350 meist B-L… tragen.
Neben Cathay registrieren auch HK Express, Hong Kong Airlines, Greater Bay Airlines und Frachtairlines wie Air Hong Kong ihre Flugzeuge in Hongkong. Wer vor Ort spotten will, findet alles Wichtige im Guide Planespotting in Hongkong und im Steckbrief zum Flughafen Hongkong Chek Lap Kok.
Von VR-H zu B-H
Unter britischer Verwaltung trug Hongkong das Präfix VR-H, eine Unterteilung des britischen Präfix-Bereichs. Das erste Flugzeug von Cathay Pacific, die Douglas DC-3 „Betsy“, flog als VR-HDB. Mit der Rückgabe an China 1997 wurde VR- durch B- ersetzt, die Buchstaben dahinter blieben. Schön sieht man das an der Boeing 747-200 VR-HIB, die im Juni 1997 in einer Sonderlackierung zur Übergabe flog und später als B-HIB unterwegs war. Wer alte Fotos vom legendären Anflug auf Kai Tak im Archiv hat, findet dort deshalb oft noch VR-H-Kennzeichen.
Warum Hongkong nur drei Buchstaben hat
In den meisten Ländern stehen nach einem einbuchstabigen Präfix vier oder mehr Zeichen. Hongkong und Macau haben bei der Umstellung ihre bisherigen drei Buchstaben einfach behalten. Darum wirken B-HNK oder B-MBM ungewöhnlich kurz – und darum sind sie am Zaun so leicht zu erkennen.
Macau: B-M
Macau funktioniert nach demselben Prinzip wie Hongkong. Unter portugiesischer Verwaltung trug Macau ein Präfix aus dem portugiesischen Bereich, zuletzt CS-M. Mit der Rückgabe an China 1999 wechselte das Gebiet zu B-M, gefolgt von zwei weiteren Buchstaben. Das Register ist klein, und der wichtigste Betreiber ist Air Macau. Beispiele aus deren Flotte sind der A320 B-MCI in einer Sonderlackierung zum historischen Zentrum Macaus oder die A321 B-MBM mit der Lackierung „Macau Welcomes You“.
In Europa wirst du B-M-Kennzeichen eher selten sehen. Wenn doch, lohnt sich ein zweiter Blick und ein Abgleich mit dem Register, denn ein so kleines Register macht jede Sichtung außerhalb Asiens zu etwas Besonderem. Wie du solche Begegnungen einordnest, erklärt der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.
Taiwan: fünf Ziffern
Taiwan führt ein eigenes Register bei der Civil Aviation Administration in Taipeh. Die taiwanische Verordnung über die Eintragung von Luftfahrzeugen legt fest, dass das Kennzeichen aus dem Buchstaben B und einer fünfstelligen Zahl besteht. Am Rumpf steht also etwa B-18918 oder B-16701.
Innerhalb dieses Rahmens haben die Airlines eigene Nummernblöcke etabliert, an denen du sie oft schon vor dem Logo erkennst:
- China Airlines: B-18… – etwa die Boeing 777-300ER B-18007, der A350-900 B-18918 oder die A321neo B-18101.
- EVA Air: B-16… und B-17… – etwa die 777-300ER B-16701 oder die Boeing 787-9 B-17881, die erste 787-9 der Airline.
- Starlux Airlines: B-58… – die erste A330neo kam im Februar 2022 als B-58301, A350-900 tragen Nummern wie B-58502.
Auch Tigerair Taiwan und weitere Betreiber fliegen mit fünfstelligen B-Nummern. Die Blöcke sind Gewohnheiten der Airlines, keine gesetzliche Vorgabe – zur ersten Einordnung taugen sie trotzdem hervorragend.
Warum Taiwan auf fünf Ziffern umgestiegen ist
Das Präfix B gehörte ursprünglich zur Republik China. Nachdem die Volksrepublik 1971 den chinesischen Sitz in den Vereinten Nationen übernommen hatte, nutzten beide Seiten B weiter. Damit drohten doppelt vergebene Nummern. Taiwan hatte zuvor unterschiedlich lange Nummern verwendet, darunter auch vierstellige. Nach Gesprächen zwischen beiden Seiten in den 1990er-Jahren stellte Taiwan auf das heutige fünfstellige Format um. Seitdem lassen sich die Register auf einen Blick trennen.
Falle: „China Airlines“ ist nicht „Air China“
China Airlines ist die taiwanische Airline mit B-18…-Kennzeichen, Air China die Staatsairline der Volksrepublik mit vierstelligen Kennzeichen. Die Verwechslung ist so verbreitet, dass sie in Taiwan sogar politisch diskutiert wurde. Beim Taggen deiner Fotos hilft das Kennzeichen: Fünf Ziffern bedeuten immer Taiwan.
Am Zaun: in fünf Schritten zum richtigen Register
1. Zeichen zählen
Drei Zeichen nach dem Bindestrich bedeuten Hongkong oder Macau, vier das Festland, fünf Taiwan.
2. Erstes Zeichen prüfen
H, K oder L führen nach Hongkong, M nach Macau. Eine Ziffer vorn passt zum Festland oder zu Taiwan.
3. Airline gegenchecken
Passen Kennzeichen und Lackierung zusammen? B-18… mit Pflaumenblüte am Leitwerk ist China Airlines, B-KP… mit grünem Pinselstrich Cathay Pacific.
4. Mit Live-Daten abgleichen
Flugverfolgungsdienste zeigen Kennzeichen und Hex-Code der Maschine. So klärst du auch halb verdeckte Kennzeichen.
5. Mit Datum notieren
Flugzeuge wechseln Besitzer und Register. Datum, Ort und Typ gehören deshalb zu jedem Kennzeichen in deinem Logbuch.
Für Schritt 4 lohnt sich ein Blick auf die ICAO-24-Bit-Adresse: Sie ist jedem Flugzeug fest zugeordnet und hilft, wenn ein Kennzeichen auf dem Foto nicht lesbar ist. Wie du eine bestimmte Maschine gezielt findest, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Typische Ablesefehler
- Präfix mit Airline verwechseln. B- heißt nur, dass eines der vier Register zuständig ist. Erst Format und Lackierung grenzen es ein.
- Ziffer-Buchstaben-Mischungen übersehen. Bei neuen Festland-Kennzeichen wie B-919A wirkt das letzte Zeichen schnell wie ein Tippfehler. Es ist Absicht.
- Leasing ignorieren. Nicht jede Maschine mit chinesischer Airline-Lackierung ist in China eingetragen. Leasing-Konstruktionen und Registerwechsel kommen vor; der Artikel Offshore-Registrierungen und Leasing erklärt die Hintergründe.
- Alte Fotos falsch datieren. Ein VR-H-Kennzeichen beweist, dass das Foto vor 1997 entstand – oder zumindest die Registrierung aus dieser Zeit stammt. Bei CS-M gilt das Gleiche für Macau vor 1999.
- Umregistrierungen übersehen. Wenn ein Flugzeug von Hongkong aufs Festland oder ins Ausland wechselt, bekommt es ein neues Kennzeichen. Mehr dazu im Guide zu Umregistrierungen.
Kannst du B-Kennzeichen sicher zuordnen?
- Ich weiß, dass fünf Ziffern nach B- für Taiwan stehen.
- Ich erkenne Hongkong an H, K oder L als erstem Buchstaben.
- Ich erkenne Macau an B-M.
- Ich weiß, dass Festland-Kennzeichen inzwischen Buchstaben enthalten können.
- Ich halte China Airlines und Air China sicher auseinander.
Warum sich das Sammeln lohnt
Für Kennzeichen-Sammler sind die B-Register ein besonders reizvolles Feld. Festland-China hat eine der größten Airline-Flotten der Welt, Hongkong und Macau bieten kompakte, gut überschaubare Register, und Taiwan liefert mit China Airlines, EVA Air und Starlux drei Langstrecken-Airlines, die regelmäßig nach Europa fliegen. Dazu kommen Exoten wie die C919 oder die ARJ21 beziehungsweise C909, die du außerhalb Chinas kaum zu sehen bekommst. Wer vor Ort spotten will, findet in den Steckbriefen zu Peking-Daxing und Shanghai-Pudong einen ersten Überblick.
Wie du eine eigene Sammlung aufbaust und strukturierst, zeigt der Artikel Registrierungen sammeln. Einen Überblick über die Präfixe aller Länder bietet der Guide zu den Länderkennungen von Flugzeugen.
Deine B-Sammlung an einem Ort
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Fazit
Das gemeinsame Präfix B wirkt zunächst verwirrend, folgt aber einer klaren Logik. Festland-China nutzt vier Zeichen, Hongkong drei Buchstaben mit H, K oder L, Macau drei Buchstaben mit M und Taiwan fünf Ziffern. Die Formate sind historisch gewachsen – aus Kolonialpräfixen, die bei der Rückgabe umgestellt wurden, und aus dem Bemühen, Dopplungen zwischen Festland und Taiwan zu vermeiden. Wer die Zeichen zählt und auf das erste achtet, ordnet fast jedes B-Kennzeichen sofort richtig zu.
Kurzfazit
Zähl die Zeichen nach dem Bindestrich: drei Buchstaben heißen Hongkong (H, K, L) oder Macau (M), vier Zeichen Festland-China, fünf Ziffern Taiwan. Lackierung und Live-Daten bestätigen das Ergebnis, Datum und Typ gehören in jede Notiz.
Zusammenfassung
- Das Präfix B wird international für China verwendet und gilt auch für die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. Taiwan nutzt ebenfalls B, führt aber ein eigenes Register mit eigenem Format.
- Die Unterscheidung gelingt fast immer allein über die Struktur des Kennzeichens: Anzahl der Zeichen und der erste Buchstabe nach dem Bindestrich.
- Hongkong und Macau haben bei der Rückgabe an China ihre alten Kolonialpräfixe VR-H und CS-M abgelegt und die Buchstabenfolge unter B weitergeführt. Darum sind ihre Kennzeichen kürzer als in den meisten Ländern.
- Taiwan ist in den 1990er-Jahren auf fünfstellige Nummern umgestiegen, damit es keine Dopplungen mit Festland-Kennzeichen gibt.
Häufige Fragen
Warum haben Flugzeuge aus China und Taiwan dasselbe Präfix?
Das Präfix B stammt aus der Zeit, als die Republik China international für ganz China stand. Nachdem die Volksrepublik 1971 den chinesischen Sitz in den Vereinten Nationen übernommen hatte, blieb B für beide Seiten in Gebrauch. Um Verwechslungen zu vermeiden, nutzen beide Register unterschiedliche Formate: Festland-China vier Zeichen, Taiwan fünf Ziffern.
Woran erkenne ich ein Flugzeug aus Hongkong?
Hongkonger Kennzeichen bestehen aus B, Bindestrich und drei Buchstaben, von denen der erste ein H, K oder L ist. Beispiele sind B-HNK, B-KPB oder B-LRJ von Cathay Pacific. Ein Festland-Kennzeichen hat dagegen in aller Regel eine Ziffer direkt nach dem Bindestrich.
Woran erkenne ich ein Flugzeug aus Macau?
Macau nutzt B-M gefolgt von zwei weiteren Buchstaben, also etwa B-MBM oder B-MCI. Der bekannteste Betreiber mit B-M-Kennzeichen ist Air Macau.
Wie sind taiwanische Kennzeichen aufgebaut?
Taiwanische Luftfahrzeuge tragen B, einen Bindestrich und fünf Ziffern. China Airlines nutzt überwiegend Nummern ab B-18…, EVA Air ab B-16… und B-17…, Starlux ab B-58…. Diese Blöcke sind Konventionen der Airlines und keine gesetzliche Regel.
Was bedeuten Buchstaben in chinesischen Festland-Kennzeichen?
Lange bestanden Festland-Kennzeichen nur aus vier Ziffern. Seit Ende der 2010er-Jahre dürfen in den letzten Stellen auch Buchstaben stehen. Bekannte Beispiele sind die Comac C919 mit Kennzeichen wie B-919A oder B-919C. Ein L am Ende kennzeichnet laut gängigen Übersichten vorläufige Registrierungen, mit denen keine kommerziellen Flüge durchgeführt werden.
Verrät die erste Ziffer eines Festland-Kennzeichens den Flugzeugtyp?
Nur als grobe Tendenz. In Nachschlagewerken wird beschrieben, dass bestimmte Ziffernblöcke bestimmten Herstellern zugeordnet wurden. In der Praxis gibt es aber viele Ausnahmen – historisch trugen etwa auch Airbus-A300 und MD-82 Kennzeichen mit einer 2 vorn. Für eine sichere Typbestimmung brauchst du das Flugzeug selbst oder eine Registerabfrage.
Was waren VR-H und CS-M?
VR-H war das Präfix für Hongkong unter britischer Verwaltung, CS-M das für Macau unter portugiesischer Verwaltung. Mit der Rückgabe an China wurden beide durch B ersetzt, die Buchstaben dahinter blieben. Aus der Cathay-Pacific-747 VR-HIB wurde so B-HIB.
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