Das Wichtigste in Kürze
- Air Zermatt ist ein Schweizer Helikopterunternehmen aus Zermatt, gegründet 1968, mit Schwerpunkt Bergrettung im Oberwallis.
- Codes: ICAO AZF, Rufzeichen „AIR ZERMATT“, kein IATA-Code – es gibt keinen Linienverkehr.
- Die Flotte umfasst 11 Helikopter, vor allem Airbus H125 (AS 350 B3) und Bell 429.
- Zwei Heliports: Zermatt am Fuß des Matterhorns und Raron im Rhonetal, dort auch die Basis-Wartung.
- Rettungspionier: 1971 gelang der Air Zermatt die erste direkte Windenrettung aus der Eiger-Nordwand.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| ICAO-Code | AZF |
|---|---|
| Rufzeichen | AIR ZERMATT |
| Geschäftsmodell | Helikopterunternehmen für Luftrettung, Transportflüge, Rundflüge, Heliskiing und Ausbildung |
| Sitz | Zermatt, Kanton Wallis |
| Gegründet | 1968 mit einem Helikopter, einem Piloten und einem Mechaniker |
| Gründer | Beat H. Perren (1929–2025), Initiator und langjähriger Verwaltungsratspräsident |
| Basen | Heliport Zermatt (LSEZ) und Heliport Raron (LSER), dazu Gampel |
| Flotte (laut Air Zermatt, Stand 2026) | 11 Helikopter, vor allem Airbus H125 (AS 350 B3) und Bell 429 |
| Mitarbeitende | rund 95 Festangestellte (laut Air Zermatt) |
| Rettungseinsätze | Partner der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO), alarmiert über Notruf 144 |
| Partnerschaft | Zusammenarbeit mit Air-Glaciers aus Sion seit 2020, beide Marken bleiben eigenständig |
| Allianz | keine |
| Kennzeichen | Schweizer Registrierung mit HB- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Zermatt?
- Ausschließlich Helikopter – Air Zermatt betreibt keine Flächenflugzeuge
- Einmotorige H125 (AS 350 B3) mit schlankem Rumpf, dreiblättrigem Hauptrotor und offenem Heckrotor, das Arbeitspferd für Transport, Rundflug und Hochgebirgsrettung
- Zweimotorige Bell 429 mit Kufen, breiterer Kabine und vierblättrigem Hauptrotor, eingesetzt für Rettung und Instrumentenflug
- Schriftzug „Air Zermatt“ am Rumpf
- Schweizer Kennzeichen mit HB-, bei Helikoptern meist aus den Reihen HB-X… oder HB-Z…
- Im Funk und im Tracker meldet sich das Unternehmen mit dem ICAO-Code AZF bzw. dem Rufzeichen „AIR ZERMATT“
Wenn in Zermatt ein Rotorgeräusch durchs Tal hallt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es Air Zermatt ist. Das Helikopterunternehmen fliegt seit 1968 vom Fuß des Matterhorns aus – mal mit einem Verletzten an der Winde, mal mit Baumaterial für eine Berghütte, mal mit Gästen auf Rundflug. Für Spotter ist Air Zermatt ein Ausnahmefall: keine Pisten, keine Jets, keine Flugpläne. Dafür Helikopter vor einer der bekanntesten Bergkulissen der Welt. Diese Seite zeigt dir, wer hinter Air Zermatt steckt, welche Maschinen fliegen und wie du sie sauber erkennst.
Helikopter vor dem Matterhorn festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot – und sammelst jeden Air-Zermatt-Helikopter in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Zermatt im Überblick
Air Zermatt ist ein Schweizer Helikopterunternehmen mit Sitz im autofreien Bergdorf Zermatt im Kanton Wallis. Die Firma wurde 1968 gegründet – mit genau einem Helikopter, einem Piloten und einem Mechaniker. Treibende Kraft war der Zermatter Apotheker Beat H. Perren, der den ersten Helikopter, eine Agusta-Bell 206A JetRanger, kaufte und das Land für den Heliport erwarb. Nach der Gründung trieb das junge Unternehmen den Bau des Heliports voran. Perren blieb dem Unternehmen jahrzehntelang als Verwaltungsratspräsident und später als Ehrenpräsident verbunden; er starb 2025.
Der Hintergrund der Gründung ist typisch für die Alpen der 1960er-Jahre: Bergrettungen waren damals oft langwierig, weil Verletzte mühsam ins Tal getragen werden mussten. Ein eigener Helikopter direkt in Zermatt sollte diese Zeit drastisch verkürzen.
Heute beschäftigt Air Zermatt laut eigenen Angaben rund 95 Festangestellte – Piloten, Rettungs- und Transportsanitäter, Flughelfer, Mechaniker, Einsatzleiter und Verwaltung. Die Flotte ist auf 11 Helikopter gewachsen. Geführt wird das Unternehmen von CEO Daniel Aufdenblatten, selbst Pilot.
Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- ICAO-Code AZF: Unter diesem Kürzel taucht Air Zermatt in Flugplänen der Flugsicherung und teils auf Trackern auf.
- Rufzeichen „AIR ZERMATT“: So meldet sich die Besatzung im Funk.
- Kein IATA-Code: Air Zermatt verkauft keine Linienflüge, deshalb gibt es auch keine zweistellige Flugnummer wie bei SWISS.
- Kennzeichen HB-: Alle Helikopter sind in der Schweiz registriert. Bei Drehflüglern siehst du meist Kennzeichen aus den Reihen HB-X… oder HB-Z…; wie das Schweizer System funktioniert, erklärt der Guide zu den Schweizer HB-Kennzeichen.
Für dein Logbuch ist das Kennzeichen damit das wichtigste Merkmal. Weil Air Zermatt keine Flugnummern nutzt, die du im Abflugplan nachschlagen kannst, ist die Registrierung am Heckausleger oft der einzige eindeutige Anhaltspunkt.
Helikopter auf dem Tracker finden
Helikopter fliegen tief und in engen Tälern – der ADS-B-Empfang reißt im Gebirge schnell ab. Wie du Rettungs- und Arbeitshubschrauber trotzdem online verfolgst, zeigt der Artikel Hubschrauber auf dem Flugradar finden.
Was Air Zermatt fliegt: Rettung, Transport, Rundflug
Air Zermatt ist ein Mischbetrieb. Laut Wikipedia entfallen ungefähr 55 Prozent der Flüge auf Transporte, je rund 20 Prozent auf Rundflüge und Rettung und etwa 5 Prozent auf Ausbildung. Die Rettung ist zahlenmäßig also nicht der größte Teil – prägt aber das Image des Unternehmens.
Luft- und Bergrettung
Air Zermatt ist Partner der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO). Wer im Wallis den Notruf 144 wählt, landet bei deren Einsatzzentrale; im Oberwallis fliegt dann häufig Air Zermatt. Seit den frühen 1970er-Jahren gilt das Unternehmen als Pionier der medizinischen Helikopterrettung: 1973 führte es Rettungsflüge mit Ärzten an Bord ein. 1970 kaufte Air Zermatt mit einer Alouette III (HB-XDA) laut Unternehmen den ersten Helikopter der Schweiz mit Rettungswinde.
Daneben gibt es die Rettungskarte, eine Gönnerschaft, die Rettungskosten übernimmt, für die die obligatorische Unfall- und Krankenversicherung nicht aufkommt. Air Zermatt betreibt außerdem zwei Ambulanzfahrzeuge im inneren Mattertal.
Transport- und Arbeitsflüge
Der größte Teil der Flugstunden sind Arbeitsflüge: Material für Berghütten, Lawinenverbauungen, Holzschlag, Montagen, Seilzug für Leitungen, Erkundungsflüge sowie Film- und Fotoflüge. Bekannt wurde Air Zermatt etwa durch Transporte beim Bau der Seilbahn aufs Klein Matterhorn. Für Spotter sind diese Flüge die interessantesten, weil du Helikopter mit Außenlast am Seil siehst – ein Motiv, das an Verkehrsflughäfen praktisch nie vorkommt.
Rundflüge und Heliskiing
Laut Air Zermatt starten Rundflüge ab Zermatt rund ums Matterhorn sowie ab Raron in die Bietschhorn- und Aletschregion. Ein Matterhorn-Standardflug dauert 20 Minuten und kostet (Stand Oktober 2026) CHF 230 pro Person; ein Flug startet in der Regel ab vier Gästen, der Helikopter bietet fünf Plätze. Dazu kommen Heliskiing, Transferflüge und Heliport-Besichtigungen.
Typ bestimmen
Einmotorig und schlank? Dann meist H125. Breitere Kabine mit zwei Triebwerken? Dann Bell 429.
Einsatz einordnen
Last am Seil heißt Transport, Gäste am Heliport Rundflug, Winde oder Retter an Bord Rettung.
Kennzeichen lesen
Das HB-Kennzeichen am Heckausleger macht die Sichtung eindeutig.
Spot notieren
Heliport Zermatt, Raron oder unterwegs im Tal – der Ort gehört zur Sichtung dazu.
Die Flotte: H125 und Bell 429
Laut Air Zermatt besteht die Flotte aus 11 Helikoptern. Eine offizielle Aufschlüsselung nach Typ und Kennzeichen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Klar belegt sind die beiden Haupttypen:
| Typ | Triebwerke | Einsatz bei Air Zermatt | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus H125 (AS 350 B3 Ecureuil) | 1 Turbine | Transport, Rundflug, Hochgebirgsrettung | Schlanker Rumpf, dreiblättriger Hauptrotor, Kufen |
| Bell 429 | 2 Turbinen | Such- und Rettungseinsätze, Instrumentenflug | Größere Kabine, vierblättriger Hauptrotor, Kufen |
Die Airbus H125 ist das Arbeitspferd des Unternehmens und einer der wichtigsten Gebirgshelikopter überhaupt. Der Typ ist für seine Leistung in großer Höhe bekannt: Am 14. Mai 2005 landete eine AS 350 B3 als erster Helikopter auf dem Gipfel des Mount Everest. Hersteller ist Airbus Helicopters, das frühere Eurocopter.
Die Bell 429 ergänzt die Flotte als zweimotoriges Muster. Zwei Triebwerke bringen Reserven bei einem Triebwerksausfall und erlauben Instrumentenflug – wichtig für Einsätze bei schlechter Sicht. Die Bell 429 wird in Mirabel in Kanada gebaut und erhielt 2009 ihre Zulassung.
Die Wartung erledigt Air Zermatt selbst: Das Unternehmen hält seit 2007 eine EASA-Part-145-Genehmigung. Die Basiswartung sitzt in Raron, Linienwartung gibt es in Zermatt sowie an den Flugplätzen Buochs und Mollis. In der Genehmigung ist neben H125 und Bell 429 auch die Airbus H130 (EC 130 T2) aufgeführt, die Air Zermatt früher einsetzte.
Die Bell 429 fehlt dir noch?
Setz die Bell 429 auf die Wunschliste in deinem Hangar und richte Sichtungs-Alarme für Typen oder Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Historische Typen
Wer alte Fotos sortiert, trifft auf Muster, die heute nicht mehr bei Air Zermatt fliegen:
- Agusta-Bell 206A JetRanger – der erste Helikopter von 1968, gebaut in Lizenz nach dem Vorbild der Bell 206. Er wurde im März 1969 bei einem Unfall auf dem Oberen Theodulgletscher zerstört; verletzt wurde niemand.
- Alouette III – mit der SA 316 Alouette III HB-XDA kam 1970 die Rettungswinde nach Zermatt.
- SA 315 B Lama – der legendäre Höhenhelikopter; Air Zermatt hatte drei davon, zwei wurden 2015 und 2016 verkauft, die letzte schied nach einem Absturz beim Landeanflug auf den Gebirgslandeplatz Alphubel im Dezember 2021 aus.
- EC 135 T2 – ein Muster der Reihe Airbus H135; die Maschine wurde laut Wikipedia später umgerüstet und an Air-Glaciers verkauft.
- EC 130 T2 – inzwischen aus der Flotte ausgeschieden.
Laut Wikipedia kündigte Air Zermatt 2016 außerdem an, sich an der Entwicklung des Schweizer Leichthelikopters zu beteiligen, der heute als Leonardo AW09 vermarktet wird.
Meilensteine der Rettungsgeschichte
Die Geschichte von Air Zermatt ist eng mit spektakulären Einsätzen verbunden:
- 1971 – Eiger-Nordwand: Nach Übungen im Jahr zuvor gelang Pilot Günther Amann die erste direkte Windenrettung aus der Eiger-Nordwand. Bis dahin galten Rettungen aus der Wand als extrem langwierig.
- 2000 und 2003 – Katastropheneinsätze: Air Zermatt half beim Bergsturz von Gondo im Oktober 2000 und beim Waldbrand von Leuk im August 2003.
- 2010 – Annapurna: Im April 2010 rettete eine Air-Zermatt-Crew in Nepal drei Bergsteiger aus rund 7.000 Metern Höhe; die Crew wurde dafür 2011 ausgezeichnet. Ebenfalls 2011 baute Air Zermatt gemeinsam mit der Rettungsstation Zermatt eine Rettungsstation im Himalaya auf und bildete nepalesische Fachkräfte aus.
- 2017 – Blut an Bord: Laut Wikipedia begann Air Zermatt 2017, Patienten bereits im Flug Blutkonserven zu verabreichen.
- 2018 – Zermatt abgeschnitten: Als Zermatt im Januar 2018 nach starken Schneefällen von der Außenwelt abgeschnitten war, flog Air Zermatt über 2.000 Menschen und rund 67 Tonnen Material aus.
Rega oder Air Zermatt?
Im Wallis siehst du beide. Die Rega ist die landesweite Schweizer Luftrettung mit einheitlich bemalten Helikoptern und Ambulanzjets. Air Zermatt ist ein privates Unternehmen mit eigenem Schriftzug, das neben der Rettung auch Transporte und Rundflüge fliegt. Ein Blick auf den Rumpfschriftzug klärt die Frage sofort.
Die Heliports: Zermatt und Raron
Heliport Zermatt (LSEZ)
Der Stammsitz liegt an der Spissstrasse am Rand des autofreien Dorfs. Weil in Zermatt keine Autos fahren, erreichst du den Heliport vom Bahnhof aus zu Fuß; der Weg ist kurz. Von hier starten die Matterhorn-Rundflüge, und hier ist auch die Rettungsbasis für das innere Mattertal. Linienwartung gibt es vor Ort.
Heliport Raron (LSER)
Im Rhonetal liegt der zweite große Standort: der Heliport Raron mit dem Basis-Wartungszentrum. Anders als Zermatt ist Raron auch mit dem Auto erreichbar. Von Raron starten Rundflüge in die Bietschhorn- und Aletschregion. Als dritte Basis nennt Wikipedia Gampel.
Gute Chancen auf Air Zermatt, wenn …
- du bei gutem Flugwetter in Zermatt oder Raron bist
- Hochsaison im Winter oder Sommer ist und Rundflüge gebucht werden
- Bausaison an Hütten und Bergbahnen läuft und Transportflüge anstehen
Prüf es vorher, wenn …
- Föhn oder tiefe Wolken angesagt sind – dann fallen Rundflüge oft aus
- du ein bestimmtes Kennzeichen suchst, das auch in Raron stehen kann
Eher kein Spotting-Tag, wenn …
- dichter Nebel im Tal liegt und nur dringende Einsätze fliegen
Air Zermatt spotten: Tipps
Helikopter zu fotografieren ist anders als Jets am Pistenende. Hier ein paar Grundregeln, mit denen du in Zermatt gute Bilder machst:
- Kurze Verschlusszeiten vermeiden: Bei Helikoptern friert eine zu kurze Belichtungszeit die Rotorblätter ein, und das Bild wirkt, als stünde der Helikopter in der Luft still. Probier längere Zeiten mit sauberem Mitziehen. Mehr dazu im Guide Hubschrauber spotten.
- Kulisse nutzen: Der große Reiz von Zermatt ist das Matterhorn im Hintergrund. Plane dafür das Licht; der Berg wirkt am Vormittag und am späten Nachmittag oft am besten.
- Brennweite: Für An- und Abflüge am Heliport reicht oft ein mittleres Telezoom, für Arbeitsflüge in der Höhe brauchst du mehr Brennweite.
- Typen unterscheiden: Wie du H125, Bell 429 und andere Muster am Rumpf und Rotor trennst, zeigt Hubschraubertypen erkennen.
Rettung hat Vorrang
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Wegen. Halte großen Abstand zu Landeplätzen, betritt nie das Heliport-Gelände ohne Führung und fotografiere keine Verletzten an Einsatzorten. Drohnen haben in der Nähe von Heliports und Rettungseinsätzen nichts verloren – die Schweizer Regeln findest du unter Drohne fliegen in der Schweiz, die allgemeine Rechtslage unter Planespotting in der Schweiz.
Wer nach Zermatt anreist, kommt meist über einen der großen Schweizer Flughäfen. Ein Abstecher zum Spotten lohnt sich: Am Flughafen Zürich und am Flughafen Genf siehst du die Jets von SWISS und Helvetic Airways, in Zermatt dann die Helikopter. Und wenn du Schweizer Luftfahrtgeschichte vertiefen willst, ist das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ein guter Stopp.
Häufige Verwechslungen
- Jeden Helikopter im Wallis für Air Zermatt halten – auch andere Betriebe fliegen im Wallis. Der Schriftzug und das Kennzeichen entscheiden.
- Air Zermatt mit der Rega verwechseln – die Rega ist eine landesweite Stiftung, Air Zermatt ein privates Unternehmen im Oberwallis.
- H125 und H130 verwechseln – die H130 hat einen breiteren Rumpf und einen ummantelten Heckrotor (Fenestron), die H125 einen offenen Heckrotor.
- Bell 429 für eine Bell 407 halten – die 429 ist zweimotorig und hat eine deutlich breitere Kabine.
- Air Zermatt für eine Airline mit Linienflügen halten – es gibt keinen IATA-Code und keine Flugnummern im Abflugplan.
- Air-Glaciers und Air Zermatt gleichsetzen – beide arbeiten seit 2020 zusammen, sind aber eigenständige Marken.
Dein Matterhorn-Foto für die Community
Poste deine Air-Zermatt-Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot, sammle Likes und Kommentare und hol dir vielleicht das Foto der Woche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Zermatt ist kein Ziel für die klassische Flughafen-Tour, sondern eines der besonderen Kapitel im Spotterlogbuch. Ein Unternehmen, das 1968 mit einem einzigen Helikopter begann, fliegt heute mit 11 Maschinen Rettungen, Transporte und Rundflüge im Oberwallis. Wer den Unterschied zwischen H125 und Bell 429 kennt, das HB-Kennzeichen notiert und Rettungseinsätzen respektvoll Platz lässt, bringt aus Zermatt Bilder mit, die an keinem anderen Spot entstehen.
Kurzfazit
Air Zermatt (ICAO AZF) ist ein Schweizer Helikopterunternehmen für Bergrettung, Transport und Rundflüge. Die Flotte aus H125 und Bell 429 fliegt ab den Heliports Zermatt und Raron – am besten zu erkennen am Schriftzug und am HB-Kennzeichen.
Zusammenfassung
- Air Zermatt ist keine Airline im klassischen Sinn, sondern ein Helikopterbetrieb für Rettung, Transport und Rundflüge – und gerade deshalb ein spannendes Ziel für Spotter abseits der großen Flughäfen.
- Die Flotte besteht hauptsächlich aus einmotorigen H125 und zweimotorigen Bell 429, die du an Rumpfform, Rotorblättern und Triebwerksverkleidung auseinanderhältst.
- Spotten kannst du vor allem rund um den Heliport Zermatt und in Raron; das Matterhorn im Hintergrund macht die Motive einzigartig.
- Rettungsflüge haben immer Vorrang: Fotografiere mit Abstand und Respekt, und nie an einem Einsatzort.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Code hat Air Zermatt?
Air Zermatt nutzt den ICAO-Code AZF und das Rufzeichen „AIR ZERMATT“. Einen IATA-Code hat das Unternehmen nicht, weil es keine Linienflüge mit Ticketverkauf über Reisebüro-Systeme anbietet.
Welche Helikopter fliegt Air Zermatt?
Laut Air Zermatt umfasst die Flotte 11 Helikopter. Die wichtigsten Typen sind die einmotorige Airbus H125 (früher Eurocopter AS 350 B3 Ecureuil) für Transport, Rundflüge und Hochgebirgsrettung sowie die zweimotorige Bell 429, die unter anderem für Such- und Rettungseinsätze und Instrumentenflug ausgelegt ist.
Wo liegt der Heliport Zermatt?
Der Heliport Zermatt liegt am Rand des autofreien Dorfs an der Spissstrasse. Vom Bahnhof Zermatt ist es nur ein kurzer Fußweg. Der zweite Heliport des Unternehmens liegt in Raron im Rhonetal.
Kann man mit Air Zermatt einen Rundflug machen?
Ja. Air Zermatt bietet Rundflüge ab Zermatt rund um das Matterhorn und ab Raron, etwa in die Bietschhorn- und Aletschregion, an. Laut Air Zermatt beginnen die Preise (Stand Oktober 2026) bei CHF 230 pro Person für 20 Minuten; ein Flug startet in der Regel ab vier Personen. Prüf vor der Buchung die aktuellen Bedingungen.
Wie alarmiere ich Air Zermatt im Notfall?
Im Wallis wählst du den Notruf 144. Die Einsatzzentrale der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) bietet dann die passenden Rettungsmittel auf, im Oberwallis häufig Air Zermatt.
Was ist der Unterschied zwischen Air Zermatt und Rega?
Die Rega ist die landesweite Schweizer Luftrettung, eine Stiftung mit Basen in der ganzen Schweiz. Air Zermatt ist ein privates Helikopterunternehmen, das im Oberwallis Rettungseinsätze für die kantonale Rettungsorganisation fliegt und daneben kommerzielle Transporte und Rundflüge anbietet.
Welche Rolle spielt Air-Glaciers?
Air-Glaciers aus Sion ist seit 2020 Partner von Air Zermatt. Beide Unternehmen haben eigene Verwaltungsräte, eigene Geschäftsleitungen und eigene Marken, arbeiten aber eng zusammen.
Darf ich am Heliport Zermatt fotografieren?
Von öffentlich zugänglichen Wegen aus ist das Fotografieren von Helikoptern grundsätzlich unproblematisch. Das Heliport-Gelände selbst ist kein öffentlicher Bereich. Halte Abstand zu Landeflächen, behindere nie einen Rettungseinsatz und lass die Drohne zu Hause. Air Zermatt bietet zudem Heliport-Besichtigungen an.
Air Zermatt im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus Helicopters H125
Ein Triebwerk, drei Rotorblätter, offener Heckrotor: Der H125 – bekannt als AS350 Écureuil oder AStar – ist das Arbeitspferd der Alpen und landete 2005 auf dem Mount Everest. So erkennst du ihn.
FlugzeugtypBell 429 GlobalRanger
Zwei Turbinen, vier Rotorblätter, ein Heckrotor in X-Form und eine große Klappe unter dem Heck: Der Bell 429 ist Bells leichter Zweimotorer für Luftrettung, Polizei und Firmenflüge. So erkennst du ihn.
FlugzeugtypAérospatiale SA 316/319 Alouette III
Offene Turbine, drei Blätter, Bugrad und ein Cockpit wie ein Goldfischglas: Die Alouette III hat Bergrettung im Alpenraum geprägt, in der Schweiz und in Österreich jahrzehntelang Dienst getan und lebt im Erbe von Airbus Helicopters weiter.
FlugzeugtypBell 206 JetRanger / LongRanger
Zwei Rotorblätter, eine Turbine, schlanker Rumpf: Der Bell 206 JetRanger und sein verlängerter Bruder LongRanger prägten jahrzehntelang die zivile Hubschrauberwelt – und als OH-58 Kiowa auch das Militär. So erkennst du ihn.
FlugzeugtypAirbus Helicopters H130
Drei Rotorblätter, ein ummantelter Heckrotor und eine Kabine wie ein Aussichtsfenster: Der H130, früher EC130, ist der Rundflug-Hubschrauber schlechthin – vom Grand Canyon bis Hawaii. So erkennst du ihn.
FlugzeugtypAirbus Helicopters H135
Kompakt, zweimotorig, mit ummanteltem Heckrotor: Der H135 aus Donauwörth ist das Rückgrat der Luftrettung in Deutschland und Österreich. So erkennst du ihn und hältst ihn vom größeren H145 auseinander.
FlugzeugtypBell 407
Sieht aus wie ein LongRanger, hat aber vier Rotorblätter: Der Bell 407 ist der moderne Einmot-Allrounder aus Kanada – im Rettungsdienst, bei der Polizei und im Arbeitsflug. So trennst du ihn sicher vom JetRanger.
Weitere Airlines
Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht
Die Schweizer Luftrettung als Stiftung: drei Ambulanzjets Challenger 650 am Flughafen Zürich, eine Helikopterflotte im Umbruch zum H145 D3, 14 Einsatzbasen – und ein gescheitertes Allwetter-Projekt mit dem AW169-FIPS.
StaatsflugLufttransportdienst des Bundes
Der Lufttransportdienst des Bundes fliegt Bundesrat, Parlament und Verwaltung der Schweiz: eine kleine Flotte aus Bombardier Global 7500, Dassault Falcon 900EX, Turboprops und EC135-Hubschraubern – mit T-Kennungen der Luftwaffe und Heimat in Bern-Belp.
CharterHelvetic Airways
Die Schweizer Embraer-Spezialistin aus Zürich: Helvetic Airways fliegt mit E190, E195 und der neuen E2-Generation vor allem im Wet-Lease für SWISS, dazu Charter und eigene Ferienflüge ab Zürich und Bern.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
CharterPrivatAir
Historische Genfer Premium-Airline: 1977 als Firmenflugbetrieb der Familie Latsis gestartet, später Wet-Lease-Partnerin für Lufthansa, Swiss, KLM und SAS mit Business-only-Jets – Ende 2018 insolvent.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus Helicopters
Der größte Hubschrauberhersteller der Welt hat deutsch-französische Wurzeln: Zentrale in Marignane, zweites Standbein in Donauwörth. Von dort kommen H135 und H145 – die Hubschrauber, die du in Deutschland als Rettungs-, Polizei- und Bundeswehrmaschinen am häufigsten siehst.
MuseumVerkehrshaus der Schweiz Luzern
Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern zeigt in seiner Halle Luft- & Raumfahrt rund 30 Originalflugzeuge – von der Dufaux 4 aus der Pionierzeit über die einzige erhaltene Lockheed Orion bis zur Swissair-Convair CV-990 Coronado am Eingang. Hier erfährst du, was dich erwartet, wie du den Besuch planst und wie du ihn mit Spotting in Zürich verbindest.
MuseumHubschraubermuseum Bückeburg
Das Hubschraubermuseum Bückeburg ist das einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich Drehflüglern widmet. In einem Burgmannshof von 1463 und zwei Anbauten stehen über 50 Hubschrauber, Tragschrauber und Exoten in Originalgröße – vom Nachbau des Cornu-Hubschraubers von 1907 bis zur CH-53G, die seit Juni 2026 auf dem Museumsdach steht.
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