Das Wichtigste in Kürze
- Chair Airlines ist ein kleiner Schweizer Ferienflieger mit Sitz in Glattbrugg und Heimatbasis Zürich.
- Codes: IATA CS, ICAO CSW, Rufzeichen im Funk „EIGER“.
- Bis 2019 hieß die Airline Germania Flug. Nach der Pleite der deutschen Germania übernahmen neue Eigentümer und benannten sie in Chair um.
- Die Flotte ist klein und reine Airbus-Familie: Mitte 2026 vier A320 und ein A319.
- Kosovo und Nordmazedonien sind das Rückgrat: Flüge nach Prishtina und Skopje machen einen großen Teil des Verkehrs aus, dazu kommen Ferienziele am Mittelmeer und in Ägypten.
- Achtung Verwechslung: Das rote Leitwerk mit weißem Kreuz kennst du auch von SWISS – Rumpf, Schriftzug und Kennzeichen bringen Klarheit.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Chair Airlines im Überblick
- 2.Von Germania Flug zu Chair: die Geschichte
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Die Flotte: klein und ganz Airbus
- 5.A320 oder A319? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Chair erkennst – und die Verwechslung mit SWISS
- 7.Das Streckennetz
- 8.Chair Airlines spotten
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | CS |
|---|---|
| ICAO-Code | CSW |
| Rufzeichen | EIGER |
| Drehkreuze | ZRH, BSL |
| Geschäftsmodell | Ferienflieger mit Linien- und Charterflügen in den Mittelmeerraum, nach Nordafrika und auf den Westbalkan |
| Sitz | Glattbrugg bei Zürich, Schweiz |
| Gegründet | 2014 als Germania Flug AG, erster Flug im März 2015 |
| Heutiger Name | Chair Airlines seit Juni 2019 |
| Eigentümer | Mehrheitlich Albex Aviation, knapp die Hälfte hält die polnische Enter Air |
| Basen | Zürich (ZRH) als Heimatbasis, dazu Flüge ab dem EuroAirport Basel-Mulhouse |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand Mitte 2026) | Fünf Flugzeuge – vier Airbus A320 und ein Airbus A319 |
| Kennzeichen | Schweizer Registrierung mit HB- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Chair Airlines?
- Rotes Leitwerk mit weißem Schweizer Kreuz – ähnlich wie bei SWISS, aber mit anderem Rumpf
- Schriftzug „chair“ am Rumpf – „Ch“ in Rot, „air“ in Blau
- Stilisierte Welle am hinteren Rumpf
- Immer ein Airbus der A320-Familie – A320 oder A319
- Flugnummer beginnt mit CS, auf dem Tracker steht CSW
- Schweizer Kennzeichen mit HB-, mehrere Maschinen in der Reihe HB-JO..
Aktualisiert: Oktober 2026 – Rotes Leitwerk, weißes Kreuz – und trotzdem keine SWISS? Wer in Zürich spottet, stolpert früher oder später über Chair Airlines. Die kleine Schweizer Airline fliegt mit nur fünf Flugzeugen, hat eine bewegte Vorgeschichte als Germania Flug und verbindet die Schweiz vor allem mit dem Westbalkan und den Ferienzielen rund ums Mittelmeer. Hier erfährst du, woran du Chair sicher erkennst, welche Codes du auf dem Tracker suchst und wo deine Chancen am besten stehen.
Die ganze Chair-Flotte im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche der fünf Chair-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Chair Airlines im Überblick
Chair Airlines ist ein Schweizer Ferienflieger mit Sitz in Glattbrugg, direkt neben dem Flughafen Zürich. Zürich ist zugleich die Heimatbasis, ein Teil der Flüge startet außerdem am EuroAirport Basel-Mulhouse. Das Geschäft ruht auf zwei Säulen: Linienflüge in den Kosovo und nach Nordmazedonien, die einen großen Teil des Verkehrs ausmachen, und Ferienflüge ans Mittelmeer und ans Rote Meer. Dazu kommen Charter- und Ad-hoc-Aufträge.
Verglichen mit SWISS oder Edelweiss ist Chair winzig. Mitte 2026 bestand die Flotte aus fünf Flugzeugen der Airbus-A320-Familie. Laut einem Bericht von AERO INTERNATIONAL beförderte die Airline 2023 rund 700.000 Passagiere. Einer Allianz gehört Chair nicht an.
Von Germania Flug zu Chair: die Geschichte
Die Geschichte von Chair beginnt 2014 unter einem anderen Namen. Damals gründete die deutsche Ferienairline Germania zusammen mit Schweizer Investoren die Germania Flug AG in Glattbrugg. Germania hielt eine Minderheit und lieh der Schweizer Tochter auch ihren Markenauftritt. Im März 2015 ging der Flugbetrieb los – zunächst für den Reiseveranstalter Hotelplan unter der Marke HolidayJet, mit zwei Airbus A319 und einem A321. Ende 2015 endete die Zusammenarbeit mit HolidayJet, danach flog die Gesellschaft unter eigenem Namen.
Den Einschnitt brachte Anfang 2019 die Insolvenz der deutschen Germania. Die Schweizer Gesellschaft war davon nicht direkt betroffen und flog weiter. Die Anteile der Germania übernahm Albex Aviation, die Beteiligungsgesellschaft der Air-Prishtina-Chefin Leyla Ibrahimi-Salahi. Kurz darauf stieg die polnische Charter-Airline Enter Air mit knapp der Hälfte der Anteile ein. Im Juni 2019 folgte der neue Name: Chair Airlines.
2014
Gründung der Germania Flug AG in Glattbrugg mit deutscher Germania-Beteiligung.
2015
Erste Flüge im März, zunächst für Hotelplan unter der Marke HolidayJet.
2019
Germania wird insolvent, neue Eigentümer übernehmen, im Juni folgt der Name Chair.
2021–2025
Umbau der Flotte vom A319 zum A320, die Flotte wächst bis 2026 auf fünf Flugzeuge.
Für Spotter ist diese Vorgeschichte mehr als Trivia: Der A319 HB-JOH etwa flog vor Chair schon bei Hamburg International, Germania und Germania Flug. Wer alte Fotos sortiert, findet dieselbe Maschine deshalb unter Umständen in mehreren verschiedenen Lackierungen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code CS: steht in der Flugnummer, also auf Ticket, Bordkarte und Anzeigetafel.
- ICAO-Code CSW: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen EIGER: so meldet sich die Besatzung im Funk – wie der Berg im Berner Oberland.
Das Rufzeichen ist ein schönes Beispiel dafür, dass Funkname und Airline-Name nicht zusammenpassen müssen. Wer am Scanner „EIGER“ hört, muss erst einmal wissen, dass Chair gemeint ist. Warum Flugnummer, ICAO-Code und Rufzeichen oft auseinanderlaufen, erklären die Artikel zu IATA- und ICAO-Codes und zum Unterschied zwischen Callsign und Flugnummer.
Auf dem Tracker filtern
Gib im Flugtracker CSW als Suchbegriff ein, dann siehst du alle Chair-Flüge auf einen Blick. Bei nur fünf Flugzeugen ist das die schnellste Methode, um herauszufinden, ob heute überhaupt eine Chair in deine Nähe kommt. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Die Flotte: klein und ganz Airbus
Chair setzt komplett auf die A320-Familie von Airbus. Mitte 2026 sah die Flotte so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A320 | 4 | 180 | Das Rückgrat der Flotte, erste Generation (ceo) |
| Airbus A319 | 1 | 150 | Das letzte kurze Modell im Bestand |
Die Richtung ist seit Jahren klar: weg vom A319, hin zum A320. Den Anfang machte ein Unglück. 2020 wurde der A319 mit dem Kennzeichen HB-JOH bei Wartungsarbeiten in Neapel beschädigt, als er mit einem Hangartor kollidierte. Das Leitwerk war so stark betroffen, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte. Pikant für Fotosammler: HB-JOH war 2019 das erste Flugzeug, das die neue Chair-Lackierung trug.
Als Ersatz kam Ende 2021 der erste A320 mit dem Kennzeichen HB-JOK. 2022 folgten zwei weitere A320, einer davon als Ersatz für einen weiteren A319. Mit einem vierten A320 wuchs die Flotte bis 2026 auf fünf Flugzeuge. Mit 180 Sitzen bietet der A320 bei Chair 30 Plätze mehr als der A319.
Eine A321 gehörte nur in der Anfangszeit als Germania Flug zur Flotte. Offene Bestellungen für fabrikneue Flugzeuge hat Chair nicht. Die Flottenzahlen sind deshalb eine Momentaufnahme – bei einer so kleinen Airline verändert schon ein einziger Zu- oder Abgang das Bild deutlich.
Der letzte A319 fehlt noch?
Setz Kennzeichen oder Typen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A320 oder A319? So unterscheidest du sie
Bei Chair lohnt sich der genaue Blick, weil nur noch ein einziger A319 fliegt. Beide Typen tragen dieselbe Lackierung – der Unterschied liegt in der Länge.
Das spricht für den A320
- Längerer Rumpf mit mehr Fenstern vor und hinter dem Flügel
- Zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel
- Wirkt insgesamt gestreckter
- Auf Trackern als A320 geführt
Das spricht für den A319
- Kurzer, gedrungener Rumpf
- Meist nur ein Notausgang pro Seite über dem Flügel
- Leitwerk wirkt im Verhältnis zum Rumpf größer
- Auf Trackern als A319 geführt
Am zuverlässigsten sind die Notausgänge über dem Flügel: Bei einem seitlichen Foto zählst du sie in Sekunden. Wenn du generell noch unsicher bei der A320-Familie bist, hilft dir der Artikel Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Woran du Chair erkennst – und die Verwechslung mit SWISS
Den Namen entwickelte die Zürcher Agentur Branders. Am Rumpf steht er in Kleinbuchstaben: „chair“, wobei „Ch“ rot und „air“ blau ist – Rot für die Schweiz, Blau für die Warmwasserziele. Dazu kommen das rote Leitwerk mit weißem Schweizer Kreuz und eine stilisierte Welle am hinteren Rumpf.
Genau hier liegt die Falle: Ein rotes Leitwerk mit weißem Kreuz trägt auch SWISS. Im Anflug von unten oder auf große Entfernung sehen sich die beiden zum Verwechseln ähnlich – zumal SWISS in Zürich ebenfalls A320 und A319 einsetzt. Der Unterschied steckt im Detail.
Chair oder SWISS?
- Schriftzug „chair“ in Kleinbuchstaben am Rumpf
- Stilisierte Welle am hinteren Rumpf
- Tracker zeigt den ICAO-Code CSW statt SWR
- Flugnummer beginnt mit CS statt LX
- Ziel liegt auf dem Westbalkan oder ist ein typisches Ferienziel
Auch das Kennzeichen hilft: Chair-Flugzeuge sind in der Schweiz registriert und tragen ein HB-, mehrere davon in der Reihe HB-JO.., etwa HB-JOK. Da auch SWISS mit HB- fliegt, reicht das Präfix allein nicht – das komplette Kennzeichen aber ist eindeutig. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Ausnahme: die Boeing in fremden Farben
Fällt bei Chair ein Flugzeug aus, kann die Miteigentümerin Enter Air einspringen. 2021 flog etwa eine Boeing 737-800 von Enter Air für Chair, in Enter-Air-Lackierung mit aufgeklebtem Chair-Logo. Dann steht CS in der Flugnummer, aber eine Boeing auf dem Vorfeld. Wie solche Einsätze funktionieren, erklärt Wet-Lease erklärt.
Das Streckennetz
Der Kern des Netzes sind Verbindungen in den Kosovo und nach Nordmazedonien. Prishtina bedient Chair im Sommer mehrmals täglich ab Zürich und auch ab Basel, dazu kommen Skopje und Ohrid. Diese Strecken tragen einen großen Teil des Verkehrs, vor allem in den Ferienzeiten, wenn viele Menschen mit Wurzeln in der Region ihre Familien besuchen.
Daneben fliegt Chair klassische Ferienziele an: Mallorca, Kreta, Kos, Rhodos, Zypern sowie Hurghada und Marsa Alam in Ägypten. Für den Sommer 2026 kamen weitere Ziele hinzu, darunter Patras, Tirana, Tuzla, Porto und Marrakesch. Die angekündigte Strecke ins albanische Vlora wurde dagegen gestrichen, weil sich die Eröffnung des dortigen Flughafens verzögerte.
Im Winterflugplan 2026/27 legt Chair über Weihnachten und Neujahr Zusatzflüge auf, unter anderem nach Porto und Tuzla – auch ab Basel-Mulhouse nach Porto. Das zeigt, wie stark das Netz mit den Saisons schwankt. Für deine Planung heißt das: Verlass dich nicht auf den Flugplan vom Vorjahr.
Neben dem eigenen Netz übernimmt Chair Charter- und Wet-Lease-Aufträge. 2023 flog Chair zum Beispiel für Marabu Airlines. Solche Einsätze sind schwer vorherzusagen, sorgen aber gelegentlich für Chair-Sichtungen an Flughäfen, an denen die Airline sonst nicht auftaucht.
Chair Airlines spotten
Die beste Adresse ist klar Zürich. Hier ist die Flotte zu Hause, und morgens starten die Maschinen zu ihren ersten Umläufen. Gute legale Standorte am Flughafen sind die Zuschauerterrasse B und der Hügel Butzenbüel. Auf der Terrasse siehst du die Flugzeuge auch am Boden und kannst Kennzeichen in Ruhe ablesen; am Butzenbüel bekommst du je nach Betriebsrichtung schöne Seitenansichten.
In Zürich teilt sich Chair die Bühne mit SWISS, Edelweiss, Helvetic Airways und vielen ausländischen Airlines. Gerade deshalb lohnt sich der gezielte Blick auf den Tracker: Bei nur fünf Flugzeugen sind es pro Tag überschaubar viele Bewegungen. Welche Piste gerade für Starts und Landungen genutzt wird, entscheidet über deinen Standort – mehr dazu im Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen.
Am EuroAirport Basel-Mulhouse ist Chair vor allem mit Flügen nach Prishtina vertreten; im Winter war dort zeitweise ein A320 stationiert. Dort triffst du Chair oft neben easyJet Switzerland, die in Basel eine große Basis hat.
In Deutschland ist Chair eine seltene Erscheinung. Zeitweise flog die Airline Umläufe, die über Stuttgart oder Düsseldorf führten, und einzelne Charterflüge. Feste Strecken nach Deutschland gehören nicht zum Kernnetz. Wenn ein CSW-Flug an deinem Heimatflughafen im Tracker auftaucht, ist das eine echte Gelegenheit.
Gute Chancen auf Chair, wenn …
- du in Zürich spottest und im Tracker CSW-Flüge siehst
- Sommer- oder Weihnachtsferien sind und der Balkanverkehr anzieht
- du morgens früh am Spot bist, wenn die ersten Umläufe starten
Prüf es vorher, wenn …
- du in Basel-Mulhouse spottest – dort ist das Angebot kleiner
- du nach alten Spotterberichten oder Vorjahresflugplänen planst
Eher kein Chair-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne CSW-Flug im Plan stehst
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, liest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Chair für SWISS halten – beide haben ein rotes Leitwerk mit weißem Kreuz. Schriftzug, Welle am Heck und ICAO-Code (CSW statt SWR) entscheiden.
- Nach CS im Tracker suchen – Tracker zeigen meist den ICAO-Code, für Chair also CSW, nicht die CS-Flugnummer.
- „EIGER“ im Funk nicht zuordnen – das Rufzeichen gehört zu Chair Airlines.
- Germania Flug und Germania gleichsetzen – Germania Flug war die Schweizer Gesellschaft, aus der Chair wurde; die deutsche Germania ist 2019 insolvent gegangen.
- Den A319 als A320 notieren – zähl die Notausgänge über dem Flügel.
- Eine Enter-Air-737 als Fehlsichtung abtun – bei CS-Flugnummer kann sie durchaus im Auftrag von Chair fliegen.
Chair im Blick behalten
Beobachte einzelne Chair-Kennzeichen oder die ganze Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Auf der Spot-Karte findest du die besten Standorte in Zürich mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos – und postest deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Chair Airlines ist klein, aber für Spotter in der Schweiz ein reizvolles Ziel. Die Airline hat eine bewegte Vorgeschichte als Germania Flug, fliegt eine überschaubare Airbus-Flotte und sieht SWISS am Leitwerk zum Verwechseln ähnlich. Wer den ICAO-Code CSW im Tracker verfolgt, auf Schriftzug und Welle am Rumpf achtet und das Kennzeichen notiert, hat die komplette Flotte schneller im Logbuch als bei fast jeder anderen Airline.
Kurzfazit
Chair Airlines (IATA CS, ICAO CSW, Rufzeichen EIGER) ist ein Schweizer Ferienflieger aus Glattbrugg mit fünf Airbus der A320-Familie. Zürich ist der beste Ort zum Spotten, und das Kennzeichen trennt Chair sicher von SWISS.
Zusammenfassung
- Chair Airlines ist eine der kleinsten Jet-Airlines der Schweiz und deshalb ein lohnender Eintrag für jede Sammlung: Mit fünf Flugzeugen hast du die Flotte schnell komplett – wenn du sie erwischst.
- Am Leitwerk sieht Chair SWISS zum Verwechseln ähnlich. Achte auf den kleinen Schriftzug „chair“, die Welle am Heck und den ICAO-Code CSW auf dem Tracker.
- Die beste Chance auf Chair hast du in Zürich, vor allem zu den Flügen auf den Westbalkan und in der Sommersaison zu den Ferienzielen.
- Bei Engpässen fliegt gelegentlich eine Boeing 737 von Enter Air für Chair – dann passt die Lackierung nicht zur Flugnummer.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Chair Airlines?
Der IATA-Code von Chair Airlines ist CS, der ICAO-Code CSW. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „EIGER“ – derselbe Name wie der bekannte Berg im Berner Oberland. Auf der Anzeigetafel suchst du also nach CS, auf dem Tracker nach CSW.
Ist Chair Airlines dasselbe wie Germania?
Nicht ganz. Chair ging aus der Schweizer Germania Flug AG hervor, die 2014 gegründet wurde und an der die deutsche Germania beteiligt war. Als die deutsche Germania Anfang 2019 insolvent wurde, flog die Schweizer Gesellschaft weiter, bekam neue Eigentümer und heißt seit Juni 2019 Chair Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt Chair Airlines?
Ausschließlich Airbus aus der A320-Familie. Mitte 2026 bestand die Flotte aus vier Airbus A320 mit 180 Sitzen und einem Airbus A319 mit 150 Sitzen. Chair setzt dabei auf A320 der ersten Generation (ceo), keine neo-Modelle.
Wem gehört Chair Airlines?
Die Mehrheit liegt bei Albex Aviation, der Beteiligungsgesellschaft von Leyla Ibrahimi-Salahi, die auch den Reiseanbieter Air Prishtina führt. Knapp die Hälfte der Anteile hält die polnische Charter-Airline Enter Air. Eine Allianz-Mitgliedschaft hat Chair nicht.
Warum sieht Chair Airlines aus wie SWISS?
Beide tragen ein rotes Leitwerk mit weißem Schweizer Kreuz. Bei Chair steht das Rot für die Schweizer Herkunft. Unterscheiden kannst du die beiden am Rumpf: Chair hat den Schriftzug „chair“ mit rotem „Ch“ und blauem „air“ sowie eine stilisierte Welle am hinteren Rumpf, SWISS den roten Schriftzug „SWISS“. Eindeutig wird es mit dem ICAO-Code auf dem Tracker: CSW für Chair, SWR für SWISS.
Wohin fliegt Chair Airlines?
Der Schwerpunkt liegt auf dem Westbalkan, vor allem Prishtina im Kosovo und Skopje in Nordmazedonien. Dazu kommen Ferienziele wie Mallorca, griechische Inseln, Zypern und Ägypten sowie saisonale Strecken etwa nach Porto oder Marrakesch. Das Netz ändert sich von Saison zu Saison, prüf daher den aktuellen Flugplan.
Wo kann ich Chair Airlines spotten?
Am sichersten in Zürich, der Heimatbasis. Am EuroAirport Basel-Mulhouse startet Chair ebenfalls, vor allem nach Prishtina. In Deutschland ist Chair nur selten zu sehen, etwa auf einzelnen Flügen über Stuttgart oder Düsseldorf. Prüf vorher auf einem Flugtracker, ob CSW-Flüge im Plan stehen.
Warum fliegt manchmal eine Boeing 737 für Chair?
Weil Chair bei Ausfällen auf Flugzeuge der Miteigentümerin Enter Air zurückgreifen kann. 2021 flog zum Beispiel eine Boeing 737-800 von Enter Air im Wet-Lease für Chair, in Enter-Air-Lackierung mit aufgeklebtem Chair-Logo. Solche Einsätze sind Ausnahmen – aber begehrte Sichtungen.
Chair Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
Weitere Airlines
Swiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
FerienfliegerEdelweiss Air
Der Ferienflieger aus Zürich mit der Alpenblume am Leitwerk: 1995 gegründet, seit 2008 eine Schwester von SWISS in der Lufthansa Group und gerade mitten im Wechsel von der A340 zur A350.
CharterHelvetic Airways
Die Schweizer Embraer-Spezialistin aus Zürich: Helvetic Airways fliegt mit E190, E195 und der neuen E2-Generation vor allem im Wet-Lease für SWISS, dazu Charter und eigene Ferienflüge ab Zürich und Bern.
Low-CosteasyJet Switzerland
Die Schweizer Gesellschaft im easyJet-Konzern: gleiche orange Optik wie die britische Mutter, aber eigene Codes, Schweizer Kennzeichen und Basen in Genf und am EuroAirport Basel-Mulhouse.
FerienfliegerEnter Air
Polens größte private Airline fliegt fast nur für Reiseveranstalter: eine reine Boeing-737-Flotte aus 737-800 und 737 MAX 8, Basen in Warschau und Kattowitz und Beteiligungen an Chair Airlines und Fly4.
FerienfliegerMarabu Airlines
Die Ferienairline aus dem Condor-Umfeld: Sitz in Tallinn, Flugzeuge mit estnischem Kennzeichen, Abflüge ab deutschen Flughäfen wie Hamburg, Nürnberg und Leipzig/Halle – und eine Flotte aus Airbus A320neo.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
Wo du Chair Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
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