Pilatus PC-21

Ein Propellerflugzeug, das sich wie ein Jet fliegt: Der Pilatus PC-21 aus Stans bildet in der Schweiz, in Frankreich, Spanien, Australien und am Golf angehende Kampfpiloten aus. So erkennst du ihn am Fünfblattpropeller und der gestuften Haube.

Auch bekannt als: PC-21 · E.27 · CT-157 Siskin II

SchweizPilatusMilitärflugzeugeICAO-Typcode: PC2111 Min. Lesezeit

2002

Erstflug

5

Propellerblätter

+8 g

Kunstflug-Grenze

PC21

ICAO-Typcode

Das Wichtigste in Kürze

  • Der PC-21 ist ein Turboprop-Trainer mit Jet-Charakter: Glascockpit, Head-up-Display und Schleudersitze bereiten Schüler direkt auf Kampfjets vor.
  • Schnellster Erkennungsweg: Fünfblattpropeller plus gestufte Tandemhaube – diese Kombination hat kein anderer gängiger Trainer.
  • In Europa fliegen ihn drei Luftwaffen: die Schweiz mit acht Maschinen, Frankreich mit 26 in Cognac und Spanien mit 40 Maschinen als E.27.
  • Weltweit gehören Australien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Singapur, Jordanien und Kanada zu den Nutzern.
  • Im Tracking taucht er nur selten auf, weil Militärmaschinen oft ohne Typangabe senden – Airshows und Militärflugplätze sind die verlässlicheren Spots.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Pilatus PC-21?
  2. 2.Technik: Warum der PC-21 wie ein Jet fliegt
  3. 3.So erkennst du den PC-21
  4. 4.PC-21, PC-7, PC-9 oder T-6 Texan II?
  5. 5.Die Nutzer im Überblick
  6. 6.Schweiz: Acht PC-21 in Emmen
  7. 7.Frankreich: Die Jagdfliegerschule in Cognac
  8. 8.Spanien: 40 Maschinen als E.27
  9. 9.Wo du den PC-21 siehst
  10. 10.Fototipps für den PC-21
  11. 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  12. 12.Fazit

Steckbrief

HerstellerPilatus Aircraft, Stans (Schweiz)
RolleZweisitziger Turboprop-Trainer für Grund-, Fortgeschrittenen- und Jet-Vorschulung
ICAO-TypcodePC21
Erstflug1. Juli 2002 (Prototyp HB-HZA)
ZulassungDezember 2004 durch das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL)
Triebwerk1 × Pratt & Whitney Canada PT6A-68B, rund 1.600 shp (ca. 1.200 kW)
PropellerFünfblatt-Sichelpropeller von Hartzell, rund 2,39 m Durchmesser
Länge11,23 m
Spannweite9,11 m
Höhe3,74 m
Max. Startgewicht4.250 kg (Kunstflug: 3.100 kg)
Höchstgeschwindigkeitrund 685 km/h in Meereshöhe
Steigraterund 4.000 ft/min in Meereshöhe
Lastvielfache+8,0 / −4,0 g
Schleudersitze2 × Martin-Baker CH16C (Null-Null-fähig)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fünfblattpropeller mit sichelförmig geschwungenen Blättern – PC-7 und PC-9 haben drei bzw. vier Blätter
  • Gestufte Tandemhaube aus einem großen Stück, der hintere Sitz deutlich höher als der vordere
  • Schlanke, lange Motorhaube mit kräftigem PT6-Turboprop und seitlichen Auspuffstutzen hinter dem Propeller
  • Kurzer, tief angesetzter Flügel – die Spannweite liegt nur bei gut 9 m und damit unter der Rumpflänge
  • Einziehfahrwerk und eine insgesamt kantig-moderne, jetartige Silhouette
  • Fast immer in Luftwaffen-Lackierung mit Militärkennung, nur Prototypen und Werksmaschinen tragen HB-Kennzeichen

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Propellertrainer jagt im Tiefflug über die Piste, zieht steil nach oben und rollt dabei so schnell, dass du mit der Kamera kaum hinterherkommst. Wenn dann vorn fünf sichelförmige Propellerblätter wirbeln und hinter der Haube der Fluglehrer deutlich höher sitzt als sein Schüler, hast du einen Pilatus PC-21 vor dir. Der Schweizer Trainer gilt als einer der leistungsstärksten Turboprops seiner Klasse und bildet heute in vielen Luftwaffen die Piloten aus, die später Hornet, Rafale oder F-35 fliegen. Hier erfährst du, woran du ihn sicher erkennst, wer ihn einsetzt und wo deine Chancen auf eine Sichtung am besten stehen.

PC-21 in deinen Hangar

Mit Planetrack hältst du jede PC-21-Sichtung mit Foto, Kennung, Flughafen und Spot fest und sammelst die ganze Pilatus-Familie in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist der Pilatus PC-21?

Der PC-21 ist ein zweisitziger, einmotoriger Turboprop-Trainer von Pilatus Aircraft aus Stans im Kanton Nidwalden. Pilatus hat eine lange Tradition bei Schulflugzeugen: Die PC-7 und die PC-9 gehörten über Jahrzehnte zu den meistverkauften Turboprop-Trainern der Welt. Mit dem PC-21 wollte das Unternehmen einen Schritt weiter gehen und einen Propellertrainer bauen, der sich in Leistung, Cockpit und Bedienung wie ein Jet anfühlt.

Der Weg dorthin begann Ende der 1990er-Jahre. 1997 testete Pilatus an einer umgebauten PC-7 Mk II neue Komponenten, darunter einen anderen Flügel und ein PT6-Triebwerk. Daraus entstand die eigentliche Konstruktion des PC-21. Im Frühjahr 2002 rollte der erste Prototyp mit dem Kennzeichen HB-HZA aus der Halle, am 1. Juli 2002 hob er zum Erstflug ab. Im Dezember 2004 erteilte das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt die Musterzulassung.

Die Erprobung lief nicht ohne Rückschlag: Am 13. Januar 2005 stürzte der zweite Prototyp HB-HZB bei einem Kunstflug-Trainingsflug in Buochs ab, der Pilot kam dabei ums Leben. Die Untersuchung nannte später einen Pilotenfehler als eine der Hauptursachen. Das Programm lief weiter, und ab 2008 gingen die ersten Serienmaschinen an Luftwaffen.

PC21ICAO-Typcode – bei Militärmaschinen im Tracking aber selten sichtbar
685 km/hHöchstgeschwindigkeit in Meereshöhe
+8 / −4 gLastgrenzen im Kunstflug

Technik: Warum der PC-21 wie ein Jet fliegt

Herzstück ist ein Pratt & Whitney Canada PT6A-68B mit rund 1.600 Wellen-PS, also gut 1.200 Kilowatt. Er treibt einen Fünfblattpropeller von Hartzell mit knapp 2,4 Metern Durchmesser an. Zusammen mit dem kurzen, auf Geschwindigkeit ausgelegten Flügel erreicht der PC-21 in Meereshöhe rund 685 km/h. Die Steigrate liegt bei rund 4.000 Fuß pro Minute, die Lastgrenzen im Kunstflug bei +8 und −4 g. Die Rollrate liegt laut Nachschlagewerken bei rund 200 Grad pro Sekunde in 10.000 Fuß Höhe – für einen Trainer ein sehr hoher Wert.

Mindestens genauso wichtig ist das Innenleben. Schüler und Lehrer sitzen auf Martin-Baker-Schleudersitzen vom Typ CH16C, die auch am Boden und im Stand funktionieren. Jeder Platz hat ein Glascockpit mit drei großen Bildschirmen und ein Head-up-Display. Bedient wird nach dem HOTAS-Prinzip: Die wichtigsten Schalter sitzen an Steuerknüppel und Leistungshebel, genau wie in einem modernen Kampfflugzeug. Eine eingebaute Simulation bildet Radar, elektronische Kampfführung und Datenlink nach. Der Lehrer kann aus dem hinteren Sitz die Anzeigen des Schülers verändern und Störungen einspielen.

Für die Luftwaffen steckt dahinter eine einfache Rechnung: Was früher erst im teuren Jettrainer geübt werden konnte, lässt sich teilweise in den PC-21 verlagern. Die Schweiz ersetzte deshalb den BAE Hawk, Frankreich nahm mit dem PC-21 einen Teil der Aufgaben des Alpha Jet ab, und Spanien hat seinen Jettrainer CASA C-101 ausgemustert. In anderen Ausbildungssystemen folgt nach dem PC-21 ein moderner Jettrainer wie die Leonardo M-346.

So erkennst du den PC-21

Auf dem Vorfeld eines Militärflugplatzes stehen oft mehrere Propellertrainer nebeneinander. Drei Blicke genügen, um den PC-21 herauszufiltern.

Propellerblätter zählen

Fünf Blätter mit sichelförmig nach hinten geschwungenen Spitzen sind das eindeutigste Merkmal. Im Stand siehst du sie sofort, im Flug hilft eine kurze Verschlusszeit oder ein Blick beim Rollen.

Haube ansehen

Die große, durchgehende Haube ist gestuft: Der hintere Sitz liegt klar höher, damit der Lehrer über den Schüler hinweg nach vorn sieht.

Proportionen prüfen

Der Flügel ist auffällig kurz – mit gut neun Metern Spannweite kürzer als der Rumpf. Zusammen mit der langen Nase wirkt der PC-21 gedrungen und sportlich.

Dazu passt das Gesamtbild: Einziehfahrwerk, kantige Linien und fast immer eine militärische Lackierung mit Luftwaffenkennung. Zivile HB-Kennzeichen tragen in der Regel nur Prototypen und neue Maschinen bei Werksflügen vor der Auslieferung. Wie die Schweizer Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Schweizer HB-Kennzeichen.

Praxis-Tipp: Propeller nicht einfrieren

Mit sehr kurzer Verschlusszeit steht der Propeller auf dem Foto still, und der PC-21 wirkt, als würde er segeln. Etwas längere Zeiten lassen die Blätter verwischen und bringen Dynamik ins Bild – zählen kannst du sie dann aber nicht mehr. Wie du die richtige Balance findest, steht im Guide Propeller fotografieren.

PC-21, PC-7, PC-9 oder T-6 Texan II?

Die Pilatus-Trainer sehen sich ähnlich, und mit der amerikanischen Beechcraft T-6 Texan II gibt es sogar einen Abkömmling der PC-9. Dieser Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Turboprop-Trainer

Drei Fragen, eine Einschätzung. Die Kennung bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Pilatus PC-21

Fünf Blätter und die jetartige, gestufte Haube sind das typische PC-21-Bild. Mit der Kennung bestätigst du Luftwaffe und Einheit.

Wahrscheinlich

Pilatus PC-9 oder Beechcraft T-6 Texan II

Vier Blätter und eine gestufte Haube passen zur PC-9 und zur daraus abgeleiteten T-6 Texan II. Beide sind älter und weniger kantig als der PC-21.

Wahrscheinlich

Pilatus PC-7

Drei Blätter und eine flache Haube sprechen für die PC-7, den leichteren Grundtrainer von Pilatus.

Kolbenmotor-Schulflugzeuge wie die Grob G 115 scheiden schon wegen des starren Fahrwerks und der Sitzanordnung nebeneinander aus. Und Jettrainer wie Hawk oder M-346 haben keinen Propeller – auch wenn der PC-21 im Vorbeiflug manchmal fast so schnell wirkt.

Die Nutzer im Überblick

Pilatus hat den PC-21 an eine ganze Reihe von Luftwaffen verkauft. Stand Oktober 2026 nennen Nachschlagewerke deutlich über 200 gebaute und über 300 bestellte Maschinen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Betreiber mit den belegten Bestellmengen; Auslieferungen und Nachbestellungen können sich laufend ändern.

Land Anzahl Einordnung
Schweiz 8 Jetpiloten-Vorschulung, Emmen
Frankreich 26 Jagdfliegerschule (EAC) in Cognac
Spanien 40 Als E.27 an der Luftwaffenakademie San Javier und beim CLAEX
Singapur 19 Erstkunde, Ausbildung in Australien
Australien 49 Pilotenausbildung der RAAF
Saudi-Arabien 55 Bestellung 2012
Vereinigte Arabische Emirate 25 Vorgestellt 2009 auf der Dubai Airshow
Katar 24 Bestellung 2012
Kanada rund 20 Als CT-157 Siskin II, Moose Jaw

Dazu kommen eine kleinere Flotte in Jordanien und zwei Maschinen, die das britische Unternehmen QinetiQ für die Testpilotenschule ETPS in Boscombe Down betreibt. Indonesien hat nach Berichten im Frühjahr 2026 ebenfalls PC-21 bestellt.

Schweiz: Acht PC-21 in Emmen

Für die Schweizer Luftwaffe ist der PC-21 die letzte Stufe vor dem Kampfjet. Nachdem der BAE Hawk Anfang der 2000er-Jahre ausgemustert worden war, fehlte ein Fortgeschrittenen-Trainer. Die Beschaffung lief über das Rüstungsprogramm 2006, die ersten Maschinen übernahm die Luftwaffe 2008. Ende 2010 bestellte die Schweiz zwei weitere Flugzeuge nach. Die acht PC-21 tragen die Kennungen A-101 bis A-108 und gehören zur Pilotenschule der Luftwaffe auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern.

Am 28. November 2023 kam ein Schweizer PC-21 bei der Landung in Emmen von der Piste ab, beide Piloten retteten sich mit den Schleudersitzen. Der Vorfall zeigt, dass die Schleudersitze nicht nur auf dem Papier stehen.

Wer in Emmen ausgebildet wird, wechselt danach auf Kampfflugzeuge – bisher die F/A-18 Hornet, als Nächstes die von der Schweiz beschaffte F-35. Die PC-21 sind dadurch im Schweizer Luftraum regelmäßig unterwegs, vor allem in der Zentralschweiz. Was du beim Fotografieren rund um Schweizer Militärflugplätze beachten solltest, klärt der Beitrag Planespotting in der Schweiz.

Militärflugplätze sind kein Linienflughafen

Flugbetrieb in Emmen und an anderen Militärflugplätzen folgt Ausbildungs- und Übungsplänen, nicht einem öffentlichen Flugplan. Ferienzeiten, Wochenenden und Wetter können den Betrieb komplett ruhen lassen. Plan lieber mehrere Gelegenheiten ein, als alles auf einen Tag zu setzen.

Frankreich: Die Jagdfliegerschule in Cognac

Frankreich ist mit 26 Maschinen der größte europäische Nutzer nach Spanien. Den Vertrag über zunächst 17 PC-21 schloss Ende Dezember 2016 nicht die Luftwaffe selbst, sondern der Dienstleister Babcock, der Flugzeuge, Simulatoren und Wartung als Paket bereitstellt. Die ersten Maschinen wurden im Sommer 2018 in Buochs abgenommen, im Oktober 2018 folgte die offizielle Feier in Cognac. 2021 kamen neun weitere Flugzeuge hinzu, die ab Ende 2022 eintrafen.

Stationiert sind die französischen PC-21 auf der Base aérienne 709 Cognac-Châteaubernard bei der École de l’aviation de chasse, der Schule für angehende Jagdflieger. Die Kennzeichen beginnen mit 709, der Nummer der Basis. Bevor du dich auf den Weg machst, lohnt ein Blick in den Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen.

Trainer auf der Wunschliste

Setz den PC-21 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spanien: 40 Maschinen als E.27

Spanien unterschrieb im Januar 2020 einen Vertrag über 24 Maschinen samt Simulatoren. Damit löste Spanien den Jettrainer CASA C-101 Aviojet ab. Die ersten beiden Flugzeuge kamen im September 2021, die erste Tranche war Mitte 2022 komplett. Eine zweite Bestellung über 16 Maschinen folgte, unter anderem um auch die Grundausbildung auf dem bisherigen Propellertrainer T-35 Pillán zu ersetzen. Die letzten beiden Flugzeuge gingen Anfang 2026 an das Erprobungszentrum CLAEX in Torrejón.

Der Großteil der Flotte fliegt an der Academia General del Aire in San Javier bei Murcia, wo die spanischen Offiziersanwärter ihre Flugausbildung absolvieren. Bei der Parade zum spanischen Nationalfeiertag am 12. Oktober 2025 flogen nach Angaben aus Nachschlagewerken fünf PC-21 als „Formación Mirlo“ anstelle der Kunstflugstaffel Patrulla Águila, deren C-101 außer Dienst gestellt sind. Was beim Spotten in Spanien rechtlich gilt, steht im Beitrag Spotten in Spanien.

Wo du den PC-21 siehst

Ort Trefferchance Warum
Emmen und Zentralschweiz mittel Heimat der acht Schweizer PC-21, Betrieb nach Ausbildungsplan
Buochs (Nidwalden) gering bis mittel Werksflüge neuer Maschinen bei Pilatus vor der Auslieferung
Cognac (Frankreich) hoch an Flugtagen 26 Maschinen an einem Standort
San Javier (Spanien) hoch an Flugtagen Größte PC-21-Flotte Europas
Airshows in Europa wechselnd Gelegentliche Vorführungen und Static Displays, Programm vorher prüfen

Militärische PC-21 senden oft keine vollständigen Daten, die sich in Tracking-Diensten nach Typ filtern lassen. Wie du trotzdem militärischen Verkehr im Blick behältst, erklärt der Guide Militärflugzeuge online verfolgen. Einen breiteren Überblick über die Militärtypen, die dir in Europa begegnen, bekommst du in Kampfjets in Europa erkennen.

Bereit für deine PC-21-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich weiß, ob am Militärflugplatz an meinem Wunschtag Flugbetrieb ist.
  • Ich kenne die Regeln für das Fotografieren an diesem Standort.
  • Mein Standpunkt liegt auf öffentlichem Grund außerhalb von Sperrzonen.
  • Ich habe eine Brennweite dabei, die auch schnelle, kleine Trainer füllt.
  • Ich habe die Verschlusszeit für den Propeller vorher getestet.

Allgemeine Hinweise zum Spotten an Militärstandorten findest du im Beitrag Militärflugplatz fotografieren: Regeln.

Fototipps für den PC-21

Der PC-21 ist klein, schnell und wendig – eine Kombination, die dein Mitziehen fordert. Ein paar Punkte helfen.

Platzrunden nutzen

Trainer fliegen oft mehrere Platzrunden mit Durchstarts hintereinander. Du hast also mehrere Chancen auf dieselbe Maschine und kannst Standpunkt und Einstellungen zwischen den Runden anpassen.

Von oben zeigt sich die Form

Im Kurvenflug mit Blick auf die Oberseite siehst du den kurzen Flügel und die gestufte Haube am besten. Steilkurven über dem Platz sind deshalb oft die stärksten Motive.

Am Boden die Details holen

Beim Rollen sind Propeller, Kennung und Schleudersitz-Warnzeichen gut zu erkennen. Für die Bestimmung ist ein scharfes Rollbild oft wertvoller als ein unscharfer Überflug.

Auf Airshows Rauch einplanen

Bei Vorführungen tragen PC-21 teils Rauchgeneratoren. Mit dem Licht im Rücken und genug Abstand bekommst du Flugzeug und Rauchspur gemeinsam ins Bild.

Mehr zur Technik bei Flugvorführungen liefert der Guide Airshows fotografieren, und welche Teams in Europa mit Propellertrainern unterwegs sind, zeigt der Überblick Kunstflugstaffeln Europas.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für den PC-21, wenn …

  • du fünf sichelförmige Propellerblätter zählst
  • die Haube deutlich gestuft und sehr groß ist
  • der Flügel auffällig kurz wirkt
  • die Kennung zu Schweiz, Frankreich, Spanien oder einem anderen bekannten Nutzer passt

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Propeller durch die Bewegung nur als Scheibe erscheint
  • du nur die Silhouette gegen den Himmel siehst
  • die Maschine eine ungewohnte Sonderlackierung trägt

Es ist kein PC-21, wenn …

  • der Propeller drei oder vier Blätter hat – dann eher PC-7, PC-9 oder T-6
  • Schüler und Lehrer nebeneinandersitzen
  • kein Propeller da ist, sondern ein Strahltriebwerk – dann bist du bei Hawk, Alpha Jet oder M-346
  • das Fahrwerk starr ist

Fazit

Der PC-21 ist der Beweis, dass ein Propellerflugzeug im modernen Militärtraining nicht altmodisch sein muss. Fünf Blätter, die gestufte Haube und der kurze Flügel machen ihn zum am leichtesten bestimmbaren Pilatus-Trainer. Weil er fast nur an Militärflugplätzen und auf Airshows auftaucht, bleibt jede Sichtung aber etwas Besonderes – in Emmen, Cognac oder San Javier stehen deine Chancen am besten.

Kurzfazit

Fünf sichelförmige Propellerblätter plus gestufte Tandemhaube: Das ist der PC-21. Die Kennung verrät dir dann die Luftwaffe – in Europa sind das die Schweiz, Frankreich und Spanien.

Zusammenfassung

  • Pilatus entwickelte den PC-21 ab Ende der 1990er-Jahre als Nachfolger der PC-7- und PC-9-Generation; Erstflug war am 1. Juli 2002, die Schweizer Zulassung folgte Ende 2004.
  • Die Schweizer Luftwaffe betreibt seit 2008 insgesamt acht PC-21 in Emmen; sie übernahmen die Jetpiloten-Vorschulung, die zuvor der BAE Hawk geleistet hatte.
  • Frankreich nutzt 26 PC-21 an der Jagdfliegerschule in Cognac, Spanien hat 40 Maschinen an der Luftwaffenakademie in San Javier und beim Erprobungszentrum CLAEX.
  • Fünf Propellerblätter, gestufte Haube und militärische Kennung reichen für eine sichere Bestimmung; Airshows und Militärflugplätze sind die besten Orte für eine Sichtung.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat der Pilatus PC-21?

Der PC-21 läuft unter PC21. In der Praxis hilft dir der Code weniger als bei Verkehrsflugzeugen: Militärische PC-21 erscheinen in Tracking-Diensten häufig gar nicht oder ohne Typangabe.

Warum heißt der PC-21 ein Turboprop mit Jet-Charakter?

Das Cockpit entspricht dem eines modernen Kampfjets: drei große Bildschirme, Head-up-Displays für Schüler und Lehrer, Bedienung nach dem HOTAS-Prinzip und eine eingebaute Simulation, die zum Beispiel Radar- und Waffensysteme nachbildet. Dazu kommen Null-Null-Schleudersitze von Martin-Baker und Flugleistungen, die in vielen Bereichen an Jettrainer heranreichen. So können Luftwaffen einen Teil der Ausbildung vom teureren Jet auf den Turboprop verlagern.

Wie unterscheide ich PC-7, PC-9 und PC-21?

Zähl die Propellerblätter: Die PC-7 hat drei, die PC-9 vier und der PC-21 fünf. Dazu ist die Haube der PC-7 flacher und kaum gestuft, während PC-9 und PC-21 eine deutlich gestufte Haube haben. Der PC-21 wirkt insgesamt kantiger und gedrungener, mit kurzem Flügel und langer Nase.

Wie viele PC-21 hat die Schweizer Luftwaffe?

Acht, mit den Kennungen A-101 bis A-108. Die ersten Maschinen übernahm die Luftwaffe 2008, zwei weitere bestellte sie Ende 2010 nach. Die PC-21 sind in Emmen stationiert und dienen der Ausbildung angehender Jetpiloten.

Welche Länder fliegen den PC-21?

In Europa die Schweiz, Frankreich und Spanien, dazu zwei Maschinen bei der britischen Testpilotenschule ETPS über QinetiQ. Außerhalb Europas nutzen ihn Singapur (als Erstkunde), die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Australien und Jordanien. Kanada führt ihn als CT-157 Siskin II ein, Indonesien hat laut Berichten 2026 bestellt. Stand Oktober 2026 nennen Nachschlagewerke deutlich über 200 gebaute Maschinen.

Was ist die E.27?

So bezeichnet die spanische Luft- und Raumfahrtwaffe ihre PC-21. Spanien bestellte 2020 zunächst 24 Maschinen als Ersatz für den Jettrainer CASA C-101 und später 16 weitere, die zum Teil auch die Grundausbildung übernehmen. Der Großteil fliegt an der Luftwaffenakademie (Academia General del Aire) in San Javier.

Ist der PC-21 bewaffnet?

Die Zelle hat Aufhängepunkte unter den Flügeln, mit Außenlasten gelten allerdings deutlich niedrigere Lastgrenzen. Die Betreiber nutzen den PC-21 als Trainer, nicht als Kampfflugzeug.

Pilatus PC-21 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Militär

Pilatus PC-7

Ein schlanker Turboprop mit Dreiblattpropeller, zwei Sitzen hintereinander und einer großen Glaskanzel: Die Pilatus PC-7 bildet seit Ende der 1970er-Jahre Militärpiloten aus und fliegt beim PC-7 Team der Schweizer Luftwaffe Kunstflug. So erkennst du sie.

Turboprop

Pilatus PC-12

Ein einziger Turboprop vorn, ein hohes T-Leitwerk und eine riesige Frachttür hinten links: Die Pilatus PC-12 aus der Schweiz ist Geschäftsflugzeug, Ambulanz und Arbeitstier in einem. So erkennst du sie.

Businessjet

Pilatus PC-24

Ein Businessjet, der auf Gras, Kies und Schnee landen darf und eine Frachttür wie ein Lieferwagen hat: Der Pilatus PC-24 aus der Schweiz ist ein Sonderling unter den Jets. So erkennst du ihn.

Turboprop

Pilatus PC-6 Porter

Langer, schmaler Bug, Spornrad hinten, ein verstrebter Flügel wie ein Brett: Die Pilatus PC-6 Porter landet dort, wo andere nicht einmal anrollen. So erkennst du die STOL-Legende aus der Zentralschweiz.

Militär

Beechcraft T-6 Texan II

Vierblattpropeller, gestufte Tandemhaube, Schleudersitze: Die Beechcraft T-6 Texan II ist das Standard-Schulflugzeug der US-Streitkräfte. Auch angehende Eurofighter-Piloten der Luftwaffe lernen in Texas auf ihr – und in Europa fliegt sie in Griechenland und Großbritannien.

Militär

BAE Systems Hawk

Tief angesetzter Flügel, seitliche Lufteinläufe, ein Triebwerk und eine gestufte Tandemkanzel: Die Hawk ist seit fünf Jahrzehnten der Jettrainer der Royal Air Force, das Flugzeug der Red Arrows und einer der erfolgreichsten Exporttrainer überhaupt.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Flugzeugtypen von Pilatus