Pilatus PC-6 Porter

Langer, schmaler Bug, Spornrad hinten, ein verstrebter Flügel wie ein Brett: Die Pilatus PC-6 Porter landet dort, wo andere nicht einmal anrollen. So erkennst du die STOL-Legende aus der Zentralschweiz.

Auch bekannt als: PC-6 Turbo-Porter · Porter · Turbo Porter · Fairchild AU-23A Peacemaker · UV-20A Chiricahua · NCPC-6

SchweizPilatusTurbopropsICAO-Typcode: PC6T10 Min. Lesezeit

PC6T

ICAO-Typcode

1959

Erstflug

~200 m

Startstrecke

2022

Letzte Auslieferung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die PC-6 ist ein einmotoriges Kurzstart- und Kurzlandeflugzeug (STOL), gebaut von 1959 bis 2022 bei Pilatus in Stans.
  • Schnellster Erkennungsweg: Spornrad hinten, extrem lange Nase, verstrebter Schulterdecker mit Brettflügel.
  • Rund 200 Meter Start- und rund 130 Meter Landestrecke machen sie zum Werkzeug für Gletscher, Buschpisten und Bergflugplätze.
  • Heute triffst du sie vor allem beim Fallschirmspringen, bei Luftstreitkräften wie der Schweizer Luftwaffe und dem Bundesheer sowie im Arbeitsflug.
  • In Tracking-Diensten läuft der Turbo-Porter als PC6T, Militärmaschinen senden aber nicht immer sichtbare Daten.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Pilatus PC-6 Porter?
  2. 2.So sieht eine PC-6 aus
  3. 3.Varianten im Überblick
  4. 4.PC-6 oder Beaver, Otter, Caravan?
  5. 5.Wo du die PC-6 heute antriffst
  6. 6.Kennzeichen lesen und gezielt suchen
  7. 7.Fototipps speziell für die PC-6
  8. 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  9. 9.Fazit

Steckbrief

HerstellerPilatus Aircraft, Stans (Schweiz); Lizenzbau bei Fairchild Hiller in den USA
ICAO-TypcodePC6T (Turbo-Porter)
Erstflug4. Mai 1959 (Porter mit Kolbenmotor), 2. Mai 1961 (Turbo-Porter)
Bauzeit1959 bis 2022, letzte Auslieferung im Dezember 2022
Gebaute Exemplarerund 600 inklusive Lizenzbau (Angaben je nach Quelle zwischen gut 600 und gut 610)
Triebwerk (B2-H4)1 × Pratt & Whitney Canada PT6A-27, auf 550 shp begrenzt
Weitere AntriebeLycoming GSO-480 bzw. IGO-540 (Kolbenmotor), Turbomeca Astazou, Garrett TPE331
BauartVerstrebter Schulterdecker, festes Spornradfahrwerk, Räder, Ski oder Schwimmer
Längerund 11,00 m (Turbo-Porter B2)
Spannweite15,87 m (Turbo-Porter)
Höhe3,20 m
Max. Startgewicht2.800 kg (B2-H4)
Nutzlastbis rund 1.130 kg
Passagierebis zu 10, je nach Ausführung und Quelle 11
Startstreckerund 200 m
Landestreckerund 130 m
Reisegeschwindigkeitrund 115 Knoten (gut 210 km/h)
WirbelschleppenkategorieL (leicht)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Festes Spornradfahrwerk: zwei Haupträder vorn, ein kleines Rad ganz hinten unter dem Heck
  • Beim Turbo-Porter eine auffallend lange, schmale Nase mit dem PT6-Triebwerk und einem Abgasrohr seitlich
  • Schulterdecker mit Flügelstreben: der Flügel sitzt oben am Rumpf und wird von einer schrägen Strebe gestützt
  • Rechteckiger Flügel mit gleichbleibender Tiefe von der Wurzel bis zur Spitze – wirkt wie ein Brett
  • Eckiges, hohes Seitenleitwerk und kastenförmiger Rumpf mit großer Schiebetür
  • Im Stand steht die Maschine deutlich nach hinten geneigt, die Nase zeigt schräg in den Himmel

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleines Flugzeug mit sehr langer Nase rollt auf einer Graspiste an, die Kabinentür steht offen, drinnen sitzen Fallschirmspringer dicht an dicht. Nach wenigen Sekunden hebt es ab und steigt erstaunlich steil: Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Pilatus PC-6 Porter. Der Schweizer Kurzstarter gehört zu den bekanntesten Arbeitsflugzeugen der Welt. Hier erfährst du, woran du ihn sicher erkennst, wie er sich von Beaver, Otter und Caravan unterscheidet und wo du ihn am besten vor die Kamera bekommst.

Porter für deinen Hangar

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Was ist die Pilatus PC-6 Porter?

Die PC-6 ist ein einmotoriges Mehrzweckflugzeug mit Kurzstart- und Kurzlandeeigenschaften, im Englischen STOL (Short Take-Off and Landing). Gebaut wurde sie von Pilatus Aircraft in Stans im Kanton Nidwalden. Das Kürzel PC steht für „Pilatus Commercial“, also ein ziviles Muster des Herstellers, die Sechs ist die Typnummer. Der Name Porter, englisch für Träger, beschreibt ziemlich genau, was das Flugzeug tut: Menschen, Material und Vorräte an Orte bringen, an denen es keine asphaltierte Piste gibt.

Die Entwicklung begann 1957 als Eigeninitiative von Pilatus. Am 4. Mai 1959 flog der erste Porter, damals noch mit einem Sechszylinder-Kolbenmotor von Lycoming. Bereits im August desselben Jahres folgte die Schweizer Zulassung. Der eigentliche Durchbruch kam mit der Propellerturbine: Der Turbo-Porter startete am 2. Mai 1961 zu seinem Erstflug. Zunächst mit einem Turbomeca Astazou ausgerüstet, setzte sich später das Pratt & Whitney Canada PT6A durch, daneben gab es Versionen mit Garrett TPE331.

Bekannt wurde der Porter schon früh durch eine spektakuläre Leistung: 1960 unterstützte eine Maschine die Schweizer Expedition zum Dhaulagiri in Nepal und landete auf einem Gletscher in rund 5.700 Metern Höhe. Diese Landung gilt bis heute als höchste eines Starrflüglers; manche Quellen nennen 5.750 Meter.

PC6TICAO-Typcode des Turbo-Porters
63 JahreBauzeit von 1959 bis zur letzten Auslieferung 2022
~600gebaute Exemplare, inklusive Lizenzbau in den USA

Ab 1964 baute Fairchild Hiller die PC-6 in Lizenz in den USA – nach Angaben der Nachschlagewerke war das das erste Schweizer Flugzeug, das im Ausland in Lizenz gefertigt wurde. Aus dieser Linie stammen auch militärische Ableger wie die bewaffnete AU-23A Peacemaker der US Air Force und die UV-20A Chiricahua der US Army. Je nach Zählweise entstanden insgesamt gut 600 Maschinen, davon rund 90 bis 100 bei Fairchild.

2017 kündigte Pilatus das Ende der Produktion an. Ursprünglich war 2019 als Schlusspunkt vorgesehen, durch Verzögerungen – unter anderem in der Pandemie – verließ die letzte PC-6 das Werk erst im Dezember 2022. Seitdem konzentriert sich der Hersteller im zivilen Bereich auf die PC-12 und den Businessjet PC-24. Die Porter selbst ist aber längst nicht verschwunden: 2017 waren laut Nachschlagewerken mindestens 267 Maschinen in über 60 Ländern aktiv.

So sieht eine PC-6 aus

Die Porter ist ein Flugzeug, das du nach dem ersten bewussten Sehen kaum noch verwechselst. Ihre Form folgt konsequent der Funktion, und das sieht man an jedem Detail.

Auf das Fahrwerk schauen

Die PC-6 hat ein festes Spornradfahrwerk: zwei kräftige Haupträder unter dem Rumpf und ein kleines Rad ganz hinten. Am Boden steht sie deshalb deutlich nach hinten gekippt.

Die Nase vergleichen

Beim Turbo-Porter ragt der Bug weit nach vorn. Darin steckt die schlanke PT6-Turbine; das Verhältnis von Nase zu Kabine wirkt fast übertrieben lang.

Den Flügel ansehen

Ein verstrebter Schulterdecker mit rechteckigem Flügel ohne Verjüngung zur Spitze. Von unten sieht der Flügel aus wie ein langes Brett mit einer schrägen Strebe zum Rumpf.

Dazu kommen ein eckiges, hohes Seitenleitwerk und ein kastenförmiger Rumpf mit großer Schiebetür. Durch diese Tür steigen Fallschirmspringer aus, Fracht wird verladen, und bei Ambulanzeinsätzen passen zwei Tragen hinein. Viele Maschinen tragen große Reifen für unbefestigte Pisten; je nach Einsatz fliegt die PC-6 auch auf Ski oder Schwimmern.

Der Flügel verzichtet laut Konstruktionsbeschreibung auf Luftbremsen und Enteisung. Großer, gleichmäßig tiefer Flügel und kräftige Turbine ergeben zusammen die typischen STOL-Werte: rund 200 Meter Startstrecke und rund 130 Meter Landestrecke mit nennenswerter Zuladung.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Am Himmel ist die PC-6 klein und schnell aus dem Blick. Achte beim Steigflug auf den steilen Winkel und die lange Silhouette – kaum ein anderes Flugzeug dieser Größe klettert so steil weg. Wer ein schnelles Bild braucht, fokussiert lieber früh auf den Startpunkt.

Varianten im Überblick

Von außen unterscheiden sich die Porter-Versionen weniger stark, als die vielen Bezeichnungen vermuten lassen. Wichtig ist vor allem die Trennung zwischen Kolbenmotor und Turbine.

Version Antrieb Erkennungsmerkmal
PC-6/340, /350 (Porter) Lycoming-Kolbenmotor Kürzere, rundliche Nase; heute sehr selten
PC-6/A Turbomeca Astazou Frühe Turbinenversion
PC-6/B, B1, B2-H2, B2-H4 Pratt & Whitney Canada PT6A Lange, schlanke Nase – die häufigste Form im heutigen Betrieb
PC-6/C Garrett TPE331 Seltene Variante aus dem Umfeld des US-Lizenzbaus
AU-23A Peacemaker Garrett TPE331 (Fairchild) Militärische, bewaffnete Version aus dem Lizenzbau

Die B2-H4 ist die Ausführung mit dem höchsten zulässigen Startgewicht von 2.800 Kilogramm und gilt als Standard der späten Produktionsjahre. Die Schweizer Luftwaffe ließ ihre Flotte ab 2018 modernisieren; diese Maschinen tauchen in Unterlagen auch als NCPC-6 auf. Mehr zu den Schwestermodellen findest du bei der Trainer-Familie mit der PC-7 und der PC-21.

PC-6 oder Beaver, Otter, Caravan?

Die Porter teilt sich ihre Nische mit einigen anderen Buschflugzeugen. Der Finder hilft dir, anhand von drei Beobachtungen einzugrenzen.

Schnellbestimmung: einmotoriges Arbeitsflugzeug

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Pilatus PC-6 Porter

Spornrad, lange Turbinennase und schlanker Kastenrumpf sind das typische Porter-Bild. Prüf zur Sicherheit die Flügelstrebe und den rechteckigen Flügel.

Wahrscheinlich

Cessna 208 Caravan oder Daher Kodiak

Ein Bugradfahrwerk schließt die PC-6 aus. Große, bauchige Hochdecker mit Turbine sind meist eine Caravan, kompaktere Maschinen mit Bugrad oft eine Kodiak.

Wahrscheinlich

De Havilland Canada Beaver oder Otter

Kurze, runde Nase mit Spornrad deutet auf die Beaver oder die größere Otter – beide klassisch mit Sternmotor, teils auch mit Turbine umgerüstet.

Die kanadischen Verwandten DHC-2 Beaver und DHC-3 Otter haben ebenfalls Spornrad und verstrebten Flügel, haben aber eine kürzere, rundere Nase, klassisch mit Sternmotor. Bei umgerüsteten Turbinen-Ottern wird die Nase zwar länger, der Rumpf bleibt aber deutlich voluminöser. Die Cessna 208 Caravan und die Daher Kodiak haben dagegen ein Bugrad – das allein reicht zur Abgrenzung. Wer zwei Propeller sieht, steht vor einer DHC-6 Twin Otter. Einen allgemeinen Überblick über Kleinflugzeuge gibt dir der Guide Kleinflugzeuge erkennen.

Wo du die PC-6 heute antriffst

Anders als Airliner folgt die Porter keinem Flugplan. Du findest sie dort, wo sie arbeitet – und das sind vor allem drei Bereiche.

Fallschirmspringen: Weltweit gehört die PC-6 zu den klassischen Absetzmaschinen. Sie steigt schnell auf Absetzhöhe, die große Tür erleichtert den Ausstieg, und sie kommt mit kurzen Graspisten zurecht. An vielen Sprungplätzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz fliegen oder flogen Turbo-Porter. Welche Plätze gerade mit dem Typ arbeiten, wechselt mit Saison und Betreiber; am besten fragst du vorab direkt beim Sprungzentrum nach. Wie du kleine Flugplätze und Sprungplätze überhaupt findest, erklärt der Beitrag Flugplätze auf Karten finden.

Militär: Zahlreiche Luftstreitkräfte setzen den Porter bis heute ein. Im deutschsprachigen Raum sind das vor allem die Schweizer Luftwaffe, die ihre Flotte ab 2018 modernisieren ließ, und das Österreichische Bundesheer, das die PC-6 seit 1976 einsetzt. Beide nutzen sie unter anderem für Transport und Fallschirmabsetzen. Vor einem Besuch an einem Militärflugplatz lohnt sich ein Blick auf die Regeln: Der Beitrag Militärflugplätze fotografieren fasst zusammen, worauf du achten musst, für die Schweiz gibt es den Überblick Planespotting in der Schweiz, für Österreich Planespotting in Österreich.

Arbeitsflug: Vermessung, Luftbild, Frachtflüge in abgelegene Regionen und Ambulanzeinsätze gehören ebenfalls zum Profil. Historisch bekannt sind die Einsätze bei Air America in Südostasien und ab 1962 die Gebirgsverbindungen von Air Alpes in den französischen Alpen.

Ort Trefferchance Warum
Fallschirmsprungplätze hoch (in der Saison) Klassisches Absetzflugzeug mit vielen Starts am Tag
Militärflugplätze in Schweiz und Österreich mittel Feste Flotten bei Luftwaffe und Bundesheer
Kleine Bergflugplätze mittel bis niedrig Arbeits- und Versorgungsflüge, oft unregelmäßig
Große Verkehrsflughäfen niedrig Höchstens Überführungen oder Sonderflüge

Bestände ändern sich

Militärflotten werden ausgemustert, zivile Maschinen verkauft oder umgemeldet. Die Zahlen auf dieser Seite spiegeln den Stand der verfügbaren Quellen wider. Prüf vor einer gezielten Tour, ob am Wunschort tatsächlich noch eine PC-6 stationiert ist.

Keine Porter mehr verpassen

Setz die PC-6 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein Turbo-Porter an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Kennzeichen lesen und gezielt suchen

Schweizer Porter tragen ein Kennzeichen mit HB- am Anfang, österreichische mit OE- und deutsche mit D-F, weil die Porter mit ihrem Startgewicht in die entsprechende Gewichtsklasse fällt. Wie die Systeme aufgebaut sind, erklären Schweizer HB-Kennzeichen, Österreichische OE-Kennzeichen und Flugzeugkennzeichen verstehen. Militärmaschinen tragen eigene Nummernsysteme und senden längst nicht immer öffentlich sichtbare Positionsdaten; mehr dazu in Militärflugzeuge online verfolgen und Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint.

In Tracking-Diensten filterst du nach PC6T – wie solche Kürzel aufgebaut sind, zeigt ICAO-Typcodes erklärt. Bei Fallschirmmaschinen siehst du oft das typische Muster: ein steiler Steigflug, ein paar Minuten auf Absetzhöhe, dann ein schneller Sinkflug zurück zum Platz. Wer das einmal erkannt hat, findet Sprungbetrieb auch auf Plätzen, die er noch nicht kannte.

Bereit für deine Porter-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe geprüft, ob am Platz aktuell eine PC-6 im Einsatz ist.
  • Ich kenne die Betriebszeiten des Sprung- oder Flugplatzes.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und stört den Betrieb nicht.
  • Die Verschlusszeit passt, damit der Propeller nicht eingefroren wirkt.

Fototipps speziell für die PC-6

Die Porter ist klein, langsam und fliegt oft nah am Boden – ideale Voraussetzungen für ausdrucksstarke Bilder, wenn du ein paar Punkte beachtest.

Propeller in Bewegung zeigen

Mit zu kurzer Verschlusszeit steht der Propeller still, und das Bild wirkt wie ein Modell. Längere Zeiten mit Mitzieher bringen Bewegung ins Bild – wie, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren.

Den Steigflug einfangen

Kurz nach dem Abheben zeigt der steile Steigwinkel, was die PC-6 ausmacht. Ein Standpunkt seitlich der Startrichtung liefert das beste Profil.

Bodenszenen nutzen

Beim Einsteigen der Springer, beim Betanken oder auf der Graspiste entstehen Bilder mit Atmosphäre. Halte Abstand und respektiere Absperrungen.

Kulisse mitdenken

Vor Bergen, Gletschern oder Wäldern wirkt die Porter in ihrem Element. Weite Brennweiten mit Landschaft erzählen mehr als ein formatfüllendes Profil.

Wann das Licht passt, berechnest du am besten vorab; der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot zeigt, wie. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du direkt an der Spot-Karte, wann die Sonne hinter dir steht.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die PC-6, wenn …

  • ein Spornrad hinten unter dem Heck sitzt
  • die Nase auffallend lang und schmal ist
  • der Flügel oben am Rumpf sitzt und verstrebt ist
  • im Tracking-Dienst PC6T als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Nase kurz und rund ist – dann könnte es eine frühe Kolben-Porter oder eine Beaver sein
  • du nur die Silhouette im Gegenlicht siehst
  • die Maschine auf Schwimmern oder Ski steht

Es ist keine PC-6, wenn …

  • ein Bugrad unter der Nase sitzt
  • du zwei Triebwerke zählst
  • die Maschine ein einziehbares Fahrwerk und ein T-Leitwerk hat – dann bist du eher bei der PC-12
  • der Flügel unten am Rumpf sitzt

Fazit

Die PC-6 Porter ist eines der Flugzeuge, die Luftfahrtgeschichte geschrieben haben, ohne je im Rampenlicht großer Flughäfen zu stehen. Spornrad, lange Turbinennase und brettartiger, verstrebter Flügel machen sie unverwechselbar. Seit der letzten Auslieferung 2022 wächst die Flotte nicht mehr, aber an Sprungplätzen, bei Schweizer Luftwaffe und Bundesheer sowie im Arbeitsflug ist der Typ weiterhin präsent. Für Spotter ist sie damit ein Sammelstück mit Geschichte – am schönsten fotografiert vor Bergen, im steilen Steigflug.

Kurzfazit

Spornrad, sehr lange Nase, verstrebter Brettflügel: Das ist die Pilatus PC-6. Wer sie gezielt sucht, filtert nach PC6T und plant Sprungplätze sowie Militärflugplätze in der Schweiz und Österreich ein.

Zusammenfassung

  • Die PC-6 flog 1959 erstmals mit Kolbenmotor, ab 1961 als Turbo-Porter mit Propellerturbine; die letzte Maschine wurde im Dezember 2022 ausgeliefert.
  • Bekannt wurde sie 1960 mit einer Rekordlandung auf einem Gletscher am Dhaulagiri in Nepal auf über 5.700 Metern Höhe.
  • Fairchild Hiller baute sie in Lizenz in den USA, unter anderem als bewaffnete AU-23A Peacemaker.
  • Für Spotter ist sie ein Klassiker an Fallschirmsprungplätzen, Militärflugplätzen in der Schweiz und Österreich sowie an kleinen Bergflugplätzen.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Pilatus PC-6?

Der Turbo-Porter läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten unter PC6T. Damit findest du die Maschinen, sofern sie Positionsdaten senden. Die seltenen Kolbenmotor-Porter aus der Anfangszeit haben einen eigenen Code; im heutigen Betrieb sind fast nur noch Turbo-Porter unterwegs.

Wofür steht „PC-6“?

PC steht für „Pilatus Commercial“, also ein ziviles Muster von Pilatus. Die 6 ist die laufende Nummer. Der Name Porter (Träger, Gepäckträger) passt zum Einsatzzweck: Lasten und Menschen dorthin bringen, wo es keine richtige Piste gibt.

Wie kurz kann eine PC-6 starten und landen?

Der Turbo-Porter braucht laut gängigen Datensätzen rund 200 Meter zum Start und rund 130 Meter zur Landung, jeweils mit ordentlicher Zuladung. Auf Schnee, Gras oder Schotter und in großer Höhe hängen die echten Werte stark von Gewicht, Temperatur und Untergrund ab.

Was hat es mit der Landung am Dhaulagiri auf sich?

Während der Schweizer Dhaulagiri-Expedition 1960 versorgte eine Porter das Team in Nepal und landete auf einem Gletscher in rund 5.700 Metern Höhe – je nach Quelle werden auch 5.750 Meter genannt. Das gilt bis heute als höchste Landung eines Starrflüglers.

Wird die PC-6 noch gebaut?

Nein. Pilatus kündigte das Produktionsende 2017 an; durch Verzögerungen, unter anderem in der Pandemie, wurde die letzte PC-6 im Dezember 2022 ausgeliefert. Die vorhandenen Maschinen fliegen weiter, viele von ihnen seit Jahrzehnten.

Wie unterscheide ich PC-6 und Cessna Caravan?

Am Fahrwerk: Die PC-6 hat ein Spornrad hinten, die Caravan ein Bugrad vorn. Dazu ist die Caravan deutlich größer und bauchiger, die PC-6 wirkt schlank mit sehr langer Nase und brettartigem Flügel.

Wo sehe ich in der Schweiz eine PC-6?

Gute Chancen hast du rund um Militärflugplätze, weil die Schweizer Luftwaffe den Typ seit Jahrzehnten nutzt und ab 2018 modernisieren ließ. Dazu kommen Fallschirmsprungplätze und kleine Flugplätze, an denen zivile Turbo-Porter stationiert sind. Wo genau gerade Maschinen fliegen, prüfst du am besten aktuell vor Ort oder über die Sprungzentren.

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