Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Die Schweizer Luftrettung als Stiftung: drei Ambulanzjets Challenger 650 am Flughafen Zürich, eine Helikopterflotte im Umbruch zum H145 D3, 14 Einsatzbasen – und ein gescheitertes Allwetter-Projekt mit dem AW169-FIPS.

Auch bekannt als: Rega · Schweizerische Rettungsflugwacht · SRFW · Garde Aérienne Suisse de Sauvetage · Guardia Aerea Svizzera di Soccorso · Swiss Air-Rescue

SchweizSchweizCharter & Wet-LeaseICAO: SAZ12 Min. Lesezeit

3

Ambulanzjets Challenger 650

14

Helikopter-Einsatzbasen

20.463

Einsätze im Jahr 2025

1414

Notrufnummer in der Schweiz

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rega ist die Schweizer Luftrettung – eine private, gemeinnützige Stiftung, gegründet 1952 und finanziert von Millionen Gönnerinnen und Gönnern.
  • Drei Challenger 650 holen Patientinnen und Patienten aus dem Ausland heim; sie sind am Rega-Center am Flughafen Zürich stationiert.
  • Die Helikopterflotte wird zur Einheitsflotte: Der fünfblättrige Airbus H145 D3 löst ältere H145 D2 und die AW109SP Da Vinci ab.
  • Den AW169-FIPS gibt es bei der Rega nicht: Der Kauf von drei enteisten Helikoptern wurde 2022 aufgehoben, weil sie die Leistungsanforderungen nicht erfüllten.
  • Codes: ICAO SAZ, Rufzeichen „SWISS AMBULANCE“, Kennzeichen mit HB-; einen IATA-Code führt die Rega nicht.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die Rega im Überblick
  2. 2.Von 1952 bis heute: kurze Geschichte
  3. 3.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
  4. 4.Die Ambulanzjets: drei Challenger 650
  5. 5.Die Helikopter: Umstellung auf den H145 D3
  6. 6.Der AW169-FIPS: das Projekt, das nicht kam
  7. 7.Retten bei jedem Wetter: das Low Flight Network
  8. 8.Die 14 Einsatzbasen
  9. 9.Rega in Zürich spotten
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

ICAO-CodeSAZ
RufzeichenSWISS AMBULANCE
DrehkreuzeZRH
OrganisationPrivate, gemeinnützige Stiftung für Luftrettung und Repatriierung
SitzRega-Center am Flughafen Zürich in Kloten
Gegründet27. April 1952 in Twann am Bielersee, seit 1979 Stiftung
FinanzierungPrivat, getragen von rund 3,7 Millionen Gönnerinnen und Gönnern (2025)
Einsatzbasen14 Helikopterbasen in der ganzen Schweiz
Ambulanzjets3 Bombardier Challenger 650 (HB-JWA, HB-JWB, HB-JWC), im Einsatz seit 2018
HelikopterAirbus H145 D3 als neue Einheitsflotte, daneben auslaufend AgustaWestland AW109SP „Da Vinci“; ein H125 für die Schulung
Einsätze 202520.463, davon 15.265 mit Helikoptern und 1.049 mit Ambulanzjets
Notrufnummer1414
Allianzkeine – Rega ist keine Linienairline

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Rot-weiße Lackierung mit dem Schriftzug REGA
  • Schweizer Kennzeichen mit HB-: Jets als HB-JWA, HB-JWB und HB-JWC
  • Helikopter mit Fenestron-Heckrotor und fünfblättrigem Hauptrotor: das ist der H145 D3
  • Schlanker Helikopter mit einziehbarem Fahrwerk und klassischem Heckrotor: ein AW109SP Da Vinci der Gebirgsbasen
  • Ambulanzjet mit T-Leitwerk und Hecktriebwerken: die Challenger 650, meist mit Start oder Landung in Zürich
  • Im Funk und auf Trackern: ICAO-Code SAZ, Rufzeichen „SWISS AMBULANCE“

Rot-weiß, laut und meistens in Eile: Wenn in der Schweiz ein Helikopter mit dem Schriftzug REGA über dich hinwegdonnert, ist jemand in Not. Für Spotter ist die Rega trotzdem eine der spannendsten Organisationen des Landes. Sie betreibt eine eigene kleine Flotte aus Ambulanzjets und Rettungshelikoptern, fliegt ohne Flugplan und steckt 2026 mitten in einer kompletten Erneuerung ihrer Helikopterflotte. Diese Seite zeigt dir, was die Rega fliegt, wie du die Typen unterscheidest – und warum der AW169, der oft mit ihr in Verbindung gebracht wird, nie im Rega-Dienst angekommen ist.

Rega-Sichtungen sauber festhalten

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Die Rega im Überblick

Die Rega ist keine Airline im klassischen Sinn, sondern die Schweizerische Rettungsflugwacht – eine private, gemeinnützige Stiftung. Sie rettet Menschen mit Helikoptern in der Schweiz und holt Patientinnen und Patienten mit Ambulanzjets aus dem Ausland zurück. Tickets verkauft sie keine, Linienflüge gibt es nicht. Finanziert wird die Rega vor allem durch ihre Gönnerinnen und Gönner: 2025 waren es knapp 3,7 Millionen, was rund 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung entspricht.

Der Sitz ist das Rega-Center am Flughafen Zürich in Kloten. Hier stehen die Ambulanzjets, hier läuft die Einsatzzentrale, und hier werden die Helikopter gewartet. Die Rettungshelikopter selbst sind auf 14 Basen verteilt, von Genf bis ins Engadin.

20.463Einsätze im Jahr 2025
15.265davon mit Helikoptern
1.049davon mit Ambulanzjets

Im Schnitt hat die Rega 2025 jeden Tag 36 Patientinnen und Patienten transportiert. Gut 9.100 Helikoptereinsätze waren Rettungen direkt am Unfall- oder Notfallort, knapp 2.600 Verlegungen zwischen Spitälern. Die drei Jets brachten über 1.000 Menschen in die Schweiz zurück.

Von 1952 bis heute: kurze Geschichte

Gegründet wurde die Schweizerische Rettungsflugwacht am 27. April 1952 an einer Delegiertenversammlung der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) in Twann am Bielersee, zunächst als deren Sektion. Treibende Kraft war der Arzt Rudolf Bucher. 1960 wurde die Rettungsflugwacht ein eigenständiger Verein, 1979 eine Stiftung. Um diese Zeit wurde auch der Kurzname „Rega“ eingeführt, der die älteren Abkürzungen ablöste. Der Name verbindet „Rettungsflugwacht“ mit der französischen und italienischen Bezeichnung „Garde Aérienne“ bzw. „Guardia Aerea“.

Die Flottengeschichte ist ein kleiner Streifzug durch die Luftfahrt:

Zeitraum Typ Rolle
ab 1957 Bell 47J Geschenk des Verbands der Konsumgenossenschaften (heute Coop)
1970er-Jahre Alouette III Lange das Rückgrat der Flotte, Durchbruch der Gebirgsrettung
1970er-Jahre Bölkow Bo 105 Erster zweimotoriger Ambulanzhelikopter der Rega
ab 1973 Learjet 24D Erster ziviler Ambulanzjet der Welt
1977/78–1988 Learjet 35 Zwei Maschinen für Repatriierungen
ab 1982 Challenger CL-600 Erster Langstreckenjet der Rega
ab 1992 Agusta A109 K2 Rettungshelikopter, später durch Da Vinci und EC145 ersetzt
2002–2018/19 Challenger 604 Vorgänger der heutigen Ambulanzjets
2000er-Jahre–2020 Eurocopter EC145 (BK 117 C2) Rettungshelikopter für das Mittelland, danach nach Marokko verkauft

Wer historisch sammelt, findet einige dieser Typen heute in Museen oder bei anderen Betreibern. Den Learjet 35 kennst du vielleicht von der Seite zum Learjet 35/36, die EC145-Familie geht auf die BK 117 zurück, und historische Luftfahrzeuge zeigen in der Schweiz etwa das Verkehrshaus Luzern und das Flieger-Flab-Museum Dübendorf.

Codes, Rufzeichen und Kennzeichen

  • ICAO-Code SAZ: steht in Flugplänen der Flugsicherung und auf vielen Trackern bei Jet-Flügen.
  • Rufzeichen SWISS AMBULANCE: so meldet sich die Besatzung der Ambulanzjets im Funk.
  • Kein IATA-Code: Die Rega verkauft keine Tickets und taucht deshalb auf keiner Abflugtafel auf.
  • Kennzeichen HB-: Wie alle Schweizer Luftfahrzeuge tragen Rega-Jets und -Helikopter das Präfix HB-. Was die Buchstaben danach verraten, erklärt der Guide zu Schweizer HB-Kennzeichen.

Die Helikopterbasen sind intern durchnummeriert: „Rega 1“ ist Dübendorf, „Rega 2“ Basel, „Rega 3“ Bern und so weiter. Diese Nummern beziehen sich auf den Standort, nicht auf ein bestimmtes Kennzeichen – Helikopter rotieren zwischen Basen, Wartung und Reserve.

Rega auf dem Tracker finden

Die Jets findest du über den ICAO-Code SAZ oder direkt über die Kennzeichen HB-JWA bis HB-JWC. Bei Helikoptern lohnt die Suche nach dem Kennzeichen, denn tief fliegende Rettungshelikopter verschwinden in den Bergen schnell vom Empfang. Wie du Rettungshubschrauber online verfolgst, zeigt der Guide Rettungs-, Polizei- und Offshore-Hubschrauber auf dem Flugradar.

Die Ambulanzjets: drei Challenger 650

Für Repatriierungen setzt die Rega drei Bombardier Challenger 650 ein. Sie tragen die Kennzeichen HB-JWA, HB-JWB und HB-JWC und lösten ab 2018 die drei Challenger 604 ab, die seit 2002 im Einsatz waren. Hersteller ist Bombardier in Kanada.

Merkmal Angabe laut Rega
Anzahl 3
Reichweite bis 6.500 km
Reisegeschwindigkeit rund 850 km/h
Länge / Spannweite 20,86 m / 19,61 m
Patienten bis zu 4 liegend, davon 2 intensivpflichtig
Ausrüstung wie eine Intensivstation, mit eigener Laderampe für Tragen

Von außen ist die Challenger 650 ein klassischer Businessjet: tief angesetzte Flügel, zwei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk. Innen hat die Rega die Kabine zur fliegenden Intensivstation umgebaut. Die eigens entwickelte Laderampe erlaubt es, Patienten auf der Trage ohne Hebebühne an Bord zu bringen – ein Detail, das du am Boden beim Beladen beobachten kannst.

Die Jets fliegen nicht nach Plan, sondern nach Bedarf: heute nach Mallorca, morgen nach Südostasien. Für dich heißt das: Am Flughafen Zürich kann jederzeit eine Rega-Bewegung kommen, aber du kannst sie nicht im Voraus im Flugplan nachlesen.

Achtung Verwechslung

Die Challenger 650 sieht der Challenger 604/605 sehr ähnlich, und auch die kleinere Challenger 300/350 wird gern verwechselt. Bei der Rega hilft das Kennzeichen: HB-JW… ist eine 650. Allgemein erklärt der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden, worauf du achten musst.

Die Helikopter: Umstellung auf den H145 D3

Bei den Rettungshelikoptern erlebst du 2026 ein Umbruchjahr. Lange flog die Rega mit zwei Typen: dem Airbus H145 auf den Basen im Mittelland und dem AgustaWestland AW109SP „Da Vinci“ auf den Gebirgsbasen. Diese Zweiteilung verschwindet gerade.

Die Rega ersetzt ihre gesamte Helikopterflotte durch den Airbus H145 D3 mit fünfblättrigem Hauptrotor. Es ist laut Rega das größte Beschaffungsprojekt ihrer Geschichte. Der erste Fünfblatt-H145 kam Ende 2024, die übrigen Maschinen folgen bis 2026. Sie lösen sowohl die älteren vierblättrigen H145 D2 als auch die Da Vinci ab. Im Juli 2026 gingen zwei neue H145 D3 in Zweisimmen und Wilderswil im Berner Oberland in Betrieb; damit waren laut Rega 11 der 14 Basen mit der neuesten Generation ausgerüstet.

Typ Rolle Status Stand Oktober 2026
Airbus H145 D3 Rettungshelikopter für Flachland und Gebirge Neue Einheitsflotte, Auslieferung läuft bis 2026
Airbus H145 D2 Rettungshelikopter Mittelland Wird durch den D3 ersetzt
AgustaWestland AW109SP Da Vinci Gebirgsrettung Wird durch den D3 ersetzt, verschwindet Basis für Basis
Airbus H125 Schulung, Gebirgsflug und Lastflug Ein Exemplar im Trainingsbetrieb

Laut Rega fliegt der H145 rund 230 km/h schnell und kann bis auf 5.000 Meter über Meer eingesetzt werden. Ein Vierachsen-Autopilot und moderne Avionik erlauben sehr präzise satellitengestützte Anflüge. In der Kabine ist Platz für sperrige Medizintechnik bis hin zur Herz-Lungen-Maschine oder zum Transportinkubator für Frühgeborene. Hersteller ist Airbus Helicopters.

Der Da Vinci ist eine Variante des Leonardo AW109, die die Rega gemeinsam mit dem Hersteller für die Gebirgsrettung entwickelt hat. Die Rega bestellte ihn 2009 als Nachfolger der Agusta A109 K2; auf einigen Gebirgsbasen flog er über 16 Jahre. Wenn du einen Da Vinci noch in Rega-Farben fotografieren willst, solltest du dich beeilen. Zum Training nutzt die Rega einen Airbus H125 mit einem Cockpit, das dem des Da Vinci nachempfunden ist.

Den letzten Da Vinci nicht verpassen

Setz den Da Vinci auf die Wunschliste in deinem Hangar und richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen ein, die dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Der AW169-FIPS: das Projekt, das nicht kam

Viele Quellen und Fotos bringen die Rega mit dem Leonardo AW169 in Verbindung. Der Hintergrund: Die Rega verfolgt seit Jahren die Vision „Retten bei jedem Wetter“, denn bei Nebel, tiefen Wolken oder Schneefall müssen Einsätze immer wieder abgesagt werden. Eine der letzten Grenzen ist Vereisung – ein Helikopter ohne Enteisung darf nicht in Wolken fliegen, in denen sich Eis bildet.

Deshalb kaufte die Rega bei Leonardo drei AW169-FIPS, also AW169 mit vollständigem Vereisungsschutz (FIPS steht für Full Ice Protection System). Die Auslieferung war für 2023 vorgesehen. Im September 2022 kam das Aus: Bei Testflügen in Nordamerika zeigte sich, dass das neue Enteisungssystem zwar grundsätzlich funktionierte, der Helikopter aber die hohen Leistungsanforderungen der Rega nicht mehr erfüllte. Beide Seiten hoben den Kaufvertrag einvernehmlich auf, die Rega erhielt ihre Anzahlungen vollständig zurück.

Für Spotter heißt das: Einen AW169 in Rega-Farben im Einsatz wirst du nicht finden. Fotos eines AW169-FIPS-Prototyps gibt es zwar, sie zeigen aber Testflüge, keinen Rettungsdienst. An der Allwetter-Vision hält die Rega fest – heute vor allem über Instrumentenflug mit den vorhandenen Helikoptern.

So erkennst du den H145 D3

  • Ummantelter Heckrotor (Fenestron) statt offenem Rotor
  • Fünf Hauptrotorblätter
  • Kufenlandegestell
  • Große seitliche Schiebetüren und Hecktüren für die Trage

So erkennst du den AW109SP Da Vinci

  • Offener, klassischer Heckrotor
  • Schlanker, spitz zulaufender Rumpf
  • Einziehbares Radfahrwerk statt Kufen
  • Wirkt flacher und gestreckter als der H145

Mehr zu den Unterschieden zwischen Hubschraubertypen findest du im Guide Hubschraubertypen erkennen.

Retten bei jedem Wetter: das Low Flight Network

Statt auf Enteisung setzt die Rega derzeit auf Instrumentenflug. Mit Partnern baut sie das Low Flight Network (LFN) auf, ein Netz satellitengestützter Flugrouten zwischen Flugplätzen, Rega-Basen und Spitälern. Damit können Crews bei Nebel oder tiefen Wolken nach Instrumenten fliegen, wo Sichtflug nicht möglich ist.

Ein paar Meilensteine: 2011 flog die Rega erstmals bei schlechter Sicht per Satellitennavigation ins Berner Inselspital, 2016 wurden die ersten Routen für den Tagbetrieb genehmigt. Im Juli 2024 bekam die Rega als weltweit erster Helikopterbetreiber die Zulassung für einen hochpräzisen Anflug auf ein Spital, in Interlaken. Der Ausbau geht allerdings langsamer voran als gewünscht, weil neue Routen von Skyguide und dem BAZL genehmigt werden müssen. Wie die Schweizer Flugsicherung arbeitet, erklärt der Artikel Austro Control und Skyguide.

Die 14 Einsatzbasen

Die Rega-Helikopter sind auf diese Basen verteilt, laut Rega erreicht ein Helikopter jeden Ort in der Schweiz in etwa 15 Flugminuten:

  • Mittelland und Nordwestschweiz: Dübendorf, Basel (am EuroAirport), Bern (am Flughafen Bern-Belp), St. Gallen
  • Westschweiz: Lausanne, Genf (am Flughafen Genf)
  • Alpen und Voralpen: Erstfeld, Untervaz, Mollis, Wilderswil, Zweisimmen, Samedan
  • Südschweiz und Wallis: Locarno, Sion

Im Wallis übernehmen vor allem Air Zermatt und Air-Glaciers die Luftrettung; die Rega-Basis Sion ergänzt sie. Ein weiterer staatsnaher Schweizer Betreiber, den du an Schweizer Flugplätzen sehen kannst, ist der Lufttransportdienst des Bundes. Allgemeine Tipps für Helikopter-Fotos findest du im Guide Hubschrauber spotten.

Basis auswählen

Flugplatzbasen wie Bern, Basel oder Genf sind für Spotter am leichtesten erreichbar. Für Genf hilft der Planespotting-Guide Genf.

Regeln prüfen

Bleib auf öffentlichem Grund und halte Abstand zum Landeplatz. Rettungseinsätze haben immer Vorrang.

Kennzeichen sichern

Fotografiere so, dass das HB-Kennzeichen lesbar ist. Nur so kannst du D2, D3 und Da Vinci später eindeutig zuordnen.

Sichtung notieren

Halte Basis, Typ und Kennzeichen fest – Helikopter wechseln oft den Standort.

Rega in Zürich spotten

Die beste Chance auf die Ambulanzjets hast du in Zürich. Das Rega-Center liegt laut Flughafen Zürich am Anfang der Piste 28 und hat direkten Zugang zu den Pisten. Die Helikopter kommen nur noch zur Wartung ins Rega-Center, die nächstgelegene Einsatzbasis ist Dübendorf. Für die Standortwahl am Flughafen helfen dir der Planespotting-Guide Zürich sowie die Spot-Seiten zum Butzenbüel und zur Zuschauerterrasse B.

Gute Chancen auf die Rega, wenn …

  • du in Zürich viel Zeit mitbringst
  • du die Jets über den ICAO-Code SAZ auf dem Tracker verfolgst
  • du an einer Basis auf einem Flugplatz wie Bern, Basel oder Genf stehst

Glückssache, wenn …

  • du gezielt einen bestimmten Jet sehen willst – es gibt keinen Flugplan
  • du einen Da Vinci suchst, denn er verschwindet gerade aus der Flotte

Kein Rega-Tag, wenn …

  • du einen AW169 in Rega-Farben erwartest – den gibt es nicht im Einsatz

Respekt vor dem Einsatz

Rega-Helikopter bringen Menschen in Not ins Spital. Fotografiere nie an Unfallstellen, behindere keine Einsatzkräfte und halte Landeplätze frei. Drohnen haben in der Nähe von Rettungseinsätzen nichts verloren. Was in der Schweiz rechtlich gilt, erklären Planespotting in der Schweiz und Drohne fliegen in der Schweiz.

Häufige Verwechslungen

  • AW169 für einen Rega-Typ halten – der Kauf wurde 2022 aufgehoben, im Einsatz steht der AW169 bei der Rega nicht.
  • Challenger 650 als 604 notieren – die 604 wurde 2018/19 abgelöst, HB-JWA bis HB-JWC sind 650er.
  • Alle H145 gleich notieren – D2 mit vier und D3 mit fünf Rotorblättern sind unterschiedliche Versionen.
  • Basisnummer mit Kennzeichen verwechseln – „Rega 3“ ist die Basis Bern, nicht ein bestimmter Helikopter.
  • Jeden roten Helikopter im Wallis für die Rega halten – dort fliegen auch Air Zermatt und Air-Glaciers.
  • Die Rega als Airline mit IATA-Code suchen – auf Abflugtafeln taucht sie nicht auf, nur unter ICAO SAZ.

Rega-Flotte komplett sammeln

Beobachte die Kennzeichen der drei Challenger 650 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Dazu zeigt dir die Spot-Karte Anreise, bestes Licht und Community-Fotos für deinen Spot in Zürich. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Die Rega ist klein, aber vielseitig: drei Ambulanzjets für die ganze Welt, eine Helikopterflotte für jede Ecke der Schweiz und eine Geschichte, die vom Bell 47 bis zum H145 D3 reicht. 2026 ist für Spotter ein besonderes Jahr, weil der Da Vinci aus dem Dienst verschwindet und der H145 D3 übernimmt. Wer Kennzeichen und Version genau notiert, hält diesen Wechsel im eigenen Logbuch fest – und weiß, dass der AW169 in dieser Geschichte nur ein abgebrochenes Kapitel ist.

Kurzfazit

Die Rega (ICAO SAZ, Rufzeichen „SWISS AMBULANCE“) ist die Schweizer Luftrettung mit drei Challenger 650 in Zürich und einer Helikopterflotte, die gerade komplett auf den H145 D3 umgestellt wird. Den AW169-FIPS hat sie bestellt, aber nie in Dienst gestellt.

Zusammenfassung

  • Die Rega fliegt mit zwei Welten: Ambulanzjets für Repatriierungen weltweit und Rettungshelikopter für Einsätze in der ganzen Schweiz.
  • Die drei Challenger 650 erkennst du am Kennzeichen HB-JW… und an der rot-weißen REGA-Optik; ihr Heimatplatz ist Zürich.
  • Bei den Helikoptern ist 2026 ein Umbruchjahr: Der H145 D3 übernimmt Basis für Basis, der AW109SP Da Vinci verschwindet nach und nach.
  • Wer den AW169 sucht, findet bei der Rega nur ein abgebrochenes Projekt – im Einsatz steht der Typ nicht.

Häufige Fragen

Welche Flugzeuge fliegt die Rega?

Als Ambulanzjets setzt die Rega drei Bombardier Challenger 650 ein. Bei den Helikoptern wird die Flotte zum Airbus H145 D3 vereinheitlicht; daneben fliegen bis zum Abschluss der Umstellung noch AgustaWestland AW109SP Da Vinci. Für die Schulung gibt es einen Airbus H125.

Fliegt die Rega den AW169?

Nein. Die Rega hatte drei vollständig enteiste AW169-FIPS bei Leonardo gekauft, die Auslieferung war für 2023 vorgesehen. Im September 2022 lösten beide Seiten den Vertrag auf: Testflüge in Nordamerika zeigten, dass die Helikopter die geforderten Leistungswerte nicht mehr erreichten. Die Rega bekam ihre Anzahlungen zurück.

Wie viele Ambulanzjets hat die Rega?

Drei. Die Challenger 650 mit den Kennzeichen HB-JWA, HB-JWB und HB-JWC lösten ab 2018 die drei Challenger 604 ab. Laut Rega fliegen sie bis zu 6.500 Kilometer weit und können bis zu vier liegende Patienten befördern, zwei davon intensivpflichtig.

Welchen ICAO-Code und welches Rufzeichen hat die Rega?

Der ICAO-Code ist SAZ, das Rufzeichen „SWISS AMBULANCE“. Einen IATA-Code hat die Rega nicht, weil sie keine Linienflüge mit Ticketverkauf anbietet. Die Helikopterbasen sind intern durchnummeriert, etwa „Rega 1“ für Dübendorf.

Wo kann ich die Rega-Jets spotten?

Am besten am Flughafen Zürich. Dort steht das Rega-Center am Anfang der Piste 28 mit direktem Zugang zu den Pisten. Die Jets starten nicht nach festem Flugplan, sondern je nach Einsatz – du brauchst also Geduld oder einen Alarm, der dich bei Bewegungen informiert.

Wo sind die Rega-Helikopter stationiert?

Auf 14 Basen, verteilt über die ganze Schweiz – darunter Dübendorf, Basel, Bern, Lausanne, Untervaz, Locarno, St. Gallen, Erstfeld, Samedan, Wilderswil, Mollis, Zweisimmen, Genf und Sion. Laut Rega erreicht ein Helikopter jeden Ort in der Schweiz innerhalb von etwa 15 Flugminuten.

Zieht die Rega vom Flughafen Zürich weg?

Für den Hauptsitz ist ein Umzug geplant: Die Rega will Verwaltung, Einsatzzentrale und Helikopterunterhalt auf den Flugplatz Kägiswil bei Sarnen verlegen, vorgesehen ist das Jahr 2030. Das Projekt steckt im bundesrechtlichen Verfahren. Wo die Jets danach stationiert sind, hat die Rega in ihrer Mitteilung nicht genannt.

Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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