Das Wichtigste in Kürze
- Der PC-24 ist ein zweistrahliger Businessjet, der als einer der ersten seiner Art für unbefestigte Pisten zugelassen ist – Pilatus nennt ihn „Super Versatile Jet“.
- Schnellster Erkennungsweg: Hecktriebwerke, T-Leitwerk und die große Frachttür hinten links.
- Doppelräder am Hauptfahrwerk mit niedrigem Reifendruck verraten seine Graspisten-Tauglichkeit.
- Typische Betreiber sind Teileigentums- und Charterfirmen, Ambulanzdienste wie der Royal Flying Doctor Service und Streitkräfte.
- In Tracking-Apps läuft der Typ als PC24 – ein Filter darauf ist der einfachste Weg zur Sichtung.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Pilatus Aircraft, Stans (Schweiz) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | PC24 |
| Vorstellung | 21. Mai 2013 auf der EBACE in Genf |
| Erstflug | 11. Mai 2015 ab Buochs (Prototyp P01) |
| Zulassung | 7. Dezember 2017 durch EASA und FAA |
| Erstauslieferung | 7. Februar 2018 an PlaneSense (USA) |
| Triebwerke | 2 × Williams FJ44-4A, je rund 3.400 lbf Startschub |
| Länge | rund 16,8 m |
| Spannweite | 17,00 m |
| Max. Startgewicht | 8.500 kg |
| Passagiere | bis zu 10 (Commuter-Bestuhlung), meist 6 bis 8 in Executive-Kabinen |
| Kabine (L × B × H) | 7,01 × 1,69 × 1,55 m |
| Frachttür | rund 1,25 × 1,30 m, hinten links |
| Max. Reisegeschwindigkeit | 440 Knoten (rund 815 km/h) |
| Max. Reichweite (6 Passagiere) | 2.000 nautische Meilen, rund 3.700 km |
| Dienstgipfelhöhe | 45.000 Fuß (13.716 m) |
| Startstrecke (über 50-Fuß-Hindernis) | rund 940 m laut Hersteller |
| Pistenarten | befestigt sowie zugelassen für Kies, trockenen Sand, Gras, nasse Erde und Schnee |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Strahltriebwerke seitlich am Heck, auffällig hoch angesetzt
- Hohes T-Leitwerk mit dem Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse
- Große, fast quadratische Frachttür hinten links – bei Businessjets dieser Klasse ein Unikum
- Hauptfahrwerk mit Doppelrädern an langhubigen Schwingen, gebaut für unebene Pisten
- Tiefdecker mit nur leicht gepfeilten Flügeln
- Passagiertür vorn links, Notausstiege über den Flügeln auf beiden Seiten
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld steht ein kompakter Businessjet mit zwei Triebwerken am Heck, und während die Passagiere vorn aussteigen, klappt hinten links eine Tür auf, durch die eine Palette passt. Spätestens wenn du dann noch die Doppelräder am Hauptfahrwerk entdeckst, ist klar: Das ist ein Pilatus PC-24. Der Schweizer Jet wurde gebaut, um dort zu landen, wo andere Businessjets umdrehen müssen – auf kurzen Pisten aus Kies, Gras oder Schnee. Hier erfährst du, woran du ihn sicher erkennst, wer ihn fliegt und wo du deine Chancen erhöhst.
PC24 in deinen Hangar
Mit Planetrack hältst du jede PC-24-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest und sammelst die Pilatus-Familie komplett in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der Pilatus PC-24?
Der PC-24 ist ein leichter, zweistrahliger Businessjet von Pilatus aus Stans im Kanton Nidwalden. Hinter dem Projekt steckt eine einfache Kundenrückmeldung: Wer die einmotorige Pilatus PC-12 schätzte, wünschte sich mehr Reichweite und Tempo, wollte aber auf die Robustheit für kurze, raue Pisten nicht verzichten. Pilatus startete die Entwicklung 2007 und finanzierte sie aus eigenen Mitteln. Mehr über das Unternehmen erfährst du auf der Seite zu Pilatus Aircraft.
Öffentlich vorgestellt wurde der Jet am 21. Mai 2013 auf der Business-Aviation-Messe EBACE in Genf. Der erste Prototyp rollte im August 2014 aus der Halle, am 11. Mai 2015 hob er in Buochs zu seinem 55-minütigen Erstflug ab. Nach einer gut zweijährigen Testkampagne mit drei Prototypen folgte am 7. Dezember 2017 die Zulassung durch die europäische EASA und die amerikanische FAA. Die erste Kundenmaschine ging am 7. Februar 2018 an PlaneSense, einen US-Anbieter von Flugzeug-Teileigentum.
Schon das Interesse vorab war bemerkenswert: Als Pilatus auf der EBACE im Mai 2014 die Bestellungen öffnete, war die erste Produktionstranche von 84 Maschinen nach rund 36 Stunden vergeben. Die 50. Maschine wurde im Herbst 2019 ausgeliefert, die 100. im Januar 2021. Für Anfang 2024 nennen Nachschlagewerke gut 210 gebaute Exemplare – im Vergleich zu großen Businessjet-Familien bleibt der PC-24 damit ein eher seltener Gast.
Der „Super Versatile Jet“: gebaut für Graspisten
Pilatus vermarktet den PC-24 als Super Versatile Jet, also als besonders vielseitigen Jet. Das Schlagwort hat einen technischen Kern: Die Maschine ist nicht nur für befestigte Bahnen zugelassen. Im vierten Quartal 2018 kam die Freigabe für trockenen Sand und Kies, Anfang 2020 nach mehrjähriger Erprobung die für Gras, nasse Erde und Schnee. Für einen Jet dieser Größe ist das ungewöhnlich.
Mehrere Konstruktionsdetails machen das möglich – und genau diese Details helfen dir beim Erkennen:
Langhubiges Schwingenfahrwerk
Die Räder hängen an Schwingen, die Bodenwellen weich schlucken. Am Boden siehst du, dass die Hauptfahrwerksbeine nicht senkrecht, sondern als kurze Hebel nach hinten angelenkt sind.
Doppelräder mit wenig Druck
Jedes Hauptfahrwerk trägt zwei Räder, deren Reifen mit rund 4,8 bar vergleichsweise weich gefüllt sind. So sinkt der Jet in weichem Untergrund weniger ein.
Hoch sitzende Triebwerke
Die beiden Williams-Triebwerke hängen weit oben seitlich am Heck. Zusammen mit den Landeklappen, die einen auswechselbaren Abriebschutz tragen und die Einläufe zusätzlich abschirmen, sind die Triebwerke vor aufgewirbelten Steinen geschützt.
Großer Klappenflügel
Große Landeklappen ermöglichen eine niedrige Überziehgeschwindigkeit von gut 80 Knoten. Pilatus nennt rund 940 m Startstrecke, die Landestrecke über ein 50-Fuß-Hindernis liegt bei rund 735 m.
Dazu kommt die Zulassung für steile Anflüge, darunter der 5,5-Grad-Anflug am Flughafen London City, der wegen seiner kurzen Bahn nur von speziell zugelassenen Typen angeflogen werden darf. Wer sich für extreme Kurzpisten in den Bergen interessiert, findet im Beitrag zu Courchevel und den Altiports Hintergrund dazu, warum solche Plätze besondere Flugzeuge und Piloten verlangen.
Praxis-Tipp: das Fahrwerk verrät ihn
Viele kleine Businessjets haben pro Hauptfahrwerk nur ein Rad, Ausnahmen wie die Learjets gibt es aber. Siehst du bei einem kompakten Jet mit Hecktriebwerken zwei Räder nebeneinander, lohnt der zweite Blick auf die linke Rumpfseite – beim PC-24 sitzt dort die Frachttür.
Aufbau und Kabine
Äußerlich folgt der PC-24 der klassischen Anordnung leichter Businessjets: Tiefdecker, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk. Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse, die Flügel sind nur leicht gepfeilt. Mit rund 16,8 Metern Länge und 17 Metern Spannweite ist der Jet etwa so lang wie breit.
Die Kabine misst laut Pilatus 7,01 Meter in der Länge, 1,69 Meter in der Breite und 1,55 Meter in der Höhe, dahinter folgt der Gepäckraum. Pilatus bietet unter anderem eine Executive-Bestuhlung mit sechs Sitzen, eine Doppel-Club-Variante mit acht Sitzen, Ausführungen mit Liegesofa, eine Commuter-Bestuhlung mit zehn Sitzen und eine Ambulanz-Konfiguration an.
Von außen siehst du mehrere Türen und Ausstiege: die Passagiertür vorn links, Notausstiege über den Flügeln auf beiden Seiten und die Frachttür hinten links. Das Cockpit, von Pilatus „Advanced Cockpit Environment“ genannt, basiert auf Avionik von Honeywell Aerospace und ist für den Betrieb mit nur einem Piloten zugelassen.
Bei den Triebwerken setzt Pilatus auf das Williams FJ44-4A mit rund 3.400 lbf Startschub pro Seite. Die Variante trägt den Zusatz QPM für „Quiet Power Mode“: Damit kann ein Triebwerk am Boden Strom und Klimatisierung liefern und übernimmt so die Rolle eines Hilfstriebwerks.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Länge / Spannweite | rund 16,8 m / 17,0 m |
| Max. Startgewicht | 8.500 kg |
| Max. Nutzlast | 1.406 kg |
| Reisegeschwindigkeit | bis 440 Knoten (815 km/h) |
| Reichweite | 2.000 NM mit 6, 2.040 NM mit 4 Passagieren |
| Gipfelhöhe | 45.000 Fuß |
| Steigrate | 3.960 Fuß pro Minute |
Mit 8,5 Tonnen Startgewicht liegt der PC-24 über der 7-Tonnen-Grenze, bis zu der die ICAO Flugzeuge der leichten Wirbelschleppenkategorie zuordnet – er zählt damit zur mittleren Kategorie. Was das für Abstände im Anflug bedeutet, erklärt der Beitrag zu Wirbelschleppen und Staffelung.
Kein PC-24 mehr verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ PC24 oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, sobald sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wer fliegt den PC-24?
Die Betreiberliste ist so vielseitig wie der Jet. Grob lassen sich vier Gruppen unterscheiden:
- Teileigentum und Charter: Erstkunde PlaneSense setzt den PC-24 in den USA im Teileigentumsmodell ein. In Europa fliegen ihn unter anderem Charter- und Managementfirmen wie FlyingGroup aus Belgien und Platoon Aviation.
- Luftrettung: Der australische Royal Flying Doctor Service übernahm am 26. November 2018 seinen ersten von fünf PC-24 und ergänzt damit seine große PC-12-Flotte. Auch Svenskt Ambulansflyg in Schweden und der kanadische Ambulanzdienst Ornge setzen auf den Typ.
- Militär: Die Luftwaffe von Katar fliegt den PC-24, die französische Marinefliegerei erhielt 2026 ihre ersten geleasten Maschinen, und Spanien wählte den Typ im Frühjahr 2026 für Luftwaffe und Marine aus. Die Schweizer Luftwaffe hatte zeitweise einen PC-24, der inzwischen verkauft ist.
- Behörden: Polizeien und Regionalregierungen, etwa in Kanada, nutzen ihn als Transport- und Einsatzflugzeug.
Weil es keine festen Linienflüge mit dem PC-24 gibt, hängt deine Chance stark davon ab, wo diese Betreiber unterwegs sind. Ein Blick auf das Kennzeichen hilft beim Einordnen: Schweizer Maschinen tragen HB-, deutsche D-, US-Maschinen N-. Wie du die Präfixe liest, erklären Schweizer HB-Kennzeichen, Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Länderkennungen.
PC-24 oder anderer Light Jet?
Kleine Businessjets mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk gibt es einige. Der Finder hilft dir, mit drei Beobachtungen einzugrenzen.
Schnellbestimmung: kleiner Businessjet
Pilatus PC-24
Hecktriebwerke, Frachttür hinten links und Doppelräder: Diese Kombination trägt nur der PC-24. Bestätige mit dem Typcode PC24 im Tracking.
Anderer Light Jet
Ohne große Frachttür sprechen Hecktriebwerke und T-Leitwerk eher für eine Embraer Phenom 300, einen Learjet oder eine Citation. Vergleiche Fensterzahl, Winglets und Leitwerksform.
HondaJet
Triebwerke auf Pylonen über den Flügeln sind das unverwechselbare Kennzeichen des HondaJet.
Cirrus Vision Jet
Ein einzelnes Triebwerk oben auf dem Rumpf und ein V-Leitwerk deuten auf den einstrahligen Cirrus Vision Jet.
Pilatus PC-12
Große Frachttür und T-Leitwerk, aber ein Propeller vorn: Das ist der einmotorige Turboprop-Bruder des PC-24.
Die häufigsten Verwechslungspartner auf europäischen Vorfeldern sind die Embraer Phenom 300, die Cessna Citation CJ4 und der Learjet 75. Sie liegen in einer ähnlichen Größenklasse, haben aber keine Frachttür in Palettengröße. Klare Fälle sind der HondaJet mit Triebwerken über den Flügeln und der einstrahlige Cirrus Vision Jet. Eine ausführliche Übersicht über Leitwerke, Fenster und Triebwerke der Businessjet-Familien findest du im Guide Businessjet-Typen unterscheiden.
Wo du den PC-24 antriffst
Der PC-24 ist ein Flugzeug der Business Aviation. Er taucht nicht in Ankunftstafeln auf, sondern dort, wo Firmen, Charterkunden und Ambulanzdienste starten und landen. In der Schweiz und im übrigen DACH-Raum heißt das vor allem: Flughäfen mit starkem Geschäftsreiseverkehr und Regionalflugplätze.
Am Flughafen Zürich hast du von der Zuschauerterrasse B einen guten Blick auf Vorfeld und Rollwege, für Landungen eignet sich der Butzenbüel. Der Flughafen Genf gilt als eines der Business-Aviation-Zentren Europas; die Aussichtsterrasse zeigt dir die Bewegungen auf der Hauptpiste. Tipps zu weiteren Standorten bündeln die Guides zu Planespotting in Zürich und Planespotting in Genf. Auch der kleinere Flughafen Bern lebt zu einem guten Teil von Geschäfts- und Privatflügen.
Rund um Stans und Buochs in der Zentralschweiz, wo Pilatus baut und einfliegt, sind neue Maschinen auf Testflügen und Überführungen ein vertrauter Anblick.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Raum Stans/Buochs | hoch | Herstellerstandort mit Test- und Auslieferungsflügen |
| Genf und Zürich | mittel | Starker Business-Aviation-Verkehr |
| Regionalflugplätze mit Geschäftsreiseverkehr | mittel | Charter-, Firmen- und Ambulanzflüge |
| Große Drehkreuze ohne GA-Schwerpunkt | niedrig | Wenig Allgemeine Luftfahrt |
Ohne Flugplan unterwegs
PC-24-Flüge stehen kaum in öffentlichen Ankunftsplänen. Setz in deinem Tracking-Dienst einen Filter auf PC24 und rechne damit, dass einzelne Maschinen eingeschränkt oder gar nicht angezeigt werden.
Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B; eine bestimmte Maschine findest du mit dem Beitrag Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Allgemeine Strategien für den Geschäftsreiseverkehr stehen in Businessjets spotten.
Spotting-Praxis und Fototipps
Der PC-24 ist klein, rollt oft zu abgelegenen GA-Vorfeldern und kommt meist ohne Vorwarnung. Mit etwas Vorbereitung wird daraus trotzdem ein planbares Motiv.
Bereit für deine PC-24-Session?
- Ich habe im Tracking-Dienst einen Filter auf den Typcode PC24 gesetzt.
- Ich weiß, wo am Flughafen die Business Aviation abgefertigt wird.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich kann die linke Rumpfseite mit der Frachttür sehen.
Linke Seite wählen
Von links zeigt der PC-24 alles, was ihn ausmacht: Passagiertür, Notausstieg und die große Frachttür. Wähle den Standpunkt nach Möglichkeit so, dass du diese Seite siehst.
Brennweite einplanen
Knapp 17 Meter Länge wirken am Pistenrand klein. Welche Optik passt, erklärt der Beitrag zur Brennweite beim Planespotting.
Fahrwerk im Anflug zeigen
Ein Bild im kurzen Endanflug mit ausgefahrenem Doppelrad-Fahrwerk dokumentiert das wichtigste technische Merkmal gleich mit.
Licht im Rücken
Viele PC-24 sind hell lackiert. Flaches Licht von hinten bringt Zeichnung in Rumpf und Leitwerk; wann es an deinem Spot passt, zeigt der Guide Sonnenstand planen.
Die Landerichtung entscheidet, ob der Jet nah an dir vorbeikommt – mehr dazu in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Standort rechtlich in Ordnung ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?, und für Militärmaschinen gelten zusätzlich die Hinweise aus Militärflugplätze fotografieren. Wer weitere Raritäten sucht, findet Anregungen unter seltene Flugzeuge spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den PC-24, wenn …
- zwei Strahltriebwerke hoch seitlich am Heck sitzen
- hinten links eine große, fast quadratische Frachttür zu sehen ist
- das Hauptfahrwerk zwei Räder pro Seite hat
- im Tracking-Dienst PC24 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du den Jet nur von rechts siehst – dann fehlt dir die Frachttür als Merkmal
- das Fahrwerk eingefahren ist – dann bleiben Leitwerk, Fenster und Typcode
- die Maschine Sonderausrüstung trägt – Ambulanz- und Militärversionen sehen leicht anders aus
Es ist kein PC-24, wenn …
- vorn ein Propeller dreht – dann ist es die PC-12 oder eine PC-6 Porter
- die Triebwerke über den Flügeln sitzen – dann ist es ein HondaJet
- nur ein Triebwerk auf dem Rumpf sitzt – dann ist es ein Cirrus Vision Jet
- das Höhenleitwerk tief am Rumpf ansetzt
Fazit
Der PC-24 ist der Jet für Plätze, an denen Jets eigentlich nichts verloren haben. Hecktriebwerke und T-Leitwerk teilt er mit vielen Light Jets – die Kombination aus Frachttür hinten links und Doppelrädern am Fahrwerk teilt er mit keinem. Weil er selten und ohne Flugplan unterwegs ist, ist jede Sichtung ein kleiner Erfolg; mit einem Tracking-Filter auf PC24 und einem Standort nahe der Business Aviation machst du daraus einen Plan.
Kurzfazit
Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk, eine Frachttür hinten links und Doppelräder: Das ist der Pilatus PC-24. Gezielt findest du ihn mit dem Typcode PC24 – in Genf, Zürich und rund um das Pilatus-Werk in der Zentralschweiz.
Dein PC-24 auf der Spot-Karte
Mit Planetrack findest du auf der Spot-Karte Anreise, bestes Licht und Community-Fotos und postest deine PC-24-Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Zusammenfassung
- Pilatus entwickelte den PC-24 ab 2007 als Ergänzung zur PC-12: mehr Tempo und Reichweite, aber dieselbe Robustheit für kurze und raue Pisten.
- Erstflug war am 11. Mai 2015, Zulassung durch EASA und FAA am 7. Dezember 2017, Erstauslieferung im Februar 2018.
- Nach und nach kamen Zulassungen für Kies und trockenen Sand (2018) sowie für Gras, nasse Erde und Schnee (Anfang 2020) hinzu.
- Gute Chancen hast du an Business-Aviation-Standorten wie Zürich und Genf und rund um das Pilatus-Werk in der Zentralschweiz.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat der Pilatus PC-24?
Der PC-24 läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten unter PC24. Mit diesem Code filterst du ihn gezielt aus dem Live-Verkehr heraus.
Kann der PC-24 wirklich auf Graspisten landen?
Ja. Ende 2018 erhielt er die Zulassung für trockenen Sand und Kies, Anfang 2020 folgte die Freigabe für Gras, nasse Erde und schneebedeckte Pisten. Möglich machen das ein langhubiges Fahrwerk, Doppelräder mit niedrigem Reifendruck und hoch angesetzte Triebwerke, die weniger Steine und Schmutz ansaugen.
Wie viele Passagiere passen in einen PC-24?
In der Commuter-Bestuhlung bis zu zehn Passagiere. Viele Maschinen fliegen mit Executive-Kabinen für sechs bis acht Personen; dazu gibt es Ambulanz-Ausstattungen mit Tragen. Geflogen wird er von einem oder zwei Piloten – das Cockpit ist für den Einpilotenbetrieb zugelassen.
Wozu braucht ein Businessjet eine Frachttür?
Die rund 1,25 mal 1,30 Meter große Tür hinten links erlaubt es, sperrige Ladung, Paletten oder Krankentragen ohne Umweg durch die Kabine zu laden. Pilatus bezeichnet den PC-24 als ersten Businessjet seiner Klasse mit serienmäßiger Frachttür. Für Ambulanzbetreiber ist das ein zentrales Argument.
Wie unterscheide ich den PC-24 von der PC-12?
Die PC-12 hat einen einzelnen Propeller vorn in der Nase, der PC-24 zwei Strahltriebwerke am Heck. Beide teilen sich T-Leitwerk und die große Frachttür hinten links – daher die Familienähnlichkeit auf dem Vorfeld.
Welche Betreiber fliegen den PC-24?
Erstkunde war das US-Teileigentumsunternehmen PlaneSense. Der australische Royal Flying Doctor Service nutzt den PC-24 als Ambulanzjet, ebenso Ambulanzdienste in Schweden und Kanada. Dazu kommen Charterbetriebe in Europa sowie Streitkräfte und Behörden, darunter die Luftwaffe von Katar und die französische Marinefliegerei. Die Schweizer Luftwaffe hatte zeitweise ein Exemplar, das inzwischen verkauft wurde.
Wie viele PC-24 gibt es?
Die 50. Maschine wurde bis Herbst 2019 ausgeliefert und die 100. im Januar 2021. Für das erste Quartal 2024 nennen Nachschlagewerke gut 210 gebaute Maschinen; seither ist die Flotte weiter gewachsen. Aktuelle Zahlen findest du am verlässlichsten in den Geschäftsberichten von Pilatus.
Pilatus PC-24 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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BusinessjetCirrus Vision Jet SF50
Ein Triebwerk oben auf dem Rücken, ein V-Leitwerk statt Seitenflosse und ein Fallschirm für das ganze Flugzeug: Der Cirrus Vision Jet ist der kleinste Jet am GA-Vorfeld und sieht aus wie kein anderer.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Pilatus Aircraft
Pilatus aus Stans baut seit 1939 Flugzeuge in der Zentralschweiz – vom Buschflieger PC-6 Porter über die Trainer PC-7, PC-9 und PC-21 bis zum Einmotorer PC-12 und dem Businessjet PC-24. Wer die Familien an Propeller, Cockpit und Leitwerk unterscheiden kann, hat an jedem Business-Aviation-Vorfeld einen Vorsprung.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
FlughafenFlughafen London City
Eine einzige, nur gut anderthalb Kilometer lange Bahn zwischen zwei Hafenbecken, ein Gleitwinkel fast doppelt so steil wie üblich und eine kurze Liste zugelassener Flugzeugtypen: London City ist der Sonderling unter den Londoner Flughäfen – und genau deshalb ein Pflichtbesuch für Spotter.
Wo du die Pilatus PC-24 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseAussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
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