Das Wichtigste in Kürze
- Name ist nicht Kennzeichen: Das Kennzeichen identifiziert ein Flugzeug amtlich, der Taufname ist eine freiwillige Tradition der Airline – und kann wandern, wenn eine Maschine die Flotte verlässt.
- Lufthansa tauft seit 1960: Die Namen stehen vorn am Rumpf und gehen in der Regel auf deutsche Städte oder Bundesländer zurück, die als Taufpaten auftreten.
- Namen werden weitergereicht: „Berlin“ trugen bei Lufthansa nacheinander unter anderem eine Boeing 707, zwei Generationen der 747 und ein A380.
- Jede Airline hat ihr eigenes System: Aer Lingus setzt auf irische Heilige, SAS auf Wikinger, Icelandair auf Vulkane, Norwegian auf Porträts am Leitwerk, KLM wechselt das Thema je nach Flotte.
- Für Spotter ein Zusatzwert: Taufnamen machen aus einem Kennzeichen eine Geschichte – und Sondernamen oder Neutaufen sind oft genau die Maschinen, die du gezielt suchen willst.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Taufname und Kennzeichen: die kurze Antwort
- 2.Lufthansa: Städte und Bundesländer als Taufpaten
- 3.Die Ausnahmen: wenn Lufthansa vom Schema abweicht
- 4.KLM: ein Thema pro Flotte
- 5.Heilige, Wikinger, Vulkane: weitere Namenssysteme in Europa
- 6.Fernab Europas: Pioniere und Persönlichkeiten
- 7.Die Flugzeugtaufe: Was dabei passiert
- 8.So nutzt du Taufnamen beim Spotten
- 9.Worauf du achten solltest
- 10.Fazit
Du hast das Kennzeichen sauber im Kasten, zoomst am Laptop ins Bild – und unter dem Cockpitfenster steht in kleinerer Schrift „Nordrhein-Westfalen“. Oder „Dag Viking“. Oder der Name eines irischen Heiligen. Taufnamen von Flugzeugen sind eine der schönsten Nebenschichten des Planespottings: Sie gehören nicht zu den amtlichen Daten einer Maschine, erzählen aber oft mehr über eine Airline als jede Lackierung. Dieser Artikel erklärt das bekannteste System im deutschsprachigen Raum, die Städtenamen bei Lufthansa, stellt die Namensreihen anderer Airlines vor und zeigt, wie du Taufnamen für deine Sammlung nutzt.
Kennzeichen, Name, Geschichte – alles in deinem Hangar
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Taufname und Kennzeichen: die kurze Antwort
Ein Taufname ist eine freiwillige Tradition der Airline, das Kennzeichen ist die amtliche Identität des Flugzeugs. Das Kennzeichen steht im Luftfahrzeugregister, beginnt mit dem Länderpräfix und bleibt einer Maschine meist über lange Zeit erhalten – wie du es liest, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen. Der Name dagegen ist Sache der Airline. Sie kann ihn vergeben, ändern oder auf ein anderes Flugzeug übertragen, ohne dass sich an den Registerdaten etwas ändert.
Für dich als Spotter heißt das: Das Kennzeichen bleibt dein Sammelschlüssel. Der Name ist die zusätzliche Information, die eine Sichtung lebendig macht – und manchmal der Grund, warum eine bestimmte Maschine plötzlich auf deiner Wunschliste landet.
Lufthansa: Städte und Bundesländer als Taufpaten
Kein Namenssystem dürfte deutschen Spottern so vertraut sein wie das der Lufthansa. Seit 1960 tragen ihre Flugzeuge Taufnamen, die am vorderen Rumpf unterhalb der Typbezeichnung stehen. In der Regel sind deutsche Städte oder Bundesländer die Paten. Die Idee dahinter ist einfach: Die Airline trägt die Namen ihrer Heimat in die Welt, und die Patenstädte bekommen ein fliegendes Aushängeschild.
Bundesländer für die Großen, Städte für den Rest
Besonders eng sind die Namen der Bundesländer mit dem Jumbo verbunden. Schon frühe Boeing 747 der Lufthansa trugen Ländernamen wie „Hessen“ oder „Baden-Württemberg“, so hieß die 747-130 D-ABYB „Hessen“ und die 747-200B D-ABYD „Baden-Württemberg“. Auch in späteren Jumbo-Generationen bis zur Boeing 747-8 tauchen Ländernamen auf. Ansonsten dominieren Städtenamen – von Metropolen bis zu kleineren Städten wie Landshut.
Namen, die wandern
Eine Besonderheit, die Sammler kennen sollten: Verlässt ein Lufthansa-Flugzeug die Flotte, übernimmt meist ein neueres Flugzeug seinen Namen. Am deutlichsten zeigt das „Berlin“: Den Namen trugen nacheinander unter anderem eine Boeing 707, eine 747-200, eine 747-400 und ein Airbus A380. Ein Taufname beschreibt deshalb nie eindeutig ein einzelnes Flugzeug – erst in Kombination mit dem Kennzeichen wird daraus eine eindeutige Sichtung.
Die Landshut: ein Name, der Geschichte schrieb
Wie stark ein Taufname mit einem Ereignis verschmelzen kann, zeigt die Boeing 737-230C D-ABCE „Landshut“. Die Maschine wurde am 13. Oktober 1977 entführt; der Name steht seitdem für eines der bekanntesten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seit 2017 befindet sich das Flugzeug in Friedrichshafen, im Oktober 2024 wurde der Rumpf in eine Ausstellungshalle am Flughafen Friedrichshafen gebracht. Dort richtet die Bundeszentrale für politische Bildung einen Lern- und Erinnerungsort ein. Wer sich für den Typ interessiert, findet Hintergründe im Steckbrief zur Boeing 737-200.
Name klein, Kennzeichen groß
Taufnamen stehen meist deutlich kleiner am Bug als das Kennzeichen am Rumpf oder Leitwerk. Wenn du sie lesbar auf dem Foto haben willst, lohnt eine Aufnahme mit längerer Brennweite vom Rollweg oder an der Parkposition – im Anflug wird der Schriftzug oft zu klein.
Die Ausnahmen: wenn Lufthansa vom Schema abweicht
Gerade weil das System so konsequent ist, fallen die Abweichungen auf. Einige Beispiele, die in Sammlerkreisen besonders beliebt sind:
| Flugzeug | Taufname | Hintergrund |
|---|---|---|
| Airbus A380 (erste Auslieferungen 2010) | „Frankfurt am Main“, „München“ | die beiden Drehkreuze der Airline |
| spätere Airbus A380 | z. B. „Peking“, „Tokio“, „New York“ | internationale Metropolen statt deutscher Städte |
| Airbus A380 D-AIMN | „Deutschland“ | 2015 von Bundeskanzlerin Angela Merkel getauft |
| Airbus A340-300 D-AIFC | „Gander/Halifax“ | Dank an die Orte, die nach dem 11. September 2001 umgeleitete Flugzeuge aufnahmen |
| Airbus A321 D-AIRA | „Finkenwerder“ | Bezug zum Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder |
| Airbus A350 (übernommen 2020) | „Freiburg“ | Name zum 900-jährigen Stadtjubiläum |
Daneben gibt es Flugzeuge, deren Sonderbemalung – etwa die Retro-Lackierung im Stil der 1970er-Jahre – einen eigenen Auftritt bekommt. Welche Lackierungen deutsche Airlines aktuell und in der Vergangenheit geflogen sind, fasst der Überblick Sonderlackierungen deutscher Airlines zusammen. Die Konzernebene mit allen Töchtern findest du im Steckbrief der Lufthansa Group.
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KLM: ein Thema pro Flotte
Bei KLM ist das Prinzip ein anderes: Statt einer festen Kategorie für alle Flugzeuge wählt die Airline für einzelne Flotten eigene Themen. Das hat lange Tradition. Schon in den 1930er-Jahren trugen KLM-Maschinen Vogelnamen – die Douglas DC-2 „Uiver“ wurde 1934 beim Luftrennen von England nach Australien Zweite, die DC-3 „Pelikaan“ (PH-ALP) und „Ibis“ (PH-ALI) sind ebenfalls in die Geschichtsbücher eingegangen.
Später kamen weitere Themenreihen dazu:
- Berühmte Frauen: Die inzwischen ausgemusterten MD-11 waren nach bedeutenden Frauen benannt, etwa nach Florence Nightingale.
- Luftfahrtpioniere: Bei den Boeing 747 fand sich etwa der Name „Louis Blériot“.
- Orte und Landschaften: Bei den Boeing 777 finden sich Namen wie „Pont du Gard“ (777-200ER) oder „Nationaal Park De Hoge Veluwe“ (777-300ER).
- Kunstwerke: Für den Airbus A350, dessen erstes Exemplar am 2. Oktober 2026 in Schiphol eintraf, hat KLM bekannte niederländische Kunstwerke als Namensgeber gewählt. Das erste Flugzeug trägt den Namen von Rembrandts „Nachtwache“ („Night Watch“), das zweite heißt nach Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“ („Girl with a Pearl Earring“).
Für Spotter in Schiphol, etwa auf der Panoramaterras, ist das reizvoll: Wer eine KLM-Flotte vollständig sammeln will, bekommt mit den Namen eine zweite, thematisch geschlossene Liste. Den Konzernrahmen erklärt der Steckbrief Air France-KLM.
Heilige, Wikinger, Vulkane: weitere Namenssysteme in Europa
Viele europäische Airlines pflegen ihre Namensreihen über Jahrzehnte. Die bekanntesten im Überblick:
| Airline | Namensthema | Beispiele |
|---|---|---|
| Aer Lingus | irische Heilige | historisch DC-3 „St. Kevin“ und „St. Kieran“, die 747 EI-ASI „St. Patrick“ |
| SAS | Wikinger, Name endet auf „Viking“ | A319 OY-KBO „Christian Valdemar Viking“, 737-700 LN-RRB „Dag Viking“ |
| Icelandair | überwiegend isländische Vulkane | Sondermaschinen wie die 757 TF-FIR „Vatnajökull“ mit Gletscher-Lackierung (2025 ausgemustert) |
| Norwegian | Persönlichkeiten als Porträt am Leitwerk („Tail Fin Heroes“) | Roald Amundsen, Edvard Munch, Jean Sibelius, Karen Blixen, Freddie Mercury |
| Virgin Atlantic | überwiegend weibliche Namen und Wortspiele | „Maiden Voyager“, „Ruby Tuesday“, „Queen of the Skies“, „Lady Penelope“ |
| Brussels Airlines | „Belgian Icons“: Name plus passende Sonderbemalung | „Rackham“ (Tim und Struppi), „Trident“ (Fußball-Nationalteam), früher „Magritte“ |
Aer Lingus: Konstanz seit Jahrzehnten
Die Iren sind ein Paradebeispiel für Kontinuität. Ihre Flugzeuge sind nach christlichen Heiligen aus Irland benannt – die 747 EI-ASI „St. Patrick“ beförderte 1979 Papst Johannes Paul II. Das Namensthema steht damit über allen Flottenwechseln – vom DC-3 bis zum heutigen Airbus. Wer in Dublin, etwa am Mound an der Old Airport Road, spottet, kann sich ganze Heiligenreihen erarbeiten.
SAS: der Wikinger im Namen
Bei SAS endet traditionell jeder Name auf „Viking“. Einzelne Maschinen fallen zusätzlich durch ihre Bemalung auf, so die A319 OY-KBO „Christian Valdemar Viking“, die 2006 zum 60. Geburtstag der Airline eine Retro-Lackierung erhielt. Die 737-700 „Dag Viking“ war die letzte Boeing 737 der Airline und ging am 19. November 2023 außer Dienst – solche Abschiedsflüge mit bekannten Namen ziehen erfahrungsgemäß viele Spotter an.
Norwegian: Der Name sitzt am Leitwerk
Norwegian geht einen eigenen Weg. Statt eines Schriftzugs am Bug trägt das Leitwerk ein großes Porträt einer historischen Persönlichkeit. Anfangs waren es Norweger, Schweden, Dänen und Finnen, später kamen Personen aus weiteren Ländern Europas und Amerikas hinzu – etwa die Flugpionierin Amy Johnson oder die spanische Frauenrechtlerin Clara Campoamor. Für Sammler ist das ein Sonderfall: Hier erkennst du die „Benennung“ schon aus großer Entfernung, und manche Personen tauchen auf mehreren Flugzeugen auf.
Name oder Livery?
Bei Brussels Airlines und Norwegian sind Name und Bemalung eng verbunden, bei Lufthansa oder Aer Lingus ist der Name ein reiner Schriftzug. Wie Sonderbemalungen aufgebaut sind und wie du sie systematisch festhältst, zeigen die Guides Livery-Design erklärt und Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.
Fernab Europas: Pioniere und Persönlichkeiten
Auch außerhalb Europas sind Taufnamen verbreitet. Ein bekanntes Beispiel: Der erste an Qantas ausgelieferte Airbus A380, die VH-OQA, wurde zu Ehren der australischen Flugpionierin Nancy-Bird Walton benannt. Bei Qantas solltest du allerdings Taufnamen und Livery-Namen auseinanderhalten: Mehrere Maschinen tragen Bemalungen indigener Künstlerinnen und Künstler, deren Titel sich auf das Kunstwerk beziehen, nicht auf das Flugzeug selbst.
Bei Virgin Atlantic ist der Name fast schon Teil der Markenpersönlichkeit. Die erste 747-200 G-VIRG, mit der die Airline 1984 ihren ersten Linienflug durchführte, hieß „Maiden Voyager“. Den Namen „Queen of the Skies“ vergab Königin Elizabeth II. 2004 an die G-VEIL; 2023 erhielt ihn der neue A330-900 G-VEII. Hier zeigt sich wieder das Wandern von Namen, das du schon von Lufthansa kennst.
Die Flugzeugtaufe: Was dabei passiert
Eine Taufe ist vor allem ein öffentlicher Moment. Bei Lufthansa tritt die Patenstadt oder das Bundesland als Taufpate auf; häufig übernehmen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt die Zeremonie, bei besonderen Namen auch Prominente oder – wie bei der „Deutschland“ – die Bundeskanzlerin. Oft findet die Taufe am Heimatflughafen statt, manchmal auch an einem Ort mit Bezug zum Namen.
Für Spotter sind Taufen und die erste Ankunft eines neuen Typs eng verwandt: Neue Flugzeuge werden an manchen Flughäfen mit einer Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr empfangen. Was es mit diesem Ritual auf sich hat, erklärt der Artikel Wassertaufe (Water Salute). Rund um solche Ereignisse sind Besucherbereiche wie die Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt oder der Besucherhügel München gut gefüllt – wer früh da ist, hat die besten Plätze.
So nutzt du Taufnamen beim Spotten
Taufnamen sind kein Ersatz für Kennzeichen, aber eine wertvolle Ergänzung. Mit diesem Ablauf machst du sie zu einem festen Teil deiner Sammlung:
1. Kennzeichen zuerst sichern
Das Kennzeichen ist der eindeutige Schlüssel. Fotografiere es lesbar oder notiere es sofort – der Name allein reicht wegen wiederverwendeter Namen nicht zur Identifikation.
2. Namen am Bug mitnehmen
Ein zweites Foto vom Bugbereich mit längerer Brennweite macht den Schriftzug lesbar. Bei Norwegian reicht ein Blick aufs Leitwerk.
3. Mit Flottenlisten abgleichen
Über das Kennzeichen findest du in Flottenlisten und Fotodatenbanken den aktuellen Namen – und erkennst, ob die Maschine vorher anders hieß.
4. Im Foto dokumentieren
Schreib Kennzeichen und Taufnamen direkt in die Bildbeschreibung. Wie das sauber funktioniert, zeigt der Guide Fotos richtig beschriften.
5. Namensreihen als Ziel setzen
Lege dir Listen an: alle Bundesländer-Namen bei Lufthansa, alle „Viking“-Namen bei SAS, alle Kunstwerke der KLM-A350. So entstehen neue Sammelziele jenseits von Typ und Airline.
Wenn dich das Sammeln einzelner Maschinen reizt, findest du im Artikel Registrierungen sammeln Strategien, wie du ganze Flotten systematisch abarbeitest. Und wenn ein Name auf einmal an einem anderen Kennzeichen auftaucht, hilft dir der Guide zur Umregistrierung von Flugzeugen beim Einordnen, ob sich Name, Kennzeichen oder beides geändert hat.
Hast du den Taufnamen richtig erfasst?
- Das Kennzeichen ist auf mindestens einem Foto klar lesbar.
- Der Taufname am Bug ist lesbar oder per Flottenliste bestätigt.
- Ich habe geprüft, ob der Name vorher einer anderen Maschine gehörte.
- Ich weiß, ob Name und Lackierung zusammengehören.
- Kennzeichen und Name stehen in der Bildbeschreibung.
Worauf du achten solltest
- Namen sind nicht eindeutig. Bei Lufthansa und anderen Airlines wandern Namen von alten auf neue Flugzeuge. Verlass dich bei der Identifikation immer auf das Kennzeichen.
- Livery-Namen sind keine Taufnamen. Gerade bei Sonderbemalungen hat oft das Design einen Titel, der nicht der Name des Flugzeugs ist. Prüfe im Zweifel beides.
- Namen ändern sich ohne Registerspur. Eine Neutaufe taucht nicht im Luftfahrzeugregister auf. Aktuelle Fotos sind deshalb oft die beste Quelle.
- Schreibweisen variieren. Je nach Quelle werden Namen übersetzt oder in Originalsprache geführt – etwa das KLM-Gemälde als „Girl with a Pearl Earring“ oder „Mädchen mit dem Perlenohrring“. Bleib in deiner Sammlung bei einer Variante.
- Abschiede sind Termine. Wenn eine bekannte Maschine ausgemustert wird, steigt die Nachfrage nach Fotos kurzfristig stark. Wie du einschätzt, wie selten eine Sichtung ist, beschreibt der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?
Deine Namensreihen, deine Community
Poste deine Sichtungen mit Kennzeichen in Planetrack, setze fehlende Maschinen auf die Wunschliste und zeig der Community deine schönsten Bugaufnahmen – mit Likes, Kommentaren und dem Foto der Woche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Taufnamen sind die persönliche Note in einer Welt aus Kennzeichen, Typcodes und Flottennummern. Lufthansa verbindet ihre Flugzeuge seit 1960 mit deutschen Städten und Bundesländern und reicht die Namen über Generationen weiter. KLM wechselt das Thema von Flotte zu Flotte, bis hin zu niederländischen Kunstwerken für die neuen A350. Aer Lingus bleibt bei seinen Heiligen, SAS bei den Wikingern, Icelandair bei den Vulkanen, und Norwegian malt seine Namensgeber gleich aufs Leitwerk. Für dich als Spotter bleibt das Kennzeichen der Schlüssel – der Name ist das, was deiner Sichtung Geschichte gibt.
Kurzfazit
Fotografiere immer zuerst das Kennzeichen und dann den Namen am Bug. Gleiche beides mit Flottenlisten ab, denn viele Namen wandern von Flugzeug zu Flugzeug. Und nutze die Namensreihen der Airlines als zusätzliche Sammelziele, von den Lufthansa-Bundesländern bis zu den „Viking“-Namen bei SAS.
Zusammenfassung
- Taufnamen sind eine Tradition, keine Vorschrift: Maßgeblich für die Identität eines Flugzeugs bleibt das Kennzeichen, der Name ist Marketing, Heimatpflege und Erinnerungskultur zugleich.
- Lufthansa verbindet ihre Flotte seit 1960 mit deutschen Städten und Bundesländern. Ausnahmen wie „Deutschland“, „Gander/Halifax“ oder „Finkenwerder“ fallen deshalb besonders auf.
- Andere Airlines arbeiten mit Themenreihen: Heilige, Wikinger, Vulkane, berühmte Frauen, Kunstwerke oder Persönlichkeiten auf dem Leitwerk.
- Wer Kennzeichen sammelt, kann Taufnamen als zweite Ebene nutzen – etwa um ganze Namensreihen zu vervollständigen oder Neutaufen zu dokumentieren.
Häufige Fragen
Warum haben Flugzeuge Namen?
Rechtlich brauchen sie keinen – für die Identifikation genügt das Kennzeichen. Viele Airlines geben ihren Flugzeugen trotzdem Namen, weil sie damit eine Verbindung zu Städten, Regionen, Persönlichkeiten oder Werten herstellen. Bei Lufthansa etwa treten Städte und Bundesländer als Taufpaten auf, bei Aer Lingus tragen die Maschinen die Namen irischer Heiliger.
Seit wann tauft Lufthansa ihre Flugzeuge auf Städtenamen?
Lufthansa-Flugzeuge tragen seit 1960 Taufnamen. Sie stehen vorn am Rumpf und beziehen sich in der Regel auf deutsche Städte oder Bundesländer. Verlässt ein Flugzeug die Flotte, übernimmt meist ein neueres Flugzeug den Namen.
Wo steht der Taufname am Flugzeug?
Bei Lufthansa am vorderen Rumpf, unterhalb der Typbezeichnung. Andere Airlines platzieren Namen ebenfalls meist im Bugbereich nahe dem Cockpit. Norwegian ist ein Sonderfall: Dort zeigt das Leitwerk ein Porträt der Persönlichkeit, die für das jeweilige Flugzeug steht.
Kann ein Flugzeug seinen Namen ändern?
Ja. Taufnamen sind keine amtlichen Daten und können neu vergeben werden – etwa wenn eine Airline einen Namen für einen Anlass braucht oder eine Maschine eine Sonderlackierung erhält. Das Kennzeichen bleibt dabei in der Regel gleich. Umgekehrt kann ein Name von einem ausgemusterten Flugzeug auf ein neues übergehen.
Welche bekannten Ausnahmen gibt es bei Lufthansa?
Beispiele sind der A340-300 „Gander/Halifax“, der an die Aufnahme umgeleiteter Flugzeuge nach dem 11. September 2001 erinnert, der A380 D-AIMN „Deutschland“, den Angela Merkel 2015 taufte, oder der A321 „Finkenwerder“. Einige A380 wurden zudem nach internationalen Metropolen wie Peking, Tokio oder New York benannt.
Wie finde ich den Namen eines bestimmten Flugzeugs heraus?
Am einfachsten über das Kennzeichen: Mit ihm schlägst du die Maschine in Flottenlisten und Fotodatenbanken nach, wo Taufnamen häufig mit erfasst sind. Vor Ort hilft ein Teleobjektiv – der Name steht meist kleiner als das Kennzeichen am Bug und ist auf Fotos oft erst in der Vergrößerung lesbar.
Weiterlesen in Registrierungen & Kennzeichen
- Flottennummern von Airlines: Was die Nummer am Flugzeug bedeutet
- Britische G-Kennzeichen: G-INFO, Wunschkennzeichen und Besonderheiten
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- Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen: D-A, D-E, D-K, D-M und alle Klassen erklärt
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- Wie alt ist dieses Flugzeug? Das Alter per Kennzeichen herausfinden
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
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