Das Wichtigste in Kürze
- Futura International Airways ist eine historische spanische Charterairline aus Palma de Mallorca: gegründet 1989, erster Flug im Februar 1990, Flugstopp im September 2008.
- Codes: IATA FH, ICAO FUA, Rufzeichen „FUTURA“.
- Reine Boeing-737-Flotte: erst 737-300 und 737-400, später 737-800 und 2008 noch die 737-900ER.
- Irische Wurzeln: Aer Lingus war lange der wichtigste Eigentümer und stieg 2002 bzw. 2007 schrittweise aus.
- Viele Futura-Flugzeuge flogen für andere – per Wet-Lease bei Airlines in ganz Europa und Nordafrika.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Futura im Überblick
- 2.Die Geschichte in Etappen
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Die Flotte: nur Boeing 737
- 5.Classic oder Next Generation? So ordnest du Futura-Fotos zeitlich ein
- 6.Wet-Lease: Futura-Flugzeuge in fremden Diensten
- 7.Woran du Futura erkennst
- 8.Futura Gael und Flyant: die Töchter
- 9.Das Ende im September 2008
- 10.Futura im Spotter-Alltag heute
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | FH |
|---|---|
| ICAO-Code | FUA |
| Rufzeichen | FUTURA |
| Drehkreuze | PMI |
| Status | Historisch – Flugbetrieb im September 2008 eingestellt |
| Gegründet | 1989 in Palma de Mallorca, mit Aer Lingus als prägendem Anteilseigner |
| Erster Flug | 17. Februar 1990 von Palma de Mallorca nach Manchester |
| Sitz | Flughafen Palma de Mallorca (PMI) |
| Geschäftsmodell | Charter- und Ferienflüge, dazu Wet-Lease bzw. ACMI für andere Airlines |
| Weitere Basen | Málaga, Teneriffa Süd, Gran Canaria und Dublin, dazu saisonale Stationierungen |
| Flugzeugtypen | Ausschließlich Boeing 737: 737-300, 737-400, 737-800 und zuletzt 737-900ER |
| Eigentümer | Bis 2002 mehrheitlich Aer Lingus; danach Management und Finanzinvestor Corpfin Capital; ab 2007 Management und Hutton Collins |
| Fluggäste 2007 | rund 3,7 Millionen |
| Mitarbeitende zuletzt | rund 1.200 |
| Tochtergesellschaften | Futura Gael (Irland) und Flyant (Fracht, Spanien) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Futura International Airways?
- Weißer Rumpf mit blauem Schriftzug „Futura“ über den vorderen Kabinenfenstern
- Blaues Leitwerk mit Futura-Logo
- Immer eine Boeing 737 – Classic (-300/-400) oder Next Generation (-800/-900ER)
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck; Mietflugzeuge konnten auch andere Präfixe tragen
- Flugnummer mit FH, im Flugplan der Flugsicherung FUA bzw. „FUTURA“
- Typische Fotoorte: Palma, die Kanaren, Málaga sowie britische und irische Regionalflughäfen
Wer zwischen 1990 und 2008 auf Mallorca, den Kanaren oder an einem Regionalflughafen in Großbritannien oder Irland stand, hat den blauen Schriftzug „Futura“ mit ziemlicher Sicherheit gesehen. Die Charterairline aus Palma flog fast zwei Jahrzehnte lang Urlauber in die Sonne – immer mit der Boeing 737, mal im eigenen Namen, mal im Auftrag anderer Airlines. Im September 2008 war Schluss. Diese Seite zeigt dir, wie Futura entstand, welche 737-Versionen sie flog und woran du sie auf alten Fotos und in Logbüchern sicher erkennst.
Alte Charter-Fotos sauber einordnen
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – so findest du auch deine Futura-Aufnahmen aus Palma jederzeit wieder. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Futura im Überblick
Futura International Airways war eine spanische Charterairline mit Sitz am Flughafen Palma de Mallorca. Gegründet wurde sie 1989, den ersten Flug machte sie am 17. Februar 1990 – von Palma nach Manchester. Diese Strecke steht sinnbildlich für das, was Futura fast zwanzig Jahre lang tat: Urlauber von den Britischen Inseln und aus Irland an die Strände Spaniens bringen.
Hinter der Gründung stand vor allem Aer Lingus. Die irische Airline nutzte Futura als Charterableger mit spanischem Luftverkehrsbetreiberzeugnis, als Partner wird zudem die spanische Bank Banco Santander genannt. Die Verbindung nach Irland blieb bis zum Schluss sichtbar – mit einer Basis in Dublin und später sogar einer eigenen irischen Tochter.
Im Jahr 2007, dem letzten vollen Geschäftsjahr, beförderte Futura rund 3,7 Millionen Fluggäste und beschäftigte zuletzt etwa 1.200 Menschen. Neben Palma unterhielt die Airline feste Basen in Málaga, auf Teneriffa, auf Gran Canaria und in Dublin.
Die Geschichte in Etappen
Futura war nie eine Airline für große Schlagzeilen. Sie war ein typischer Vertreter der spanischen Charterbranche, die mit dem Pauschaltourismus gewachsen ist – ähnlich wie zuvor Spantax und parallel zu Anbietern wie Air Europa, die ebenfalls auf Mallorca ihre Wurzeln hat. Die wichtigsten Stationen:
1989
Gründung in Palma de Mallorca mit Aer Lingus als wichtigstem Anteilseigner.
17. Februar 1990
Erster Flug von Palma nach Manchester. Der Schwerpunkt liegt von Anfang an auf Urlaubsflügen aus Großbritannien und Irland.
1990er-Jahre
Wachstum mit Boeing 737-300 und 737-400 und Aufbau von Basen auf den Kanaren, an der Costa del Sol und in Dublin.
Ende der 1990er
Mit der 737-800 kommt die Next Generation in die Flotte.
November 2002
Aer Lingus verkauft 80 Prozent an das Management und den Finanzinvestor Corpfin Capital, berichtet wird ein Preis von rund 28 Millionen Euro. 20 Prozent behält die irische Airline.
2007
Gründung der irischen Tochter Futura Gael in Dublin. Im Oktober übernehmen Management und Belegschaft zusammen mit dem britischen Investor Hutton Collins; Aer Lingus steigt ganz aus.
Mai 2008
Die erste Boeing 737-900ER wird ausgeliefert.
September 2008
Flugstopp und Antrag auf Gläubigerschutz in Palma. Wenige Wochen später setzt die spanische Luftfahrtbehörde die Betriebsgenehmigung aus.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code FH: stand in der Flugnummer auf Tickets, Reiseunterlagen und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code FUA: stand im Flugplan der Flugsicherung.
- Rufzeichen FUTURA: so meldeten sich die Crews im Sprechfunk.
Eine Besonderheit gilt für Charterflüge: Viele Urlauber wussten gar nicht, dass sie mit Futura fliegen. Gebucht wurde beim Reiseveranstalter, die Airline stand oft erst in den Reiseunterlagen. Dazu kommt, dass Futura-Maschinen im Wet-Lease auch unter fremden Flugnummern unterwegs waren. Für dein Logbuch heißt das: Notiere neben der Flugnummer immer auch Airline-Schriftzug und Kennzeichen.
Charter oder Linie?
Futura flog überwiegend im Auftrag von Reiseveranstaltern. Wie sich solche Flüge vom klassischen Linienverkehr unterscheiden und warum das für Spotter wichtig ist, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug.
Die Flotte: nur Boeing 737
Futura blieb ihr ganzes Leben bei einem einzigen Flugzeugtyp. Das sparte Kosten bei Ausbildung, Wartung und Ersatzteilen und machte es leicht, Flugzeuge und Crews zwischen den Basen zu verschieben. Innerhalb der 737-Familie veränderte sich die Flotte aber deutlich:
| Typ | Generation | Zeit bei Futura | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-300 | Classic | 1990er bis 2008 | Kürzer als die -400, ovale Triebwerkseinläufe mit abgeflachter Unterseite |
| Boeing 737-400 | Classic | 1990er bis 2008 | Lange Zeit das Rückgrat der Flotte |
| Boeing 737-800 | Next Generation | Ende der 1990er bis 2008 | Größere Flügel, neues Cockpit, oft mit Winglets |
| Boeing 737-900ER | Next Generation | 2008 | Längste Version, zusätzliches Notausgangspaar hinter dem Flügel |
Die 737-900ER war der letzte Neuzugang: Die erste Maschine kam im Mai 2008, nur wenige Monate vor dem Ende. Nach den verfügbaren Angaben flogen die beiden -900ER für die niederländische Ferienairline Arkefly – ein gutes Beispiel dafür, wie stark Futura im Mietgeschäft unterwegs war.
Wie viele Flugzeuge Futura zuletzt betrieb, lässt sich nicht exakt sagen. Je nach Quelle und Stichtag schwanken die Angaben für 2008 zwischen gut 20 und gut 30 Maschinen, weil ein großer Leasinggeber rund um den Flugstopp zahlreiche Flugzeuge zurückholte. Eine genaue Zahl nennen wir deshalb bewusst nicht. Hersteller aller Futura-Jets war Boeing, die Triebwerke der Next Generation kamen von CFM International.
Ex-Futura-737 aufspüren
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Classic oder Next Generation? So ordnest du Futura-Fotos zeitlich ein
Weil Futura nur 737 flog, ist die Generation der Maschine dein bester Hinweis auf das Alter eines Fotos. Eine 737-800 kann frühestens aus den späten 1990ern stammen, eine 737-900ER nur aus 2008.
Das spricht für eine Classic (-300/-400)
- Triebwerkseinlauf unten abgeflacht – der typische „Hamsterbacken“-Look
- Kleinere, schmalere Tragflächen ohne Winglets ab Werk
- Auf alten Fotos aus den 1990er-Jahren der Normalfall
Das spricht für eine Next Generation (-800/-900ER)
- Größere Tragflächen, häufig mit hochgezogenen Winglets
- Deutlich längerer Rumpf, vor allem bei der -900ER
- Bei der -900ER ein zusätzliches Notausgangspaar hinter dem Flügel
- Foto frühestens aus den späten 1990er-Jahren
Die Details der einzelnen Generationen vom Original bis zur MAX zeigt dir der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Wet-Lease: Futura-Flugzeuge in fremden Diensten
Ein großer Teil des Geschäfts lief nicht unter eigener Flagge. Futura vermietete Flugzeuge samt Crew – im Fachjargon Wet-Lease oder ACMI – an andere Airlines, die kurzfristig Kapazität brauchten. Zu den genannten Kunden gehörten unter anderem Blue Panorama aus Italien, Air Algérie, Binter Canarias und SunExpress. Was hinter dem Modell steckt, erklärt der Beitrag Wet-Lease erklärt.
Für Spotter macht das die Sache spannend: Eine Futura-737 konnte im Auftrag einer anderen Airline fliegen und dabei trotzdem den Futura-Schriftzug tragen – oder umgekehrt Aufkleber und Teilbemalungen des Kunden. Solche Mischformen ordnest du mit dem Guide zu Hybrid- und Mischlackierungen ein.
Achtung bei der Zuordnung
Flugnummer und durchführende Airline sind bei Wet-Lease-Flügen nicht dasselbe. Ein Foto mit Futura-Schriftzug in Algier oder Rom ist kein Fehler – es kann ein Mietflug gewesen sein. Das Kennzeichen zeigt dir, welche Maschine es tatsächlich war.
Woran du Futura erkennst
Die Bemalung war schlicht: weißer Rumpf, blauer Schriftzug „Futura“ über den vorderen Kabinenfenstern und ein blaues Leitwerk mit dem Firmenlogo. Dazu kommt fast immer ein spanisches EC-Kennzeichen. Weil die Flotte nur aus Boeing 737 bestand, kannst du andere Typen auf einem angeblichen Futura-Foto praktisch ausschließen.
Zeigt dein altes Foto wirklich Futura?
- Blauer Schriftzug „Futura“ auf weißem Rumpf
- Blaues Leitwerk mit Logo
- Flugzeugtyp Boeing 737 (-300, -400, -800 oder -900ER)
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck
- Aufnahme aus der Zeit vor September 2008
- Ort wie Palma, die Kanaren, Málaga, Dublin oder ein britischer Regionalflughafen
Futura Gael und Flyant: die Töchter
Futura Gael entstand 2007 in Dublin. Die irische Tochter flog Charter von Irland zu Zielen in der EU und beschäftigte zuletzt rund 90 Menschen. Im August 2008 schlug sie ihren Beschäftigten bereits deutliche Gehaltskürzungen vor – ein frühes Warnsignal. Zeitgleich mit der Mutter stellte sie den Flugbetrieb ein. Wer sich für den irischen Markt interessiert, findet beim Flughafen Dublin und im Guide Planespotting in Dublin den passenden Einstieg.
Flyant war die Frachttochter und setzte Boeing-737-Frachter ein. 2008 bekam sie zusätzlich eine Genehmigung für Passagierflüge und vermietete Maschinen an Air Algérie. Nach dem Ende von Futura wurde Flyant verkauft und unter neuem Namen weitergeführt, kam aber nicht mehr auf die Beine und stellte im Dezember 2008 den Betrieb ein.
Das Ende im September 2008
Der Sommer 2008 war für die Branche ein harter: Der Ölpreis erreichte Rekordwerte, und mehrere Airlines gerieten in Schieflage. Kurz zuvor war bereits die kanadische Zoom Airlines zusammengebrochen. Futura erwischte es kurz darauf.
August 2008
Futura holt sich Sanierungsberater ins Haus, die irische Tochter schlägt ihren Beschäftigten deutliche Gehaltskürzungen vor. Ein rettender Investor findet sich nicht.
7./8. September 2008
Der Flugbetrieb wird um Mitternacht eingestellt. Futura beantragt vor einem Handelsgericht in Palma Schutz vor den Gläubigern und nennt die gestiegenen Treibstoffkosten als Hauptgrund.
Folgetage
Reiseveranstalter in Großbritannien und Irland suchen Ersatzflugzeuge für ihre Urlauber. Die spanische Luftfahrtbehörde verlangt einen Sanierungsplan, und ein großer Leasinggeber holt rund die Hälfte der Flotte zurück.
Um den 22. September 2008
Die spanische Luftfahrtbehörde setzt die Betriebsgenehmigung aus. Die Flotte geht nach und nach an die Leasinggeber zurück.
Die Schulden lagen nach Medienberichten bei rund 50 Millionen Euro – trotz 3,7 Millionen Fluggästen im Vorjahr. Zum Zeitpunkt ihres Zusammenbruchs galt Futura als größte europäische Airline, die im Abschwung des Jahres 2008 in Schwierigkeiten geraten war. Wie die Pleite im Vergleich zu anderen Zusammenbrüchen dasteht, ordnet der Beitrag zu großen Airline-Pleiten in Europa ein. Eine weitere bekannte spanische Insolvenz folgte 2012 mit Spanair.
Spotten heute: nur noch mit Vorgeschichte
Ein Flugzeug in Futura-Farben wirst du im Betrieb nicht mehr sehen. Was bleibt, sind Fotos aus der Zeit bis 2008 und frühere Futura-737, die bei anderen Betreibern weiterflogen oder längst ausgemustert sind. Fotografiere wie immer nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus – welche Regeln in Spanien gelten, steht im Beitrag Spotten in Spanien.
Futura im Spotter-Alltag heute
Für dein Logbuch ist Futura vor allem ein Archiv-Thema. Wer in den 1990er- und 2000er-Jahren in Palma fotografiert hat, findet die blauen Leitwerke mit großer Wahrscheinlichkeit in alten Dias oder frühen Digitalbildern. Beschrifte sie sauber mit Typ, Kennzeichen, Ort und Datum – dann wird aus einem Urlaubsfoto ein vollständiger Eintrag.
Spannend ist die Spurensuche nach dem Verbleib. Viele Futura-737 waren geleast und flogen nach 2008 bei anderen Airlines weiter, und gerade 737-Classics wurden in jenen Jahren häufig zu Frachtern umgebaut. Den Lebenslauf eines Flugzeugs verfolgst du über Seriennummer und Kennzeichen – wie das geht, zeigt der Guide Wie alt ist dieses Flugzeug?. Warum geleaste Jets so oft den Betreiber wechseln, erklärt der Beitrag Flugzeugleasing.
Die Orte der Futura-Geschichte lohnen sich bis heute. Palma ist einer der verkehrsreichsten Ferienflughäfen Europas – Tipps dazu findest du im Guide Planespotting auf Mallorca. Auf den Kanaren bietet sich der Strand Ojos de Garza am Flughafen Gran Canaria an, weitere Futura-Ziele waren Teneriffa Süd und Málaga. Und am Ausgangspunkt des allerersten Futura-Flugs, dem Flughafen Manchester, wartet der Runway Visitor Park.
Gute Chancen auf Futura-Spuren, wenn …
- du Fotos aus Palma, von den Kanaren oder aus Málaga aus der Zeit vor September 2008 durchsiehst
- du die Lebensläufe früherer Futura-737 über Seriennummer und Kennzeichen verfolgst
Prüf es genau, wenn …
- das Foto an einem ungewöhnlichen Ort entstand – es kann ein Wet-Lease-Einsatz gewesen sein
- die Maschine Teilbemalungen einer anderen Airline trägt
Keine Chance auf Futura, wenn …
- du heute im Flugplan nach FH- oder FUA-Flügen suchst – die Airline fliegt seit September 2008 nicht mehr
Häufige Verwechslungen
- Futura für eine irische Airline halten – Aer Lingus war lange Eigentümer, Futura selbst saß aber in Palma und flog mit spanischer Lizenz.
- Futura Gael mit der Mutter gleichsetzen – die irische Tochter war eine eigene Gesellschaft mit Sitz in Dublin.
- Ein Futura-Foto auf die falsche Epoche datieren – Classic-737 sprechen eher für die 1990er, eine -900ER nur für 2008.
- Flugnummer und durchführende Airline verwechseln – bei Wet-Lease flog Futura unter fremden Flugnummern.
- Andere Typen als Futura notieren – die Flotte bestand ausschließlich aus Boeing 737.
- Futura International Airways mit gleichnamigen Firmen verwechseln – der Name „Futura“ tauchte in der Luftfahrt mehrfach auf; Codes und Kennzeichen schaffen Klarheit.
Charter-Geschichte im eigenen Hangar
Sammle deine historischen Aufnahmen im Hangar, poste sie mit Typ, Kennzeichen und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern über verschwundene Ferienflieger aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Futura International Airways steht für knapp zwei Jahrzehnte spanischer Charterfliegerei mit irischem Einschlag: gegründet im Umfeld von Aer Lingus, groß geworden mit Urlaubsflügen nach Mallorca und auf die Kanaren, bis zuletzt treu der Boeing 737. Dazu kam ein reges Mietgeschäft, das Futura-Jets weit über Spanien hinaus bekannt machte. Für Spotter lohnt der Blick zurück – auf alte Fotos, saubere Kennzeichen und die 737, die nach 2008 unter anderem Namen weiterflogen. Weitere Ferienflieger mit Geschichte findest du bei Aero Lloyd und LTU.
Kurzfazit
Futura International Airways (IATA FH, ICAO FUA) war eine Charterairline aus Palma de Mallorca, die von 1990 bis September 2008 ausschließlich mit der Boeing 737 flog. Die 737-Generation verrät die Epoche, das Kennzeichen zeigt, welche Maschine es genau war.
Zusammenfassung
- Futura flog Urlauber vor allem von den Britischen Inseln und aus Irland nach Mallorca, auf die Kanaren und an die Costa del Sol.
- Die Flotte bestand durchgehend aus Boeing 737 – für Spotter heißt das: Die Generation der 737 verrät die Epoche des Fotos.
- Neben dem eigenen Charterprogramm vermietete Futura Flugzeuge samt Crew an andere Airlines, darunter Blue Panorama, Air Algérie und SunExpress.
- Hohe Treibstoffpreise, abgezogene Leasingflugzeuge und ein fehlender Investor führten im September 2008 zum Aus – heute ist Futura ein Archiv- und Kennzeichen-Thema.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Futura International Airways?
Futura flog mit dem IATA-Code FH und dem ICAO-Code FUA. Im Sprechfunk meldeten sich die Crews mit „FUTURA“. Da die Airline seit September 2008 nicht mehr fliegt, begegnen dir diese Codes heute nur noch in alten Flugplänen, Logbüchern und Bildbeschreibungen.
Wo hatte Futura ihren Sitz?
Firmensitz und wichtigste Basis lagen direkt am Flughafen Palma de Mallorca. Daneben stationierte Futura Flugzeuge dauerhaft in Málaga, auf Teneriffa, auf Gran Canaria und in Dublin, im Sommer kamen saisonale Basen hinzu.
Welche Flugzeuge flog Futura?
Ausschließlich die Boeing 737. In den 1990er-Jahren prägten 737-300 und 737-400 der Classic-Generation das Bild, ab Ende der 1990er kamen 737-800 hinzu. 2008 übernahm Futura außerdem ihre erste 737-900ER. Wie viele Maschinen zuletzt flogen, wird in den Quellen unterschiedlich angegeben, weil ein Teil der Flotte vor dem Ende an die Leasinggeber zurückging.
Was hatte Futura mit Aer Lingus zu tun?
Aer Lingus war von Beginn an beteiligt und nutzte Futura als Charterableger in Spanien. Im November 2002 verkaufte die irische Airline 80 Prozent an das Management und den spanischen Finanzinvestor Corpfin Capital, behielt aber 20 Prozent. Im Oktober 2007 gab Aer Lingus auch diesen Rest ab, als das Management zusammen mit dem britischen Investor Hutton Collins übernahm.
Warum musste Futura 2008 aufgeben?
Die Airline nannte vor allem die stark gestiegenen Treibstoffpreise. Hinzu kamen Schulden in zweistelliger Millionenhöhe, und die Suche nach einem Investor blieb erfolglos. Anfang September 2008 stellte Futura den Flugbetrieb ein und beantragte Gläubigerschutz vor einem Handelsgericht in Palma, kurz darauf holte ein großer Leasinggeber zahlreiche Flugzeuge zurück.
Was war Futura Gael?
Futura Gael war eine irische Tochter mit Sitz in Dublin, die ab 2007 Charterflüge von Irland zu Zielen in der EU durchführte. Sie beschäftigte rund 90 Menschen und stellte den Betrieb zeitgleich mit der Mutter im September 2008 ein.
Was war Flyant?
Flyant war die Frachttochter von Futura und flog unter anderem Boeing-737-Frachter. 2008 erhielt sie zusätzlich eine Genehmigung für Passagierflüge und vermietete Maschinen an Air Algérie. Nach dem Ende der Mutter wurde Flyant verkauft und unter neuem Namen weitergeführt, stellte den Betrieb aber noch im Dezember 2008 ein.
Futura International Airways im Blick behalten
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Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-900ER
Die längste 737 der Next Generation: Die 737-900ER hat ein zusätzliches Notausgangspaar hinter dem Flügel und prägt vor allem den US-Inlandsverkehr. In Europa ist sie ein seltener Fang – so erkennst du sie.
Weitere Airlines
Aer Lingus
Irlands Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Dublin: gegründet 1936, seit 2015 Teil der IAG, ohne Allianz – und mit A321LR und A321XLR einer der spannendsten Single-Aisle-Betreiber über dem Nordatlantik.
NetzwerkSpanair
Historische spanische Airline: 1986 von SAS und spanischen Investoren gegründet, lange eine der großen MD-80-Betreiberinnen Europas, ab 2003 in der Star Alliance – und im Januar 2012 über Nacht am Boden.
CharterSpantax
Historische spanische Charterairline: 1959 als Lufttaxi auf Gran Canaria gegründet, mit einer der größten Convair-990-Flotten der Welt groß geworden und nach dem DC-10-Unglück von Málaga 1982 im März 1988 am Ende.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
RegionalBinter Canarias
Die Airline der Kanarischen Inseln: ATR-Turboprops im Inselhüpfer-Takt, Embraer E195-E2 für Festland, Madeira und Westafrika – und Flugzeuge mit Namen aus dem kanarischen Alltag.
FerienfliegerBlue Panorama Airlines
Historische italienische Charter- und Ferienairline aus Fiumicino: Boeing 737 auf der Mittelstrecke, Boeing 767-300ER in die Karibik, die Low-Cost-Marke Blu-express – und ein Ende im Oktober 2021.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Palma de Mallorca
Der Ferienflughafen schlechthin: Auf Mallorca landen im Sommer Hunderte Jets am Tag, ein großer Teil davon aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Zwei parallele Bahnen am Rand der Bucht von Palma, Anflüge übers Meer und eine bunte Mischung aus Low-Cost, Charter und Businessjets – nur eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Málaga-Costa del Sol
Das Tor zur Costa del Sol gilt als ältester durchgehend betriebener Flughafen Spaniens: zwei leicht gespreizte Bahnen, ein Terminal 3 mit eigenem Bahnhof, Ferienflieger aus ganz Europa im Minutentakt – und ein Luftfahrtmuseum direkt am Vorfeld.
FlughafenFlughafen Teneriffa Süd
Der Ferienflughafen im Süden Teneriffas: eine einzige 3.200 Meter lange Bahn an der Küste bei Granadilla de Abona, fast 14 Millionen Passagiere im Jahr, Charter- und Low-Cost-Jets aus halb Europa – und ein Passatwind, der fast immer die Betriebsrichtung 07 vorgibt.
Wo du Futura International Airways vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Strand Ojos de Garza am Flughafen Gran Canaria
Am kleinen Strand von Ojos de Garza im Norden des Flughafens Gran Canaria kommen die Landungen bei Südwindlagen direkt über das Meer und die Küste herein. Wann sich der Spot lohnt, wo du stehst und was du siehst.
SpotterhügelThe Mound am Flughafen Dublin
Der bekannteste Spotterpunkt Irlands: Von einem Erdhügel an der Old Airport Road schaust du auf die Hauptbahn 10R/28L in Dublin – mit Sonne im Rücken ab dem Vormittag. Die daa hat für den Ort eine offizielle, kostenlose Aussichtsanlage genehmigt bekommen.
BesucherparkRunway Visitor Park am Flughafen Manchester
Großbritanniens bekanntester Besucherpark für Flugzeugfans: Im Runway Visitor Park stehst du auf einem erhöhten Aussichtsbereich wenige Hundert Meter neben der Piste 05L/23R – und hast zwischen den Startwellen eine Concorde, einen Nimrod und eine Trident zum Anfassen.
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