The Mound am Flughafen Dublin

Der bekannteste Spotterpunkt Irlands: Von einem Erdhügel an der Old Airport Road schaust du auf die Hauptbahn 10R/28L in Dublin – mit Sonne im Rücken ab dem Vormittag. Die daa hat für den Ort eine offizielle, kostenlose Aussichtsanlage genehmigt bekommen.

Auch bekannt als: The Mound · South Runway Viewing Area · Aircraft Observation Facility Dublin

IrlandIrlandDublin, County Dublin (Fingal)✈ Flughafen Dublin · DUBSpotterhügel & Aussichtspunkte13 Min. Lesezeit

28L

Landebahn direkt vor dir

ab ca. 9:30

Sonne im Rücken

40 Jahre

informeller Spotterplatz laut daa

0 €

Eintritt

Das Wichtigste in Kürze

  • The Mound ist ein Erdhügel an der Old Airport Road südlich der Hauptbahn 10R/28L – der bekannteste Spotterpunkt am Flughafen Dublin und laut daa seit rund 40 Jahren ein informeller Treffpunkt.
  • Du schaust von Süden auf die Bahn. Deshalb hast du ab dem Vormittag bis zum späten Nachmittag die Sonne im Rücken, im Winter fast den ganzen Tag.
  • Am besten funktioniert der Hügel bei Westwind, wenn auf der 28L gelandet wird und Abflüge zum Start aufrollen.
  • Die daa will den Ort zu einer offiziellen Aircraft Observation Facility ausbauen. Fingal County Council hat das Projekt genehmigt, nach einer Beschwerde bestätigte An Coimisiún Pleanála die Genehmigung im Herbst 2025.
  • Vorgesehen sind eine erhöhte, überdachte Plattform mit Sitzplätzen, Auto- und Fahrradparkplätze und Solarbeleuchtung – kostenlos zugänglich. Wie weit der Bau ist, prüfst du vor dem Besuch.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Der Spot in Zahlen
  2. 2.Steckbrief
  3. 3.Die besten Standpunkte
  4. 4.Was du hier zu sehen bekommst
  5. 5.Lohnt sich die Anreise?
  6. 6.Ein Hügel an der Südseite der Hauptbahn
  7. 7.Die neue Aircraft Observation Facility der daa
  8. 8.Betriebsrichtung: Wann der Mound funktioniert
  9. 9.Licht und Fotografie
  10. 10.Was du am Mound zu sehen bekommst
  11. 11.Anreise: zu Fuß, mit dem Bus oder dem Auto
  12. 12.So läuft ein guter Tag am Mound
  13. 13.Ausweichspots rund um den Flughafen Dublin
  14. 14.Regeln am Zaun
  15. 15.Fazit
  16. 16.Häufige Fragen

Empfohlener Standpunkt53.41720, -6.26150 · Dublin, County Dublin (Fingal)

Auf der Karte öffnen

Der Spot in Zahlen

Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Tag in der häufigsten Betriebsrichtung realistisch erwarten kannst.

Flugbewegungen4/5 · hoch
Typenvielfalt4/5 · hoch
Fotoqualität4/5 · hoch
Erreichbarkeit3/5 · mittel
Für Einsteiger4/5 · hoch

Steckbrief

FlughafenDublin Airport (IATA: DUB, ICAO: EIDW), betrieben von der staatlichen daa
Spot-TypErhöhter Erdhügel neben einem Parkplatz am südlichen Flughafenzaun, seit Jahrzehnten informeller Spotterplatz
LageAn der Old Airport Road (auch Collinstown Avenue) südlich der Hauptbahn, im Bezirk Fingal nördlich von Dublin
BlickrichtungVon Süden nach Norden auf die Hauptbahn 10R/28L (2.637 m)
Am besten fürLandungen auf der 28L und Maschinen, die zum Start aufrollen (Line-ups)
Pisten am Flughafen10R/28L (2.637 m), Nordbahn 10L/28R (3.110 m, seit 2022), Querwindbahn 16/34 (2.072 m)
ZugangÖffentlich und kostenlos; keine Toiletten, kein Kiosk, kein Regenschutz
Neue AnlageOffizielle Aircraft Observation Facility der daa mit überdachter, erhöhter Plattform – Genehmigung erteilt, Baustand vor dem Besuch prüfen
LeiterFür Schmalrumpfjets meist nicht nötig, für lange Großraumjets beim Line-up hilft ein Tritt mit zwei bis drei Stufen
Typische Aufenthaltsdauer2–4 Stunden, ab dem Vormittag

Die besten Standpunkte

Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände außerhalb des Sicherheitsbereichs. Zäune, Absperrungen und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.

Betriebsrichtung und Licht

Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Die Windrichtung entscheidet deshalb, welche Pisten in welche Richtung genutzt werden – und damit, ob an deinem Standpunkt Landungen, Starts oder gar nichts zu sehen sind. Prüfe vor der Anreise die Windvorhersage und die aktuelle Betriebsrichtung (etwa über Live-Flugdaten) und gleiche sie mit dem Sonnenstand ab: Die Sonne sollte möglichst hinter dir stehen.

The Mound an der Old Airport Road

Der Klassiker. Neben einem Parkplatz an der Old Airport Road liegt ein Erdhügel, von dem du über den Zaun auf die Hauptbahn 10R/28L schaust. Bei Betrieb Richtung 28 setzen die Maschinen vor dir auf der 28L auf, außerdem rollen Abflüge zum Start auf. Für Schmalrumpfjets reicht die Höhe des Hügels, für lange Großraumflugzeuge beim Line-up empfehlen Spotter einen kleinen Tritt. Spotterberichte nennen Brennweiten bis etwa 300 mm.

✈ Piste 28L (Landungen, Line-ups)☀ Vormittag bis später Nachmittag, im Winter fast ganztags⇢ Frei zugänglich, kostenlos; keine Infrastruktur, Bauzustand der neuen Anlage vorab prüfen

Anflugbefeuerung der 28L

Auf dem Weg vom Terminalbereich zum Hügel kommst du an den Lichtern der Anflugbefeuerung für die 28L vorbei. Laut Spotterberichten erreichst du diesen Punkt vom Terminal aus in rund einer Viertelstunde zu Fuß. Hier kommen die Landungen tief über dir herein. Das Licht passt vor allem am frühen Morgen, danach ziehen viele zum Hügel weiter.

✈ Piste 28L (Anflug)☀ Früher Morgen bis etwa halb zehn⇢ Gehweg an der Straße; schneller Verkehr, Abstand halten

Zufahrten am Blue Car Park

An den Zufahrten zum Langzeitparkplatz Blue Car Park, laut Spotterberichten über die Old Airport Road erreichbar, siehst du Bewegungen auf der 10R/28L aus einem anderen Winkel, laut Spotterberichten besonders gut das Abheben bei Starts auf der 28L. Bewuchs schränkt die Sicht je nach Standpunkt und Jahreszeit ein.

✈ Piste 10R/28L☀ Vormittag bis später Nachmittag⇢ Öffentliche Zufahrt; nicht auf Fahrbahnen stehen, Zufahrten frei lassen

Notzufahrten an der Nordbahn (R108)

Wenn der Verkehr über die Nordbahn 10L/28R läuft, nennen Spotter Plätze an Notzufahrten entlang der R108 als Alternative: Landungen auf der 10L und Starts auf der 28R. Hin kommst du praktisch nur mit dem Auto, Einrichtungen gibt es keine. Wie das Licht passt, hängt stark vom genauen Standpunkt ab.

✈ Piste 10L (Landungen), 28R (Starts)☀ Je nach Standpunkt unterschiedlich⇢ Parken am Straßenrand; Notzufahrten und Tore immer frei lassen

Was du hier zu sehen bekommst

Deine Ausbeute an The Mound am Flughafen Dublin

Hak ab, was du bereits erwischt hast – die Liste bleibt auf deinem Gerät gespeichert.

  • Landungen auf der 28L aus nächster Nähe – an Tagen mit Westwind das Hauptprogramm am Hügel
  • Aer Lingus in großer Zahl: A320-Familie, A321neo und Großraumjets vom Typ A330 mit dem grünen Kleeblatt
  • Ryanair-Heimatbasis mit vielen Boeing 737-800 und 737 MAX 8 – ideal zum Sammeln irischer EI-Kennzeichen
  • Transatlantikverkehr von United, Delta und American, unterstützt durch die US-Preclearance im Terminal 2
  • Golf-Carrier wie Emirates und Qatar Airways mit Großraumflugzeugen
  • Line-ups langer Großraumjets, die vor dem Hügel auf die Bahn rollen

Lohnt sich die Anreise?

Dafür spricht

  • Seit Jahrzehnten der bekannteste Spotterpunkt in Dublin, oft triffst du Gleichgesinnte
  • Sonne vom Vormittag bis zum späten Nachmittag im Rücken, im Winter fast den ganzen Tag
  • Nah an der Bahn, für Schmalrumpfjets reichen moderate Brennweiten
  • Kostenlos zugänglich
  • Die daa hat eine offizielle Anlage mit Dach, Sitzplätzen und Parkplatz genehmigt bekommen

Dagegen spricht

  • Keine Toiletten, kein Kiosk, kein Schutz vor Regen
  • Schneller Verkehr an der Old Airport Road, der Fußweg ist nicht überall angenehm
  • Bei Ostwind und Betrieb Richtung 10 deutlich weniger Action vor dem Hügel
  • Bewegungen auf der Nordbahn 10L/28R siehst du von hier kaum
  • Während Bauarbeiten an der neuen Anlage kann der Hügel eingeschränkt oder gesperrt sein

Aktualisiert: Oktober 2026 – Frag einen Dubliner Spotter nach seinem Lieblingsplatz, und die Antwort ist meist kurz: The Mound. Gemeint ist ein Erdhügel neben einem Parkplatz an der Old Airport Road, direkt am südlichen Zaun des Flughafens. Von hier schaust du auf die Hauptbahn 10R/28L, siehst Landungen auf der 28L und Großraumjets, die zum Start aufrollen. Der Flughafenbetreiber daa beschreibt den Ort selbst als informellen Spotterplatz, an den Familien ihre Kinder seit rund 40 Jahren zum Flugzeuggucken mitnehmen.

Für diesen Ort hat die daa inzwischen eine offizielle Aussichtsanlage genehmigt bekommen. Diese Seite erklärt dir, wie der Hügel heute funktioniert, was über die neue Aircraft Observation Facility bekannt ist und wohin du ausweichst, wenn Wind oder Licht nicht passen.

Deine Dubliner Sichtungen an einem Ort

Kennzeichen, Typ, Airline und Spot festhalten und sehen, was andere gerade am Mound fotografiert haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Ein Hügel an der Südseite der Hauptbahn

Der Flughafen Dublin liegt im Bezirk Fingal nördlich der Stadt, im Ortsteil Collinstown. Er hat drei Bahnen: die Hauptbahn 10R/28L mit 2.637 Metern, seit August 2022 die parallele Nordbahn 10L/28R mit 3.110 Metern und die selten genutzte Querwindbahn 16/34 mit 2.072 Metern. Die Nordbahn liegt rund 1,7 Kilometer nördlich der Hauptbahn.

The Mound liegt an der Old Airport Road, die südlich der Hauptbahn am Zaun entlangführt. In Unterlagen der daa heißt die Straße auch Collinstown Avenue. Du stehst also auf der Südseite der 10R/28L und blickst nach Norden über die Bahn. Das ist aus zwei Gründen ein Glücksfall: Die Hauptbahn ist das Rückgrat des Betriebs in Dublin, und die Sonne steht über weite Teile des Tages hinter dir.

Eine offizielle Besucherterrasse wie an vielen deutschen Flughäfen gibt es in Dublin nicht. Genau deshalb ist der Hügel so wichtig geworden: Er ist der eine Platz, an dem sich die Szene trifft, an dem Familien am Wochenende vorbeischauen und an dem du als Besucher aus dem Ausland ohne lange Recherche einen guten Einstieg findest.

2.637 mLänge der Hauptbahn 10R/28L vor dem Hügel
3Start- und Landebahnen am Flughafen
36,4 Mio.Passagiere im Rekordjahr 2025
0 €Eintritt am Hügel

Die neue Aircraft Observation Facility der daa

Seit 2025 ist klar, dass aus dem Hügel mehr wird. Die daa hat eine Genehmigung erhalten, um an der Old Airport Road eine offizielle Aussichtsanlage zu bauen. In ihren Unterlagen nennt sie das Projekt Aircraft Observation Facility, an anderer Stelle ist von Viewing Platform oder Viewing Area die Rede. Den bestehenden Platz bezeichnet die daa als South Runway Viewing Area. Gemeint ist derselbe Ort: The Mound.

Nach den Angaben der daa umfasst die Anlage:

  • eine erhöhte, überdachte Plattform mit Sitzplätzen
  • einen eigenen Parkplatz für Autos und Fahrräder
  • eine Beleuchtung, deren Strom Solarmodule auf dem Gelände liefern
  • freien Zugang – die Nutzung ist kostenlos

Die daa begründet das Projekt damit, dass der Ort seit Jahrzehnten informell genutzt wird und eine richtige Anlage ihn sicherer und angenehmer macht. Für Spotter ist vor allem das Dach interessant: Bisher gibt es am Hügel nichts, unter das du dich bei einem irischen Schauer stellen kannst.

So verlief die Genehmigung

April 2025: Baugrunduntersuchung

Für den Bauantrag ließ die daa den Untergrund untersuchen. Dafür war der bestehende Aussichtspunkt an einem Tag im April 2025 einige Stunden gesperrt.

Sommer 2025: Genehmigung durch Fingal County Council

Der zuständige Bezirk Fingal erteilte die Baugenehmigung. Die daa stellte das Projekt in ihren Berichten an die Anwohnergremien und im Newsletter für die Nachbarschaft vor.

Beschwerde bei der Planungsbehörde

Gegen die Genehmigung wurde eine Beschwerde bei An Coimisiún Pleanála eingelegt, der nationalen Planungsbehörde Irlands.

Herbst 2025: Bestätigung

In einem Bericht vom November 2025 meldete die daa, dass An Coimisiún Pleanála die neue Anlage am Standort des Mound genehmigt hat.

Stand Oktober 2026

Einen verlässlich belegten Termin für Baubeginn oder Eröffnung haben wir nicht gefunden. Rechne damit, dass der Hügel während der Bauphase eingeschränkt oder abgesperrt sein kann, und prüf den aktuellen Stand vor der Anreise auf der Website des Flughafens oder in aktuellen Spotterberichten.

Betriebsrichtung: Wann der Mound funktioniert

Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. In Irland kommt er häufig aus westlichen Richtungen, dann fliegt Dublin in Richtung 28. Die Landungen kommen von Osten, also von der Irischen See her, überfliegen die Anflugbefeuerung an der Old Airport Road und setzen auf der 28L auf – genau vor dir. Dazu rollen Abflüge zur Bahn und richten sich zum Start aus. Gerade bei langen Großraumflugzeugen sind diese Line-ups ein beliebtes Motiv.

Sind beide Parallelbahnen in Betrieb, verteilt die Flugsicherung Starts und Landungen nach Wind, Verkehrslage und Lärmschutzregeln auf die zwei Bahnen. Nach Spotterberichten landet der Verkehr bei Richtung 28 meist auf der 28L, während viele Starts über die Nordbahn 28R gehen. Für dich am Mound bedeutet das: viele Landungen, dazu Line-ups und je nach Verteilung auch Starts auf der Hauptbahn.

Dreht der Wind auf Ost, gilt Richtung 10. Dann kommen die Landungen von Westen, und der Schwerpunkt verschiebt sich. Am Mound passiert dann weniger, und die Plätze an der Nordbahn oder an den Zufahrten am Blue Car Park werden interessanter.

Situation Was du am Mound siehst Empfehlung
Westwind, Richtung 28 Landungen auf der 28L, Line-ups Hügel ist erste Wahl
Ostwind, Richtung 10 weniger Bewegungen direkt vor dir Zufahrten am Blue Car Park oder Nordbahn prüfen
Nacht (23 bis 7 Uhr) Nordbahn geschlossen, Verkehr nur auf der Hauptbahn für Nachtaufnahmen bleibt die Hauptbahn die einzige Option
Starker Seitenwind gelegentlich Betrieb auf der 16/34 flexibel bleiben, Flugtracker beobachten

Ob gerade 28 oder 10 aktiv ist, verrät dir ein kurzer Blick in einen Flugtracker. Wie du das liest, erklärt der Beitrag Flugverfolgung per ADS-B für Spotter. Die Grundlagen zu Bahnnummern findest du unter Pistenbezeichnungen am Flughafen, die Logik hinter der Bahnwahl im Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Wind am Vorabend checken

Ein Blick auf die Windvorhersage für den nächsten Vormittag spart dir eine Fahrt zum falschen Bahnende. Kommt der Wind aus West oder Südwest, passt der Mound. Wie du Wetterkarten dafür nutzt, steht im Beitrag Windy und andere Wetterkarten für Spotter.

Licht und Fotografie

Der Mound liegt südlich der Hauptbahn. Du schaust nach Norden, und die Sonne zieht im Lauf des Tages hinter dir von Osten nach Westen. Nach Spotterberichten passt das Licht etwa ab halb zehn bis zum späten Nachmittag. Im Winter, wenn die Sonne tief im Süden steht, hast du fast den ganzen Tag gutes Licht.

Am frühen Morgen und an Sommerabenden sieht es anders aus. Dann steht die Sonne im Nordosten oder Nordwesten und kommt von der Seite oder schräg von vorn. Wer früh dran ist, startet deshalb an der Anflugbefeuerung der 28L und zieht gegen halb zehn zum Hügel um.

Bei der Brennweite kommst du mit einem Standard-Telezoom weit. Spotter nennen für den Hügel Brennweiten von etwa 18 bis 300 mm: kurz für Gesamtansichten mit Hügel und Bahn, lang für Landungen auf der 28L. Wer Kennzeichen formatfüllend will, nimmt etwas mehr Tele mit. Welche Objektive sich für welche Situation lohnen, steht im Beitrag Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.

Eine Leiter brauchst du für Schmalrumpfjets meist nicht. Bei langen Großraumflugzeugen, die zum Start aufrollen, verschwindet aber leicht ein Teil des Rumpfes hinter dem Zaun. Spotter empfehlen dafür einen Tritt mit zwei bis drei Stufen. Wichtig: frei aufstellen, nie an den Zaun lehnen. Die Regeln dazu fasst Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun zusammen.

Licht und Wind auf einen Blick

Mit dem Sonnenstand-Planer und den Wetter- und Pistendaten für Dublin weißt du vorher, ob sich die Fahrt zum Mound lohnt. Planetrack ist bald verfügbar – sichere dir jetzt einen Platz auf der Warteliste.

Was du am Mound zu sehen bekommst

Dublin ist zugleich Drehkreuz und Low-Cost-Hochburg. Das sorgt für dichten Verkehr mit einer guten Mischung aus Schmal- und Großraumflugzeugen.

Dazu kommen viele europäische Airlines, darunter British Airways auf der Strecke nach London-Heathrow, Lufthansa und weitere Gesellschaften. Wer Kennzeichen sammelt, freut sich in Dublin über eine Besonderheit: Viele Leasingflugzeuge tragen irische Registrierungen mit dem Präfix EI. Warum das so ist, erklärt der Beitrag Warum viele Flugzeuge in Irland registriert sind.

Nachtregeln in Dublin

Zwischen 23 und 7 Uhr bleibt die Nordbahn für Starts und Landungen geschlossen, Nachtverkehr läuft über die Hauptbahn vor dem Mound. Für den Nachtbetrieb insgesamt gibt es zusätzliche Vorgaben, die rechtlich umstritten sind – prüf vor einer Nachtsession den aktuellen Stand. Für dich zählt vor allem: Ein Hügel ohne Beleuchtung eignet sich bisher kaum für Nachtaufnahmen – die neue Anlage mit Solarbeleuchtung kann das ändern.

Anreise: zu Fuß, mit dem Bus oder dem Auto

Mit dem Auto ist der Mound am einfachsten erreichbar. Am Hügel liegt ein Parkplatz, die neue Anlage bekommt laut daa einen eigenen. Park nie in Zufahrten, vor Toren oder Notausfahrten des Flughafens. Während der Bauarbeiten kann der Parkplatz eingeschränkt sein.

Zu Fuß kommst du vom Terminal 2 aus hin. Du kommst zuerst an der Anflugbefeuerung der 28L vorbei, die laut Spotterberichten rund 15 Gehminuten vom Terminal entfernt liegt, und folgst dann der Straße am Zaun entlang bis zum Hügel. Der Weg führt an einer Straße mit schnellem Verkehr entlang. Bleib auf dem Gehweg und trag bei schlechtem Licht etwas Helles.

Mit dem Bus nennen Spotter eine Haltestelle beim Sportgelände des GAA-Klubs Ballymun Kickhams als Ausgangspunkt. Das Dubliner Busnetz wird seit einigen Jahren umgebaut, Liniennummern ändern sich. Prüf deine Verbindung deshalb im Journey Planner von Transport for Ireland. Eine Bahnverbindung zum Flughafen gibt es bisher nicht; die U-Bahn-Linie MetroLink hat 2025 die Genehmigung erhalten, bis zur Eröffnung vergehen aber noch Jahre.

Wie früh musst du losfahren?

Das Licht am Mound passt ab etwa halb zehn. Rechne aus, wie viel Vorlauf du brauchst.

Richtwert ohne Gewähr. Gehzeiten beruhen auf Spotterberichten, Busverbindungen ändern sich.

So läuft ein guter Tag am Mound

Wind und Bauzustand prüfen

Am Vorabend die Windvorhersage, am Morgen den Flugtracker: Landen die Maschinen von Osten auf der 28L, passt der Hügel. Schau außerdem nach, ob Bauarbeiten an der neuen Anlage laufen.

Früh an der Anflugbefeuerung starten

Bis etwa halb zehn sind die Landungen über der Anflugbefeuerung das bessere Motiv. Danach ziehst du zum Hügel um.

Langstreckenwellen abpassen

Abflüge nach Nordamerika bündeln sich zu bestimmten Tageszeiten. Ein Blick in die Abflugtafel zeigt dir, wann die Großraumjets zum Line-up rollen.

Kennzeichen sauber fotografieren

Bei so vielen gleich lackierten Ryanair-Jets zählt das Kennzeichen. Achte darauf, dass es lesbar ist.

Bei Ostwind umziehen

Dreht der Betrieb auf Richtung 10, wechselst du zu den Zufahrten am Blue Car Park oder an die Nordbahn.

Bist du bereit für den Mound?

Hak ab, was erledigt ist – dann siehst du, ob du startklar bist.

  • Betriebsrichtung geprüft, Landungen laufen über die 28L
  • Aktuellen Bauzustand der Aussichtsanlage nachgesehen
  • Telezoom bis etwa 300 mm eingepackt
  • Kleiner Tritt für Line-ups von Großraumjets dabei
  • Regenjacke und Regenschutz für die Kamera eingepackt
  • Getränke und Verpflegung dabei
  • Ausweichspot für Ostwind herausgesucht
  • Keine Drohne im Gepäck

Was sonst in die Fototasche gehört, steht in der Ausrüstungs-Checkliste fürs Planespotting. Wie du mit Regen, Wolken und wechselndem Licht umgehst, erklärt Planespotting bei schlechtem Wetter – in Dublin brauchst du das öfter als anderswo.

Ausweichspots rund um den Flughafen Dublin

Weil der Mound von der Betriebsrichtung 28 lebt, gehört ein zweiter Spot in jede Planung. Auf dem Weg vom Terminal liegt die Anflugbefeuerung der 28L, ideal am frühen Morgen. An den Zufahrten zum Blue Car Park siehst du Bewegungen auf der 10R/28L aus einem anderen Winkel. Rund um die Nordbahn nennen Spotter Plätze an Notzufahrten entlang der R108, an denen du Landungen auf der 10L und Starts auf der 28R siehst – erreichbar praktisch nur mit dem Auto.

Alle diese Plätze sind einfache Standorte an Straßen und Parkplätzen ohne Infrastruktur. Bauarbeiten, Bewuchs und neue Absperrungen ändern die Lage immer wieder. Einen Überblick über alle Plätze gibt der Ratgeber Planespotting in Dublin.

Der Mound passt, wenn …

  • Westwind weht und auf der 28L gelandet wird
  • du ab dem Vormittag Zeit hast
  • du Line-ups von Großraumjets fotografieren willst
  • du zum ersten Mal in Dublin spottest

Kombiniere weiter, wenn …

  • du schon vor halb zehn loslegst – dann erst die Anflugbefeuerung
  • die Nordbahn viele Starts hat – dann Plätze an der 28R prüfen
  • Bauarbeiten den Hügel einschränken – dann die Zufahrten am Blue Car Park

Fahr woanders hin, wenn …

  • Ostwind weht und Richtung 10 geflogen wird
  • der Hügel wegen Bauarbeiten gesperrt ist
  • du gezielt Bewegungen auf der Nordbahn suchst

Wer Irland und Großbritannien kombiniert, findet mit dem Runway Visitor Park in Manchester ein Beispiel dafür, wie eine offizielle Spotteranlage aussehen kann, und an der Myrtle Avenue in London-Heathrow siehst du Aer Lingus im Endanflug wieder. In Irland selbst lohnt sich ein Abstecher an den Flughafen Shannon an der Westküste. Weitere Ziele sammelt der Beitrag Beste Spotting-Spots in Europa.

Den nächsten Sondergast nicht verpassen

Leg Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries an und lass dich benachrichtigen, wenn sie in Dublin anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Regeln am Zaun

Der Mound liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs auf öffentlich zugänglichem Gelände. Fotografieren ist dort erlaubt. Damit es entspannt bleibt, gelten ein paar einfache Regeln – zumal die daa den Ort gerade offiziell aufwertet und die Szene dabei unter Beobachtung steht. Die daa betont, dass der Hügel für viele Dubliner Familien Tradition hat.

Was am Dubliner Zaun nicht verhandelbar ist

Fass den Zaun nicht an und kletter nicht daran hoch. Nutze keine Lücken im Zaun, und parke nie vor Toren oder Notausfahrten. Absperrungen rund um Baustellen gelten ohne Ausnahme, auch wenn sie den besten Blick versperren. Wenn du einen Tritt nutzt, stell ihn frei auf. Drohnen haben in der Umgebung des Flughafens ohne Genehmigung nichts verloren. Mehr dazu in Ist Planespotting erlaubt? und Drohnen am Flughafen.

Rücksicht gilt auch auf der Straße. Die Old Airport Road ist eine viel befahrene Verbindung, und Autofahrer rechnen nicht mit Leuten am Fahrbahnrand. Bleib auf dem Gehweg oder auf der Fläche am Hügel, nimm deinen Müll wieder mit und verhalte dich so, dass auch Familien mit Kindern gern vorbeischauen.

Fazit

The Mound ist kein spektakulärer Ort, aber der wichtigste Spotterplatz Irlands. Ein Erdhügel, ein Parkplatz, ein Zaun und dahinter die Hauptbahn 10R/28L – mehr braucht es bei Westwind nicht für einen guten Tag. Die Sonne steht ab dem Vormittag hinter dir, Aer Lingus und Ryanair sorgen für dichten Verkehr, und Großraumjets aus Nordamerika und vom Golf liefern die Höhepunkte.

Mit der genehmigten Aircraft Observation Facility bekommt der Ort, was ihm bisher fehlt: Dach, Sitzplätze, Parkplatz und Licht. Bis dahin gilt: Wetter prüfen, Regenjacke einpacken, Bauzustand nachsehen – und bei Ostwind einen zweiten Spot in der Hinterhand haben.

Kurzfazit

Der bekannteste Spotterpunkt in Dublin: kostenlos, nah an der Hauptbahn und mit Sonne im Rücken ab dem Vormittag. Ideal bei Westwind und Landungen auf der 28L. Die daa will den Ort zur offiziellen Aussichtsanlage ausbauen – Bauzustand vorab prüfen, bei Ostwind einen Ausweichspot einplanen.

Zusammenfassung

  • The Mound ist der Einstiegsspot für Dublin: legal, nah an der Hauptbahn und mit gutem Licht über weite Teile des Tages.
  • Er lebt von der Betriebsrichtung 28. Bei Ostwind lohnen die Plätze an den Zufahrten des Blue Car Park oder an der Nordbahn mehr.
  • Infrastruktur gibt es bisher nicht – Essen, Getränke und Regenschutz bringst du selbst mit.
  • Mit der genehmigten Aircraft Observation Facility bekommt Dublin erstmals einen offiziellen Spotterplatz. Bis zur Fertigstellung kann es am Hügel Einschränkungen geben.

Häufige Fragen

Wo genau liegt The Mound am Flughafen Dublin?

An der Old Airport Road, die in Dokumenten der daa auch als Collinstown Avenue auftaucht. Der Hügel liegt neben einem Parkplatz am südlichen Zaun, mit Blick nach Norden auf die Hauptbahn 10R/28L. Vom Terminalbereich führt der Weg an der Anflugbefeuerung der 28L vorbei und dann am Zaun entlang zum Hügel. Die Koordinaten auf dieser Seite sind ein Näherungswert – prüf den genauen Standpunkt vor Ort.

Was ist die Aircraft Observation Facility der daa?

So nennt der Flughafenbetreiber daa die offizielle Aussichtsanlage, die den informellen Hügel ersetzen und aufwerten wird. Nach Angaben der daa ist sie kostenlos zugänglich und umfasst eine erhöhte, überdachte Plattform mit Sitzplätzen, Parkplätze für Autos und Fahrräder sowie eine Beleuchtung, deren Strom Solarmodule vor Ort liefern.

Ist die neue Aussichtsanlage schon fertig?

Belegt ist der Genehmigungsweg: Im Frühjahr 2025 ließ die daa den Baugrund untersuchen, im Sommer 2025 erteilte Fingal County Council die Genehmigung. Gegen sie wurde Beschwerde eingelegt, im Herbst 2025 bestätigte die Planungsbehörde An Coimisiún Pleanála das Projekt. Einen verlässlichen Termin für Baubeginn oder Eröffnung haben wir nicht gefunden. Prüf den aktuellen Stand vor deinem Besuch auf der Website des Flughafens.

Brauche ich am Mound eine Leiter?

Für Schmalrumpfjets wie die Boeing 737-800 meist nicht, die Höhe des Hügels reicht. Für lange Großraumflugzeuge beim Aufrollen zum Start empfehlen Spotter einen Tritt mit zwei bis drei Stufen. Stell ihn frei auf und lehne ihn nie an den Zaun. Mehr dazu im Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Wann ist das Licht am Mound am besten?

Ab etwa halb zehn bis zum späten Nachmittag, im Winter fast den ganzen Tag. Du stehst südlich der Bahn und schaust nach Norden, die Sonne zieht also hinter dir vorbei. Früh am Morgen und an Sommerabenden steht sie im Nordosten oder Nordwesten und damit eher seitlich oder vor dir. Den Sonnenstand für deinen Termin planst du mit dem Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen.

Welche Betriebsrichtung brauche ich für den Mound?

Die Richtung 28, also Betrieb bei Westwind. Dann kommen Landungen von Osten auf die 28L und setzen vor dir auf. In Irland weht der Wind häufig aus westlichen Richtungen. Dreht er auf Ost, wird Richtung 10 geflogen, und am Hügel wird es ruhiger. Wie du das vorab erkennst, erklären Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und METAR und TAF lesen.

Wie komme ich ohne Auto zum Mound?

Vom Terminalbereich aus kannst du am Zaun entlang laufen: bis zur Anflugbefeuerung der 28L sind es laut Spotterberichten rund 15 Minuten, bis zum Hügel geht es noch ein Stück weiter. Spotter nennen außerdem eine Bushaltestelle am Sportgelände des GAA-Klubs Ballymun Kickhams als Ausgangspunkt. Linien und Haltestellen ändern sich in Dublin gerade häufig, prüf die Verbindung deshalb im Journey Planner von Transport for Ireland.

Gibt es am Mound Toiletten oder etwas zu essen?

Nein. Am Hügel gibt es keine Toiletten, keinen Kiosk und keinen Unterstand. Toiletten findest du in den Terminals, Essen an Tankstellen und Imbissen rund um den Flughafen. Nimm Getränke, Verpflegung und Regenschutz mit – in Irland ist das kein Luxus.

Darf ich am Mound eine Drohne fliegen lassen?

Nein. Rund um den Flughafen Dublin ist der Betrieb von Drohnen ohne besondere Genehmigung verboten. Was am Zaun sonst gilt, fassen Ist Planespotting erlaubt? und Drohnen am Flughafen zusammen.

The Mound am Flughafen Dublin in der Planetrack App

Spot auf der Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, dazu Pisten, Wetter und Wind am Flughafen – und deine Sichtungen postest du direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Airlines, die hier fliegen

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Qatar Airways

Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.

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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

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Planetrack Redaktion

Die Spotting-Spots-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flugpläne, Betriebsrichtungen, Öffnungszeiten von Besucherterrassen und Sicherheitsregeln ändern sich laufend – prüfe vor der Anreise immer die aktuelle Lage. Alle beschriebenen Standpunkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände.

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