Das Wichtigste in Kürze
- Zoom Airlines war eine kanadische Low-Cost-Airline auf der Langstrecke mit Sitz in Ottawa, aktiv von 2002 bis 2008.
- Codes: IATA Z4, ICAO OOM, Rufzeichen „ZOOM“.
- Die Flotte bestand aus Boeing 757-200 und Boeing 767-300ER – beide zweistrahlig, beide für den Atlantik ausgelegt.
- Schwerpunkt waren Großbritannien und Frankreich, dazu Ferienflüge in die Karibik und zuletzt Rom.
- Ende August 2008 kam das abrupte Aus: Flugzeuge wurden in Calgary, Glasgow und Cardiff festgehalten, die kanadische und die britische Gesellschaft stellten den Betrieb ein.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Zoom Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Geschichte: sechs Jahre Low-Cost über den Atlantik
- 4.Die Flotte im Überblick
- 5.757 oder 767? So unterscheidest du sie auf Archivfotos
- 6.Woran du Zoom erkennst
- 7.Zoom im Vergleich: kanadische Low-Cost- und Ferienairlines
- 8.Zoom heute: Spuren an den alten Zielen
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | Z4 |
|---|---|
| ICAO-Code | OOM |
| Rufzeichen | ZOOM |
| Drehkreuze | YOW, YYZ, YUL, YVR |
| Status | Historisch – Flugbetrieb Ende August 2008 eingestellt, Gläubigerschutz beantragt |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline auf der Langstrecke, vor allem Kanada–Großbritannien, dazu Ferienflüge in die Karibik |
| Gegründet | Mai 2002 von den schottischen Brüdern Hugh und John Boyle |
| Sitz | Ottawa, Ontario |
| Kanadische Abflughäfen (Auswahl) | Ottawa, Toronto, Montréal, Vancouver, Calgary, Edmonton, Winnipeg und Halifax |
| Ziele in Europa (Auswahl) | London-Gatwick, Manchester, Glasgow, Belfast, Cardiff und Paris-Charles-de-Gaulle, zuletzt auch Rom |
| Flotte zum Ende (laut Nachschlagewerken) | Boeing 757-200 und Boeing 767-300ER; je nach Quelle fünf bis sieben Flugzeuge |
| Kabine | Economy und Premium Economy |
| Schwestergesellschaft | Zoom Airlines Limited in Großbritannien, gegründet 2006 |
| Allianz | keine |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Zoom Airlines?
- Nur zwei Typen: die schlanke Boeing 757-200 und die breitere Boeing 767-300ER
- Kanadisches Kennzeichen mit C-G, laut Nachschlagewerken etwa C-GZMM, C-GZUM oder C-GZNC bei den 767
- Im Funk und in alten Flugplandaten: Rufzeichen ZOOM und ICAO-Code OOM
- Flugnummern mit dem IATA-Code Z4
- Typische Einsatzorte waren britische Regionalflughäfen wie Glasgow, Manchester, Cardiff oder Belfast – nicht nur London
- Die Flugzeuge trugen nach Nachschlagewerken Städtenamen wie „City of Ottawa“ oder „City of Toronto“
Günstig über den Atlantik, mit einer Boeing 757 direkt von Kanada nach Glasgow oder Cardiff: Das war die Idee hinter Zoom Airlines. Gut sechs Jahre lang ging sie auf, dann endete sie im August 2008 innerhalb weniger Tage – mit festgesetzten Flugzeugen auf zwei Kontinenten. Für Spotter ist Zoom heute ein klassisches Archiv-Thema: Wer alte Fotos von britischen Regionalflughäfen oder aus Toronto durchsieht, stößt immer wieder auf die kanadischen 757 und 767. Diese Seite hilft dir, sie richtig einzuordnen.
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Zoom Airlines im Überblick
Zoom Airlines war eine kanadische Low-Cost-Airline auf der Langstrecke mit Sitz in Ottawa. Gegründet wurde sie im Mai 2002, Ende August 2008 stellte sie den Flugbetrieb ein. Damit ist Zoom eindeutig eine historische Airline – heute fliegt nichts mehr unter diesem Namen.
Das Besondere war die Kombination: Low-Cost-Prinzip und Atlantikflüge. Während Low-Cost-Airlines in Europa damals fast nur auf Kurz- und Mittelstrecken unterwegs waren, verkaufte Zoom günstige Direktflüge zwischen Kanada und Europa. Statt auf große Drehkreuze wie London-Heathrow setzte die Airline auf Flughäfen wie London-Gatwick, Manchester, Glasgow, Belfast und Cardiff. Dazu kam Paris-Charles-de-Gaulle und zuletzt Rom.
Die Flotte war klein und überschaubar: Boeing 757-200 und Boeing 767-300ER, alles geleaste Gebrauchtflugzeuge. Einer Allianz gehörte Zoom nie an.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code Z4: stand in der Flugnummer, auf Tickets und auf den Anzeigetafeln.
- ICAO-Code OOM: stand im Flugplan der Flugsicherung.
- Rufzeichen ZOOM: so meldete sich die Besatzung im Funk.
Der ICAO-Code OOM wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, ist aber einfach aus dem Namen abgeleitet. Für die Archivarbeit sind die Codes wichtig: Wenn du in alten Flugplänen, Bordkarten oder Logbüchern eine Z4-Flugnummer findest, kannst du sie für die Jahre 2002 bis 2008 sicher Zoom zuordnen. Da IATA-Codes nach dem Ende einer Airline neu vergeben werden können, solltest du bei späteren Daten immer das Jahr mit prüfen.
Alte Fotos sauber taggen
Notiere bei Archivfotos neben Airline und Typ immer das Kennzeichen und, wenn bekannt, das Aufnahmejahr. So lassen sich auch geleaste Maschinen später eindeutig zuordnen. Wie du Fotos sinnvoll beschriftest, zeigt der Guide zu Kennzeichen in den Bilddaten.
Die Geschichte: sechs Jahre Low-Cost über den Atlantik
Die Gründer: Reiseveranstalter aus Schottland
Hinter Zoom standen die schottischen Brüder Hugh und John Boyle. Bevor sie eine Airline gründeten, hatten sie sich im Reisegeschäft einen Namen gemacht: 1980 starteten sie Falcon Holidays, 1991 Direct Holidays. Direct Holidays verkauften sie 1998 an die MyTravel Group. Ihr Prinzip war der Direktverkauf ohne Reisebüro – Kunden buchten direkt beim Veranstalter.
Hugh Boyle zog nach Kanada und baute dort den Reiseveranstalter GO Travel Direct auf. Zoom war die logische Fortsetzung: Wer schon den Zwischenhändler streicht, kann auch gleich das Flugzeug selbst betreiben.
2002: Start als Charterflieger
Zoom begann im Mai 2002 als Charterairline für die Pauschalreisen von GO Travel Direct, vor allem in die Karibik. In der Anfangszeit flog Zoom laut Nachschlagewerken teils mit Flugzeugen anderer Gesellschaften, etwa von First Air und Monarch Airlines. Erst danach wandelte sich Zoom zur Linienairline mit günstigen Transatlantikflügen.
Das Netz: Kanada trifft britische Regionalflughäfen
Das Herz des Netzes waren Verbindungen zwischen Kanada und Großbritannien. Abgeflogen wurde unter anderem von Toronto, Ottawa, Montréal, Vancouver, Calgary, Edmonton, Winnipeg und Halifax. In Europa landete Zoom in London-Gatwick und London-Stansted, in Manchester, Glasgow, Belfast und Cardiff sowie in Paris. Hinzu kamen Ferienflüge in die Karibik, nach Bermuda und nach Fort Lauderdale in Florida.
Für viele Reisende war genau das der Reiz: Wer etwa Verwandte in Schottland oder Wales besuchte, kam direkt an, ohne über London umzusteigen. Gerade Besuchsreisen zwischen Kanada und Großbritannien passten gut zu diesem Angebot.
2006: die britische Schwester
Im Sommer 2006 gründete John Boyle in Großbritannien die Zoom Airlines Limited. Sie war rechtlich von der kanadischen Zoom Airlines Inc. getrennt und baute das Angebot ab britischen Flughäfen aus. Laut Nachschlagewerken teilten sich beide Gesellschaften die Flotte – auf Fotos verrät das Flugzeug allein also nicht, welche der beiden Zoom-Firmen den Flug durchführte.
Im Winter 2006/2007 arbeitete Zoom zudem mit der schottischen Flyglobespan zusammen. Auf der Strecke Manchester–Toronto flog Zoom zwei von drei wöchentlichen Verbindungen, die Tickets gab es auch über Flyglobespan. Die Partnerschaft war auf diese eine Wintersaison begrenzt.
Historische Sichtungen festhalten
Poste deine alten Zoom-Fotos mit Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen und tausche dich in der Community darüber aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
2007 und 2008: neue Strecken bis zuletzt
Bis kurz vor dem Ende wuchs das Netz weiter. Ende 2007 nahm Zoom laut Nachschlagewerken eine Verbindung zwischen San Diego und London auf – zweimal pro Woche. Damit hatte San Diego wieder eine direkte Europa-Verbindung, nachdem British Airways diese Strecke 2003 aufgegeben hatte. Im Januar 2008 erhielt Zoom von der kanadischen Regierung die Genehmigung für Flüge nach Italien; noch im selben Jahr nahm die Airline Verbindungen von Toronto und Montréal nach Rom auf.
August 2008: das abrupte Ende
Im Sommer 2008 erreichten die Kerosinpreise Rekordwerte. Für Zoom war das besonders gefährlich, denn die Airline hatte viele Tickets früh und günstig verkauft, ohne sich gegen steigende Treibstoffpreise abzusichern. Was dann passierte, ging innerhalb weniger Tage:
27. August 2008, Calgary
Ein geleastes Flugzeug wird am Flughafen Calgary festgehalten: Der Eigentümer hatte den Leasingvertrag gekündigt, der Treibstofflieferant verweigerte wegen offener Rechnungen das Betanken. Passagiere sitzen fest.
28. August 2008, Glasgow
Eine Boeing 757 wird in Glasgow wegen unbezahlter Gebühren für die Flugsicherung festgesetzt.
28. August 2008, Cardiff
Auch in Cardiff wird ein Flugzeug vor dem Abflug festgehalten.
Das Aus
Zoom kündigt an, den Betrieb einzustellen. Die kanadische Gesellschaft beantragt Gläubigerschutz, die britische Zoom Airlines Limited stellt den Betrieb am selben Tag ein.
Zoom selbst nannte die „horrenden“ Treibstoffpreise und die schwächere Wirtschaft als Gründe. Für die Fluggäste war das Ende bitter: Viele saßen auf beiden Seiten des Atlantiks fest oder blieben auf bereits bezahlten Tickets sitzen. Je nach Wohnort und Zahlungsart gab es nur teilweise eine Erstattung. Zoom reiht sich damit in eine Serie von Airline-Pleiten der Jahre 2008 und 2009 ein – auch der Partner Flyglobespan gab ein gutes Jahr später auf. Mehr zu solchen Zusammenbrüchen findest du im Überblick über große Airline-Pleiten in Europa.
Nach 2008: der Neustart, der nie abhob
Anfang 2009 übernahm Globe Span Capital aus Kingston, Ontario, die Reste der kanadischen Zoom Airlines Inc. und kündigte einen Neustart an. Statt unter dem alten Namen trat das Projekt ab März 2009 als XPO Airlines auf und richtete sich später auf Flüge zwischen Kanada und Asien aus. Ein Flugbetrieb kam nach den verfügbaren Quellen nicht zustande; die Website wurde im August 2010 abgeschaltet.
Die Flotte im Überblick
Zoom flog ausschließlich zweistrahlige Boeing-Jets. Beide Typen waren für eine kleine Langstrecken-Airline naheliegend: Sie sind kleiner als die großen Großraumjets und dürfen dank ETOPS-Zulassung auch weit über den Atlantik fliegen. Die genaue Flottengröße zum Ende ist in den Quellen nicht einheitlich angegeben; genannt werden fünf bis sieben Flugzeuge.
| Typ | Kennzeichen (laut Nachschlagewerken) | Name | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 757-200 | C-GTSN | City of Montreal | ca. 205 | Schmaler Rumpf, eine Kabinenreihe, lange Fahrwerksbeine |
| Boeing 757-200 | C-GTDX | City of Toronto | ca. 202 | Für dünnere Strecken, etwa nach Cardiff oder Belfast |
| Boeing 767-300ER | C-GZMM | City of Ottawa | ca. 269 | Breiter Rumpf mit zwei Gängen |
| Boeing 767-300ER | C-GZUM | City of Vancouver | ca. 270 | Für die nachfragestarken Atlantikstrecken |
| Boeing 767-300ER | C-GZNC | City of Calgary | ca. 269 | Rückgrat auf den dichteren Atlantikstrecken |
Die Angaben stammen aus gängigen Nachschlagewerken mit Stand September 2008. Laut diesen Quellen waren die Flugzeuge im Schnitt rund 16 Jahre alt. An Bord bot Zoom eine Economy- und eine Premium-Economy-Kabine an; die Premium-Economy-Plätze waren in die Sitzzahlen oben eingerechnet.
Wie kanadische und andere Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Geleaste Flugzeuge, wechselnde Bemalungen
Weil Zoom alle Maschinen geleast hatte, flogen sie vor und nach Zoom bei anderen Betreibern. Auf Fotos aus den Übergangszeiten findest du deshalb gelegentlich Mischlackierungen. Wie du solche Fälle einordnest, zeigt der Artikel zu Hybrid-Lackierungen; Hintergründe zum Leasing liefert Flugzeugleasing erklärt.
757 oder 767? So unterscheidest du sie auf Archivfotos
Auf älteren, unscharfen oder kleinen Fotos sind die beiden Zoom-Typen leichter zu verwechseln, als man denkt. Beide entstanden zur selben Zeit bei Boeing und haben ein sehr ähnliches Cockpit.
Das spricht für die 757-200
- Schlanker, langer Rumpf mit nur einem Gang
- Auffällig hohes Fahrwerk, Nase steht deutlich nach oben
- Wirkt im Verhältnis zur Länge sehr „dünn“
- Auf Trackern und in Datenbanken als B752 geführt
Das spricht für die 767-300ER
- Deutlich dickerer Rumpf mit zwei Gängen
- Größere Triebwerke unter den Flügeln
- Kürzer und gedrungener im Verhältnis zur Rumpfbreite
- In Datenbanken als B763 geführt
Ausführlich mit Bildern und weiteren Merkmalen erklärt das der Guide Boeing 757 und 767 unterscheiden. Am sichersten bleibt bei Zoom aber das Kennzeichen: Die Flotte war so klein, dass du über die Registrierung fast immer direkt bei einem bestimmten Flugzeug landest.
Woran du Zoom erkennst
Zoom ist seit 2008 verschwunden, du wirst die Airline also nicht mehr live sehen. Wenn du aber alte Fotos durchgehst, helfen dir diese Merkmale bei der Zuordnung:
- Nur zwei Typen: Boeing 757-200 oder Boeing 767-300ER. Ein anderer Typ mit Zoom-Bezug ist meist eine Mietmaschine aus der Anfangszeit.
- Kanadisches Kennzeichen: C-G am Rumpf bei den in den Nachschlagewerken genannten Flugzeugen.
- Typische Orte: Toronto, Ottawa, Vancouver, Calgary – und auf der anderen Seite Gatwick, Manchester, Glasgow, Belfast oder Cardiff.
- Zeitraum: Aufnahmen zwischen 2002 und August 2008.
- Codes in Logs: Z4 in der Flugnummer, OOM und ZOOM im Funk und in alten Tracker-Daten.
Typ bestimmen
Ein Gang oder zwei? Daraus folgt 757 oder 767.
Kennzeichen lesen
C-G plus drei Buchstaben – damit findest du das Flugzeug in Datenbanken.
Datum prüfen
Liegt das Foto zwischen 2002 und 2008, passt es zur Zoom-Zeit.
Lebenslauf nachschlagen
Über Kennzeichen und Seriennummer siehst du, wo das Flugzeug vorher und nachher flog.
Wie du das Baujahr und den Lebenslauf eines Flugzeugs herausfindest, erklärt der Artikel Wie alt ist dieses Flugzeug?. Und wer gezielt Registrierungen sammelt, findet in Registrierungen sammeln Ideen, wie man solche historischen Kennzeichen sinnvoll ins Logbuch aufnimmt.
Zoom im Vergleich: kanadische Low-Cost- und Ferienairlines
Zoom war nicht die einzige kanadische Airline, die mit günstigen Preisen über den Atlantik flog – und nicht die einzige, die scheiterte. Ein kurzer Vergleich hilft beim Einordnen:
| Airline | Zeitraum | Schwerpunkt | Status |
|---|---|---|---|
| Wardair | 1952–1989 | Charter und Linie, auch nach Europa | Historisch, von Canadian übernommen |
| Canada 3000 | 1988–2001 | Charter und Ferienflüge | Historisch, Zusammenbruch 2001 |
| Zoom Airlines | 2002–2008 | Low-Cost-Langstrecke nach Europa | Historisch, Einstellung 2008 |
| Air Transat | seit 1987 im Flugbetrieb | Ferien- und Linienflüge, auch nach Europa | Aktiv |
| Lynx Air | 2022–2024 | Ultra-Low-Cost im Inland und in die USA | Historisch |
Im Vergleich zu Air Canada und WestJet war Zoom ein Nischenanbieter. Der Ansatz erinnert eher an frühe Low-Cost-Pioniere auf dem Atlantik wie People Express oder Tower Air, die ebenfalls mit niedrigen Preisen und wenigen Flugzeugtypen antraten.
Gute Chancen auf Zoom-Fotos, wenn …
- dein Archiv Aufnahmen aus Toronto, Glasgow, Manchester oder Gatwick zwischen 2002 und 2008 enthält
- du in Spotter-Datenbanken gezielt nach den C-G-Kennzeichen der Flotte suchst
Genauer prüfen, wenn …
- das Foto aus der Anfangszeit 2002 stammt und eine Mietmaschine zeigen könnte
- das Flugzeug eine Mischlackierung trägt
Kein Zoom, wenn …
- das Bild nach August 2008 entstanden ist
- es sich um einen anderen Typ als 757 oder 767 handelt und kein Bezug zur Anfangszeit besteht
Zoom heute: Spuren an den alten Zielen
Auch wenn die Airline fehlt, lohnen sich die früheren Zoom-Flughäfen für Spotter weiterhin. Am Runway Visitor Park in Manchester erlebst du heute andere Langstreckenjets auf ähnlichen Atlantikstrecken. In Kanada ist der Larry Berg Flight Path Park am Flughafen Vancouver ein bekannter Ort für Anflugfotos, und Toronto Pearson bleibt der größte Flughafen des Landes. Die 757 ist inzwischen deutlich seltener im Passagierdienst zu sehen, viele Exemplare fliegen als Frachter weiter.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren – egal ob du in Kanada, Großbritannien oder Deutschland unterwegs bist.
Häufige Verwechslungen
- Zoom Airlines Limited für eine eigene Flotte halten – laut Nachschlagewerken teilte sich die britische Schwester die Flugzeuge mit der kanadischen Gesellschaft.
- 757 und 767 vertauschen – auf kleinen Fotos entscheidet die Rumpfbreite, nicht die Länge.
- Zoom mit Flyglobespan gleichsetzen – die schottische Airline war nur im Winter 2006/2007 Codeshare-Partner, mit eigener Flotte und eigenen Codes.
- XPO Airlines für eine aktive Nachfolgerin halten – das Neustart-Projekt kam nicht über die Ankündigungsphase hinaus.
- Jede Z4-Flugnummer Zoom zuordnen – IATA-Codes können später neu vergeben werden; prüfe immer das Jahr.
- Zoom für einen reinen Charterflieger halten – nach dem Start als Charterairline verkaufte Zoom Linienflüge direkt an Passagiere.
Deine Langstrecken-Sammlung
Setz Typen wie die 757 auf deine Wunschliste, lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen und poste deine Sichtung mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Zoom Airlines zeigt, wie schmal der Grat für eine Low-Cost-Airline auf der Langstrecke ist. Mit einer kleinen Flotte aus 757 und 767, Direktflügen zu britischen Regionalflughäfen und Direktverkauf ohne Zwischenhändler fand Zoom eine echte Nische. Als die Kerosinpreise 2008 explodierten und die Tickets nicht abgesichert waren, reichten wenige Tage bis zum Aus. Für Spotter bleibt eine gut überschaubare Airline mit klaren Erkennungsmerkmalen – ideal, um das eigene Fotoarchiv sauber zu sortieren.
Kurzfazit
Zoom Airlines (IATA Z4, ICAO OOM) war eine historische kanadische Low-Cost-Airline aus Ottawa, die von 2002 bis 2008 mit Boeing 757-200 und 767-300ER über den Atlantik flog. Auf Archivfotos erkennst du sie am sichersten über das C-G-Kennzeichen und den Zeitraum.
Zusammenfassung
- Zoom übertrug das Low-Cost-Prinzip auf die Transatlantikstrecke und flog dabei oft von britischen Regionalflughäfen statt von London-Heathrow.
- Mit nur zwei Boeing-Typen und einer kleinen Flotte war Zoom gut überschaubar – heute ist das ein Vorteil für alle, die Archivfotos sortieren.
- Gestiegene Kerosinpreise, fehlende Absicherung und offene Rechnungen führten im August 2008 innerhalb weniger Tage zum Zusammenbruch.
- Für Spotter ist Zoom ein Archiv-Thema: Kennzeichen, Codes und Einsatzorte helfen, alte Fotos eindeutig zuzuordnen.
Häufige Fragen
Wann gab es Zoom Airlines?
Zoom Airlines wurde im Mai 2002 gegründet und stellte den Flugbetrieb Ende August 2008 ein. Am 28. August 2008 stellte die Airline alle Flüge ein und suchte in Kanada Gläubigerschutz. Damit war Zoom nach gut sechs Jahren Geschichte.
Welche Codes hatte Zoom Airlines?
Zoom nutzte den IATA-Code Z4, den ICAO-Code OOM und im Funk das Rufzeichen ZOOM. Begegnet dir eine Z4-Flugnummer in einem alten Flugplan oder Bordkartenarchiv aus den Jahren 2002 bis 2008, gehört sie zu dieser Airline.
Welche Flugzeuge flog Zoom Airlines?
Zoom setzte auf zwei Boeing-Typen: die Boeing 757-200 und die Boeing 767-300ER. Zum Ende umfasste die Flotte je nach Quelle fünf bis sieben Flugzeuge. Die Maschinen waren geleast und schon einige Jahre alt, als sie zu Zoom kamen.
Warum ist Zoom Airlines pleitegegangen?
Zoom selbst nannte die stark gestiegenen Kerosinpreise und die schwächere Wirtschaft als Hauptgründe. Die Airline hatte ihre günstig vorverkauften Tickets nicht gegen steigende Treibstoffpreise abgesichert. Ende August 2008 wurden dann Flugzeuge wegen offener Forderungen festgehalten, und der Betrieb brach innerhalb weniger Tage zusammen.
Was war Zoom Airlines Limited?
Zoom Airlines Limited war die britische Schwestergesellschaft, die John Boyle im Sommer 2006 gründete. Sie war rechtlich von der kanadischen Zoom Airlines Inc. getrennt und bot Verbindungen ab Großbritannien an. Beide Gesellschaften stellten am 28. August 2008 den Betrieb ein.
Wohin flog Zoom Airlines?
Kern des Netzes waren Verbindungen von kanadischen Städten wie Toronto, Ottawa, Montréal, Vancouver und Calgary nach Großbritannien – London-Gatwick, Manchester, Glasgow, Belfast und Cardiff – sowie nach Paris-Charles-de-Gaulle. Dazu kamen Ferienflüge in die Karibik und nach Bermuda, Fort Lauderdale, eine Verbindung San Diego–London und ab 2008 Rom.
Gab es nach 2008 einen Neustart?
Anfang 2009 übernahm ein Investor aus Kingston, Ontario, die Reste der kanadischen Gesellschaft und kündigte einen Neustart an, zunächst unter dem Namen XPO Airlines und mit Blick auf Asien. Ein Flugbetrieb kam nach den verfügbaren Quellen nicht zustande; die Website wurde 2010 abgeschaltet.
Wo finde ich heute noch Spuren von Zoom?
Vor allem in Fotoarchiven und Spotter-Datenbanken. Die ehemaligen 757 und 767 flogen nach 2008 teils bei anderen Betreibern weiter. Über das Kennzeichen oder die Seriennummer kannst du nachvollziehen, wo ein früheres Zoom-Flugzeug später unterwegs war.
Zoom Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 757-200
Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
Weitere Airlines
Flyglobespan
Historische schottische Airline (2002–2009) der Globespan Group aus Edinburgh: Mit Boeing 737 flog sie günstig von Glasgow, Edinburgh und Aberdeen ans Mittelmeer, mit 757 und 767 sogar über den Atlantik – bis sie am 16. Dezember 2009 den Betrieb einstellte.
FerienfliegerCanada 3000
Historische kanadische Charter-Airline aus Toronto: aus einem britischen Ableger entstanden, nach dem Ende von Wardair Marktführer im Ferienverkehr, Erstbetreiber der A330-200 und im November 2001 plötzlich am Boden.
FerienfliegerAir Transat
Kanadas Ferienflieger aus Montréal: Air Transat fliegt mit Airbus A321LR und A330 im Sommer nach Europa und im Winter in die Sonne – und ist mit Berlin auch für deutsche Spotter erreichbar.
NetzwerkAir Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
NetzwerkWestJet
Kanadas zweitgrößte Airline aus Calgary: als Low-Cost-Airline gestartet, heute mit Boeing 787-9 auf der Langstrecke, großer 737-Flotte und Dash-8-Turboprops bei WestJet Encore.
Low-CostFlair Airlines
Neongrün, Schwarz und ein Hauch Lila: Flair Airlines ist Kanadas unabhängige Ultra-Low-Cost-Airline mit einer kompakten Flotte aus Boeing 737 MAX 8 und 737-800 – und eine bewegte Geschichte zwischen Charterflügen, NewLeaf und Leasing-Ärger.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen London-Gatwick
Eine einzige Hauptbahn, über 40 Millionen Passagiere im Jahr und orange Airbusse im Minutentakt: Gatwick ist Londons zweitgrößter Flughafen und ein Lehrstück dafür, wie viel Verkehr eine Bahn tragen kann. Für Spotter heißt das: kaum Leerlauf, viel easyJet, dazu Langstrecke von TUI, Norse, British Airways und den Golf-Carriern.
FlughafenFlughafen Manchester
Größter Flughafen außerhalb Londons und Heimat einer der bekanntesten Spotter-Szenen Europas: Zwei parallele Bahnen in Ringway, ein bunter Mix aus Ferienfliegern, Low-Cost-Airlines und Golf-Langstrecke – und mit dem Runway Visitor Park ein offizieller Aussichtspunkt samt Concorde.
FlughafenFlughafen Glasgow
Schottlands zweitgrößter Flughafen liegt bei Paisley westlich von Glasgow: eine einzige Bahn, ein Marinefliegerhorst als Vorgeschichte und mit Loganair eine Hausairline, deren Turboprops und Twin Otter von hier aus zu den Inseln fliegen.
Wo du Zoom Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Runway Visitor Park am Flughafen Manchester
Großbritanniens bekanntester Besucherpark für Flugzeugfans: Im Runway Visitor Park stehst du auf einem erhöhten Aussichtsbereich wenige Hundert Meter neben der Piste 05L/23R – und hast zwischen den Startwellen eine Concorde, einen Nimrod und eine Trident zum Anfassen.
AnflugschneiseLarry Berg Flight Path Park am Flughafen Vancouver
Der Familienpark der Flughafengesellschaft liegt in Verlängerung der Südbahn des Flughafens Vancouver. Landungen auf der 26L kommen tief über dich hinweg, Starts von der 08R steigen über dir aus – kostenlos, mit Parkplatz, Picknicktischen und Spielplatz.
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