Flughafen Dublin

Irlands größter Flughafen: Heimatbasis von Aer Lingus und Ryanair, seit 2022 mit zweiter Parallelbahn, US-Preclearance im Terminal 2 und viel Transatlantikverkehr – ohne offizielle Besucherterrasse, dafür mit Spotterplätzen rund um den Zaun.

Auch bekannt als: Dublin Airport · Aerfort Bhaile Átha Cliath · Collinstown · daa (Betreiber)

IrlandIrlandFlughäfenDUB / EIDWseit 194011 Min. Lesezeit

DUB

IATA-Code

EIDW

ICAO-Code

3.110 m

Länge der Nordbahn von 2022

36,4 Mio.

Passagiere im Rekordjahr 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA DUB, ICAO EIDW: Irlands größter Flughafen, 2025 mit rund 36,4 Millionen Passagieren.
  • Zwei Parallelbahnen plus Querwindbahn: Hauptbahn 10R/28L, seit 2022 die Nordbahn 10L/28R und die selten genutzte 16/34.
  • Zwei Heimat-Airlines: Aer Lingus hat hier ihr Drehkreuz, Ryanair ihre Heimatbasis.
  • US-Preclearance im Terminal 2: Deshalb ist Dublin ein wichtiger Umsteigepunkt in die USA – mit viel Großraumverkehr am Tag.
  • Keine Besucherterrasse: Gespottet wird an öffentlichen Straßen und Parkplätzen am Zaun – Auto und Wetterschutz helfen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Vom Fliegerhorst zum Hauptstadtflughafen
  7. 7.Drei Bahnen, zwei davon parallel
  8. 8.Betriebsrichtung: 28 oder 10?
  9. 9.Aer Lingus: das grüne Drehkreuz
  10. 10.Ryanair: die Heimatbasis
  11. 11.Transatlantik und US-Preclearance
  12. 12.Wer sonst in Dublin landet
  13. 13.Spotten ohne Terrasse: wo du stehen kannst
  14. 14.Anreise und Nachtregeln
  15. 15.Dublin im Vergleich
  16. 16.Fazit
  17. 17.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeDUB
ICAO-CodeEIDW
Betreiberdaa (früher Dublin Airport Authority), ein Unternehmen im Besitz des irischen Staates
LageIn Collinstown, je nach Messpunkt rund sieben bis zehn Kilometer nördlich der Dubliner Innenstadt und wenige Kilometer südlich von Swords, an der Autobahn M1 Richtung Belfast
Start- und LandebahnenHauptbahn 10R/28L (2.637 m, seit 1989), Nordbahn 10L/28R (3.110 m, seit August 2022), Querwindbahn 16/34 (2.072 m)
PassagierterminalsTerminal 1 mit den Piers A, B und D sowie Terminal 2 mit Pier E (eröffnet 2010)
Terminal 2Heimat von Aer Lingus, weiteren IAG-Airlines, US-Carriern und Emirates; Abfertigung mit US-Preclearance für Flüge in die USA
Wichtigste NutzerAer Lingus (Drehkreuz) und Ryanair (Heimatbasis und eine der größten Basen im Netz)
Verkehr 2025Rund 36,4 Mio. Passagiere – das bisher verkehrsreichste Jahr des Flughafens
Fracht und Bewegungen 2024Rund 172.000 t Luftfracht und gut 234.000 Starts und Landungen
NachtregelnZwischen 23 und 7 Uhr keine Starts und Landungen auf der Nordbahn; für den Nachtbetrieb insgesamt gilt seit 2025 eine jährliche Obergrenze, deren Bestand rechtlich offen ist
Eröffnung19. Januar 1940 mit dem ersten Linienflug nach Liverpool
Für Spotter relevantKeine offizielle Besucherterrasse; gespottet wird an öffentlichen Straßen, Parkplätzen und Zufahrten rund um das Gelände
Offizielle Websitewww.dublinairport.com

Tätigkeitsfelder

Passagierverkehr – Drehkreuz von Aer Lingus, Heimatbasis von Ryanair und Ziel vieler europäischer, nordamerikanischer und Golf-Airlines
Transatlantikverkehr mit US-Preclearance – Fluggäste in die USA erledigen Einreise und Zoll schon in Dublin
Luftfracht – überwiegend als Beiladung im Bauch der Passagierflugzeuge, ergänzt durch Frachtflüge
Infrastruktur – Betrieb von Bahnen, Vorfeldern, Terminals und Parkhäusern durch die daa
Flugsicherung – zuständig ist die staatliche irische Flugsicherung, nicht die daa; seit 2022 arbeitet sie aus einem neuen, knapp 87 Meter hohen Kontrollturm auf dem Gelände

Geschichte im Zeitraffer

1917–1919In Collinstown nördlich von Dublin richtet das britische Royal Flying Corps einen Stützpunkt ein – der Ursprung des heutigen Flughafengeländes.
1940Am 19. Januar nimmt der zivile Flughafen den Betrieb auf; der erste Flug geht nach Liverpool.
1941Das von Desmond FitzGerald entworfene Terminalgebäude geht in Betrieb. Der geschwungene Bau steht heute unter Denkmalschutz.
1972Terminal 1 öffnet und wird in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erweitert.
1989Die heutige Hauptbahn 10R/28L und ein neues Flugsicherungszentrum gehen in Betrieb.
2007Die Baugenehmigung für Terminal 2 deckelt den Flughafen auf 32 Millionen Passagiere pro Jahr. Im selben Jahr werden die zweite Parallelbahn genehmigt, die alte Bahn 11/29 stillgelegt und Pier D fertig, ein auf Low-Cost-Airlines wie Ryanair zugeschnittener Flugsteig an Terminal 1.
2010Am 19. November wird Terminal 2 offiziell eröffnet, neue Heimat von Aer Lingus und der Flüge nach Nordamerika.
2022Im Juni geht der neue, knapp 87 Meter hohe Kontrollturm in Betrieb, am 24. August folgt die Nordbahn 10L/28R.
2025Mit rund 36,4 Millionen Passagieren erlebt der Flughafen sein bisher stärkstes Jahr. Im Juli legt die Planungsbehörde eine jährliche Obergrenze für Nachtbewegungen zwischen 23 und 7 Uhr fest.
2026Im Februar bewertet die EU-Kommission die Nacht-Obergrenze als nicht vereinbar mit der EU-Verordnung zu Lärmschutz-Betriebsbeschränkungen; parallel arbeitet der Gesetzgeber an einer Neuregelung der Passagiergrenze.

Flughafen Dublin aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Dublin

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – bei Westwind laufen die Bewegungen Richtung 28, bei Ostwind Richtung 10
  • Einen Airbus A330 von Aer Lingus mit dem Kleeblatt am Leitwerk fotografiert
  • Eine Aer-Lingus-A321neo in Langstreckenversion auf dem Weg über den Atlantik erwischt
  • Mehrere Boeing 737 von Ryanair in Folge notiert – und an den Kennzeichen auseinandergehalten
  • Einen US-Carrier wie United, Delta oder American nach dem Preclearance-Abflug gesehen
  • Ein Golf-Großraumflugzeug von Emirates oder Qatar Airways in Dublin fotografiert
  • Einen Turboprop von Aer Lingus Regional, etwa eine ATR 72-600, im Anflug erwischt
  • Starts und Landungen auf beiden Parallelbahnen festgehalten

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Dichter Verkehr mit zwei Heimat-Airlines: Aer Lingus und Ryanair
  • Transatlantik-Großraumjets am Tag – ungewöhnlich für einen Flughafen dieser Größe in Europa
  • Weitgehend ebenes Umland mit Straßen nah an den Bahnenden
  • Viele Ryanair-Kennzeichen an einem Ort – ideal, um die eigene Sammlung zu füllen
  • Kompakte Anreise aus der Stadt mit Expressbussen

Wo es hakt

  • Keine offizielle Besucherterrasse oder Aussichtsplattform
  • Die meisten Spotterplätze sind ohne Auto nur mühsam erreichbar
  • An den Standorten gibt es keine Toiletten, keinen Unterstand und keine Verpflegung
  • Spots nördlich der Bahnen liegen im Winter fast den ganzen Tag im Gegenlicht
  • Irisches Wetter: Regenschauer und schnell wechselnde Bewölkung gehören dazu

Wer an Dublin denkt, denkt an Ryanair. Das stimmt, ist aber nur die halbe Geschichte. Irlands größter Flughafen ist zugleich Drehkreuz von Aer Lingus, Sprungbrett über den Atlantik und einer der wenigen Orte in Europa, an denen Fluggäste die US-Einreise schon vor dem Abflug erledigen. Für dich als Spotter heißt das: viele Boeing 737 in Ryanair-Blau, dazu grüne Kleeblatt-Leitwerke und am Tag eine Reihe von Großraumjets nach Nordamerika und an den Golf. Eine offizielle Terrasse gibt es nicht. Deshalb lohnt es sich, vorher zu wissen, wie Bahnen, Wind und Licht zusammenspielen.

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Vom Fliegerhorst zum Hauptstadtflughafen

Die Geschichte des Geländes beginnt im Ersten Weltkrieg. In Collinstown nördlich von Dublin richtete das britische Royal Flying Corps ab 1917 einen Stützpunkt ein. Den zivilen Flughafen baute der junge irische Staat erst Ende der 1930er-Jahre. Am 19. Januar 1940 startete der erste Linienflug, er ging nach Liverpool. Kurz darauf ging das Terminalgebäude von Architekt Desmond FitzGerald in Betrieb. Mit seiner geschwungenen, gestaffelten Form erinnert es an ein Schiff. Der Bau steht heute unter Denkmalschutz.

Danach wuchs der Flughafen Schritt für Schritt: 1972 kam Terminal 1, 1989 die heutige Hauptbahn mit einem neuen Flugsicherungszentrum, 2010 Terminal 2. Den bisher größten Sprung brachte 2022, als eine zweite Parallelbahn und ein neuer Kontrollturm in Betrieb gingen. Mit knapp 87 Metern gilt der Turm als höchstes bewohntes Bauwerk Irlands.

36,4 Mio.Passagiere im Jahr 2025
234.000+Starts und Landungen 2024
3.110 mLänge der Nordbahn
87 mHöhe des Kontrollturms

Drei Bahnen, zwei davon parallel

Für Spotter ist das Layout überschaubar. Die Hauptbahn 10R/28L verläuft in Ost-West-Richtung südlich der neuen Nordbahn und nördlich der Terminals. Rund 1,7 Kilometer weiter nördlich liegt die Nordbahn 10L/28R, die mit 3.110 Metern die längste Bahn des Flughafens ist. Für sie musste die alte Bahn 11/29 weichen, die bereits 2007 stillgelegt und danach als Abstellfläche genutzt wurde. Quer dazu liegt die Bahn 16/34, die vor allem bei kräftigem Seitenwind zum Einsatz kommt.

Bahn Bezeichnung Länge Was du dort typischerweise siehst
Hauptbahn 10R/28L 2.637 m Das Rückgrat des Betriebs, laut Spotterberichten vor allem für Landungen auf 28L und Starts auf 10R genutzt
Nordbahn 10L/28R 3.110 m Seit 2022 in Betrieb, nur zwischen 7 und 23 Uhr, oft für schwere Starts Richtung Westen
Querwindbahn 16/34 2.072 m Selten genutzt, vor allem bei starkem Wind aus Norden oder Süden
Terminalvorfelder – – Ryanair am Pier D, Aer Lingus und Transatlantikverkehr am Pier E

Wie die Flugsicherung die Bahnen im Einzelnen verteilt, hängt von Wind, Tageszeit und Verkehrslage ab. Die verlässlichste Antwort liefert dir ein Blick in eine Flugverfolgung kurz vor dem Losfahren. Wie das funktioniert, erklärt der Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B; die Grundlagen zu Bahnnummern findest du unter Pistenbezeichnungen am Flughafen.

Betriebsrichtung: 28 oder 10?

Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. In Irland kommt er häufig aus westlichen Richtungen. Dann laufen die Bewegungen Richtung 28: Die Maschinen kommen von Osten, also von der Irischen See her, und starten nach Westen ins Landesinnere. Dreht der Wind auf Ost, gilt Betriebsrichtung 10, und das Bild kehrt sich um. Da die Spotterplätze an den Bahnenden liegen, entscheidet die Betriebsrichtung, ob du am richtigen oder am falschen Ende stehst.

Prüf deshalb vor dem Losfahren Wind und Betriebsrichtung. Wie du Windangaben aus METAR und TAF liest und daraus die aktive Bahn ableitest, erklären die Beiträge Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und METAR und TAF lesen.

Licht und Bahn zusammen denken

Die Terminals liegen südlich der Hauptbahn, die Sonne steht mittags im Süden. Von der Südseite aus hast du sie deshalb vom Vormittag bis zum späten Nachmittag meist im Rücken. Plätze nördlich der Bahnen funktionieren vor allem an Sommermorgen und -abenden, im Winter liegen sie fast durchgehend im Gegenlicht. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher.

Aer Lingus: das grüne Drehkreuz

Am Terminal 2 dominiert das Grün von Aer Lingus. Die irische Airline gehört seit 2015 zur International Airlines Group und nutzt Dublin als Drehkreuz zwischen Europa und Nordamerika. Auf der Kurz- und Mittelstrecke fliegt sie Jets der A320-Familie wie den Airbus A320. Über den Atlantik setzt sie Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A330 ein, dazu Langstreckenversionen der A321neo. Mit den schmalen Jets erreicht Aer Lingus auch Ziele in Nordamerika, für die ein Großraumflugzeug zu groß wäre.

Für kurze Strecken, vor allem nach Großbritannien, gibt es die Marke Aer Lingus Regional. Ihre Turboprops wie die ATR 72-600 fliegt bislang der Partner Emerald Airlines. Die Partnerschaft hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert – schau beim Spotten aufs Kennzeichen und den Betreiber, statt dich nur auf die Lackierung zu verlassen.

Kleeblatt und Atlantikjets im Blick

Mit Planetrack setzt du Typen, Airlines und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Alarm, wenn sie Dublin anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Ryanair: die Heimatbasis

Nur wenige Kilometer vom Terminal entfernt sitzt die Konzernzentrale von Ryanair. Dublin ist Heimatbasis und eine der größten Basen im gesamten Streckennetz. Abgefertigt wird im Terminal 1, vor allem am Pier D, der eigens für Low-Cost-Verkehr gebaut wurde. Im Laufe eines Tages siehst du hier Dutzende Maschinen in Blau-Gelb: ältere Boeing 737-800 und die neueren Jets der Familie 737 MAX 8, die Ryanair in einer Version mit zusätzlichen Sitzen betreibt.

Für Sammler ist Dublin damit eine gute Adresse, um viele Ryanair-Kennzeichen in kurzer Zeit zusammenzubekommen. Da alle Maschinen gleich aussehen, ist die Registrierung der einzige Weg, deine Sichtungen auseinanderzuhalten. Die meisten Ryanair-Flugzeuge tragen irische Kennzeichen mit dem Präfix EI. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklären die Beiträge zu Flugzeugkennzeichen und zu den Länderkennungen.

Transatlantik und US-Preclearance

Was Dublin von vielen gleich großen Flughäfen unterscheidet, ist der Verkehr nach Nordamerika. Im Terminal 2 betreibt die US-Grenzbehörde eine Preclearance-Anlage: Wer nonstop in die USA fliegt, durchläuft Einreisekontrolle und Zoll schon in Dublin und kommt drüben wie ein Inlandspassagier an. In Europa gibt es das sonst nur noch in Shannon an der irischen Westküste. Das macht Dublin für Umsteiger aus Großbritannien und Europa attraktiv – und sorgt für viele Großraumjets.

Neben Aer Lingus fliegen United Airlines, Delta Air Lines, American Airlines und JetBlue nach Dublin, teils nur saisonal. Typisch sind Muster wie die Boeing 787 oder die Boeing 767; welche Maschine auf welcher Strecke fliegt, ändert sich mit jedem Flugplan. Vom Golf kommen Emirates und Qatar Airways, deren Großraumjets, etwa die Boeing 777-300ER, ebenfalls zu den Highlights eines Spottertags gehören.

Terminal Hauptnutzer Typisches Flugzeugbild
Terminal 1, Pier A und B Ein Großteil der übrigen europäischen Airlines Schmalrumpfjets der A320- und 737-Familien, Regionalflugzeuge
Terminal 1, Pier D Ryanair Boeing 737-800 und 737 MAX 8 in großer Zahl
Terminal 2, Pier E Aer Lingus, IAG-Airlines, US-Carrier, Emirates A320-Familie, A321neo, A330, Boeing 787 und 777

Wer sonst in Dublin landet

Die Liste der Airlines ist lang und stark britisch und europäisch geprägt. Die verkehrsreichste Strecke führt nach London-Heathrow, wo British Airways und Aer Lingus mehrmals täglich fliegen. Danach folgen Amsterdam und Manchester. Aus Deutschland kommt unter anderem die Lufthansa, dazu Gesellschaften wie Vueling, Iberia Express, Turkish Airlines und SAS.

Fracht reist in Dublin vor allem im Bauch der Passagierflugzeuge mit, gerade auf den Transatlantikstrecken. 2024 kamen so rund 172.000 Tonnen zusammen. Reine Frachter tauchen auch auf, sind aber seltener als an großen Frachtdrehkreuzen. Tipps, wie du sie trotzdem erwischst, stehen im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.

Spotten ohne Terrasse: wo du stehen kannst

Eine offizielle Besucherterrasse oder einen Aussichtspark wie den Runway Visitor Park in Manchester bietet Dublin nicht. Die Spotterszene nutzt stattdessen öffentlich zugängliche Plätze rund um das Gelände. Die wichtigsten Gruppen im Überblick:

  • Südseite der Hauptbahn (28L): An der Anflugbefeuerung der 28L, vom Terminal aus zu Fuß rund eine Viertelstunde entfernt, und auf einem kleinen Erdhügel an einem Parkplatz ein Stück weiter am Zaun entlang siehst du Landungen auf 28L und Maschinen, die zum Start aufrollen. Das Licht passt vom Vormittag bis zum späten Nachmittag, im Winter fast den ganzen Tag. Der Weg dorthin führt teilweise an einer Straße mit schnellem Verkehr entlang – Vorsicht.
  • Parkplatzzufahrten am Blue Car Park: An den Zufahrten zu diesem Langzeitparkplatz nahe der R108 hast du Starts auf 28L und den Betrieb auf 10R gut im Blick. Bewachsene Böschungen schränken die Sicht je nach Jahreszeit ein.
  • Rund um die Nordbahn: Entlang der R108 nördlich der Nordbahn gibt es Parkbuchten und Zufahrten mit Blick auf 10L/28R. Hier kommen die schweren Starts nach Westen besonders gut zur Geltung. Allerdings liegst du im Gegenlicht; das funktioniert vor allem an Sommermorgen und -abenden.
  • Anflug 28 im Osten: Kommerzielle Parkplatzanbieter an der Swords Road liegen unter dem Anflug auf die 28er-Bahnen. Fußgänger kommen dort teils hin, Parken setzt aber meist eine längere Buchung voraus.

Alle diese Plätze sind einfache Standorte am Straßenrand: kein Dach, keine Toiletten, kein Kiosk. Wasser, Essen und Regenschutz bringst du selbst mit. Die Beschreibungen hier beruhen auf Spotterberichten und können sich durch Bauarbeiten, Bewuchs oder neue Absperrungen jederzeit ändern.

Zaun bleibt Zaun

Notausfahrten und Tore niemals zuparken, keine Lücken im Zaun nutzen und Privatgrund nur mit Erlaubnis betreten. Auf schmalen Landstraßen mit Lkw-Verkehr gilt: Abstand zur Fahrbahn halten und gut sichtbar bleiben. Leitern, Stative und Drohnen sind in Flughafennähe heikel – bei Drohnen gilt ohnehin ein striktes Verbot ohne Genehmigung. Was erlaubt ist, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen; zu Drohnen lies Drohnen am Flughafen.

Wind und Betriebsrichtung prüfen

Westwind heißt Richtung 28, Ostwind Richtung 10. Daraus folgt, an welchem Bahnende du am besten stehst.

Langstrecken-Wellen heraussuchen

Die Abflüge nach Nordamerika bündeln sich zu bestimmten Tageszeiten. Ein Blick in die Abflugtafel spart dir lange Wartezeiten.

Seite nach Licht wählen

Südlich der Bahnen hast du ab dem Vormittag die Sonne im Rücken, nördlich davon nur im Sommer morgens und abends.

Mietwagen oder Bus planen

Ohne Auto erreichst du nur einen Teil der Plätze. Rechne Fußwege ein und prüf die Busverbindungen vorher.

Regenschutz einpacken

Irisches Wetter wechselt schnell. Eine Regenhülle für die Kamera und eine wetterfeste Jacke gehören in die Tasche.

Anreise und Nachtregeln

Eine Bahnverbindung zum Flughafen gibt es bisher nicht. Aus der Innenstadt fahren Expressbusse wie Dublin Express und Aircoach sowie mehrere Linien von Dublin Bus; je nach Verkehr brauchst du eine halbe Stunde oder länger. Die U-Bahn-Linie MetroLink hat 2025 die Baugenehmigung erhalten, bis zur Inbetriebnahme vergehen aber noch Jahre. Für die Plätze am Zaun ist ein Mietwagen die bequemste Lösung.

In der Nacht gelten feste Regeln. Zwischen 23 und 7 Uhr bleibt die Nordbahn für Starts und Landungen gesperrt, der Nachtverkehr läuft über die Hauptbahn. Für die Nachtbewegungen hat die Planungsbehörde 2025 eine jährliche Obergrenze festgelegt; die EU-Kommission hat diese Regel im Februar 2026 als nicht vereinbar mit EU-Recht bewertet. Wie es weitergeht, ist offen – für Nachtaufnahmen stellst du dich aber ohnehin am besten auf die Hauptbahn ein.

Auch die Gesamtkapazität ist ein Dauerthema. Seit 2007 begrenzt eine Planungsauflage den Flughafen auf 32 Millionen Passagiere pro Jahr. Die tatsächlichen Zahlen liegen inzwischen darüber, und 2026 befasst sich der irische Gesetzgeber mit einer gesetzlichen Neuregelung der Grenze. Für dich als Spotter ändert das wenig: Der Flughafen ist voll, und das heißt viel Verkehr.

Dublin passt zu dir, wenn …

  • du viele Ryanair-Kennzeichen in kurzer Zeit sammeln willst
  • du Transatlantikverkehr von irischen und US-Airlines sehen möchtest
  • du flexibel mit dem Auto zwischen mehreren Plätzen wechseln kannst

Bedingt geeignet, wenn …

  • du ohne Auto anreist und längere Fußwege scheust
  • du im Winter unterwegs bist und die Nordseite einplanst

Eher woanders, wenn …

  • du eine bequeme Terrasse mit Café und Toiletten erwartest
  • du vor allem reine Frachter oder sehr große Muster wie den A380 suchst

Dublin im Vergleich

Im Netz der irischen und britischen Flughäfen ist Dublin die zentrale Drehscheibe Irlands. Nach London-Heathrow führt die meistgeflogene Strecke, und wer dort spottet, sieht Aer Lingus und British Airways wieder – an der Myrtle Avenue direkt im Endanflug. Wer eine Reise mit mehreren europäischen Drehkreuzen plant, findet im Beitrag Beste Spotting-Spots in Europa weitere Ziele.

Aus deutscher Sicht ist Dublin ein kompaktes Ziel für ein verlängertes Wochenende. Vom Flughafen Frankfurt und vielen anderen deutschen Flughäfen kommst du direkt hin – oft mit Aer Lingus oder Ryanair, also mit genau den Airlines, die du vor Ort fotografierst. Pack die Ausrüstungs-Checkliste durch und wirf einen Blick auf Planespotting bei schlechtem Wetter – in Irland lohnt sich beides.

Jeder Platz am Zaun zählt

Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer, Wetter und aktive Pisten am Flughafen – Planetrack bündelt alles, was du für einen Tag in Dublin brauchst. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Der Flughafen Dublin ist kein bequemer Spotterflughafen, aber ein ergiebiger. Zwei Heimat-Airlines sorgen für dichten Verkehr, die US-Preclearance bringt Großraumjets aus Nordamerika, und vom Golf kommen Emirates und Qatar Airways dazu. Seit 2022 bietet die Nordbahn zusätzliche Motive, vor allem bei schweren Starts Richtung Westen.

Was fehlt, ist eine offizielle Plattform. Dafür stehst du an mehreren öffentlichen Plätzen nah an den Bahnenden. Mit Mietwagen, Regenjacke und einem Blick auf Wind und Licht holst du in Dublin viel aus einem Tag heraus.

Kurzfazit

DUB ist Heimat von Aer Lingus und Ryanair und Europas Sprungbrett in die USA mit Preclearance. Eine Terrasse gibt es nicht – plane nach Betriebsrichtung, Licht und Wetter und nimm ein Auto mit, dann lohnt sich der Trip.

Zusammenfassung

  • Dublin ist das Tor Irlands zur Welt und gleichzeitig Heimat zweier sehr unterschiedlicher Airlines – des Netzwerkcarriers Aer Lingus und des Low-Cost-Riesen Ryanair.
  • Seit 2022 hat der Flughafen eine zweite Parallelbahn, deren Nutzung nachts streng geregelt ist.
  • Durch die US-Preclearance und die Nähe zu Nordamerika siehst du hier viele Großraumflugzeuge von irischen und US-Airlines.
  • Eine offizielle Plattform fehlt; dafür gibt es öffentlich zugängliche Plätze an Straßen und Parkplätzen, an denen du die Bahnenden gut im Blick hast.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Dublin?

Der IATA-Code ist DUB, der ICAO-Code EIDW. DUB findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, EIDW nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste. Wie die beiden Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.

Wie viele Start- und Landebahnen hat Dublin?

Drei. Die Hauptbahn 10R/28L ist 2.637 Meter lang, die 2022 eröffnete Nordbahn 10L/28R 3.110 Meter. Dazu kommt die Querwindbahn 16/34 mit 2.072 Meter, die nur selten genutzt wird. Die Nordbahn ersetzte die frühere Bahn 11/29, die vorher bereits stillgelegt war.

Gibt es am Flughafen Dublin eine Besucherterrasse?

Eine offizielle Aussichtsplattform oder Besucherterrasse, wie du sie von deutschen Flughäfen kennst, bietet Dublin nicht. Spotter weichen auf öffentlich zugängliche Plätze aus: Straßenränder, Parkplatzzufahrten und Feldwege rund um das Gelände. Dort gelten Verkehrsregeln, Privatgrund und Absperrungen ohne Ausnahme.

Darf die Nordbahn nachts genutzt werden?

Nein. Zwischen 23 und 7 Uhr finden auf der Nordbahn 10L/28R keine Starts und Landungen statt. Für den Nachtbetrieb insgesamt hat die irische Planungsbehörde 2025 zusätzlich eine jährliche Obergrenze festgelegt, die die EU-Kommission 2026 als nicht vereinbar mit EU-Recht bewertet hat. Die Regeln sind also in Bewegung – prüf vor einer Nachtsession den aktuellen Stand.

Welche Airlines fliegen ab Terminal 2?

Terminal 2 ist die Heimat von Aer Lingus und weiteren Airlines der IAG wie British Airways, Iberia Express und Vueling. Dazu kommen US-Airlines wie American, Delta und United sowie Emirates. Ryanair fertigt im Terminal 1 ab.

Was bedeutet US-Preclearance in Dublin?

Wer nonstop in die USA fliegt, erledigt Einreisekontrolle und Zoll der US-Behörden bereits in Dublin und kommt in den USA wie ein Inlandspassagier an. In Europa bietet sonst nur Shannon im Westen Irlands diesen Service an.

Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen?

Eine Bahnverbindung gibt es nicht. Vom Stadtzentrum fahren Expressbusse wie Dublin Express und Aircoach sowie Linienbusse von Dublin Bus. Die U-Bahn-Linie MetroLink hat 2025 die Baugenehmigung bekommen, bis zur Inbetriebnahme vergehen aber noch Jahre. Für die meisten Spotterplätze am Zaun ist ein Auto deutlich praktischer.

Wie viele Passagiere hat der Flughafen Dublin?

2025 waren es rund 36,4 Millionen – so viele wie nie zuvor. 2024 lag der Wert bei rund 34,6 Millionen. Seit 2007 gilt eigentlich eine Obergrenze von 32 Millionen Passagieren pro Jahr; um deren Anpassung wird politisch und rechtlich gerungen.

Sichtungen rund um Flughafen Dublin sammeln

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

EI / EIN

Aer Lingus

Irlands Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Dublin: gegründet 1936, seit 2015 Teil der IAG, ohne Allianz – und mit A321LR und A321XLR einer der spannendsten Single-Aisle-Betreiber über dem Nordatlantik.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

BA / BAW

British Airways

Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.

UA / UAL

United Airlines

Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.

DL / DAL

Delta Air Lines

Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.

AA / AAL

American Airlines

Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.

EK / UAE

Emirates

Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.

QR / QTR

Qatar Airways

Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Boeing 737-800

Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.

Flugzeugtyp

Boeing 737 MAX 8

Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.

Flugzeugtyp

Airbus A330-300

Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.

Flugzeugtyp

Airbus A321neo

Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

ATR 72-600

Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.

Flugzeugtyp

Boeing 787-9 Dreamliner

Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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