TACA

Historische Airlinegruppe aus Mittelamerika: 1931 in Honduras gegründet, später in San Salvador zu Hause, mit LACSA, Aviateca und TACA Perú zur Grupo TACA gewachsen – und seit Mai 2013 unter dem Namen Avianca unterwegs.

Auch bekannt als: TACA International Airlines · Transportes Aéreos del Continente Americano · Transportes Aéreos Centroamericanos · Grupo TACA · TACA Airlines · Avianca El Salvador · TA

El SalvadorEl SalvadorNetzwerk-AirlinesIATA: TAICAO: TAI11 Min. Lesezeit

TA

IATA-Code (bis 2023)

TAI

ICAO-Code

1931

Gründung in Honduras

2013

Wechsel zur Marke Avianca

Das Wichtigste in Kürze

  • TACA war die große Airlinegruppe Mittelamerikas – 1931 in Honduras gegründet, ab 1945 in El Salvador zu Hause.
  • Codes: IATA TA, ICAO TAI, Rufzeichen „TACA“. Avianca El Salvador nutzte TA noch bis Ende 2023, seit dem 1. Januar 2024 laufen die Flüge unter AV, der ICAO-Code TAI blieb.
  • Grupo TACA bündelte in den 1990er-Jahren LACSA, Aviateca und NICA, später kamen TACA Perú und Isleña dazu.
  • Airbus-Pionier: TACA gehörte zu den ersten A320-Betreibern Lateinamerikas und flog 2005 als erste Airline der Region den A321.
  • Fusion mit Avianca: 2009 angekündigt, 2012 gemeinsamer Beitritt zur Star Alliance, seit Mai 2013 nur noch Marke Avianca.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.TACA im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Geschichte in Etappen
  4. 4.Die Flotte im Wandel
  5. 5.Woran du TACA erkennst
  6. 6.Das Comeback als Retro-Lackierung
  7. 7.Unfälle und Zwischenfälle
  8. 8.TACA-Spuren für Spotter heute
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeTA
ICAO-CodeTAI
RufzeichenTACA
DrehkreuzeSAL, SJO, LIM
AllianzStar Alliance
StatusHistorische Marke – seit dem 21. Mai 2013 fliegt die Gesellschaft als Avianca El Salvador
Gegründet1931 in Honduras durch den Neuseeländer Lowell Yerex, zunächst als Frachtairline
SitzEl Salvador, zuletzt San Salvador bzw. Antiguo Cuscatlán
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Drehkreuzen in Mittel- und Südamerika und Flügen in die USA
DrehkreuzeSan Salvador (SAL), dazu San José in Costa Rica (SJO) und Lima (LIM)
GruppengesellschaftenTACA International, LACSA, Aviateca, NICA, Isleña und TACA Perú
EigentümerBis 1980 eine US-Gesellschaft mit Sitz in New Orleans, danach die salvadorianische Familie Kriete
AllianzStar Alliance, Beitritt gemeinsam mit Avianca im Juni 2012
FusionMit Avianca angekündigt am 7. Oktober 2009, Markenwechsel am 21. Mai 2013
Jet-Typen (Auswahl)BAC One-Eleven, Boeing 737-200/-300/-400, Boeing 767, Airbus A319, A320, A321 und Embraer 190

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich TACA?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Schriftzug „TACA“ in großen Buchstaben am Rumpf
  • Mehrere Lackierungsgenerationen, 2008 kam mit dem Neustart als TACA International Airlines ein neuer Markenauftritt
  • Im Jet-Zeitalter vor allem Airbus A320-Familie, dazu Embraer 190 und früher Boeing 737 und 767
  • Viele Flugzeuge mit US-Kennzeichen (N-), einzelne auch mit irischem EI-Präfix
  • Flugnummern mit TA, im Funk das Rufzeichen „TACA“ und der ICAO-Code TAI
  • Heute als Retro: ein Avianca-A320 (N567AV) trägt seit 2022 eine TACA-Lackierung der 1990er-Jahre

Wer in den 1990er- oder 2000er-Jahren in Miami, Los Angeles oder New York auf dem Vorfeld stand, kam an TACA kaum vorbei. Die Airline aus El Salvador war über Jahrzehnte das wichtigste Bindeglied zwischen Mittelamerika und den USA und baute eine eigene Airlinegruppe über mehrere Länder auf. Seit 2013 gibt es die Marke nicht mehr – sie ist in Avianca aufgegangen. Für Spotter bleibt TACA trotzdem spannend: als Kapitel in alten Fotoarchiven und als Retro-Lackierung, die heute wieder unterwegs ist.

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TACA im Überblick

TACA ist eine historische Airline-Marke aus El Salvador. Der Name stand ursprünglich für Transportes Aéreos Centroamericanos, später für Transportes Aéreos del Continente Americano. Gegründet wurde die Airline 1931 allerdings nicht in El Salvador, sondern in Honduras – vom Neuseeländer Lowell Yerex, der im Ersten Weltkrieg im britischen Royal Flying Corps geflogen war.

In den ersten Jahren transportierte TACA vor allem Fracht, Passagiere kamen erst 1940 dazu. 1945 zog sich Yerex zurück, der Sitz wanderte nach El Salvador, und der honduranische Teil ging an die Airline SAHSA. Von da an war San Salvador das Zuhause von TACA – und blieb es bis zum Schluss.

Bis 1980 gehörte die Airline einer US-Gesellschaft mit Sitz in New Orleans. Die salvadorianische Familie Kriete war zunächst Minderheitsaktionärin und übernahm schließlich alle Anteile. Unter ihrer Führung wuchs TACA in den 1990er-Jahren zur Grupo TACA, kaufte sich in Nachbar-Airlines ein und wurde zur größten Airlinegruppe Mittelamerikas.

TAIATA-Code, bis Ende 2023 genutzt
TAIICAO-Code, heute bei Avianca El Salvador
SALHeimat-Drehkreuz San Salvador

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code TA: stand in jeder TACA-Flugnummer, auf Tickets, Anzeigetafeln und in Flugplänen. Avianca El Salvador nutzte ihn nach dem Markenwechsel weiter und wechselte erst zum 1. Januar 2024 auf AV.
  • ICAO-Code TAI: stand im Flugplan der Flugsicherung. Die Nachfolgegesellschaft Avianca El Salvador führt ihn weiter.
  • Rufzeichen TACA: so meldeten sich die Crews im Funk – am 20. Mai 2013 zum letzten Mal.

Für die Archivarbeit ist der Unterschied wichtig. Ein Foto aus der Zeit nach Mai 2013 zeigt eine Maschine in Avianca-Farben, die technisch dieselbe Gesellschaft sein kann wie vorher. Wer sauber dokumentiert, trennt deshalb Marke, Betreiber und Kennzeichen. Wie du Flugzeuge über das Kennzeichen eindeutig zuordnest, zeigt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Die Geschichte in Etappen

1931 – Start in Honduras

Lowell Yerex gründet TACA als Frachtairline, erstes Flugzeug ist eine einmotorige Stinson.

1945 – Umzug nach El Salvador

Yerex steigt aus, der Sitz geht nach El Salvador. Passagierflüge gibt es seit 1940.

1966 – Ankunft im Jet-Zeitalter

Am 28. Dezember 1966 fliegt die erste BAC One-Eleven für TACA.

1990er – die Grupo TACA wächst

TACA übernimmt Mehrheiten an Aviateca, LACSA und NICA und stellt auf Airbus A320 um.

2001 – Sprung nach Peru

Eine Basis in Lima führt zur Gründung von TACA Perú, an der TACA 49 Prozent hält.

2009 – Fusion mit Avianca angekündigt

Am 7. Oktober 2009 geben TACA und Avianca ihren Zusammenschluss unter einer gemeinsamen Holding bekannt.

2012 – Star Alliance

Im Juni 2012 treten TACA, Avianca und Copa gemeinsam der Star Alliance bei.

2013 – Abschied von der Marke

Am 21. Mai 2013 fliegen alle TACA-Gesellschaften unter dem Namen Avianca.

Von Propellern zu Jets

Nach dem Krieg setzte TACA auf bewährte Kolbenmotor-Flugzeuge: die Douglas DC-3, die DC-4 und später die DC-6. In den 1950er-Jahren kam die Vickers Viscount mit Turboprops dazu, die Frachtsparte TACA Air Cargo flog ab 1976 die Lockheed L-188 Electra. Den Einstieg ins Jet-Zeitalter machte Ende 1966 die BAC One-Eleven, ein kompakter britischer Zweistrahler mit Triebwerken am Heck.

Im Juni 1988 ersetzte TACA die letzten One-Elevens durch die Boeing 737-200. Daneben flogen die 737-300 und kurzzeitig die 737-400 sowie für längere Strecken die Boeing 767-200 und die 767-300ER.

Die Grupo TACA

Zwischen 1990 und 1995 kaufte sich TACA mehrheitlich bei mehreren Airlines der Region ein: bei Aviateca in Guatemala, bei LACSA in Costa Rica und bei Nicaragüense de Aviación (NICA). Zusammen bildeten sie die Grupo TACA. Die Gesellschaften behielten zunächst eigene Namen und Codes, traten aber zunehmend gemeinsam auf. Dazu kamen Regionalbetriebe wie Isleña Airlines in Honduras und TACA Regional sowie ab 2001 TACA Perú.

Gesellschaft Land Rolle in der Gruppe
TACA International El Salvador Muttergesellschaft, Drehkreuz San Salvador
LACSA Costa Rica Ehemalige Flag-Carrier, Drehkreuz San José
Aviateca Guatemala Ehemalige Flag-Carrier Guatemalas
NICA Nicaragua Nicaraguanische Gruppengesellschaft
Isleña Airlines Honduras Regionalverkehr, unter anderem zu den Bay Islands
TACA Perú Peru Basis Lima, Flüge in Südamerika

2005 war TACA zudem Gründungsgesellschafterin der mexikanischen Low-Cost-Airline Volaris. 2008 gab sich die Gruppe einen neuen Auftritt: Sie trat wieder als TACA International Airlines auf, verlegte den Sitz zurück nach San Salvador und frischte die Lackierung auf.

Zusammenschluss mit Avianca

Am 7. Oktober 2009 kündigten TACA und die kolumbianische Avianca ihren Zusammenschluss an. Beide Eigentümergruppen brachten ihre Anteile in eine gemeinsame Holding ein, die als AviancaTaca an den Start ging. Kolumbiens Luftfahrtbehörde stimmte noch im Dezember 2009 zu. Danach wuchsen beide Airlines Schritt für Schritt zusammen: gemeinsames Vielfliegerprogramm LifeMiles, abgestimmte Netze und eine gemeinsame Flottenplanung mit Flugzeugen von Airbus.

Im Juni 2012 folgte der gemeinsame Beitritt zur Star Alliance – zusammen mit Copa Airlines aus Panama. Damit kamen San Salvador, San José und Lima als Umsteigepunkte ins Allianznetz. Im Oktober 2012 kündigte die Gruppe an, die Marke TACA aufzugeben. Am 20. Mai 2013 flog TACA zum letzten Mal unter eigenem Rufzeichen, am 21. Mai 2013 startete der erste Flug als Avianca El Salvador.

Marke weg, Betrieb geblieben

Avianca El Salvador ist rechtlich die frühere TACA International. Wenn du nach 2013 in San Salvador eine Avianca-Maschine fotografierst, kann sie also direkt aus der TACA-Flotte stammen. Über das Kennzeichen findest du die Vorgeschichte – hilfreich ist dabei der Guide Flugzeugalter herausfinden.

Die Flotte im Wandel

TACA hat in neun Jahrzehnten fast jede Epoche der Verkehrsluftfahrt mitgemacht. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Typen zusammen – ohne Stückzahlen, weil die Quellen dazu je nach Jahr stark auseinandergehen.

Epoche Typen Spotter-Hinweis
1930er–1950er Stinson, Ford Trimotor, Douglas DC-3, DC-4 Nur noch auf historischen Fotos
1950er–1980er DC-6, Vickers Viscount, Lockheed Electra Turboprops und Kolbenmotoren, teils als Frachter
1966–1988 BAC One-Eleven Erster TACA-Jet, Triebwerke am Heck
1980er–2000er Boeing 737-200, -300, -400 Wichtigster Typ vor der Airbus-Ära
1985–2000 Boeing 767-200, -200ER, -300ER Großraumflugzeug für längere Strecken
1990er–2013 Airbus A319, A320, A321 Rückgrat der Flotte bis zum Markenwechsel
2008–2013 Embraer 190 Regionaljet für dünnere Strecken

Airbus-Pionier in Lateinamerika

Die eigentliche Erkennungsmelodie der späten TACA war der Airbus A320. In den 1990er-Jahren gehörte TACA zu den ersten Betreibern des Typs in Lateinamerika und setzte ihn in großer Zahl ein. Dazu kamen der kürzere A319 und ab 2005 der gestreckte A321 – TACA war damit die erste Airline Lateinamerikas mit diesem Typ. Wie du die drei Längen auseinanderhältst, erklärt der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden.

2008 kam die Embraer 190 dazu, TACA war der zweite Betreiber in Lateinamerika. Hersteller ist die brasilianische Embraer, die Unterschiede zu den Schwestermodellen erklärt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Die E190 flog auf Strecken, für die ein A320 zu groß war. Laut den verfügbaren Flottenübersichten blieben A319 und A321 nach dem Markenwechsel noch einige Jahre bei Avianca El Salvador im Einsatz.

Ex-TACA-Airbusse auf der Wunschliste

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Woran du TACA erkennst

Die Farben von TACA haben sich mehrfach geändert. Für die Datierung alter Fotos hilft die Lackierung:

  • Bis 2008: Die Flugzeuge trugen den älteren TACA-Auftritt, den die heutige Retro-Lackierung aus den 1990er-Jahren wieder aufgreift.
  • Ab 2008: Mit dem Neustart als TACA International Airlines kam ein überarbeitetes Erscheinungsbild. Diese Bemalung trugen einige Flugzeuge noch eine Zeit lang nach dem Zusammenschluss mit Avianca.
  • Ab Mai 2013: Die Flugzeuge wechselten nach und nach in die Avianca-Farben. In der Übergangszeit tauchten Mischformen auf – typische Fälle beschreibt der Guide zu Hybrid-Lackierungen.

Ein zweites Merkmal ist das Kennzeichen. Viele TACA-Jets waren in den USA registriert und trugen ein N-Kennzeichen, einzelne Maschinen auch ein irisches EI-Kennzeichen. Wer ein N-Kennzeichen sieht, denkt deshalb schnell an eine US-Airline – bei TACA war das ganz normal. Warum Airlines Flugzeuge in anderen Ländern registrieren, erklärt der Artikel über Offshore-Registrierungen und Leasing.

Achtung Verwechslung

LACSA, Aviateca und TACA traten in den 2000er-Jahren oft im gemeinsamen TACA-Auftritt auf. Auf Fotos aus dieser Zeit verrät erst der Flugnummern-Code oder das Kennzeichen, welche Gruppengesellschaft tatsächlich flog.

Das Comeback als Retro-Lackierung

Im November 2022 holte Avianca die Marke für ein Flugzeug zurück: Ein Airbus A320 mit dem Kennzeichen N567AV trägt seitdem eine Nachbildung der TACA-Lackierung aus den 1990er-Jahren. Betrieben wird er von Avianca, die TACA-Farben sind also eine Hommage und kein Comeback der Airline. Seit März 2023 erinnert ein weiterer Retro-A320 an Aviateca.

Für Spotter ist N567AV das greifbarste Stück TACA, das heute noch fliegt. Weil der A320 im Avianca-Netz wechselnd eingesetzt werden kann, lässt sich vorher kaum sagen, wo er gerade landet. Wie du ein einzelnes Flugzeug gezielt verfolgst, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Mehr über Sonderbemalungen dieser Art findest du unter Retro-Lackierungen von Airlines und in der Übersicht legendärer Airline-Lackierungen.

Kennzeichen beobachten

Such N567AV im Tracker und prüfe, welche Strecken der A320 in den letzten Tagen geflogen ist.

Betriebsrichtung prüfen

Klär vorab, über welche Piste an deinem Flughafen gelandet wird, und such dir den passenden Spot.

Seitenansicht sichern

Fotografiere die ganze Seitenansicht, damit Rumpf und Leitwerk mit der Retro-Bemalung vollständig im Bild sind.

Sauber beschriften

Notier Avianca als Betreiber und „TACA-Retro“ als Lackierung – so bleibt die Sichtung später eindeutig.

Unfälle und Zwischenfälle

Zur Geschichte von TACA gehören auch einige bekannte Ereignisse. Am 24. Mai 1988 verlor eine Boeing 737-300 auf Flug 110 nach New Orleans in heftigem Regen und Hagel beide Triebwerke. Die Crew landete auf einem Grasdamm am NASA-Gelände Michoud – alle Passagiere blieben unverletzt. Der Flug gilt bis heute als Lehrbeispiel für Wassereinbruch in Triebwerke.

Am 30. Mai 2008 schoss ein A320 auf Flug 390 bei Regen über das Pistenende des Flughafens Toncontín in Tegucigalpa hinaus. Fünf Menschen kamen ums Leben, zwei davon am Boden. Toncontín galt wegen seiner kurzen Piste und des Anflugs zwischen Hügeln schon vorher als einer der anspruchsvollsten Flughäfen der Region.

TACA-Spuren für Spotter heute

TACA selbst kannst du heute nicht mehr spotten – wohl aber die Spuren der Airline:

Gute Chancen auf TACA-Spuren, wenn …

  • du in den USA an Flughäfen mit Mittelamerika-Verkehr spottest, etwa am Flughafen Miami
  • du gezielt nach dem Retro-A320 N567AV suchst
  • du Archivfotos aus den Jahren vor 2013 durchgehst

Prüf es vorher, wenn …

  • du bei einem Avianca-Airbus eine TACA-Vergangenheit vermutest – das Kennzeichen verrät es
  • du nach alten Spotterberichten zu San Salvador oder San José planst

Eher keine TACA-Spuren, wenn …

  • du an Flughäfen ohne Verbindungen nach Mittelamerika spottest

Zu den wichtigsten US-Zielen von TACA gehörten Miami, Los Angeles und New York JFK. Wer dort heute steht, sieht Avianca auf den gleichen Strecken – Tipps zu den Spots gibt es in den Guides zu Los Angeles und Miami.

Häufige Verwechslungen

  • TACA für eine einzelne Airline halten – hinter der Marke stand eine ganze Gruppe aus mehreren Ländern.
  • N-Kennzeichen als US-Airline deuten – viele TACA-Jets waren in den USA registriert.
  • Avianca El Salvador für eine Neugründung halten – es ist die frühere TACA International unter neuem Namen.
  • Den TA-Code mit dem ICAO-Code verwechseln – TA war der IATA-Code, TAI ist der ICAO-Code.
  • N567AV als TACA-Flug notieren – der A320 wird von Avianca betrieben und trägt nur die Retro-Farben.
  • Alte und neue Bemalung in dieselbe Epoche legen – der überarbeitete Auftritt kam erst 2008.

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Fazit

TACA war mehr als eine Airline aus El Salvador. Aus einer kleinen Frachtfirma in Honduras wurde über acht Jahrzehnte die prägende Airlinegruppe Mittelamerikas – mit LACSA, Aviateca, NICA und TACA Perú unter einem Dach, frühen Airbus-Jets und Strecken bis tief in die USA. Seit 2013 lebt sie in Avianca weiter. Wer heute den Retro-A320 N567AV erwischt oder ein altes TACA-Foto sauber beschriftet, hält ein echtes Stück Luftfahrtgeschichte fest.

Kurzfazit

TACA (IATA TA, ICAO TAI) war die große Airlinegruppe Mittelamerikas mit Sitz in El Salvador. Seit dem 21. Mai 2013 fliegt sie als Avianca El Salvador – sichtbar bleibt die Marke vor allem auf dem Retro-A320 N567AV.

Zusammenfassung

  • TACA ist eine historische Marke: Seit dem 21. Mai 2013 fliegt die frühere TACA International als Avianca El Salvador.
  • Für Spotter zählt heute vor allem das Archiv – und der Retro-A320 N567AV, der die TACA-Farben zurück auf die Vorfelder bringt.
  • Typisch waren Airbus A319, A320 und A321, dazu Embraer 190 und in früheren Jahren Boeing 737 und 767.
  • Wer alte Fotos sortiert, achtet auf Kennzeichen und Lackierung: Viele TACA-Jets trugen US-Kennzeichen, die Bemalung hilft bei der Datierung.

Häufige Fragen

Welche Codes hatte TACA?

TACA flog mit dem IATA-Code TA, der ICAO-Code lautet TAI, das Rufzeichen im Funk war „TACA“. Nach dem Markenwechsel 2013 behielt die Nachfolgegesellschaft Avianca El Salvador den Code TA zunächst bei. Erst seit dem 1. Januar 2024 laufen ihre Flüge unter dem Avianca-Code AV, der ICAO-Code TAI blieb erhalten.

Gibt es TACA heute noch?

Als Marke nicht mehr. Die Gesellschaft TACA International besteht als Avianca El Salvador weiter und gehört zum Avianca-Verbund. Am 20. Mai 2013 flog TACA zum letzten Mal unter eigenem Rufzeichen, am 21. Mai 2013 startete der erste Flug unter dem Namen Avianca.

Was war die Grupo TACA?

Unter dem Namen Grupo TACA fasste TACA in den 1990er-Jahren mehrere Airlines Mittelamerikas zusammen: LACSA aus Costa Rica, Aviateca aus Guatemala und NICA aus Nicaragua. Dazu kamen die Regionalgesellschaften Isleña in Honduras und TACA Regional sowie ab 2001 TACA Perú mit Basis in Lima.

Wann haben sich TACA und Avianca zusammengeschlossen?

Die Fusion wurde am 7. Oktober 2009 angekündigt. Die Eigentümer brachten ihre Anteile in eine gemeinsame Holding ein, die zunächst AviancaTaca hieß. Den sichtbaren Schlusspunkt setzte der 21. Mai 2013, als alle TACA-Flüge unter die Marke Avianca wechselten.

War TACA Mitglied der Star Alliance?

Ja. TACA trat im Juni 2012 zusammen mit Avianca und Copa Airlines der Star Alliance bei. Weniger als ein Jahr später verschwand die Marke TACA, die Mitgliedschaft lief unter Avianca weiter.

Welche Flugzeuge flog TACA?

Am Anfang kleine Stinson-Maschinen, später Douglas DC-3, DC-4 und DC-6, Vickers Viscount und Lockheed Electra. Ab 1966 flog TACA Jets: zuerst die BAC One-Eleven, ab den 1980er-Jahren Boeing 737 und 767. In den letzten Jahren prägten Airbus A319, A320 und A321 sowie die Embraer 190 die Flotte.

Wo kann ich die TACA-Lackierung heute noch sehen?

Avianca hat 2022 einen Airbus A320 mit dem Kennzeichen N567AV in einer TACA-Lackierung der 1990er-Jahre auf die Strecke geschickt. Wo das Flugzeug gerade fliegt, ändert sich ständig – am besten verfolgst du das Kennzeichen über einen Flugtracker.

TACA im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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