Das Wichtigste in Kürze
- TACA war die große Airlinegruppe Mittelamerikas – 1931 in Honduras gegründet, ab 1945 in El Salvador zu Hause.
- Codes: IATA TA, ICAO TAI, Rufzeichen „TACA“. Avianca El Salvador nutzte TA noch bis Ende 2023, seit dem 1. Januar 2024 laufen die Flüge unter AV, der ICAO-Code TAI blieb.
- Grupo TACA bündelte in den 1990er-Jahren LACSA, Aviateca und NICA, später kamen TACA Perú und Isleña dazu.
- Airbus-Pionier: TACA gehörte zu den ersten A320-Betreibern Lateinamerikas und flog 2005 als erste Airline der Region den A321.
- Fusion mit Avianca: 2009 angekündigt, 2012 gemeinsamer Beitritt zur Star Alliance, seit Mai 2013 nur noch Marke Avianca.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | TA |
|---|---|
| ICAO-Code | TAI |
| Rufzeichen | TACA |
| Drehkreuze | SAL, SJO, LIM |
| Allianz | Star Alliance |
| Status | Historische Marke – seit dem 21. Mai 2013 fliegt die Gesellschaft als Avianca El Salvador |
| Gegründet | 1931 in Honduras durch den Neuseeländer Lowell Yerex, zunächst als Frachtairline |
| Sitz | El Salvador, zuletzt San Salvador bzw. Antiguo Cuscatlán |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Drehkreuzen in Mittel- und Südamerika und Flügen in die USA |
| Drehkreuze | San Salvador (SAL), dazu San José in Costa Rica (SJO) und Lima (LIM) |
| Gruppengesellschaften | TACA International, LACSA, Aviateca, NICA, Isleña und TACA Perú |
| Eigentümer | Bis 1980 eine US-Gesellschaft mit Sitz in New Orleans, danach die salvadorianische Familie Kriete |
| Allianz | Star Alliance, Beitritt gemeinsam mit Avianca im Juni 2012 |
| Fusion | Mit Avianca angekündigt am 7. Oktober 2009, Markenwechsel am 21. Mai 2013 |
| Jet-Typen (Auswahl) | BAC One-Eleven, Boeing 737-200/-300/-400, Boeing 767, Airbus A319, A320, A321 und Embraer 190 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich TACA?
- Schriftzug „TACA“ in großen Buchstaben am Rumpf
- Mehrere Lackierungsgenerationen, 2008 kam mit dem Neustart als TACA International Airlines ein neuer Markenauftritt
- Im Jet-Zeitalter vor allem Airbus A320-Familie, dazu Embraer 190 und früher Boeing 737 und 767
- Viele Flugzeuge mit US-Kennzeichen (N-), einzelne auch mit irischem EI-Präfix
- Flugnummern mit TA, im Funk das Rufzeichen „TACA“ und der ICAO-Code TAI
- Heute als Retro: ein Avianca-A320 (N567AV) trägt seit 2022 eine TACA-Lackierung der 1990er-Jahre
Wer in den 1990er- oder 2000er-Jahren in Miami, Los Angeles oder New York auf dem Vorfeld stand, kam an TACA kaum vorbei. Die Airline aus El Salvador war über Jahrzehnte das wichtigste Bindeglied zwischen Mittelamerika und den USA und baute eine eigene Airlinegruppe über mehrere Länder auf. Seit 2013 gibt es die Marke nicht mehr – sie ist in Avianca aufgegangen. Für Spotter bleibt TACA trotzdem spannend: als Kapitel in alten Fotoarchiven und als Retro-Lackierung, die heute wieder unterwegs ist.
Historische Sichtungen sauber sortieren
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest – auch alte Archivbilder, die du endlich ordentlich beschriften willst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
TACA im Überblick
TACA ist eine historische Airline-Marke aus El Salvador. Der Name stand ursprünglich für Transportes Aéreos Centroamericanos, später für Transportes Aéreos del Continente Americano. Gegründet wurde die Airline 1931 allerdings nicht in El Salvador, sondern in Honduras – vom Neuseeländer Lowell Yerex, der im Ersten Weltkrieg im britischen Royal Flying Corps geflogen war.
In den ersten Jahren transportierte TACA vor allem Fracht, Passagiere kamen erst 1940 dazu. 1945 zog sich Yerex zurück, der Sitz wanderte nach El Salvador, und der honduranische Teil ging an die Airline SAHSA. Von da an war San Salvador das Zuhause von TACA – und blieb es bis zum Schluss.
Bis 1980 gehörte die Airline einer US-Gesellschaft mit Sitz in New Orleans. Die salvadorianische Familie Kriete war zunächst Minderheitsaktionärin und übernahm schließlich alle Anteile. Unter ihrer Führung wuchs TACA in den 1990er-Jahren zur Grupo TACA, kaufte sich in Nachbar-Airlines ein und wurde zur größten Airlinegruppe Mittelamerikas.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code TA: stand in jeder TACA-Flugnummer, auf Tickets, Anzeigetafeln und in Flugplänen. Avianca El Salvador nutzte ihn nach dem Markenwechsel weiter und wechselte erst zum 1. Januar 2024 auf AV.
- ICAO-Code TAI: stand im Flugplan der Flugsicherung. Die Nachfolgegesellschaft Avianca El Salvador führt ihn weiter.
- Rufzeichen TACA: so meldeten sich die Crews im Funk – am 20. Mai 2013 zum letzten Mal.
Für die Archivarbeit ist der Unterschied wichtig. Ein Foto aus der Zeit nach Mai 2013 zeigt eine Maschine in Avianca-Farben, die technisch dieselbe Gesellschaft sein kann wie vorher. Wer sauber dokumentiert, trennt deshalb Marke, Betreiber und Kennzeichen. Wie du Flugzeuge über das Kennzeichen eindeutig zuordnest, zeigt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die Geschichte in Etappen
1931 – Start in Honduras
Lowell Yerex gründet TACA als Frachtairline, erstes Flugzeug ist eine einmotorige Stinson.
1945 – Umzug nach El Salvador
Yerex steigt aus, der Sitz geht nach El Salvador. Passagierflüge gibt es seit 1940.
1966 – Ankunft im Jet-Zeitalter
Am 28. Dezember 1966 fliegt die erste BAC One-Eleven für TACA.
1990er – die Grupo TACA wächst
TACA übernimmt Mehrheiten an Aviateca, LACSA und NICA und stellt auf Airbus A320 um.
2001 – Sprung nach Peru
Eine Basis in Lima führt zur Gründung von TACA Perú, an der TACA 49 Prozent hält.
2009 – Fusion mit Avianca angekündigt
Am 7. Oktober 2009 geben TACA und Avianca ihren Zusammenschluss unter einer gemeinsamen Holding bekannt.
2012 – Star Alliance
Im Juni 2012 treten TACA, Avianca und Copa gemeinsam der Star Alliance bei.
2013 – Abschied von der Marke
Am 21. Mai 2013 fliegen alle TACA-Gesellschaften unter dem Namen Avianca.
Von Propellern zu Jets
Nach dem Krieg setzte TACA auf bewährte Kolbenmotor-Flugzeuge: die Douglas DC-3, die DC-4 und später die DC-6. In den 1950er-Jahren kam die Vickers Viscount mit Turboprops dazu, die Frachtsparte TACA Air Cargo flog ab 1976 die Lockheed L-188 Electra. Den Einstieg ins Jet-Zeitalter machte Ende 1966 die BAC One-Eleven, ein kompakter britischer Zweistrahler mit Triebwerken am Heck.
Im Juni 1988 ersetzte TACA die letzten One-Elevens durch die Boeing 737-200. Daneben flogen die 737-300 und kurzzeitig die 737-400 sowie für längere Strecken die Boeing 767-200 und die 767-300ER.
Die Grupo TACA
Zwischen 1990 und 1995 kaufte sich TACA mehrheitlich bei mehreren Airlines der Region ein: bei Aviateca in Guatemala, bei LACSA in Costa Rica und bei Nicaragüense de Aviación (NICA). Zusammen bildeten sie die Grupo TACA. Die Gesellschaften behielten zunächst eigene Namen und Codes, traten aber zunehmend gemeinsam auf. Dazu kamen Regionalbetriebe wie Isleña Airlines in Honduras und TACA Regional sowie ab 2001 TACA Perú.
| Gesellschaft | Land | Rolle in der Gruppe |
|---|---|---|
| TACA International | El Salvador | Muttergesellschaft, Drehkreuz San Salvador |
| LACSA | Costa Rica | Ehemalige Flag-Carrier, Drehkreuz San José |
| Aviateca | Guatemala | Ehemalige Flag-Carrier Guatemalas |
| NICA | Nicaragua | Nicaraguanische Gruppengesellschaft |
| Isleña Airlines | Honduras | Regionalverkehr, unter anderem zu den Bay Islands |
| TACA Perú | Peru | Basis Lima, Flüge in Südamerika |
2005 war TACA zudem Gründungsgesellschafterin der mexikanischen Low-Cost-Airline Volaris. 2008 gab sich die Gruppe einen neuen Auftritt: Sie trat wieder als TACA International Airlines auf, verlegte den Sitz zurück nach San Salvador und frischte die Lackierung auf.
Zusammenschluss mit Avianca
Am 7. Oktober 2009 kündigten TACA und die kolumbianische Avianca ihren Zusammenschluss an. Beide Eigentümergruppen brachten ihre Anteile in eine gemeinsame Holding ein, die als AviancaTaca an den Start ging. Kolumbiens Luftfahrtbehörde stimmte noch im Dezember 2009 zu. Danach wuchsen beide Airlines Schritt für Schritt zusammen: gemeinsames Vielfliegerprogramm LifeMiles, abgestimmte Netze und eine gemeinsame Flottenplanung mit Flugzeugen von Airbus.
Im Juni 2012 folgte der gemeinsame Beitritt zur Star Alliance – zusammen mit Copa Airlines aus Panama. Damit kamen San Salvador, San José und Lima als Umsteigepunkte ins Allianznetz. Im Oktober 2012 kündigte die Gruppe an, die Marke TACA aufzugeben. Am 20. Mai 2013 flog TACA zum letzten Mal unter eigenem Rufzeichen, am 21. Mai 2013 startete der erste Flug als Avianca El Salvador.
Marke weg, Betrieb geblieben
Avianca El Salvador ist rechtlich die frühere TACA International. Wenn du nach 2013 in San Salvador eine Avianca-Maschine fotografierst, kann sie also direkt aus der TACA-Flotte stammen. Über das Kennzeichen findest du die Vorgeschichte – hilfreich ist dabei der Guide Flugzeugalter herausfinden.
Die Flotte im Wandel
TACA hat in neun Jahrzehnten fast jede Epoche der Verkehrsluftfahrt mitgemacht. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Typen zusammen – ohne Stückzahlen, weil die Quellen dazu je nach Jahr stark auseinandergehen.
| Epoche | Typen | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| 1930er–1950er | Stinson, Ford Trimotor, Douglas DC-3, DC-4 | Nur noch auf historischen Fotos |
| 1950er–1980er | DC-6, Vickers Viscount, Lockheed Electra | Turboprops und Kolbenmotoren, teils als Frachter |
| 1966–1988 | BAC One-Eleven | Erster TACA-Jet, Triebwerke am Heck |
| 1980er–2000er | Boeing 737-200, -300, -400 | Wichtigster Typ vor der Airbus-Ära |
| 1985–2000 | Boeing 767-200, -200ER, -300ER | Großraumflugzeug für längere Strecken |
| 1990er–2013 | Airbus A319, A320, A321 | Rückgrat der Flotte bis zum Markenwechsel |
| 2008–2013 | Embraer 190 | Regionaljet für dünnere Strecken |
Airbus-Pionier in Lateinamerika
Die eigentliche Erkennungsmelodie der späten TACA war der Airbus A320. In den 1990er-Jahren gehörte TACA zu den ersten Betreibern des Typs in Lateinamerika und setzte ihn in großer Zahl ein. Dazu kamen der kürzere A319 und ab 2005 der gestreckte A321 – TACA war damit die erste Airline Lateinamerikas mit diesem Typ. Wie du die drei Längen auseinanderhältst, erklärt der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden.
2008 kam die Embraer 190 dazu, TACA war der zweite Betreiber in Lateinamerika. Hersteller ist die brasilianische Embraer, die Unterschiede zu den Schwestermodellen erklärt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Die E190 flog auf Strecken, für die ein A320 zu groß war. Laut den verfügbaren Flottenübersichten blieben A319 und A321 nach dem Markenwechsel noch einige Jahre bei Avianca El Salvador im Einsatz.
Ex-TACA-Airbusse auf der Wunschliste
Setz Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du TACA erkennst
Die Farben von TACA haben sich mehrfach geändert. Für die Datierung alter Fotos hilft die Lackierung:
- Bis 2008: Die Flugzeuge trugen den älteren TACA-Auftritt, den die heutige Retro-Lackierung aus den 1990er-Jahren wieder aufgreift.
- Ab 2008: Mit dem Neustart als TACA International Airlines kam ein überarbeitetes Erscheinungsbild. Diese Bemalung trugen einige Flugzeuge noch eine Zeit lang nach dem Zusammenschluss mit Avianca.
- Ab Mai 2013: Die Flugzeuge wechselten nach und nach in die Avianca-Farben. In der Übergangszeit tauchten Mischformen auf – typische Fälle beschreibt der Guide zu Hybrid-Lackierungen.
Ein zweites Merkmal ist das Kennzeichen. Viele TACA-Jets waren in den USA registriert und trugen ein N-Kennzeichen, einzelne Maschinen auch ein irisches EI-Kennzeichen. Wer ein N-Kennzeichen sieht, denkt deshalb schnell an eine US-Airline – bei TACA war das ganz normal. Warum Airlines Flugzeuge in anderen Ländern registrieren, erklärt der Artikel über Offshore-Registrierungen und Leasing.
Achtung Verwechslung
LACSA, Aviateca und TACA traten in den 2000er-Jahren oft im gemeinsamen TACA-Auftritt auf. Auf Fotos aus dieser Zeit verrät erst der Flugnummern-Code oder das Kennzeichen, welche Gruppengesellschaft tatsächlich flog.
Das Comeback als Retro-Lackierung
Im November 2022 holte Avianca die Marke für ein Flugzeug zurück: Ein Airbus A320 mit dem Kennzeichen N567AV trägt seitdem eine Nachbildung der TACA-Lackierung aus den 1990er-Jahren. Betrieben wird er von Avianca, die TACA-Farben sind also eine Hommage und kein Comeback der Airline. Seit März 2023 erinnert ein weiterer Retro-A320 an Aviateca.
Für Spotter ist N567AV das greifbarste Stück TACA, das heute noch fliegt. Weil der A320 im Avianca-Netz wechselnd eingesetzt werden kann, lässt sich vorher kaum sagen, wo er gerade landet. Wie du ein einzelnes Flugzeug gezielt verfolgst, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Mehr über Sonderbemalungen dieser Art findest du unter Retro-Lackierungen von Airlines und in der Übersicht legendärer Airline-Lackierungen.
Kennzeichen beobachten
Such N567AV im Tracker und prüfe, welche Strecken der A320 in den letzten Tagen geflogen ist.
Betriebsrichtung prüfen
Klär vorab, über welche Piste an deinem Flughafen gelandet wird, und such dir den passenden Spot.
Seitenansicht sichern
Fotografiere die ganze Seitenansicht, damit Rumpf und Leitwerk mit der Retro-Bemalung vollständig im Bild sind.
Sauber beschriften
Notier Avianca als Betreiber und „TACA-Retro“ als Lackierung – so bleibt die Sichtung später eindeutig.
Unfälle und Zwischenfälle
Zur Geschichte von TACA gehören auch einige bekannte Ereignisse. Am 24. Mai 1988 verlor eine Boeing 737-300 auf Flug 110 nach New Orleans in heftigem Regen und Hagel beide Triebwerke. Die Crew landete auf einem Grasdamm am NASA-Gelände Michoud – alle Passagiere blieben unverletzt. Der Flug gilt bis heute als Lehrbeispiel für Wassereinbruch in Triebwerke.
Am 30. Mai 2008 schoss ein A320 auf Flug 390 bei Regen über das Pistenende des Flughafens Toncontín in Tegucigalpa hinaus. Fünf Menschen kamen ums Leben, zwei davon am Boden. Toncontín galt wegen seiner kurzen Piste und des Anflugs zwischen Hügeln schon vorher als einer der anspruchsvollsten Flughäfen der Region.
TACA-Spuren für Spotter heute
TACA selbst kannst du heute nicht mehr spotten – wohl aber die Spuren der Airline:
Gute Chancen auf TACA-Spuren, wenn …
- du in den USA an Flughäfen mit Mittelamerika-Verkehr spottest, etwa am Flughafen Miami
- du gezielt nach dem Retro-A320 N567AV suchst
- du Archivfotos aus den Jahren vor 2013 durchgehst
Prüf es vorher, wenn …
- du bei einem Avianca-Airbus eine TACA-Vergangenheit vermutest – das Kennzeichen verrät es
- du nach alten Spotterberichten zu San Salvador oder San José planst
Eher keine TACA-Spuren, wenn …
- du an Flughäfen ohne Verbindungen nach Mittelamerika spottest
Zu den wichtigsten US-Zielen von TACA gehörten Miami, Los Angeles und New York JFK. Wer dort heute steht, sieht Avianca auf den gleichen Strecken – Tipps zu den Spots gibt es in den Guides zu Los Angeles und Miami.
Häufige Verwechslungen
- TACA für eine einzelne Airline halten – hinter der Marke stand eine ganze Gruppe aus mehreren Ländern.
- N-Kennzeichen als US-Airline deuten – viele TACA-Jets waren in den USA registriert.
- Avianca El Salvador für eine Neugründung halten – es ist die frühere TACA International unter neuem Namen.
- Den TA-Code mit dem ICAO-Code verwechseln – TA war der IATA-Code, TAI ist der ICAO-Code.
- N567AV als TACA-Flug notieren – der A320 wird von Avianca betrieben und trägt nur die Retro-Farben.
- Alte und neue Bemalung in dieselbe Epoche legen – der überarbeitete Auftritt kam erst 2008.
Retro-Liveries im Blick
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Fazit
TACA war mehr als eine Airline aus El Salvador. Aus einer kleinen Frachtfirma in Honduras wurde über acht Jahrzehnte die prägende Airlinegruppe Mittelamerikas – mit LACSA, Aviateca, NICA und TACA Perú unter einem Dach, frühen Airbus-Jets und Strecken bis tief in die USA. Seit 2013 lebt sie in Avianca weiter. Wer heute den Retro-A320 N567AV erwischt oder ein altes TACA-Foto sauber beschriftet, hält ein echtes Stück Luftfahrtgeschichte fest.
Kurzfazit
TACA (IATA TA, ICAO TAI) war die große Airlinegruppe Mittelamerikas mit Sitz in El Salvador. Seit dem 21. Mai 2013 fliegt sie als Avianca El Salvador – sichtbar bleibt die Marke vor allem auf dem Retro-A320 N567AV.
Zusammenfassung
- TACA ist eine historische Marke: Seit dem 21. Mai 2013 fliegt die frühere TACA International als Avianca El Salvador.
- Für Spotter zählt heute vor allem das Archiv – und der Retro-A320 N567AV, der die TACA-Farben zurück auf die Vorfelder bringt.
- Typisch waren Airbus A319, A320 und A321, dazu Embraer 190 und in früheren Jahren Boeing 737 und 767.
- Wer alte Fotos sortiert, achtet auf Kennzeichen und Lackierung: Viele TACA-Jets trugen US-Kennzeichen, die Bemalung hilft bei der Datierung.
Häufige Fragen
Welche Codes hatte TACA?
TACA flog mit dem IATA-Code TA, der ICAO-Code lautet TAI, das Rufzeichen im Funk war „TACA“. Nach dem Markenwechsel 2013 behielt die Nachfolgegesellschaft Avianca El Salvador den Code TA zunächst bei. Erst seit dem 1. Januar 2024 laufen ihre Flüge unter dem Avianca-Code AV, der ICAO-Code TAI blieb erhalten.
Gibt es TACA heute noch?
Als Marke nicht mehr. Die Gesellschaft TACA International besteht als Avianca El Salvador weiter und gehört zum Avianca-Verbund. Am 20. Mai 2013 flog TACA zum letzten Mal unter eigenem Rufzeichen, am 21. Mai 2013 startete der erste Flug unter dem Namen Avianca.
Was war die Grupo TACA?
Unter dem Namen Grupo TACA fasste TACA in den 1990er-Jahren mehrere Airlines Mittelamerikas zusammen: LACSA aus Costa Rica, Aviateca aus Guatemala und NICA aus Nicaragua. Dazu kamen die Regionalgesellschaften Isleña in Honduras und TACA Regional sowie ab 2001 TACA Perú mit Basis in Lima.
Wann haben sich TACA und Avianca zusammengeschlossen?
Die Fusion wurde am 7. Oktober 2009 angekündigt. Die Eigentümer brachten ihre Anteile in eine gemeinsame Holding ein, die zunächst AviancaTaca hieß. Den sichtbaren Schlusspunkt setzte der 21. Mai 2013, als alle TACA-Flüge unter die Marke Avianca wechselten.
War TACA Mitglied der Star Alliance?
Ja. TACA trat im Juni 2012 zusammen mit Avianca und Copa Airlines der Star Alliance bei. Weniger als ein Jahr später verschwand die Marke TACA, die Mitgliedschaft lief unter Avianca weiter.
Welche Flugzeuge flog TACA?
Am Anfang kleine Stinson-Maschinen, später Douglas DC-3, DC-4 und DC-6, Vickers Viscount und Lockheed Electra. Ab 1966 flog TACA Jets: zuerst die BAC One-Eleven, ab den 1980er-Jahren Boeing 737 und 767. In den letzten Jahren prägten Airbus A319, A320 und A321 sowie die Embraer 190 die Flotte.
Wo kann ich die TACA-Lackierung heute noch sehen?
Avianca hat 2022 einen Airbus A320 mit dem Kennzeichen N567AV in einer TACA-Lackierung der 1990er-Jahre auf die Strecke geschickt. Wo das Flugzeug gerade fliegt, ändert sich ständig – am besten verfolgst du das Kennzeichen über einen Flugtracker.
TACA im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypBoeing 767-200/-200ER
Die erste 767 überhaupt: kurz, schlank, zweistrahlig. Die 767-200 und ihre Langstreckenversion -200ER haben ETOPS möglich gemacht und mit dem Gimli Glider Geschichte geschrieben. Heute siehst du sie fast nur noch als Frachter oder in Uniform.
Weitere Airlines
Avianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
NetzwerkLACSA
Historische Flag-Carrier Costa Ricas: 1945 mit Pan Am gegründet, Drehkreuz San José, erste Airline Mittelamerikas mit Airbus A320 – dann Teil von Grupo TACA und seit 2013 unter der Marke Avianca unterwegs. Die Gesellschaft heißt heute Avianca Costa Rica.
NetzwerkCopa Airlines
Panamas Netzwerk-Airline mit dem „Hub of the Americas“ in Tocumen: reine Boeing-737-Flotte, Star-Alliance-Mitglied seit 2012 und ein Streckennetz, das Nord-, Mittel- und Südamerika samt Karibik über Panama-Stadt verknüpft.
Low-CostVolaris
Mexikos passagierstärkste Airline fliegt als Ultra-Low-Cost-Carrier eine reine Airbus-A320-Familie, verbindet Mexiko eng mit den USA und hat eigene Töchter in Costa Rica und El Salvador.
FrachtAvianca Cargo
Die Frachtairline der Avianca-Gruppe aus Kolumbien, bis 2013 als Tampa Cargo bekannt: Airbus-A330-Frachter, Drehkreuze Bogotá, Medellín und Miami – und Tonnen von Schnittblumen für die USA und Europa.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen Miami (MIA)
Vom Pan-Am-Flugfeld an der 36th Street zum Tor der USA nach Lateinamerika: American Airlines mit ihrem Karibik-Drehkreuz, Frachter aus Bogotá, Santiago und Lima im Minutentakt und vier Pisten mitten im Großraum Miami – der Flughafen, an dem Frachtspotting zur Hauptsache wird.
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